| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 143 166 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
04.05.1988 Patentblatt 1988/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.07.1984 |
|
|
| (54) |
Walzgerüst mit mittels Stützrollen abstützbarer Arbeitswalzen
Rolling stand for supporting work rolls by means of supporting rollers
Cage de laminoir avec appui des cylindres de travail à l'aide de rouleaux d'appui
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE DE FR GB IT LU NL |
| (30) |
Priorität: |
03.10.1983 DE 3335857
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
05.06.1985 Patentblatt 1985/23 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS SCHLOEMANN-SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT |
|
40237 Düsseldorf (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Bald, Wilfried
D-5912 Hilchenbach (DE)
- Stoy, Erich
D-4030 Ratingen 4 (DE)
- Römmen, Hans
D-4047 Dormagen 11 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Müller, Gerd, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte
Hemmerich-Müller-Grosse
Pollmeier-Valentin-Gihske
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 210 325 GB-A- 2 096 035
|
GB-A- 2 094 689 US-A- 2 651 954
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzgerüst mit zwei Arbeitswalzen, zwei Zwischenwalzen
und zwei Stützwalzen (Sexto-Walzgerüst), bei welchem mindestens die Achsen der Stützwalzen
und die der Zwischenwalzen im wesentlichen in einer gemeinsamen Vertikalebene übereinanderliegen,
bei welchem ferner die Zwischenwalzen zwischen den Stützwalzen und den Arbeitswalzen
axial verschiebbar angeordnet sind, und bei welchem die Einbaustücke der Arbeitswalzen
sowie die Einbaustücke der Zwischenwalzen seitlich durch sie formschlüssig axial führende
Führungsstücke gehalten sind, von denen die für die Einbaustücke der Arbeitswalzen
vorgesehenen Führungsstücke an im Ständerfenster vorgesehenen, Verstellmittel aufweisenden
Blöcken und die für die Einbaustücke der Zwischenwalzen wirksamen Führungsstücke innerhalb
der Laibung des Ständerfensters jeweils vertikal verschieblich und gegebenenfalls
durch Vorspannmittel beaufschlagt gehalten sind, und wobei schließlich die Arbeitswalzen
zusätzlich gegen die die Stützwalzen- und die Zwischenwalzenachsen aufweisende Vertikalebene
horizontal in Walzrichtung anstellbar und im wesentlichen in dieser Richtung durch
von mit den Ständern verbundenen Stützbrücken aus gegen sie anstellbare Stützrollen
abstützbar sind.
[0002] Beim Walzen von Metallbändern hängt der jeweils optimale Durchmesser der Arbeitswalzen
von einer Anzahl von Faktoren ab. So setzt man bspw. für das Dressieren Arbeitswalzen
mit größerem Durchmesser ein als für das übliche Reduzieren, und mit sinkender Banddicke
und steigender Festigkeit des Walzgutes wird zweckmäßig auch der Durchmesser der Arbeitswalzen
vermindert. Mit zunehmender Schlankheit der Arbeitswalze jedoch ergibt sich die Notwendigkeit
ihrer Abstützung nicht nur in vertikaler Richtung durch Zwischen- bzw. Stützwalzen,
sondern gemäß der auch die Gattung bestimmenden Druckschrift « Herstellung von kaltgewalztem
Band », Teil 1, Verlag Stahleisen m.b.H., Düsseldorf, 1970, Seiten 309 bis 314, auch
in im wesentlichen horizontaler, in bzw. entgegen der Walzrichtung liegender Richtung
durch Horizontalanstellung, durch Hydraulikkissen und/oder durch mittels weiterer
Walzen und/oder Drückrollen abgestützter Zwischenwalzen.
[0003] Eine gewisse Streubreite des Arbeitswalzendurchmessers wird bei praktisch allen Walzgerüsten
vorgesehen, um neue, mit dem maximalen Durchmesser eingeführte Arbeitswalzen entsprechend
dem im Betriebe auftretenden Verschleiß nacharbeiten zu können ; im allgemeinen werden
hierbei Differenzen zwischen dem ursprünglichen, größten und dem geringstzulässigen
Durchmesser von bspw. 50 mm vorgesehen. Derartige Differenzen lassen sich innerhalb
des Walzgerüstes ohne wesentliche Umbauten desselben berücksichtigen. Darüber hinaus
besteht jedoch gegebenenfalls der Wunsch, bezüglich ihrer Ballendurchmesser stärker
differierende Arbeitswalzen einsetzen zu können, um bspw. innerhalb eines Gerüstes
wahlweise mit Arbeitswalzen größeren Durchmessers vorwalzen und mit Arbeitswalzen
sehr geringen Durchmessers fertigwalzen zu können. Im allgemeinen werden hierbei eingebaute
Arbeitswalzen geringen Durchmessers horizontal durch Zwischenwalzen und Drückrollen
abgestützt, während Arbeitswalzen größeren Durchmessers entweder im Quartobetrieb
mit Stützwalzen abgestützt werden oder im Duo-Betrieb unabgestützt laufen. Es ist
auch ein Sonderfall bekannt, bei dem ein Gerüst wahlweise mit einem Duo- oder Quarto-Einbau
zum Warm- bzw. Kaltwalzen eingesetzt wird, und bei einseitige oder beidseitige Abstützung
durch Zwischenwalzen und Drückrollen vorsehenden Einbauten können Arbeitswalzen weiter
reduzierten Durchmessers angewendet werden, so daß in diesem Falle bei einer Ballenlänge
von 900 mm im Duoeinbau Arbeitswalzen eines Durchmessers von 900 mm, im Quartoaufbau
solche eines Durchmessers von 420 mm, bei einseitiger horizontaler Abstützung Arbeitswalzen
mit Durchmessern von 140 bis 165 mm und bei doppelseitiger Abstützung solche mit Durchmessern
von 52 bis 57 mm Anwendung finden können.
[0004] Wenn auch derartige, durch die Wahl des Arbeitswalzendurchmessers unterschiedlichen
Aufgaben anpaßbare Walzgerüste bekanntgeworden sind, so weisen sie doch den schwerwiegenden
Nachteil auf, daß der Austausch der Einbauten eines Arbeitswalzendurchmessers gegen
solche eines nicht nur innerhalb der Nachbearbeitungstoleranz liegenden anderen Durchmessers
eine Umrüstzeit erfordert, die je nach Größe und Aufbau des Walzgerüstes fünf bis
sechzehn Stunden betragen kann und damit als äußerst nachteilig empfundene Stillstandszeiten
des Gerüstes bedingen.
[0005] Die Erfindung geht daher von der Aufgabe aus, ein Walzgerüst der beschriebenen Gattung
zu schaffen, das innerhalb erheblich kürzerer Zeiten, die im Bereiche üblicher Arbeitswalzenwechselzeiten
liegen, bezüglich des Durchmessers seiner wirksamen Arbeitswalzen bis in Durchmesserbereiche
umstellbar ist, bei denen die Arbeitswalzen einer seitlichen Abstützung bedürfen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe, indem bei einem Walzgerüst der bezeichneten Gattung im
Höhenbereich der Arbeitswalzen die Holme der Ständer an ihren den Ständerfenstern
zugewandten Seiten jeweils Ausnehmungen aufweisen, in denen auf die Arbeitswalzen
einwirkende und diese in Walzrichtung einstellende Horizontalanstellvorrichtungen
vorgesehen sind, indem die Anstellstempel der Horizontalanstellvorrichtungen mit den
die Verstellmittel aufweisenden Blöcken verbunden sind, indem die Stützrollenanordnungen
auf die Stützbrücken hin zurückziehbar und um mindestens 50 mm von den Arbeitswalzen
abhebbar sind, und indem weiterhin die Stützrollenanordnungen mit den ihnen in Richtung
auf die Antriebs- bzw. die Bedienungsseite hin vorgelagerten Horizontalanstellvorrichtungen
mit den von ihnen getragenen Blöcken zu einer lösbaren, als Ganzes ausziehbaren Kassette
zusammengefaßt und gegen eine Horizontalanstellvorrichtungen mit vorgeordneten Blöcken
aufweisende Kassette austauschbar sind. Durch die Zusammenfassung der Horizontalanstellvorrichtungen
mit den von ihnen getragenen Blöcken und Führungsstücken mit den Stützrollenanordnungen
ergibt sich die Möglichkeit, diese insgesamt mit geringem Zeit-, Bedienungs- und apparativem
Aufwand auszuziehen und gegebenenfalls gegen eine Kassette auszutauschen, die zwar
Horizontalanstellvorrichtungen, von diesen getragene Blöcke und Führungsstücke aufweist,
den von der Stützwalzenanordnung sonst eingenommenen Raum aber freiläßt. Zweckmäßig
sind diese Kassetten so ausgeführt, daß sie in Ständerausnehmungen und Ausnehmungen
der Stützbrücken horizontal einschiebbar sind, wobei die Kassetten jeweils aus zwei
seitlichen Wangen bestehen, welche die von Ständer zu Ständer sich erstreckenden Teile
der Stützwalzenanordnung miteinander verbinden. Zweckmäßig weisen diese Kassetten
auch gleich die Leitplatten mit auf, so daß nach dem Ausziehen der Kassetten der Arbeitswalzeneinbau
völlig freigegeben ist. Als wesentlich hat es sich auch gezeigt, daß die Stützrolleneinbauten
so weit zurückziehbar sind, daß auch stärkere Arbeitswalzen deutlich, bspw. um mindestens
50 mm, freigegeben werden. Damit besteht die Möglichkeit, Arbeitswalzen geringen Durchmessers,
die der seitlichen Abstützung bedürfen, gegen solche wesentlich größeren Durchmessers
kurzzeitig auszutauschen, ohne daß hierbei unbedingt die Notwendigkeit besteht, die
Stützrolleneinbauten bzw. die diese aufweisende Kassette gegen eine solche auszutauschen,
in der Stützrollenanordnungen nicht vorgesehen sind. Da außerdem gemäß der Gattung
die Einbaustücke der Arbeits-und der Zwischenwalzen jeweils den Führungsstücken und
bezüglich der Lageranordnung dem Durchmesser der in ihnen gelagerten Arbeitswalzen
angepaßt sind, genügt es in einer großen Anzahl von Fällen zum Austausch von Arbeitswalzen
gegen solche geänderten Durchmessers, die Stützrollenanordnung in die Wechselstellung
zurückzufahren, um die Arbeitswalzen ungehindert und ohne weitere Umbauarbeiten austauschen
zu können. Im Falle des Einbaues dünner Arbeitswalzen kann dann die Stützrollenanordnung
in Arbeitsstellung gefahren werden, und selbst bei der Verwendung dicker Arbeitswalzen
über längere Zeiträume ist es nicht unbedingt notwendig, sondern nur empfehlenswert,
die Kassette gegen eine solche auszutauschen, die keine Stützrollenanordnung enthält,
und auch der Austausch der Kassette läßt sich leicht, ungehindert und schnell durchführen.
[0007] Beim praktischen Aufbau der Kassette hat es sich bewährt, die Stützbrücken in der
der Stützrollen und der der beiden Lagerarme der horizontalen Zwischenwalze entsprechenden
Anzahl Hydraulikzylinder aufweisen zu lassen, deren Kolbenstangen Ausnehmungen aufweisen,
in die Vorsprünge von die Stützrollen und die Zwischenwalze anstellenden Elementen
horizontal einschiebbar sind. Hierdurch wird erreicht, daß die Stützrollenanordnung
einfach und mit wenigen Handgriffen ausbaubar sind, während die mit Hydraulikanschlüssen
ausgestatteten, diese anstellenden Hydraulikzylinder innerhalb der Stützbrücken verbleiben.
[0008] Zum weitgehenden Zurückziehen der Stützrollenanordnung hat es sich auch als zweckmäßig
erwiesen, in einer vertikalen Ebene schwenkbare Lagerarme vorzusehen, deren Schwenkbolzen
gegen die Arbeitswalzen vorschiebbar sind, und deren freie Enden die Lager der die
Arbeitswalzen im wesentlichen horizontal abstützenden Zwischenwalzen tragen. Werden
nun noch die Lagerarme-mit Kulissen ausgestattet, in denen Bolzen der Führungsstücke
und der Leitplatten so geführt sind, daß beim Anstellen der Lagerarme deren Anstellwinkel
sowie der der Leitplatten bestimmt ist, so wird erreicht, daß in allen Anstellzuständen
selbsttätig sowohl die Lagerarme als auch die Leitplatten in die optimale Neigung
gebracht werden, und daß beim Nachstellen der Führungsstücke auch die zugehörigen
Verstellungen sowohl der Lagerarme als auch der Leitplatten selbsttätig bewirkt werden.
Der Austausch der Arbeitswalzen kann damit vorgenommen werden, ohne daß die Bedienung
diesen Neigungen Beachtung zu schenken hat.
[0009] Weiterhin vereinfacht wird der Austausch der Arbeitswalzen, wenn die Antriebsspindeln
eines auf der Antriebsseite des Gerüstes vorgesehenen Kammwalzengerüstes oder entsprechender
separate Antriebe mit den Zapfen der Stützwalzen oder aber auch der Zwischenwalzen
verbunden sind. Durch einen solchen Stützwalzen- oder auch Zwischenwalzenantrieb,
der unabhängig vom Durchmesser der eingesetzten Arbeitswalze aufrechterhalten wird,
werden Umrüstzeiten weiterhin abgekürzt. Andererseits können aber auch gegebenenfalls
die Arbeitswalzen angetrieben werden.
[0010] Als wesentlich hat es sich gezeigt, durch Stützrollen abgestützte Arbeitswalzen soweit
aus der die Achsen der Stützwalzen und/oder die der Zwischenwalzen aufnehmenden Vertikalebene
heraus zu verschieben, daß ein festes, eine Beeinflussung des Walzprofiles gewährleistende
Anlage an die horizontalen Zwischenwalzen gesichert ist.
[0011] Mit Vorteil werden die die Einbaustücke mindestens der Zwischenwalzen in axialer
Richtung führende Führungselemente der einander abstützenden Flächen der Führungsstücke
und der Einbaustücke in bezug auf eine Horizontalebene symmetrisch ausgebildet, und
die Achsen der durch die Einbaustücke abgestützten Walzenzapfen sind gegen diese Horizontalebene
versetzt angeordnet. Hierdurch läßt sich erreichen, daß ein Einbaustück sowohl in
einer ersten als auch in einer zweiten, um 180° gedrehten Lage von den Führungsstücken
aufgenommen werden kann, wobei die Versetzung der Achsen in unter-
[0012] schiedliche Richtungen zeigt, so daß die gleichen Einbaustücke und Zwischenwalzen
für zwei Arbeitswalzen unterschiedlicher Durchmesser anwendbar sind und die Lagerhaltung
sich vereinfacht.
[0013] Im einzelnen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der folgenden Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen beschrieben. Es zeigen hierbei :
Figur 1 ein Sexto-Walzgerüst mit vermittels von Stützrollen horizontal abgestützten
dünnen Arbeitswalzen,
Figur 2 das gleiche Walzgerüst nach dem Rückziehen der Stützrollenanordnung und Austausch
der Arbeitswalzen geringen Durchmessers gegen solche stärkeren Durchmessers,
Figur 3 abgebrochen und in vergrößerter Darstellung einen zwischen den Walzgerüsten
geführten, die Stützrollenanordnung und Arbeitswalzen erfassenden Schnitt,
Figur 4 einen durch das Walzgerüst geführten Horizontalschnitt, und
Figur 5 nochmals vergrößert und abgebrochen eine bereichsweise geschnitten dargestellte
Ansicht der einseitigen Lagerbereiche zweier horizontaler Zwischenwalzen.
[0014] In der Fig. 1 ist in einem mittigen Vertikalschnitt durch ein Walzgerüst die Aufsicht
auf einen abgebrochen dargestellten Ständer 1 gezeigt, in dessen Ständerfenster 2
die Einbaustücke von Stützwalzen 3 und 4 verschiebbar gehalten sind. Im Höhenbereiche
der Arbeitswalzen einander gegenüberstehende Ausnehmungen 5 des Ständers bilden Erweiterungen
des Ständerfensters, in denen Horizontalanstellvorrichtungen 6 vorgesehen sind, deren
Anstellstempel mit einem Träger 7 eines Blockes 8 verbunden sind. Durch in der Figur
nicht gezeigte, zweckmäßig als Hydraulikzylinder ausgebildete Stellmittel werden am
Block vertikal vorgesehene Führungsstücke 9 und 10 abgestützt, die zwischen ihren
Führungsflächen horizontal verschiebbar Einbaustücke 11 . und 12 der Arbeitswalzen
13 und 14 geringen Durchmessers führen. Entsprechend sind an der Laibung des Ständerfensters
2 verschiebliche, bspw. mit Biegekräften beaufschlagte Führungsstücke 15 und 16 vertikal
verschiebbar vorgesehen, deren eine Horizontalführung bildende Stirnflächen die Einbaustücke
17 und 18 von Zwischenwalzen 19 und 20 führen.
[0015] Zwischen den Gerüsten sind ausreichend steif ausgebildete Stützbrücken 21 und 22
vorgesehen, in denen die wesentlichen Teile der Stützrollenanordnung innerhalb einer
Kassette 23 vorgesehen sind. Zum Anstellen der Stützrollenanordnung sind in den Stützbrücken
Hydraulikzylinder 24 und 25 vorgesehen, deren Kolben 26 auf frei auskragenden Kolbenstangen
57 angeordnet sind, deren freie Enden eine Ausnehmung in Form einer Ringnut 39 aufweisen.
In der Kassette geführt sind Gabelstempel 27, deren freie Enden mit einem durchgehenden
hinterschnittenen Horizontalschlitz 28 so ausgestattet sind, daß die überstehenden
Randklauen in die Nute der Kolbenstangen eingreifen. Die Gabelstempel 27 weisen an
ihrem gegenüberliegenden Ende, wie im Detail aus Fig. 3 erkennbar ist, Gabeln 29 auf,
deren Außenseiten Nute oder Querleisten aufweisen, die entlang von jeweils zwischen
zwei Gabeln angeordneten Profilleisten 30 geführt sind. Auf dem die Gabel durchdringenden
Bolzen sind jeweils Stützrollen 32 gelagert.
[0016] Die innenliegenden Zwischenwandungen der Kassette sind mit entlang von Schwenkleisten
schwenkbaren Leitplatten 31 für das Walzgut ausgestattet. Wie Fig. 4, die eine Aufsicht
auf die Stützbrücke 21 zeigt, im aufgebrochenen Teil erkennen läßt, sind beidseitig
der Reihe der Hydraulikzylinder 24 zwei Hydraulikzylinder 25 in der Stützbrücke vorgesehen,
deren Kolbenstangen mit Gabelstempeln 40 verbindbar sind, deren Gabeln 41 Schwenkbolzen
aufweisen, um die Lagerarme 33 schwenkbar sind, deren freie Enden die Lager von horizontalen
Zwischenwalzen 34 aufweisen.
[0017] Wie insbesondere die 'Fig. 4 und die eine Stirnansicht auf Lagerarme 33 darstellende
Fig. 5 zeigen, sind die Lagerarme zwischen Führungsstücken 9 bzw. 10 sowie Leitplatten
11 verschwenkbar. Die Führungsstücke 9 und 10 sowie die Leitplatten weisen hierbei
Bolzen 42 bzw. 43 auf, die von Steinen umgriffen werden, die in Kulissen 46 und 47
des Lagerarmes im wesentlichen längsverschiebbar sind. Am freien Ende des Lagerarmes
ist, wie insbesondere der hier geführte Schnitt zeigt, das Lager 45 für den Zapfen
der horizontalen Zwischenwalze 34 gehalten.
[0018] Sollen nun die Arbeitswalzen 13, 14 geringen Durchmessers der Fig. 1 und - strichpunktiert
dargestellt, Fig. 3 - gegen Arbeitswalzen 35 größeren Durchmessers, wie sie geschnitten
in den Fig. 2 und 3 dargestellt sind, ausgetauscht werden, so werden zunächst einmal
die Kolben 26 sämtlicher Hydraulikzylinder 24 und 25 in ihre extrem linke Stellung,
die Ausfahrstellung der Kassette 23, zurückgezogen. Hierbei werden die Gabeln 29 mitgenommen
und sowohl die Stützrollen 32 als auch, über die Lagerarme 33, die horizontalen Zwischenwalzen
34 von der abgestützten Arbeitswalze zurückgezogen. Nunmehr können sowohl die Arbeitswalzen
als auch die vertikalen Zwischenwalzen aus dem Gerüst ausgefahren werden und durch
einen zweiten Satz Arbeitswalzen 35 größeren Durchmessers mit zugehörigen Stützwalzen
ersetzt werden. Die Arbeitswalzen sind hierbei jeweils so in ihren Einbaustücken gehalten,
daß sich ihre Betriebsstellung auch bei der mittleren Anstellung der Führungsstücke
9 und 10 ergibt. Im Ausführungsbeispiel sind die Führungsstücke mit Nuten 49 und die
Einbaustücke mit Führungsleisten 48 ausgestattet. Die Einbaustücke sind daher mindestens
im zwischen den Führungsstücken geführten Bereiche diesen angepaßt, und die Anpassung
an die jeweiligen Arbeitswalzendurchmesser erfolgt durch entsprechendes Heraussetzen
der Achse der Lager der Arbeitswalzen aus der die Führungsleisten 48 der Einbaustücke
durchdringenden Mittelebene.
[0019] Die Zwischenwalzen können im wesentlichen durchgehend mit gleichem Durchmesser vorgesehen
sein ; nur bei Arbeitswalzen extrem großer Durchmesser kann es sich als vorteilhaft
erweisen, sie in Verbindung mit Zwischenwalzen geringeren Durchmessers zu verwenden.
Andererseits aber verändert sich ja die Lage der Zwischenwalzen entsprechend der zwischen
ihnen anstehenden Distanz, die dem Walzspalt, vermehrt um den doppelten Durchmesser
der Arbeitswalzen, entspricht. Mit dem Einsetzen größerer Arbeitswalzen sind daher,
auch wenn Zwischenwalzen gleichen Durchmessers weiterhin verwendet werden, diese in
Einbaustücken zu lagern, deren Lagerachsen entsprechend der Erhöhung des Durchmessers
der Arbeitswalzen weiter voneinander entfernt sind.
[0020] Das Ein- und Ausschieben des Walzensatzes gestaltet sich durch die die Einbaustücke
horizontal führenden Führungsstücke sehr einfach, so daß hier keine größeren Schwierigkeiten
auftreten als bei einem normalen Arbeitswalzen- und Zwischenwalzenwechsel. Der Betrieb
kann nach Austausch der Arbeits- und der Zwischenwalzen sofort wieder aufgenommen
werden, wobei die Kolben 26 der Hydraulikzylinder 24 und 25 in ihrer extrem links
dargestellten Ausfahrstellung verbleiben und die horizontalen Zwischenwalzen der Druckrollenanordnung
deutlich auch von Arbeitwalzen größeren Durchmessers abgehoben sind.
[0021] Soll der Betrieb mit den Arbeitswalzen größeren Durchmessers allerdings für längere
Zeit durchgeführt werden, so empfiehlt es sich, zusätzlich auch die Kassette 23 auszubauen,
die entsprechend den Fig. 3 und 4 nicht nur den gesamten Druckrolleneinbau inclusive
der horizontalen Zwischenwalze 34 umfaßt, sondern darüber hinaus die in der Ausnehmung
5 der Ständerholme 36 vorgesehenen Horizontalanstellvorrichtungen 6, die über ihre
Anstell-Stempel 38 die Träger 7 und damit Blöcke 8 mit Führungsstücken 9 und 10 aufweisen.
Durch Ausziehen der Kassette in eine Richtung des Doppelpfeiles 4 aus dem Gerüst werden
sowohl die Stützrollenanordnungen als auch die Horizontalanstellvorrichtungen, Blöcke
und Führungsstücke .der einen Seite aus dem Gerüst herausgezogen, wie dies durch eine
strichpunktiert dargestellte Zwischenstellung ersichtlich ist. Die horizontale Bewegung
wird hierbei durch in Nute eingreifende Führungsleisten 37 ebenso gesichert wie nach
Einbau der Kassette deren Lage.
[0022] Nach dem Ausziehen einer solchen Kassette kann eine andere eingeschoben werden, die
zwar die Horizontalanstellvorrichtungen 6, Träger 7, Blöcke 8 und Führungsstücke 9,
10 sowie die Leitplatten 31 aufweist, nicht aber die Drückrollenanordnung. Hiermit
ist ein Betrieb möglich, ohne daß die Gefahr des Verschleißes, des Verschmutzens oder
dergleichen der Drückrollenanordnung besteht. Der Ein- und Ausbau durch einfaches
horizontales Ein- und Ausschieben ohne die Notwendigkeit der Auftrennung von Hydraulikanschlüssen
wird dadurch erreicht, daß die für das Anstellen der Stützrollen 32 sowie der Lagerarme
33 vorgesehenen Hydraulikzylinder 24 und 25 stationär in den Stützbrücken 21, 22 untergebracht
sind und deren Kolbenstangen so ausgebildet sind, daß beim extremen Einfahren derselben
deren Nute 39 miteinander fluchten. Die Gabelstempel 27 und 40 weisen an ihrem freien
Ende jeweils hinterschnittene Horizontalschlitze 28 auf, deren Endabschnitte ohne
wesentliches Spiel in die Nute 39 eingreifen. Nunmehr kann durch einfaches Einschieben
bzw. Ausziehen der Kassette 23 der gesamte Einbau entnommen werden, wobei jeder der
Gabelstempel 27 bzw. 40 mit seinem Horizontalschlitz 48 die von ihm aus zur Bedienungsseite
liegenden Nute 39 der Kolbenstangen der Hydraulikzylinder passiert.
[0023] Auch der Schwenkwinkel sowohl der Lagerarme 33 als auch der Leitplatten 31 wird selbsttätig
bestimmt. Dies läßt sich durch die Form und Anordnung der Kulissen 46 und 47 erreichen,
mittels deren die Lagerarme 33 aus der geneigten Arbeitsstellung in die praktisch
horizontale Rückzugstellung geführt werden. Durch entsprechende Formgebung der gegenüberliegenden
Kulisse läßt sich auch jeweils die optimale Anstellung der Leitplatte herbeiführen
und bei Vertikalbewegungen der Führungsstücke 9, 10 werden diese auf die Lagerarme
33 und die Leitplatten 31 übertragen. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich durch das
stärkere Ausfahren der Stützrollenanordnung beim Einsatz von Arbeitwalzen geringeren
Durchmessers. Auch hier läßt sich eine Anpassung an den Arbeitswalzendurchmesser durch
entsprechende Führung der Kulissen 46, 47 erreichen.
[0024] Ein Eingriff in den Antrieb des Gerüstes ist nicht erforderlich, wenn, unabhängig
vom Durchmesser der eingesetzten Arbeitswalzen, die Stützwalzen oder aber auch die
Zwischenwalzen angetrieben werden. Andererseits ist es aber auch möglich, Arbeitswalzen
anzutreiben.
[0025] Im praktischen Betriebe können die Zwischenwalzen weitgehend unabhängig vom Arbeitswalzenwechsel
beibehalten werden ; nur bei Arbeitswalzen extrem großen Durchmessers kann es sich
gegebenenfalls empfehlen, auf Zwischenwalzen geringeren Durchmessers zurückzugreifen.
[0026] Zur weiteren Erläuterung des Ausführungsbeispieles sei abschließend vermerkt, daß
der mittige Vertikalschnitt der Fig. 1 und 2 vor dem Block 8 mit Führungsstücken 9
und 10 geschnitten dargestellte Spritzbalken 50 zeigt, die gegebenenfalls mit der
Bewegung der Führungsstücke schwenkbar ausgebildet sein können, während zwischen den
Führungsstücken die Kolbenstange 51 eines der Ausbalancierung der Arbeitswalzen dienenden,
zwischen den Führungsstücken wirksamen Hydraulikzylinders erkennbar ist.
1. Walzgerüst mit zwei Arbeitswalzen (13, 14), zwei Zwischenwalzen (19, 20) und zwei
Stützwalzen (3,4) (Sexto-Walzgerüst), bei welchem mindestens die Achsen der Stützwalzen
und die der Zwischenwalzen im wesentlichen in einer gemeinsamen Vertikalebene übereinander
liegen, bei welchem ferner die Zwischenwalzen zwischen den Stützwalzen und den Arbeitswalzen
axial verschiebbar angeordnet sind, und bei welchem die Einbaustücke (11, 12) der
Arbeitswalzen sowie die Einbaustücke (17, 18) der Zwischenwalzen seitlich durch sie
formschlüssig axial führende Führungsstücke (9,10.15.16) gehalten sind, von denen
die für die Einbaustücke der Arbeitswalzen vorgesehenen Führungsstücke (9, 10) an
im Ständerfenster (2) vorgesehenen, Verstellmittel aufweisenden Blöcken (8) und die
für die Einbaustücke (17, 18) der Zwischenwalzen (19, 20) wirksamen Führungsstücke
(15, 16) innerhalb der Laibung des Ständerfensters (2) jeweils vertikal verschieblich
und gegebenenfalls durch Vorspannmittel beaufschlagt gehalten sind, und wobei schließlich
die Arbeitswalzen zusätzlich gegen die die Stützwalzen- und die Zwischenwalzenachsen
aufweisende Vertikalebene horizontal in Walzrichtung anstellbar und im wesentlichen
in dieser Richtung durch von mit den Ständern verbundenen Stützbrücken (21, 22) aus
gegen sie anstellbare Stützrollen abstützbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Holme der Ständer (1) an ihren den Ständerfenstern (2) zugewandten Seiten jeweils
Ausnehmungen (5) aufweisen, in denen auf die Arbeitswalzen einwirkende und diese in
Walzrichtung einstellende Horizontalanstellvorrichtungen (6) vorgesehen sind, daß
die Anstell- stempel (38) der Horizontalanstellvorrichtungen mit den die Verstellmittel
aufweisenden Blöcken (8) verbunden sind, daß die Stützrollenanordnung (32 bis 34)
auf die Stützbrücken (21, 22) hin zurückziehbar und um mindestens 50 mm von den Arbeitswalzen
abhebbar ist, und daß die Stützrollenanordnungen mit den ihnen in Richtung auf die
Antriebs- bzw. die Bedienungsseite hin vorgelagerten Horizontalanstellvorrichtungen
(6) mit den von ihnen getragenen Blöcken (8) zu einer lösbaren, als Ganzes ausziehbaren
Kassette (23) zusammengefaßt und gegen eine Horizontalanstellvorrichtungen mit vorgeordneten
Blöcken aufweisenden Kassette austauschbar sind.
2. Walzgerüst nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützbrücken (21, 22)
in der der Stützrollen (32) und der der beiden Lagerarme (33) der Zwischenwalze (34)
entsprechenden Anzahl Hydraulikzylinder (24, 25) enthalten, deren Kolbenstangen (57)
Ausnehmungen (Nute 28) aufweisen, in die Vorsprünge von die Stützrollen (32) und die
Zwischenwalze (34) anstellenden Elementen (Gabelstempel 27, 40) horizontal einschiebbar
sind.
3. Walzgerüst nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch, in vertikalen Ebenen schwenkbare
Lagerarme (33), deren Schwenkbolzen gegen die Arbeitswalzen (13, 14) vorschiebbar
sind, und deren freie Enden die Lager (45) der die Arbeitswalzen im wesentlichen horizontal
abstützenden Zwischenwalzen (34) tragen.
4. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerarme
Kulissen (46, 47) aufweisen, in denen Bolzen (42, 43) der Führungsstücke (9) und/oder
der Leitplatten (31) so geführt sind, daß beim Anstellen der Lagerarme deren Anstellwinkel
sowie der der Leitplatten bestimmt ist.
5. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsspindeln
eines auf der Antriebsseite des Gerüstes vorgesehenen Kammwalzengerüstes oder entsprechender
separater Antriebe mit den Zapfen der Stützwalzen (3, 4) oder der Zwischenwalzen (19,
20) verbunden sind.
6. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß durch
Stützrollen (32) abgestützte Arbeitswalzen (13, 14) so weit aus der die Achsen der
Stützwalzen (3, 4) und/ oder die der Zwischenwalzen (19, 20) aufnehmenden Vertikalebene
verschoben sind, daß eine feste, eine Beeinflußbarkeit des Walzprofiles gewährleistende
Anlage an die Zwischenwalze (34) erhalten ist.
7. Walzgerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einbaustücke
(11, 12, 17, 18) mindestens der Zwischenwalzen (19, 20) in axialer Richtung führende
Führungselemente (48, 49) der einander abstützenden Flächen der Führungsstücke (9,10,15,16)
und der Einbaustücke in bezug auf eine Horizontalebene symmetrisch ausgebildet sind,
und daß die Achsen der durch die Einbaustücke abgestützten Walzenzapfen gegen diese
Horizontalebene versetzt angeordnet sind.
1. Roll stand with two working rolls (13, 14), two intermediate rolls (19, 20) and
two backing rolls (3, 4) (6-high roll stand), in which at least the axes of the backing
rolls and those of the intermediate rolls lie one substantially above the other in
a common vertical plane, in which the intermediate rolls are furthermore arranged
to be axially displaceable between the backing rolls and the working rolls, and in
which the chocks (11, 12) of the working rolls as well as the chocks (17, 18) of the
intermediate rolls are retained laterally by guide pieces (9, 10, 15, 16) shape- lockingly
guiding them axially, of which the guide pieces (9, 10) provided for the chocks of
the working rolls are held, to be displaceable vertically and in a given case loaded
by biassing means, at blocks (8), which are provided in the housing window (2) and
display adjusting means and the guide pieces (15, 16) effective for the chocks (17,
18) of the intermediate rolls are held, to be displaceable vertically and in a given
case loaded by biassing means within the soffit of the housing window (2), and wherein
finally the working rolls are additionally settable horizontally in rolling direction
against the vertical plane displaying the axes of the backing rolls and the intermediate
rolls and supportable substantially in this direction by backing rolls settable against
them out from support bridges (21, 22) connected with the standards, characterised
thereby, that the struts of the standards (1) at their sides facing the housing windows
(2) each display recesses (5), in which horizontal adjusting equipments (6) are provided,
which act on the working rolls and set these in rolling direction, that the adjusting
rams (38) of the horizontal adjusting equipments are connected with the blocks (8)
displaying the adjusting means, that the backing roll arrangement (32 to 34) is retractable
to the support bridges (21) and raisable off the working rolls by at least 50 millimetres,
and that the backing roll arrangements with the horizontal adjusting equipments (6)
borne in front of them in direction towards either the drive side or the operating
side are combined with the blocks (8) carried by them into a detachable cassette (23)
withdrawable as a whole and exchangeable against a cassette displaying horizontal
adjusting equipments with blocks arranged in front thereof.
2. Roll stand according to claim 1, characterised thereby, that the support bridges
(21, 22) contain hydraulic cylinders (24, 25), which in number correspond to the backing
rolls (32) and to both the bearing arms (33) of the intermediate roll (34) and the
piston rods (57) of which display recesses (groove 28), into which projections of
elements (fork rams 27, 40), which adjust the backing rolls (32) and the intermediate
roll (34), are introduceable horizontally.
3. Roll stand according to claim 1 or 2, characterised by bearing arms (33), which
are pivotable in vertical planes and the pivot pins of which are advanceable against
the working rolls (13, 14) and the free ends of which carry the bearings (45) of the
intermediate rolls (34) substantially horizontally supporting the working rolls.
4. Roll stand according to one of the claims 1 to 3, characterised thereby, that the
bearing arms display slide blocks (46,47), in which pins (42, 43) of the guide pieces
(9) and/or the guide plates (31) are so guided that on the setting-up of the bearing
arms, their set angle as well as that of the guide plates is determined.
5. Roll stand according to one of the claims 1 to 4, characterised thereby, that the
drive spindles of a pinion housing provided on the drive side of the stand or corresponding
separate drives are connected with the spigots of the backing rolls (3, 4) or of the
intermediate rolls (19, 20).
6. Roll stand according to one of the claims 1 to 5, characterised thereby, that working
rolls (13, 14) supported by backing rolls (32) are displaced so far out of the vertical
plane receiving the axes of the backing rolls (3, 4) and/or those of the intermediate
rolls (19, 20) that a firm bearing, assuring an influenceability of the rolling profile,
at the intermediate roll (34) is obtained.
7. Roll stand according to one of the claims 1 to 6, characterised thereby, that the
guide elements (48, 49), which guide the chocks (11, 12,17, 18) at least of the intermediate
rolls (19, 20) in axial direction, of the mutually supporting surfaces of the guide
pieces (9, 10, 15, 16) and of the chocks are constructed symmetrically with reference
to a horizontal plane and that the axes of the roll spigots supported by the chocks
are arranged displaced relative to this horizontal plane.
1. Cage de laminoir comportant deux cylindres de travail (13, 14), deux cylindres
intermédiaires (19, 20) et deux cylindres d'appui (3, 4) (cage sexto), dans laquelle
les axes des cylindres d'appui et ceux des cylindres intermédiaires au moins sont
essentiellement superposés dans un plan vertical commun, dans laquelle, de plus, les
cylindres intermédiaires sont placés, de manière à pouvoir être déplacés dans le sens
axial, entre les cylindres d'appui et les cylindres de travail et dans laquelle les
empoises (11. 12) des cylindres de travail ainsi que les empoises (17, 18) des cylindres
intermédiaires sont maintenues latéralement par des pièces de guidage (9, 10, 15,
16) qui les guident dans le sens axial avec adaptation des formes, celles de ces pièces
de guidage (9,10) qui sont associées aux empoises des cylindres de travail étant maintenues
dans des blocs (8) montés dans la fenêtre de montant (2) et comportant des moyens
de réglage et les pièces de guidage (15, 16) qui sont associées aux empoises (17,
18) des cylindres intermédiaires (19, 20) étant montées à l'intérieur de l'indrados
de la fenêtre de montant (2) de manière à pouvoir être déplacées verticalement et
à être éventuellement soumises à l'action de moyens de précontrainte et les cylindres
de travail, enfin, pouvant être. de plus. placés, dans la direction de laminage, contre
le plan vertical contenant les axes des cylindres d'appui et des cylindres de travail
et pouvant être soutenus essentiellement dans cette direction par des rouleaux d'appui
qui peuvent être placés contre lui à partir de ponts d'appui (21, 22) reliés aux montants,
caractérisée en ce que les chapiteaux des montants (1) comportent, sur leurs côtés
tournés vers les fenêtres (2) des montants, des évidements dans lesquels sont montés
des dispositifs (6) de réglage horizontal agissant sur les cylindres de travail et
les mettant en place dans la direction du laminage en ce que les poussoirs de réglage
(38) des dispositifs de réglage horizontal sont reliés au bloc (8) qui comportent
les moyens de réglage, en ce que le dispositif de rouleau d'appui (32 à 34) peut être
ramené sur les points d'appui (21, 22) et peut être écarté d'au moins 50 mm des cylindres
de travail et en ce que les dispositifs de rouleaux d'appui avec les dispositifs (6)
de réglage horizontal déplacés vers l'avant dans la direction du côté d'entraînement
ou du dispositif de manoeuvre avec les blocs (8) portés par eux de manière à réaliser
une cassette amovible (23) peuvent être extraits comme un tout et peuvent être remplacés
par une cassette comportant des dispositifs de réglage horizontal avec blocs situés
en avant.
2. Cage de laminoir selon la revendication 1. caractérisée en ce que les ponts d'appui
(21, 22) contiennent des vérins hydrauliques cylindriques (24, 25) qui sont en nombre
correspondant à celui des rouleaux d'appui (32) et à celui des deux bras (33) du cylindre
intermédiaire (34) dont les tiges de piston (57) comportent des évidements (rainure
28) dans lesquels peuvent s'engager horizontalement les parties saillantes d'éléments
(poussoir en fourche 27, 40) qui assurent le réglage des rouleaux d'appui (32) et
des cylindres intermédiaires (34).
3. Cage de laminoir selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée par des bras
(33) qui peuvent pivoter dans des plans verticaux, dont les chevilles de pivotement
peuvent être déplacées en avant vers les cylindres de travail (13, 14) et dont les
extrémités libres portent les paliers (45) des cylindres intermédiaires (34) sur lesquels
les cylindres de travail prennent appui essentiellement horizontalement.
4. Cage de laminoir selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les
bras comportent des coulisses (46, 47) dans lesquelles des chevilles (42, 43) des
pièces de guidage (9) et/ou des plaques de guidage (31) sont guidées de telle manière
qu'au moment du réglage des bras leur angle de mise en place ainsi que celui des plaques
de guidage sont déterminés.
5. Cage de laminoir selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les
broches d'entraînement d'une cage à pignon montée du côté entraînement de la cage
ou des dispositifs d'entraînement séparés correspondants sont reliées aux tourillons
des cylindres d'appui (3, 4) ou des cylindres intermédiaires (19, 20).
6. Cage de laminoir selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que des
cylindres de travail (13, 14) qui prennent appui sur des rouleaux d'appui (32) sont
décalés hors du plan vertical contenant les axes des cylindres d'appui (3, 4) et/ou
ceux des cylindres intermédiaires (19, 20) suffisamment loin pour réaliser un appui
solide contre le cylindre intermédiaire (34) agissant sur le profil de laminage.
7. Cage de laminoir selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les
empoises (11, 12, 17, 18) au moins des éléments de guidage (48, 49) dans le sens axial
des cylindres intermédiaires (19, 20) des surfaces d'appui réciproque des pièces de
guidage (9, 10, 15, 16) et des empoises sont symétriques par rapport à un plan horizontal
et en ce que les axes des tourillons de cylindres qui prennent appui sur les empoises
sont décalés vers ce plan horizontal.