(19)
(11) EP 0 144 639 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.03.1988  Patentblatt  1988/13

(21) Anmeldenummer: 84112424.1

(22) Anmeldetag:  15.10.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05D 3/06, E05D 11/10

(54)

Weitwinkelscharnier

Wide-angle hinge

Charnière à grand angle d'ouverture


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FR GB IT

(30) Priorität: 05.12.1983 DE 3343903

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
19.06.1985  Patentblatt  1985/25

(73) Patentinhaber: Arturo Salice S.p.A.
I-22060 Novedrate (Como) (IT)

(72) Erfinder:
  • Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.

(74) Vertreter: Lorenz, Eduard 
Lorenz-Seidler-Gossel, Widenmayerstrasse 23
D-80538 München
D-80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 721 620
DE-A- 2 756 319
DE-A- 2 749 288
GB-A- 2 004 320
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Weitwinkelscharnier mit zwei sich scherenartig kreuzenden, gelenkig durch einen Gelenkbolzen miteinander verbundenen Gelenkarmen, deren ein Ende gelenkig mit den einander zugewandten, innen liegenden Enden eines Tragwandanschlagteils und eines Türanschlagteils, das vorzugsweise topfförmig ausgebildet ist, verbunden sind und deren schwingende Enden über Schwinghebel an den aussen liegenden Enden dieser Anschlagteile angelenkt sind, mit einem im Bereich eines Gelenks angeordneten Nocken, dessen Nockenfläche, gegen die ein von einer Schliessfeder belasteter und von einem Gelenkteil um die Achse des Gelenks verschwenkbarer Gleit- oder Rollkörper angedrückt ist, derart ausgebildet ist, dass die Schliessfeder im wesentlichen nur im Bereich der Schliessstellung der Gelenkteile in Schliessrichtung wirkt.

    [0002] Ein aus der unter Artikel 54 (3) EPÜ fallenden EP-A-0 144 628 bekanntes Weitwinkelscharnier dieser Art lässt sich ohne zusätzlichen Aufwand und ohne dass bei der Endmontage zusätzliche Teile bevorratet und bereitgehalten werden müssten, dadurch wahlweise mit und ohne Schliessvorrichtung herstellen, dass in einem Schwinghebel zwischen dessen Gelenkachsen wahlweise ein von einer Druckfeder beaufschlagter Gleit- oder Rollkörper vorgesehen ist, der mit einem im Bereich des Gelenks des Schwinghebels vorgesehenen Nocken zusammenwirkt.

    [0003] Das bekannte Weitwinkelscharnier entspricht bereits insofern rationellen industriellen Fertigungsmethoden, als sich unterschiedliche Weitwinkelscharniere bei vereinfachter Endmontage mit verringerter Lagerhaltung herstellen lassen, weil lediglich Schwinghebel ohne Schliessvorrichtung und mit vormontierten Schliessvorrichtungen bereitgehalten werden müssen.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, das bekannte Weitwinkelscharnier bei gedrungener und schlanker Ausführungsform derart weiter zu entwickeln, dass es sich bei Beibehaltung einer möglichst grossen Anzahl gleicher Teile ohne grösseren zusätzlichen Montageaufwand ohne Schliessvorrichtungen und mit Schliessvorrichtungen mit unterschiedlichen Schliesscharakteristiken herstellen lässt.

    [0005] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Bei dem erfindungsgemässen Weitwinkelscharnier können unabhängig von dem herzustellenden Scharniertyp die Tragwand- und Türanschlagteile sowie die mit diesen verbundenen Schwinghebel unverändert beibehalten werden. Auch die sich kreuzenden Gelenkarme weisen eine grundsätzlich gleichbleibende äussere Form auf, so dass sie immer zu den unverändert bleibenden Grundteilen passen. Je nach der gewünschten Ausführungsform und/oder Schliesscharakteristik lassen sich die Gelenkarme mit entsprechenden Nocken und federbelasteten Gleit-oder Rollkörpern versehen und auch sogleich vormontieren, so dass bei der Endmontage nur noch die jeweiligen Enden der Gelenkarme mit den Tragwand- und Türanschlagteilen und den Schwinghebeln verbunden werden müssen. Die die Schliessvorrichtung bildenden Teile können einstückig mit den Gelenkarmen verbunden, zumindest aber raumsparend in diesen angeordnet und in diese in einer Weise integriert werden, dass sich schlanke und gedrungene Bauweisen ergeben.

    [0006] Das erfindungsgemässe Weitwinkelscharnier kommt wegen seiner weitgehenden gleichen Ausgestaltung auch bei der Herstellung unterschiedlicher Scharniertypen einer der Fertigungsvereinfachung dienenden Normung entgegen. Wegen der weitgehenden Übereinstimmung der einfach ausgestalteten Einzelteile des Weitwinkelscharniers lassen sich auch die Werkzeugkosten verringern.

    [0007] Zweckmässigerweise ist der Nocken unmittelbar an dem Gelenkarm angeformt. Der Gelenkarm kann aus einem U-förmig gebogenen Blechstanzteil mit von einem Stegteil abgewinkelten Schenkeln bestehen, wobei die Bohrungen für den den Gelenkarm mit dem anderen Gelenkarm verbindenden Gelenkbolzen in dessen Schenkeln vorgesehen sind und die Nockenfläche aus mindestens einem aus dem Stegteil herausgebogenen zungenförmigen Teil besteht. Der Nocken lässt sich auf diese Weise zusammen mit dem Gelenkarm nur durch Stanzen und Biegen herstellen.

    [0008] Die Nockenfläche kann auch aus einem durch mindestens eine Ausstanzung des Stegteils gebildeten Quersteg bestehen, wobei sich mit einer derart ausgebildeten Nockenfläche im Schliessbereich ein Schnappeffekt erzielen lässt.

    [0009] Der Nocken kann auch aus einem durch den Gelenkbolzen befestigten Kunststoff- oder Metallteil bestehen.

    [0010] Nach einer besonders einfachen Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Gleitkörper durch das freie Ende einer vorgespannten Blattfeder, die die Schliessfeder ist, gebildet ist. Die Blattfeder kann einen haarnadelförmig gekrümmten Teil aufweisen, dessen federnder Schenkel sich auf dem Nocken abstützt und von dessen anderem Schenkel ein der Befestigung dienendes gerades Teil abgewinkelt ist. Zur Befestigung der Blattfeder kann der zwischen dem geraden Teil und dem Schenkel gebildete Bogen auf einem an den Schenkeln befestigten Bolzen abgestützt sein.

    [0011] Der Gleitkörper kann auch aus einem zwischen dem Stegteil und den sickenförmigen Wülsten der Schenkel des Gelenkarms geführten Gleitstein bestehen, der von einer Druckfeder beaufschlagt ist, die zwischen diesem und einer aus dem Stegteil zwischen die Schenkel abgebogenen Zunge eingespannt ist.

    [0012] Zur Reibungsverringerung kann ein aus einer zylindrischen Walze bestehender Rollkörper vorgesehen werden, der in eine stirnseitige Nut des als Führungskörper ausgestalteten Gleitsteins eingelegt ist.

    [0013] Nach einer anderen Ausführungsform kann der Gleitkörper aus einem mit einem Widerlagerbock, der an dem Gelenkarm bzw. dessen Stegteil befestigt ist, gelenkig verbundenen Klappenteil bestehen, wobei in dem keilförmigen Raum zwischen dem Widerlager und dem Klappteil ein keilförmiger Körper aus elastomerem Material gehaltert ist.

    [0014] Nach einer zweckmässigen Ausführungsform, die eine besonders gedrungene Bauform ermöglicht, ist der Nocken an dem an dem Türanschlagteil angelenkten Gelenkarm vorgesehen und der an dem Tragwandanschlagteil angelenkte Gelenkarm ist mit der Schliessfeder und dem Gleit- oder Rollkörper versehen. Bei dieser Ausführungsform ist in besonders günstiger Weise der Hohlraum in dem betreffenden Gelenkarm zur Anordnung des Schliessmechanismus ausgenutzt worden.

    [0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt

    Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines montierten Weitwinkelscharniers in seiner Schliessstellung,

    Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Weitwinkelscharnier nach Fig. 1 in seiner Öffnungsstellung,

    Fig. 3 einen Längsschnitt durch den mit einem eingesetzten Kunststoffnocken versehenen Gelenkarm,

    Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines montierten Weitwinkelscharniers in seiner Schliessstellung,

    Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine dritte Ausführungsform eines montierten Weitwinkelscharniers in seiner Schliessstellung,

    Fig. 6 den Gleitkörper der Schliessvorrichtung des Weitwinkelscharniers nach Fig. 4 in Seiten-und Vorderansicht,

    Fig. 7 den in den Gleitkörper nach Fig. 6 eingelegten Rollkörper in Seitenansicht und Draufsicht,

    Fig. 8 das Widerlagerteil der Schliessvorrichtung des Weitwinkelscharniers nach Fig. 5 in Seitenansicht und

    Fig. 9 das keilförmige federnde Teil der Schliessvorrichtung des Weitwinkelscharniers nach Fig. 5 in Seitenansicht.



    [0016] Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Weitwinkelscharnier besteht aus dem sich mit dem kürzeren Gelenkarm 2 kreuzenden längeren Gelenkarm 1, die beide durch den Gelenkzapfen 3 unter Bildung eines Kreuzgelenks gelenkig miteinander verbunden sind. Der längere Gelenkarm 1 ist um den Gelenkzapfen 4 in dem topfförmigen Gelenkteil 5 gelenkig gelagert, das das Türanschlagteil bildet und in ein in die Tür 6 eingefrästes Sackloch eingelassen ist. Mit seinem anderen Ende ist der längere Gelenkarm 1 durch den Gelenkbolzen 7 mit dem Schwinghebel 8 gelenkig verbunden, dessen anderes Ende durch den Gelenkbolzen 9 mit dem Tragwandanschlagteil 10 gelenkig verbunden ist. Der kürzere Gelenkarm 2 ist mit seinem inneren Ende durch den Gelenkbolzen 11 mit dem Türanschlagteil 10 gelenkig verbunden. Das äussere Ende des kürzeren Gelenkarms 2 ist durch den Gelenkbolzen 12 an den Schwinghebel 13 angelenkt, dessen anderes durch den Gelenkbolzen 14 mit dem topfförmigen Scharnierteil 5 gelenkig verbunden ist.

    [0017] Der Schwinghebel 13 besteht, wie auch der Schwinghebel 8, aus einem gestanzten, U-förmig gebogenen Blechteil, wobei in dem äusseren Rand der Schenkel des Schwinghebels 13 Einbuchtungen vorgesehen sind, in denen sich zur Begrenzung des Öffnungswinkels in der Offenstellung der den längeren Gelenkarm 1 lagernde Lagerbolzen 4 abstützt.

    [0018] Das Tragwandanschlagteil 10 besteht in üblicher Weise aus einer mit der Tragwand verschraubten Befestigungsplatte, auf der durch Schrauben verstellbar der mit dem Gelenkbolzen 11 versehene Scharnierarm festgelegt ist.

    [0019] Der Scharnierarm 1 besteht aus einem Blechstanzteil, von dessen Stegteil 15 die seitlichen Schenkel 16 rechtwinkelig abgebogen sind. Aus dem Stegteil 15 sind durch Stanzen zwei Zungen 17,18 herausgestanzt, von denen die Zunge 18 in der dargestellten Weise etwa konzentrisch sektorförmig um den Lagerbolzen 3 gekrümmt und die Zunge 17 nach innen abgewinkelt ist. Die Zungen 17, 18 sind durch einen zwischen diesen vorhandenen Quersteg des Stegteils 15 mit den Schenkeln 16 verbunden.

    [0020] Der kürzere Gelenkarm 2 besteht ebenfalls aus einem U-förmig gebogenen Blechstanzteil. In dem Gelenkarm 2 ist durch einen nahe an dessen Stegteil 19 mit dessen Schenkeln verbundenen Bolzen 20 eine Blattfeder 21 festgelegt. Diese Blattfeder weist einen haarnadelförmig gekrümmten Teil auf, dessen federnder Schenkel 22 auf der durch die einwärts gebogenen Zungen 17, 18 gebildeten Nockenfläche gleitet. Von dem anderen Schenkel des haarnadelförmig gekrümmten Teils ist ein gerader Teil 23 abgebogen, das auf dem Stegteil (19) des Gelenkarms 2 dadurch gehalten ist, dass sich die Blattfeder mit ihrem gebogenen Teil zwischen dem geraden Teil 23 und dem haarnadelförmigen Teil auf den Bolzen 20 abstützt. Da sich der Schenkel 22 mit Vorspannung auf dem Nocken abstützt, ist die Blattfeder (21 ) gegen den Haltebolzen 20 angedrückt.

    [0021] Über den Öffnungsbereich des Weitwinkelscharniers gleitet der federnde Schenkel 22 der Blattfeder 21 im wesentlichen auf dem zu dem Gelenkbolzen 3 konzentrischen Teil der durch den Stegteil und die abgebogene Zunge 18 gebildeten Nockenkurve. Im Schliessbereich gleitet der federnde Schenkel über den Stegteil in Richtung auf die abgewinkelte Zunge 17, so dass eine ausreichend grosse Schliesskraft erzeugt wird.

    [0022] Bei dem aus Fig. 3 ersichtlichen längeren Gelenkarm 1 besteht der Nocken aus einem Kunststoffteil 24, das durch den Gelenkbolzen 3 befestigt ist. Um ein Drehen des Kunststoffteils 24 zu verhindern, ist dieses mit einem Fortsatz 25 versehen, der eine Nut aufweist, in die die von dem Stegteil abgewinkelte Zunge 26 eingreift.

    [0023] Die Blattfeder 21 ist in der dargestellten Weise doppellagig ausgebildet.

    [0024] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 gleicht in seinem grundsätzlichen Aufbau dem nach Fig. 1, so dass gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen sind. In dem kürzeren Gelenkarm 2 ist ein Gleitkörper 27 in einer Führung längsverschieblich geführt, die durch dessen Stegteil (19) und durch sickenartige Wülste 28 gebildet ist, die in die seitlichen Schenkel des Gelenkarms 2 eingeprägt sind. Zwischen dem Gleitkörper 27 und einer von dem Stegteil 19 nach innen abgewinkelten Zunge 29 ist die die Schliessfeder bildende Druckfeder 30 eingespannt. Die Stirnseite des Gleitkörpers 27 ist mit sich kreuzenden Nuten versehen, von denen in eine der walzenförmige Rollkörper 31 eingelegt ist. Dieser Rollkörper ist über den Gleitkörper 27 durch die Druckfeder 30 gegen die Nockenfläche, die durch das Stegteil 15 und die von diesem abgebogenen Zungen 17, 18 gebildet ist, angedrückt.

    [0025] Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist der in dem Stegteil 15 des längeren Gelenkarms 1 gebildete Nocken im wesentlichen nur durch den stehengebliebenen Quersteg 32 des Stegteils 15 gebildet. Der mit dem stegartigen Nocken 32 zusammenwirkende Gleitkörper besteht aus einem klappenförmigen Teil 33, das durch ein Filmgelenk 34 einstückig mit dem Widerlagerblock 35 aus Kunststoff verbunden ist. Der Widerlagerblock 35 ist durch einen Bolzen 36 mit den Schenkeln des kürzeren Gelenkarms 2 verbunden und in Anlage an dessen Stegteil 19 gehalten. In den keilförmigen zwischen der ebenen Stirnfläche des Kunststoffblocks 35 und dem zungenförmigen Klappenteil 33 ist ein keilförmiger Klotz 37 aus elastomerem Material eingesetzt. Der keilförmige Klotz 37 weist einen Fuss 38 auf, der in eine Aussparung 39 des Kunststoffblocks 35 eingreift. Da beim Schliessen das klappenförmige Gleitteil 33 über die hintere Kante des stegförmigen Nokkenteils 32 gleitet, wird mit der Ausführungsform nach Fig. 5 eine ausgesprochene Schnappwirkung beim Schliessen erzielt.


    Ansprüche

    1. Weitwinkelscharnier mit zwei sich scherenartig kreuzenden, gelenkig durch einen Gelenkbolzen (3) miteinander verbundenen Gelenkarmen (1, 2), deren eine Enden gelenkig mit den einander zugewandten, innen liegenden Enden eines Tragwandanschlagteils (10) und eines Türanschlagteils (5), das vorzugsweise topfförmig ausgebildet ist, verbunden sind und deren schwingende Enden über Schwinghebel (8, 13) an den aussen liegenden Enden dieser Anschlagteile (5, 10) angelenkt sind, und mit einem im Bereich eines Gelenks (3) angeordneten Nocken (17, 18, 24, 32), dessen Nockenfläche, gegen die ein von einer Schliessfeder (21 ) belasteter und von einem Gelenkteil um die Achse des Gelenks (3) verschwenkbarer Gleit- oder Rollkörper (22, 31, 33) angedrückt ist, derart ausgebildet ist, dass die Schliessfeder (21) im wesentlichen nur im Bereich der Schliessstellung der Gelenkteile in Schliessrichtung wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (17, 18, 24, 32) an einem der Gelenkarme (1 ) im Bereich des gemeinsamen Gelenks der Gelenkarme vorgesehen ist und die Schliessfeder (21, 30, 37) und der von dieser beaufschlagte Gleit- oder Rollkörper (22, 31, 33) an dem anderen Gelenkarm (2) angeordnet sind.
     
    2. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken unmittelbar an den Gelenkarm angeformt ist.
     
    3. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkarm (1 ) aus einem U-förmig gebogenen Blechstanzteil mit von einem Stegteil (15) abgewinkelten Schenkeln besteht, der Bohrungen für den diesen mit dem anderen Gelenkarm (2) verbindenden Gelenkbolzen (3) in seinen Schenkeln (16) aufweist, und dass die Nockenfläche aus mindestens einem aus dem Stegteil (15) herausgebogenen zungenförmigen Teil (17,18) besteht.
     
    4. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nockenfläche aus einem durch mindestens eine Ausstanzung des Stegteils (15) gebildeten Quersteg (32) besteht.
     
    5. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken aus einem durch den Gelenkbolzen (3) befestigten Kunststoffteil (24) besteht.
     
    6. Weitwinkelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper durch das freie Ende einer vorgespannten Blattfeder (21), die die Schliessfeder ist, gebildet ist.
     
    7. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfeder (21 ) einen haarnadelförmig gekrümmten Teil aufweist, dessen federnder Schenkel (22) sich auf dem Nocken abstützt und von dessen anderem Schenkel ein der Befestigung dienendes gerades Teil (23) abgewinkelt ist.
     
    8. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Blattfeder (21) der zwischen dem geraden Teil (23) und dem anderen Schenkel gebildete Bogen auf einem an den Schenkeln des Gelenkarms befestigten Bolzen (20) abgestützt ist.
     
    9. Weitwinkelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper aus einem zwischen dem Stegteil (19) und sickenförmigen Wülsten (28) der Schenkel des Gelenkarms (2) geführten Gleitstein (27) besteht, der von einer Druckfeder (30) beaufschlagt ist, die zwischen diesem und einer aus dem Stegteil (19) zwischen die Schenkel abgebogenen Zunge (29) eingespannt ist.
     
    10. Weitwinkelscharnier nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollkörper aus einer zylindrischen Walze (31) besteht, die in eine stirnseitige Nut des als Führungskörper ausgestalteten Gleitsteins (27) eingelegt ist.
     
    11. Weitwinkelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper aus einem mit einem Widerlagerblock (35), der an dem Gelenkarm bzw. dessen Stegteil (19) befestigt ist, gelenkig verbundenen Klappenteil (33) besteht und in den keilförmigen Raum zwischen dem Widerlagerblock (35) und dem Klappenteil (33) ein keilförmiger Körper (37) aus elastomerem Material gehaltert ist.
     
    12. Weitwinkelscharnier nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken an dem an dem Türanschlagteil (5) angelenkten Gelenkarm (1) vorgesehen und der an dem Tragwandanschlagteil (10) angelenkte Gelenkarm (2) mit der Schliessfeder und dem Gleit- oder Rollkörper versehen ist.
     


    Revendications

    1. Charnière à grand angle comportant deux bras articulés (1, 2) se croisant à la manière de ciseaux et étant reliés entre eux de manière articulée par un boulon articulé (3), une extrémité desdits bras étant reliée de manière articulée aux extrémités intérieures opposées d'une partie de butée (10) de mur portant et d'une partie de butée de porte (5) formée de préférence comme un pot, et dont les extrémités oscillantes sont reliées de manière articulée par l'intermédiaire de leviers oscillants (8, 13) aux extrémités extérieures desdits parties de butée (5, 10), la charnière comportant par ailleurs une came (17, 18, 24, 32) disposée dans la zone d'une articulation (3), dont la surface est pressée contre un corps de glissement ou de roulement (22, 31, 33) pouvant être basculé autour de l'axe de l'articulation (3) par une partie articulée et sur lequel agit un ressort de fermeture (21 ), et étant agencée de manière à ce que le ressort de fermeture (21 ) agisse principalement dans la direction de fermeture et seulement sur la zone de position de fermeture des parties articulées, caractérisée en ce que la came (17, 18, 24, 32) est prévue sur un des bras articulés (1 ) dans la zone de l'articulation commune des bras articulés et en ce que le ressort de fermeture (21, 30, 37) et le corps de glissement ou de roulement (22, 31, 33) sur lequel il agit sont disposés sur l'autre bras articulé (2).
     
    2. Charnière à grand angle selon la revendication 1, caractérisée en ce que la came est formée directement sur le bras articulé.
     
    3. Charnière à grand angle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le bras articulé (1 ) consiste en une pièce étampée de tôle courbée en forme de U avec des côtés formant un angle avec une barrette (15) qui comporte des perçages que le boulon articulé (3) qui relie la barrette avec l'autre bras articulé (2) possède dans ses côtés (16), et en ce que la surface de la came consiste au moins en une partie (17, 18) formée en languette courbée à partir de la barrette (15).
     
    4. Charnière à grand angle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la surface de la came consiste en une traverse (32) formée à partir d'un étampage au moins de la barrette (15).
     
    5. Charnière à grand angle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la came consiste en une pièce en plastique (24) fixée par le boulon articulé (3).
     
    6. Charnière à grand angle selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le corps de glissement est formé par l'extrémité libre d'un ressort à lame (21 ) précontraint, qui est le ressort de fermeture.
     
    7. Charnière à grand angle selon la revendication 6, caractérisée en ce que le ressort à lame (21) possède une partie courbée à la manière d'une épingle a cheveux, dont le côté élastique (22) s'appuie contre la came et dont l'autre côté possède une pièce droite (23) servant à la fixation formant un angle avec ce côté.
     
    8. Charnière à grand angle selon la revendication 7, caractérisée en ce que pour la fixation du ressort à lame (21 ) l'arc formé entre la partie droite (23) et l'autre côté s'appuie contre un boulon (20) fixé sur un des côtés du bras articulé.
     
    9. Charnière à grand angle selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le corps de glissement consiste en un galet (27) guidé entre la barrette (19) et des bourrelets (28) formant une rainure dans les côtés du bras articulé (22), galet qui est exposé à la pression d'un ressort (30) qui est comprimé entre le galet et une languette (29) recourbée à partir de la barrette (19) entre les deux côtés.
     
    10. Charnière à grand angle selon la revendication 9, caractérisé en ce que le corps de roulement consiste en un rouleau cylindrique (31 ) logé dans une rainure frontale du galet (27) formé comme corps de guidage.
     
    11. Charnière à grand angle selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le corps de glissement consiste en un clapet (33) relié de manière articulé et pourvu d'un bloc de butée (35) fixé au bras articulé ou à la barrette (19) de celui-ci et en ce que dans l'espace en forme de coin entre le bloc de butée (35) et le clapet (33) un corps en forme de coin (37) en matière élastomère est fixé.
     
    12. Charnière à grand angle selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la came est prévue sur le bras articulé (1 ) relié de manière articulée à la partie de butée de la porte (5) et en ce que le bras articulé (2) relié par une articulation à la partie de butée du mur portant (10) est pourvu du ressort de fermeture et du corps de glissement ou de roulement.
     


    Claims

    1. A wide-angle hinge comprising two hinge arms (1, 2), which are pivotally interconnected by a pivot pin (3) and which at one end are pivoted to the confronting inner ends of a fixing member (10) that is to be secured to a carrying wall and to a preferably cup-shaped fixing member (5) that is to be secured to a door, whereas the pivotally movable ends are pivoted by pivoted levers (8, 13) to the outer ends of said fixing parts (5, 10), also comprising a cam (17, 18, 24, 32), which is disposed adjacent to an articulated joint and has a cam face against which a sliding or rolling element (22, 31, 33) is forced, which is biased by a closing spring (21) and which is pivotally movable by a part of the hinge about the axis of the hinge (3), and said cam face is so shaped that the closing spring (21 ) acts in the closing sense substantially only when the parts of the hinge are near their closed position, characterized in that the cam (17,18, 24,32) is provided on one of the hinge arms (1) adjacent to the common joint of the hinge arms, and the closing spring (21, 30, 37) and the sliding or rolling elements (22, 31, 33) acted upon by the closing spring are provided on the other hinge arm (2).
     
    2. A wide-angle hinge according to claim 1, characterized in that the cam is directly formed on the hinge arm.
     
    3. A wide-angle hinge according to claim 1 or 2, characterized in that the hinge arm (1) consists of a sheet metal stamping which is bent in U-shape and has legs which are angled from a web (15), said stamping is formed in its legs with bores for the pivot pin which connects the hinge arm (1) to the other hinge arm (2), and the cam face consists of at least one tongue-shaped portion (17,18) which has been struck from the web (15).
     
    4. A wide-angle hinge according to claim 1 or 2, characterized in that the cam face is constituted by a crossweb (32), which is formed by at least one punched-off portion of the web (15).
     
    5. A wide-angle hinge according to claim 1 or 2, characterized in that the cam consists of a plastics member (24), which is fixed by the pivot pin (3).
     
    6. A wide-angle hinge according to any of claims 1 to 5, characterized in that the sliding element is constituted by the free end of a prestressed leaf spring (21), which constitutes the closing spring.
     
    7. A wide-angle hinge according to claim 6, characterized in that the leaf spring (21 ) has a portion which is curved in the shape of a hairpin and which has a resilient leg (22) that bears on the cam and another leg from which a straight fixing portion (23) is angled.
     
    8. A wide angle hinge according to claim 7, characterized in that the leaf spring (21) is secured in that the bend which is formed in the leaf spring (21) between the straight portion (23) and the other leg is supported by bolt (20) that is secured to the legs of the hinge arm.
     
    9. A wide-angle hinge according to any of claims 1 to 5, characterized in that the sliding element consists of a slider (27), which is guided between the web (19) and beads (28) of the legs of the hinge arm (2) and is biased by a compression spring (30) which is held under initial stress between the slider and a tongue which has been struck from the web (19) to extend between the legs.
     
    10. A wide-angle hinge according to claim 9, characterized in that the rolling element consists of a cylindrical roller (31), which is contained in a groove formed in the end face of the slider (27), which constitutes a guiding member.
     
    11. A wide-angle hinge according to any of claims 1 to 5, characterized in that the sliding member consists of a flap (33), which is pivoted to an abutment block (35) that is secured to the hinge arm, particularly to its web (19), and a wedge-shaped member (37) made of elastomeric material is held in the wedge-shaped space between the abutment block (35) and the flap (33).
     
    12. A wide-angle hinge according to claims 1 to 11, characterized in that the cam is provided on that hinge arm (1) which is pivoted to the fixing member (5) to be secured to the door and that hinge arm (2) which is pivoted to the fixing part
     
    (10) to be secured to the carrying wall is provided with the closing spring and the sliding or rolling element.
     




    Zeichnung