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(11) |
EP 0 143 183 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.1988 Patentblatt 1988/23 |
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Anmeldetag: 15.08.1984 |
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| (54) |
Wirkstoff-Spender
Dispenser for active materials
Distributeur de matières actives
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI NL |
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Priorität: |
28.10.1983 DE 3339180
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1985 Patentblatt 1985/23 |
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Teilanmeldung: |
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86105985.5 / 0201809 |
| (73) |
Patentinhaber: Ing. Erich Pfeiffer GmbH & Co. KG |
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78315 Radolfzell (DE) |
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Erfinder: |
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- Graf, Lothar
D-7703 Rielasingen-Worblingen (DE)
- Maerte, Leo
D-7767 Sipplingen (DE)
- Skorka, Thomas
D-7760 Radolfzell (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Ruff, Beier, Schöndorf und Mütschele |
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Willy-Brandt-Strasse 28 70173 Stuttgart 70173 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 025 224 FR-A- 600 732
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EP-A- 0 088 236
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wirkstoff-Spender nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der EP-A-88 236 ist ein Spender für Flüssigkeiten oder pastöse Produkte bekannt
geworden, der in seinen Figuren 3, 5 und 7 einen Vorratsbehälter mit einem Schleppkolben
zeigt, der den Vorratsraum entsprechend der Entnahme des Wirkstoffes verkleinert.
Die Schubkolbenpumpe ist mit ihrem Zylindergehäuse auf den Behälter montiert, in dessen
oberer Wandung sich das Auslaßventil befindet. Es ragt etwas in den Vorratsraum hinein,
und der Schleppkolben hat eine dazu passende Ausnehmung.
[0003] Dieser bekannte Wirkstoff-Spender wird in der Regel für pastöse Wirkstoffe, beispielsweise
Zahnpaste oder dgl., verwendet. Es ist allerdings auch wesentlich, bei dünnflüssigen
Wirkstoffen, wie medizinischen Therapie- und Profilaxe-Wirkstoffen oder dgl., einen
auch im Gebrauch luftdichten Abschluß des Wirkstoffes zu erreichen und trotzdem eine
leichte Betätigung und eine problemlose Ausgabe auch für kritische Medien zu ermöglichen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wirkstoff-Spender zu schaffen, bei
dem durch möglichst lineare Strömung des Wirkstoffes vom Vorratsraum über den Saugansatz
bis in die Nähe der Austragöffnung günstige Strömungsverhältnisse und damit hohe Austragdrücke
erzielt werden können, so daß der Spender auch für solche Wirkstoffe eingesetzt werden
kann, die sich in dieser Beziehung kritisch verhalten und z. B. beim Austrag zerstäubt
werden sollen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Anspruch 1 gelöst.
[0006] Durch den vorzugsweise achsgleich weit in den Vorratsraum ragenden Endabschnitt des
Pumpenzylinders bzw. Saugansatzes wird der Wirkstoff vom Pumpenzylinder tief aus dem
Vorratsraum übernommen, so daß er innerhalb des Vorratsraumes nur sehr geringe innere
Strömungsbewegungen ausführen muß. Der Saugstutzen liegt also frei auskragend im Vorratsraum.
[0007] Es sei bemerkt, daß aus der EP-A-25 224 bereits ein Wirkstoffspender bekannt geworden
ist, der einen Behälter mit einem relativ schmalen Hals aufweist, in dessen Halsabschnitt
der Pumpenzylinder untergebracht ist und mit einem Stutzen etwas in den Vorratsraum
hineinragt. In den Stutzen ist allerdings ein Saugschlauch eingeführt, der bis zum
Boden des Behälters reicht. Hier ist ein Schleppkolben nicht vorgesehen, so daß mit
diesem Zerstäuber nur flüssige Produkte ausgegeben werden können, die mit der im Ersatz
für die ausgegebene Flüssigkeit einströmenden Luft in Berührung kommt und daher für
gewisse Wirkstoffe ungeeignet ist. Für eine Ausführung mit Schleppkolben ist diese
Anordnung daher nicht vorgesehen. Das gleiche gilt für Fig. 1 der EP-A-88 236. Aus
der EP-A-25 224 ist bekannt, daß das Zylindergehäuse der Schubkolbenpumpe den Verschluß
des Vorratsraums bildet.
[0008] Durch den relativ weit bis in einen mittleren Bereich des Vorratsraumes ragenden
Saugstutzen werden günstige Ansaugverhältnisse geschaffen. Trotzdem wird durch die
entsprechende napfförmige Vertiefung im Schleppkolben dafür gesorgt, daß kaum Wirkstoff
ungenutzt im Behälter verbleibt.
[0009] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes besteht darin,
daß im Leitungsweg zwischen dem Pumpkolben und der Austragöffnung ein axial vorgespanntes,
am Ende des Kolbenhubes mechanisch zwangsgesteuert geöffnetes Auslaßventil vorgesehen
ist, dessen Schließteil vorzugsweise durch eine elastische Stauchhülse gebildet ist,
die mit ihrem äußeren Ende an einem Kolbenschaft befestigt ist und insbesondere mit
dem inneren Ende benachbart zum ringförmigen Schließteil den ringförmigen Kolben bildet.
Dadurch ist es möglich, beim Pumphub des Pumpkolbens den Wirkstoff zunächst im Pumpenzylinder
unter erhöhten Druck zu setzen, ohne daß der Wirkstoff bereits entweichen kann, wonach
durch mechanisches Öffnen des Auslaßventiles der so komprimierte Wirkstoff schlagartig
am zugehörigen Ende des Pumpenzylinders freigegeben wird und austritt. Insbesondere
ist es dadurch auch möglich, den Spender so auszubilden, daß der Wirkstoff innerhalb
des Spenders unter keinen Umständen mit Luft in Berührung kommen kann, was bei manchen
medizinischen Wirkstoffen von großer Wichtigkeit ist.
[0010] Die zuletzt genannten Vorteile werden noch weiter dadurch verbessert, daß der Pumpkolben
am Ende des Kobenhubes an einer Anschlagschulter anliegt und daß der Kolbenschaft
unter Öffnung des Auslaßventiles über die Anschlagstellung des Pumpkolbens hinaus
verfahrbar ist.
[0011] Damit der Pumpenzylinder bei Nichtgebrauch des Spenders, also bei entlastetem Pumpkolben,
nach außen besonders sicher dicht verschlossen ist, weist der ringförmige Schließteil
des Auslaßventiles eine an der Innenumfangsfläche liegende, dem Kolbenschaft zugeordnete
Ventil-Schließfläche und eine am Außenumfang liegende Anschlagfläche auf, welche bei
rückgestelltem Pumpkolben mit Vorspannung dichtend an einer Gegenschulter des Pumpenzylinders
anliegt. Dadurch wird das Auslaßventil bei rückgestelltem Pumpkolben mechanisch formschlüssig
zwangsläufig geschlossen gehalten.
[0012] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Pumpenzylinder bei rückgestelltem Pumpkolben
auch zum Vorratsraum druckdicht hermetisch verschlossen. Der Ventilschließdruck des
Auslaßventiles ist erfindungsgemäß höher als der maximale Druck im Vorratsraum, so
daß unbeabsichtigt, d.h. ohne Betätigung der Pumpe, unter keinen Umständen Wirkstoff
aus dem Spender austreten kann.
[0013] Ist zwischen der Kolbendichtung und der durch die Anschlagfläche und die Gegenschulter
gebildeten Abdichtung ein vollständig geschlossener, außen vom ununterbrochenen Mantel
des Pumpenzylinders begrenzter Ringraum gebildet, so kann Wirkstoff auch nicht außen
am Kolben vorbei und zwischen Kolbenschaft und Pumpenzylinder hindurch nach außen
gelangen.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes besteht darin,
daß der Schleppkolben napfförmig zur Kolbenpumpe offen hohl ausgebildet ist und daß
die Innenquerschnitte des Schleppkolbens im wesentlichen genau an die, insbesondere
abgestuft verjüngte Außenform des in den Vorratsraum ragenden Abschnittes der Kolbenpumpe
angepaßt sind, derart, daß dieser Abschnitt bei entleertem Vorratsraum den Hohlraum
des Schleppkolbens ausfüllt. Dadurch ist es möglich, den Vorratsraum nahezu restlos
zu entleeren, was insbesondere bei sehr teuren oder bei, bei nicht zweckbestimmter
Anwendung, stark umweltbelastenden Wirkstoffen erwünscht ist.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden mit weiteren Einzelheiten anhand der in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0016] Es sind dargestellt in
Fig. 1 ein Wirkstoff-Spender, im TeilAxialschnitt und
Fig. 2 ein Detail des Wirkstoff-Spenders nach Fig. 1 in vergrößerter Darstellung am
Ende des Pumphubes.
[0017] Der Wirkstoff-Spender weist als Pumpe eine von Hand zu betätigende Kolbenpumpe 1
b auf, die unter Zwischenlage einer Dichtung 32 mit einem hülsenförmigen Gehäuseteil
33 an der Stirnfläche des Halses 31 b des Behälters 2b durch einen Spannring befestigt
ist und mit allen Teilen achsgleich zum Behälter 2b liegt. An dem nach Art zweier
koaxial ineinanderliegender und an der äußeren Stirnseite ineinander übergehender
Hülsen ausgebildeten Gehäuseteil 33 ist der Zylinder 3b mit seinem äußeren, formschlüssig
zwischen die beiden Hülsen des Gehäuseteiles 33 eingreifenden Endabschnitt so befestigt,
daß er den Innenumfang des Halses 31 b mit geringem Spaltabstand umgibt und mit einem
sein inneres verjüngtes Ende bildenden Saugansatz 34 in Form eines Saugstutzens verhältnismäßig
tief in den Vorratsraum 28b bis in dessen mittleren Bereich ragt. Der Zylinder 3b
bildet etwa im Bereich des Halses 31 b eine Kolbenlaufbahn 13b für den Kolben 4b,
der durch einen inneren Endabschnitt eines hülsenförmigen Bauteiles aus gummielastischem
Werkstoff gebildet ist. Der in Richtung des Pumphubes spitzwinklig kegelstumpfförmig
erweiterte und in seiner Wandungsdicke gleichmäßig verjüngte Kolben 4b geht an seinem
hinteren Ende einstückig in ein ringförmiges Schließteil 21 b eines Auslaßventiles
17b über, das seinerseits an der vom Kolben 4b abgekehrten Seite in eine durch Axialdruck
federnd verkürzbare Stauchhülse 35 übergeht. An dem vom Kolben 4b abgekehrten Ende
bildet die Stauchhülse 35 einen einstückig mit dem Kolben 4b ausgebildeten Flanschring
36, welcher in einer Stirnnut des Kolbenschaftes 8b befestigt ist. Die Stauchhülse
35 ist im Querschnitt an der Außenseite konvex gewölbt, wobei diese Wölbung bei Stauchung
bzw. Verkürzung der Stauchhülse 35 zunimmt. Der hülsenförmige elastische Bauteil ist
zwischen der am freien Ende des Kolbens 4b vorgesehenen, unmittelbar durch den Kolben
gebildeten und an der Kolbenlaufbahn 13b dicht anliegenden, ringlippenartigen Kolbendichtung
37 und der Befestigung des Flanschringes 36 im Kolbenschaft 8b dicht geschlossen.
[0018] Der Kolbenschaft 8b, der in seinem Inneren den zugehörigen Abschnitt der Leitungsverbindung
19b zwischen Zylinderraum 10b und Austragöffnung 18b bildet, besteht aus zwei Teilen,
nämlich einem äußeren hülsenförmigen Teil 38 und einem Stempel 39, der über einen
Teil der Länge des hülsenförmigen Teiles 38 in dessen Inneres bzw. dem Behälter 2b
zugekehrtes Ende unter Freilassung der Leitungsverbindung eingreift. Am inneren Ende
des hülsenförmigen Teiles 38 ist die Stirnnut für die Aufnahme des Flanschringes 36
vorgesehen. Der Stempel 39 weist im Bereich des Schließteiles 21 b einen über seinen
Umfang vorstehenden Ringbund auf, dessen zum Saugstutzen 34 stumpfwinklig kegelstumpfförmig
erweiterte, vom Saugstutzen 34 abgekehrte Stirnfläche eine der beiden Schließflächen,
nämlich die Schließfläche 40 des Auslaßventiles 17b bildet. Der Schließteil 21b bildet
an seinem Innenumfang die andere, an die Schließfläche 40 angepaßte Ventil-Schließfläche
41, welche bei Ausgangslage der Pumpe mit verhältnismäßig großem Schließdruck unter
der Kraft der als Ventilschließfeder dienenden Stauchhülse 35 an der Schließfläche
40 anliegt.
[0019] Die Innenhülse 6b des Gehäuseteiles 33, welche in das hintere offene Ende des Zylinders
3b eingreift, bildet mit ihrem freien, im Zylinder 3b liegenden Ende eine Gegenschulter
26b für eine am Außenumfang des Schließteiles 21 b vorgesehene ringschulterförmige
Anschlagfläche 42, die im Querschnitt spitzwinklig kegelstumpfförmig zum Saugstutzen
34 hin erweitert ist. Am Ende der Rückstellbewegung des Kolbens 4b läuft die Anschlagfläche
42 auf die Gegenschulter 26b auf, wodurch die Stauchhülse 35 geringfügig gestreckt
und der Schließteil 21 b des Auslaßventiles 17b zwangsläufig sowohl axial gegen die
Schließfläche 40 gepreßt als auch radial zur Achse des Auslaßventiles 17b vorgespannt
wird, so daß ein äußerst dichter und sicherer Schluß des Auslaßventiles 17b gewährleistet
ist. Der Zylinder 3b ist mit dem Gehäuseteil 33 druckdicht baulich vereint, so daß
bei Ausgangsstellung des Kolbens 4b an dessen Außenseite ein Ringraum 43 vorgesehen
ist, welcher zwischen der Kolbendichtung 37 und derjenigen, ventilartigen Abdichtung
liegt, welche durch Anlage der Gegenschulter 26b an der Anschlagfläche 42 gebildet
ist.
[0020] Am inneren Ende geht die Kolbenlaufbahn 13b in eine ringförmig nach innen vorspringende
Anschlagschulter 14b über, auf welche der Kolben 4b am Ende des Pumphubes gemäß Fig.
2 mit seiner freien Stirnfläche aufläuft. Über diese Stellung, bei welcher der Kolben
4b die Anschlagschulter 14b erreicht hat, kann der Kolbenschaft 8b in Richtung des
Pumphubes um ein geringes Wegstück hinaus bewegt werden, so daß dann die Schließfläche
40 von der Ventil-Schließfläche 41 abhebt und zwischen diesen Flächen eine ringförmige
Durchtrittsöffnung 20b des Auslaßventiles 17b freigegeben wird. Hierbei wird die Stauchhülse
35 elastisch federnd gestaucht und dadurch verkürzt. Im Augenblick des Freigebens
der Durchtrittsöffnung 20b kann der durch den vorangehenden Pumphub bereits unter
Druck gesetzte Wirkstoff schlagartig in die Leitungsverbindung 19b und von dort durch
die Austragöffnung 18b nach außen gelangen. Sobald der Kolbenschaft 8b wieder freigegeben
wird, wird er durch die in seiner Achse liegende und unmittelbar an ihm angreifende
Rückstellfeder 27b zurückbewegt, wobei zuerst das Auslaßventil 17b unter der rückstellenden
Federkraft der Stauchhülse 35 schließt und danach der Kolben 4b in seine Ausgangslage
zurückgeführt wird. Während des Rückhubes des Kolbens 4b wird über den Saugansatz
34 und unter Öffnung eines an diesen anschließenden, als Kugelventil ausgebildeten
Rückschlagventiles 44 Wirkstoff in den Zylinderraum 10b nachgesaugt und dadurch zum
Austrag während des nächsten Pumphubes bereitgestellt.
[0021] Auf das äußere Ende des hülsenförmigen Teiles 38 des Kolbenschaftes 8b ist mit einer
Steckverbindung ein hülsenförmiger Anschlußnippel 16b aufgesetzt, der einen einstückigen
Bauteil mit einer ihn umgebenden, kappenartigen Handhabe 22b bildet und mit einer
Außenhülse an deren Stirnwand 23b angeordnet ist. Am freien Ende des Anschlußnippels
16b, der zur Verringerung seiner Innenquerschnitte und damit der Durchlaßquerschnitte
für den Wirkstoff mit einem Einsatz versehen sein kann, ist die als Zerstäuberöffnung
ausgebildete Austragöffnung 18b vorgesehen.
[0022] Der Schleppkolben 29b weist einen äußeren Kolbenring mit zwei an beiden Enden vorgesehenen,
ringförmigen, dichten Lippen und eine in diesem liegende Paßhülse 45 auf, die mit
ihrer offenen, der Kolbenpumpe 1 b zugekehrten Stirnseite einteilig und dicht in den
Kolbenring 29b übergeht. Die Innenquerschnitte der achsgleich zu dem über die Stirnwand
7b des Behälters 2b in den Vorratsraum 28b ragenden Abschnittes der Kolbenpumpe 1b
liegenden Paßhülse 45, die an ihrem von der Kolbenpumpe 1 b abgekehrten, über das
zugehörige Ende des Kolbenringes vorstehenden Ende napfförmig geschlossen ist, sind
so an die Außenform des genannten vorstehenden Abschnittes der Kolbenpumpe 1b angepaßt,
daß bei der dem geleerten Vorratsraum 28b zugehörigen Endstellung des Schleppkolbens
29b der vorstehende Abschnitt der Kolbenpumpe 1 b das Innere der Paßhülse 45 nahezu
vollständig lückenfrei ausfüllt und das freie Ende des Saugstutzens 34 an der Bodenwand
der Paßhülse 45 anliegt. In dieser Stellung liegt auch die zugehörige Stirnfläche
des Schleppkolbens 29b nahezu ganzflächig an der Innenseite der Stirnwand 7b des Behälters
2b an. Der Vorratsraum 28b kann dadurch bis auf winzigste Reste von Wirkstoff vollständig
entleert werden.
[0023] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist des weiteren besonders vorteilhaft,
daß das zu zerstäubende Produkt, also der Wirstoff, vor dem Austrag nicht mit Sauerstoff
in Verbindung kommt, da zu keinem Zeitpunkt der Ausbringung ein Verbindungskanal zwischen
Behältnis und Außenluft entsteht. Die Zerstäubung bzw. der Austrag kann auch in jeder
Lage des Spenders, z. B. in Kopflage, erfolgen, da Wirkstoff stets am Saugansatz 34
vorhanden ist.
1. Wirkstoff-Spender mit einem Vorratsbehälter (2b) , der einen Behälterhals (31 b)
und einen sich daran über eine Stirnwand (7b) anschließenden Vorratsraum (28b) aufweist,
mit einem in dem Vorratsraum (28b) verschiebbaren Schleppkolben (29b) und mit einer
mit einem Zylindergehäuse (3b) in den Behälterhals (31 b) eingesetzten Schubkolbenpumpe
(1b) für den Austrag des Wirkstoffes aus dem Vorratsraum (28b), wobei der Schubkolbenpumpe
(1b) ein in den Vorratsraum (28b) vorstehender Saugansatz (34) mit einer Saugöffnung
zugeordnet und im Schleppkolben (29b) eine im Querschnitt der Form des Saugansatzes
entsprechende napfförmige Vertiefung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zylindergehäuse (3b) der Schubkolbenpumpe (1b) den Verschluß des Vorratsraumes (28b)
bildet und daß der Saugansatz (34) Teil des Zylindergehäuses (3b) ist und als Saugstutzen
bis in einen mittleren Bereich des Vorratsraumes (28b) ragt.
2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die napfförmige Vertiefung
durch eine napfförmige, innerhalb eines Kolbenringes des Schleppkolbens (29b) liegende,
an einem Ende geschlossene, Hülse (45) gebildet ist.
3. Spender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (45) über das von
der Schubkolbenpumpe (1b) abgekehrte Ende des Kolbenringes vorsteht.
4. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innenquerschnitte der napfförmigen Vertiefung des Schleppkolbens (29b) im wesentlichen
genau an die, insbesondere abgestuft verjüngte, Außenform des in den Vorratsraum (28b)
ragenden Gehäuseteiles des Zylindergehäuses (3b) der Schubkolbenpumpe (1 b) angepaßt
sind, derart, daß dieser Gehäuseteil bei entleertem Vorratsraum (28b) die Vertiefung
ausfüllt.
5. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
in den Vorratsraum (28b) ragende Gehäuseteil bzw. die Schubkolbenpumpe (1b) und der
Schleppkolben (29b) im wesentlichen achsgleich zueinander liegen.
6. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schleppkolben (29b) mit zwei an beiden Enden liegenden Kolbenlippen versehen ist.
7. Spender nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kolbenlippe an einem
Ende des Kolbenringes vorgesehen ist und daß die napfförmige Hülse (45) über dieses
Ende vorsteht.
8. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
Leitungsweg zwischen dem Pumpkolben (4b) und einer Austragöffnung (18b) ein axial
vorgespanntes, am Ende des Kolbenhubes mechanisch zwangsgesteuert geöffnetes Auslaßventil
(17b) vorgesehen ist, dessen Schließteil (21b) vorzugsweise durch eine elastische
Stauchhülse (35) gebildet ist, die mit ihrem äußeren Ende (36) an einem Kolbenschaft
(8b) befestigt ist und insbesondere mit dem inneren Ende benachbart zum ringförmigen
Schließteil (21 b) den ringförmigen Pumpkolben (4b) bildet.
9. Spender nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpkolben (4b) am Ende
des Kolbenhubes an einer Anschlagschulter (26b) anliegt und daß der Kolbenschaft (8b)
unter Öffnung des Auslaßventiles (17b) über die Anschlagstellung des Pumpkolbens (4b)
hinaus verfahrbar ist.
10. Spender nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Schließteil
(21 b) des Auslaßventiles (17b) eine an der Innenumfangsfläche liegende, dem Kolbenschaft
(8b) zugeordnete Ventil-Schließfläche (41) und eine am Außenumfang liegende Anschlagfläche
(42) aufweist, welche bei rückgestelltem Pumpkolben (4b) mit Vorspannung dichtend
an einer Gegenschulter (26b) des Pumpenzylinders (3b) anliegt.
11. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Pumpenzylinder (3b) bei rückgestelltem Pumpkolben (4b) zum Vorratsraum (28b) und/oder
nach außen druckdicht hermetisch verschlossen ist und daß der Ventilschließdruck des
Auslaßventiles (17b) höher als der maximale Druck im Vorratsraum (28b) ist.
12. Spender nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kolbendichtung
(37) und der durch die Anschlagfläche (42) und die Gegenschulter (26b) gebildeten
Abdichtung ein vollständig geschlossener, außen vom ununterbrochenen Mantel des Pumpenzylinders
(3b) begrenzter Ringraum (43) gebildet ist.
1. Active material dispenser with a storage container (2b), which has a container
neck (31 b) and a storage space (28b) connected thereto via an end wall (7b), with
a drag piston (29b) displaceable in storage space (28b) and with a thrust piston pump
(1 b) for the discharge of the active material from storage space (28b) inserted with
a cylinder casing (3b) in container neck (31 b), a suction shoulder (34) with a suction
opening projecting into the storage space (28b) is associated with the thrust piston
pump (1b) and in the drag piston (29b) is provided a cup-shaped depression whose cross-section
corresponds to the shape of the suction shoulder, characterized in that the cylinder
casing (3b) of the thrust piston pump (1 b) forms the closure of the storage space
(28b) and that the suction shoulder (34) is part of the cylinder casing (3b) and as
a suction connection projects into a central area of the storage space (28b).
2. Dispenser according to claim 1, characterized in that the cup-shaped depression
is formed by a cup-shaped sleeve (45) located within a piston ring of the drag piston
(29b) and whereof one end is closed.
3. Dispenser according to claim 2, characterized in that the sleeve (45) projects
over the end of the piston ring remote from the thrust piston pump (1b).
4. Dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the inner
cross- sections of the cup-shaped depression of the drag piston (29b) are substantially
precisely adapted to the in particular stepped, tapered outer shape of the casing
part of the cylinder casing (3b) of thrust piston pump (1 b) projecting into storage
space (28b), in such a way that said casing part fills the depression when the storage
space (28b) is empty.
5. Dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the casing
part projecting into the storage space (28b) or the thrust piston pump (1 b) and the
drag piston (29b) are substantially equiaxial to one another.
6. Dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the drag
piston (29b) is provided with two piston lips located at both ends.
7. Dispenser according to claim 6, characterized in that a piston lip is provided
at one end of the piston ring and that the cup-shaped sleeve (45) projects over said
end.
8. Dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that in the
line path between the pump piston (4b) and a discharge opening (18b) is provided an
axially preloaded exhaust valve (17b), which is opened mechanically in a forcibly
controlled manner at the end of the piston stroke and whose closing part (21 b) is
preferably formed by an elastic compression sleeve (35), whose outer end (36) is connected
to a piston shaft (8b) and in particular with the inner end adjacent to the circular
closing part (21 b) forms the circular pump piston (4b).
9. Dispenser according to claim 8, characterized in that at the end of the piston
stroke, the pump piston (4b) engages against a stop shoulder (26b) and that the piston
shaft (8b) can be moved beyond the stop position of pump piston (4b), accompanied
by the opening of exhaust valve (17b).
10. Dispenser according to claims 8 or 9, characterized in that the circular closing
part (21 b) of exhaust valve (17b) has a valve closing surface (41) associated with
the piston shaft (8b) and located on the inner circumferential face and a stop surface
(42) located on the outer circumference, which with the pump piston (4b) returned
sealingly engages with pretension on an opposite shoulder (26b) of pump cylinder (3b).
11. Dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that, with
the pump piston (4b) returned, the pump cylinder (3b) is hermetically sealed in pressure-tight
manner with respect to the storage space (28b) and/or the outside and that the valve
closing pressure of exhaust valve (17b) is higher than the maximum pressure in storage
space (28b).
12. Dispenser according to claims 10 or 11, characterized in that between the piston
packing (37) and the seal formed by stop face (42) and the opposite shoulder (26b)
is formed a completely closed annulus (43) bounded on the outside by the uninterrupted
circumferential casing of pump cylinder (3b).
1. Distributeur de matière active comportant un récipient de réserve (2b) qui présente
un col de récipient (31b) et un espace de réserve (28b) qui se raccorde à ce dernier
par une paroi frontale (7b), un piston libre (29b) susceptible de coulisser dans l'espace
de reserve (28b) et une pompe (1b) à piston commandé installée dans le col du récipient
(31 b) comportant un corps de cylindre (3b), destinée à l'extraction de la matière
active hors de l'espace de réserve (28b), la pompe à piston commandé (1b) étant équipée
d'un embout d'aspiration (34) comportant une ouverture d'aspiration qui dépasse dans
l'espace de réserve (28b) et une cavité en forme de godet dont la coupe transversale
correspondant à la forme de l'embout d'aspiration est prévue dans le piston libre
(29), caractérisé par le fait que le corps de cylindre (3b) de la pompe à piston commandé
(1b) constitue la fermeture de l'espace de réserve (28b) et que l'embout d'aspiration
(34) fait partie du corps de cylindre (3b) et dépasse en tant qu'embout d'aspiration
jusque dans une zone médiane de l'espace de réserve (28b).
2. Distributeur selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la cavité en
forme de godet est formée par une douille (45) en forme de godet, située à l'intérieur
d'une bague formant piston libre (29b).
3. Distributeur selon la revendication 2, caractérisé par le fait que la douille (45)
dépasse de l'extrémité de la bague formant piston tournée à l'opposé de la pompe à
piston commandé (1 b).
4. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que les sections transversales intérieures de la cavité en forme de godet du piston
libre (29b) sont sensiblement ajustées avec précision à la forme extérieure, en particulier
rétrécie par degrés, de la pièce formant corps du corps de cylindre (3b) de la pompe
à piston commandé (1b) qui dépasse dans l'espace de réserve (28b) de telle façon que
cette pièce formant corps remplit la cavité lorsque l'espace de réserve (28b) est
vide.
5. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que la pièce formant corps qui dépasse dans l'espace de réserve (28b), respectivement
la pompe à piston commandé (1b) et le piston libre (29b), sont situés sensiblement
sur le même axe les uns que les autres.
6. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que le piston libre (29b) est muni de deux lèvres de piston situées aux deux extrémités.
7. Distributeur selon la revendication 6, caractérisé par le fait qu'une lèvre de
piston est prévue à une extrémité de la bague formant piston et que la douille en
forme de godet (45) fait saillie au-delà de cette extrémité.
8. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que, dans le chemin de conduit entre le piston de pompe (4b) et une ouverture de sortie
(18b), on prévoit une valve de sortie (17b) sous tension axiale préalable, ouverte
à la fin de la course du piston sous commande mécanique positive, dont le clapet (21b)
est constitué de préférence par une douille (35) de refoulement élastique qui est
fixée par son extrémité externe à une tige de piston (8b) et en particulier forme
avec l'extrémité interne située au voisinage de la pièce de fermeture (21 b) de forme
annulaire, le piston de pompe également de forme annulaire (4b).
9. Distributeur selon la revendication 8, caractérisé par le fait que le piston de
pompe (4b) s'appuie, à la fin de la course du piston, contre un épaulement d'appui
(26b) et que l'on peut faire sortir la tige (8b) du piston au-delà de la position
de butée du piston de pompe (4b), la valve d'évacuation (17b) étant ouverte.
10. Distributeur selon la revendication 8 ou 9, caractérisé par le fait que la pièce
de fermeture annulaire (21b) de la valve d'évacuation (17b) présente une surface de
fermeture (41) de valve située sur la surface périphérique interne qui coopère avec
la tige de piston (8b) et une surface de butée située sur la surface périphérique
externe qui s'appuie de façon étanche avec tension préalable sur un contre-épaulement
(26b) du cylindre de pompe (3b).
11. Distributeur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait
que le cylindre (3b) de pompe est fermé hermétiquement par rapport à l'espace de réserve
(28b) et/ou vers l'extérieur lorsque le piston de pompe (4b) est retiré en position
rétractée et que la pression de fermeture de valve de la valve (17b) d'évacuation
est plus élevée que la pression maximale qui règne dans l'espace de réserve (28b).
12. Distributeur selon la revendication 10 ou 11, caractérisé par le fait qu'entre
le joint de piston (37) et l'étanchéité formée par la surface de butée (42) et le
contre-épaulement (26b) est formé un espace annulaire (43) complètement fermé, limité
vers l'extérieur par la surface latérale ininterrompue du cylindre de pompe (36).
