[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Befestigung einer dünnen, flexiblen Druckplatte
am Plattenzylinder einer Druckmaschine, die zwei im Plattenzylinder angeordnete, sich
parallel zur Achse des Plattenzylinders und schräg zu dessen Mantelfläche verlaufende
Schlitze zur Aufnahme je eines Endes der Platte aufweist.
[0002] Aus dem DE-GM 1 611 416 ist eine derartige Anordnung zur Befestigung einer Metallfolie
auf dem Zylinder eines Vervielfältigers bekannt. Diese Einrichtung weist zwar einen
sehr einfachen Aufbau auf. Die beiden Schlitze müssen jedoch eine sehr geringe Breite
aufweisen, damit die Enden der aufzuspannenden Metallfolie hinreichend festgelegt
sind. Die Herstellung derartiger Schlitze muß mit spanabhebender Bearbeitung erfolgen.
Dabei muß der Schnitt noch dazu schräg zur Zylindermantelfläche mit sehr großer Genauigkeit
durchgeführt werden, da die Schlitze achsparallel verlaufen müssen.
[0003] Mit vertretbarem Aufwand lassen sich jedoch die beiden schmalen Schlitze in breitere
Zylinder, so wie sie für Zeitungs- oder Akzidenzdruckmaschinen Verwendung finden,
nicht einbringen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine derartige Einrichtung zu schaffen,
die eine einfache Herstellung auch für Druckmaschinen mit breiteren Zylindern ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen
gelöst.
[0006] Bei der vorbekannten Einrichtung ergeben sich weiterhin herstellungstechnische Schwierigkeiten,
wenn in den Schlitzen Registeransätze vorgesehen werden sollen. Bei Anwendung der
erfindungsgemäßen Lösung lassen sich durch die zusätzlichen Maßnahmen des Anspruchs
3 derartige Registeransätze in sehr einfacher Weise anbringen. Dabei ist durch Anwendung
der Lehre des Anspruchs 4 sogar eine Nachstellung des Seitenregisters möglich.
[0007] Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben. Es
zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel in einem Teilschnitt durch einen Plattenzylinder
und
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel in einer der Fig. 1 entsprechenden Darstellung.
[0008] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der Plattenzylinder insgesamt mit 1 bezeichnet.
In den Plattenzylinder 1 ist schräg zu seiner Mantelfläche 2 verlaufend eine Nut 3
eingeschnitten, die parallel zur Achse des Plattenzylinders 1 verläuft und sich über
die gesamte Breite einer aufzuspannenden Druckplatte 4 erstreckt. Die Breite a der
Nut 3 übersteigt dabei die doppelte Dicke b der Druckplatte 4. Beim Ausführungsbeispiel,
bei dem davon ausgegangen wird, daß die Dicke der Druckplatte 4 etwa 0,25 mm beträgt,
ist die Breite der Nut 3 a = 2 mm gewählt.
[0009] In die Nut 3 ist ein insgesamt mit 5 bezeichneter leistenförmiger Einsatzkörper eingesetzt,
der sich über die Länge der Nut 3 erstreckt. Der Einsatzkörper 5 weist ein Führungsstück
6 auf, das sowohl an den den unteren Bereichen 7 der Seitenwände der Nut 3 als auch
am Boden 8 der Nut anliegt, also dem Zylinderinneren zugewandt ist. Der Einsatzkörper
5 umfaßt weiterhin eine Trennwand 9, die sich etwa bis zum oberen Ende der Nut 3 erstreckt.
Jede der beiden Seitenflächen 10, die die Trennwand 9 begrenzen, verläuft parallel
zum oberen Bereich 11 der Seitenwände der Nut 3. Jede Seitenfläche 10 begrenzt somit
zusammen mit dem oberen Bereich 11 einer der beiden Seitenwände der Nut 3 einen Schlitz
12, in den je ein Ende der Druckplatte 4 einführbar ist.
[0010] Um den Einsatzkörper 5 in der Nut 3 festzulegen, ist dieser mit seinem Führungsstück
6 an den unteren Bereichen 7 der Nut und an deren Boden 8 verklebt. Die Verbindung
kann jedoch auch in anderer Weise, beispielsweise durch Schrauben, hergestellt sein.
[0011] Beim Ausführungsbeispiel durchsetzen zwei Stifte 13 die Trennwand 9 und sind fest
mit dieser verbunden. Die Länge der Stifte 13 ist dabei geringer als die Breite a
der Nut 3 bemessen, so daß die Stifte 13 zusammen mit dem Einsatzkörper 5 in die Nut
3 eingeführt werden können. Die Stifte 13 dienen zur seitenregisterhaltigen Fixierung
der Druckplatte 4. Hierzu weist die Druckplatte 4 an ihrer Vorderkante 14 und ebenso
an ihrer Hinterkante zwei Aussparungen 15 auf, deren Breite c dem Durchmesser der
Stifte 13 entspricht, wie Fig. 3 zeigt.
[0012] Wenn der Plattenzylinder 1 zum Druck wahlweise rechtsherum oder linksherum rotieren
kann, so ist eine weitere Nut 16 vorgesehen, die ebenso wie die Nut 3 ausgebildet
ist. In diese Nut 16 ist ein weiterer leistenförmiger Einsatzkörper 17 eingesetzt,
so daß sich wiederum zwei Schlitze 18 zur Aufnahme je eines Endes der Druckplatte
4 ergeben.
[0013] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist in einen Plattenzylinder 20 eine der Nut
3 entsprechende Nut 21 eingeschnitten, die an ihrem dem Zylinderinneren zugewandten
Ende einen sich erweiternden Absatz 22 aufweist. In die Nut 21 ist wiederum ein leistenförmiger
Einsatzkörper 23 eingebracht, der ein Führungsstück 24 und eine Trennwand 25 umfaßt.
Das Führungsstück 24 weist am unteren Ende eine Verbreiterung 26 auf, die mit einer
Verzahnung versehen ist, in die eine Schnekke 27 eingreift. Die Schnecke 27 ist in
nicht näher dargestellter Weise im Zylinder 20 drehbar, aber gegen axiale Verschiebung
gesichert gelagert.
[0014] Die Seitenflächen 28 der Trennwand bilden zusammen mit den oberen Bereichen 29 der
Seitenwände der Nut 21 je einen Schlitz 30 zur Aufnahme eines Endes einer Druckplatte.
Die Trennwand 25 trägt zwei Stege 31, die als Registeransätze dienen und zusammen
mit den Aussparungen 15 in der Druckplatte 4 deren seitenregisterhaltige Lage sicherstellen.
[0015] Der Einsatzkörper 23 ist bei diesem Ausführungsbeispiel parallel zur Achse des Plattenzylinders
20 verschiebbar innerhalb der Nut 21 geführt. Hierzu liegt das Führungsstück 24 an
den unteren Bereichen 32 der Seitenwände der Nut 21 an. Durch Drehen der Schnekke
27 kann infolgedessen der Einsatzkörper 23 innerhalb der Nut 21 parallel zur Achse
des Zylinders 20 verschoben werden. Da dieser Bewegung die Stege 31 folgen, kann hiermit
eine Seitenregistereinstellung der aufzuspannenden Platte vorgenommen werden.
[0016] Bezugszeichen:
1 Plattenzylinder
2 Mantelfläche
3 Nut
4 Druckplatte
5 Einsatzkörper
6 Führungsstück
7 unterer Bereich
8 Boden
9 Trennwand
10 Seitenfläche
11 oberer Bereich
12 Schlitz
13 Stifte
14 Vorderkante
15 Aussparungen
16 Nut
17 Einsatzkörper
18 Schlitze
19 -
20 Plattenzylinder
21 Nut
22 Absatz
23 Einsatzkörper
24 Führungsstück 24
25 Trennwand
26 Verbreiterung
27 Schnecke
28 Seitenfläche
29 oberer Bereich
30 Schlitz
31 Stege
32 untere Bereiche
a = Breite
b = Dicke
c = Breite
d = Breite
1. Einrichtung zur Befestigung einer dünnen, flexiblen Druckplatte am Plattenzylinder
einer Druckmaschine, die zwei im Plattenzylinder angeordnete, sich parallel zur Achse
des Plattenzylinders und schräg zu dessen Mantelfläche verlaufende Schlitze zur Aufnahme
je eines Endes der Platte aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in den Plattenzylinder
(1, 20) eine Nut (3, 21) eingebracht ist, deren Breite die doppelte Dicke der Druckplatte
(4) übersteigt, in der Nut (3, 21) ein leistenförmiger Einsatzkörper (5, 23) angeordnet
ist, und der Einsatzkörper (5, 23) aus einem dem Zylinderinneren zugewandten Führungsstück
(6, 24), das an unteren Bereichen (7, 32) der Seitenwände der Nut (3, 21) anliegt,
sowie einer Trennwand (9, 25) besteht, deren Seitenflächen (10, 28) zusammen mit den
oberen Bereichen (11, 29) der Seitenwände der Nut (3, 21) die beiden Schlitze (18,
30) bilden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsstück (6)
mit den unteren Bereichen (7) der Seitenwände und dem Boden (8) der Nut (3) durch
Verkleben fest verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Trennwand
(9, 25) Registeransätze in Form von Stiften (13) oder Stegen (31) angebracht sind,
die bei aufgelegter Druckplatte (4) in Aussparungen (15) in deren Vorder- und/oder
Hinterkante zur seitenregisterhaltigen Fixierung der Druckplatte (4) eingreifen.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsatzkörper (23)
zur Veränderung der Lage der Registeransätze parallel zur Achse des Plattenzylinders
(20) verschiebbar gelagert ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Zylinderinneren zugewandte Stirnfläche des Führungsstückes (24) mit einer Verzahnung
versehen ist, in die eine mit zur Zylinderachse parallel verlaufender Längsachse angeordnete
Schnecke(27) zur seitlichen Verschiebung des Einsatzkörpers (23) eingreift.