Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitseinrichtung einer durch einen Mikrocomputer
gesteuerten oder geregelten Stellgliedendstufe in einer Brennkraftmaschine, insbesondere
wenigstens einer Einspritzendstufe.
[0002] Mit der zunehmenden Verwendung der Mikroelektronik für Steuer- und Regelzwecke bei
Brennkraftmaschinen ergeben sich ständig Verbesserungen bezüglich des Betriebsverhaltens
der Brennkraftmaschine. So läßt sich beispielsweise der Kraftstoffverbrauch ebenso
wie die Abgasemission erheblich reduzieren, bei abruptem Lastwechsel der Brennkraftmaschine
ist ein gutes Übergangsverhalten gegeben und auch Zusatzfunktionen wie Warmlaufanreicherung,
Schubabschaltung und ähnliches können mit Hilfe der Mikroelektronik auf einfache Weise
realisiert werden.
[0003] Im Regelfall arbeiten diese elektronischen Komponenten sehr zuverlässig und störsicher.
Speziell bei der Verwendung derartiger Brennkraftmaschinen in Kraftfahrzeugen tritt
jedoch das Problem der zuverlässigen Spannungsversorgung der elektronischen Bauteile
auf. Im Gegensatz zu Laborbedingungen liegt hier eine unter Umständen erheblich schwankende
Versorgungsspannung, nämlich die Batteriespannung, vor. Um den Einfluß dieser Batterie-Spannungsschwankungen
zu eliminieren, wurden z. B. eine Vielzahl von Stabilisierungsschaltungen entwickelt.
Bei sehr starken Einbrüchen der Batteriespannung, wie sie beispielsweise während des
Startvorganges der Brennkraftmaschine insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen
auftreten, sind auch diese Stabilisierungsschaltungen nicht mehr in der Lage, die
für die elektronischen Bauelemente notwendige Versorgungsspannung zu liefern. Um in
diesen Fällen eine unkontrollierte Betätigung des anzusteuernden Stellgliedes zu vermeiden,
was beispielsweise im Fall der Einspritzendstufe zu einem Vollaufen der Zylinder mit
Kraftstoff führen könnte, sind Spannungswächter vorgeschlagen worden, die ein Abfallen
der stabilisierten Spannung detektieren.
[0004] Bekannt ist aus der DE-C-30 35 896 eine "Schaltungsanordnung zur Erzeugung von Impulsen
bei Störungen der Stromversorgung». Dabei geht es darum, Spannungseinbrüche zu erkennen
und Impulse auszulösen, mit denen ein Rechner in einen definierten Zustand gebracht
werden kann. Dazu wird in dieser DE-C-30 35 896 eine Schaltungsanordnung vorgeschlagen,
mit der ein Absinken der Spannung erkannt wird und abhängig davon die Arbeitsweise
des Rechners steuerbar ist.
[0005] Die nicht vorveröffentlichte EP-A-101 850 offenbart eine « Sicherheits-Notlaufeinrichtung
für den Leerlaufbetrieb von Kraftfahrzeugen
". Auch dort findet eine Überwachung der Betriebsspannung statt. Bei einem Spannungseinbruch
wird die Endstufe abgeschaltet und gleichzeitig für einen Hardware-Reset für den Rechner
gesorgt (Seite 13, Ende des ersten Absatzes).
[0006] Wird diese Lösung im Zusammenhang mit einer Einspritzendstufe bei einer Brennkraftmaschine
angewandt, dann resultiert aus dem einmal ausgelösten Reset, daß für eine erhebliche
Zeitdauer (ca. 100 Millisekunden) keine Einspritzung möglich ist. Dies unabhängig
davon, für welchen Zeitraum die stabilisierte Spannung die vorgegebene Schwelle des
Spannungswächters unterschreitet.
[0007] Im allgemeinen arbeitet der Mikrocomputer jedoch auch noch bei wesentlich kleineren
unterhalb der Schwellwertspannung des Spannungswächters liegenden Spannungen.
[0008] Nachteilig bei den bekannten Schaltungsanordnungen ist, daß der Mikrocomputer während
einer Vielzahl von Spannungseinbrüchen der stabilisierten Versorgungsspannung neu
gestartet wird (Reset), obwohl er an und für sich noch funktionsfähig wäre. Damit
ist
'das zu betätigende Stellglied häufig unnötig lange blockiert. Für den Fall einer Einspritzendstufe
bedeutet dies, daß kein Kraftstoff in die Zylinder eingespritzt werden kann.
Vorteile der Erfindung
[0009] Mit der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung einer durch einen Mikrocomputer
gesteuerten oder geregelten Stellgliedendstufe in einer Brennkraftmaschine wird erreicht,
daß das von dem Mikrocomputer angesteuerte Stellglied bei Einbrüchen der Versorgungsspannung
nicht unnötig blockiert wird. Die Funktion des Mikrocomputers bleibt solange wie möglich
aufrechterhalten. Es ist dabei aber auch sichergestellt, daß das Stellglied bei jedem
Computerausfall, also auch bei Ausfällen, die nicht durch einen 'Spannungseinbruch
bedingt sind, in eine definierte Position gebracht bzw. gesperrt wird.
[0010] Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich insbesondere bei kurzen Versorgungsspannungseinbrüchen,
beispielsweise während der Startphase. Dann ist sichergestellt, daß während dieser
Zeit durch einen Ausfall peripheren Mikrocomputerkomponenten kein Vollaufen der Zylinder
der Brennkraftmaschine mit Kraftstoff erfolgt.
[0011] Ein weiterer Vorteil liegt darin begründet, daß die Einspritzzeit im wesentlichen
in das Maximum der schwankenden Batteriespannung fällt und somit kurzzeitige Verriegelungen
der Einspritzendstufe keinen Einfluß auf die Einspritzung haben.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der
Zeichnung.
Zeichnung
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1a den Verlauf von Batteriespannung
und stabilisierter Spannung, die Reset-Dauer des Mikrocomputers sowie die Zeitdauer
der Funktionsfähigkeit des betreffenden Stellgliedes für Einrichtungen, wie sie zum
Stand der Technik gehören. Figur 1 zeigt den entsprechenden Signalverlauf der erfindungsgemäßen
Einrichtung und Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0014] In Figur 1a ist der Signalverlauf der Mikrocomputer-Reset-Dauer und der Zeitdauer
der Funktionsfähigkeit der Einspritzendstufe für einen vorgegebenen Verlauf der Batteriespannung
dargestellt und dient zur Erläuterung der Problematik bei bekannten Sicherheitseinrichtungen.
Im ersten Diagramm der Figur 1a ist die batteriespannung mit ihren beispielsweise
im Startfall auftretenden Schwankungen in Abhängigkeit von der Zeit aufgetragen. Dabei
ist angenommen, daß die Stabilisierung der Versorgungsspannung U
B bei den Minimalwerten der Batteriespannung nicht mehr funktioniert, so daß hier kleine
Einbrüche der stabilisierten Versorgungsspannung U
stab auftreten. Unterschreiten diese Spannungseinbrüche U
stab einen Schwellwert U
5, wie es in der Zeichnung in allen drei Fällen der Fall ist, so wird der Mikrocomputer
mittels des Spannungswächters neu gestartet. Dieser Neustart nimmt eine gewisse, mit
T
R bezeichnete Zeitdauer in Anspruch, während der, wie im dritten Diagramm der Figur
1a dargestellt, das Stellglied funktionsunfähig bzw. verriegelt ist. Für etwas größere
Reset-Zeitdauem T
R bzw. für zeitlich raschere Batteriespannungsschwankungen kann dies dazu führen, daß
das zu betätigende Stellglied ständig verriegelt ist. Im Fall der Einspritzendstufe
bedeutet dies, daß kein Kraftstoff zu den Zylindern gelangt und ein Starten der Brennkraftmaschine
unmöglich ist.
[0015] Anhand der Figur 1b soll die entsprechende Funktionsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung
beschrieben werden. Im ersten Diagramm sind wiederum die zeitlichen Änderungen der
Batteriespannung U
B sowie der stabilisierten Versorgungsspannung U
Stab aufgetragen. Beim dritten Spannungseinbruch wird der Schwellwert U
Min für die tatsächliche Funktionsfähigkeitsgrenze des Mikrocomputers unterschritten,
so daß ein Neustart des Mikrocomputers mit der dazu notwendigen Resetzeitdauer T
R eingeleitet werden muß. Hier weicht die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung
nicht vom Stand der Technik ab.
[0016] Dagegen wird bei den ersten beiden Spannungseinbrüchen, bei denen nicht der zur Funktionsfähigkeit
des Mikrocomputers notwendige Schwellwert U
Min unterschritten wird, die Einspritzstufe nur für die Zeitdauer des Einbruchs der Versorgungsspannung
an sich verriegelt. Im vierten Diagramm der Figur 1b, das sich aus einer ODER-Verknüpfung
der Verriegelungszeitdauer im zweiten Diagramm und der Reset-Zeitdauer TR im dritten
Diagramm ergibt, ist die Zeitdauer der Funktionsfähigkeit der Einspritzendstufe aufgetragen.
Dadurch, daß nicht bei jedem Spannungseinbruch der stabilisierten Versorgungsspannung
U
Stab der den internen Schwellwert U
s des Spannungswächters unterschreitet, ein Neustart (Reset) des Mikrocomputers vorgenommen
wird, ergibt sich eine wesentlich größere Zeitdauer der Funktionsfähigkeit der Einspritzanlage.
[0017] In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherheitseinrichtung
dargestellt. Mit 10 ist ein Mikrocomputer bezeichnet, dem, wie durch mehrere Pfeile
angedeutet, Kenngrößen der Brennkraftmaschine wie die Drehzahl n, die Temperatur T,
der Luftmengendurchsatz Q und ähnliches, sowie die stabilisierte Versorgungsspannung
zugeführt werden. An einem Überwachungsausgang 12 des Mikrocomputers ist eine Überwachungsschaltung
13 angeschlossen, wobei deren Ausgang mit einem Eingang 14, dem Neustart (Reset)-Eingang
des Mikrocomputers verbunden ist. Der Mikrocomputer 10 betätigt weiterhin ein Zeitglied
15, das seinerseits über einen Widerstand 17 eine Einspritzendstufe 16 betätigt. Ein
Ausgang 18 der Einspritzendstufe ist über ein oder mehrere Einspritzventile 19 mit
der Batteriespannung U
B verbunden. An einem Verbindungspunkt 20 zwischen dem Widerstand 17 und der Einspritzendstufe
16 führen zum einen eine Leitung 21 aus der Überwachungsschaltung 13 sowie eine Leitung
22 aus einer Spannungsstabilisierungsschaltung 23, wobei in jede dieser beiden Leitungen
21 und 22 eine Diode 24 bzw. 25 geschaltet ist.
[0018] Jede der Komponenten Zeitglied 15, Überwachungsschaltung 13, Einspritzendstufe 16
ist mit der stabilisierten Spannungsversorgung U
tb, die als Ausgangsgröße der Spannungsstabilisierungsschaltung 23 auftritt, verbunden.
[0019] Die prinzipielle Funktionsweise der Einrichtung soll zunächst ohne nähere Erläuterung
des « Innenlebens der einzelnen Komponenten 13, 16, 23 erklärt werden. Liegt die stabilisierte
Versorgungsspannung konstant vor, d. h., daß es sich um einen störungsfreien Betrieb
der Einrichtung handelt, so nimmt das Potential an den Leitungen 22 sowie 21 Werte
in der Nähe von 0 an. Da die Ausgangssignale des Zeitgliedes 15 Amplituden zwischen
Massepotential und der stabilisierten Versorgungsspannung annehmend, sind die Dioden
24 und 25 für den Nichtstörfall gesperrt, so daß das oder die Einspritzventile 19
entsprechend betätigt werden können.
[0020] Liegt dagegen ein Absinken der stabilisierten Versorgungsspannung unter ihrem Sollwert
vor, nimmt das Potential an der Leitung 22 positive Werte an. Die Diode 25 wird für
die Dauer des Absinkens der stabilisierten Versorgungsspannung unterhalb des Sollwerts
in den leitenden Zustand versetzt, wodurch die Einspritzendstufe verriegelt, d. h.
die Kraftstoffzumessung auf den Wert 0 reduziert wird. Direkt nach dem Wiederansteigen
der stabilisierten Versorgungsspannung auf ihren Sollwert fällt das Potential an Leitung
22 wieder auf niedrige Werte ab und die Diode 25 sperrt. Diese Maßnahme dient dazu,
daß das Zeitglied 15 durch ein Absinken der Spannung Usta
b eine unzulässige bzw. fehlerhafte Einspritzzeit ausgibt.
[0021] Im Gegensatz hierzu liegt an der Leitung 21 nur dann hohes Potential, wenn über den
Uberwachungsausgang 12 des Mikrocomputers 10 von der Überwachungsschaltung 13 eine
Funktionsunfähigkeit des Mikrocomputers erkannt wurde. Falls dies der Fall war, bleibt
die Diode 24 auch nach einem Wiedererreichen des Sollwerts der stabilisierten Versorgungsspannung
mindestens für die Zeitdauer T
R der Reset-Zeitdauer des Mikrocomputers, leitend.
[0022] Auf diese Art und Weise wird die Einspritzendstufe 16 nicht durch unnötige Reset-Vorgänge
des Mikrocomputers 10 blockiert.
[0023] Die Überwachungsschaltung 13 ist im einzelnen folgendermaßen aufgebaut : Der Überwachungsausgang
12 des Mikrocomputers 10 führt über einen Hochpaß bestehend aus dem Kondensator 27
und dem Widerstand 28 an die Basis eines Transistors 29, dessen Emitter mit Massepotential
verbunden ist. Der Kollektor ist über einen Widerstand 30 und einen Kondensator 31
mit der stabilisierten Versorgungsspannung verbunden. Der invertierende Eingang eines
Operationsverstärkers 32 steht mit dem Verbindungspunkt zwischen Kapazität 31 und
Widerstand 30 in Verbindung. Der nicht invertierende Eingang des Operationsverstärkers
32 wird mit dem Ausgangssignal eines Spannungsteilers bestehend aus den Widerständen
33 und 34, die zwischen Massepotential und die stabilisierte Versorgungsspannung geschaltet
sind, beaufschlagt. Der Ausgang des Operationsverstärkers 32 ist über einen weiteren,
gegen Masse geschalteten Spannungsteiler bestehend aus den Widerständen 35 und 36
mit der Basis eines Transistors verbunden. Der Emitter dieses Transistors 37 liegt
auf Massepotential während der Kollektor einerseits über einen Widerstand 38 an die
stabilisierte Versorgungsspannung angeschlossen ist und andererseits über die schon
erwähnte Leitung 21 mit der Diode 24 verbunden ist. Weiterhin führt der Signalweg
vom Emitter des Transistors 37 über einen Widerstand 39 an die Basis eines Transistors
40, dessen Emitter auf Massepotential liegt. Der Kollektor dieses Transistors 40 liegt
über einen Widerstand 41 an der stabilisierten Versorgungsspannung, über einen Widerstand
42 am invertierenden und über einen Widerstand 43 am nichtinvertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 32 sowie über. eine Leitung 44 am Eingang 14 des Mikrocomputers.
[0024] Die an sich bekannte Stabilisierungsschaltung 23 besteht aus einer Brücke deren beide
Brückenzweige mit einem Widerstand 46 und 47 bzw. dem Widerstand 48 und der Zenerdiode
49 zwischen den Kollektor eines Transistors 50 und Massepotential geschaltet sind.
Der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 46 und 47 ist an den invertierenden Eingang
eines Operationsverstärkers 51, der Verbindungspunkt zwischen dem Widerstand 48 und
der Zenerdiode 49 an den nicht invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 51
angeschlossen. Vom Ausgang des Operationsverstärkers 51 führt zum einen die Leitung
22 zur Diode 25 sowie ein weiterer Signalweg über den Widerstand 52 zur Basis eines
Transistors 53, dessen Emitter mit Massepotential belegt ist. Der Kollektor dieses
Transistors 53 ist über einen Widerstand 54 mit der Basis des Transistors 50, dessen
Emitter auf dem Potential der Batteriespannung liegt, verbunden. Die stabilisierte
Versorgungsspannung wird am Kollektor des Transistors 50 abgenommen.
[0025] Die an sich bekannte Einspritzendstufe 16 besteht aus zwei Transistoren 56 und 57,
wobei der Emitter des Transistors 56 an die stabilisierte Spannungsversorgung angeschlossen
und der Kollektor mit der Basis des Transistors 57, dessen Emitter auf Massepotential
liegt, verbunden ist. Der Kollektor des Transistors 57 ist über den Ausgang 18 und
das oder die Einspritzventile 19 mit der Batteriespannung verbunden. Angesteuert wird
die Einspritzendstufe 16 von den Signalen des Verbindungspunktes 20 über eine Diode
58, die an der Basis des Transistors 56 liegt. Die Basis des Transistors 56 ist weiterhin
über einen Widerstand 59 mit der stabilisierten Spannung verbunden.
[0026] Die Funktionsweise der Einspritzendstufe 16 ist bekannt und soll im weiteren nicht
näher erläutert werden.
[0027] Der Operationsverstärker 51 in der Spannungsstabilisierungsschaltung 23 wirkt in
der Weise, daß der Transistor 50 als Längstransistor je nach dem momentanen Wert der
Batteriespannung mehr oder weniger aufgesteuert wird, um das Gleichgewicht der Brücke
am Eingang des Operationsverstärkers 51 aufrecht zu erhalten. Sinkt die Batteriespannung
auf derart niedrige Werte ab, daß die stabilisierte Spannung nicht mehr aufrecht erhalten
werden kann, so läuft der Ausgang des Operationsverstärkers 51 an seinem oberen Anschlag
und bewirkt über ein Leitendwerden der Diode 25 eine Blockierung der Einspritzendstufe
16.
[0028] Die Überwachungsschaltung 13 wird vom Überwachungseingang 12 des Mikrocomputers angesteuert,
und zwar in der Weise, daß im Falle einer funktionsfähigen Einheit der Transistor
29 ständig auf und zu gesteuert wird. Bei geöffnetem Transistor 29 wird die Kapazität
31 über den Widerstand 30 aufgeladen. Entladen kann sich der Kondensator 31 über den
Widerstand 42 und den Widerstand 41, falls sich der Transistor 40 im Sperrzustand
befindet. Die Dimensionierung der Komponenten Widerstand 30, Kapazität 31, Widerstand
42 und Widerstand 41 ist in der Weise festgelegt, daß das Potential am invertierenden
Eigang für den funktionstüchtigen Mikrocomputer 10 immer unter dem Potential am nicht
invertierenden Eingang des Operationsverstärkers 32 liegt. Fällt die stabilisierte
Versorgungsspannung auf Werte, bei denen der Mikrocomputer 10 nicht mehr funktionsfähig
ist, so liegt am Überwachungsausgang 12 ein Gleichspannungspotential an und der Transistor
29 wird in seinen Sperrzustand überführt. Der Kondensator 31 entlädt sich bis die
Spannung am invertierenden Eingang diejenige am nichtinvertierenden Eingang des Operationsverstärkers
32 übersteigt. Dieser schaltet und der Transistor 37 sperrt. Dementsprechend wird
die Leitung 21 auf hohes Potential gelegt und die Einspritzendstufe 16 blockiert.
Über den jetzt leitenden Transistor 40 und den Widerstand 42 wird der Kondensator
31 wieder geladen bis der Operationsverstärker 32 seine Ausgangsgröße ändert. Die
Zeitdauer bis zum erneuten Kippen wird entsprechend der Reset-Dauer TR gewählt.
[0029] Durch die Überwachungsschaltung 13 ist somit gewährleistet, daß die Einspritzendstufe
tatsächlich nur nach dem Auftreten einer Funktionsunfähigkeit des Mikrocomputers 10
über die Dauer T
R eines Reset-Vorganges blockiert wird. Für Einbrüche der stabilisierten Spannungsversorgung,
die nicht zu einer Funktionsunfähigkeit des Mikrocomputers 10 führen, wird die Einspritzendstufe
16 lediglich für die Zeitdauer dieser Einbrüche über Leitung 22 gesperrt, um Störungen
in der Ausgabe dere Einspritzzeit des Zeitgliedes 15 zu vermeiden.
[0030] Wie aus dem vierten Diagramm der Figur 1 b ersichtlich ist, fallen hierdurch die
Zeitintervalle während denen die Einspritzendstufe funktionsfähig ist, immer in die
Maxima der Batteriespannung, so daß die kurzzeitige Verriegelung der Einspritzendstufen
keinen Einfluß auf die Einspritzung ausübt.
[0031] Es soll betont werden, daß die spezielle Ansteuerung der Einspritzendstufen über
das Zeitglied 15 und den Mikrocomputer 10 den Grundgedanken der Erfindung nicht einschränkt.
Es ist ebenso gut möglich, daß z. B. das Zeitglied 15 im Mikrocomputer integriert
ist oder daß die Einspritzendstufe 16 über digitale Werte und einen Digital-Analogwandler
angesteuert wird.