[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Förderung von Wasser gemäß dem Oberbegriff
des Hauptanspruches.
[0002] Derartige Fördervorrichtungen haben im allgemeinen große Wassermengen auf geringe
Höhen zu fördern und finden häufig bei der Entwässerung küstennaher Landstriche, bei
Regenwasserstationen und ähnlichen Einsatzgebieten Anwendung. Die bekannten Konstruktionen,
wie sie beispielsweise aus der DE-PS 283 947, 466 289, 608 428 und der DE-OS 24 33
917 bekannt sind, verwenden axial durchströmte Propellerlaufräder in vertikaler und
schräger Einbaulage bzw. Schöpfräder. Bei kleineren Fördermengen finden auch Schneckenräder
Anwendung. Die vorbekannten Konstruktionen weisen den Nachteil auf, daß erhebliche
bauliche Maßnahmen notwendig sind, um diese Anlagen in Betrieb nehmen zu können. Bei
Propellerpumpen kommt weiterhin hinzu, daß sie aus Kostengründen möglichst kleine
Abmessungen aufweisen, jedoch steht diese Forderung im Gegensatz zu den dadurch bedingten
Anlagenverlusten. Je kleiner die Förderhöhe der Propellerpumpe, desto stärker wirken
sich die Anlagenverluste bezüglich des Wirkungsgrades aus. Bei den Schneckenpumpen
ist zum einen ein sehr aufwendiger Unterbau für das Schneckenrad erforderlich und
zum anderen wird der Anlagenwirkungsgrad durch große Überfätlhöhen bei druckseitigen
Wasserstandsschwankungen erheblich verschlechtert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstig herstellbare und weitgehend
wartungsfreie Fördereinrichtung zu entwickeln, die mit guten Anlagenwirkungsgraden
für kleine Förderhöhen und große Fördermengen einsetzbar ist. Die Lösung dieser Aufgabe
erfolgt gemäß dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruches. Mittels dieser Lösung
steht eine Fördervorrichtung zur Verfügung, die mit einem Minimum an Aufwand installiert
werden kann, da am Aufstellort lediglich der Tragrahmen bzw. die Befestigungsplatte
mit Tragrahmen zu befestigen ist. Die Verwendung der erfindungsgemäßen Lösung ist
weitgehend unabhängig von der Gestaltung der jeweiligen Einlaufbauwerke und ermöglicht
je nach den vorherrschenden Verhältnissen die Verwendung langsam läufiger, groß dimensionierter,
leitradloser Einschaufel- oder Mehrschaufelpumpen. Der gegenüber einer optimal ausgelegten
Propellerpumpe üblicher Bauweise geringere Stufenwirkungsgrad wird durch das kleine
Geschwindigkeitsniveau im Eintritt, innerhalb der Pumpe und am Austritt kompensiert,
so daß insgesamt ein guter Anlagenwirkungsgrad vorliegt. Die pumpenseitig am Tragrahmen
bzw. an der Befestigungsplatte angeordnete Rückschlagklappe bietet die Voraussetzung
für die Herstellung einer äußerst kompakten und kostengünstigen Gesamtanlage. Ist
die Rückschlagklappe am Tragrahmen befestigt, kann sie mit der Gesamtanlage ausgehoben
werden. Lassen jedoch die Anlagenverhältnisse, z. B. Wasserstandsunterschiede bzw.
fehlende Absperrmöglichkeiten eine Befestigung der Rückschlagklappe am Tragrahmen
nicht zu, so wird sie an der Befestigungsplatte angebracht.
[0004] In den Ansprüchen 2 bis 3 enthaltene Ausgestaltungen der Erfindung zeigen vorteilhafte
Ausgestaltungen des Axialrades, während die Ausgestaltungen der Ansprüche 4 bis 6
vorteilhafte Lager- bzw. Antriebsmöglichkeiten des Axialrades aufzeigen. Die Ausgestaltung
des Anspruches 5 hat den Vorteil, daß außer dem Laufrad keineStörkörper (z. B. Rippen)
im Strömungskanal liegen, wodurch Schäden und Verstopfungen durch Fremdkörper weitgehend
vermieden werden und teilweise auf Rechenanlagen verzichtet werden kann. Eine weitere
Ausgestaltung der Erfindung, nach der mit dem Tragrahmen eine den Antriebsmotor und/oder
eine Rechenanlage tragende Stützkonstruktion verbunden ist, erhöht die Kompaktheit
der Gesamtanlage. Denn zum einen kann dadurch auf spezielle Trockenflure für den Antriebsmotor
verzichtet werden und zum anderen sind keine zusätzlichen Installationen notwendig,
um Verunreinigungen abhaltende Rechenanlagen zu installieren.
[0005] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung, nach der der Tragrahmen bzw. die Befestigungsplatte
an der Öffnung eines Ableitungskanales mit eckigem Querschnitt befestigt ist, ermöglicht
in vorteilhafter Weise das Aufschwimmen von Absperrklappen jeder Querschnittsform.
Somit können z. B. einfach herstellbare, quadratische oder rechteckige Kanalquerschnitte
Anwendung finden, wobei dann am Tragrahmen bzw. an der Befestigungsplatte eine entsprechend
gestaltete Rückschlagklappe Anwendung findet.
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen die
Fig. 1 ein ummanteltes Axialrad mit Innenlagerung, die
Fig. 2 ein ummanteltes Axialrad mit Außenlagerung, die
Fig. 3 ein nicht ummanteltes Axialrad mit im Nabenbereich installiertem Antriebsmotor,
sowie am Tragrahmen befestigte Rückschlagklappe.
[0007] Die Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, die in eine stationäre Einrichtung,
ein Wasserbecken 1, abgesenkt ist und am Beginn eines Kanales 2 mit einem Tragrahmen
3 und unter Zwischenschaltung einer Befestigungsplatte 22 angeordnet ist. Hierbei
fixieren mehrere Anker 4 die Befestigungsplatte 22 dichtend im Eintrittsbereich des
Kanales 2 und eine an der Befestigungsplatte 22 angebrachte Rückschlagklappe 5 übernimmt
die Absperrung zwischen dem Wasserbecken 1 und dem Kanal 2. Für diejenigen Fälle,
bei denen der Tragrahmen 3 direkt am Eintrittsbereich des Kanales 2 befestigt ist,
kann die Rückschlagklappe 5 auch am Tragrahmen 3 angelenkt sein. Der Querschnitt des
Kanales 2 kann sowohl quadratisch, rund oder mehreckig sein, denn die Form der Rückschlagklappe
5 und die Form der in der Befestigungsplatte 22 vorhandenen Durchströmöffnung 6 können
ohne Schwierigkeiten an die jweiligen Verhältnisse angepaßt werden. Der Förderstrom
des Axialrades 8 drückt dann während des Betriebes die Rückschlagklappe 5 zurück.
Bei Einstellung des Betriebes schließt die Rückschlagklappe 5 wieder selbständig.
[0008] Der Tragrahmen 3 ist an der Befestigungsplatte 22 auswechselbar angebracht. Über
einen Lagerträger 7, der Teil des Tragrahmens 3 sein kann, ist hier ein ummanteltes
Axialrad 8 drehbar mit dem Tragrahmen 3 verbunden. Zu diesem Zweck weist der Lagerträger
7 fördermediumgeschmierte Lager 9, 10 auf, in denen eine Welle der Nabe 11 des Axialrades
8 gelagert ist. Am Außenumfang des Mantels 12 des Axialrades greift ein Antriebsriemen
13 an, der mit einem Antriebsmotor 14 in Verbindung steht. Zwecks leichterer Montage
bzw. Demontage ist an der Befestigungsplatte 22 eine Aufnahme 15 angebracht, in die
der Tragrahmen 3 eingehakt wird und mitsamt des auf einer Konsole 16 befestigten Antriebsmotor
14 gegen die Befestigungsplatte 22 geschwenkt wird. Die Konsole 16 weist hier auch
einen Rahmenträger 17 auf, der zur Aufnahme einer Verunreinigungen abfangenden Rechenanlage
vorgesehen ist.
[0009] Die Fig. 2 zeigt eine der Fig. 1 entsprechende Ausführungsform mit dem Unterschied,
daß das ummantelte Axialrad mit einer Außenlagerung 18 versehen ist. Diese besteht
aus drei am Umfang gleichmäßig verteilten Lagerelementen 19, die hier mit einem entsprechenden,
an der Außenfläche des Mantels 12 angebrachten Lagerelement 20 zusammenwirken. Die
Lagerelemente 19 können auch ohne weiteres die Funktion von Antriebselementen übernehmen.
Anstelle d es hier gezeigten Riemenantriebes 13 können auch andere bekannte Antriebsarten
wie Kettentriebe, Rollentriebe, Winkeltriebe oder dgl. Anwendung finden. Infolge der
beim Axialrad 8 fehlenden Nabe ist diese Ausführungsform besonders geeignet zur Förderung
verunreinigter Flüssigkeiten, da ein nahezu ungestörter Strömungsverlauf möglich ist.
[0010] Bei der in der Fig. 3 gezeigten Ausführungsform besteht der Unterschied darin, daß
im Lagerträger eine flüssigkeitsdicht gekapselte Antriebseinheit installiert ist und
das nicht ummantelte Axialrad 8 direkt oder über ein Getriebe antreibt. Das Axialrad
8 wird von einem Rohrstück 24 überdeckt, welches mit dem Tragrahmen 3 fest verbunden
ist.
[0011] Weiterhin wurde bei dieser Ausführungsform der Tragrahmen direkt am Eintrittsbereich
des Kanales 2 befestigt, der hier mit Profilrahmen 23 ausgekleidet ist. Die Rückschlagklappe
5 ist ebenfalls direkt am Tragrahmen 3 befestigt und zusammen mit der gesamten Vorrichtung
montierbar.
[0012] Das in den Ausführungsbeispielen gezeigte Axialrad wurde zwar mit einer Förderschnecke
gezeichnet, jedoch ist auch ohne weiteres die Verwendung von Axialschaufeln möglich.
1 . Vorrichtung zur Förderung von Wasser, insbesondere von Abwässern, mittels einem
in das Fördermedium eingetauchten, von einer Kraftmaschine angetriebenem Förderrad,
wobei die Entnahme und/oder die Weiterleitung des Wassers mittels stationärer Einrichtungen
erfolgt und das Förderrad an der innerhalb der stationären Einrichtung befindlichen
Vorrichtung drehbar befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit Schaufeln oder
ein oder mehreren Schneckengängen versehenes Axialrad (8) an einem Tragrahmen (3)
gelagert ist und daß an dem Tragrahmen (3) oder an einer den Tragrahmen (3) mit der
stationären Einrichtung (1, 2) verbindenden Befestigungsplatte (22) eine Rückschlagklappe
(5) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialrad (8) mit einem
Mantel (12) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialrad (8) von einem
mit dem Tragrahmen (3) verbundenen Rohrstück (24) überdeckt ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialrad
(8) mit einer Nabe (11) auf einem an dem Tragrahmen (3) befestigten Lagerelement (7,
9, 10) drehbar angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Mantel
(12) zusammenwirkende Lagerelemente (18, 19, 20) das Axialrad (8) drehbar mit dem
Tragrahmen (3) verbinden.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Nabe
(11) des Axialrades (8) eine Antriebseinheit integriert ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Tragrahmen
(3) eine den Antriebsmotor (14) und/oder eine Rechenanlage tragende Stützkonstruktion
(16, 17) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen
(3) bzw. die Befestigungsplatte (22) an der Öffnung eines Kanales (2) mit eckigem
Querschnitt befestigt ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Axialrad
(8) in an sich bekannter Weise unter Zwischenschaltung kräfteübertragender Mittel
(13) mit einer auf einem Trockenflur angeordneten Kraftmaschine (14) verbunden ist.