[0001] Die Erfindung betrifft eine Kontaktvorrichtung für Waffe und Munition gemäß Oberbegriff
des Anspruches 1. Dieser Oberbegriff gehört zum stand der Technik.
[0002] Flugkörper, die aus einem Waffenrohr abgeschossen oder gestartet werden, können mit
Signal- oder Versorgungsleitungen versehen sein, die über das Waffenrohr mit externen
Geräten verbindbar sind, und die beim Start oder Abschuß zerstört werden. Für die
Übertragung von elektrischen Signalen von der Waffe zur Munition und in Gegenrichtung
muß die Nahtstelle besonders sorgfältig gestaltet sein, damit ein unverfälschter Signalfluß
unter Gefechtsfeldbedingungen sichergestellt ist. Die bekannten Kontaktvorrichtungen
zur Verbindung zwischen Waffe und Munition bestehen aus Steckerverbindungen und/oder
Schleifkontaktverbindungen, die am Umfang der Munition angeordnete Kontaktelemente
aufweisen. Es ist bekannt, auf die Umfangswand im Bereich einer Raketendüse Kontaktfedern
auf ein isolierendes Halteelement aufzuschrauben oder aufzunieten. (CA-A-1 081 014,
US-A-2 448 962). Bei geladenem Raketenwerfer werden die Kontaktfedern durch waffenseitig
angeordnete starre Kontaktelemente mit sägezahnförmiger Schneide elastisch verformt.
Die Verbindung der raketenmotorseitigen Leitungen mit den Kontaktfedern erfolgt über
Stoßverbinder, Kabelbäume, Kabelschuhe oder Nietung. Aus sicherheitstechnischen Gründen
ist es häufig erforderlich, eine Kurzschlußeinrichtung vorzusehen, die die Kontakte
kurzschließt bzw. erdet. Diese Kurzschlußeinrichtung besteht aus einem Kurschlußband,
das um das die Kontaktfeder tragende Halteelement gespannt wird und Erdpotential an
die Kontaktfedern legt bzw. diese kurzschließt. Vor dem Erreichen der Ladeendposition
wird das Kurzschlußband manuell abgenommen. Beim Entladen nichtverschossener Munition
muß das Kurzschlußband von der Werfer-Lademannschaft wieder um das Halteelement gespannt
werden, damit die Rakete nicht unbeabsichtigt gestartet werden kann.
[0003] Bei der Überprüfung von Munition, die über einen längeren Zeitraum gelagert war,
wurde festgestellt, daß die elektrischen Widerstandswerte der Leitungen einschließlich
der Kontaktvorrichtung in einem weiten Bereich streuen. Elektrische Widerstandserhöhungen
können zur Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der elektrischen Steuer- und Funktionssysteme
der Rakete führen, wodurch denn Funktionsfehler bis hin zur völlige Wirkungslosigkeit
der Rakete die Folge sein können. Es reicht nicht aus, wenn die Kontaktverbindung
in irgendeiner "geeignete Weise", wie es in der US-A-2 791 961 gefordert wird, oder
mit abgerundeten Kegeln, wie es in der FR-A-1 137 831 ausgeführt ist, oder wenn an
das Federelement das Weiterleitungskabel angeschraubt oder angenietet wird (US-A-2
448 962). Bei einer Befestigungsart wie in der CA-A- 1 081 014 kann es durch ein unkontrolliertes
Fließen der Isolierschicht ebenso wie durch gelegentlich verwendete Dichtungspasten
zu korrosiven Veränderungen und Widerstandsänderungen an den Kontakten kommen.
[0004] Beim Aufspannen des Kurzschlußbandes muß dieses in bestimmter Position auf dem Halteelement
angebrecht werden. Dadurch besteht die Gefahr, daß unter Feldbedingungen ein funktionsgerechtes
Aufspannen des Kurzschlußbandes unterbleibt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kontaktvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, die hinsichtlich Funktion und wirtschaftlicher
Herstellbarkeit verbessert ist.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß die Kontaktfeder zwei
Schenkel aufweist und mit einem Schenkel auf dem Halteelement aufliegt, und an diesem
Schenkel ein Verbindungsstück angelötet oder angeschweißt ist, das durch ein Loch
des Halteelementes dicht hindurchgeführt ist und an seinem von dem Schenkel abgewandten
Ende als mit einem Kabel verquetschbare Hülse ausgebildet ist.
[0007] Das Verbindungsstück ist bereits vor der Montage an dem Halteelement fest und dauerhaft
mit der Feder verbunden. Hierdurch werden undefinierte Verformungen bei der Montage
der Blattfeder einschließlich des Verbindungsstückes vermieden und damit die Gefahr
einer Beeinträchtigung der Kontaktstelle ausgeschlossen, was ansonsten eine Erhöhung
des elektrischen Widerstandes zur Folge haben könnte. Das Kabel, das mit der Hülse
verquetscht oder verkrimpt ist, führt ohne weiteres Kontaktstellen zum Raketenmotor.
Durch die drastische Reduzierung der Anzahl der Kontaktstellen wird die Funktionssicherheit
der elektrischen Leitungen erhöht. Ferner werden die Herstellungs- und Montagekosten
drastisch verringert.
[0008] Das Verbindungsstück ist zweckmäßigerweise unterhalb des Halteelementes durch eine
seitlich über das Loch überstehende Sperrvorrichtung verankert. Diese Sperrvorrichtung
kann aus einem widerhaken, Querstift, einer Halteklemme o.dgl. bestehen. In jedem
Fall werden Pressungen und Quetschungen des aus Isoliermaterial bestehenden Halteelementes,
wie sie bei Nietverbindungen oder Verschraubungen auftreten, vermieden.
[0009] Das Verbindungsstück kann eine Ringnut mit einer Ringdichtung zur Abdichtung gegenüber
der Wand des Loches aufweisen. Dadurch wird die erforderliche Dichtigkeit ohne die
Verwendung von Dichtungspaste o.dgl. in definierter Weise mit einfachen Mitteln erreicht.
[0010] Zur Verbesserung der elektrischen Kontaktgabe bzw. zur Verringerung des Kurzschlußwiderstandes
weist die Kontaktfeder und/oder der Anschlag an der Kontaktstelle eine Erhebung oder
Schneide auf. Hierdurch konzentriert sich die Anpreßkraft auf eine relativ kleine
Berührungsfläche, die einem hohen Druck ausgesetzt ist und eine sichere widerstandsarme
Kontaktgabe ermöglicht.
[0011] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß eine Kurzschlußeinrichtung
vorgesehen ist, die einen die Entspannungsbewegung der Kontaktfeder begrenzender leitenden
Anschlag aufweist, an dem die Kontaktfeder anliegt und von dem sie sich bei Berührung
mit dem Kontaktelement entfernt. Dadurch ist sichergestellt, daß immer dann, wenn
die beiden genannten Körper nicht im zusammengeschobenen Zustand sind, der über die
Kontaktfeder führende Stromweg durch Kurzschluß unwirksam gemacht ist. Dies wird ohne
jeglichen manuellen Eingriff erreicht, und insbesondere ohne das Anlegen eines Kurzschlußbandes
o.dgl. Auch wenn nichtverschossene Munition aus dem Waffenrohr herausgenommen wird,
wird der Kurzschluß selbsttätig hergestellt. Dadurch wird die Sicherheit für die Lademannschaft
beträchtlich erhöht.
[0012] Vorzugsweise ist die Kontaktfeder eine einseitig festgehaltene Blattfeder, deren
aufragender Schenkel von dem Anschlag niedergehalten wird. Wenn das Kontaktelement
gegen den Schenkel der Kontaktfeder drückt, entfernt sich dieser Schenkel von dem
Anschlag, so daß der Kurzschluß aufgehoben wird.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktfeder eine einseitig gespannte gewölbte Blattfeder ist, deren freies
Ende durch einen Schlitz zwischen dem Halteelement und einem Querbügel hindurchgeführt
ist, und hinter dieser Führung eine Umbiegung aufweist, und daß der Anschlag en dem
auslaßseitigen Ende der Führung in Kontakt mit dem umgebogenen Ende angeordnet ist.
Die Kurzschlußkontaktbewegung ist hierbei im wesentlichen rechtwinklig zu der die
Feder verformende Bewegung gerichtet. In jedem Fall ist sichergestellt, daß der Kurzschluß
aufgehoben wird, wenn das Kontaktelement sich gegen die Kontaktfeder legt.
[0014] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Kontaktfeder eine einseitig eingespannte gewölbte Blattfeder ist, bei der das freie
Ende des oberen Schenkels über des Ende des aufliegenden Schenkels hinaus in eine
Ausnahmung des Halteelementes ragt und unter einem die Ausnehmung begrenzenden Steg
liegt. Dadurch kann eine Verriegelung des unteren Schenkels der Kontaktfeder entfallen.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende des oberen Schenkels mit einer Abwinkelung versehen ist, die bei
der Montage der Blattfeder entlang einer Führungsfläche des Steges geführt wird und
unter einer Stegunterkante einrastet. Mit diesem Merkmal läßt sich die vorher beschriebene
Kontaktfeder leicht an dem Halteelement befestigen.
[0016] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 einen schematischen Längsschnitt der Kontaktvorrichtung zum Verbinden des
elektrischen Systems eines Flugkörpers über ein Werferrohr mit externen Geräten,
Fig. 2 einen Teillängsschnitt der Kontaktvorrichtung,
Fig. 2a einen Schnitt entlang der Linie a-a von Fig. 2,
Fig. 2b eine Ansicht von Fig. 2 aus Richtung des Pfeiles b,
Fig. 3 die Kontaktvorrichtung der Fig. 2 im Arbeitszustand,
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Kontaktvorrichtung,
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 ein viertes Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 ein fünftes Ausführungsbeispiel,
Fign. 8a - 8f weitere Ausführungsformen,
Fign. 9 und 10 ein Ausführungsbeispiel, bei dem sich das Ende der Blattfeder parallel
zur Einschubrichtung von der Kurzschlußeinrichtung entfernt, in Ruhestellung und in
Arbeitsstellung,
Fign. 11 und 12 Varianten der Kontaktierungsstelle der Kurzschlußeinrichtung,
Fig. 13 eine weitere Variante der Kontaktierungsstelle der Kurzschlußeinrichtung in
Draufsicht,
Fig. 13a einen Schnitt entlang der Linie a-a in Fig. 13 und
Fig. 14 eine modifizierte Ausführungsform des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4.
[0017] In Fig. 1 ist das rückwärtige Ende eines Munitionsteils M, z. B. einer Rakete, dargestellt,
das in eine Waffe W, z. B. ein Werferrohr, eingeschoben wird. An der Waffe ist ein
starres Kontaktelement 20 mit abstehenden Zähnen angeordnet, die beim Einschieben
der Munition M gegen die an der Munition vorgesehene Kontaktfeder 1 drücken und diese
verformen. Die Kontaktfeder 1 ist an einem Halteelement 6 in Form einer Haltehülse
befestigt, welche das rückwärtige Ende der Rakete umgibt. Von der Kontaktfeder 1 führt
ein Kabel 14 in die Düse D der Rakete hinein und von dort zu dem (nicht dargestellten)
Raketenmotor. An der Waffe W sind über den Umfang verteilt mehrere Kontaktelemente
20 angeordnet, von denen jedes mit einer Kontaktfeder 1 der Munition M zusammenwirkt.
[0018] Gemäß Fig. 2 weist die Kontaktfeder 1, die als Blattfeder ausgebildet ist, einen
sich nach außen aufwölbenden oberen Schenkel 2 auf, der am vorderen (linken) Ende
über eine scharfe Umkantung von 180° in einen ebenen unteren Schenkel 2' übergeht,
der in einer Längsnut des aus Kunststoff bestehenden Halteelementes 6 eingebettet
ist. Von dem unteren Schenkel 2' der Kontaktfeder 1 steht ein zylindrisches Verbindungsstück
3 nach unten ab. Das Verbindungsstück 3 führt durch ein Loch des Halteelementes 6
hindurch und trägt eine in einer Ringnut angeordnete Ringdichtung 4, die den Durchgang
gegen das Loch abdichtet. Der untere Schenkel 2' ist mit dem Verbindungsstück 3 durch
eine Löt- oder Schweißstelle 5 fest verbunden.
[0019] Auf dem Halteelement 6 ist die Kontaktfeder 1 am vorderen umgefalteten Ende 7 durch
zwei Nocken 8 des Halteelementes 6 niedergehalten, während die Positionierung am rückwärtigen
Ende 10 dadurch erfolgt, daß dieses Ende nach unten abgebogen ist und eine Hinterschneidung
am rückwärtigen Ende des Halteelementes 6 umgreift, so daß eine elastische Klipsverbindung
gebildet wird. Das Ende 10 des Schenkels 2' ist in einer Ausnehmung 11 am rückwärtigen
Rand 12 des Munitionsteils versenkt angeordnet.
[0020] Das aus dem Halteelement 6 herausragende Ende des Verbindungsstückes 3 ist als Hülse
13 ausgebildet, in die die Seele 16 des zum Raketenmotor führenden Kabels 14 eingeschoben
ist. Die Befestigung des Kabels 14 an der Hülse 13 erfolgt durch Quetschen bzw. Krimpen
der Hülse 13, wobei im Bedarfsfall der Mantel 15 des Kabels mitverquetscht sein kann,
um eine Zugentlastung zu erreichen. Die Hülse 13 bildet im Stromweg von der Kontaktfeder
1 bis zu dem Raketenmotor die einzige elektrische Kontaktstelle.
[0021] Wie aus Fig. 2b ersichtlich ist, überspannt ein metallischer Anschlag 18, der als
Federklemme ausgebildet ist, die vorderen Enden 17 der oberen Schenkel 2 von insgesamt
drei nebeneinander angeordneten Kontaktfedern 1. Die Kontaktfedern sind so vorgespannt,
daß die Enden 17 von unten her gegen den Anschlag 18 drücken.
[0022] Beim Laden der Waffe W werden die oberen Schenkel 2 der Kontaktfedern 1 durch die
waffenseitigen Kontaktelemente 20 niedergedrückt. Dabei löst sich das freie Ende 17
eines jeden Schenkels 2 von dem Anschlag 18, so daß der Kurzschluß aufgehoben wird
(Fig. 3). Beim Entladen einer nichtverschossenen Rakete aus dem Werferrohr geht die
Kontaktfeder selbsttätig in ihre Ursprungsstellung zurück, in der sie gegen den Anschlag
18 drückt und der Kurzschluß wieder herstellt.
[0023] Je nach räumlicher Gegebenheit kann es vorkommen, daß die Unterkante des Kontaktelementes
20 zu nahe an der Umfangsfläche des Halteelementes 6 angeordnet ist. Damit beim Laden
der Rakete abstehende Haltenocken das Schieben der Kontaktfeder 1 unter das Kontaktelement
20 nicht blockieren, ist gemäß Fig. 4 unterhalb der Umfangsfläche des Halteelementes
6 in einer Versenkung 23 eine Halterung 8' für das vordere Ende 7 der Kontaktfeder
1 angeordnet. Die Halterung 8' weist einen in der Versenkung 23 liegenden Schlitz
zur Aufnahme des Federendes 7 auf. Der untere Schenkel 2' der Kontaktfeder 1 weist
eine entsprechende Verkröpfung 24 zur Anpassung zwischen dem tiefer liegenden Schlitz
und dem übrigen Teil der Auflagefläche auf. Der Schlitz muß nicht notwendigerweise
in einer separaten Halterung 8' vorgesehen sein, er kann auch an dem Haltelement 6
direkt angebracht sein.
[0024] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 sind keine Haltenocken 8 vorgesehen, sondern
die Kontaktfeder 1 ist an ihrem vorderen Ende 7 zur Bildung eines Klipses 25 umgebogen,
der in einer Hinterschneidung 26 des Halteelementes 6 einrastet. Der untere Schenkel
2' hat somit eine C-förmige Gestalt und er ist elastisch an dem Halteelement 6 verklipst.
[0025] Nach Fig. 6 sind zusätzlich zu den vorderen Haltenocken 8 weitere Haltenocken 8'
vorgesehen, die das rückwärtige gerade Ende des Schenkels 2' niederhalten.
[0026] Gemäß Fig. 7 werden die Funktionen der Nocken 8 und 8' durch Schlitze 27 wahrgenommen,
die in das Halteelement 6 eingearbeitet sind und in die jeweils das vordere und das
rückwärtige Ende des unteren Schenkels 2' der Kontaktfeder 1 eingreifen.
[0027] In den Fign. 8a bis 8f sind weitere Befestigungsmöglichkeiten für die Kontaktfeder
1 auf dem Halteelement 6 dargestellt, wobei auf Schlitze, Nocken und/oder Klipse mit
entsprechend zugeordneten Ausnehmungen in dem Halteelementverzichtet wird: Nach Fig.
8a erfolgt die Halterung der Kontaktfeder 1 durch einen federnden Sicherungsring 28,
der in eine Ringnut am unteren Ende des Verbindungsstückes 3 eingreift und aus dieser
Ringnut seitlich übersteht, um die Innenwand des Halteelementes 6 zu untergreifen.
Der gleiche Effekt wird nach Fig. 8b durch eine elastische Sperrklinke 29 erzielt,
die von dem unteren Bereich des Verbindungsstückes 3 nach Art eines Widerhakens absteht
und die Blattfeder 1 gegen Herausziehen aus dem Loch verriegelt.
[0028] Nach Fig. 8c erfolgt die Verriegelung durch einen Sperrstift oder Splint 30, der
durch eine Querbohrung des Verbindungsstückes 3 hindurchgesteckt ist, und dessen Enden
aus der Querbohrung heraus abstehen.
[0029] Nach den Fign. 8d und 8e besteht die Sperrvorrichtung zur Verriegelung des Verbindungsstückes
3 an dem Halteelement 6 aus einer Federklammer 32, die in eine Ringnut des Verbindungsstückes
3 eingeklemmt ist und aus dieser Ringnut mit einem Teil ihres Umfangs und den Klemmenbeinen
herausragt.
[0030] Schließlich ist in Fig. 8f ein Ausführungsbeispiel angegeben, bei dem ein Haltebügel
34, der die Funktion einer Sperrlasche hat, mit einem Querschlitz in eine Ringnut
des Verbindungsstückes 3 eingreift. Der Haltebügel 34 ist mit Schrauben o.dgl. an
dem Halteelement 6 und/oder an der das Halteelement 6 verschließenden Stirnwand 33
befestigt.
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 9 und 10 ist das freie Ende 37 des nach oben
gewölbten federnden Schenkels 2 der Kontaktfeder 1 rechtwinklig nach oben abgewinkelt.
Der vor dem abgewinkelten Ende 37 liegende, parallel zu dem unteren Schenkel 2' verlaufende,
Bereich des Schenkels 2 führt durch einen Schlitz hindurch, der zwischen einem isolierenden
Querbügel 36 und dem Halteelement 6 gebildet ist. Durch diesen Schlitz führt ebenfalls
der untere Schenkel 2' hindurch. Auf dem Querbügel 36 ist der Anschlag 35 angeordnet,
dessen rückwärtiger Rand 38 übersteht und als Anlagekante für das abgewinkelte Ende
37 der Kontaktfeder 1 dient. Der Schenkel 2 der Kontaktfeder 1 ist so vorgespannt,
daß das Ende 37 gegen den elektrisch leitenden Anschlag 35 gedrückt wird. Wird die
Kontaktfeder 1 durch das waffenseitige Kontaktelement 20 elastisch niedergedrückt
und gestreckt, so entfernt sich das Ende 37 gemäß Fig. 10 von dem Anschlag 35. Beim
Entladen der Waffe geht die Kontaktfeder 1 in ihre in Fig. 8 dargestellte Ruheposition
zurück und der Kurzschluß wird selbsttätig wieder hergestellt.
[0032] Zur Verbesserung des Kurzschlußkontaktes sollte die Kontaktfeder 1 oder der Anschlag
18 bzw. 35 an der Kontaktstelle eine Erhebung aufweisen, um den Kontaktdruck auf eine
möglichst kleine Kontaktfläche zu konzentrieren. Nach Fig. 11 besteht diese Erhebung
aus einer bogenförmigen Sicke 39 des metallischen Anschlags 18 und nach Fig. 12 besteht
sie aus einer Kegelspitze 40. Bei dem Ausführungsbeispiel der Fign. 13 und 13a wird
die Erhebung von einer Schneide 41 gebildet. Zur Formung der Schneide 41 ist der Anschlag
18 mit einem Einschnitt versehen, und das Material ist in der Nähe des Einschnitts
in Richtung auf die Kontaktfeder 1 abgebogen, so daß die nach unten weisende spitzzackige
Schneide 41 entsteht.
[0033] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 14 gleicht weitgehend demjenigen der Fig. 4, so
daß sich die nachfolgende Erläuterung auf die Beschreibung der Unterschiede beschränkt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 kann es vorkommen, daß der oberen Schenkel 2 nicht
auf dem unteren Schenkel 2' aufliegt, sondern mehr oder weniger hochsteht. Durch ein
solches Hochstehen des Schenkels 2 wird das Einschieben der Munition in die Waffe
zwar nicht beeinträchtigt, jedoch können durch das hochstehende Kontaktfederende Verletzungen
der Hände auftreten. Um das Kontaktfederende in dem Halteelement 6 zu führen, ist
gemäß Fig. 14 das rechte Ende 42 des oberen Schenkels 2 verlängert, so daß dieses
Ende 42 in die Ausnehmung 11 der Haltehülse 6 hineinragt. Die Ausnehmung 11 ist nach
außen (oben) hin durqh den Steg 43 begrenzt. Das Ende 42 des Schenkels 2 ragt unter
den Steg 43 und wird somit von diesem Steg gegen Abheben gesichert.
[0034] Wird die Kontaktfeder 1 unter das starre Kontaktelement 20 der Waffe W geschoben,
dann bewegt sich das Ende 42 des oberen Schenkels 2 frei in Richtung auf den rückwärtigen
Rand der Haltehülse 6, wobei es in jeder Stellung von dem Steg 43 übergriffen wird.
[0035] Zur Erleichterung der Montage der Kontaktfeder 1 ist am Ende 42 des nach außen gewölbten
freien Schenkels 2 eine nach unten gerichtete Abwinkelung 44 vorgesehen. Wird die
Kontaktfeder 1 montiert, dann gleitet die Abwinkelung 44 des geringfügig horizontal
zusammengedrückten oberen elastischen Schenkels 2 entlang der Führungsfläche 45 des
Steges 43. Beim Passieren der Stegunterkante 46 entspannt sich der Schenkel 2 dann
in die Endposition, wobei sich das Ende 42 unter den Steg 43 schiebt. In dieser Endposition
bewirkt der obere Schenkel 2 eine Verriegelung des unteren Schenkels 2' und damit
der gesamten Kontaktfeder 1. Auf eine weitere Verriegelung, z. B. durch Klips (Fig.
2), kann bei diesem Ausführungsbeispiel der Kontaktfeder verzichtet werden.
1. Kontaktvorrichtung für Waffen und Munition, zum Herstellen einer Verbindung zwischen
elektrischen Leitern an zwei ralativ zueinander verschiebbaren Körpern beim Zusammenschieben,
mit einem an dem ersten Körper (Waffe) vorgesehenen starren Kontaktelement (20) und
einem an dem zweiten Körper (Munition) vorgesehenen isolierenden Halteelement (6)
mit daran angebrachter durch Berührung mit dem Kontaktelement verformbarer Kontaktfeder
(1), dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (1) zwei Schenkel (2, 2') aufweist
und mit dem einen Schenkel (2') auf dem Halteelement (6) aufliegt, und an diesem Schenkel
(2') ein Verbindungsstück (3) angelötet oder angeschweißt ist, das durch ein Loch
des Halteelementes (6) dicht hindurchgeführt ist und an seinem von dem Schenkel (2')
abgewandten Ende als mit einem Kabel (14) verquetschbare Hülse (13) ausgebildet ist.
2. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück
(3) unterhalb des Halteelementes (6) durch eine seitlich über das Loch überstehende
Sperrvorrichtung (28, 29, 30, 32, 34) verankert ist.
3. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsstück
(3) eine Ringnut mit einer Ringdichtung (4) zur Abdichtung gegenüber der Wand des
Loches aufweist.
4. Kontaktvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontaktfeder (1) oder ein Anschlag (18, 35) an der Kontaktstelle eine Erhebung
(39, 40) oder Schneide (41) aufweist.
5. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der flachaufliegende
Schenkel (2') mit mindestens einem abgebogenen Ende (7, 10) in einer Hinterschneidung
des Halteelementes (6) verklipst ist.
6. Kontaktvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Kurzschlußeinrichtung vorgesehen ist, die den die Entspannungsbewegung der Kontaktfeder
(1) begrenzenden leitenden Anschlag (18, 35) aufweist, an dem die Kontaktfeder anliegt
und von dem sie sich bei Berührung mit dem Kontaktelement (20) entfernt.
7. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
(1) eine einseitig festgehaltene Blattfeder ist, deren aufragender Schenkel (2) von
dem Anschlag (18) niedergehalten wird.
8. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder
(1) eine einseitig eingespannte gewölbte Blattfeder ist, deren freies Ende durch einen
Schlitz zwischen dem Halteelement (6) und einem Querbügel (36) hindurchgeführt ist
und hinter dieser Führung eine Umbiegung aufweist, und daß der Anschlag (35) an dem
auslaßseitigen Ende der Führung in Kontakt mit dem umgebogenen Ende (37) angeordnet
ist.
9. Kontaktvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kontaktfeder (1) eine einseitig eingespannte gewölbte Blattfeder ist, bei der
das freie Ende (42) des oberen Schenkels (2) über das Ende des aufliegenden Schenkels
(2') hinaus in eine Ausnehmung (11) des Halteelementes (6) ragt und unter einem die
Ausnehmung (11) begrenzenden Steg (43) liegt.
10. Kontaktvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende
(42) des oberen Schenkels (2) mit einer Abwinkelung (44) versehen ist, die bei der
Montage der Blattfeder (1) entlang einer Führungsfläche (45) des Steges (43) geführt
wird und unter einer Stegunterkante (46) einrastet.
1. Contact arrangement for weapons and ammunition, for the production of a connection
between electrical conductors on two bodies displaceable relatively to one another,
on pushing together, with a fixed contact element (20) provided on the first body
(weapon) and an insulating retaining element (6) provided on the second body (ammunition)
with contact spring (1), deformable as a result of contacting with the contact element,
applied thereto, characterised in that the contact spring (1) possesses two limbs
(2, 2') and lies with the one limb (2') on the retaining element (6) and a connecting
member (3) is soldered or welded to this limb (2'), which connecting member is guided
sealingly through a hole in the retaining element (6) and is formed on its end turned
away from the limb (2') as casing (13) crimpable with a cable (14).
2. Contact arrangement according to claim 1, characterised in that the connecting
member (3) is anchored below the holding element (6) by means of a locking device
(28, 29, 30, 32, 34) projecting laterally above the hole.
3. Contact arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the connecting
member (3) possesses an annular groove with an annular seal (4) for sealing with respect
to the wall of the hole.
4. Contact arrangement according to one of claims 1 to 3, characterised in that the
contact spring (1) or a stop member (18, 35) at the contact position possesses a raised
portion (39, 40) or knife edge (41).
5. Contact arrangement according to claim 1, characterised in that the flat lying
limb (2') is clipped with at least one bent aside end (7, 10) in an undercut of the
retention element (6).
6. Contact arrangement according to one of claims 1 to 5, characterised in that a
short circuiting arrangement is provided which possesses the conducting stop member
(18, 35) limiting the movement of the spring on relaxation, to which the contact spring
adjoins and by which it is removed on contacting with the contact element (20).
7. Contact arrangement according to claim 6, characterised in that the contact spring
(1) is a leaf spring held on one side whose limb (2), whose proud arm (2) is held
down by the projection (18).
8. Contact arrangement according to claim 6, characterised in that the contact spring
(1) is an arched leaf spring clamped on one side whose free end is guided through
a slot between the holding element (6) and a transverse bar (36) and behind this guide
exhibits a doubling over, and that the stop member (35) is arranged on the outlet
end of the guide in contact with the doubled over end (37).
9. Contact arrangement according to one of claims 1 to 7, characterised in that the
contact spring (1) is an arched leaf spring clamped on one end, in which the free
end (42) of the upper limb (2) extends over the end of the limb (2) lying on top into
a recess (11) of the holding element (6) and lies below a cross-piece (43) bounding
the recess (11).
10. Contact arrangement according to claim 9, characterised in that the free end (42)
of the upper limb (2) is provided with an angled portion (44) which is guided in the
mounting of the leaf spring (1) along a guide surface (45) of the cross-piece (43)
and catches below an under-edge (46) of the cross-piece.
1. Dispositif de contact entre arme et munition, pour l'établissement, au coulissement,
d'une liaison entre des conducteurs électriques sur deux corps déplaçables en translation
l'un par rapport à l'autre, comportant sur le premier corps (arme) un élément de contact
rigide (20) et sur le second (munition) un élément de maintien isolant (6) auquel
est fixé un ressort de contact (1) déformable en touchant l'élément de contact, dispositif
caractérisé par le fait que le ressort de contact (1) comporte deux branches (2, 2')
et repose par l'une d'elles (2') sur l'élément de maintien (6) et que sur cette branche
(2') est brasée ou soudée une pièce de jonction (3) qui est enfoncée de façon étanche
dans un trou traversant dudit élément de maintien (6) et, à son extrémité éloignée
de la branche 2', est établie en manchon (13) sertissable sur un câble (14).
2. Dispositif de contact selon la revendication 1 caractérisé par le fait que la pièce
de jonction (3) est arrêtée au-dessous de l'élément de maintien (6) par un dispositif
de verrouillage (28, 29, 30, 32, 34) débordant latéralement du trou.
3. Dispositif de contact selon la revendication 1 ou 2 caractérisé par le fait que
la pièce de jonction (3) présente une rainure circulaire avec un joint annulaire (4)
pour assurer l'étanchéité par rapport à la paroi du trou.
4. Dispositif de contact selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé par le fait
que le ressort de contact 1 ou une butée (18, 35) présente à l'emplacement de contact
une saillie (39, 40) ou un couteau (41
5. Dispositif de contact selon la revendication 1 caractérisé par le fait que la branche
à plat (2') est enclipsée dans une dépouille de l'élément de maintien (6) par au moins
une extrémité recourbée (7, 10).
6. Dispositif de contact selon l'une des revendications 1 à 5 caractérisé par le fait
qu'il comprend un dispositif de court-circuit qui comporte la butée conductrice (18,
35) limitant le mouvement de détente du ressort de contact (1), sur laquelle s'appuie
ledit ressort de contact et de laquelle celui-ci s'éloigne lorsqu'il touche l'élément
de contact (20).
7. Dispositif de contact selon la revendication 6 caractérisé par le fait que le ressort
de contact (1) est un ressort-lame maintenu à demeure unilatéralement dont la branche
saillante (2) est maintenue abaissée par la butée (18).
8. Dispositif de contact selon la revendication 6 caractérisé par le fait que le ressort
de contact (1) est un ressort-lame incurvé encastré unilatéralement dont l'extrémité
libre traverse une fente guide entre l'élément de maintien (6) et un étrier transversal
(36) et présente un coude derrière cette fente, la butée (35) étant placée, en contact
avec l'extrémité ainsi coudée, à l'extrémité côté sortie du guidage.
9. Dispositif de contact selon l'une des revendications 2 à 7 caractérisé par le fait
que le ressort de contact (1) est un ressort-lame incurvé encastré unilatéralement
dans lequel l'extrémité libre (42) de la branche supérieure (2) pénètre, au-delà de
l'extrémité de la branche à plat (2'), dans un cavité (11) de l'élément de maintien
(6) et est placée sous une travers (43) limitant ladite cavité.
10. Dispositif de contact selon la revendication 9 caractérisé par le fait que l'extrémité
libre (42) de la branche supérieure (2) comporte un pliage (441) qui, lors du montage,
glisse le long d'une surface guide (45) de la traverse (43) et s'enclenche sous une
arête inférieure (46) de cette même traverse.