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EP 0 143 277 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.1988 Patentblatt 1988/27 |
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Anmeldetag: 02.10.1984 |
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Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus mineralischen, vegetabilen oder versprödeten
Stoffen sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Method for the production of granulates from mineral, vegetable or brittle material,
and device for carrying out said method
Procédé de fabrication de granulés à partir de matériaux minéraux, végétaux ou fragilisés
et dispositif pour la mise en oeuvre dudit procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
26.11.1983 DE 3342866
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1985 Patentblatt 1985/23 |
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Patentinhaber: Inter-Wood-Maschinen GmbH & Co. KG |
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D-86983 Lechbruck (DE) |
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Erfinder: |
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- Schäfer, Karl
D-8923 Lechbruck am See (DE)
- Frank-Fahle, Gottfried
D-6370 Oberursel (DE)
- Gasenzer, Norbert
D-6142 Kronberg 2 (DE)
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Vertreter: Gramm, Werner, Prof. Dipl.-Ing. et al |
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GRAMM, LINS & PARTNER,
Theodor-Heuss-Strasse 2 38122 Braunschweig 38122 Braunschweig (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 755 000 DE-C- 3 309 517
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DE-B- 2 406 204
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus mineralischen, vegetabilen oder versprödeten
Stoffen sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Für die Zerkleinerung mineralischer, vegetabiler oder versprödeter Stoffe werden
u. a. Schlägermühlen eingesetzt, deren stationäre Mahlbahn mit Verschleißplatten und
Schlagleisten bestückt ist, die zwischen entsprechenden Druckplatten Aufnahme finden.
Verschleißplatten und Schlagleisten müssen in kurzen Zeitabständen ausgetauscht werden,
wenn die gewünschten Korngrößen in einem möglichst engen Schwankungsbereich gehalten
werden sollen. Dies gilt, wenngleich in verringertem Umfang, auch für die Druckplatten
beidseits der Schlagleisten.
[0003] Aus der Spanholzindustrie ist gemäß Druckschrift EP-A-128 266, die lediglich einen
stand der Technik gemäß Art. 54 (3) EPÜ darstellt, ein Verfahren und eine zu dessen
Durchführung dienende Vorrichtung bekannt geworden, mit denen die jeweils im Einsatz
befindlichen Bandstahlmesser oder Schlagleisten während des Betriebes kontinuierlich
oder taktweise gegen scharfe Bandstahlmesser ausgetauscht werden. Verfahrensgemäß
werden so aus Hackschnitzeln Flachspäne stets gleichbleibender Qualität und Form erzeugt.
Hierbei entfällt die bisher notwendige Totzeit für den Austausch abgestumpfter Messer.
[0004] Für die Granulierung mineralischer, vegetabiler oder versprödeter Stoffe stellt ein
sinngemäß abgewandeltes Verfahren jedoch keine befriedigende Lösung dar, weil nicht
nur die Kanten der Schlagleisten rasch abstumpfen, sondern auch die Gegenlippen der
ihnen anliegenden Verschleißplatten und ferner, wenngleich in verringertem Umfang,
die den Schlagschuhen des Rotors zugewandten Verschleißflächen der Druckplatten beidseits
der Schlagleisten.
[0005] Daher soll für die Granulierung mineralischer, vegetabiter oder versprödeter Stoffe
ein Verfahren aufgezeigt werden und eine zu dessen Durchführung dienende Vorrichtung,
mit denen im unterbrechungslosen Betrieb stets gleichbleibende Korngrößen erzeugt
werden können.
[0006] Hierzu dient ein Verfahren, und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens,
bei denen die jeweils im Einsatz befindlichen Verschleißplatten der stationären Mahlbahn
und Schlagleisten, ggf. zusammen mit ihren beidseits angeordneten Druckplatten, während
des Betriebes kontinuierlich oder taktweise gegen neue Teile der genannten Arten ausgetauscht
werden. Verschleißplatten und Sohlagleister, ggf. zusammen mit ihren Druckplatten,
finden hierbei beschickseitig jeweils in Magazinen Aufnahme, aus denen sie über zylinderbetätigte
Schieber der Mahlbahn zugeführt werden. Entleerungsseitig dienen einfache Magazine
zur Aufnahme der verschlissenen Verschleißplatten, Schlagleisten und ggf. auch Druckplatten.
Entsprechend ihrem unterschiedlichen Verschleiß können Verschleißplatten, Schlagleisten
und ggf. auch Druckplatten mit unterschiedlichen Vorschubgeschwindigkeiten durch die
stationäre Mahlbahn hindurchgeschoben werden. Hierbei können Verschleißplatten und
Schlagleisten beschickseitig höher mit Mahlgut beaufschlagt werden als zur Entleerungsseite
hin, um der Tatsache Rechnung zu tragen, daß die genannten Verschleißteile umso stärker
abnutzen, je länger sie im Mahlraum beansprucht werden. Eine solche unterschiedliche
Beaufschlagung mit Mahlgut kann durch entsprechende Schräglage der Schlagschuhe oder
- bei Schlägermühlen mit horizontalen Achsen - durch Schrägstellung dieser Achse erreicht
werden. Bei einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden
Verschleißplatten und Schlagleisten aus dünnen Bandstählen mit Längsnuten gefertigt,
die in ihrer Formgebung völlig identisch sind. Jede Schlagleiste wird von einer, ggf.
auch von zwei Druckplatten gehalten, zwischen denen die Schlagleiste fest geklemmt
wird. Um beim taktweisen Vorschub mit möglichst geringen Kräften arbeiten zu können,
können alle Druckplatten vor einem Vorschubtakt gemeinsam über eine entsprechende
Zentralringspannung von ihren Schlagleisten gelöst werden, ähnlich, wie DE-PS 24 36
316 dies vorschlägt. Eine derartige Zentralringspannung erübrigt sich, wenn die Schlagleisten
zwischen jeweils zwei Druckplatten fest eingespannt und mit diesen zusammen kontinuierlich
oder taktweise durch die stationäre Mahlbahn hindurchgeschoben werden. Die den Schlagschuhen
zugewandten Laufflächen der Druckplatten können in an sich bekannter Weise nachschleifbar
und nachstellbar ausgeführt werden.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur kontinuierlichen Granulierung von mineralischen,
vegetabilen oder versprödeten Stoffen werden erstmalig die Faktoren « Mahlgutqualität
", « Verschleißteilverbrauch » und « Energieverbrauch » in eine vorwählbare Relation
gebracht und damit optimiert, wobei außerdem die bisher notwendigen Totzeiten für
den Austausch der dem Verschleiß unterworfenen Teile entfallen.
[0008] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 einen vergrößerten Querschnitt eines Mahlringsegments, senkrecht zur Drehachse
des Rotors, bei der allein die Schlagleisten durch ihre stationäre Mahlbahn hindurchgeschoben
werden,
Fig. einen Längsschnitt durch ein an der (zeichnerisch nicht dargestellten) Schlägermühle
befestigtes Magazin,
Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt eines Mahlringsegments, senkrecht zur Drehachse
des Rotors, entsprechend einer erfindungsgemäßen Sonderausführung, bei der die Schlagleisten
jeweils zusammen mit ihren Druckplatten durch die stationäre Mahlbahn hindurchgeschoben
werden.
[0009] Die Schlägermühle 1 besteht aus einer zylindrischen, stationären Mahlbahn 2 mit einem
Rotor, der mit Schlagschuharmen 5 und Schlagschuhen 4 bestückt ist. Die stationäre
Mahlbahn 2 ist an ihrem Innenmantel in symetrischen Abständen mit Verschleißplatten
7 bestückt, deren Längsnuten in austauschbaren Federn 11 gleiten. Permanentmagnete
16 sorgen für flatterfreien Sitz der Verschleißplatten 7 im Bereich ihrer Gegenlippen
10. Die Schlagleisten 6 sind in ihrer Formgebung völlig identisch mit den Verschleißplatten
7. Die Zentralringspannung 12 entsprechend Fig. 1 entlastet die Druckplatten 8 beim
taktweisen Vorschub der Schlagleisten 6.
[0010] Die Schlagleisten 6 und die Verschleißplatten 7 finden in Magazin 9 gestapelt Aufnahme.
Ein über Zylinder 14 betätigter Schieber 13 schiebt taktweise und nacheinander alle
Schlagleisten 6 bzw. Verschleißplatten 7 mit jeweils unterschiedlichen Vorschubgeschwindigkeiten
durch die stationäre Mahlbahn 2. Sobald eine Schlagleiste 6 bzw. eine Verschleißplatte
7 die Mahlbahn 2 verlassen hat, kehrt Schieber 13 in seine Ausgangsposition zurück,
wonach die Druckfedern 15 die nächste Schlagleiste 6 bzw. Verschleißplatte 7 in Beschickposition
bringen. Entleerungsseitig nehmen einfache Magazine die als Wende-Elemente ausgebildeten
Schlagleisten 6 bzw. Verschleißplatten 7 auf. (Zeichnerisch nicht dargestellt).
[0011] Bei einer erfindungsgemäßen Sonderausführung gem. Fig.3 werden die Schlagleisten
6 zwischen ihren beiden verstellbar und nachschleifbar angeordneten Druckplatten 8
und zusammen mit diesen durch die stationäre Mahlbahn 2 hindurchgeschoben. Bei dieser
Ausführungsform entfällt die Notwendigkeit der Anbringung von Permanentmagneten 16.
1. Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus mineralischen, vegetabilen oder versprödeten
Stoffen in einer Schlägermühle (1) bei dem die jeweils im Einsatz befindlichen abgenutzten
Verschleißplatten (7) und Schlagleisten (6) während des Betriebes gegen neue Verschleißplatten
(7) und Schlagleisten (6) ausgetauscht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorschub der Verschleißplatten
(7) und Schlagleisten (6) zeit- und/oder energieverbrauchsabhängig erfolgt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfah- rens nach Anspruch 1 mit einer Schlägermühle (1), ausgestattet mit einer stationären
Mahlbahn (2) und einem rotierenden Schläger-Rotor mit Schlagschuharmen (5), jeweils
versehen mit Schlagschuhen (4), wobei die stationäre Mahlbahn (2) mit austauschbaren
Verschleißplatten (7) und Schlagleisten (6) bestückt ist und in Längsrichtung der
stationären Mahlbahn (2) mehrere Magazine (9) zur Aufnahme der Verschleißplatten (7)
und mehrere weitere Magazine (9) zur Aufnahme der Schlagleisten (6) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Verschleißplatten (7)
und Schlagleisten (6) in ihrer Formgebung völlig identisch sind und mit Nuten versehen
werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Verschleißplatten (7)
und Schlagleisten (6) beschickseitig in Magazinen (9) gestapelt sind, und daß jeweils
ein über Zylinder (14) betätigter Schieber (13) zum Zuführen der Verschleißplatten
(7) bzw. der Schlag leisten (6) vorgesehen ist.
1. Method for producing granulates from mineral, vegetable or embrittled materials
in a beater mill (1), wherein each of the worn wear plates (7) and striking bars (6)
then in use are replaced during mill operation with replacement wear plates (7) and
striking bars (6).
2. Method according to claim 1, characterized in that the advance of said wear plates
(7) and striking bars (6) is dependent upon time arid/or electric demand.
3. Apparatus to accomplish the method according to claim 1 comprising a beater mill
(1) having a stationary crushing path (2) and a rotating beater rotor carrying beater
shoe arms (5) each provided with beater shoes (4), the stationary crushing path (2)
being equipped with replaceable wear plates (7) and striking bars (6), several magazines
(9) aligned in the longitudinal direction of the stationary crushing path (2) for
supplying replacement striking bars (7) and further magazines (9) arranged in the
longitudinal direc- ' tion of the stationary crushing path (2) for supplying replacement
striking bars (6).
4. Apparatus according to claim 3, wherein the wear plates (7) and striking bars (6)
are completely identical to each other in their form and are provided with grooves.
5. Apparatus according to claim 3, wherein the replacement wear plates (7) and striking
bars (6) are stacked on the input side in respective ones of said magazines (9), said
magazines (9) each having one slide member (13) which is operated by a cylinder (14)
for feeding the wear plates (7) and striking bars (6) in that magazine (9).
1. Procédé pour la préparation de granulés de matières minérales, végétales ou à l'état
divisé dans un broyeur à marteaux (1), dans lequel les plaques d'usure (7) et les
barres de frappe (6) usées qui sont mises en oeuvre sont respectivement échangées
pendant la marche contre des plaques d'usure (7) et des barres de frappe (6) neuves.
2. Procédé conforme à la revendication 1, caractérisé en ce que l'avance des plaques
d'usure (7) et barres de frappe (6) se fait en fonction du temps et/ou de la consommation
d'énergie.
3. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé conforme à la revendication 1 au moyen
d'un broyeur à marteaux (1) équipé d'une piste de broyage (2) stationnaire et d'un
rotor de broyage tournant muni de bras de sabots de frappe (5) pourvus d'un sabot
de frappe (4), la piste de broyage (2) stationnaire étant équipée de plaques d'usure
(7) et de barres de frappe (6) échangeables, dans lequel sont disposés dans le sens
longitudinal de la piste de broyage (2) stationnaire plusieurs magasins (9) destinés
à recevoir les plaques d'usure (7) et plusieurs autres magasins (9) destinés à recevoir
les barres de frappe (6).
4. Dispositif conforme à la revendication 3, caractérisé en ce que plaques d'usure
(7) et barres de frappe (6) sont prévues complètement identiques dans leur configuration
et sont munies de rainures.
5. Dispositif conforme à la revendication 3, caractérisé en ce que plaques d'usure
(7) et barres de frappe (6) sont empilées dans des magasins (9) du côté de l'alimentation
et qu'il est prévu pour chacun de ces magasins un tiroir (13) actionné par un vérin
(14) pour le changement des plaques d'usure (7) ou des barres de frappe (6).