| (19) |
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(11) |
EP 0 143 744 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.1988 Patentblatt 1988/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.10.1984 |
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Verfahren und Vorrichtung zur Beurteilung der Druckqualität und/oder Regelung der
Farbführung bei einer Offset-Druckmaschine und mit einer entsprechenden Vorrichtung
ausgestattete Offset-Druckmaschine
Method and device for rating the printing quality and/or controlling the ink supply
in an offset printing machine, and offset printing machine with such a device
Procédé et dispositif d'analyse de qualité d'impression et/ou de réglage d'encre dans
une rotative offset et rotative offset équipée d'un tel dispositif
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
04.11.1983 CH 5965/83 27.12.1983 CH 6926/83
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.1985 Patentblatt 1985/23 |
| (73) |
Patentinhaber: GRETAG Aktiengesellschaft |
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CH-8105 Regensdorf (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Keller, Guido
CH-8046 Zürich (CH)
- Spiess, Andreas
CH-8302 Kloten (CH)
- Ott, Hans
CH-8105 Regensdorf (CH)
- Boegli, Rolf
CH-8105 Regensdorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Pirner, Wilhelm et al |
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Patentabteilung der CIBA-GEIGY AG
Postfach 4002 Basel 4002 Basel (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 069 572 GB-A- 2 115 145
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EP-A- 0 095 648 US-A- 3 958 509
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Beurteilung der Druckqualität
und/oder Regelung der Farbführung bei einer Offset-Druckmaschine gemäss dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 bzw. 15 sowie eine mit einer entsprechenden Vorrichtung ausgestattete
Offset-Druckmaschine gemäss Oberbegriff von Anspruch 17.
[0002] Die Beurteilung der Druckqualität und Regelung der Farbführung erfolgt üblicherweise
mit Hilfe von standardisierten Farbkontrollstreifen. Diese mitgedruckten Kontrollstreifen
werden densitometrisch ausgewertet und danach die Farbwerte der Druckmaschine entsprechend
eingestellt. Die Ausmessung der Farbkontrollstreifen kann dabei an der laufenden Maschine
mit sogenannten Maschinendensitometern oder off-line mittels z. B. eines automatischen
Abtastdensitometers erfolgen, wobei der Regelkreis zu den Farbwerken hin in beiden
Fällen offen (Qualitätsbeurteilung) oder geschlossen (Maschinenregelung) sein kann.
Ein repräsentatives Beispiel für eine rechnergesteuerte Druckmaschine mit geschlossenem
Regelkreis ist u.a. in der US-PS 4 200 932 beschrieben.
[0003] In der Praxis kommt es z. B. aus Formatgründen sehr häufig vor, dass die Verwendung
eines Farbkontrollstreifens nicht möglich ist. In diesen Fällen erfolgt die Qualitätsbeurteilung
in der Regel nach wie vor visuell und entsprechend die Farbführung aufgrund der visuellen
Beurteilung von Hand.
[0004] In US-PS 3 376 426 ist eine über ein Maschinendensitometer gesteuerte Mehrfarben-Druckmaschine
beschrieben, die ohne Farbmeßstreifen auskommt. Bei dieser Druckmaschine werden die
einzelnen Druckbögen punktweise abgetastet, die dabei gewonnenen Remissionswerte werden
in Dichten umgerechnet (logarithmiert) und die Farbdichten werden in einer nichtlinearen
Entmaskierungsoperation in analytische Farbdichten transformiert. Diese analytischen
Farbdichten werden unmittelbar mit auf dieselbe Art gewonnenen und gespeicherten analytischen
Farbdichten eines OK-Bogens verglichen und aus dem Vergleichsergebnis wird für jede
Druckfarbe ein Signal gewonnen, welches die Abweichung der Farbführung von der Solleinstellung
anzeigt und anhand von welchem die Farbführung nachgestellt werden kann.
[0005] Dieses in der US-PS 3 376 426 beschriebene System hat sich jedoch in der Praxis nicht
bewährt. Einer der Hauptgründe dürfte darin zu sehen sein, dass die Berücksichtigung
der Nebenabsorptionen und des Uebereinanderdrucks bei diesem System nicht in ausreichendem
Masse gelöst ist.
[0006] Neuerdings ist auch schon ein System bekannt geworden (siehe z. B. die publizierte
UK-Patentanmeldung 2 115 145), das auch ohne Farbkontrollstreifen eine maschinelle
Beurteilung von Druckerzeugnissen ermöglicht. Bei diesem System werden die Druckerzeugnisse
an der laufenden Druckmaschine mittels eines Maschinendensitometers über die gesamte
Bildfläche bildelementweise fotoelektrisch abgetastet. Die Abtastwerte aus den einzelnen
Bildelementen werden, eventuell nach einer speziellen Aufbereitung, mit den gegebenenfalls
aufbereiteten Abtastwerten eines Referenzdruckerzeugnisses (O.K.-Bogen) verglichen
und anhand des Vergleichsergebnisses wird nach bestimmten Kriterien eine Qualitätsentscheidung
"gut" bzw. "schlecht" getroffen. Zu den Entscheidungskriterien gehören die Anzahl
der Bildelemente, die sich um mehr als ein gewisses Toleranzmass von den entsprechenden
Bildelementen der Referenz unterscheiden, die über ausgewählte Bildbereiche aufsummierten
Unterschiede der Abtastwerte zu den entsprechenden Abtastwerten der Referenz und die
über gewisse Abtastspuren aufsummierten Unterschiede der Abtastwerte zu den entsprechenden
Werten der Referenz.
[0007] Dieses neue System bringt zwar bereits einen gewissen Fortschritt, ist jedoch noch
in mancher Hinsicht verbesserungsfähig.
[0008] Durch die Erfindung soll ein gegenüber dem Stand der Technik insbesondere hinsichtlich
Genauigkeit und Zuverlässigkeit verbessertes, ohne Farbkontrollstreifen auskommendes
System zur maschinellen Qualitätsbeurteilung von Druckerzeugnissen bzw. entsprechenden
Regelung der Farbführungsorgane an einer Druckmaschine geschaffen werden.
[0009] Das erfindungsgemässe Verfahren, die erfindungsgemässe Vorrichtung und die entsprechende
erfindungsgemässe Offset-Druckmaschine, die dieser der Erfindung zugrundeliegenden
Aufgabe gerecht werden, sind in den Ansprüchen 1, 15 und 17 beschrieben. Bevorzugte
Ausführungsformen und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung rein beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine stark vereinfachte, schematische Darstellung der erfindungsrelevanten
Teile eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemässen Offset-Druckmaschine und
Fig. 2 ein Blockschema einer Ausführungsvariante.
[0011] Von der eigentlichen, konventionell aufgebauten Druckmaschine sind in der Zeichnung
lediglich das letzte Druckwerk 1 sowie die Farbführungsorgane 2 angedeutet. Mit 3
ist ein Maschinendensitometer ebenfalls konventioneller Bauart bezeichnet, welches
die Druckwerke (Druckbögen 4) fotoelektrisch abtastet. An das Maschinendensitometer
3 ist ein elektronisches System in Form eines Prozessrechners 5 angeschlossen, welcher
alle Funktionsabläufe des Maschinendensitometers steuert und die von diesem erzeugten
Remissionsdaten auswertet. Das Ergebnis dieser Auswertung sind Stellwerte oder -signale,
mit denen die Farbführungsorgane 2 der Druckmaschine beeinflusst werden. Anstelle
von Stellsignalen oder zusätzlich dazu kann der Prozessrechner die Messdaten auch
zu Qualitätsmassen für die Beurteilung der Druckqualität verarbeiten.
[0012] Soweit entspricht die dargestellte Anordnung im grossen und ganzen dem bekannten
Stand der Technik wie er u.a. etwa durch die eingangs angeführten Druckschriften gegeben
ist. Der Hauptunterschied gegenüber diesem liegt vor allem in der Erfassung der Messdaten
sowie in deren Verarbeitung.
[0013] Die fotoelektrische Ausmessung der einzelnen Druckerzeugnisse erfolgt bildelementweise,
d.h. die Druckbögen werden in Bildelemente eingeteilt und in jedem Bildelement wird
die Remission in vier spektralen Bereichen (Infrarot für Black, Rot für Cyan, Grün
für Magenta und Blau für Yellow) bestimmt. Für die Praxis vernünftige Bildelementgrössen
liegen bei 0,5 x 0,5 mm
2 bis etwa 20 x 20 mm
2, vorzugsweise etwa 1 x 1 mm
2 bis 10 x 10 mm
2. Selbstverständlich müssen die Remissionswerte für die einzelnen Bildelement nicht
alle aus demselben Druckbogen stammen, die Pemissionserfass mg kann vielmehr auch
über mehrere Druckbögen verteilt sein (apparativ geringerer Aufwand). Beispiele für
geeignete Maschinendensitometer, mit denen die Druckerzeugnisse in der beschriebenen
Weise bildelementweise abgetastet werden können, sind u.a. in US-PS Nos. 2 968 988,
3 376 426, 3 835 777, 3 890 048 und 4 003 660 beschrieben.
[0014] Die gemessenen Remissionen werden gemäss einem wichtigen Aspekt der Erfindung nicht
in Dichtewerte umgerechnet sondern sofort "demaskiert", d.h., es werden aus den vier
Remissionen jedes Bildelements die zugehörigen Flächenbedeckungen für die beteiligten
Druckfarben errechnet. Diese Berechnung erfolgt in noch näher zu erklärender Weise
durch Auflösung der Neugebauer-Gleichungen. Die Demaskierung der Remissionen ist in
der Zeichnung durch den Kasten 51 innerhalb des Prozessrechners 5 angedeutet.
[0015] Die weitere Verarbeitung der Messdaten ist in der Zeichnung nur für eine einzige
Druckfarbe (Black) angedeutet. Die Verarbeitung der sich auf die übrigen Druckfarben
beziehenden Messdaten erfolgt analog.
[0016] Wenn der Druckprozess (von Hand) richtig eingestellt ist und die gewünschte Druckqualität
erreicht ist, gibt der Drucker das OK für den Fortdruck. Die zu diesem Zeitpunkt und
unmittelbar danach erzeugten Druckbögen können als Referenz (OK-Bogen) verwendet werden.
Diese Referenz (in Form eines einzigen Bogens oder in Form mehrerer aufeinanderfolgender
Bögen) wird nun gemäss Obigem bildelementweise ausgemessen und demaskiert. Die dabei
errechneten Flächenbedeckungen sämtlicher Bildelemente der Referenz, im folgenden
als Soll-Flächenbedeckungen bezeichnet, werden in vier je einer Druckfarbe zugeordneten
Flächenbedeckungsmatrizen 52 abgespeichert. Ferner werden aufgrund dieser Flächenbedeckungen
vier je einer Druckfarbe zugeordnete Gewichtsmatrizen errechnet (Block 53) und abgespeichert
(Block 54). Jedem Bildelement wird so für jede Druckfarbe ein Gewichtsfaktor zugeordnet,
welcher die Sicherheit angibt, mit der sich die Flächenbedeckung dieser Farbe in diesem
Bildelement bestimmen lässt. Nähreres über diese Gewichtsfaktoren ist weiter unten
erläutert.
[0017] Die Farbführung der Druckmaschine ist in Zonen eingeteilt. Die Gewichtsfaktoren werden
deshalb entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu einer Zone im Block 55 aufsummiert. Pro
Zone und Druckfarbe ergibt sich dann je ein Totalgewicht, welches ein Mass für die
Sicherheit darstellt, mit der eine Aenderung der Farbführung in dieser Zone gemessen
werden kann.
[0018] Die Berechnung der Gewichtsmatrizen und der zonalen Totalgewichte muss selbstverständlich
nur ein einziges Mal durchgeführt werden.
[0019] Zur Beurteilung der Druckqualität und/oder zur Regelung der Farbführung werden laufend
oder von Zeit zu Zeit Fortdruckbögen in gleicher Weise wie die Referenz (OK-Bogen)
ausgemessen und mit der Referenz verglichen.
[0020] Die nach der Demaskierung aus den Remissionen erhaltenen Flächenbedeckungen des Fortdrucks
(Ist-Flächenbedeckungen) werden Bildelement für Bildelement mit den entsprechenden
Soll-Flächenbedeckungen der Referenz verglichen (Subtrahierstufe 56) und die Abweichungen
von den Soll-Flächenbedeckungen mit den zugehörigen, in den Gewichtsmatrizen 54 abgespeicherten
Gewichtsfaktoren gewichtet (Multiplikator 57). Die gewichteten Abweichungen werden
für jede Druckfarbe zonenweise aufsummiert (Summierer 58) und schliesslich die so
gebildeten zonalen Summen durch Division (Dividierer 59) mit dem zugeordneten zonalen
Totalgewicht normiert. Das Ergebnis dieser Schritte ist dann pro Druckzone und Druckfarbe
eine gewichtete, normierte zonale Abweichung, welche die relative Farbabweichung in
der Druckzone im Laufe des Druckprozesses ausdrückt und als Stellsignal für das zugeordnete
Farbführungsorgan 2 benutzt werden kann.
[0021] Der Vergleich von Soll- und Ist-Flächenbedeckungen erfolgt vorzugsweise on-line,
sodass die einzelnen Messwerte des Fortdrucks nicht abgespeichert werden müssen.
[0022] Zusätzlich oder parallel zur oben erläuterten Auswertung können die Abweichungen
der Flächenbedeckungen auch in Koordinatenabweichungen im Farbraum umgerechnet werden.
Den einzelnen Bildelementen können verschiedene, der Bildwichtigkeit entsprechende
Gewichte zugeordnet und die Abweichungen damit gewichtet werden. Auf diese Weise können
Veränderungen des visuellen Eindrucks des gedruckten Bilds bzw. ein Clualitätsmass
dafür bestimmt werden.
[0023] Die Bildung der genormten zonalen Abweichungen, welche als Stellwerte für die Farbführungsorgane
verwendet werden, lässt sich formelmässig wie folgt darstellen:

[0024] Darin bedeuten:
Fi,j F.*. : Flächenbedeckung des Bildelements i bezüglich Druckfarbe j für Referenz bzw.
Fortdruck
Gi,j : Gewichtsfaktor des Bildelements i bezüglich Druckfarbe j
: Summation über alle Bildelemente i einer Zone z
Δ Frelj : genormte zonale Abweichung der Flächenbedeckung für die Druckfarbe j
[0025] Im folgenden werden die Demaskierung sowie die Bildung der Gewichtsfaktoren näher
erläutert.
[0026] Der spektrale Verlauf der Druckfarben ist nicht ideal. Deshalb müssen bei der fotoelektrischen
Messung die gegenseitigen Einflüsse der Nebenabsorptionen möglichst gut unterdrückt
werden. Der Einfluss der einzelnen Farbanteile und der Statistik des Übereinanderdrucks
in Abhängigkeit der Flächenbedeckungen der einzelnen Druckfarben wird durch die sog.
Neugebauer-Gleichungen beschrieben (vgl. z. B. Artikel "Die theoretischen Grundlagen
des Mehrfarbenbuchdrucks" in "Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, Photophysik
und Photochemie", Band 36, Heft 4, April 1937). Auf vier Farben j = Infrarot, Rot,
Grün, Blau erweitert lauten diese:

[0027] Darin bedeuten:
ß. : Remissionen gemessen mit Filter der Farbe j
Wj : Weissremission mit Filter j
Bj, Cj, M., Yi : Remission von Vollton Black, Cyan, Magenta, Yellow gemessen mit Filter j
BCj, BM., BYj, Blj, Gj, R. : Remission von Vollton-Uebereinanderdruck B+C, B+M, B+Y, C+M (Blau), C+Y (Grün),
M+Y (Rot) gemessen mit Filter j
BBlj, BGj, BR., Nj : Remission von Vollton-Uebereinanderdruck B+C+M, B+C+Y, B+M+Y, C+M+Y (Noir) gemessen
mit Filter j
BN. : Remission von Vollton-Uebereinanderdruck B+C+M+Y gemessen mit Filter j
b, c, m, y : Flächenbedeckungen der Druckfarben B, C, M, Y
[0028] B
j-BN
j sind Konstanten, die von der Druckreihenfolge und der Volltondichte abhängig sind.
Ihre Werte können empirisch aus entsprechenden Farbtabellen gemessen werden. Für die
Druckreihenfolge B, C, M, Y wurden sie beispielsweise für eine Volltondichte von ca.
1,5 wie folgt ermittelt:

[0029] Für die Volltondichten D im Bereich von 1 bis 2 liegen diese Werte in einem engen
Bereich von X
0,6 bis X
1,3, wenn X den Tabellenwert bezeichnet.
[0030] Die obenstehenden Neugebauer-Gleichungen, in denen die ß
j die gemessenen Remissionen bedeuten, werden iterativ nach den unbekannten Flächenbedeckungen
b, c, m, y aufgelöst. Dabei wird angenommen, dass F - 1-ß genügend genau erfüllt ist
(F = Flächenbedeckung (b, c, m, y), ß = Remission). Aufgrund der gegenseitigen Beeinflussungen
ist die geeignetste Reihenfolge zur Iteration Magenta, Yellow, Cyan, Black.
[0031] Die Sicherheit, mit der Abweichungen der Flächenbedeckungen eines Bildelements bestimmt
werden können, hängt von mehreren Parametern ab. Bei ca. 50-70 %, Flächenbedeckung
wirkt sich die Punktzunahme bei einer Dichtezunahme des Volltons am stärksten aus.
Somit müssen mittlere Flächenbedeckungen stärker berücksichtigt werden als grosse
oder kleine Flächenbedeckungen. In einer ruhigen Umgebung (homogene Flächenbedeckung)
spielen Fehlpositionierungen eine kleinere Rolle als in bewegter Umgebung. Sind am
gleichen Punkt mehrere Farben miteinander gedruckt, kann die einzelne Farbe weniger
genau isoliert werden. Um diese Faktoren zu berücksichtigen, werden für jedes Bildelement
und/oder Druckfarbe drei Teilgewichte definiert, und zwar ein flächenbedeckungsabhängiges
Teilgewicht G
1, ein umgebungsabhängiges Teilgewicht G
2 und ein fremdfarbenabhängiges Teilgewicht G
3. Die drei Teilgewichte werden miteinander multipliziert und ergeben zusammen den
schon genannten Gewichtsfaktor für jedes Bildelement und jede Druckfarbe. Die einzelnen
Teilgewichte können bei der Kombination zum Gewichtsfaktor eventuell selbst auch unterschiedlich
stark gewichtet werden, was sich formelmässig wie folgt ausdrücken lässt:

[0032] Darin bedeuten g
i-g
3 die Einflussgewichte der drei Teilgewichte. Diese Einflussgewichte liegen im Bereich
von 0 bis 1. Üblicherweise erhält G, das stärkste und G
2 das schwächste Einflussgewicht.
[0033] Für spezielle Druckvorlagen ist es denkbar, ein viertes Gewicht G
4 einzuführen. Mit G
4 lassen sich bestimmte Gebiete des Druckbogens stärker oder schwächer bewerten. Die
Gebiete und G
4 können vom Drucker interaktiv über ein Computerterminal eingegeben werden. G
4 kann zum Beispiel verwendet werden, um die Bewertung von gedrucktem Text zu unterdrücken.
[0034] Abweichungen in der Farbführung wirken sich bei ca. 50-70 %, Flächenbedeckung am
stärksten aus. Bei mittleren Flächenbedeckungen können somit Abweichungen mit grösserer
Sicherheit festgestellt werden. Entsprechend wird das flächenbedeckungsabhängige Teilgewicht
G, so gewählt, dass es bei mittleren Flächenbedeckungen maximal ist, gegen kleinere
und grössere Flächenbedeckungen hin jedoch abfällt. Geeignete Verläufe (Teilgewicht
G, in Funktion der Flächenbedeckung) sind beispielsweise Parabeln, Dreiecke, Trapeze,
wobei der Maximalwert 1 des Teilgewichts jeweils bei odet um 50 % Flächenbedeckung
liegt. Selbstverständlich sind auch unsymmetrische Verläufe, die höhere Flächenbedeckungen
bevorzugen, möglich. Einige Beispiele für Teilgewichtsverläufe stellen sich formelmässig
wie folgt dar:



[0035] Die Indizes i,j für Bildelemente und Druckfarbe sind in diesen Formeln der Einfachheit
halber weggelassen.
[0036] Je homogener die Flächenbedeckung in der Umgebung eines Bildelementes ist, desto
unempfindlicher ist der Messwert auf Fehlpositionierung (grosser Einfluss von Kanten).
Kanten können am besten mit Hilfe einer Differenzierung ermittelt werden. Steile Kanten
ergeben grosse Werte, was einem kleinen Gewicht entsprechen muss. Als einfacher Differentialoperator
in einer 3 x 3 Bildelemente umfassenden Umgebung des Bildelements eignet sich besonders
ein Laplace-Operator der allgemeinen Art:

[0037] Anwendung dieses Operators bedeutet, dass die Flächenbedeckung des jeweils betreffenden
Bildelements (für je eine Druckfarbe) mit dem Faktor c, die Flächenbedeckungen der
es umgebenden Bildelemente mit den Faktoren a bzw. b gewichtet werden. Die Summe der
neun so gewichteten Flächenbedeckungen entspricht der Ableitung der Flächenbedeckung
im betreffenden Bildelement.
[0038] Praktisch kann det Lapalace-Operator wie folgt aussehen:
010
1-41 1
010
[0039] Für feinere Abstufungen kann die berücksichtigte Umgebung beliebig vergrössert werden.
Die diagonalen Koeffizienten können dabei ebenfalls mitberücksichtigt werden ( ≠ 0).
[0040] Das umgebungsabhängige Teilgewicht G
2 (für jedes Bildelement und für jede Druckfarbe) errechnet sich dann aus der folgenden
Formel:

worin |L| das Ergebnis des gemäss Obigem auf das betreffende Bildelement und seine
Umgebung angewandten Laplace-Operators und c das Mittelelement des Laplace-Operators
ist.
[0041] Je kleiner die Flächenbedeckung dreier Farben ist, desto genauer .lässt sich die
Flächenbedeckung der vierten Farbe bestimmen. Nicht jede Farbe hat den gleichen Einfluss
auf die Messung der anderen. Deshalb müssen für jede Farbe bzw. für jeden Filter separate
Beeinflussungskoeffizienten berücksichtigt werden. Das Teilgewicht G
3 ergibt sich dann als Produkt der Remissionswerte der Fremdfarbanteile exponiert mit
den entsprechenden Einflusskoeffizienten:

[0042] Darin sind ß
B, ßc, ß
M und ßy die Remissionen in den Farben B, C, M .und Y und a
jl bis a
j4 die genannten Einflusskoeffizienten. Der Index j bezeichnet die jeweilige Druckfarbe,
für die das Teilgewicht gilt. Für j = B, C, M und Y lassen sich diese Koeffizienten
in einer Matrix darstellen:

Praktische Werte sind beispielsweise:

[0043] Die Koeffizienten sind abhängig vom spektralen Verlauf der einzelnen Farben. Ihr
Streubereich ist etwa wie folgt:

[0044] Aufgrund der nichtlinearen Gewichtung werden die Abweichungen verzerrt. Es ist daher
nicht möglich, eine genaue Aussage über das absolute Mass der Abweichung zu machen.
[0045] Bei konstanter Volltonabweichung ergibt sich die grösste Abweichung der Flächenbedeckung
bei ca. 50-70 %. Teilgewicht G
1 hat den Schwerpunkt ebenfalls bei ca. 50 %, Flächenbedeckung. G
1 bewirkt somit eine Dynamikkompression der Abweichungen bei grösseren und kleineren
Flächenbedeckungen. Wird z. B. die Trapezfunktion von G
1 breit genug gewählt, ergeben sich jedoch nur geringfügige Verzerrungen der absoluten
Abweichungen.
[0046] Anders verhält es sich bei den Teilgewichten G
2 und G
3. Sie verzerren die Abweichungen aufgrund von Umgebungs- und Fremdeinflüssen und sind
nur schwer berechenbar. Möchte man die gemessene Grösse der Abweichungen durch die
Gewichtung nicht allzustark verzerren, so müssen die Teilgewichte entweder 0 oder
1 sein. Ueberschreitet z. B. G
z oder G
3 einen gewissen Wert, so sind sie 1, darunter sind sie 0. Mit dieser digitalen Gewichtung
ist die berechnete relative Abweichung der Flächenbedeckung einigermassen proportional
zu einer Dichteänderung des Volltons. Bei dieser Gewichtung werden die Abweichungen
weniger verzerrt. Bei extremen Druckvorlagen besteht jedoch die Gefahr, dass alle
Gewichte einer Zone 0 werden.
[0047] Für 5- und 6-Farben Druck muss eine zusätzliche Abtasteinrichtung vor und nach dem
Druckwerk der fünften und sechsten Farbe angebracht werden. Mit der Messung vor und
nach dem Druckwerk kann der Beitrag der zuletzt gedruckten Farbe berechnet und die
Abweichung vom Sollwert festgestellt werden.
[0048] Sonderfarben werden vielfach im Vollton ohne Übereinanderdruck gedruckt. Für diesen
Fall muss das flächenbedeckungsabhängige Teilgewicht G
1 für Mittel- und Volltöne 1 sein. Das fremdfarbabhängige Teilgewicht G
3 wird 0 für jedes Bildelement mit einer (auch kleinen) Flächenbedeckung einer fremden
Farbe. Damit ist gewährleistet, dass nur reine Farben gemessen werden.
[0049] Gemäss Vorstehendem werden die Sollwerte der Flächenbedeckungen von einer Referenz
in Form eines (oder mehrerer) OK-Bogen gewonnen. Dies ist jedoch nicht zwingend, sondern
es können dazu auch andere Referenzen herangezogen werden. Eine solche Alternative
besteht z. B. darin, die Druckplatten selbst als Referenz zu verwenden. Die einzelnen
Druckplatten werden dazu in gleicher Weise wie die zu prüfenden Druckerzeugnisse in
Bildelemente eingeteilt. Die Bildelemente werden fotoelektrisch abgetastet und für
jedes Bildelement wird die Flächenbedeckung bestimmt. Für die weitere Verarbeitung
stehen zwei Möglichkeiten offen. Entweder werden die gemessenen Flächenbedeckungen
jedes Bildelementes jeder Druckplatte anhand der Druckkennlinie der Druckmaschine
(empirisch, Tabellen) in entsprechende Flächenbedeckungen im Druck umgerechnet und
dann direkt als Soll-Flächenbedeckungen zum Vergleich mit den Ist-Flächenbedeckungen
hherangezogen, oder es werden die gemessenen Flächenbedeckungen anhand der Druckkennlinie
in Remissionswerte umgerechnet, die dann wieder gemäss vorstehender Beschreibung demaskiert
und dabei in die Soll-Flächenbedeckungen transformiert werden. Bei der letzteren Möglichkeit
wird die Referenz gewissermassen aus den Druckplatten synthetisiert.
[0050] In Fig. 2 ist ein Blockschema einer nach dieser Variante arbeitenden Einrichtung
dargestellt. Der Prozessrechner 5 ist wie bei Fig. 1 mit dem schon genannten Maschinendensitometer
3 und den Farbführungsorganen 2 der Druckmaschine verbunden. Zusätzlich ist noch ein
Plattenscanner 6 vorgesehen, der ebenfalls an den Prozessrechner 5 angeschlossen ist.
Der Plattenscanner 6 ist konventioneller Bauart (z. B. gemäss US-PS 4 131 879 und
3 958 509 oder EP-Publ. No. 69572, 96227 und 29561) und tastet die einzelnen Druckplatten
punktweise fotoelektrisch ab. Die Abtastpunkte (-flecke) können dabei mit den Bildelementen
übereinstimmen oder vorzugsweise wesentlich kleiner sein als diese. In letzterem Fall
können die Flächenbedeckungen der einzelnen Bildelemente mit grösserer Auflösung und
damit exakter und zuverlässiger ermittelt werden. Einzelheiten über die Vorausberechnung
der Remissionen bzw. die Bestimmung der Flächendichten aus den Druckplatten gehen
aus der CH-Patentanmeldung No. 5965/83 vom 4. November 1983 hetvor.
[0051] Die Steuerung des Druckprozesses kann gemäss Vorstehendem also auch aufgrund einer
Referenz in Form det zugrundeliegenden Druckplatten (oder etwa sogar aufgrund det
diesen letzteten zugrundeliegenden Rasterfilme oder dergleichen) erfolgen. Ferner
ist aber auch ein gemischter Betrieb möglich. D.h., zum Hochfahren des Druckprozesses
bis zu einer befriedigenden Qualität (OK-Bogen) wird aufgrund der Druckplatten geregelt,
für den Fortdruck wird aber dann ein OK-Bogen als Referenz verwendet. Im Idealfall
stimmt der OK-Bogen ohnehin mit der aufgrund der Druckplatten vorausberechneten, "synthetisierten"
Referenz überein, sodass sich eine spezielle Ausmessung eines OK-Bogens erübrigt.
1. Verfahren zur Beurteilung der Druckqualität und/oder Regelung der Farbführung bei
einer Offset-Druckmaschine (1), wobei ein zu beurteilendes Druckerzeugnis (4) und
eine Referenz in gleicher Weise in eine Vielzahl von Bildelememten eingeteilt, bildelementweise
fotoelektrisch ausgemessen und bildelelementweise verglichen werden, und wobei aufgrund
der Vergleichbergebnisses ein Clualitätsmass bzw. ein Stellwert für die Farbführungsorgane
(2) der Druckmaschine (1) ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Bildelement
der in Form eines für gut befundenen Druckerzeugnisses (4) oder von dem Druck zugrundeliegenden
Druckplatten vorliegenden Referenz Soll-Flächenbedeckungen für die einzelnen Druckfarben
bestimmt werden, dass jedem Bildelement für jede Druckfarbe ein ein Mass für die Sicherheit,
mit der sich die jeweilige Flächenbedeckung bestimmen lässt, angebender Gewichtsfaktor
zugeordnet wird, dass für jedes, Bildelement das zu beurteilenden Druckerzeugnisses
(4) die Remissionen gemessen und daraus rechnerisch Ist-Flächenbedeckungen für die
einzelnen Druckfarben bestimmt werden, dass für jedes Bildelement und die einzelnen
Druckfarben die Abweichungen der Ist-Flächenbedeckungen von den Soll-Flächenbedeckungen
ermittelt und mit den jeweils zugeordneten Gewichtsfaktroren gewichtet werden, und
dass das Quatitätsmass bzw. die Stellwerte für die Farbführungsorgane (2) aus den
dermassen gewichteten Abweichungen ermittelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gewichteten Abweichungen,
vorzugsweise durch Summation und Normierung druckzonenweise zu zonalen gewichteten
Abweichungen zusammengefasst werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Stellwerte für die
Farbführungsorgane (2) die zonalen gewichteten Abweichungen verwendet werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die rechnerische
Ermittlung der Flächenbedeckungen aus den Remissionen durch vorzugsweise iterative
Auflösung der Neugebauer-Gleichungen erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse
der Bildelemente etwa 0,25 bis 400 mm2, vorzugsweise etwa 1 bis 100 mm2 gewählt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsfaktor
eines jeden Bildelements für jede Druckfarbe aus der Flächenbedeckung, dem Fremdfarbenanteil
und in Abhängigkeit von der Umgebung des betreffenden Bildelements festgelegt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewichtsfaktor eines
jeden Bildelements für jede Druckfarbe als Kombination von drei Teilgewichten festgelegt
wird, wobei ein erstes Teilgewicht aufgrund der Flächenbedeckung, ein zweites Teilgewicht
aufgrund des Fremdfarbanteils und ein drittes Teilgewicht aufgrund der Umgebung des
betreffenden Bildelements bestimmt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Flächenbedeckung
abhängige Teilgewicht so gewählt wird, dass es bei mittleren Flächenbedeckungen seinen
grössten Wert und kleineren und grösseren Flächenbedeckungen kleinere Werte aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das von der Umgebung
abhängige Teilgewicht so gewählt wird, dass es umso grösser ist, je homogener die
Flächenbedeckung in der Umgebung des jeweiligen Bildelements ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das vom
Fremdfarbanteil abhängige Teilgewicht so gewählt wird, dass es umso grösser ist, als
die Flächenbedeckungen in den Fremdfarben kleiner sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass für
jedes Bildelement aus den Flächenbedeckungen die Koordinaten im Farbraum ermittelt,
die Abweichungen der Koordinaten der Referenz von denen des zu prüfenden Druckerzeugnisses
(4) bestimmt und mit für jedes Bildelement individuell festgelegten, die Wichtigkeit
für den visuellen Eindruck angebenden Gewichten gewichtet werden, und dass aus den
so gewichteten Abweichungen ein Qualitätsmass für die Änderung des visuellen Bildeindrucks
bestimmt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle
eines für gut befundenen Druckerzeugnisses (4) als Referenz für jedes Bildelement
derselben die Remissionen in den Druckfarben gemessen und aus diesen Remissionen in
gleicher Weise wie für die zu beurteilenden Druckerzeugnisse (4) die Soll-Flächenbedeckungen
rechnerisch ermittelt werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle
von Druckplatten als Referenz für jedes Bildelement derselben die Flächenbedeckungen
gemessen und anhand der Druckkennlinie der Druckmaschine (1) in Flächenbedeckungen
im Druck umgerechnet werden, und dass diese Flächenbedeckungen im Druck unmittelbar
als Soll-Flächenbedeckungen benutzt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle
von Druckplatten als Referenz für jedes Bildelement derselben die Flächenbedeckungen
gemessen und anhand der Druckkennlinie in im Druck zu erwartende Soll-Remissionen
umgerechnet werden, und dass aus diesen Soll-Remissionen in gleicher Weise wie für
die zu beurteilenden Druckerzeugnisse (4) die Soll-Flächenbedeckungen rechnerisch
ermittelt werden.
15. Vortichtung zur Beurteilung der Druckqualität und/oder Regelung der Farbführung
bei einer Offset-Druckmaschine, mit einer fotoelektrischen Abtasteinrichtung (3) für
die Druckerzeugnisse (4) an der laufenden Druckmaschine (1) sowie einem elektronischen
System (5) zur Steuerung der Abtasteinrichtung (3) und zur Auswertung der von der
Abtasteinrichtung erzeugten Messdaten im Hinblick auf ein Qualitätsmass oder Stellwerte
für die Farbführungsorgane (2) der Druckmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass das
elektronische System (5) Mittel (51) zur Umrechnung der von der Abtasteinrichtung
erfassten Remissionen in Flächenbedeckungen, Mittel (53) zur Bestimmung von Gewichtsfaktoren
anhand der errechneten Flächenbedeckungen, Mittel (56) zur Bestimmung der Abweichungen
der Flächenbedeckungen von zu prüfenden Druckerzeugnissen gegenüber den Flächenbedeckungen
eines Referenzdruckerzeugnisses, Mittel (54, 55, 57-59) zur Gewichtung dieser Abweichungen
mit den Gewichtsfaktoren und Mittel zur zonenweisen Zusammenfassung der gewichteten
Abweichungen zu zonenspezifischen Qualitätsmassen oder Stellwerten für die Beeinflussung
der Farbführungsorgane der Druckmaschine aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine mit dem elektronischen
System (5) zusammenwirkende Einrichtung (6) zur bereichsweisen fotoelektrischen Abtastung
von Druckplatten und zur Bestimmung von Flächenbedeckungen in Bildelementen dieser
Druckplatten aufweist.
17. Offset-Druckmaschine mit einer automatischen Regeleinrichtung für ihre Farbführungsorgane,
dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung gemäss einem der Ansprüche 15 bis
16 ausgebildet ist.
1. Process for evaluating printing quality and/or regulating ink feed controls in
an offset printing machine (1) in which a printed product (4) which is to be evaluated
and a reference, divided in the same manner into a plurality of image elements, are
measured photoelectrically by image elements, and compared by image elements, and
in which on the basis of the comparison result a quality measure or respectively a
setting value is determined for the ink feed control elements (2) of the printing
machine (1), characterized in that for each image element of the reference in the
form of a printed product (4) which is deemed to be good, or printing plates upon
which the printing process is based, reference surface coverages are determined for
the individual printing colours, that a weighting factor indicating a measure of the
assurance with which the respective surface coverage may be determined is assigned
to each image element for each printing colour, that for each image element of the
printed product (4) which is to be evaluated the reflectances are measured and therefrom
actual surface coverages for the individual printing colours are determined by calculation,
that for each image element and the individual printing colours the deviations of
the actual surface coverages from the reference surface coverages are determined and
weighted with the respectively assigned weighting factors, and that the quality measure
or respectively the setting values for the ink feed control elements (2) are determined
from the thus weighted deviations.
2. Process according to Claim 1, characterized in that the weighted deviations are
combined to zonal weighted deviations preferably by summation and standardization
in print zones.
3. Process according to Claim 2, characterized in that the zonal weighted deviations
are used as setting values for the ink feed control elements (2).
4. Process according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the determination
by way of calculation of the surface coverages from the reflectances takes place through
preferably iterative solution of the Neugebauer equations.
5. Process according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the extent of
the image elements is selected to be approximately 0.25 to 400 mm2, preferably approximately 1 to 100 mm2.
6. Process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the weighting
factor of each image element for each printing colour is established from the surface
coverage, the foreign colour component and as a function of the environment of the
respective image element.
7. Process according to Claim 6, characterized in that the weighting factor of each
image element is established for each printing colour as a combination of three partial
weights, in which a first partial weight is determined from the surface coverage,
a second partial weight from the foreign component and a third partial weight from
the environment of the respective image element.
8. Process according to Claim 7, characterized in that the partial weight dependent
on the surface coverage is selected such that it has its maximum value in the case
of medium surface coverages and has lower values in the cases of smaller and greater
surface coverages.
9. Process according to Claim 7 or 8, characterized in that the partial weight dependent
on the environment is selected such that it increases in value with increasing homogeneity
of the surface coverage in the environment of the respective image element.
10. Process according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the partial weight
depending on the foreign colour component is selected such that its value increases
as the surface coverages in the foreign colours decreases.
11. Process according to one of Claims 1 to 10, characterized in that for each image
element the coordinates are determined in the colour space from the surface coverages,
the deviations of the coordinates of the reference are determined from those of the
printed product (4) to be evaluated and are weighted with weights, established individually
for each image element, which weights indicate the importance for the visual appearance,
and that from the thus weighted deviations a quality measure is determined for the
alteration of the visual image appearance.
12. Process according to one of Claims 1 to 11, characterized in that in the case
of a printed product (4) found to be good as reference for each image element of same
the reflectances in the printing colours are measured and from these reflectances
the reference surface coverages are determined by calculation in the same way as for
the printed products (4) to be evaluated.
13. Process according to one of Claims 1 to 11, characterized in that in the case
of printing plates as reference for each image element of same the surface coverages
are measured and by means of the printing characteristic of the printing machine (1)
are converted into surface coverages in print, and that these surface coverages in
print are utilised directly as reference surface coverages.
14. Process according to one of Claims 1 to 11, characterized in that in the case
of printing plates as reference for each image element of same the surface coverages
are measured and by means of the printing characteristic are converted into reference
reflectances to be expected in print, and that from these reference reflectances the
reference surface coverages are determined by calculation in the same manner as for
the printed products (4) to be evaluated.
15. Apparatus for evaluating printing quality and/or regulating ink feed controls
in an offset printing machine, having a photoelectric scanning device (3) for the
printed products (4) while the printing machine (1) is running and also having an
electronic system (5) for controlling the scanning device (3) and for evaluating the
measured data produced by the scanning device, taking into account a quality measure
or setting values for the ink feed control elements (2) of the printing machine, characterized
in that the electronic system (5) has means (51) for converting the reflectances detected
by the scanning device into surface coverages, means (53) for determining weighting
factors by means of the calculated surface coverages, means (56) for determining the
deviations of the surface coverages from printed products to be examined with respect
to the surface coverages of a reference printed product, means (54, 55, 57-59) for
the weighting of these deviations with the weighting factors and means for summing
the weighted deviations, by zones, to zone-specific quality measures or setting values
to influence the ink feed control elements of the printing machine.
16. Apparatus according to Claim 15, characterized in that it has a device (6) cooperating
with the electronic system (5) for photoelectrically scanning the printing plates
by areas, and for determining surface coverages, in image elements, of these printing
plates.
17. Offset printing machine having an automatic regulating device for its ink feed
control elements, characterized in that the regulating device is constructed in accordance
with one of Claims 15 to 16.
1. Procédé pour apprécier la qualité d'impression et/ou régler l'encrage d'une machine
(1) d'impression en offset, selon lequel on subdivise un tirage d'impression, ou imprimé
(4), à apprécier, et une référence, de la même façon, en un grand nombre d'éléments
d'image, on effectue sur ces éléments d'image des mesures photoélectriques et des
comparaisons et, en se fondant sur le résultat de la comparaison, on détermine une
mesure de la qualité ou une valeur de réglage pour les organes (2) d'encrage de la
machine (1) d'impression, procédé caractérisé en ce que, pour chaque élément d'image
de la référence, présente sous forme d'un imprimé (4) jugé bon ou sous la forme des
plaques d'impression se trouvant à la base de l'impression, on détermine des valeurs
de consigne de la couverture de surface pour les diverses encres d'impression, on
associe à chaque élément d'image pour chaque encre d'impression un facteur de pondération
indiquant une mesure de la fiabilité avec laquelle on peut déterminer chaque couverture
de surface, on mesure pour chaque élément d'image de l'imprimé (4) à apprécier les
réflectances et l'on en détermine par le calcul des valeurs réelles de couverture
de surface pour les diverses encres d'impression; on détermine, pour chaque élément
d'image et pour les diverses encres d'impression, les écarts des valeurs réelles de
couverture de surface par rapport aux valeurs de consigne de couverture de surface
que l'on pondère avec les facteurs de pondération correspondants; et l'on détermine
la mesure de la qualité ou les valeurs de réglage des organes (2) d'encrage à partir
des écarts pondérés de cette façon.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on regroupe, avantageusement
par sommation et normalisation et par zones, les écarts pondérés, pour obtenir des
écarts pondérés par zones.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise comme valeurs
de réglage pour les organes (2) d'encrage les écarts pondérés par zones.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la détermination
des couvertures de surface, effectuée par le calcul, est obtenue à partir des réflectances
par résolution, avantageusement par itération, des équations de Neugebauer.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'on choisit la
grandeur des éléments d'image entre environ 0,25 et 400 mm2, avantageusement entre environ 1 et 100 mm2.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'on établit le
facteur de pondération de chaque élément d'image pour chaque encre d'impression à
partir de la couverture de surface, de la partie de couleur ou encre étrangère et
en fonction de l'environnement de l'élément d'image en cause.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on établit le facteur
de pondération de chaque élément d'image pour chaque encre d'impression sous forme
d'une combinaison de trois poids partiels, un premier poids partiel étant déterminé
en se fondant sur la couverture de surface, un second poids partiel en se fondant
sur la partie d'encre ou couleur étrangère et un troisième poids partiel en se fondant
sur l'environnement de l'élément d'image en cause.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'on choisit le poids partiel
dépendant de la couverture de surface de manière qu'il présente sa plus grande valeur
pour des couvertures moyennes de surface et sa plus petite valeur pour des couvertures
plus grandes et plus petites de surface.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce qu'on choisit le poids
partiel dépendant de l'environnement de façon qu'il soit d'autant plus grand que la
couverture de surface est plus homogène dans l'environnement de chaque élément d'image.
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'on choisit
le poids partiel dépendant de la partie de couleur ou d'encre étrangère de façon qu'il
soit d'autant plus grand que les couvertures de surface sont plus petites dans les
couleurs étrangères.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que, pour chaque
élément d'image, on détermine à partir des couvertures de surface les coordonnées
dans l'espace trichromatique, on détermine les écarts des coordonnées de la référence
par rapport au tirage (4) à vérifier et l'on pondère, avec les coefficients de pondération
établis individuellement pour chaque élément d'image et donnant l'importance pour
la sensation ou impression visuelle, et en ce que, à partir des écarts ainsi pondérés,
on détermine une mesure de qualité de la variation de sensation visuelle de l'image.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, dans le
cas d'un tirage d'impression (4) considéré comme bon et utilisé comme référence, on
mesure pour chaque élément d'image de cette référence les réflectances des encres
d'impression et, à partir de ces réflectances et de la même façon que pour les tirages
d'impression (4) à apprécier, on détermine par calcul les valeurs de consigne des
couvertures de surface.
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, dans le
cas de plaques d'impression constituant la référence, on mesure pour chaque élément
d'image de cette référence les couvertures de surface et, en tenant compte de la courbe
caractéristique de la machine (1) d'impression, on convertit par le calcul en des
couvertures de surface pour l'impression, et en ce qu'on utilise ces couvertures de
surface pour l'impression directement comme des valeurs de consigne pour les couvertures
de surface.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que, dans le
cas des plaques d'impression servant de référence, on mesure pour chaque élément d'image
de ces plaques les couvertures de surface et, en tenant compte des courbes caractéristiques
d'impression, on convertit par le calcul en des valeurs de consigne pour les réflectances
à attendre pour l'impression et en ce que, à partir de ces valeurs de consigne des
réflectances, on détermine par le calcul, de la même façon que pour les tirages d'impression
(4) à vérifier, les valeurs de consigne des couvertures de surface.
15. Dispositif pour apprécier la qualité d'impression et/ou le réglage de l'encrage
d'une machine d'impression en offset, comportant un appareillage (3) d'exploration
photo-électrique des imprimés (4) obtenus sur la machine (1) d'impression en cours
de fonctionnement, ainsi qu'un système électronique (5) pour commander l'appareillage
(3) d'exploration et pour exploiter, dans l'optique d'une mesure de la qualité ou
d'obtention de valeurs de réglage des organes (2) d'encrage de la machine d'impression,
les mesures obtenues par l'appareillage d'exploration, dispositif caractérisé en ce
que le système électronique (5) présente un moyen (51) pour convertir les réflectances,
saisies par l'appareillage d'exploration, en des couvertures de surface, un moyen
(53) pour déterminer des facteurs de pondération à propos des couvertures de surface
calculés, un moyen (56) pour déterminer les écarts des couvertures de surface des
imprimés à vérifier par rapport aux couvertures de surface d'un imprimé de référence,
des moyens (54, 55, 57-59) pour pondérer ces écarts à l'aide des facteurs de pondération
et un moyen pour regrouper par zones les écarts pondérés afin d'obtenir des mesures
de qualité spécifiques pour les zones ou des valeurs de réglage pour influer sur les
organes d'encrage de la machine d'impression.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'il présente un appareillage
(6), coopérant avec le système électronique (5) pour explorer par voie photo-électrique
et par domaine des plaques d'impression et pour déterminer les couvertures de surface
dans des éléments d'image de ces plaques d'impression.
17. Machine d'impression en offset, ou rotative offset, comportant un appareillage
de réglage automatique de ses organes d'encrage, machine caractérisée en ce que l'appareillage
de réglage est réalisé selon l'une des revendications 15 ou 16.

