| (19) |
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(11) |
EP 0 144 938 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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04.05.1994 Patentblatt 1994/18 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.04.1988 Patentblatt 1988/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.11.1984 |
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| (54) |
Drehkippfenster oder -tür
Pivotable and tiltable window or door
Fenêtre ou porte oscillo-battante
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
02.12.1983 DE 3343755
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.1985 Patentblatt 1985/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Aug. Winkhaus GmbH & Co. KG |
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D-48291 Telgte (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Vosskötter, Alfred
D-4400 Münster (DE)
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| (74) |
Vertreter: Prechtel, Jörg, Dipl.-Phys. Dr. et al |
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Patentanwälte
H. Weickmann, Dr. K. Fincke
F.A. Weickmann, B. Huber
Dr. H. Liska, Dr. J. Prechtel, Dr. B. Böhm
Postfach 86 08 20 81635 München 81635 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 051 309 DE-A- 2 437 741 DE-A- 3 111 579 DE-U- 7 708 222
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DE-A- 1 584 117 DE-A- 2 531 727 DE-C- 250 669 DE-U- 8 218 084
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Drehkippfenster oder -tür gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der EP-A2-0 051 309 ist ein derartiges Drehkippfenster oder -tür bekannt. Bei
einem figürlich dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Gegenstellglied am Flügelrahmen
im Bereich der Ausstellschere angebracht, und zwar am Zusatzlenker (3328 in Fig. 82).
Das Stellglied (3346) ist an der Stulpschiene (3350) längsverschiebbar gelagert und
in die Eingriffsstellung federvorgespannt. Eine Totgangverbindung zwischen Treibstange
(3342) und Stellglied bewirkt, daß das Stellglied in der Funktionsstellung Kippbereitschaft
von der Treibstange in der Außereingriffsstellung auf einer Seite des Gegenstellglieds
gehalten wird und beim Übergang in die Funktionsstellung Spaltöffnungsfixierung von
der Treibstange freigegeben wird zur Bewegung in die Freigabestellung des Stellglieds
unter der Federvorspannung. Bei einer Weiterbewegung der Treibstange in die Funktionsstellung
Drehbereitschaft bleibt das bewegliche Stellglied in seiner Eingriffsstellung. Auf
diese Weise wird auch in der Drehbereitschaftsstellung der Ausstellarm der Ausstellschere
über das den Zusatzarm fixierende Stellglied in Parallellage am Flügel fixiert, was
der üblichen Funktion bei einem Drehkippbeschlag mit Ausstellschere entspricht.
[0003] Diese Totgangverbindung ist gemäß dieser Druckschrift auch auf von der Funktion der
Ausstellschere unabhängige Ausführungsformen (Fig. 25 bis 28) anwendbar, bei denen
das Gegenstellglied nicht wie das Stellglied am Flügelrahmen sondern am Blendrahmen
angebracht ist. In diesem Falle dürfen Stellglied und Gegenstellglied in der Drehbereitschaftsstellung
jedoch nicht ineinander greifen, da sonst das Fenster bzw. Tür nicht drehgeöffnet
werden kann. Hierzu sind Stellglied und Gegenstellglied derart senkrecht zur Flügelebene
relativ zueinander versetzen, daß bei vollständig geschlossenem Flügel das Stellglied
am Gegenstellglied vorbei in eine zweite Außereingriffstellung auf der anderen Seite
des Gegenstellglieds bewegt werden kann. Diese Bewegung erfolgt, wenn die das Stellglied
tragenden Treibstangenmittel aus der Kippbereitschaftsstellung über die Spaltöffnungsfixierungsstellung
hinaus in die Drehbereitschaftsstellung verstellt werden (Fig. 27a-27d). Die Drehöffnung
des Flügels ist folglich ohne weiteres möglich. Auch besteht aufgrund der Unabhängigkeit
von der Ausstellschere weitgehende Freiheit in der Plazierung von Stellglied und Gegenstellglied
am Flügelrahmen und Blendrahmen, so z.B. am drehachsenfernen Holm in der Nähe der
Kippachse mit dem Vorteil, daß sich mit einem Stellglied relativ geringer Länge senkrecht
zur Flügelebene eine Spaltöffnungsfixierung im gesamten Kippwinkelbereich erzielen
läßt.
[0004] Sehr kleine Spaltöffnungsweiten sind bei der bekannten Lösung aufgrund der versetzten
Anordnung von Stellglied und Gegenstellglied jedoch ausgeschlossen. Ordnet man die
Stellglieder am drehachsenfernen Flügel- bzw. Blendrahmenholm an, so ergeben, je nach
Abstand von der Kippachse, relativ kleine Spaltöffnungsweiten im Bereich von Stellglied
und Gegenstellglied bereits relativ große Kippwinkel. Insbesondere bei hohen Fenstern
ist eine Ausweitung des möglichen Spaltöffnungs- bzw. Kippwinkelbereichs auch auf
sehr kleine Spaltöffnungen bzw. Kippwinkel jedoch erwünscht. Auch besteht die Gefahr,
daß sich die Treibstangenmittel bei zugekipptem Flügel nicht in die Drehöffnungstellung
verstellen lassen, weil sich das Stellglied nicht am Gegenstellglied vorbeibewegen
läßt, sei es aufgrund von Dejustierung der Beschlagteile oder nicht ausreichendem
Flügelandruck am Blendrahmen oder aufgrund etwas verbogener Beschlagsteile nach unsachgemäßer
Bedienung.
[0005] Bei einem anderen bekannten Drehkippfenster (DE-U-8218084) ist am Blendrahmen ein
entgegen Federkraft verschiebbares Gegenstellglied vorgesehen, welches beim Übergang
des Stellglieds von der Drehbereitschaftsstellung in die Kippbereitschaftsstellung
vom Stellglied ergriffen wird mit der Möglichkeit, entweder in eine Spaltöffnungsstellung
des Flügels zu verschwenken oder, nach Überwindung der Federkraft, den Flügel ganz
aufzukippen. Die Spaltöffnungsfixierungsstellung der Treibstangenmittel ist bei diesem
Stand der Technik also identisch mit der Kippbereitschaftsstellung. Aufgrund der speziellen
Konstruktion ist lediglich ein einziger Kippwinkel des Flügels einstellbar.
[0006] Aus der österreichischen Patentschrift Nr. 371 204 ist ein Drehkippbeschlag bekannt
mit einem Verschluß zur Einstellung eines (einzigen) Lüftungsspaltes. Das Stellglied
ist hierbei am freien Ende einer an der Stulpschiene festgelegten länglichen Blattfeder
angebracht. Die Bewegungsrichtung des Stellglieds ist somit senkrecht zur Längsrichtung
des die Blattfeder tragenden Flügelschenkels. Die Bewegungssteuerung erfolgt über
einen einzelnen Nockenvorsprung, der an der Treibstange festgelegt ist und entlang
einer Steuerfläche gleitet, die von einer Seite der Blattfeder gebildet ist. Die Blattfeder
ist nicht in der Lage, größere Querkräfte ohne bleibende Verbiegungen aufzunehmen,
wie diese bei hohen Flügelgewichten bzw. starken Windkräften bei in Spaltöffnungsstellung
befindlichem Flügeln auftreten.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Drehkippfenster oder -tür der eingangs
genannten Art mit weitgehender Plazierungsfreiheit von Stellglied und Gegenstellglied
bereitzustellen, welches bei einfachem Aufbau für einen großen Kippwinkelbereich mit
unbeschränkt kleinem Mindestkippwinkel geeignet ist und zuverlässige Beschlagsfunktion
auch bei nicht ordnungsgemäßer Bedienung sicherstellt.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 in Verbindung
mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst. Da die Rückhalteeinrichtung das bewegliche
Stellglied beim Übergang von der zwischen Drehbereitschaft und Kippbereitschaft liegenden
Funktionsstellung Spaltöffnungsfixierung in die Drehbereitschaftsstellung wieder zurück
in die Außereingriffstellung bringt, können Stellglied und Gegenstellglied bei geschlossenem
Flügel auch einander eingriffsbereit gegenüber liegen. Der mögliche Kippwinkelbereich
kann sich daher bis 0° Kippwinkel erstrecken. Die Gefahr einer Blockierung der Treibstangenmittel
durch Stellglied und Gegenstellglied besteht nicht, da sich in keiner Phase der Bedienung
des Treibstangenbeschlags Stellglied und Gegenstellglied aneinander vorbeibewegen.
Aufgrund der Unabhängigkeit von der Ausstellschere lassen sich Stellglied und Gegenstellglied
weitgehend frei am jeweiligen Rahmen plazieren, insbesondere am jeweiligen drehachsenfernen
Holm nahe der Kippachse, um eine Spaltöffnungsfixierung im gesamten Kippwinkelbereich
zu ermöglichen.
[0009] Aufgrund des im Anspruch 2 angegebenen Rückfederweges besteht die Möglichkeit, die
Treibstangenmittell in die Spaltöffnungsfixierungsstellung zu bewegen selbst dann,
wenn der Flügel nicht exakt in eine der vorgesehenen Spaltöffnungsstellungen aufgekippt
bzw. aufgedreht ist. Stellglied und Gegenstellglied kommen dann in der Aussereingriffsstellung
zur gegenseitigen Anlage, beispielsweise mit aneinander liegenden Zähnen bei mit Eingriffszähnen
ausgebildetem Stellglied und Gegenstellglied. Wird nun der Flügel in Richtung zu einer
nächstgelegenen Spaltöffnungsstellung gekippt bzw. geschwenkt, so geraten Stellglied
und Gegenstellglied zwangsläufig aufgrund der Federvorspannung in gegenseitigen Eingriff.
Diese Ausführungsform hat also den grossen Vorteil, dass die Bedienungsperson den
Flügel lediglich in die Nähe der gewünschten Spaltöffnungsstellung und die Treibstangenmittel
in die Spaltöffnungsfixierungsstellung zu bewegen braucht. Wird dann der teilweise
aufgedrehte bzw. aufgekippte Flügel in der einen oder anderen Richtung weiterbewegt,
so nimmt der Flügel selbsttätig die nächstgelegene Spaltöffnungsstellung ein. Da Stellglied
und Gegenstellglied nunmehr einrastend ineinandergreifen, behält der Flügel diese
Spaltöffnungsstellung auch dann bei, wenn auf ihn äussere Kräfte, z.B. Windkräfte,
einwirken.
[0010] Um eine Mehrzahl von Spaltöffnungsstellungen mit unterschiedlicher Spaltöffnungsweite
zu erhalten, wird die Weiterbildung der Erfindung gemäss Anspruch 3 vorgeschlagen.
[0011] Ein einfacher Aufbau der Rückhalteeinrichtung bei zuverlässiger Funktion ist durch
die Merkmale gemäss Anspruch 4 sichergestellt.
[0012] Die besonders bevorzugte Ausgestaltung gemäss den Ansprüchen 5 und 6 ist deshalb
vorteilhaft, weil das einzige Element, namlich der Rückhaltekipphebel, sowohl die
Bewegung des Stellglieds in Abhängigkeit von der Treibstangenmittelbewegung bewirkt
als auch gleichzeitig die Rückfederbewegung des Stellglieds erlaubt.
[0013] Die Weiterbildung gemäss Anspruch 7 ermoglicht es ein und dasselbe (zweiteilige)
Stellglied sowohl für Rechts- wie auch für Linksanschlag einzusetzen.
[0014] Das Gehäuse gemäss Anspruch 8 erlaubt die Vormontage des das bewegliche Stellglied
sowie die Rückhalteeinrichtung umfassenden Teils, was die Montagekosten bei der Herstellung
des Drehkippfensters verringert und auch eine Nachrüstung erleichtert.
[0015] Das Gehäuse ist bevorzugt gemäss Anspruch 9 aufgebaut; hervorzuheben ist, dass lediglich
zwei Teile im Gehäuse aufzunehmen sind, namlich die Druckfeder sowie der Rückhalte-Kipphebel.
[0016] Durch entsprechende Ausbildung der Steuerfläche konnte erreicht werden, dass der
Rückhalte-Kipphebel die gesamte Bewegungssteuerung des beweglichen Stellglieds übernimmt,
also dafür sorgt, dass bei einer Bewegung der Treibstangenmittel, beispielsweise von
der Drehbereitschaftsstellung über die Spaltöffnungsfixierstellung in die Kippbereitschaftsstellung,
das Stellglied anfänglich zurückgehalten, dann (in der Spaltöffnungsfixierstellung)
freigegeben und anschliessend wieder zurückgezogen wird. Es hat sich jedoch herausgestellt,
dass die Zuverlässigkeit der Funktion ohne merkliche Erhöhung des Herstellungsaufwands
erhoht wird, wenn zwei voneinander unabhangige Nockensteuereinrichtungen gemäss Anspruch
10 vorgesehen werden. Die Steuerfläche der ersten Nockensteuereinrichtung braucht
nunmehr lediglich eine einzige Stufe umfassen, wobei beispielsweise in der Treibstange
ein entsprechender Schlitz zur Aufnahme des Rückhalte-Kipphebels einzuarbeiten ist
mit dem besonderen Vorteil eines grossen Verstellweges des Stellglieds, da der Rückhalte-Kipphebel
in den Schlitz eintauchen kann. Ein möglicherweise zu befürchtendes Verhaken des Kipphebels
an der ansonsten notwendigerweise vorzusehenden zweiten Stufe kann nicht mehr auftreten.
Besonders einfacher Aufbau der zweiten Nockensteuereinrichtung gewahrleisten die Massnahmen
gemäss Anspruch 11.
[0017] Um die Herstellungskosten zu verringern, wird ein Einsatzstück gemäss Anspruch 12
vorgeschlagen. Dieses erleichtert auch wesentlich die Nachrustung, da nunmehr lediglich
das Einsatzstück in ein entsprechendes Langloch der Treibstangenmittel einzusetzen
ist (Anspruch 13). Dieses Langloch kann bereits am Treibstangenmitel vorgesehen sein
oder auch ohne besondere Mühen nachtraglich hergestellt werden.
[0018] Gemäss Anspruch 14 ergibt sich ein grosser Kippwinkelbereich bzw. Drehwinkelbereich
für die moglichen Spaltöffnungsstellungen. Bei vorgegebener Breite des Stellglieds
bzw. des Gegenstellglieds in Richtung senkrecht zur Fensterebene, welche durch die
Breite der Rahmenfalzumfangsfläche begrenzt ist, erhält man aufgrund der geringen
Entfernung zur Kippachse den gewünschten grossen Kippwinkelbereich.
[0019] Die Ausgestaltung der Erfindung gemäss Anspruch 15 bietet den folgenden Vorteil:
Bei einer Verstellung der Treibstangenmittel aus der Kippbereitschaftsstellung in
Richtung zur Drehbereitschaftsstellung bewegen sich üblicherweise die Treibstangenmittel
in der unteren Hälfte des drehlagerferneren Blendrahmenholms nach unten, also in Richtung
zur Kippachse. Das Bewegungsumkehrelement sorgt nun dafür, dass sich das bewegliche
Stellglied aus der Eingriffsstellung nach unten in die Aussereingriffsstellung bewegt,
wenn die Treibstangenmittel nach oben aus der Spaltoffnungsfixierstellung in die Kippbereitschaltsstellung
bewegt werden. Der drehachsenternere Blendrahmenholm ist also bei gegenseitiger Ineingriffsstellung
von Stellglied und Gegenstellglied zwischen das untere Kipplager und das Gegenstellglied
entsprechend der Federvorspannung eingespannt. Der Flügelrahmen hält also die jeweils
eingestellte Spaltoffnungsfixierungsstellung zuverlässig bei. Ohne Bewegungsumkehr
würde das Stellglied dagegen von oben her in das Gegenstellglied eingreifen, so dass
es unter Umstanden zu einer Verstellung des Flügelrahmens kommt, da dieser häufig
lediglich auf einem unteren Kipplager aufliegt und bei entsprechender Krafteinwirkung
bzw. Dejustierung, beispielsweise eines unteren Auflauflagers, möglicherweise über
die Zähne des Eingriffkammes des Stellglieds hinweggleitet.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden an bevorzugten Ausführungsbeispielen an Hand der
Zeichnung erläutert.
[0021] Es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemässes Drehkippfenster in Kippstellung zur Gesamtübersicht;
Fig. 2 das Detail A in Fig. 1 mit Blickrichtung II in einer Spaltöffnungsstellung
des Fensters;
Fig. 3 eine Ansicht der Anordnung in Fig.2 im Schnitt nach Linie III-III unter Weglassung
von Rahmenteilen;
Fig. 4 bis 7 verschiedene Einstellungen der Stellglieder relativ zueinander in schemaartiger
Darstellung und
Fig. 8 eine Schnittansicht ähnlich Fig. 3 einer zweiten Ausführungsform.
[0022] In Fig. 1 ist ein Blendrahmen allgemein mit 10 bezeichnet und ein Flügelrahmen mit
12. Der Flügelrahmen ist gegenüber dem Blendrahmen 10 um eine Kippachse 14 kippbar
und um eine Drehachse 16 drehbar gelagert. Zwischen dem oberen Blendrahmenschenkel
18 und dem oberen Flügelrahmenschenkel 20 ist eine Ausstellvorrichtung 22 angeordnet,
die einen Ausstellarm 24 und einen Zusatzlenker 28 umfasst. Der Ausstellarm 24 ist
am Blendrahmen 10 um die Drehachse 16 drehbar gelagert und bei 26 durch eine Drehschiebeführung
mit dem oberen Flügelrahmenschenkel 20 verbunden. Der Zusatzarm 28 ist bei 30 mit
dem Ausstellarm 24 gelenkig verbunden und bei 32 mit dem oberen Flügelrahmenschenkel.
Bei 34 befindet sich ein ständig in Funktion befindliches an sich bekanntes Ecklager,
das sowohl der Lagerung um die Kippachse 14 als auch der Lagerung um die Drehachse
16 dient. Bei 36 ist ein Kipplager vorgesehen, welches lediglich zum Zwecke der Kippöffnung
in Funktion ist und zum Zwecke der Drehöffnung geöffnet werden kann.
[0023] Für den Drehbetrieb des Flügelrahmens 12 um die Drehachse 16 wird der Ausstellarm
24 an dem Flügelrahmen 12 in Parallelstellung zu dem Flügelrahmenschenkel 20 festgelegt,
und zwar dadurch, dass ein Festlegeriegel 38 des Flügelrahmens 12 einen Festlegeriegel
40 am Ausstellarm 24 hintergreift. Die Verschiebung des Festlegeriegels 28, die Öffnung
und Schliessung des Kipplagers 36 und die Herstellung des Eingriffs von weiteren nicht
dargestellten Schliessriegelpaaren zwischen dem Flügelrahmen 12 und dem Blendrahmen
10 wird durch Treibstangenmittel bewirkt, welche von einem Handbetätigungsgriff 44
am drehachsenferneren Flügelrahmenschenkel aus längs des jeweiligen Flügelrahmenschenkels
bewegt werden.
[0024] Am drehachsenferneren Flügelrahmenschenkel 42 ist ein mit der zugehörigen Treibstange
bewegliches Stellglied 46 angebracht und am drehachsenferneren Blendrahmenschenkel
48 ein blendrahmenfestes Gegenstellglied 50. Diese Stellglieder 46 und 50 wirken zusammen,
um mehrere (im dargestellten Beispiel 7) Spaltkippstellungen des Flügels zu definieren.
Der in Fig. 2 eingezeichnete Kippöffnungswinkel α lässt sich in einem weiten Bereich,
beispielsweise im Bereich zwischen 0 und 5°, einstellen, bei einem maximalen Kippöffnungswinkel
in der Kippbereitschaftsstellung (ohne gegenseitigen Eingriff) der Stellglieder 46
und 50 gemäss Fig. 1 von beispielsweise 7°. Durch entsprechende Ausgestaltung der
Stellglieder 46 und 50 lässt sich jedoch ohne weiteres auch ein Kippöffnungswinkelbereich
für die Spaltkippstellungen bis einschliesslich des maximalen Kippöffnungswinkels
in der Kippbereitschaftsstellung des Beschlags erzielen. Aufgrund der Nähe der Stellglieder
46 und 50 zur Kippachse 14 ist auch bei diesen relativ grossen Kippöffnungswinkeln
gewährleistet, dass die Stellglieder 46, 50 in ihrer Breite die in Flg. 2 angedeutete
Breite a der Rahmenfalz-Umfangsfläche des Flügelrahmens 12 sowie des Blendrahmens
10 nicht überschreiten. Es lassen sich also in einem weiten Kippöffnungswinkelbereich
Spaltkippstellungen des Flügels wahlweise einstellen mit dem zusätzlichen Vorteil,
dass, im Gegensatz zur Kippöffnungsstellung des Flügels in Fig. 1, der Flügel in den
jeweiligen Spaltkippstellungen gegen Zuschlagen in die Schliessstellung gesichert
ist. Wie im folgenden noch näher ausgeführt werden wird, ist eines der beiden Stellglieder,
nämlich das bewegliche Stellglied 46, in Richtung weg vom blendrahmenfesten Stellglied
50 rückfedernd ausgebildet, so dass eine gegenseitige Beschädigung der Gegenstellglieder
nach einer Fehlbedienung des Beschlags verhindert wird. Im folgenden wird die Ausbildung
der Stellglieder 46 und 50 an Hand der Fig. 2 und 3 näher erläutert.
[0025] Ein das bewegliche Stellglied 46 halterndes Gehäuse 52 ist mittels einer Schlitzkopfschraube
54 an einer Stulpschiene 56 angeschraubt; zur Sicherung des Gehäuses 52 gegen Verdrehung
ist das in Richtung der Stulpschiene 56 längliche Gehäuse 52 an beiden Gehäuseenden
jeweils mit einem Vorsprung 58 versehen, wobei der kippachsennähere (in den Fig. 2
und 3 untere) Vorsprung 58 in eine entsprechend angepasste Durchbrechung 60 der Stulpschiene
56 hineinreicht und der obere Vorsprung 58 in ein Langloch 62 der Stulpschiene 56.
Das Gehäuse 52 ist zweiteilig ausgebildet mit einem an der Stulpschiene 56 flächig
anliegenden Bodenteil 64 und einem Deckelteil 66. Auf der dem Flügelrahmenschenkel
42 zugewandten Innenseite der Stulpschiene 56 befindet sich ein angenähert kastenförmiges
Führungsteil 68, welches mit einem Einschraubgewinde 70 für die Stulpschiene 56 durchsetzende
Schlitzkopfschraube 54 versehen ist zur gleichzeitigen Befestigung des Führungsteils
68 an der Stulpschiene 56. Ein von der Stulpschiene 56 weggekröpfter Abschnitt 72
einer Treibstange 74 durchsetzt die Durchgangsöffnung des Führungsteils 68, wodurch
der Abschnitt 72 in definiertem Abstand zur Stulpschiene 56 in diesem Bereich gehalten
wird. Das bewegliche Stellglied 46 besteht aus einem in Stulpschienen-Längsrichtung
länglichen Halter 76 und einem Eingriffsteil 78, welches mittels einer Schlitzkopfschraube
80 am oberen Ende des Halters 76 befestigbar ist, und zwar entweder in der in Fig.
2 dargestellten Orientierung für Rechtsanschlag, als auch in einer entsprechend um
180° um eine vertikale Achse gedrehten Stellung für Linksanschlag. Das Eingriffsteil
78 hat die Form eines Eingriffkammes 81 mit nach oben abstehenden, insgesamt 7 Zähnen
82, welche auf einem Bogen in einer zur Fensterebene senkrechten Ebene mit auf der
Kippachse 14 liegendem Kreismittelpunkt nebeneinander liegen.
[0026] Der Träger 76 ragt durch eine am oberen Gehäuseende vorgesehene Eintrittsöffnung
84 in den Gehäuseinnenraum 86 hinein und ist in seinem Querschnitt dem Gehäusequerschnitt
angepasst, so dass sich eine Linearführung des Trägers 76 in Gehäuselängsrichtung
(Doppelpfeil B) ergibt. Eine Schraubendruckfeder 88 im Gehäuseinnenraum 86 stützt
sich einerseits an der unteren Gehäusestirnwand 90 ab und andererseits am unteren
Ende des Trägers 76. Ferner ist ein Doppelarmhebel 92 am Gehäuse 52 gelagert mit zur
Flügelrahmen senkrechter Kippachse 94. Hierzu ist das Bodenteil 64 mit den Doppelarmhebel
92 beidseits umgreifenden Lagervorsprüngen 96 versehen, welche in eine beiden gemeinsame
Ausnehmung 98 der Stulpschiene 56 eingreifen. Der dazwischen liegende Doppelarmhebel
92 durchsetzt folglich ebenfalls diese Ausnehmung 98. Die beiden Arme des Doppelarmhebels
92 laufen voneinander weg. Der in Fig. 3 linke Arm 100 greift in ein zur Stulpschienen-Längsrichtung
paralleles Langloch 102 des Trägers 76 innerhalb des Gehäuses 52 ein. Der sich an
das untere Ende des Langlochs 102 anschliessende Endabschnitt des Trägers 76 in Form
eines quer verlaufenden Steges 104 liegt demnach zwischen der Druckfeder 88 und dem
Arm 100; bei festgehaltenem Doppelarmhebel 92 wird der Steg 104 also von der Druckfeder
88 gegen den Arm 100 gedrückt. Der Doppelarmhebel 92 greift mit seinem anderen Arm
106 an den Abschnitt 72 der Stulpschiene 74 an, wobei er, in Abhängigkeit von der
jeweiligen Treibstangenstellung, entweder in ein Langloch 108 der Stulpschiene eingreift
(Freigabestellung des Hebels 92 gemäss Fig. 2 und 3) oder an der durchgehenden Aussenseite
110 des Abschnitts anliegt. In der letzteren mit Rückhalte-Kippstellung bezeichneten
Hebelstellung entsprechend der Kipphebelstellung der zweiten Ausführungsform in Fig.
8, ist der Hebel 92 gegenüber der Freigabe-Kippstellung entgegen dem Uhrzeigersinn
in Fig. 3 verschwenkt mit der zwangsläufigen Folge, dass der Steg 104 und damit das
bewegliche Stellglied 46 als solches aus einer in den Fig. 2 und 3 dargestellten Eingriffsstellung
mit Eingriff in das blendrahmenfeste Stellglied 50 nach unten in eine Freigabestellung
entsprechend der Darstellung in Fig. 8 mit der zweiten Ausführungsform zurückgezogen
ist.
[0027] Der Doppelarmhebel 92 bildet zusammen mit der am Treibstangenabschnitt 72 ausgebildeten
Steuerfläche (Innenseite 110 und Langloch 108) eine erste Nockensteuereinrichtung
zur Steuerung der Bewegung des beweglichen Stellglileds 46 in Abhängigkeit von der
Bewegung der Treibstange 74. Eine hiervon unabhängige zweite Nokkensteuereinrichtung
wird von der erwähnten Schlitzkopfschraube 80 gebildet und einer Mitnahmekante 114
der Treibstange 74. Diese Mitnahmekante 114 wird vom oberen Ende eines Langlochs 116
der Treibstange 74 gebildet, welches im Bereich der Doppelkröpfung am oberen Ende
des Abschnitts 72 eingeschnitten ist. Die Mitnahmefläche bzw. Mitnahmekante 114 liegt
also in gleicher Ebene wie der sich an den Abschnitt 72 nach oben anschliessende,
der Stulpschiene 56 unmittelbar benachbarte Treibstangenabschnitt 118. Mit dieser
Mitnahmekante 114 wirkt ein bis in diesen Bereich vorstehender zylindrischer Endabschnitt
120 der Schlitzkopfschraube 80 zusammen, nämlich in der Weise, dass bei einer Bewegung
der Treibstange 74 in Fig. 3 nach unten schliesslich die Mitnahmekante 114 an die
Schlitzkopfschraube 80 anschlägt und in der Folge das bewegliche Stellglied 46 nach
unten mitnimmt. Diese Mitnahmebewegung ist vom Doppelhebel 92 unabhängig, da dieser
seine momentane Kippstellung beibehalten kann unter zunehmender Entfernung des Querstegs
104 vom Arm 100.
[0028] Ehe auf den Funktionsablauf unter Bezugnahme auf die Fig. 4-7 näher eingegangen wird,
sei kurz die zweite Ausführungsform gemäss Fig. 6 erläutert. Hierbei sind Bauelemente,
die solchen in den Fig. 2 und 3 entsprechen, mit denselben Bezugsziffern, jeweils
vermehrt um die Zahl 200, versehen. Der Unterschied zwischen beiden Ausführungsformen
liegt darin, dass anstelle des bereits von vorneherein an der Treibstange auszuprägenden
Abschnitts 72 nunmehr ein gesondertes Einsatzstück 272 in ein entsprechendes Langloch
320 der ansonsten unveränderten Treibstange 274 einzusetzen ist. Dies kann bereits
bei der Montage des Beschlags am Fenster oder ggf. auch nachträglich vorgenommen werden,
wenn das Fenster zur Ermöglichung der Spaltöffnungsstellungen nachgerüstet werden
soll. Das Einsatzstück 272 ist mit einem dem Langloch 108 in Form und Lage entsprechenden
Langloch 308 versehen, in welches der Doppelarmhebel 292 in bestimmten Stellungen
der Treibstange 274 eintaucht; ansonsten liegt der Arm 306 an der auf das Langloch
308 nach unten folgenden Aussenseite 310 des Einsatzstücks 272 unter der Vorspannung
der Schraubendruckfeder 288 an.
[0029] Anstelle des Langlochs 116 im Bereich der erwähnten oberen Doppelkröpfung anschliessend
an den Abschnitt 72 der Treibstange 74 ist nunmehr am oberen Ende des Einsatzstücks
272 eine entsprechend dimensionierte Stufe 322 ausgebildet mit einer nach unten weisenden
Stufenfläche 324, welche die Mitnahmekante bildet und mit dem entsprechend weit über
die Stulpschiene 256 nach innen vorstehenden Endabschnitt 262 der Schlitzkopfschraube
280 zusammenwirkt. Im übrigen haben die beiden Ausführungsformen gemäss Fig. 2 und
3 sowie Fig. 8 gleichen Aufbau. Es ist also ebenfalls ein Gehäuse 252 vorgesehen,
welches bei der Herstellung des Treibstangenbeschlags oder auch nachträglich an der
Treibstange 256, und zwar vorzugsweise gemäss Fig. 1, im Bereich zwischen dem Handgriff
44 und der unteren Drehachse 14 zur Ermöglichung eines entsprechend grossen Winkelbereichs
für die Spaltöffnungsstellungen angebracht wird. Anstelle der Befestigung an einer
Stulpschiene kommt natürlich, je nach Befestigungsort, auch eine Befestigung an einer
Anschlussschiene, einer Getriebeschiene, einer Oberschiene (beispielsweise ähnlich
Fig. 2 der DE-OS 3 111 579) in Frage.
[0030] Um das Einführen des an seinen beiden Enden jeweils zweifach gekröpften Einsatzstücks
272 in die Durchgangsöffnung 330 des Führungsteils 268 zu erleichtern, ist dieses
an seiner dem Flügelrahmenschenkel bzw. dem Treibstangen-Nutgrund zugewandten Seite
mit einer Einführ-Längsnut 332 versehen.
[0031] Das blendrahmenfeste Stellglied 50 ist für die beiden Ausgestaltungen von beweglichem
Stellglied, Gehäuse und Treibstange in diesem Bereich gemäss den Fig. 2 und 3 bzw.
Fig. 8 gleichermassen geeignet. Es besteht aus einem L-Winkelstück dessen einer Schenkel
400 an der nach innen weisenden Rahmenfalz-Umfangsfläche des drehlagerferneren Blendrahmenschenkels
48, beispielsweise mittels zweier Holzschrauben 402 (s. Fig. 2 und 3), angebracht
ist und dessen anderer, zur Blendrahmenebene paralleler Schenkel 404 zum Eingriff
in den Zahnzwischenraum 406 jeweils zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen 82 des
beweglichen Stellglieds 46 bestimmt ist. Die zur Blendrahmenebene senkrechte Breite
b des Schenkels 404 entspricht daher angenähert dem lichten Zahnabstand. Um das Einfädeln
zwischen benachbarten Zähnen 82 zu erleichtern, sind sowohl die Zähne 82 (beidseitig)
zugespitzt wie auch der untere Rand 405 des Schenkels 404 (Abschrägung 408). Um das
Stellglied 50 gemäss Fig. 2 und 3 wahlweise auch für Linksanschlag einsetzen zu können,
ist auch der gegenüberliegende obere Rand 407 des Schenkels 404 mit einer Abschrägung
408 versehen.
[0032] Nachfolgend soll das Zusammenwirken von beweglichem Stellglied und blendrahmenfestem
Gegenstellglied bei der Betätigung der Treibstangenmittel durch den Handgriff 44 an
Hand der Fig. 4 bis 7 kurz erläutert werden, soweit dies nicht bereits aus dem Vorstehenden
hervorgeht.
[0033] In der weiter vereinfachten Darstellung gemäss den Fig. 4 bis 7 ist die Treibstange
74 entsprechend den Fig. 2 und 3 durchgehend dargestellt unter Weglassung der darüberliegenden
Stulpschiene. Man erkennt das Langloch 108 sowie die sich an das Langloch nach unten
hin anschliessende ebene Innenfläche 110 der Treibstange 74. Am oberen Ende dieses
von der Stulpschiene wegversetzten Abschnitts 72 befindet sich die Mitnahmekante 114,
welche mit dem vorstehenden Ende der Schraube 80 zusammenwirkt. Die Schraube 80 verbindet
das kammförmig ausgebildete Eingriffsteil 78 mit dem im Gehäuse 52 linear verschiebbar
gelagerten Halter 76. Schliesslich erkennt man noch den am Gehäuse 52 schwenkbar gelagerten
Doppelarmhebel 92 sowie, strichliert angedeutet, das blendrahmenfeste Gegenstellglied
50.
[0034] Fig. 4 zeigt die «ZU» bezeichnete Schliessverriegelungsstellung von Handgriff 44
und Treibstange 74. In dieser Stellung befindet sich das Stellglied 46 in seiner Aussereingriffsstellung,
in welchem es vom Gegenstellglied 50 entfernt ist. Das Stellglied 46 nimmt diese Stellung
deshalb ein, weil der Doppelarmhebel 92 an der durchgehenden Aussenseite 110 des Abschnitts
72 anliegt und daher entgegen dem Uhrzeigersinn zurückverschwenkt ist in die Stellung
gemäss Fig. 8. Wird nunmehr der Handgriff 44 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig. 4
(Pfeilrichtung C) verschwenkt, so führt dies zu einer Bewegung der Treibstange 74
nach unten (Pfeil D), da sich der dargestellte Treibstangenabschnitt unterhalb des
den Griff 44 tragenden, nicht dargestellten Getriebes befindet.
[0035] Fig. 5 zeigt den Griff 44 nach einer Verdrehung im angegebenen Sinne um 90° in die
mit «DREH» bezeichnete Drehbereitschaftsstellung, in welcher der Flügelrahmen 12 um
die Achse 16 aufgedreht werden kann. Das Stellglied 46 befindet sich nach wie vor
in seiner Aussereingriffsstellung entsprechend Fig. 8, da das Langloch 108 sich noch
oberhalb des entsprechenden Arms 106 des Doppelarmhebels 92 befindet. Das Eingriffsteil
78 kann daher beim Drehöffnen des Fensters ohne weiteres am Gegenstellglied 50 vorbeigeschwenkt
werden.
[0036] Wird der Griff 44 nunmehr um etwa 45° in derselben Richtung weitergedreht, so gelangt
er in die mit «SPALT-KlPP» in Fig. 6 bezeichnete Spaltöffnungsfixierungsstellung,
in welcher das bewegliche Stellglied 46 nach oben (Pfeil E) in die Eingriffsstellung
gelangt, dies deshalb, weil der Arm 106 des Doppelarmhebels 92 in das Langloch 108
schwenken kann (Schwenkrichtung F). In dieser Eingriffsstellung gemäss Fig. 2 und
3 befinden sich die Zähne 82 des Eingriffskamms 81 in gleicher Höhe wie der untere
Rand 405 des Schenkels 404 des Gegenstellglieds 50.
[0037] Wird schliesslich der Handgriff 44 in die Kippbereitschaftsstellung gemäss Fig. 7
um weitere 45° verschwenkt, so führt dies dazu, dass das Stellglied 46 wieder in die
Aussereingriffsstellung in Richtung des Pfeils G in Fig. 7 nach unten verschoben wird.
Der Grund hierfür liegt darin, dass die Mitnahmekante 114 in einer Zwischenstellung
zwischen den Stellungen gemäss Fig. 6 und Fig. 7 an die Befestigungsschraube 80 anschlägt
und diese anschliessend bis in die Aussereingriffsstellung mitnimmt. Der Doppelarmhebel
92 dagegen behält seine Schwenkstellung entsprechend den Fig. 2 und 3 bei, da die
Länge des Langlochs 108 entsprechend gross gewählt ist.
[0038] In der mit «KIPP» in Fig. 7 bezeichneten Kippbereitschaftsstellung hat das bewegliche
Stellglied 46 also wieder ausreichenden Abstand vom Gegenstellglied 50, so dass das
Fenster vollständig aufgekippt werden kann.
[0039] Für den mit den herkömmlichen Drehkippbeschlägen mit den Einstellmöglichkeiten Schliessverriegelung
(Fig. 4), Drehbereitschaft (Fig. 5) und Kippbereitschaft (Fig. 7) Vertrauten ist es
naheliegend, dass man zur Einstellung einer Spaltöffnung den Handgriff 44 bei geschlossenem
Fenster in die Kippbereitschaftsstellung gemäss Fig. 7 bringt, anschliessend den Flügelrahmen
12 um den gewünschten Winkel α mehr oder weniger weit aufkippt und dann den Handgriff
44 in die Stellung gemäss Fig. 6 (45°-Drehung im Uhrzeigersinn) verschwenkt. Auf diese
Schwenkbewegung hin bewegt sich die Treibstange 74 nach oben in die Stellung gemäss
Fig. 6 unter Freigabe des beweglichen Stellglieds 46. Dieses bewegt sich unter der
Kraft der Schraubendruckfeder 88 in Richtung zur Eingriffsstellung. Falls in der gewählten
Kippstellung des Flügelrahmens 12 der zugespitzte untere Rand 405 des Gegenstellglieds
50 zwischen zwei benachbarte Zähne 82 des Eingriffkamms 81 gelangt, so kann sich das
Stellglied 46 bis in die Eingriffsstellung gemäss Fig. 2 und 3 bewegen. Diese Stellung
ist vorzugsweise nicht die mögliche oberste Endstellung des Stellglieds 46 bei entferntem
Gegenstellglied 50, so dass auch bei gegenseitigem Eingriff von Stellglied und Gegenstellglied
das Stellglied 46 unter Federvorspannung gegen das Gegenstellglied 50 gedrückt wird.
Dies stellt auch nach längerem Gebrauch, z.B. bei Absenken des Flügelrahmens 12, gegenseitigen
Eingriff sicher; ferner müssen Stellglied und Gegenstellglied bei der Montage nicht
allzu genau justiert werden.
[0040] Trifft dagegen bei in Spaltöffnungsstellung befindlichen Flügelrahmen 12 und Bewegung
des Handgriffs 44 aus der Kippbereitschaftsstellung in die Spaltöffnungsfixierungsstellung
gerade ein Zahn 82 auf den unteren Rand 405 so macht dies nichts aus, da zum einen
die vom Stellglied 46 mechanisch entkoppelte Treibstange 74 ungehindert weiter in
ihre Spaltöffnungsfixierungsstellung bewegt werden kann und zum anderen, spätestens
dann, wenn der Flügelrahmen 12 losgelassen wird, er aufgrund seines Eigengewichts
nach aussen verschwenkt, so dass schliesslich der untere Rand 405 des Gegenstellglieds
50 zwischen benachbarten Zähnen 82 aufgrund der Vorspannung des Stellglieds 46 durch
die Feder 88 zuverlässig einrastet.
[0041] Zum Zukippen des Flügelrahmens 12 muss lediglich der Handgriff 44 in die Stellung
gemäss Fig. 7 verschwenkt werden und anschliessend der Flügelrahmen 12 zugedrückt
werden. Soll eine einmal eingestellte Spaltöffnungsstellung abgeändert werden, so
kann man entweder das Fenster in der angegebenen Weise zukippen und anschliessend
wieder bis in die gewünschte Spaltöffnungsstellung aufkippen. Man kann jedoch auch
so vorgehen, dass man den Handgriff 44 geringfügig aus der Spaltöffnungsfixierungsstellung
gemäss Fig. 6 in Richtung zur Kippstellung verschwenkt (strichliert angedeutete Stellung
44'), woraufhin die Mitnahmekante 114 das Stellglied 46 dementsprechend weit nach
unten schiebt (strichlierter Pfeil H). Das Stellglied 46 wird soweit nach unten verschoben,
dass die Zähne 82 am unteren Querrand 408 des Gegenstellglieds 50 in der gewünschten
Weise vorbeibewegt werden können. Da das Stellglied 46 in der beschriebenen Weise
rückfedernd ausgebildet ist und die Zähne 82 abgeschrägt sind, genügt eine geringfügige
Verschiebung des Stellglieds 46 nach unten, woraufhin der Flügel in die gewünschte
Spaltöffnungsstellung einrastend verkippt werden kann. Zur Festlegung der gewählten
Spaltöffnungsstellung ist der Griff 44 wieder in die 45°-Stellung gemäss Fig. 6 im
Uhrzeigersinn zu verschwenken.
1. Drehkippfenster oder -tür, umfassend einen Blendrah men (10) und einen um eine Kippachse
(14) kippbaren und eine Drehachse (16) drehbaren Flügelrahmen (12), wobei an wenigstens
einem Teil der Flügelrahmenschenkel, vorzugsweise im Falzbereich, Treibstangenmittel
(74;274) angeordnet sind, um Fensterfunktionen zu vermitteln, nämlich Kippbereitschaft,
Spaltöffnungsfixierung, Drehbereitschaft, Schließverriegelung, wobei ferner diese
Treibstangenmittel durch Handbetätigungsmittel (44) in Längsrichtung des jeweiligen
Flügelschenkels bewegbar und durch diese nacheinander in verschiedenen Fensterfunktionen
entsprechende Funktionsstellungen einstellbar sind und wobei in einer zwischen den
Funktionsstellungen Drehbereitschaft und Kippbereitschaft liegenden Funktionsstellung
Spaltöffnungsfixierung ein mit den Treibstangenmitteln bewegliches Stellglied (46;246)
und ein am Blendrahmen angebrachtes Gegenstellglied (50) ineinander eingreifend eine
Spaltöffnungsstellung des Flügelrahmens fixieren, wobei wenigstens in der Funktionsstellung
Spaltöffnungsfixierung der Treibstangenmittel (74;274) das Stellglied (46;246) aus
einer Eingriffsstellung (Fig. 2 und 3) für gegenseitigen Eingriff mit dem Gegenstellglied
(50) in Längsrichtung des das Stellglied (46;246) tragenden Flügelschenkels zu einer
Außereingriffsstellung (Fig. 8) auf einer Seite des Gegenstellglieds (50) ohne gegenseitigem
Eingriff beweglich ausgebildet und in die Eingriffsstellung federvorgespannt ist und
wobei eine von den Treibstangenmitteln (74;274) gesteuerte Rückhalteeinrichtung vorgesehen
ist, welche das bewegliche Stellglied (46;246) in der Kippbereitschaftsstellung (Fig.
7) in der Außereingriffsstellung hält und bei einer Bewegung der Treibstangenmittel
(74;274) aus der Kippbereitschaftsstellung in die Spaltöffnungsfixierungsstellung
(Fig. 6) freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung das bewegliche Stellglied (46;246) bei einer Weiterbewegung
der Treibstangenmittel (74;274) aus der Spaltöffnungsfixierungsstellung in die Drehbereitschaftsstellung
(Fig. 5) zurück in die Außereingriffsstellung bewegt.
2. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (46;246) bzw. das Gegenstellglied bis in die Außereingriffsstellung
beweglich ausgebildet ist.
3. Drehkippfenster oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der beiden Stellglieder (46;146) eine Mehrzahl von Eingriffsstellen
(406) aufweist, welche Spaltöffnungsstellungen unterschiedlicher Spaltöffnungsweite
(Winkel α) definieren, vorzugsweise durch Ausbildung des entsprechenden Stellglieds
mit einem Eingriffskamm (81).
4. Drehkippfenster oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung über eine Nockensteuerung von den Treibstangenmitteln
(74;274) gesteuert ist.
5. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 4, gekenneichnet durch einen Rückhalte-Kipphebel, vorzugsweise Doppelarmhebel (92;292), welcher zum
einen an das bewegliche Stellglied (46;246) und zum anderen an eine Steuerfläche (108,110;308,310)
der Treibstangenmittel (74;274) angreift.
6. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, daß der Rückhalte-Kipphebel vom vorgespannten Stellglied (46;246) zur Steuerfläche
hin schwenk-vorgespannt ist, und daß das Stellglied von der jeweiligen Kippstellung
des Rückhalte-Kipphebels unabhängig in Richtung zur Außereingriffsstellung bewegbar
ist.
7. Drehkippfenster oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Stellglied (46;246) von einem am Flügelrahmen (12) beweglich
gelagerten Halter (76) und einem am Halter wahlweise in einer Rechtsanschlagsorientierung
und einer Linksanschlagsorientierung anbringbaren Eingriffsteil (78), ggf. in Form
des Eingriffkammes (81), gebildet ist.
8. Drehkippfenster oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Stellglied (46;246), ggf. der Halter (76), in ein am Flügelrahmen, ggf.
an einer die Treibstangenmittel (74) überdeckenden Stulpschiene (56) oder dergl.,
befestigbares Gehäuse (52;252) hineinragt und dort vorzugsweise linear beweglich geführt
ist.
9. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (52;252) eine Vorspannfeder, vorzugsweise Druckfeder (88;288) , vorgesehen
ist, welche sich einerseits am Stellglied (46;246) , ggf. am Halter (76), abstützt,
und daß der Rückhalte-Kipphebel im Gehäuse kippgelagert ist.
10. Drehkippfenster oder -tür nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Nockensteuereinrichtungen vorgesehen sind, eine, ggf. vom Doppelarmhebel
(92;392) und der Steuerfläche (108,110;308,310) der Treibstangenmittel (74;274) gebildete
erste Nockensteuereinrichtung, welche bei einer Bewegung der Treibstangenmittel in
einer der Treibmittel-Bewegungsrichtungen in die Spaltöffnungsfixierstellung das bewegliche
Stellglied (46;246) freigibt und eine zweite Nockensteuereinrichtung, welche, bei
einer Weiterbewegung der Treibstangenmittel in derselben Treibstangenmittel-Bewegungsrichtung
über die Spaltöffnungsfixierstellung hinaus, das bewegliche Stellglied in die Außereingriffsstellung
bringt.
11. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Nockensteuereinrichtung von einem am beweglichen Stellglied (46;246)
vorgesehenen Mitnahmeelement, vorzugsweise Mitnahmestift (80;280), und einem treibmittelfesten
Gegenmitnahmeelement, vorzugsweise Mitnahmekante (114;324), gebildet ist.
12. Drehkippfenster oder -tür nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer fläche (308,310) und/oder das Gegenmitnahmeelement an einer an den
Treibstangenmitteln (274), vorzugsweise auch nachträglich befestigbaren Einsatzstück
(272), ausgebildet ist.
13. Drehkippfenster oder -tür nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzstück (272) in ein Langloch (320) einer Treibstange (274) oder dergl.
einsetzbar ist.
14. Drehkippfenste oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder (46,50) im Bereich der unteren Hälfte des drehlagerferneren
Flügel- bzw. Blendrahmenholms (42 bzw. 48) angeordnet sind.
15. Drehkippfenster oder -tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhalteeinrichtung ein Bewegungsumkehrelement, ggf. in Form des Doppelarmhebels
(92;292), aufweist, welches bei einer Verstellbewegung der Treibstangenmittel (74;274)
aus der Spaltöffnungsfixierungsstellung in die Drehbereitschaftsstellung eine Bewegung
des Stellglieds (46;246) aus der Eingriffsstellung in die Außereingriffsstellung bewirkt.
1. A turn-and-tilt window or door, comprising an outer frame or casing (10) and a sash
frame (12) tiltable about a tilting axis (14) and rotatable about an axis (16) of
rotation, whereby in order to impart window functions, namely readiness to tilt, fixing
of a gap opening, readiness to turn, locking, drive rod means (74; 274) are disposed
on at least a part of the sash frame members, preferably in the area of the fillister,
whereby furthermore these drive rod means are adapted for movement by manual actuating
means (44) in the longitudinal direction of the respective sash member and can be
set by them one after another in functioning positions corresponding to various window
functions and whereby in a gap opening fixing position disposed between the ready
to turn and ready to tilt function positions, a positioning member (46; 246) adapted
for movement with the drive rod means and a counter-positioning member (50) mounted
on the casing or frame engage each other and fix a gap opening position of the sash
frame whereby at least in the function position corresponding to the gap opening fixing
of the drive rod means (74; 274), the positioning member (46; 246) is constructed
for movement out of an engaged position (Figs. 2 and 3) for mutual engagement with
the counter-positioning member (50) in the longitudinal direction of the sash member
carrying the positioning member (46; 246) to a disengaged position (Fig. 8) on one
side of the counter-positioning member (50) without reciprocal engagement and is pre-tensioned
by a spring means into the engaged position and whereby a retaining means is provided
which is controlled by the drive rod means (74; 274) and maintains the movable positioning
member (46; 246) in the ready-to-tilt position (Fig. 7) in the disengaged position
and releases it upon a movement of the drive rod means (74; 274) out of the ready-to-tilt
position and into the gap opening position (Fig. 6), characterised in that upon a
further movement of the drive rod means (74; 274) out of the gap open fixing position
into the ready to turn position (Fig. 5) the retaining means moves the movable positioning
member (46; 246) back into the disengaged position.
2. A turn-and-tilt window or door according to Claim 1, characterised in that the positioning
member (46; 246) or counter-positioning member is constructed to be movable into the
disengaged position.
3. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that at least one of the two positioning members (46; 146) has a plurality of engaged
positions (406) which define gap opening positions of different widths of gap (angle
α), preferably by the corresponding positioning member being constructed with an engaging
comb.
4. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that the retaining means is controlled by the drive rod means (74; 274) via a cam
control arrangement.
5. A turn-and-tilt window or door according to Claim 4, characterised by a retaining-tilting
lever, preferably a double-armed lever (92; 292) which on the one hand engages the
movable positioning member (46; 246) and on the other a control surface (108, 110;
306, 310) on the drive rod means (74; 274)
6. A turn-and-tilt window or door according to Claim 5, characterised in that the retaining-tilting
lever can be pivotally pre-tensioned by the pre-tensioned positioning member (46;
246) towards the control surface and in that the positioning member can be independently
moved in the direction of the disengaged position from the respective tilted position
of the retaining-tilting lever.
7. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that the movable positioning member (46; 246) consists of a holder (76) mounted
to be movable on the sash frame (12) and an engaging part (78), possibly in the form
of the engaging comb (81), which can be mounted on the holder, optionally in a right-hung
orientation or a left-hung orientation.
8. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that the positioning member (46; 246), possibly the holder (76), projects into
a housing (52; 252) which can be fixed on the sash frame, possibly on a cuff rail
(56) which covers the drive rod means (74), in which housing it is preferably guided
for linear movement.
9. A turn-and-tilt window or door according to Claim 8, characterised in that there is
provided in the housing (52; 252) a pre-tensioning spring, preferably a thrust spring
(88; 288) biased at one end on the positioning member (46; 246), possibly on the holder
(76), and in that the retaining-tilting lever is tiltably mounted in the housing.
10. A turn-and-tilt window or door according to one of Claims 4 to 9, characterised in
that two cam control arrangements are provided, one first cam control arrangement
possibly formed by the double-armed lever (92; 392) and the control surface (108,
110; 308; 310) of the drive rod means (74; 274) and which upon a movement of the drive
rod means in one of the directions of movement of the drive means into the gap opening
position releases the movable positioning member (46; 246) and a second cam control
means which, upon a further movement of the drive rod means in the same direction
of movement of the drive rod means moves it beyond the gap opening fixing position
and brings the movable positioning member into the disengaged position.
11. A turn-and-tilt window or door according to Claim 10, characterised in that the second
cam control arrangement preferably consists of an entraining element, preferably an
entraining pin (80; 280) provided on the movable positioning member (46; 246) and
a counter-driving element, preferably an entraining edge (114; 324) rigid with the
drive means.
12. A turn-and-tilt window or door according to one of Claims 5 to 11, characterised in
that the control surface (308, 310) and/or the counter-entraining element is preferably
constructed on an insert piece (272) on the drive rod means (274) and which can preferably
be fixed subsequently.
13. A turn-and-tilt window or door according to Claim 12, characterised in that the insert
piece (272) can be inserted into an elongate hole (320) in a drive rod (274) or the
like.
14. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that the positioning members (46, 50) are disposed in the region of the lower half
of the sash or casing member (42, 48) which is more remote from the pivot bearing.
15. A turn-and-tilt window or door according to one of the preceding Claims, characterised
in that the retaining means comprises a movement-reversing element, possibly in the
form of the double-armed lever (92; 292) which, upon a displacement movement of the
drive rod means (74; 274) out of the gap opening fixing position into the ready to
turn position, has the effect of moving the positioning member (46; 246) out of the
engaged position into the disengaged position.
1. Fenêtre ou porte pivotante et basculante, comportant un cadre dormant (10) et un cadre
de battant (12) pouvant basculer autour d'un axe de basculement (14) et pivoter autour
d'un axe de pivotement (16), dans laquelle des moyens formant bielle (74 ; 274) sont
prévus sur au moins une partie des bras de cadre de battant, de préférence dans la
zone de feuillure, pour assurer des fonctions de la fenêtre, notamment la disposition
à basculer, la fixation de l'entrebâillement, la disposition à pivoter, le verrouillage
de la fermeture, dans laquelle, en outre, ces moyens formant bielle peuvent être déplacés
par des moyens d'actionnement manuels (44) dans le sens longitudinal du bras de battant
correspondant et peuvent être réglés par ceux-ci successivement dans des positions
fonctionnelles correspondant à différentes fonctions de la fenêtre et dans laquelle,
dans une position fonctionnelle de fixation de l'entrebâillement située entre les
positions fonctionnelles prête à pivoter et prête à basculer, un élément de réglage
(46 ; 246) pouvant être déplacé avec les moyens formant bielle et un contre-élément
de réglage (50) disposé sur le cadre dormant fixent, en se mettant en prise l'un dans
l'autre, une position d'entrebâillement du cadre de battant, dans laquelle, au moins
dans la position fonctionnelle de fixation de l'entrebâillement des moyens formant
bielle (74 ; 274), l'élément de réglage (46 ; 246) est mobile à partir d'une position
de prise (Figures 2 et 3) pour la prise mutuelle avec le contre-élément de réglage
(50) dans le sens longitudinal du bras de battant portant l'élément de réglage (46
; 246) vers une position sans prise (Figure 8) sur un côté du contre-élément de réglage
(50) sans prise mutuelle et précontraint par ressort dans la position de prise et
dans laquelle il est prévu un dispositif de rétention commandé par les moyens formant
bielle (74 ; 274), qui, dans la position sans prise, maintient l'élément de réglage
mobile (46 ; 246) dans la position prête à basculer (Figure 7) et le dégage lors d'un
déplacement des moyens formant bielle (74 ; 274) de la position prête à basculer à
la position de fixation de l'entrebâillement (Figure 6), caractérisée en ce que le
dispositif de rétention ramène l'élément de réglage mobile (46 ; 246) à la position
sans prise lorsque les moyens formant bielle (74 ; 274) continuent à se déplacer de
la position de fixation de l'entrebâillement à la position prête à pivoter (Figure
5).
2. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 1, caractérisée en
ce que l'élément de réglage (46 ; 246) ou le contre-élément de réglage est mobile
jusqu'à la position sans prise.
3. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que l'un au moins des deux élément de réglage (46
; 146) présente une pluralité de points de prise (406), qui définissent des positions
d'entrebâillement d'une largeur (angle α) différente, de préférence par la formation
de l'élément de réglage correspondant avec un engrenage de prise (81).
4. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de rétention est commandé par les
moyens formant bielle (74 ; 274) par l'intermédiaire d'une commande à came.
5. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 4, caractérisée en
ce qu'elle comporte un levier basculant de rétention, de préférence un levier à deux
bras (92 ; 292), qui se met en prise, d'une part, sur l'élément de réglage mobile
(46 ; 246) et, d'autre part, sur une surface de commande (108, 110 ; 308, 310) des
moyens formant bielle (74 ; 274).
6. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 5, caractérisée en
ce que le levier basculant de rétention est précontraint en basculement en direction
de la surface de commande par l'élément de réglage (46 ; 246) précontraint, et en
ce que l'élément de réglage est mobile indépendamment à partir de la position de basculement
du levier basculant de rétention en direction de la position sans prise.
7. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que l'élément de réglage mobile (46 ; 246) est formé
par une fixation (76) supportée de manière mobile sur le cadre de battant (12) et
une partie de prise (78), éventuellement sous la forme d'un engrenage de prise (81),
pouvant être disposée sélectivement sur la fixation dans une orientation pour une
butée à droite et une orientation pour une butée à gauche.
8. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que l'élément de réglage (46 ; 246), éventuellement
la fixation (76), dépasse dans un boîtier (52 ; 252) pouvant être fixé sur le cadre
de battant, éventuellement sur un rail de recouvrement (56), ou similaire, recouvrant
les moyens formant bielle (74) et y est guidé de préférence de manière linéaire.
9. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 8, caractérisée en
ce qu'il est prévu dans le boîtier (52 ; 252) un ressort de précontrainte, de préférence
un ressort de compression (88 ; 288), qui s'appuie d'une part sur l'élément de réglage
(46 ; 246), éventuellement sur la fixation (76), et en ce que le levier basculant
de rétention est supporté de manière basculante dans le boîtier.
10. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
4 à 9, caractérisée en ce qu'il est prévu deux dispositifs de commande à came, un
premier dispositif de commande à came, éventuellement formé par le levier à deux bras
(92 ; 292) et la surface de commande (108, 110 ; 308, 310) des moyens formant bielle
(74 ; 274), qui dégage l'élément de réglage mobile (46 ; 246) lors d'un déplacement
des moyens formant bielle dans l'une des directions de déplacement des moyens formant
bielle dans la position de fixation de l'entrebâillement et un second dispositif de
commande à came qui, lorsque les moyens formant bielle continuent à se déplacer dans
la même direction de déplacement des moyens formant bielle au-delà de la position
de fixation de l'entrebâillement, amène l'élément de réglage mobile dans la position
sans prise.
11. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 10, caractérisée en
ce que le second dispositif de commande à came est formé par un élément d'entraînement,
de préférence une goupille d'entraînement (80 ; 280), prévu sur l'élément de réglage
mobile (46 ; 246), et par un contre-élément d'entraînement fixé sur les moyens formant
bielle, de préférence une arête d'entraînement (114 ; 324).
12. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
5 à 11, caractérisée en ce que la surface de commande (308, 310) et/ou le contre-élément
d'entraînement sont formés sur un insert (272) pouvant être fixé sur les moyens formant
bielle (274), pouvant l'être de préférence même ultérieurement.
13. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon la revendication 12, caractérisée en
ce que l'insert (272) peut être introduit dans un trou longitudinal (320) d'une bielle
(274) ou similaire.
14. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que les éléments de réglage (46, 50) sont disposés
dans la zone de la moitié inférieure du longeron de cadre de battant ou dormant (42
ou 48) éloigné du palier de pivotement.
15. Fenêtre ou porte basculante et pivotante selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de rétention présente un élément
d'inversion du mouvement, éventuellement sous la forme du levier à deux bras (92 ;
292), qui réalise lors d'un mouvement de déplacement des moyens formant bielle (74
; 274) de la position de fixation de l'entrebâillement à la position prête à pivoter
un déplacement de l'élément de réglage (46 ; 246) de la position de prise à la position
sans prise.