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(11) |
EP 0 146 819 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.04.1989 Patentblatt 1989/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.11.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B65D 30/24 |
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Ventilsack aus Kunststoffolie
Valve bag made of plastic material
Sac à valve en matière plastique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR IT LU NL SE |
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Priorität: |
28.12.1983 DE 8337443 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.07.1985 Patentblatt 1985/27 |
| (73) |
Patentinhaber: Bischof und Klein GmbH & Co. |
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D-49525 Lengerich (DE) |
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Erfinder: |
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- Poppe, Josef
D-4542 Tecklenburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Busse & Busse
Patentanwälte |
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Postfach 12 26 49002 Osnabrück 49002 Osnabrück (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 611 668 FR-A- 1 175 846 GB-A- 1 039 134
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DE-B- 1 753 634 FR-A- 2 366 176
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Ventilsack aus Kunststoffolie, bestehend aus einem an
seinen Enden durch einen Standboden und Ventilboden geschlossenen Sackschlauch, wobei
die Sackböden jeweils von einem Formboden gebildet sind, der paarweise einander gegenüberliegende
Eckeinschläge und Bodenseitenumschläge, ein inneres Bodenblatt und ein äußeres Deckblatt
sowie eine Ventileinlage im Ventilboden umfaßt, wobei diese den Formboden bildenden
Teile einschließlich des äußeren Deckblattes sämtlich aus der Kunststoffolie bestehen
und durch Klebverbindungen zur Bodenbildung miteinander verbunden sind, die auf der
Außenseite des Sackschlauches rundum entlang dessen Randkante verlaufende Klebstoffaufträge
und Klebstoffaufträge auf der Innenseite des Deckblattes umfassen.
[0002] Bei einem bekannten Ventilsack aus Kunststofffolie dieser Art sind die zur gegenseitigen
Verklebung der Bodenteile vorgesehenen Klebstoffaufträge nach Art einer dünnen Schicht
eines Kontaktklebers ausgeführt, wobei die Bodenfaltung und die gegenseitige Verklebung
der Bodenteile erfolgt, nachdem das Lösungsmittel des Kontaktklebers abgetrocknet
ist. Der Klebstoff befindet sich dann in einem trockenen oder fast trockenen Zustand
und verklebt nur mit sich selbst, d. h. zwei gleichartigen Klebstoffschichten. Beispiele
für in dieser Weise geklebte Formböden von Kunststoffventilsäcken sind in der DE-B-1753
634 beschrieben. Durch das vorherige Abtrocknen des Lösungsmittels ist es zwar möglich,
die jeweils an ihren beiden Enden mit einem Formboden zu versehenden Sackschläuche
durch eine Bodenlegemaschine zu fördern, ohne daß durch die Klebstoffaufträge auf
der Außenseite des Sackschlauches entlang dessen Randkanten ein Abschmieren der Klebstoffschicht
auf Leitschienen u.dgl. Faltwerkzeuge der Bodenlegemaschine zu befürchten ist. Es
hat sich jedoch gezeigt, daß durch die der den Sackschlauch bildenden Kunststoffolie
innewohnenden Rückstellkräfte insbesondere an den Faltkanten zwischen den Eckeinschlägen
und den Bodenseitenumschlägen des Formbodens Kanäle entstehen, die zu schließen die
Kraft der dünnen miteinander zur Verklebung zu bringenden Kontaktkleberschichten nicht
ausreicht und die daher die Ursache für Undichtigkeiten des Bodens sind. Eine weitere
Gefahr für Bodenundichtigkeiten stellt die Verwendung äußerer Deckblätter dar, die
dicker als die Sackschlauchfolie und daher bei der Verklebung nicht so anschmiegsam
sind, wie es für eine durchgehend vollflächige Verklebung erforderlich wäre. Die Verwendung
dickerer äußerer Bodendeckblätter ist bei den bekannten Ventilsäcken durch die sich
im geschlossenen Formboden bereichsweise gegenseitig überlappenden Bodenseitenumschläge
bedingt, weil anderenfalls entlang der Kante des äußeren Bodenseitenumschlags bei
stoßartiger Belastung leicht ein Bruch des Deckblattes in seiner Längsrichtung eintreten
kann.
[0003] Aus der GB-A-10 39 134 ist ein Ventilsack mit endseitigen Formböden bekannt, bei
denen ein inneres Bodenblatt auf die Außenseite zumindest eines der Eckeinschläge
eines entsprechenden Formbodens aufgeklebt ist. Der Ventilsack mit seinen den jeweiligen
Formboden bildenden Endteilen einschließlich des inneren Bodenblattes besteht hierbei
aus Kunststoffolie, während ein den außenseitigen Abschluß des Formbodens bildendes
äußeres Deckblatt aus Papier besteht und auf die Außenseite des Formbodens mittels
eines Klebstoffes aufgeklebt wird, der eine zufriedenstellende Verbindung des Papiers
des Deckblattes und des Kunststoffmaterials der übrigen Bodenteile ermöglicht. Bei
einer Variante des bekannten Ventilsackes, bei der das äußere Deckblatt mit einer
Kunststoffbeschichtung versehen ist, wird dessen Verbindung mit den übrigen, aus Kunststoffolie
bestehenden Bodenteilen durch Schweißen vorgenommen.
[0004] Die DE-A-1611 668 offenbart einen Ventilsack aus Kunststoffolie mit paarweise einander
gegenüberliegende Eckeinschläge und Bodenseitenumschläge umfassenden Formböden, die
mit einem inneren Bodenblatt versehen sind, das eine die Bodenbreite des fertigen
Bodens und die zusammengenommene Breite der Bodenseitenumschläge übersteigende Breite
aufweist. Sämtliche Verbindungen der Bodenteile zur Bodenbildung werden bei dieser
bekannten Sackform durch Verschweißungen vorgenommen, was auch für ein den außenseitigen
Abschluß des Formbodens bildendes äußeres Deckblatt gilt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ventilsack aus Kunststoffolie mit
geklebten Formböden der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei dem die Formböden
eine erhöhte Dichtigkeit aufweisen und der dabei mit hohen Maschinengeschwindigkeiten
herstellbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Klebstoffaufträge haftklebeartig
ausgebildet sind, derart, daß der Klebstoff nicht nur mit sich selbst, sondern auch
mit klebstofffreien Bereichen verklebt, die in Querrichtung des Formbodens gemessene
Breite jedes Bodenseitenumschlags geringer als die halbe Bodenbreite des jeweiligen
Formbodens in seinem fertiggestellten Zustand ist und das innere Bodenblatt selbst
von Klebstoffaufträgen freigehalten, mit dem Klebstoffauftrag auf zumindest einem
der Eckeinschläge des Formbodens verklebt ist und eine die Bodenbreite des fertiggestellten
Formbodens und die zusammengenommene Breite der Bodenseitenumschläge übersteigende
Breite aufweist.
[0007] Bei dieser Ausgestaltung kann durch die haftklebeartige Ausbildung der Klebstoffaufträge,
d. h. zunächst der Klebstoffaufträge, die sich auf der Außenseite des Sackschlauches
entlang dessen Randkante erstrecken, eine Verklebung mit dem inneren Bodenblatt erfolgen,
ohne daß dieses selbst einen entsprechenden Klebstoffauftrag besitzt. Der für die
Klebstoffaufträge verwendete Klebstoff ist zu diesem Zweck in der Weise weich und
klebrig eingestellt, daß zum Zeitpunkt der gegenseitigen Verklebung der miteinander
zu verbindenden Bodenteile von den Klebstoffaufträgen eine sehr klebrige Oberfläche
dargeboten wird, wobei die Klebkraft noch durch entsprechend dick bemessene Klebstoffaufträge
verbessert werden kann. Für die Erzielung einer solchen klebrigen Oberfläche der Klebstoffaufträge
zum Zeitpunkt der Lagenverbindung, die auch eine Verklebung mit klebstofffreien Folienbereichen
eingeht, stehen dem Fachmann geeignete Klebstoffe oder Kleblacke zur Verfügung, die
zum Verkleben der bei der Herstellung von Kunststoffsäcken Verwendung findenden Kunststoffolien,
z. B. Polyolefinfolien, insbesondere Polyäthylenfolien, erprobt sind. So kann beispielsweise
ein Klebstoff auf der Grundlage eines bekannten Kontaktklebers verwendet werden, der
aus einer Mischung von isocyanat-modifizierten Polyestern mit freien Hydroxylgruppen
und Isocyanatharzen besteht und zum Auftragen in einem Lösungsmittel gelöst wird,
wobei beispielsweise durch eine Verwendung von Polyesterharzen mit einem entsprechend
niedrigen Molekulargewicht eine Weicheinstellung dieses Klebstoffs mit erhöhter Oberflächenklebrigkeit
zum Zeitpunkt der Lagenverklebung in der Weise erreicht werden kann, daß nach Art
eines Haftklebers auch eine Verklebung der Klebstoffaufträge mit klebstofffreien Bereichen
stattfindet. So erfolgt eine Verklebung des inneren Bodenblatts mit dem Klebstoffauftrag
auf dem jeweiligen Eckeinschlag bei der erfindungsgemä- ßen Ausgestaltung des Ventilsackes
in der Weise, daß eine Kanalbildung an den Faltkanten zwischen den Eckeinschlägen
und den Bodenseitenumschlägen vermieden ist, wenn die außerhalb der üblichen Bodenseitenfalzlinien
liegenden Seitenteile des Bodenblattes zusammen mit den Bodenseitenumschlägen zum
Schließen des Formbodens nach innen gefaltet werden. Während des Transports durch
die Faltstation der Bodenlegemaschine ist der jeweils oben auf dem Eckeinschlag liegende
Klebstoffauftrag von dem inneren Bodenblatt bzw. bei einem Ventilboden von einer Ventileinlage
abgedeckt, so daß kein Abschmieren der an sich stark klebrigen Klebstoffaufträge beim
Transport der Sackschläuche durch die Bodenfaltstation zu befürchten ist. Der erfindungsgemäße
Ventilsack kann daher insoweit mit hohen Maschinengeschwindigkeiten hergestellt werden.
Da ferner in der erfindungsgemäßen Sackausgestaltung die Breite jedes Bodenseitenumschlags
geringer als die halbe Bodenbreite des jeweiligen Formbodens ist, ist eine gegenseitige
Überlappung der Bodenseitenumschläge im Formboden und damit ein bruchgefährdeter Bereich
des äußeren Deckblattes vermieden. Das äußere Deckblatt kann daher entsprechend dünner
bemessen sein und besitzt aus diesem Grunde eine verbesserte Anschmiegsamkeit bei
der Verklebung, die die Dichtigkeit der Klebeverbindung des Formbodens weiter verbessert.
[0008] Zahlreiche weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung, in der zwei Ausführungsbeispiele
des Gegenstandes der Erfindung schematisch veranschaulicht sind. In der Zeichnung
zeigen:
Fig. 1 bis 3 je eine Draufsicht auf einen Ventilsack nach einem ersten Ausführungsbeispiel
in verschiedenen Herstellungsstadien und
Fig. 4 bis 6 Ansichten entsprechend den Fig. 1 bis 3 zur Veranschaulichung eines weiteren
Ausführungsbeispiels.
[0009] Das Ausgangswerkstück für den in der Zeichnung dargestellten Ventilsack ist ein Sackschlauch
1 aus thermoplastischer Kunststoffolie, wie einer Polyolefinfolie, z.B. Polyäthylenfolie,
der entlang den Randkanten seiner anfänglich offenen Enden auf der Außenseite jeweils
mit einem rundum verlaufenden Klebstoffauftrag 2 versehen ist. Im mit den Klebaufträgen
2 versehenen Zustand wird der Sackschlauch 1 an seinen beiden Enden in einer Bodenlegemaschine
zu offenen Formböden 3 und 4 aufgezogen. Der Formboden 3 bildet den Standboden und
der Formboden 4 den Ventilboden des Sackschlauches 1.
[0010] Die Formböden 3 und 4 besitzen bei dem dargestellten Beispiel jeweils die Form eines
Kreuzbodens, an dessen Stelle jedoch in an sich bekannter Weise auch sog. Blockböden
treten können, wenn, anders als bei dem dargestellten Beispiel, ein Schlauchstück
mit eingelegten Seitenfalten als Ausgangswerkstück Verwendung findet. Die Form- bzw.
Kreuzböden 3 und 4 umfassen paarweise einander gegenüberliegende Eckeinschläge 5,
6 und Bodenseitenumschläge 7, 8. Nach dem Aufziehen der offenen Enden des Sackschlauches
1 zu den offenen Kreuzböden 3 und 4 liegen in dem dargestellten, flachgelegten Zustand
des Sackwerkstücks Teilstücke 2a des Klebstoffauftrags 2 auf der Oberseite der Eckeinschläge
5 und 6 und Teilstücke 2b auf der Unterseite der Bodenseitenumschläge 7 und 8, die
zum Schließen des Bodens entlang in Fig. 4 strichpunktiert eingezeichneter Bodenseitenfalzlinien
9 einwärts umgefaltet werden.
[0011] Im Standboden 3 ist auf die Teilstücke 2a des eine stark klebrige Oberfläche darbietenden
Klebstoffauftrags 2 ein inneres Bodenblatt 10 aufgeklebt, das selbst weder auf seiner
Unterseite noch auf seiner Oberseite einen Klebstoffauftrag trägt. Das auf diese Weise
mit den Eckeinschlägen 5 und 6 eine Verklebung eingehende Bodenblatt 10 besitzt eine
Breite, die die von dem Quermaß zwischen den beiden Bodenseitenfalzlinien 9 des jeweiligen
Bodens bestimmte Bodenbreite und die zusammengenommene Breite der Bodenseitenumschläge
7 und 8 übersteigt, so daß es entsprechend der Darstellung in Fig. 1 über die Randkanten
11 und 12 der Bodenseitenumschläge 7 und 8 hinausragt. Die Bodenseitenumschläge 7
und 8 besitzen dabei selbst eine Breite, die geringer ist als die Bodenbreite.
[0012] Die Ausbildung des Ventilbodens 4 unterscheidet sich von der des Standbodens 3 dadurch,
daß das innere Bodenblatt 10' in seiner Länge verkürzt ist, so daß es nur auf das
Teilstück 2a des Klebstoffauftrags 2 im Bereich des Eckeinschlags 6 aufgeklebt ist.
Bei dem dargestellten Beispiel ist das Bodenblatt 10' in seiner Länge soweit verkürzt,
daß es auf nur eine Bodenhälfte beschränkt ist; es kann jedoch auch eine Länge aufweisen,
die weiter zum Eckeinschlag 5 hin vorgezogen ist, diesen jedoch nicht erreicht, da
auf das Teilstück 2a des Klebstoffauftrags 2 des Eckeinschlags 5 eine schlauchförmige
Ventileinlage 13 aufgeklebt ist. Die Ventileinlage 13 bildet bei dem dargestellten
Beispiel ein an sich bekanntes Außentaschenventil mit einer Manschette 14. Durch die
in das Sackinnere einmündende Ventileinlage 13 erfolgt die Befüllung des Sackes, wobei
nach der Befüllung der äußere Teil 15 der Ventileinlage 13 in eine mit Hilfe der Manschette
14 gebildete Außentasche als Ventilverschluß eingesteckt wird.
[0013] Zum Schließen der offenen Formböden 3 und 4 nach Fig. 1 werden die Bodenseitenumschläge
7 und 8 beider Böden 3 und 4 um die Bodenseitenfalzlinien 9 einwärtsgefaltet, wie
es in Fig. 2 dargestellt ist. Dabei wird das Bodenblatt 10, 10', das dünner als das
Folienmaterial des Sackschlauches 1 gewählt ist, gemeinsam mit den Bodenseitenumschlägen
7 und 8 umgefaltet. In die Bodenseitenumschläge 7 und 8 sind dreieckige Endbereiche
16 der Eckeinschläge 5 und 6 unter Ausbildung von Faltkanten 17 zwischen den Eckeinschlägen
5, 6 und den Bodenseitenumschlägen 7, 8 einbezogen. Durch das auf die Eckeinschläge
5 und 6 im Standboden 3 und auf den Eckeinschlag 6 im Ventilboden 4 aufgeklebte, gemeinsam
mit den Bodenseitenumschlägen 7, 8 umgefaltete dünne Bodenblatt 10, 10' ist eine satte
Verklebung entlang den Innenseiten der Faltkanten 17 erreicht, so daß hier undichte
Kanäle zwischen den Eckeinschlägen 5, 6 und den Bodenseitenumschlägen 7, 8 vermieden
sind.
[0014] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 3 ist die Breite des Bodenblattes
10, 10' so gewählt, daß die gemeinsam mit den Bodenseitenumschlägen 7 und 8 entlang
den Falzlinien 9 einwärts umgefalteten Seitenteile 10a und 10b des Bodenblattes 10,10'
sich mit ihren einander zugewandten Randbereichen gegenseitig überlappen. Hierdurch
ist eine Verstärkung entlang der Bodenmitte erreicht.
[0015] Abschließend wird auf die Formböden 3 und 4 mit ihren einwärtsgefalteten Bodenseitenumschlägen
7 und 8 gemäß Fig. 2 ein äußeres Deckblatt 18 aufgeklebt, das zu diesem Zweck auf
seiner Unterseite einen Klebstoffauftrag trägt. Mittels dieses unterseitigen Klebstoffauftrags,
der wie der eingangs erwähnte Klebstoffauftrag 2 von einem weich und klebrig eingestellten
Klebstoff gebildet ist, erfolgt eine abschließende Verklebung des Bodenblattes 18
nicht nur mit den in den Fig. 2 und 3 nicht dargestellten Teilstücken 2b der Klebstoffaufträge
2 auf der Außen- bzw. Oberseite der Bodenseitenumschläge 7 und 8, sondern auch mit
sämtlichen, klebstofffreien Bereichen der Bodenseitenumschläge 7 und 8 sowie mit den
ihrerseits von Klebstoffaufträgen freigehaltenen, für eine Verklebung mit dem Deckblatt
18 dargebotenen Bereichen des inneren Bodenblattes 10, 10' und der Eckeinschläge 5,
6 bzw. der Ventileinlage 13. In Bodenlängsrichtung überragt dabei das Deckblatt 18
mit seinen Endteilen 19 die Randkanten des inneren Bodenblattes 10 im Bereich der
Eckeinschläge 5 und 6 des Standbodens 3 bzw. die Randkante des inneren Bodenblattes
10' im Bereich des Eckeinschlags 6 des Ventilbodens 4, wobei hier der andere Endteil
19 des Deckblatts 18 auf die Oberseite der Ventileinlage 13 aufgeklebt ist. Das Deckblatt
18 kann seinerseits eine geringere Dicke als das Folienmaterial des Sackschlauchs
1 aufweisen, so daß es eine gute Anschmiegsamkeit an die Materiallagen im jeweiligen
Formboden 3, 4 im Interesse einer vollflächigen, dichten Verklebung besitzt. Das Ausführungsbeispiel
nach Fig. 4 bis 6 unterscheidet sich von dem nach den Fig. 1 bis 3 durch eine andere
Ausgestaltung des Ventilbodens 4. Für gleiche bzw. entsprechende Teile sind dabei
die gleichen Bezugszeichen wie im Falle des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1 bis
3 verwendet worden.
[0016] Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, ist auf das Teilstück 2a des Klebstoffauftrags
2 eine schlauchförmige Ventileinlage 20 mittig auf den Eckeinschlag 5 aufgeklebt,
die mit ihrem inneren Bereich 21 über die innere Randkante des Eckeinschlags 5 hinausgeführt
ist und in das Sackinnere hineinragt. Die Ventileinlage 20 bildet dabei ein sog. Innenventil,
dessen innerer Bereich 21 nach Befüllung des Sackes mit Füllgut einen selbsttätigen
Ventilverschluß bewirkt.
[0017] Die schlauchförmige Ventileinlage 20, die z. B. von einem nahtlos extrudierten, dünnen
Schlauchstück aus Kunststoffolie gebildet ist, ist als Flachschlauch auf den Eckeinschlag
5 aufgeklebt und trägt auf ihrer Oberseite bzw. der oberen Flachschlauchhälfte außenseitig
einen Klebstoffauftrag 22, der in seiner Beschaffenheit dem Klebstoffauftrag 2 entspricht.
Es ist sodann ein klebstofffreies Bodenblatt 10 von der gleichen Größe wie das Bodenblatt
10 des Standbodens 3 in den offenen Ventilboden 4 eingeklebt, wobei seine Verklebung
im Bereich des Eckeinschlags 6 mit dem Teilstück 2a des Klebstoffauftrags 2 und im
Bereich des Eckeinschlags 5 mit den Bereichen des Teilstücks 2a beidseits der Ventileinlage
20 und im dazwischenliegenden Bereich mit dem Klebstoffauftrag 22 der Ventileinlage
20 erfolgt.
[0018] Eine weitere Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels ist dadurch vorgenommen,
daß die Breite des Bodenblattes 10 sowohl im Standboden 3 als auch im Ventilboden
4 derart bemessen ist, daß die gemeinsam mit den Bodenseitenumschlägen 7 und 8 umgefalteten
Seitenteile 10a und 10b des Bodenblattes 10 im geschlossenen Boden gemäß Fig. 5 mit
ihren einander zugewandten Randkanten 23 und 24 im Abstand zueinander angeordnet sind.
Hierdurch ist im geschlossenen Formboden 3, 4 eine Lagenstaffelung zwischen den Bodenseitenumschlägen
7 und 8 zur Bodenmitte hin erreicht, die sich durch eine verbesserte Anlegemöglichkeit
für das abschließend auf die geschlossenen Formböden 3, 4 aufgebrachte Deckblatt 18
günstig auf die Dichtigkeit der mittels des Deckblatts 18 abschließend herbeigeführten
Verklebung auswirkt.
1. Ventilsack aus Kunststoffolie, bestehend aus einem an seinen Enden durch einen
Standboden und Ventilboden geschlossenen Sackschlauch (1), wobei die Sackböden jeweils
von einem Formboden (3; 4) gebildet sind, der paarweise einander gegenüberliegende
Eckeinschläge (5, 6) und Bodenseitenumschläge (7, 8), ein inneres Bodenblatt (10;
10') und ein äußeres Deckblatt (18) sowie eine Ventileinlage (13; 20) im Ventilboden
umfaßt, wobei diese den Formboden (3; 4) bildenden Teile einschließlich des äußeren
Deckblattes (18) sämtlich aus der Kunststoffolie bestehen und durch Klebverbindungen
zur Bodenbildung miteinander verbunden sind, die auf der Außenseite des Sackschlauches
(1) rundum entlang dessen Randkante verlaufende Klebstoffaufträge (2) und Klebstoffaufträge
auf der Innenseite des Deckblattes (18) umfassen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Klebstoffaufträge haftklebeartig ausgebildet sind, derart, daß der Klebstoff nicht
nur mit sich selbst, sondern auch mit klebstofffreien Bereichen verklebt, die in Querrichtung
des Formbodens (3; 4) gemessene Breite jedes Bodenseitenumschlags (7, 8) geringer
als die halbe Bodenbreite des jeweiligen Formbodens in seinem fertiggestellten Zustand
ist und das innere Bodenblatt (10; 10') selbst von Klebstoffaufträgen freigehalten,
mit dem Klebstoffauftrag (2) auf zumindest einem der Eckeinschläge (5, 6) des Formbodens
verklebt ist und eine die Bodenbreite des fertiggestellten Formbodens und die zusammengenommene
Breite der Bodenseitenumschläge übersteigende Breite aufweist.
2. Ventilsack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsam mit den Bodenseitenumschlägen
(7, 8) umgefalteten Seitenteile (10a, 10b) des Bodenblattes (10) mit ihren einander
zugewandten Randkanten (23, 24) im Abstand zueinander angeordnet sind.
3. Ventilsack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsam mit den Bodenseitenumschlägen
(7, 8) umgefalteten Seitenteile ('10a, 10b) des Bodenblattes (10; 10') sich mit ihren einander zugewandten Randbereichen
gegenseitig überlappen.
4. Ventilsack nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Bodenblatt
(10; 10') eine geringere Dicke als das Material des Sackschlauches (1) aufweist.
5. Ventilsack nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Ventilboden
(4) eine schlauchförmige Ventileinlage (13) mit dem Klebstoffauftrag (2) auf einem
(5) der beiden Eckeinschläge (5, 6) und das Bodenblatt (10') in seiner in Bodenlängsrichtung
gemessenen Länge verkürzt sowie mit dem Klebstoffauftrag (2) des anderen, gegenüberliegenden
Eckeinschlags (6) verklebt ist.
6. Ventilsack nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Ventilboden
(4) eine schlauchförmige Ventileinlage (20) mit dem Klebstoffauftrag (2) auf einem
(5) der beiden Eckeinschläge (5, 6) verklebt ist und die Ventileinlage auf ihrer Oberseite
ihrerseits einen Klebstoffauftrag (22) trägt, mit dem ein Ende des Bodenblattes (10)
verklebt ist, dessen anderes Ende mit einem Klebstoffauftrag (2) des anderen, gegenüberliegenden
Eckeinschlags (6) verklebt ist.
7. Ventilsack nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere
Deckblatt (8) im Bereich der Eckeinschläge (5, 6) die Randkante des Bodenblattes (10;
10') überragt und mittels seines unterseitigen Klebstoffauftrags im Bereich zwischen
den Bodenseitenumschlägen (7, 8) mit dem Bodenblatt (10; 10') und mit einem klebstoffauftragfreien
Bereich des jeweiligen Eckeinschlags (5, 6) sowie gegebenenfalls der Ventileinlage
(13; 20) verklebt ist.
1. A valve bag of plastics sheet, consisting of a bag tube (1) closed at its ends
by a bottom and a valve end, the ends of the bag each being formed by a shaped end
(3; 4) which comprises corner turn-ins (5, 6) situated opposite one another in pairs
and lateral turn-overs (7, 8) of the ends, an inner end sheet (10, 10') and an outer
cover sheet (18) as well as a valve insert (13; 20) in the valve end, all these parts
forming the shaped ends (3; 4), including the outer cover sheet (18) consisting of
the plastics sheet and being connected to one another to form the ends by adhesive
connections which comprise applications (2) of adhesive extending all round the outside
of the bag tube (1) along its marginal 'edge and applications of adhesive at the inside
of the cover sheet (18), characterised in that the applications of adhesive are of
pressure-sensitive adhesive type in such a manner that the adhesive adheres not only
to itself but also to regions free of adhesive, the width of each lateral turn-over
(7, 8) of the end, measured in the transverse direction of the shaped end (3; 4),
is less than half the width of the relevant shaped end in its finished state, and
the inner end sheet (10; 10'), which itself is kept free of applications of adhesive,
is bonded by the application of adhesive (2) to at least one of the corner turn-ins
(5, 6) of the shaped end and has a width exceeding the width of the finished shaped
end and the combined widths of the lateral turn-overs of the ends.
2. A valve bag according to Claim 1, characterised in that the lateral portions (10a,
10b) of the bottom sheet (10), which are folded over jointly with the lateral turn-overs
(7, 8) of the end, are arranged with their adjacent marginal edges (23, 24) spaced
apart from one another.
3. A valve bag according to Claim 1, characterised in that the lateral portions (10a,
10b) of the end sheet (10; 10') which are folded over jointly with the lateral turn-overs
(7, 8) of the end, overlap mutually with their adjacent marginal regions.
4. A valve bag according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the end
sheet (10,10') is thinner than the material of the bag tube (1).
5. A valve bag according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that, in the
valve end (4), a tubular valve insert (13) is bonded to one (5) of the two corner
turn-ins (5, 6) by the application of adhesive (2), and the end sheet (10') is shortened
in length measured in the longitudinal direction of the end and is bonded by the application
of adhesive (2) of the other, opposite corner turn-in (6).
6. A valve bag according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that, in the
valve end (4), a tubular valve insert (20) is bonded by the application of adhesive
(2) to one (5) of the two corner turn-ins (5, 6) and the valve insert in turn carries,
at its upper side, an application of adhesive (22) whereby one end of the end sheet
(10) is bonded, the other end of which is bonded by an application of adhesive (2)
of the other, opposite corner turn-in (6).
7. A valve bag according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that the outer
cover sheet (8) projects beyond the marginal edge of the end sheet (10, 10') in the
region of the corner turn-ins (5, 6) and is bonded, by means of its application of
adhesive at the under side, in the region between the lateral turn-overs (7, 8) of
the end, to the end sheet (10; 10') and to a region, free of adhesive, of the relevant
corner turn-in (5, 6) and possibly of the valve insert (13; 20).
1. Sac à valve en pellicule de matière plastique, constitué d'un boyau souple de sac
(1) fermé aux deux bouts par un fond de soutien et un fond à valve, les fonds du sac
étant chacun formés par un fond façonné (3; 4) qui comprend des replis d'angle (5,
6) et des rabats latéraux (7, 8) opposés l'un à l'autre par paire, une feuille de
fond intérieure (10; 10') et une feuille de couverture extérieure (18) ainsi qu'une
pièce insérée formant valve (13; 20) dans le fond à valve, les pièces formant les
fonds façonnés (3; 4) y compris la feuille de couverture extérieure (18) étant toutes
faites de la pellicule de matière plastique et étant assemblées pour former les fonds
par des jonctions collées qui comprennent des dépôts d'adhésif (2) s'étendant sur
le côté extérieur du boyau souple de sac (1) tout le long de son bord périphérique
et des dépôts d'adhésif prévus sur le côté intérieur de la feuille de couverture (18),
caractérisé en ce que les dépôts d'adhésif sont autoadhésifs, de sorte que la matière
adhésive adhère non seulement à elle-même, mais également à des zones dépourvues d'adhésif,
la largeur de chaque rabat latéral de fond (7, 8), mesurée dans le sens transversal
du fond façonné (3; 4), est inférieure à la moitié de la largeur du fond façonné respectif
dans son état achevé et la feuille de fond intérieure (10; 10'), elle-même dépourvue
de dépôt d'adhésif, est collée au dépôt d'adhésif (2) sur au moins un des replis d'angle
(5, 6) du fond façonné et présente une largeur dépassant la largeur du fond façonné
achevé et la largeur cumulée des rabats de fond.
2. Sac à valve suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les parties latérales
(10a, 10b) de la feuille de fond (10) repliées conjointement avec les rabats latéraux
(7, 8) du fond sont disposées à distance l'une de l'autre par leurs bords (23, 24)
tournés l'un vers l'autre.
3. Sac à valve suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les parties latérales
(10a, 10b) de la feuille de fond (10; 10') repliées conjointement avec les rabats
latéraux de fond (7, 8) se chevauchent mutuellement par leurs zones marginales tournées
l'une vers l'autre.
4. Sac à valve suivant l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la feuille de fond (10; 10') a une épaisseur inférieure à celle de la matière
du boyau souple de sac (1).
5. Sac à valve suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que, dans le fond à valve (4), une pièce insérée tubulaire formant valve (13) est
collée au dépôt d'adhésif (2) sur un (5) des deux replis d'angle (5, 6) et la longueur
de la feuille de fond (10') mesurée dans le sens de la longueur du fond est raccourcie
et est collée au dépôt d'adhésif (2) de l'autre repli d'angle opposé (6).
6. Sac à valve suivant l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce
que, dans le fond à valve (4), une pièce insérée tubulaire souple formant valve (20)
est collée au dépôt d'adhésif (2) prévu sur un (5) des deux replis d'angle (5, 6)
et la pièce insérée formant valve porte pour sa part, sur sa face supérieure, un dépôt
d'adhésif (22) auquel est collée une extrémité de la feuille de fond (10) dont l'autre
extrémité est collée à un dépôt d'adhésif (2) de l'autre repli d'angle (6) opposé.
7. Sac à valve suivant l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce
que la feuille de couverture extérieure (8) dépasse le bord périphérique de la feuille
de fond (10; 10') dans la zone des replis d'angle (5, 6) et est collée au moyen du
dépôt d'adhésif appliqué sur sa face inférieure, dans la zone comprise entre les rabats
latéraux de fond (7, 8), à la feuille de fond (10; 10') et à une zone dépourvue d'adhésif
du repli d'angle (5, 6) respectif ainsi qu'éventuellement de la pièce insérée formant
valve (13; 20).