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(11) |
EP 0 149 014 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.1988 Patentblatt 1988/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.10.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F41F 17/16 |
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Hülsenauswerfer
Cartridge case ejector
Ejecteur de douilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE IT SE |
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Priorität: |
01.12.1983 DE 3343522
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.07.1985 Patentblatt 1985/30 |
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Patentinhaber: Rheinmetall GmbH |
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40880 Ratingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Nordmann, Adolf
D-4006 Erkrath (DE)
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Vertreter: Podszus, Burghart, Dipl.-Phys. |
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Rheinmetall GmbH
Ulmenstrasse 125
Postfach 6609 D-4000 Düsseldorf D-4000 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 272 153 US-A- 2 851 928
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GB-B- 1 255 923 US-A- 2 865 254
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auswerfen einer Stummelhülse ars unverbrennbaren
Teil einer teiherbrennbaren Treibladungshülse, aus einem geschlossenen Kampfraum.
[0002] Stummelhülse sind beispielsweise aus der US-A-4 159 678 der Anmelderin bekannt. Stummelhülsen
sind Teil einerteitverbrennbaren Treibladungshülse, die bei der munition moderner
Panzerbordkanonen, z. B. auch der 120 mm - Kanone des Kampfpanzers Leopard II benutzt
wird. Während der größte Teil der verbrennbaren Treibladungshülse beim Abfeuern der
Patrone mitverbrennt, wird die aus Metall bestehende Stummelhülse nach dem Öffnen
des Verschlußteiles mittels einer Ausziehvorrichtung aus dem Ladungsraum des Waffenrohres
ausgestoßen und muß ohne Gefährdung der Besatzung entfernt werden.
[0003] Eine bekannte, z. B. ebenfalls im Kampfpanzer Leopard II realisierte Lösung sieht
vor, die aus dem Waffenrohr ausgestoßenen Stummelhülsen in einem bereitstehenden Hülsenkasten
aufzufangen, der im Kampfraum hinter dem Haffenrohr angeordnet ist. Dieser Hülsenkasten
verhindert jedoch den Einbau eines automatischen Laders.
[0004] Aus der GB-A-1 255 923 ist eine kombinierte Auszieher- und Zubringereinheitfür automatische
Feuerwaffen mit Keilverschluß bekannt, die einfach zerlegbar und robust sowie platzsparend
ausgebildet sein soll. Bei dieser test mit der Waffe verbundenen Vorrichtung hat der
Auszieher zwei Funktionen zu erfullen, nämlich einmal das Ausziehen und Auswerfen
einer leeren Hülse aus der Waffe und danach folgend, daß Erfassen und Einschieben
einer neuen Patrone in die Waffe.
[0005] Aus der US-A-2 851 928 ist weiterhin eine Ladeschwinge für Geschütze bekannt, bei
der eine Lademulde durch ihr eigenes Gewicht und das Gewicht der auf der Lademutde
aufliegenden Patrone (schwere Artilleriemunition) parallel zu sich nach unten verschwenkt
wird. Aus der Ansetzposition wird die Patrone mit Hilfe des Ansetzers oder von Hand
in die Waffe eingeschoben. Nach Schließen des Verschlusses geht die Lademulde in ihre
obere Beladeposition zurück, wonach eine neue Patrone auf die Lademulde gelegt wird
und der angesetzte Schuß feuerbereit ist. Dieses Geschütz besitzt keine Ausziehvorrichtung.
Angaben über das Ausziehen von leeren Hülsen oder gar deren Weitertransport sind in
dieser Druckschrift weder enthalten noch nahegelegt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen neuartigen ... Hülsenauswerter anzugeben,
der die aus dem Waffenrohr ausgestoßenen Stummelhülsen schnell und sicher aus dem
Kampfraum hinausbefördert und der gleichzeitig so wenig Platz beansprucht, daß der
Einbau eines automatischen Laders ermöglicht wird, der die Leistungsfähigkeit und
damit die Kampfkraft der Waffe erheblich steigert.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Dabei
zeigt:
Fig. 1: einen Längsschnitt durch den Kampfraum eines Kampfpanzers und den in diesem
Kampfraum angeordneten Hülsenauswerfer;
Fig. 2: eine Vorderansicht des Hülsenauswerfers mit Blickrichtung vom Waffenrohr her.
Fig. 1 zeigt im Längsschnitt dargestellt, einen Teil eines Kampfraums 2 eines Kampfpanzers
1 mit Blick auf Teile der Waffenanlage und den Hülsenauswerfer. Der Kampfraum 2 ist
durch die Panzerung 5 geschützt. Im linken Teil der Figur ist ein Teil der Waffe 3
des Kampfpanzers 1 zusammen mit dem in offener Stellung dargestellten Keilverschluß
4 zu erkennen. Der Hülsenauswerfer 100 ist zwischen einer Aufnahmeposition und einer
Ausstoßposition verschwenkbar angeordnet. Die Aufnahmeposition des Hülsenauswerfers
100 ist mit durchgezogenen Linien dargestellt, während die Ausstoßposition des Hülsenauswerfers
100 nur strichpunktiert angedeutet ist. Der Hülsenauswerfer 100 umfaßt eine Schale
10, die Aufnahmeposition des Hülsenauswerfers 100 unmittelbar hinter der verschlußseitigen
Öffnung 7 der Waffe 3 angeordnet ist und auf diese Weise die aus der Waffe 3 ausgezogene
Stummelhülse, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist, auffangen kann. Fig. 2 zeigt
eine Vorderansicht des Hülsenauswerfers 100 mit Blickrichtung vom Waffenrohr her.
Besonders aus dieser Figur ist deutlich erkennbar, daß die Schale 10 z. B. aus Teilen
eines Zylindermantels besteht, die hinsichtlich ihres Krümmungsradius auf den Umfang
der aufzunehmenden Stummelhülse abgestimmt sind. In der Schale 10 ist weiter eine
mit dem Haltearm 13 verbundene Klappe 11 angeordnet, die in Aufnahmeposition des Hülsenauswerfers
100 aus der Fläche der Schale 10 heraus geklappt ist und senkrecht nach oben steht.
Diese Klappe 11 dient als Anschlag für die entlang der Seelenachse aus der Waffe 3
herausgezogenen Stummelhülsen. Die Schale 10 ist schwenkbar an insgesamt vier Haltearmen
12, 12', 13, 13' gelagert, die ihrerseits auf fest im Kampfraum 2 angeordneten Achsen
17, 17' drehbar gelagert sind. Eine aus Zylinder 14 und Kolben 15 bestehende hydraulische
Antriebseinheit, die einerseits fest im Inneren des Kampfraums 2 und andererseits
an mindestens einem der Haltearme 12 angelenkt ist, ermöglicht eine Schwenkbewegung
der Schale 10 von der Aufnahmeposition in ihrer Ausstoßposition, die, wie bereits
erwähnt, in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt ist. In dieser Ausstoßposition befindet
sich die Schale 10 in einer Ebene oberhalb der Aufnahmeposition gegenüber einer in
der Panzerung 5 des Kampfraums 2 angeordneten Öffnung 6, durch die die noch auf der
Schale 10 befindliche Stummelhülse aus dem Kampfraum 2 ausgestoßen werden kann. Zu
bemerken ist, daß in dieser Ausstoßposition die in der Aufnahmeposition als Anschlag
für die Stummelhül.
%e wirkende Klappe 11 im wesentlichen in die Kontur der Schale 10 eingeklappt ist und
somit ein Ausstoßen der Stummelhülse durch die Öffnung 6 nicht mehr behindert. Die
Mittel zum Ausstoßen der Stummelhülse aus der Öffnung 6 umfassen eine umlaufende Kette
10, die mindestens einen Mitnehmer 19 trägt, der bei Umlaufen der Kette 10 die auf
der Schale 10 liegende Stummelhülse forträumt und beschleunigt, so daß sie aus der
Öffnung 6 in der Panzerung 5 herausgeworfen wird.
[0010] Wie aus Fig. 1 weiter deutlich erkennbar ist, befindet sich der Hülsenauswerfer 100
in Ausstoßposition soweit oberhalb der Seelenachse der Waffe 3, daß deren Ladungsraum
frei zugänglich ist und vorzugsweise durch einen automatischen Lader eine neue Patrone
nachgeladen werden kann. Während die Bestandteile des automatischen Laders als für
die Erfindung nicht wesentlich nicht dargestellt sind, ist strichpunktiert die Kontur
einer neu zugeführten Patrone angedeutet um darzustellen, daß der in Ausstoßposition
befindliche Hülsenauswerfer 100 den Ladevorgang nicht behindert. Nach Laden der Patrone
101 und Beendigung des Abfeuerungsvorgangs schwenkt die Schale 10 in die Aufnahmeposition
zurück und ist wiederum zur Aufnahme einer Stümmelhülse 102 bereit.
1. Vorrichtung zum Auswerfen einer Stummelhülse (102) als unverbrennbarer Teil einer
teilverbrennbaren Treibladungshülse, aus einem geschlossenen Kampfraum (2), wobei
die im Kampfraum (2) hinter der Waffe (3) angeordnete Hülsenauswerfervorrichtung eine
an drehbar gelagerten Haltearmen (12, 13) angelenkte, zwischen einer Aufnahme - und
einer Außstoßposition verschwenkbare Schale (10) umfaßt und entsprechende Ausstoßmittel
vorgesehen sind, um die vermittels der Schale (10) in Ausstoßposition verbrachte Stummelhülse
(102) durch eine in der Kampfraumwandung (5) vorgasehene Öffung (6) aus dem Kampfraum
(2) 3u entfetten, wobei sich der Hülsenauswerfer (100) in Ausstoßposition soweit oberhalb
der Seelenachse der Waffe (3) befindet, daß deren Ladungsraum frei zugänglich ist.
2. Hülsenauswerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkbewegung
der Schale (10) durch eine aus Zylinder (14) und Kolben (15) bestehende hydraulische
Betätigungseinrichtung bewirkt wird, die einerseits im Inneren des Kampfraumes (2)
und andererseits an mindestens einem der Haltearme (12, 13) angelenkt ist.
3. Hülsenauswerfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zur Entfernung der Stummelhülse (102) aus dem Kampfraum (2) aus einer umlaufenden
Kette (18) mit einem darauf angeordneten Mitnehmer (19) bestehen, wobei der Mitnehmer
(19) bei umlaufender Kette (18) die auf der in Ausstoßposition verbrachten Schale
(10) lagernde Stummelhülse (102) forträumt und beschleunigt und diese dadurch durch
die in der Panzerung (5) angeordnete Öffnung (6) aus dem Kampfraum (2) auswirft.
4. Hülsenauswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schale (10) aus Teilen einer Zylindermantelfläche besteht, deren Krümmungsradius dem
Umfang der zu entfernenden Stummelhülse (102) angepaßt ist.
5. Hülsenauswerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Schale (10) mit den Haltearm (13) verbunden eine Klappe (11) verschwenkbar angebracht
ist, die in Aufnahmeposition der Schale (10) aus der Fläche der Schale (10) herausragt
und somit als Anschlag für die aufzunehmende aus der Waffe (3) ausgestoßene Stummelhülse
(102) dient, und die in Ausstoßposition der Schale (10) im wesentlichen in die Fläche
der Schale (10) eingeklappt ist, um den Ausstoßvorgang der Stummelhülse (102) durch
die in der Panzerung (5) angeordnete Öffnung (6) nicht zu behindern.
1. Device for ejection of a stub casing (102) as a non-combustible part of a partially
combustible propellant charge casing from a closed combat compartment (2), wherein
the casing ejection device positioned behind the weapon (3) in the combat compartment
(2) comprises a shell (10) articulated to rotatably mounted holding arms (12, 13)
and pivotable between a receiving and an ejecting position, appropriate ejection means
being provided in order to remove the stub casing (102) when moved into the ejection
position by means of the shell (10) from the combat compartment (2) via an aperture
(6) provided in the combat compartment wall (5), the casing ejector (100) in the the
ejection position being situated far enough above the bore axis of the weapon (3)
to ensure that the loading chamber of the latter is freely accessible.
2. Casing ejector in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the pivoting
movement of the shell (10) is brought about by means of a hydraulic actuating device
which comprises a cylinder (14) and a piston (15) and which is articulated at one
end inside the combat compartment (2) and at the other end to at least one of the
holding arms (12,13).
3. Casing ejector in accordance with one of Claims 1 or 2, characterised by the fact
that the means for removing the stub casing (102) from the combat compartment (2)
comprises a circulating chain (18) with an entrainment device (19) mounted thereon,
which said entrainment device (19) when the chain (18) is circulating, removes the
stub casing (102) resting on the shell (10) moved into the ejection position and thus
ejects it from the combat compartment (2) through the aperture (6) provided in the
armouring (5).
4. Casing ejector in accordance with one of Claims 1 to 3, characterised by the fact
that the shell (10) comprises parts of a cylinder jacket surface of which the radius
of curvature is adapted to the circumference of the stub casing (102) to be removed.
5. Casing ejector in accordance with one of Claims 1 to 4, characterised by the fact
that a flap (11) is pivotably mounted in the shell (10) and connected with the holding
arm (13) and, when the shell (10) occupies its receiving position, projects from the
surface of the said shell (10) thus serving as a stop device for the stub casing (102)
ejected from the weapon and to be received, while when the shell (10) occupies the
ejection position it is in the main retracted into the surface of the shell (10) in
order not to impede the ejection of the stub casing (102) through the aperture (6)
provided in the armouring.
1. Dispositif pour éjecter un tronçon de douille (102) constituant une partie non
combustible d'une douille à charge propulsive partiellement combustible, à partir
d'une chambre de mise à feu fermée (2), dans lequel le dispositif d'éjection de douille,
qui est disposé dans la chambre de mise à feu (2) à l'arrière de l'arme (3), comprend
une coquille (10) articulée à des bras de retenue (12,13) montés de façon rotative
et pouvant pivoter entre une position de réception et une position d'éjection, et
des moyens d'éjection correspondants sont prévus pour éloigner de la chambre de mise
à feu (2) le tronçon de douille (102) amené en position d'éjection au moyen de la
coquille (10) par une ouverture (6) prévue dans la paroi (5) de la chambre de mise
à feu, l'éjecteur de douille (100) se trouvant, quand il est dans la position d'éjection,
suffisamment au-dessus de l'axe de lame de l'arme (3) pour que sa chambre de chargement
soit d'accès libre.
2. Ejecteur de douille selon la revendication 1, caractérisé en ce que le mouvement
de pivotement de la coquille (10) est réalisé au moyen d'un dispositif d'actionnement
hydraulique constitué par un cylindre (14) et un piston (15), qui est articulé d'un
côté à l'intérieur de la chambre de mise à feu (2) et de l'autre côté à au moins l'un
des bras de retonue (12,13).
3. Ejecteur de douille selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé
en ce que les moyens pour éloigner le tronçon de douille (102) de la chambre de mise
à feu (2) sont constitués par une chaîne sans fin (18) sur laquelle est monté un élément
d'entraînement (19), dans lequel l'élément d'entraînement (19), entraîné par la chaîne
sans fin (18), dégage et accélére le tronçon de douille (102) supporté par la coquille
(10) amenée dans la position d'éjection et l'éjecte hors de la chambre de mise à feu
(2) par l'ouverture (6) constituée dans le blindage (5).
4. Ejecteur de douille selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé
en ce que la coquille (10) est constituée par des parties d'une surface d'enveloppe
cylindrique dont le rayon de courbure est adapté à la périphérie du tronçon de douille
(102) à éjecter.
5. Ejecteur de douille selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé
en ce qu'un volet (11) qui est relié au bras de retenue (13) est monté de façon pivotante
dans la coquille (10), ce volet faisant saillie de la surface de la coquille (10)
dans la position de réception de la coquille (10) et servant de ce fait de butée pour
le tronçon de douille (102) éjecté de l'arme (3) et à recevoir, et étant, dans la
position d'éjection de la coquille (10), rabattu sensiblement sur la surface de la
coquille (10) pour ne pas gêner l'éjection du tronçon de douille (102) par l'ouverture
(6) constituée dans le blindage (5).
