[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mit Folie eingepackten Packstücken
oder Gebinden, bei dem ein Packstück oder Gebinde durch eine Wickelvorrichtung gefördert
wird und beim Durchlauf durch die Wickelvorrichtung von einem durch wendelförmiges
Wickeln der Folie gebildeten Folienschlauch eingehüllt wird. Die Erfindung betrifft
ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Unter dem voranstehend benutzten Begriff « Gebinde wird eine zumeist lockere Zusammenstellung
von einzelnen Verpackungen, z. B. 500 g-Kartons, verstanden, während der Begriff «
Packstück ein einzelnes, möglicherweise sperriges Verpackungsgut, z. B. eine Teppichrolle,
bezeichnen soll.
[0003] Ein solches Verfahren ist aus der US-PS 4 317 322 bekannt.
[0004] Die Verpackung von Packstücken oder Gebinden mit Folie, z. B. mit Stretch-Folie,
hat in den letzten Jahren zunehmende wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Durch die
Elastizität der Folie werden die zu einem Gebinde zusammengesetz- ° ten Einzelverpackungen
unter höherer Spannung gehalten als bei einer Verpackung mit wärmeschrumpfenden Folien.
[0005] Die Festigkeit der Stretch-Folie führt aber dazu, daß die Umhüllung sich später nur
schwer von den Packstücken entfernen läßt. Die Folienumhüllung muß mit Hilfe einer
Schere oder eines Messers durchtrennt werden. Dies ist aber bei der Warenbeschickung
in Verkaufsmärkten, in denen rasch aus verpackten Gebinden Kleinpackungen entnommen,
aufgestellt und angeboten werden, sehr nachteilig, da jedes Gebinde für die Entnahme
von Produkten mühsam geöffnet werden muß. Ähnliches gilt für Packstücke, wie z. B.
Bücher, die beim gewaltsamen Aufreißen der Folie möglicherweise beschädigt werden.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von mit Folie
eingepackten Packstücken oder Gebinden anzugeben, bei denen die Folienverpackung leicht
und auf einfache Weise von Hand, ohne Verwendung eines Messers oder einer Schere,
geöffnet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei dem Verfahren zur Herstellung
von mit Folie eingepackten Packstücken oder Gebinden
[0008] vor der relativ zum Packstück fortschreitenden Wicklungsfront wenigstens ein Aufreißfaden
geradlinig in Durchlaufrichtung der Packstücke oder Gebinde an jeweils eine Seite
und/oder an die Oberseite an das Packstück oder Gebinde geführt und von dem sich bildenden
Folienschlauch mit eingehüllt wird, danach - an der Innenseite des Folienschlauches
haftend - mit dem Weiterfördern des Packstückes oder Gebindes von einem Vorrat abgezogen
wird, und nach Durchlauf des Packstückes oder Gebindes durch die Wickelvorrichtung
hindurch durchtrennt wird,
[0009] in den Folienschlauch auf der Länge des Aufreißfadens seitlich dazu eine Materialschwächungslinie
eingearbeitet wird,
[0010] und dadurch, daß der Folienschlauch während des Einarbeitens der Materialschwächungslinie
in Abstand vom Packstück gehalten wird.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird erreicht, daß zugleich mit dem Einhüllen
der Packstücke oder Gebinde in Folie die Folienverpackung einen Aufreißfaden erhält,
durch den sie später leicht aufgetrennt werden kann. Der Aufreißfaden wird dabei vorzugsweise
kontinuierlich und stetig von einem Vorrat abgezogen und kommt an der gewünschten
Seite oder Oberseite der Packstücke zu liegen. Der eigentliche Wickelvorgang durch
die Wickelvorrichtung wird nicht beeinträchtigt. Je nach Größe und Art der Packstücke
und Gebinde kann auch mehr als ein Aufreißfaden an die Packstücke geführt werden.
[0012] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß es bekannt ist, fortlaufend Gebinde
mit einem Aufreißfaden zu versehen. (vgl. US-PS 1 978 035). Bei dem bekannten Verfahren
wird der Aufreißfaden allerdings nicht in einen Wickelfolien-Schlauch mit eingelegt,
sondern in eine zunächst lateral offene und später zu schließende Schrumpffolie stückweise
mit eingeschweißt. Das Einhüllen des Aufreißfadens erfolgt erst beim Zusammenfügen
der Folienränder. Dabei dient ein klebender Fadenträger als Haltemittel für die Folienränder.
[0013] Als Aufreißfaden eignen sich bekannte, eingefärbte schmale und biegsame Folienbänder,
beispielsweise aus Polyvinylchlorid oder aus Polyestern. Andere Ausführungsformen
sind möglich, da sich im Prinzip jeder Faden, Fadenstrang oder -streifen aus Textil,
Metall oder Kunststoff eignet, der eine ausreichende Zugfestigkeit besitzt.
[0014] Als Folien eignen sich insbesondere Stretch- Folien (stretchable film webs), wie
sie aus der eingangs genannten US-PS 4 317 322 bekannt sind. Es können aber auch weniger
streckfähige Folien verwendet werden, z. B. aus Cellophan, Polyvinylchlorid oder aus
verschiedenen Polyestern.
[0015] Um das Auftrennen der Folienverpackung zu erleichtern, ist bei dem Verfahren vorgesehen,
daß in den Folienschlauch auf der Länge des Aufreißfadens und in dessen Bereich seitlich
dazu eine Materialschwächungslinie eingearbeitet wird. Durch Zug an dem Aufreißfaden
kann dann die Folienverpackung entlang dieser Linie aufgetrennt werden. Als Materialschwächungslinien
kann eine Perforation oder aber auch eine nicht-perforierende Hitzeverdünnung eingesetzt
werden. Der Folienschlauch wird zu beiden Seiten des Aufreißfadens perforiert oder
entsprechend geschwächt. Es entsteht somit ein durch den Aufreißfaden unterlegter
Streifen. Verdünnungslinien oder Perforationen werden bei dem Verfahren durch bekannte
Vorrichtungen, z. B. durch Hitzeräder oder Stachelwalzen, in die Folie eingearbeitet.
[0016] Auf der anderen Seite kann aber auch speziell angepaßt auf die Verwendung von Stretchfolien
ein Aufreißfaden mit einer das Durchtrennen der Folie-fördernden Oberflächenstruktur
eingesetzt werden, z. B. ein Kunststoff-Draht mit Schnittkante, Zähnen oder Dornen,
oder eine Folie mit einer Beimischung von harten Mineralgranulaten, z. B. Glas, die
das Aufreißen auch ohne Materialschwächungslinie erlauben.
[0017] Wenn Packstücke oder Gebinde in Folie gewickelt werden, die eine Kartonverpackung
mit Schüttgutfüllung aufweisen, ist es wichtig, daß der Folienschlauch während des
Perforierens nicht an den Packungen anliegt, da sonst die Gefahr einer Verletzung
besteht. Die Perforierung der Folie kann dann in geeigneter Weise an der Außen- oder
Oberseite von Förderbändern vorgenommen werden, die im Wickelbereich der Wickelvorrichtung
die Packstücke einfassen und während des Wickelns mit Folie umhüllt werden.
[0018] Am einfachsten läßt sich das Heranführen des Aufreißfadens an die Packstücke gestalten,
wenn der oder die Aufreißfäden geradlinig in Durchlaufrichtung der Packstücke verlaufen.
Im Prinzip ist es aber auch möglich, den Aufreißfaden zickzack-oder wellenförmig in
Durchlaufrichtung verlaufen zu lassen.
[0019] Mit dem Verfahren lassen sich Packstücke oder Gebinde mit einer leicht öffenbaren
Folienschlaucheinhüllung herstellen, deren Folienschlaucheinhüllung auf der Innenseite
mindestens einen in Schlauchlängsrichtung angeordneten Aufreißfaden aufweist, der
an der Innenseite der Folie haftet.
[0020] Vorteilhaft ist es, wenn der Aufreißfaden von oben auf das Packstück oder Gebinde
aufgelegt wird. Da es sich bei dem Wickelfolien-Schlauch um ein relativ flexibles
und auch drucknachgiebiges Gebilde handelt, bringt die Anbringung einer Materialschwächungs-
oder Sollrißlinie Schwierigkeiten mit sich. Es war nicht ohne weiteres möglich, Stachelwalzen
oder dergleichen seitlich anzuordnen, da der von den Walzen ausgeübte Druck entweder
zu zu zu tiefen oder zu kaum wirksamen Perforationen der Folie führt.
[0021] Um den Aufreißfaden sicher zu führen und eine Sollrißlinie einwandfrei im Bereich
des Folienschlauches einzubringen, wird daher zur Durchführung des Verfahrens eine
Vorrichtung vorgeschlagen, bei der ein unterhalb der Folie und oberhalb des Packstückes
oder Gebindes angeordnetes, mit deren Fördergeschwindigkeit laufendes Förderband vorhanden
ist, über das der Aufreißfaden von oben auf das Packstück oder Gebinde auflegbar ist,
und daß unterhalb der Folie eine feststehende Zunge wenigstens in dem Bereich angeordnet
ist, in dem eine Materialschwächungsvorrichtung in Form einer Stachelwalze oder eines
erhitzenden Elementes von oben auf die Folie drückt, wobei die Zunge als Andruckfläche
für die letztgenannte Vorrichtung dient.
[0022] Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besitzt neben dem unterstützenden
Förderband unterhalb der Packstücke und Gebinde auch ein von oben auf das Gebinde
drückendes Förderband, welches verhindert, daß die Packstücke oder Gebinde seitlich
auswandern oder wegkippen. Es zeigt sich, daß die Folie, die um beide Förderbänder
gewickelt wird, im Mittelbereich des oberen Förderbandtrums nur wenig Andrückkraft
erzeugt, so daß eine dort eingelegte Zunge das Weiterrutschen des Folienschlauches
in Förderrichtung nicht behindert. Die oberhalb der Zunge und der aufgelegten Folie
angeordnete Stachelwalzen-Vorrichtung drückt nunmehr rechts und links neben dem Aufreißfaden
auf die Zunge und führt damit eine genau definierte Perforation der Folie durch, so
daß eine wiederholbare und einstellbare Materialschwächungslinie entsteht.
[0023] Die Verwendung der genannten Zunge bietet aber noch einen weiteren, überraschenden
Vorteil. Es hat sich gezeigt, daß die relativ langen Förderbänder, die völlig frei
auf den Umlenk- und Antriebswalzen liegen, nach rechts oder links auswandern können.
Dieses Auswandern kann nun verhindert werden, wenn die Zunge sich über die gesamte
Länge des Förderbandes erstreckt und gleichzeitig als Bandlaufstabilisator dient.
Es können hierzu Rillen oder Löcher auf dem Förderband angebracht werden ; eine wesentlich
bessere Lösung stellt jedoch die Möglichkeit dar, in die Oberseite des Bandes eine
mittig verlaufende Nut einzulassen, die so tief ist, daß die Zunge hierin zu liegen
kommt und ein Auswandern des Bandes nach rechts oder links verhindert.
[0024] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im
folgenden näher beschrieben. Es zeigen :
Figur 1 eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Figur 2 eine Ansicht eines nach dem Verfahren hergestellten Gebindes mit einer Folienschlaucheinhüllung
;
Figur 3 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ;
Figur 4 einen Schnitt in Höhe der Schnittlinie 11 ... der Figur 3, wobei lediglich
die aufliegende Förderband-Vorrichtung im Schnitt dargestellt ist ;
Figur 5 eine spezielle Ausführungsform eines Aufreißfadens.
[0025] Die in Figur 1 gezeigte Wickelvorrichtung weist eine Wickelstation 2 auf, in der
durch zwei gegenläufig rotierende Folienrollen 3 und 3' eine Folie 30 jJ.m mehrere,
in Abstand laufende Gebinde 1 wendelförmig gewickelt wird, sodaß die Gebinde 1 nach
Durchlauf durch die Wickelstation 2 von einem Folien-schlauch eingehüllt sind. Die
Folienrollen werden gehalten an einem Torus 40, der in Figur 1 im Schnitt dargestellt
ist und an sich bekannt ist.
[0026] Als Folie 30 wird vorzugsweise sogenannte Stretch-Folie verwendet, die von den Folienrollen
3 und 3' unter Zugspannung abgezogen wird.
[0027] Die zu verpackenden Gebinde 1, die gemäß der Figur 1 beispielsweise aus einer quaderförmigen
Zusammenstellung von drei Kartons bestehen, werden der Wickelstation 2 auf einem Zuführungsband
4 zugeführt, wobei die Gebinde zusätzlich noch seitlich von Führungsbändern 5 geführt
werden. Vor Erreichen der Wickelstation 2 werden die Gebinde 1 von Förderbändern 6
übernommen, die sich an die Ober- und Unterseite der Gebinde 1 anlegen und die Gebinde
durch die Wickelstation 2 fördern. Insgesamt durchlaufen die Gebinde 1 die Wickelstation
2 und den Torus 40 geradlinig in Pfeilrichtung. Das aufliegende Förderband ist nicht
dargestellt.
[0028] Kurz bevor die Gebinde 1 die Wicklungsfront 31 der Folie 30 erreichen, wird ein von
einem Vorrat 8 abgezogener Aufreißfaden 7 seitlich an das Gebinde 1 geführt, das als
nächstes die Wicklungsfront 31 durchquert.
[0029] Als Aufreißfaden 7 wird z. B. eine schmale Folie aus Polyvinylchlorid verwendet,
das eine höhere Reißfestigkeit als die Folie 30 aufweist. Der Aufreißfaden 7 weist
auf einer Seite eine Klebeschicht auf, so daß nach Durchlaufen der Wicklungsfront
der Aufreißfaden 7 durch die Folie 30 an eine der über die Förderbänder 6 seitlich
überstehenden Seitenflächen 32 des Gebindes 1 angepreßt wird und danach mit seiner
Klebschicht an der Innenseite der Folie 30 haftet.
[0030] Der Aufreißfaden 7 wird beim Durchlauf durch die Wickelstation 2 kontinuierlich von
dem Vorrat 8 abgezogen und legt sich an die Seitenflächen 32 der nachfolgenden Gebinde
an. Anstelle eines einzigen Aufreißfadens 7 können auch mehrere Aufreißfäden an die
Gebinde 1 angelegt werden, und zwar nicht nur seitlich, sondern auch an der Ober-
oder Unterseite des Gebindes.
[0031] Beim Durchlauf durch die Wickelstation 2 wird der Folienschlauch durch eine Stachelwalze
20 (in Figur 4 dargestellt) zu beiden Seiten des Aufreißfadens 7 perforiert.
[0032] Am Ende der Förderstrecke wird der Folien- schlauch von den Förderbändern 6 freigegeben,
worauf sich der Schlauch aufgrund der Vorspannung der Folie 30 fest an das Gebinde
anlegt. Mittels einer Schneidvorrichtung 34 (in Figur 3 dargestellt) wird anschließend
der Schlauch zusammen mit dem Aufreißfaden 7 hinter jedem herauslaufenden Gebinde
1 durchtrennt.
[0033] Es sei darauf hingewiesen, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur mit der gezeigten
Vorrichtung durchgeführt werden kann, sondern mit allen Wickelvorrichtungen, in denen
während des Wickelvorganges ein Folienschlauch erzeugt wird.
[0034] Figur 2 zeigt ein fertiges, mit einer Folienschlaucheinhüllung 9 versehenes Gebinde
1, das mit Flaschen 16 bestückt ist. Durch die Folienschlaucheinhüllung 9 werden die
Plastikflaschen in dem Gebinde, das aus den Flaschen und aus einem an den Seitenflächen
und der Oberseite offenen Tragekarton besteht, verschiebungsfrei und fest zusammengehalten.
Die Stirnseiten 14 der Verpackung, die beim Wickelverfahren in Durchlaufrichtung zeigten,
und an denen die Durchtrennung des Folienschlauches erfolgte, sind nur im Randbereich
von der Folie bedeckt.
[0035] Die Folienschlaucheinhüllung 9 trägt innen in Höhe eines schmalen Randstreifens 18
am unteren Rand einer Seitenfläche 32 der Kartonverpackung den Aufreißfaden 7, der
mit der Innenseite der Folie 30 verklebt ist. Der Aufreißfaden 7 verläuft parallel
zu dem Randstreifen 18 zu den Enden des Folienschlauchabschnittes hin. Zu beiden Seiten
des Aufreißfadens 7 verlaufen Materialschwächungslinien 11 (Perforationslinien), entlang
derer bei Zug an dem Aufreißfadenende 7' die Folienschlaucheinhüllung 9 leicht aufgetrennt
werden kann. Um die Aufreißstelle des Gebindes deutlich zu kennzeichnen, wird der
Aufreißfaden gefärbt.
[0036] Die in Figur 3 gezeigte Wickelvorrichtung weist ähnlich wie die der Figur 1 eine
Wickelstation 2 auf, in der durch zwei gegenläufig rotierende Folienrollen 3 und 3'
die Folie 30 J.Lm Gebinde 1 nach Durchlauf durch die Wickelstation 2 von einem Folienschlauch
eingehüllt wird. Als Folie 30 wird vorzugsweise sogenannte Stretch-Folie verwendet,
die von den Folienrollen 3 und 3' unter Zugspannung abgezogen wird.
[0037] Die zu verpackenden Gebinde 1 werden der Wickelstation 2 auf einem Zuführungsband
4 zugeführt, wobei die Gebinde zusätzlich noch seitlich von Führungsbändern 5 geführt
werden. Vor Erreichen der Wickelstation 2 werden die Gebinde 1 von Förderbändern 6
übernommen, von denen sich eines auf die Oberseite 33 der Gebinde 1 anlegt und die
Gebinde durch die Wickelstation fördert. Bei den Förderbändern handelt es sich um
sogenannte Doppelförderbänder (vgl. US-PS 4 317 322). In der Figur 4 ist im Schnitt
ein solches Doppelförderband 6 dargestellt.
[0038] Kurz bevor die Gebinde 1 die Wickelfront 31 der Folie 30 erreichen, wird ein von
einer Vorratsrolle 8 abgezogener Aufreißfaden 7 von oben auf das Gebinde 1 geführt,
das als nächstes die Wickelfront 31 durchläuft.
[0039] Nach Durchlauf durch die Wickelstation 2 wird der Folienschlauch durch eine Stachelwalze
20 zu beiden Seiten des Aufreißfadens 7 perforiert. Die Perforation erfolgt auf dem
Obertrum 21 des oberen Förderbandes 6, das zusammen mit den Gebinden 1 von der Folie
30 eingehüllt wird. Eine Verletzung des Gebindes selbst durch die Perforationsvorrichtung
ist damit ausgeschlossen (vgl. Figur 4).
[0040] Oberhalb des mit der Fördergeschwindigkeit der Gebinde 1 laufenden Obertrums 21 ist
eine feststehende, längliche Zunge 12 vorgesehen, auf die Stachelwalze 20 von oben
drückt ; mit anderen Worten : die Zunge 12 dient als Andruckfläche für die Materialschwächungsvorrichtung
(Stachelwalze 20).
[0041] Das obere (15) der beiden Doppelförderbänder ist zusätzlich mit einer auf der Oberseite
mittig eingelassenen Nut 13 versehen, in der die Zunge verläuft und zwar so eng geführt,
daß die Zunge 12 gegenüber dem Band 15 eine Band-Stabilisierungsvorrichtung ergibt.
Die über das Band und die Zunge reichende Folie 30 rutscht über die feststehende Zunge
12 hinweg, ohne daß es zu Beschädigungen kommt, da im Mittenbereich des Bandes praktisch
keine Senkrechtkraft von der Folie ausgeübt wird.
[0042] In Figur 5 ist ein speziell für Stretch-Folien geeigneter Aufreißfaden dargestellt,
der eine das Durchtrennen der Folie fördernde Oberflächenstruktur aufweist. Der Aufreißfaden
7 besteht aus Polyvinylchlorid mit eingestreuten Metallgranulaten 17, die insbesondere
am Rand der Folie etwas überstehen und die Folie selbst leichter einreißen lassen.
[0043] Der Aufreißfaden 7 kann sowohl selbstklebend sein als auch aus einem Material bestehen,
daß speziell an der verwendeten Wickelfolie (Stretch-folie) haftet, ohne besonders
klebend beschichtet zu sein.
1. Verfahren zur Herstellung von mit Folie eingepackten Packstücken oder Gebinden,
bei dem ein Packstück oder Gebinde (1) durch eine Wickelvorrichtung (2) gefördert
wird und beim Durchlauf durch die Wick
plvorrichtung (2) von einem durch wendelförmiges Wickeln der Folie (30) gebildeten
Folienschlauch eingehüllt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß vor der relativ zum Packstück (1) fortschreitenden Wicklungsfront (31) wenigstens
ein Aufreißfaden (7) geradlinig in Durchlaufrichtung der Packstücke oder Gebinde an
jeweils eine Seite und/oder an die Oberseite an das Packstück oder Gebinde (1) geführt
und von dem sich bildenden Folienschlauch mit eingehüllt wird, danach - an der Innenseite
des Folienschlauches haftend - mit dem Weiterfördern des Packstückes oder Gebindes
(1) von einem Vorrat (8) abgezogen wird und nach Durchlauf des Packstückes oder Gebindes
(1) durch die Wickelvorrichtung hindurch durchtrennt wird,
daß in den Folienschlauch auf der Länge des Aufreißfadens (7) seitlich dazu eine Materialschwächungslinie
(11) eingearbeitet wird
und daß der Folienschlauch während des Einarbeitens der Materialschwächungslinie in
Abstand vom Packstück gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Folie eine Stretch-Folie
verwendet wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens von mit Folien eingepackten Packstücken
oder Gebinden, bei dem ein Packstück oder Gebinde (1) durch eine Wickelvorrichtung
(2), die im wesentlichen aus wenigstens einer gegenüber den Packstücken oder Gebinden
(1) rotierenden Folienrolle (3) und aus einer Weiterförderungsvorrichtung besteht,
gefördert wird und beim Durchlauf durch die Wickelvorrichtung (2) von einem durch
wendelförmiges Wickeln der Folie (30) gebildeten Folienschlauch eingehüllt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß ein unterhalb der Folie und oberhalb des Packstückes oder Gebindes
(1) angeordnetes, mit deren Fördergeschwindigkeit laufendes Förderband (6) vorhanden
ist, über das ein Aufreißfaden (7) von oben auf das Packstück oder Gebinde (1) auflegbar
ist, und daß unterhalb der. Folie (30) eine feststehende Zunge (12) wenigstens in
dem Bereich angeordnet ist, in dem eine Materialschwächungsvorrichtung (10) in Form
einer Stachelwalze (20) oder eines erhitzenden Elementes von oben auf die Folie (30)
drückt, wobei die Zunge (12) als Andruckfläche für die letztgenannte Vorrichtung dient.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (12) sich über
die gesamte Länge des Förderbandes (6) erstreckt und gleichzeitig als Bandlaufstabilisator
dient.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (12) in einer
Nut (13) des Bandes (6) verläuft, die auf der Oberseite des Bandes (6) mittig eingelassen
ist.
1. A method of preparing foil-wrapped packages or bundles thereof, a package or bundle
(1) being conveyed through a wrapping mechanism (2) and in its passage therethrough
being wrapped in a tube of foil formed by helical winding of the foil (30), characterised
in that :
Before the wrapping front (31), which advances relatively to the package (1), at least
one tearing element (7) is guided rectilinearly in the direction of passage of the
packages or bundles on to one side and/or on to the top of the package or bundle (1)
and wrapped in the evolving foil tube, whereafter, and while sticking to the inside
of the foil tube, the or each tearing element (7) is drawn off a supply (8) during
further conveyance of the package or bundle (1) and, after the same has passed through
the wrapping mechanism, severed ;
A line (11) weakening the material is contrived in the foil tube over the length of
the tearing element (7) and laterally thereof, and
During the contriving of said line the foil tube is kept apart from the package.
2. A method according to claim 1, characterised in that the foil used is a stretch
foil.
3. An apparatus for the practice of a method of foil-wrapped packages or bundles in
which a package or bundle (1) is conveyed through a wrapping mechanism (2) embodied
mainly by at least one foil roll (3) rotating relatively to the packages or bundles
(1) and by a further conveyor and in its passage through the wrapping mechanism (2)
is wrapped in a tube of foil formed by helical winding of the foil (30), characterised
in that :
A conveyor belt (6) is provided which is disposed below the foil and above the package
or bundle (1), moves at the speed of conveyance thereof and enables a tearing element
(7) to be laid downwardly on the package or bundle (1), and a stationary finger (12)
is disposed below the foil (30) at least in the region where a material- weakening
device (10) in the form of a spiked roller (20) or of a heating element presses downwardly
on the foil (30), the finger (12) being operative as an abutment surface for the material-
weakening device (10).
4. An apparatus according to claim 3, characterised in that the finger (12) extends
over the whole length of the conveyor belt (6) and is also operative as a belt stabilizer.
5. An apparatus according to claim 4, characterised in that the finger (12) extends
in a groove (13) disposed in the top of the conveyor belt (6) and centrally thereof.
1. Procédé pour réaliser des paquets ou des lots d'articles enveloppés dans de la
feuille, sur lequel un paquet ou un lot d'articles (1) est transporté au travers d'un
dispositif d'enroulement (2) et, lors de la traversée de ce dispositif (2), est enveloppé
par une gaine de feuille formée par enroulement en hélice de la feuille (30), caractérisé
par le fait qu'avant le front d'enroulement (31) progressant relativement au paquet
(1), on amène, rectilinéairement suivant la direction de passage des paquets ou des
lots d'articles, à chaque fois le long du côté et/ou du dessus du paquet ou du lot
d'articles (1), au moins un fil de déchirage (7) qui est enveloppé par la gaine en
feuille en cours de formation, après quoi, alors qu'il adhère au côté intérieur de
cette gaine, ce fil de déchirage est tiré d'une réserve (8) au fur et à mesure de
la progression du paquet ou du lot d'articles (1) et est sectionné après que le paquet
ou le lot d'articles (1) a traversé le dispositif d'enroulement ;
par le fait qu'une ligne d'affaiblissement (11) est aménagée dans la gaine en feuille,
sur la longueur du fil de déchirage (7), latéralement à celui-ci ;
et par le fait qu'au cours de l'aménagement de la ligne d'affaiblissement, la gaine
en feuille est maintenue à distance du paquet.
2. Procédé selon revendication 1, caractérisé par le fait que la feuille utilisée
est une feuille extensible.
3. Dispositif pour mettre en ceuvre un procédé de réalisation de paquets ou de lots
d'articles emballés par des feuilles, dans lequel un paquet ou un lot d'articles (1)
est transporté au travers d'un dispositif d'enroulement (2) qui, pour l'essentiel,
constitue en au moins un rouleau de feuille (3) tournant par rapport aux paquets ou
aux lots d'articles (1) et en un dispositif de transport, ce paquet ou ce lot d'articles
(1) étant, lors de son passage au travers du dispositif d'enroulement (2), enveloppé
par une gaine en feuille formée par enroulement en hélice de la feuille (30),
caractérisé par le fait qu'il y a, en dessous de la feuille et au-dessus du paquet
ou du lot d'articles (1), une bande transporteuse (6) se déplaçant à la vitesse de
transport de ce paquet ou de ce lot, bande sur laquelle un fil de déchirage (7) est
appliqué par le haut sur le paquet ou le lot d'articles (1), et par le fait qu'en
dessous de la feuille (30) est agencée une languette fixe (12), située au moins dans
la région où un dispositif (10) d'affaiblissement de matière, ayant la forme d'un
rouleau à piquants (20) ou d'un élément chauffé, appuie par le haut sur la feuille
(30), la languette (12) servant de surface d'appui pour le dispositif nommé en dernier.
4. Dispositif selon revendication 3, caractérisé par le fait que la languette (12)
s'étend sur toute la. longueur de la bande transporteuse (6) et sert en même temps
de stabilisateur de marche de cette bande.
5. Dispositif selon revendication 4, caractérisé par le fait que la languette (12)
passe dans une rainure (13) de la bande (6), rainure qui est aménagée en position
médiane dans la face supérieure de la bande (6).