[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckgasschalter der im Oberbegriff des Anspruches 1
genannten Art.
[0002] Ein solcher Druckgasschalter ist aus der DE-A-3009 165, Fig. 1 und der zugehörigen
Beschreibung bekannt. Bei diesem Schalter ist der Auslass im beweglichen Kontaktstück,
dem die Blasdüse zugeordnet ist, bei einem Ausschalthub bereits dann mit dem Ausblasraum
in Verbindung, wenn der Abstand zwischen den Kontaktstücken, zwischen denen der Schaltlichtbogen
brennt, etwa der minimalen Löschdistanz entspricht. Sobald aber dieser Auslass nicht
mehr in den Pumpraum mündet, verpufft der vom Schaltlichtbogen erzeugte Druckstoss,
der sich vor Erreichen der minimalen Löschdistanz zwischen den Kontaktstücken noch
über den Auslass in den Pumpraum fortpflanzte und damit die Blaswirkung unterstützte,
nutzlos in den Ausblasraum. Daraus ergibt sich, dass wegen der nur ungenügenden Ausnützung
des vom Schaltlichtbogens ausgehenden Druckstosses beim bekannten Schalter die Pumpleistung
ein bestimmte Mindestmass nicht unterschreiten durfte, und dies wurde (schon aus Antriebsgründen)
damit erreicht, dass der Pumphub (und nicht die «Bohrung») und damit der Schalthub
vergleichsweise gross gewählt wurden, so dass am Ende des Schalthubes der Pumpraum
nur noch ein vernachlässigbares Restvolumen aufwies.
[0003] Einer vollen Ausnützung des vom Schaltlichtbogen ausgehenden Druckstosses zur Unterstützung
der Axialbeblasung des ersteren stand beim bekannten Schalter auch die Befürchtung
entgegen, dass wenn zuviel Bogengase über die Blasdüse direkt in den Pumpraum zurückgedrückt
würden, das dort noch vorhandene Löschgas übermässig «verseucht» und momentan in seinen
Löscheigenschaften beeinträchtigt würde. Man hat daher im bekannten Schalter im Einlassbereich
der Blasdüse, also in der direkten Verbindung Pumpraum/Blasdüse, Ventilzungen eingebaut,
die ein Zurückfliessen der durch den Schaltlichtbogen erhitzten Gase direkt in den
Pumpraum hemmen sollen, dagegen das Ausfliessen von Löschgas aus dem Pumpraum zur
Blasdüse kaum hemmen.
[0004] Zusammenfassend ist zu sagen, dass mit dem bekannten Druckgasschalter die angestrebte
Schaltleistung mit einem relativ langen Schalthub und mit vergleichsweise kompliziertem
technischen Aufwand erreicht wurde.
[0005] Es wurde nun überraschend gefunden, dass eine grosszügigere Bemessung des Pumpraumes
gestattet, den vom Schaltlichtbogen bei einem Ausschalthub erzeugten Druckstoss zeitlich
länger auszunützen, ohne dass die Schaltleistung wegen der oben angegebenen «Verseuchungsgefahr»
beeinträchtigt würde. Dementsprechend ist der Erfindung die Aufgabe zugrunde gelegt,
einen Schalter der eingangs genannten Art derart auszugestalten, dass der vom Schaltlichtbogen
ausgehende Druckstoss fast während des ganzen Ausschalthubes die Beblasung durch die
Blasdüse unterstützt, so dass letzten Endes der Ausschalthub auf etwas mehr als die
minimale Löschdistanz vermindert werden kann, was auch die beim Ausschalthub vom Schalterantrieb
aufzuwendende Arbeit vermindert, welcher seinerseits dadurch leichter gebaut werden
kann.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe weist der vorgeschlagene Schalter die im Kennzeichen des
Patentanspruches 1 definierten Merkmale auf.
[0007] Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0008] Die Erfindung ist nachfolgend rein beispielsweise anhand der Zeichnung näher erläutert,
wobei zu bemerken ist, dass in den Schnittzeichnungen nur die in vorliegendem Zusammenhang
wesentlichen Teile links jeweils in Einschaltstellung rechts dagegen in Ausschaltstellung
dargestellt sind. Es zeigt:
Fig. 1 sehr schematisch einen Schnitt durch Teile einer einfachen Ausführungsform
eines Druckgasschalters,
Fig. 2 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1 einen Schnitt durch eine zweite Ausführungsform,
bei dem zusätzliche Mittel vorgesehen sind, um den Druck im Pumpraum begrenzt zu halten,
Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform,
Fig. 4 und 5 Schnitte durch die Ausführung der Fig. 3 bei denen zusätzlich Mittel
vorgesehen sind, um den Druck im Pumpraum begrenzt zu halten,
Fig. 6 einen Schnitt durch eine Ausführungsform, bei der, ausgehend von demselben
Schalterantrieb, das bewegliche Kontaktstück erst bewegt wird, wenn im Pumpraum bereits
eine Vorkompression stattgefunden hat, und
Fig. 7 bis 9 rein schematisch eine beispielsweise Koppelung des beweglichen Kontaktstückes,
einerseits und der Pumpenbetätigung andererseits beim Schalter der Fig. 6 an einen
Schalterantrieb.
[0009] Die in Fig. 1 dargestellten Teile eines Druckgasschalters 10 muss man sich als in
einem nicht dargestellten, gekapselten und ein Löschgas, z.B. SF
6, unter Überdruck enthaltenden Gehäuse angeordnet vorstellen. Man erkennt in Fig.
1 ein erstes, rohrförmiges, bewegliches Kontaktstück 11, mit dem über Stege 12 ein
Zylinder 13 verbunden ist, dessen zwischen den Stegen 12 vorhandener Auslass zugleich
den Einlass einer am Boden des Zylinders 13 befestigten und das freie, mit einem Abbrandring
14 versehene Ende des Kontaktstückes 11 umgebenden Blasdüse 15 bildet. Die engste
Stelle 16 dieser aus einem Kunststoff oder einem anderen isolierenden Material bestehenden
Blasdüse ist dem Abbrandring 14 vorgelagert. Das Kontaktstück 11 durchsetzt auf verschiebbare
Weise einen Kolben 17, an dem eine das Kontaktstück 11 dicht umschliessende Führungshülse
18 befestigt oder angeformt ist. Der Kolben 17 und der Zylinder 13 begrenzen somit
einen Pumpraum 19, der ebenfalls Löschgas enthält.
[0010] Das erste Kontaktstück 11 ist nicht über seine gesamte Länge rohrförmig, sondern
nur in dem an den Abbrandring 14 anschliessenden Abschnitt 20. Am Ende dieses Abschnittes
sind radiale Auslässe 21 vorhanden, die den Innenraum des Abschnittes 20 mit der jeweiligen
Umgebung des Kontaktstückes 11 verbinden.
[0011] Mit dem ersten, beweglichen Kontaktstück 11 wirkt ein zweites, festes Kontaktstück
22 zusammen, dessen freies Ende ebenfalls mit einem Abbrandring 23 versehen und nur
in dem auf diesen folgenden Abschnitt 24 rohrförmig ist, wobei am Ende dieses Abschnittes
24 Auslässe 25 vorhanden sind, die den Innenraum des Abschnittes 24 mit der Umgebung
des Kontaktstückes 22 verbinden. In der Einschaltstellung verschliesst das Kontaktstück
22 die Blasdüse 15 an deren engsten Stelle 16 und auch das freie Ende des Kontaktstückes
11.
[0012] Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Kolben 17 ortsfest, z.B.
auf Säulen 26 abgestützt, während das Kontaktstück 11 und mithin auch der Zylinder
13 und die Blasdüse beweglich sind. Zu diesem Zweck ist das Kontaktstück 11 an einen
nicht dargestellten Antrieb gekoppelt, mit welchem das Kontaktstück 11 im Sinne des
Doppelpfeiles 27 zwischen der Ein- und der Ausschaltstellung verschiebbar ist. Wie
der Kolben 17 ist auch das Kontaktstück 22 ortsfest angeordnet. Nur schematisch sind
die zu den Kontaktstücken 11 bzw. 22 führenden Anschlüsse 28 bzw. 29 angegeben, wobei
der Anschluss 28 an das bewegliche Kontaktstücke 11 noch mit einem Gleitkontakt 30
versehen ist.
[0013] Bei einem Ausschalthub entfernt sich das Kontaktstück 11 vom Kontaktstück 22. Bevor
die beiden Kontaktstücke jedoch sich gegenseitig verlassen, wird das im Pumpraum 19
befindliche Löschgas bereits etwas vorkomprimiert. Sobald sich die beiden Kontaktstücke
trennen, wird ein Schaltlichtbogen gezogen, dessen Intensität von der Stärke des abgeschalteten
Stromes abhängt. Dieser Schaltlichtbogen wird nun beblasen, auch wenn die Blasdüse
noch durch das Kontaktstück 22 verschlossen ist. Die entstehenden Schaltgase strömen
dann zur Hauptsache axial über die Auslässe 25 im Kontaktstück 22 ab. Ist aber der
Schaltlichtbogen besonders intensiv, so dass der Druck der hochgespannten Schaltgase
den Druck des vorkomprimierten Löschgases im Pumpraum übersteigt, so breitet sich
eine Druckwelle durch den Abschnitt 20 und die Auslässe 21 aus und erhöht zusätzlich
den bereits vorhandenen Druck im Pumpraum 19. Sobald die Blasdüse 15 das Kontaktstück
22 verlässt, wird die Beblasung des Schaltlichtbogens schlagartig intensiver, zumal
dann die Druckunterstützung über die Auslässe 21 noch anhält, bis diese in die Führungshülse
18 eintreten und dadurch verschlossen werden. In diesem Moment hört die axiale Strömung
im Abschnitt 20 vorübergehend auf und es bildet sich, je nach Intensität des Schaltlichtbogens,
in diesem Abschnitt 20 ein Druckstau. Dieser entlädt sich dann, wenn die Auslässe
21 gegen Ende des Ausschalthubes wieder aus der Führungshülse 18 austreten.
[0014] Zu beachten ist, dass der Rauminhalt des Pumpraumes 19 in Ausschaltstellung noch
immer beachtlich ist, beträgt er doch noch etwa die Hälfte bis ein Drittel seines
ursprünglichen Rauminhaltes in Einschaltstellung. Dadurch verbleibt im Pumpraum 19
stets ein ausreichendes Gaskissen, das die Rückwirkungen der vom Schaltlichtbogen
ausgehenden Druckspitzen auf den Antrieb wirksam dämpft. Mit anderen Worten ist der
Schalthub bedeutend kürzer als der an sich theoretisch mögliche Pumphub.
[0015] Die Ausführungsform der Fig. 2 entspricht weitgehend jener der Fig. 1 mit dem Unterschied,
dass hier zusätzlich Mittel vorgesehen sind, um den Druck im Pumpraum 19 nicht über
einen vorbestimmten Wert ansteigen zu lassen.
[0016] Wie in Fig. 2 links zu erkennen ist, können diese Mittel durch ein an den Zylinder
13 angebautes und einen seitlichen Auslass 31 freigebendes Überdruckventil 32 und/oder
durch ein am Kolben 17 angebautes, einen Durchlass 33 in diesem freigebendes Überdruckventil
34 gebildet sein. Falls sowohl am Zylinder 13 als auch am Kolben 17 ein Überdruckventil
vorgesehen ist, ist es zweckmässig, diese auf etwa denselben Ansprechdruck einzustellen.
[0017] In Fig. 2 rechts ist ein anderes Mittel dargestellt, um den Druck im Pumpraum 19
zu begrenzen. Hier ist am freien Ende der Hülse 18 ein abstehender Bund 35 angeformt,
der normalerweise dichtend von einem Ringkolben 36 umschlossen ist. Der ebenfalls
dichtend an der Innenwand des Zylinders 13 anliegende Ringkolben 36 ist über eine
Feder 37 auf den Kolben 17 abgestützt, der hier einen die Wurzel der Hülse 18 umgebenden
Kranz von Auslässen 38 aufweist. Vermag der Druck im Pumpraum 19 die Kraft der Feder
37 zu überwinden, wird der Ringkolben 36 auf den Kolben 17 hin verdrängt. Damit verlässt
er auch den Bund 35 und zwischen der Hülse 18 und dem Innendurchmesser des Ringkolbens
36 entsteht ein Ringspalt, durch den der Überdruck im Pumpraum entweichen kann, bis
die Feder 37 wieder den Ringkolben 36 auf die Höhe des Bundes 35 zu drücken vermag.
[0018] Auch bei der in Fig. 2 rechts gezeigten Ausführungsform beträgt der Rauminhalt des
Pumpraumes in Ausschaltstellung noch etwas mehr als ein Drittel des Rauminhaltes in
Einschaltstellung, so dass die erwähnte dämpfende Wirkung des im Pumpraum verbleibenden
Gaskissens gewährleistet bleibt.
[0019] Die Ausführungsform der Fig. 3 kann gewissermassen als kinematische Umkehrung der
Ausführungsform der Fig. 1 angesehen werden. Hier ist das Kontaktstück 11 und mit
ihm der Zylinder 13 sowie die Blasdüse 15 durch nicht näher dargestellte Mittel ortsfest
abgestützt.
[0020] Dagegen sind die den Kolben 17 tragenden Säulen 26 an den Schalterantrieb gekoppelt,
der somit den Kolben 17 im Sinne des Doppelpfeiles 27 zwischen der Einschalt- und
der Ausschaltstellung bewegt. Das Kontaktstück 22 ist über von diesem abstehende Ausleger
39, Zug- und Schubstangen 40 aus einem Isoliermaterial sowie von den Säulen 26 seitlich
abstehende Ausleger 41 fest an die Säulen 26 und damit an den Antrieb gekoppelt. Die
Wirkungsweise dieser Ausführungsform entspricht weitgehend der Fig. 1, doch ist zu
bemerken, dass es bei dieser Ausführungsform möglich ist, die Massen der vom Antrieb
zu beschleunigenden und zu bewegenden Teile des Schalters geringer als bei der Ausführungsform
der Fig. 1 gehalten werden kann, was wiederum gestattet, die Leitung des Antriebes
zu verringern. Auch in Fig. 3 behält der Pumpraum 19 in Ausschaltstellung noch einen
erheblichen Rauminhalt bei.
[0021] Die Ausführungsform der Fig. 4 entspricht weitgehend jener der Fig. 3 mit dem Unterschied,
dass diese Ausführungsform mit den Mitteln zum Begrenzen des Druckes im Pumpraum 19
ausgestattet ist, wie sie anhand der Fig. 2 rechts beschrieben worden sind. Man erkennt
rechts in Fig. 4 wie der Ringkolben 36 gegen die Wirkung der Feder 37 vom Bund 35
an der Hülse 18 verdrängt worden ist, so dass über den Ringspalt zwischen dem Innendurchmesser
des Ringkolbens 36 und dem Hals der Hülse 18 und über die Auslässe 38 im Kolben 17
der Pumpraum 19 mit dem übrigen Raum verbunden ist.
[0022] Die Ausführungsform der Fig. 5 entspricht im wesentlichen jener der Fig. 4. Die Mittel,
die hier zur Begrenzung des Druckes im Pumpraum vorgesehen sind, sind - ähnlich wie
in Fig. 2 links - die am Zylinder 13 und/oder am Kolben 17 angebauten Überdruckventile
32 bzw. 34, die ihrerseits den Auslass 31 in der Zylinderwand bzw. den Auslass 33
im Kolben 17 freigeben.
[0023] Die Ausführungsform der Fig. 6 gleicht jenen der Fig. 4 und 5, doch sind das hier
bewegliche Kontaktstück 22 und der hier ebenfalls bewegliche Kolben 17 zwar an ein
und dieselbe Antriebseinheit gekoppelt, jedoch je über verschiedene Gestänge, wie
sie beispielsweise in den Fig. 7 bis 9 dargestellt sind.
[0024] Man erkennt in den Fig. 7 bis 9 die nur schematisch dargestellten, jedoch mit denselben
Bezugsziffern wie in Fig. 6 bezeichneten Bestandteile. Ausserdem erkennt man eine
ausserhalb eines hier gestrichelt angedeuteten Schaltergehäuses 42 angeordnete Antriebseinheit
43. Von dieser Antriebseinheit 43 geht ein Schwenkhebel 44 aus. An diesen Schwenkhebel
44 ist bei 45 das eine Ende einer Stange 46 angelenkt, die dichtend, jedoch verschiebbar
in das Gehäuse 42 eingeführt ist und an ihrem anderen Ende die Säulen 26 trägt, auf
denen der Kolben 17 verankert ist. Die mithin dem Kolben 17 zugeordnete Stange 46
steht unter der Wirkung einer in der Fig. 7 gezeigten Einschaltstellung gespannten
Druckfeder 47, die bestrebt ist, die Stange 46 und damit auch den Kolben 17 zur Ausführung
der bei einem Ausschalthub erforderlichen Bewegung durchführen zu lassen.
[0025] Das Kontaktstück 22 ist über einen Ausleger 48 mit dem einen Ende einer weiteren,
zur Stange 46 im wesentlichen parallelen Stange 49 verbunden. Auch die Stange 49 steht
unter der Wirkung einer in Fig. 7 gespannten Druckfeder und ist dichtend, jedoch verschiebbar
aus dem Gehäuse 42 herausgeführt. An ihrem ausserhalb des Gehäuses 42 liegenden Ende
ist die Stange 49 mit einem Langloch 51 versehen, in das ein am Ende des Schwenkhebels
44 verankerter Zapfen 52 greift. Ausserdem ist an der Stange 49 ein Sperrzahn 53 befestigt,
der mit dem einen Arm einer zweiarmigen, bei 54 schwenkbar gelagerten Sperrklinke
55 zusammenwirkt. Der andere Arm dieser Sperrklinke 55 erstreckt sich in die Nähe
der Stange 46, an der ein Auslöseanschlag 56 befestigt ist.
[0026] Für einen Ausschalthub verdreht sich der Schwenkhebel 44 im Gegenuhrzeigersinn, wie
mit dem Pfeil in Fig. 8 angegeben. Damit wird zunächst nur die Stange 46 und mit ihr
der Kolben 17 bewegt, wodurch das im Pumpraum 19 befindliche Löschgas eine Vorkompression
erfährt. Derweil bleibt die Stange 49 und damit auch das bewegliche Kontaktstück durch
die Sperrklinke 55 noch arretiert und der Zapfen 52 gleitet im Langloch 51 in Richtung
auf den Sperrzahn 53. Sobald die Stellung der Fig. 8 erreicht ist, hebt der Auslöseanschlag
56 an der Stange 46 den zu dieser hin weisenden Arm der Sperrklinge 55 an, die somit
im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, bis der andere Arm der Sperrklinke 55 den Sperrzahn
53 an der Stange 49 freigibt. Von diesem Moment an kann sich die Druckfeder 50 ungehindert
entspannen, die Stange 49 und damit das Kontaktstück 22 eilen der Bewegung des Schwenkhebels
44 sogar vor: Der Ausschalthub ist in vollem Gange, während der Kolben 17 seine Endstellung
praktisch schon erreicht hat. Die Ausschaltstellung ist in Fig. 9 dargestellt. Der
Zapfen 52 liegt wieder - wie in Fig. 7 - am Ende des Langloches 51 an. Ausgehend von
der in Fig. 9 dargestellten Ausschaltstellung erfolgt dann der Einschalthub, in dem
der Schwenkhebel 44 eine Drehung im Uhrzeigersinn ausführt. Dabei werden beide Stangen
46 und 49 gleichzeitig aus dem Gehäuse gezogen, die Druckfedern 47 und 50 gleichzeitig
gespannt und der Sperrzahn 53 überfährt den zugeordneten Arm der Sperrklinke 55, bis
die Stellung der Fig. 7 wieder erreicht ist.
[0027] Auch bei der Ausführungsform der Fig. 6 bzw. 7 bis 9 können zusätzlich Mittel vorgesehen
sein, um den Druck im Pumpraum 19 begrenzt zu halten.
1. Druckgasschalter mit einem beweglichen und einem festen Kontaktstück (22 bzw. 11),
die beide rohrförmig ausgebildet sind, wobei dem ersten Kontakstück (11) eine Blasdüse
(15) in fester Bezugslage zugeordnet ist, deren engste Stelle (16) diesem vorgelagert
und in Einschaltstellung durch das andere, zweite Kontaktstück (22) verschlossen ist,
wobei der Einlass der Blasdüse (15) mit einem bei einem Ausschalthub unter Druck setzbarem
Pumpraum (19) in Verbindung steht, der von einem Zylinder (13) und von einem durch
das erste Kontaktstück (11), dem die Blasdüse (15) zugeordnet ist, verschiebbar durchsetzten
Kolben (17) begrenzt ist, und wobei das der Blasdüse (15) zugeordnet erste Kontaktstück
(11) in dem seinem freien Ende entfernten Bereich mit einem Auslass (21) versehen
ist, der zumindest in Ausschaltstellung den Innenraum des betreffenden Kontaktstückes
(11 ) mit einem Ausblasraum verbindet, wobei dieser Auslass (21) in Einschaltstellung
in den Pumpraum (19) mündet und dessen Abstand vom freien Ende des genannten Kontaktstückes
(11) grösser ist, als der bei einem Ausschalthub erfolgende Pumphub zwischen dem Kolben
(17) und Zylinder (13), dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Kontaktstück (22)
in dem seinem freien Ende entfernten Bereich mit einem Auslass (25) versehen ist,
dass der Auslass (21 ) des ersten Kontaktstückes (11) erst gegen Ende eines Ausschalthubes
in Verbindung mit dem Ausblasraum tritt und dass der Rauminhalt des Pumpraumes (19)
in Ausschaltstellung der Hälfte bis einem Drittel dessen Rauminhaltes in Einschaltstellung
entspricht.
2. Druckgasschalter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (32;
35, 36, 37, 38) vorgesehen sind, um den Druck im Pumpraum (19) zu begrenzen.
3. Druckgasschalter nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel
durch wenigstens ein Überdruckventil (32; 36 - 38) gebildet sind, das bei einem vorbestimmten,
im Pumpraum (19) herrschenden Überdruck den Pumpraum mit dem Ausblasraum verbindet.
4. Druckgasschalter nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben
(17) mit einer das ihn durchsetzende erste Kontaktstück (11) dicht umschliessenden
Hülse (18) versehen ist, welche den in diesem ersten Kontaktstück (11) vorhandenen
Auslass (21) bei dessen Verlassen des Pumpraumes (19) vorübergehend verschliesst.
5. Druckgasschalter nach Patentanspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das
Überdruckventil einen weiteren, ringförmigen Kolben (36) aufweist, der federnd auf
der dem Pumpraum zugekehrten Seite des erstgenannten Kolbens (17) abgestützt und auf
der an diesen verankerten Hülse (18) verschiebbar ist, die im Bereich ihres freien
Endes einen dichtend an den Innendurchmesser des weiteren Kolbens (36) anliegenden
Bund (35) aufweist, wobei der erstgenannte Kolben (17) einen in den Ausblasraum mündenden
Durchlass (38) aufweist und wobei beim Ansprechen des weiteren Kolbens (36) zwischen
diesem und der Hülse ein durchströmbarer Ringspalt entsteht.
6. Druckgasschalternacheinemdervorangehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (51, 52, 53, 54, 55, 56) vorgesehen sind, um bei einem Ausschalthub den
Pumpraum (19) vor der Bewegung des beweglichen Kontaktstückes (22) unter Druck zu
setzen (Fig. 7 - 9).
1. A gas-blast switch having a movable and a fixed contact member (22 and 11) both
of which are tubular in construction, wherein associated with the first contact member
(11) is a blast nozzle (15) in a fixed reference position, the narrowest point (16)
of which is mounted in front of this and, in the closed position, is closed by the
other second contact member (22), wherein the inlet of the blast nozzle (15) is in
communication with a pump chamber (19) which can be placed under pressure during an
opneing stroke and which is bounded by a cylinder (13) and by a piston (17) which
is penetrated in a displaceable manner by the first contact member (11) with which
the blast nozzle (15) is associated and wherein the first contact member (11) associated
with the blast nozzle (15) is provided, in the region remote from its free end, with
an outlet (21) which connects the interior of the contact member (11) in question
with a blow-out chamber, at least in the open position, wherein this outlet (21) opens
into the pump chamber (19) in the closed position and the distance of which from the
free end of said contact member (11) is greater than the pump lift between the piston
(17) and cylinder (13) traking place during an opening stroke, characterised in that
the second contact member (22) is provided with an outlet (25) in the region remote
from its free end, in thatthe outlet (21) of the first contact member (11) only comes
into communication with the blow-out chamber towards the end of an opening stroke
and in that the volume of the pump chamber (19) in the open position corresponds to
half to a third of its volume in the closed position.
2. A gas-blast switch according to Patent claim 1, characterised in that means (32;
35, 36, 37, 38) are provided to limit the pressure in the pump chamber (19).
3. A gas-blast switch according to Patent claim 2, characterised in that the means
are formed by at least one pressure-relief valve (32; 36-38) which, at a predetermined
excess pressure prevailing in the pump chamber (19), connects the pump chamber to
the blow-out chamber.
4. A gas-blast switch according to Patent claim 1, characterised in that the piston
(17) is provided with a sleeve (18) which closely surrounds the first contact member
(11) penetrating through it and which temporarily closes the outlet (21) present in
this first contact member (11) on leaving the pump chamber (19).
5. A gas-blast switch according to Patent claims 3 and 4, characterised in that the
pressure-relief valve comprises a further, annular piston (36) which is resiliently
supported on the side of the first-mentioned piston (17) adjacent to the pump chamber
and is displaceable on the sleeve (18) which is anchored on this and which comprises,
in the region of its free end, a collar (35) bearing tightly against the internal
diameter of the further piston (36), the first-mentioned piston (17) comprising a
passage (38) leading into the blow-out chamber and, when the further piston (36) responds,
an annular gap, through which flow is possible, results between this piston and the
sleeve.
6. A gas-blast switch according to any one of the preceding Patent claims, characterised
in that means (51, 52, 53, 54, 55, 56) are provided to place the pump chamber (19)
under pressure before the movement of the movable contact member (22) during an opening
stroke (Figures 7 - 9).
1. Interrupteur à gaz comprimé avec un plot de contact mobile et un plot de contact
fixe (22 ou 11 ) qui présentent tous deux une forme tubulaire, au premier plot de
contact (11) étant associée une buse de soufflage (15) dans une position de référence
fixe dont l'endroit le plus resserré (16) est disposé en avant dudit plot de contact
et qui, dans la position d'enclenchement, est obturée par le deuxième plot de contact
(22), l'entrée de la buse de soufflage (15) communiquant avec un espace de pompage
(19) pouvant être mis sous pression lors d'une course de coupure et délimité par un
cylindre (13) et par un piston (17) traversé de manière mobile par le premier plot
de contact (11) auquel est associée la buse de soufflage (15), et le premier plot
de contact (11) associé à la buse de soufflage (15) comportant, dans la région éloignée
de son extrémité libre, un orifice de sortie (21 ) qui, du moins dans la position
de coupure, relie l'intérieur du plot de contact considéré ( 11 ) à un espace de soufflage,
cet orifice de sortie (21 ) débouchant, dans la position d'enclenchement, dans l'espace
de pompage (19), et dont la distance par rapport à l'extrémité libre dudit plot de
contact (11) est plus grande que la course de pompage entre le piston (17) et le cylindre
(13) effectuée lors d'une course de coupure, caractérisé en ce que le deuxième plot
de contact (22) comporte, dans la région éloignée de son extrémité libre, un orifice
de sortie (25), que l'orifice de sortie (21) du premier plot de contact (11) n'entre
en communication avec l'espace de soufflage que vers la fin d'une course de coupure,
et que le volume de l'espace de pompage (19) correspond, dans la position de coupure,
à la moitié à un tiers de son volume dans la position d'enclenchement.
2. Interrupteur à gaz comprimé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comprend
des organes (32; 35, 36, 37, 38) pour limiter la pression à l'intérieur de l'espace
de pompage (19).
3. Interrupteur à gaz comprimé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les
organes sont constitués par au moins une soupape de surpression (32; 36 à 38) qui,
pour une surpression prédéterminée à l'intérieur de l'espace de pompage (19), relie
l'espace de pompage à l'espace de soufflage.
4. Interrupteur à gaz comprimé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le
piston (17) comprend une douille (18) qui entoure de manière étanche le premier plot
de contact (11) traversant ledit piston et qui obture temporairement l'orifice de
sortie (21) aménagé dans ce premier plot de contact (11) au moment où il quitte l'espace
de pompage (19).
5. Interrupteur à gaz comprimé selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé
en ce que la soupape de surpression présente un piston annulaire supplémentaire (36)
qui s'appuie élastiquement sur la face du premier piston (17) dirigée vers l'espace
de pompage et peut être déplacé sur la douille (18) solidaire dudit piston (17) laquelle
présente, dans la région de son extrémité libre, un collet (35) appliqué de manière
étanche contre le diamètre intérieur du piston supplémentaire (36), le premier piston
(17) comprenant un passage (38) débouchant dans l'espace de soufflage et une fente
annulaire autorisant le passage étant formée, lors de la réponse du piston supplémentaire
(36), entre ce dernier et la douille.
6. Interrupteur à gaz comprimé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce qu'il comprend des organes (51, 52, 53, 54, 55, 56) destinés à assurer, lors
d'une course de coupure, la mise sous pression de l'espace de pompage (19) avant le
mouvement du plot de contact mobile (22) (fig. 7 à 9).