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EP 0 149 703 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
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Anmeldetag: 07.06.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: F42B 13/16 |
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Panzerabwehrgeschoss
Anti-tank projectile
Projectile anti-char
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
08.07.1983 DE 3324681 18.05.1984 DE 3418444
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1985 Patentblatt 1985/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall GmbH |
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40880 Ratingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Böcker, Jürgen, Dr.
D-4200 Oberhausen (DE)
- Wallow, Peter
D-4000 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Podszus, Burghart, Dipl.-Phys. |
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Rheinmetall GmbH
Ulmenstrasse 125
Postfach 6609 D-4000 Düsseldorf D-4000 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 756 420 FR-A- 2 535 450
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DE-B- 2 036 897 GB-A- 2 110 799
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Panzerabwehrgeschoß nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Moderne Mehrschichtpanzerungen, insbesondere sogenannte "aktive" Panzerungen, stellen
eine große Herausforderung an die Panzerabwehr dar, da herkömmliche Geschoßarten derartige
Panzerungen nicht mehr durchdringen können Verantwortlich dafür ist vornehmlich der
aktive Teil der Panzerung, der ein auftreffendes Geschoß zerstört oder zumindest so
ablenkt, daß die Hauptpanzerung nicht mehr durchschlagen wird.
[0003] Zur Bekämpfung aktiver Panzerungen ist aus der deutschen Patentanmeldung DE-A-2 948
542.5 bereits ein gattungsgleiches Geschoß bekannt, das einen Hauptpenetrator mit
einer längsaxialen Bohrung aufweist, in der ein zweites, pfeilförmig ausgebildetes
Geschoß ausstoßbar gelagert ist, das vermittels einer Ausstoßladung vor dem Zielaufprall
aus dem nach Art eines Waffenrohrs ausgebildeten Hauptpenetrator ausgestoßen wird.
Durch die längsaxial-zentrisch angeordnete Bohrung ist der Hauptpenetrator geschwächt.
Deshalb kann er nach dem Auftreffen auf das Ziel vorzeitig abbrechen, und dies kann
die Durchschlagswirkung beeinträchtigen. Ferner sind bei dem bekannten Geschoß der
Größe und Stärke der Ausstoßladung und damit der Auftreffenergie des aus dem Hauptpenetrator
ausgestoßenen zweiten Geschosses empfindliche Grenzen gezogen. Dies wirkt sich insbesondere
dann nachteilig aus, wenn die aktive Panzerung eines Zieles phlegmatisiert ist. Ein
Stapelgeschoß mit selbsttätiger Zerlegerwirkung nach Erreichen einer vorbestimmten
Flugzeit ist aus DE-A-2 756 420 (Figur 4) bekannt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Panzerabwehrgeschoß der
eingangs genannten Gattung mit gesteigerter Panzerdurchschlagsfähigkeit anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.
[0007] Dabei zeigt:
Fig. 1: ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem die Wirkteile Wuchtgeschosse
sind;
Fig. 2: ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das hintere Wirkteil
ein Wuchtgeschoß und das vordere Wirkteil ein Spreng- oder Splittergeschoß ist;
Fig. 3: ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei dem das hintere Wirkteil
ein ein Wuchtgechoß und das vordere Wirkteil ein rohrförmiges Geschoß ist;
Fig. 4: ein viertes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einer mit Sollbruchstellen
und einem Annäherungszünder versehenen ballistischen Haube in seitlicher Gesamtansicht
und teilweise längsaxial geschnitten;
Fig. 4a: einen Schnitt nach der Linie IVa - iVa in Fig. 4 in vergrößerter Darstellung
und jeweils in einem längsaxialen Schnitt des vorderen Bereichs;
Fig. 5: ein fünftes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einem Annäherungszünder
im Stabilisierungsleitwerk des vorderen Wirkteils;
Fig. 6: ein sechstes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung, welches sich von demjenigen
nach Fig. 4 durch ein längeres vorderes Wirkteil mit stärkerer Ausstoßladung unterscheidet;
Fig. 7: ein siebtes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit einer außerhalb des
Stabilisierungsleitwerks des vorderen Wirkteils angeordneten Ausstoßladung und
Fig. 8: ein achtes Ausführungsbeispiel nach der Erfindung mit zwei nacheinander zu
initiierenden Ausstoßladungen.
[0008] Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel eines Panzerabwehrgeschosses.
Bei allen Ausführungsbeispielen handelt es sich um unterkalibrige Pfeilgeschosse,
die vermittels eines nicht dargestellten Treibkäfigs aus einer Rohrwaffe abgefeuert
werden. Alle Figuren zeigen also lediglich das Fluggeschoß nach dem Verlassen der
Waffe. Das zur Stabilisierung des Panzerabwehrgeschosses 10 vorgesehene Leitwerk 15
ist ebenfalls nur schematisch angedeutet. Das Panzerabwehrgeschoß 10 umfaßt zwei Wirkteile
11 und 12, die in Längsaxialrichtung des Panzerabwehrgeschosses hintereinander angeordnet
sind und einen im wesentlichen gleichen Außendurchmesser aufweisen. Beide Wirkteile
11 und 12 sind sogenannte Wuchtgeschosse, die aufgrund ihrer kinetischen Energie zielwirksam
sind. Das in Flugrichtung vorn angeordnete Wirkteil 11 weist eine rohrförmig ausgebildete
Heckverlängerung 13 auf, vermittels der es auf einem formangepaßten Zapfen 14 des
hinteren Wirkteils 12 aufsitzt. Diese Verbindungsart ist einfach und preisgünstig
herzustellen und sorgt infolge der durch die Durchmessergleichheit der Wirkteile im
wesentlichen ungestörten Außenkontur des Panzerabwehrgeschosses für aerodynamisch
günstige Eigenschaften. Der Kopf des . Panzerabwehrgeschosses 10 ist durch eine ballistische
Haube 17 abgeschlossen, die einen Annäherungszünder 16 einschließt, der bei Erreichen
eines gewünschten Zielabstands eine Ausstoßladung 21 aktiviert. Die Ausstoßladung
21 trennt in der gewünschten Zielentfernung die beiden Wirkteile 11 und 12 voneinander,
so daß sich diese getrennt auf das Ziel zu bewegen, wobei der Wirkteil 11 zunächst
auf das Ziel aufprallt und der Wirkteil 12 zeitlich, verzögert folgt.
[0009] Im Vergleich zu dem bekannten Panzerabwehrgeschoß werden wesentlich bessere Durchschlagsleistungen
erzielt, da beide Wirkteile vergleichsweise massiv ausgebildet sind und daher besser
geeignet sind, eine Panzerung zu durchschlagen. Während der vordere Wirkteil 11 eine
ausreichende Aufprallenergie aufbringt, um aktive Komponenten der Panzerung auszulösen,
kann der zeitlich verzögert eintreffende hintere Wirkteil 12 die nunmehr ihres aktiven
Schutzes beraubte Hauptpanzerung völlig durchschlagen, wobei er - abweichend von der
bekannten Lösung - nicht der Gefahr unterliegt, infolge zu schwachen Aufbaues vorzeitig
zerstört zu werden. Die Verbindung zwischen den beiden Wirkteilen vermittels einer
rohrförmig ausgebildeten Heckverlängerung 13, die auf einem Zapfen 14 aufsitzt, trägt
darüber hinaus zu einer stabilen Flugbahn des vorderen-Wirkteils 11 nach dessen Ablösung
vom hinteren Wirkteil 12 bei. Da nämlich die Hauptmasse des Wirkteils 11 in seinem
vorderen Bereich konzentriert ist, ergibt sich eine für eine stabile Flugbahn günstige
Schwerpunktlage.
[0010] In einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung (Fig. 2) läßt sich der massive
hintere Wirkteil 12 mit einem vorderen Wirkteil 11 kombinieren, der über die ihm erteilte
kinetische Energie noch zusätzlich durch eine Explosivladung 18 und/oder eine Splitterladung
19 wirksam wird. Durch eine derartige Geschoßkonfiguration läßt sich das Einsatzspektrum
dieses Panzerabwehrgeschosses beträchtlich erweitern. Während nämlich nach wie vor
der aktive Teil schwerer Mehrschichtpanzerungen durch den vorderen Wirkteil 11 ausgelöst
werden kann, so daß der folgende Wirkteil 12 die Hauptpanzerung im wesentlichen ungestört
durchdringt, kann dieses Ausführungsbeispiel des Panzerabwehrgeschosses auch mit Vorteil
gegen leichtere Mehrplattenpanzerungen eingesetzt werden, da die weiteren Wirkladungen
18, 19 des vorderen Wirkteils 11 zu einer vergrößerten Sekundärwirkung beitragen.
[0011] In einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung (Fig. 3) besteht der vordere Wirkteil
11 aus einem rohrförmigen Geschoß das vermittels eines Treibspiegels 22 und einer
Ausstoßladung 21 vom hinteren Wirkteil 12 abgetrennt und in Richtung auf das Ziel
beschleunigt werden kann. Nach Aktivierung der Austoßladung 21 und Abtrennung des
Geschosses 20 vom hinteren Wirkteil 12 wird durch den Staudruck der anströmenden Luft
auch der Treibspiegel 22 aus dem Innern des Geschosses 20 entfernt. Diese Variante
des Panzerabwehrgeschosses eröffnet die Möglichkeit, den hinteren Wirkteil 12 noch
beträchtlich zu verlängern und dadurch seine Masse und demzufolge die mit diesem Wirkteil
zu erzielende Auftreffenergie erheblich zu vergrößern. Wie in Fig. 3 dargestellt,
kann diese Verlängerung aus einem Fortsatz 12' geringeren Durchmessers bestehen, der
von dem rohrförmigen Geschoß 20 koaxial umgeben ist.
[0012] Gemäß Fig. 4 weist das vierte Ausführungsbeispiel ein vorderes Wirkteil 11 und ein
hinteres Wirkteil 12 auf. Letzteres ist vorderseitig als kreiszylindrischer Zapfen
14 geringeren Durchmessers ausgebildet und heckseitig mit einem Stabilisierungsleitwerk
15 mit Flügeln 15' versehen. Ein rohförmiges Element 24 ist mit einem rückseitigen
Teil 26 dem Außendurchmesser des Zapfens 14 und dem Außendurchmesser des hinteren
Wirkteils 12 angepaßt und mit dem Zapfen 14 fest verbunden. Die feste Verbindung kann
beispielsweise durch Verschrauben, Löten oder Kleben verwirklicht sein; dies ist erfindungsunwesentlich
und folglich in der Zeichnung nicht dargestellt. Eine Querwand 27 des rohrförmigen
Elements 24 liegt einer nicht näher bezeichneten vorderseitigen Stirnfläche des Zapfens
14 an. Ein vorderes Teil 25 des rohrfömigen Elements 24 umschließt mit einer Innenfläche
33.1 eine kreiszylindrische Außenfläche 34 des Leitwerks 29 und dient dem vorderen
Wirkteil 11, wie noch näher beschrieben wird, als Führung. Im Bereich einer vorderseitigen
Stirnfläche 35 dient das Teil 23 der Aufnahme und Befestigung einer ballistischen
Haube 17.1. Diese ragt mit einem rückseitigen Bereich 32.1 in das vordere Teil 25
und ist dort zur Befestigung vorzugsweise verklebt. In der ballistischen Haube 17.1
sind innenseitig Sollbruchstellen 23 angeordnet, und im vorderen Bereich ist ein Annäherungszünder
16 vorgesehen. Eine im eesentlichen kreiszylindrische Innenfläche 17' umschließt einen
Wuchtkörper 11.1 des vorderen Wirkteils 11 und endet vorderseitig in einer kreisringförmigen
Kante 17"', in welcher die Innenfläche 17' und eine kreiskegelförmige Außenfläche
17" zusammenstoßen. Während sowohl der Wuchtkörper 11.1 wie auch das hintere Wirkteil
12 bei einem jeweils großen Länge/ Durchmesser-Verhältnis aus einem Werkstoff hoher
Dichte bestehen - beispielsweise einer sogenannten Sinterlegierung mit wenigstens
90 9b Wolfram in einer Eisen-Nickel-Matrix -, besteht das Leitwerk 29 aus einem Werkstoff
geringer Dichte aber hoher Druck- und Zugfestigkeit, beispielsweise eine Leichtmetallegierung
oder ein Kunststoff mit in ihm eingebetteten kleinsten mineralischen Hohlkugeln und
Fasern aus Glas, Kohlenstoff oder einem anderen zur Armierung geeigneten Kunststoff.
In einer rückseitigen Ausnehmung 30 des Leitwerks 29 ist eine durch den Annäherungszünder
16 zu initiierende Ausstoßladung 21 angeordnet.
[0013] Aus Fig. 4a ist die Gestaltung des Annäherungszünders 16 erkennbar: Ein kreisringförmiger
Körper 16' weist über den Umfang-gleichmäßig verteilte radiale Vorsprünge auf. Der
Annäherungszünder ist im, gegebenen
[0014] Zusammenhang nicht erfindungswesentlich und folglich auch nicht in Einzelheiten dargestellt
und beschrieben.
[0015] Das fünfte Ausführungsbeispiel (Fig. 5) unterscheidet sich vom vierten Ausführungsbeispiel
durch das Fehlen einer ballistischen Haube. Der Annäherungszünder 16 ist im kreiskegelförmigen
Bereich mit der Mantelfläche 29' des Stabilisierungsleitwerks 29 angeordnet. Das Vorderteil
25 des rohrförmigen Elements 24 ist abgeschrägt und endet in einer scharfen Kreisringkante
35'; die Abschrägung ist der Mantelfläche 29' angepaßt. Die kreiszylindrische Außenfläche
24 des Leitwerks 29 ist der kreiszylindrischen Innenfläche 33.2 des Vorderteils 25
angepaßt, um eine ausreichende Führung zu gewährleisten. Dieser Tatsache kommt angesichts
einer vergleichsweise großen Ausstoßladung 21 besondere Bedeutung zu.
[0016] Beim sechsten Ausführungsbeispiel (Fig. 6 ) ist das Vorderteil 25 des rohrförmigen
Elements 24 besonders lang ausgebildet, so daß es zwischen den Flächen 33.3 und 34
auf einer vergleichsweise großen Strecke zu einer zuverlässigen koaxialen Führung
kommt. Die ballistische Haube 17.2 weist innenseitig wiederum Sollbruchstellen 23
auf; mit einem rückwärtigen kreisrohrförmigen Bereich 32.2 übergreift die ballistische
Haube 17.2 einen außenseitig durchmesserreduzierten Vorderbereich des Vorderteils
25 und kommt zur Anlage an dessen kreisringförmiger vorderen Stirnfläche 35. Der Annäherungszünder
16 ist in der ballistischen Haube 17.2 angeordnet.
[0017] Beim siebten Ausführungsbeispiel (Fig. 7) weist das hintere Wirkteil 12 einen vorderseitigen
Zapfen 14' auf, der vorderseitig kreiskegelförmig ausgebildet ist. Ein Ausgleichskörper
31 umhüllt den kreiskegeligen Teil des Zapfens 14 und weist vorderseitig eine Ausnehmung
36 für die Ausstoßladung 21 auf. Die Querwand 27 des rohrförmigen Elements 24 ist
mit einer zeichnerisch nur angedeuteten düsenförmigen Öffnung 27' versehen, welche
vorderseitig in eine rückseitige Ausnehmung 30' des Stabilisierungsleitwerks 29 mündet.
Das Vorderteil 25 des rohrförmigen Elements 24 ist abgeschrägt und endet wiederum
in einer Kreisringkante 35', wobei die Abschrägung der Kreiskegelfläche 17" der ballistischen
Haube 17.3 angepaßt ist. Der Annäherungszünder 16 ist in der ballistischen Haube 17.3
angeordnet und letztere wiederum mit Sollbruchstellen 23 versehen.
[0018] Beim achten Ausführungsbeispiel (Fig. 8 ) weit die ballistische Haube 17.4, ausgestattet
mit dem Annäherungszünder 16, keine Sollbruchstelle auf. Mit einer rückseitigen rohrförmigen
Verlängerung 32.4 übergreift sie einen außendurchmesserreduzierten vorderen Bereich
des Vorderteils 25 des rohrförmigen Elements 24 und legt sich der vorderseitigen Krreisringstirnfläche
35 des vergleichsweise langen Vorderteils 25 des rohrförmigen Elements 24 an. Anders
als beim vierten Ausführungsbeispiel ist der Ausstoßladung 21' in der Ausnehmung 36
des Ausgleichskörpers die Ausstoßladung 21 in der Ausnehmung 30 des Stabilisierungsleitwerks
29 benachbart. Die beiden Ausstoßladungen 21 und 21' sind durch die Querwand 27 voneinander
getrennt. Während die Ausstoßladung 21 durch den Annäherungszünder 16 initiiert wird,
ist in der Trennwand 27 eine nicht näher dargestellte verzögernde Übertfagungsladung
angeordnet, welche die Ausstoßladung 21' initiieren soll.
[0019] Sobald sich das Geschoß nach der Erfindung einem - vorzugsweise aktiv gepanzerten
- Ziel bis auf eine vorgegebene Entfernung angenähert hat, wird durch den Annäherungszünder
16 die Ausstoßladung 21 initiiert. Hierdurch wird das vordere Wirkteil 11 gegenüber
dem hinteren Wirkteil 12 beschleunigt, und das vordere Wirkteil 11 eilt auf einer
Verlängerung der gemeinschaftlichen zentralen Längsachse A mit höherer Geschwindigkeit
dem Ziel entgegen, um dieses in einem anvisierten Bereich zu aktivieren. Der mit zeitlicher
Verzögerung das Ziel erreichende hintere Wirkteil 12 kann dann seine Wirkung in der
von dem vorderen Wirkteil 11 deaktivierten Zielparzelle entfalten.
[0020] Bei dem vierten, sechsten und siebten Ausführungsbeispiel wird nach dem Initiieren
der Ausstoßladung 21 die jeweilige ballistische Haube durch das Betätigen der Sollbruchstellen
23 mittels der Kegelmantelfläche 29' zerstört. Bei den entsprechenden Ausführungsbeispielen
verbleibt das rohrförmige Element 24 am hinteren Wirkteil 12 und gelangt mit letzterem
gemeinschaftlich ins Ziel. Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 7 und Fig. 8 ist
vorgesehen, daß sich das rohrförmige Element nach dem Verlassen des vorderen Wirkteils
11 von dem hinteren Wirkteil 12 trennt. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 wird
nach den Initiieren der Ausstoßladung 21 sowohl in der Ausnehmung 30' wie auch in
der Ausnehmung 36 ein Überdruck aufgebaut. Dieser Vorgang wird derart abgestimmt,
daß zunächst das vordere Wirkteil 11 gegenüber dem hinteren Wirkteil 12 beschleunigt
wird, und sich dann unter dem Druck auf der Rückseite der Trennwand 27 das rohrförmige
Element 24 samt Ausgleichskörper 31 vom hinteren Wirkteil 12 trennt. Auf diese Weise
trifft das hintere Wirkteil 12 mit dem Zapfen 14' unmittelbar auf die von dem vorderen
Wirkteil 11 deaktivierte Parzelle des Zieles.
[0021] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 wird die ballistische Haube 17.4 nicht zerstört.
Nach dem Initiieren der Ausstoßladung 21 besteht zwischen der Innenfläche 17' und
der Umfangsfläche des Wuchtkörpers 11' und der Innenfläche 13.5 und der Außenfläche
34 über eine vergleichsweise lange Strecke eine koaxiale Führung. Sobald die Fläche
29' eine Innenfläche 17i der ballistischen Haube 17.4 erreicht hat, löst sich die
ballistische Haube 17.4 im Bereich 32.4 von dem Vorderteil 25 und verbleibt am vordern
Wirkteil 11, indem es dessen Leitwerk 29 vergrößert. Hieraus kann sich eine besonders
vorteilhafte Schwerpunktlage für das vordere Wirkteil 11 ergeben. Die vom Annäherungszünder
16' initiierte Ausstoßladung 21 hat die verzögernde Übertragungsladung 27" betätigt
und diese initiiert nun ihrerseits die zweite Ausstoßladung 21'. Unter dem sich in
der Ausnehmung 36 aufbauenden Überdruck löst sich, wie bereits im Zusammenhang mit
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 beschrieben, das rohrförmige Element 24 samt Ausgleichskörper
31 von dem hinteren Wirkteil 12, so daß auch dieses mit seinem kreiskegelförmig ausgebildeten
vorderseitigen Zapfen 14' in die von dem vorderen Wirkteil 11 deaktivierte Zielparzelle
trifft.
[0022] Mit Rücksicht auf die Funktion des rohrförmigen Elements 24 ist dies aus einem hochfesten
Werkstoff, vorzugsweise Stahl, gefertigt. Die zur Zerstörung vorgesehenen ballistischen
Hauben 17.1, 17.2 und 17.3 können vorteilhafterweise aus einem nicht armierten Kunststoff
gefertigt sein, während die ballistische Haube 17.4 vorteilhafterweise aus einem faserarmierten
Kunststoff besteht. Mit Rücksicht auf die beabsichtigte Trennung des rohrförmigen
Elements 24 vom hinteren Wirkteil 12 (siebtes und achtes Ausführungsbeispiel) ist
das Teil 26 mit dem hinteren Wirkteil 12 vorteilhafterweise durch Kleben oder Preßsitz
lösbar verbunden. Der Ausgleichskörper 31 ist mit dem rohrförmigen Element 24 unlösbar
verbunden, so daß sich beide Teile gemeinschaftlich von dem hinteren Wirkteil 12 abtrennen
können.
[0023] Bei einer kreiszylindrischen Ausbildung des Zapfens 14 kann im Falle der Ausführungsbeispiele
nach den Figuren 7 und 8 auf den Ausgleichskörper 31 verzichtet werden: Die Ausnehmung
36 ist dann im Zapfen 14 anzuordnen.
1. Flügelstabilisiertes unterkalibriges Panzerabwehrgeschoß mit mehreren Wirkteilen,
die vor dem Erreichen eines Zieles voneinander getrennt werden und hierdurch nacheinander
auf das Ziel treffen, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß (10) aus einem vorderen
Wirkteil (11) und einem hinteren Wirkteil (12) besteht, welche einander durchmessergleiche
Bereiche aufweisen, und wobei das vordere Wirkteil (11) vermittels eines rohrförmigen
Elements (13; 24) auf einem Zapfen (14) des hinteren Wirkteils (12) aufsitzt.
2. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Wirkteile
(11, 12) als Wuchtgeschosse ausgebildet sind und das rohrförmige Element (13) eine
Heckverlängerung des vorderen Wirkteils (11) bildet.
3. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern
des vorderen Wirkteils (11) eine Explosivladung (18) und/oder eine Splitterladung
(19) angeordnet sind/ ist.
4. Panzerabwehrgeschoß nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
vordere Wirkteil (11) als Hohlrohrgeschoß (20) ausgebildet ist.
5. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende Merkmale;
a) das rohrförmige Element (24) weist einen vorder- (25) und einen rückseitigen Teil
(26) auf, welchem eine querende Trennwand (27) zugeordnet ist,
b) das vordere Wirkteil (11) ist heckseitig mit einem Leitwerk (29) zur Widerstandsstabilisierung
versehen, dessen Umfangsfläche (34) im Zusammenwirken mit einer Innenfläche (33.1,
...) des vorderen Teils (25) des Elements (24) die Führung des vorderen Wirkteils
(11) bildet,
c) das Leitwerk (29) weist eine erste rückseitige Ausnehmung (30; 30') auf, deren
Innenfläche einen Treibboden bildet,
d) beiden Wirkteilen (11, 12) ist ein jeweiliges großes Länge/Durchmesser-Verhältnis
eigentümlich und
e) ein Annäherungszünder (16) ist in einem Konusbereich angeordnet, dessen Außenfläche
einen Teil der Geschoßaußenfläche bildet.
6. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Annäherungszünder
(16) im Leitwerk (29) angeordnet ist.
7. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1, 5 oder 6, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) dem vorderen Wirkteil (11) ist eine ballistische Haube (17.1, ...) zugeordnet,
b) die ballistische Haube (17.1, ...) ist mit dem Vorderteil (25) des Elements (24)
abtrennbar verbunden und
c) der Annäherungszünder (16) ist in die ballistische Haube (17.1, ...) integriert.
8. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Sollbruchstellen (23)
in der ballistischen Haube (17.1, 17.2, 17.3) zu deren Zerstörung beim Trennvorgang.
9. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die ballistische
Haube (17.4) eine Aufnahme für das Leitwerk (29) aufweist und zum Vergrößern des letzteren
mit einer rückseitigen Verlängerung (32.4) versehen ist.
10. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 1 oder 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Ausnehmung (30; 30') der Trennwand (27) unmittelbar vorderseitig benachbart
ist.
11. Panzerabwehrgeschoß nach einem der Ansprüche 1 oder 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß eine erste Ausstoßladung (21) in der ersten Ausnehmung (30) angeordnet ist.
12. Panzerabwehrgeschoß nach einem der Ansprüche 1 oder 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Ausstoßladung (21; 21') in einer zweiten Ausnehmung (36), der Trennwand
(27) unmittelbar rückseitig benachbart, angeordnet ist, wobei letztere einen Durchlaß
(27') aufweist und das Element (24) von dem zweiten Wirkteil (12) trennbar ist.
13. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) neben der ersten Ausstoßladung (21), welche in der ersten Ausnehmung (30) angeordnet
ist, weist die zweite Ausnehmung (36) die zweite Ausstoßladung (21') auf und
b) beide Ausstoßladungen (21; 21') sind durch einen verzögernden Zündübertragungssatz
(27") miteinander verbunden, wobei die erste Ausstoßladung (21) von dem Annäherungszünder
(16) initiiert wird.
14. Panzerabwehrgeschoß nach einem der Ansprüche 1 oder 5 bis 13, gekennzeichnet durch
eine kreiskegelförmige Ausbildung des Zapfens (14').
15. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen dem Zapfen (14')
vorgeordneten Ausgleichskörper (31) mit der zweiten Ausnehmung (36).
16. Panzerabwehrgeschoß nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
zweite Ausnehmung (36) in dem Zapfen (14) vorgesehen ist.
1. Fin stabilised sub-calibre anti-tank projectile with a number of active parts which
before reaching a target are separated from one another so that they hit the target
in succession. characterised by the fact that the projectile (10) comprises a front
active part (11) and a rear active part (12) which have zones of the same diameter,
the first active part (11) resting on a neck-part (14) of the rear active part (12)
through a tubular element (13, 24).
2. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1, characterised by the fact that
the two active parts (11,12) are constructed as penetrator-type projectiles and the
tubular element (13) forms a rear prolongation of the front active part (11).
3. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1 or 2, characterised by the fact
an explosive charge (18) and/or a fragmentation charge (19) are provided in the interior
of the front active part.
4. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1 or 2, characterised by the fact
that the front active part (11) is constructed as a hollow tubular projectile (20).
5. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1, characterised by the following
features;
(a) the tubular element (24) has a front part (25) and a rear part (26) with which
is associated a transverse separating wall (27),
(b) the front active part (11) is provided at the rear with a tail unit (29) for drag
stabilisation, of which the peripheral surface (34) interacting with an internal surface
(33.1....) of the front part (25) of the element (24), forms the guide for the front
active part (11),
(c) the tail unit (29) has a first rear recess (30, 30'), of which the inner surface
forms a propulsive base,
(d) both active parts (11,12) have a high length- todiameter ratio, and
(e) a proximity fuse (16) is provided in a conical zone of which the outer surface
forms a part of the outer surface of the projectile.
6. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1 or 5, characterised by the fact
that the proximity fuse (16) is positioned in the tank unit (29).
7. Anti-tank projectile in accordance with Claims 1, 5 or 6, characterised by the
following features:
(a) a ballistic hood (17.1....) is associated with the front active part (11),
(b) the ballistic hood (17.1....) is detachably connected with the front part (25)
of the element (24) and
(c) the proximity fuse (15) is integrated in the ballistic hood (17.1....).
8. Anti-tank projectile in accordance with Claim 7, characterized by preset fracture
points (23) in the ballistic hood (17.1, 17.2, 17.3) whereby same will be destroyed
in the separating process.
9. Anti-tank projectile in accordance with Claim 7, characterised by the fact that
the ballistic hood (17.4) has a receiver for the tail unit (29) and is provided, in
order to increase the size of the latter, with a rear prolongation (32.4).
10. Anti-tank projectile in accordance with Claim 1 or 5 to 9, characterised by the
fact that the first recess (30, 30') is immediately adjacent to the front of the separating
wall (27).
11. Anti-tank projectile in accordance with one of Claims 1 or 5 to 10, characterised
by the fact that a first ejection charge (21) is provided in the first recess (30).
12. Anti-tank projectile in accordance with one of Claims 1 or 5 to 10, characterised
by the fact that the first ejection charge (21, 21') is situated in a second recess
(36) immediately adjacent to the rear of the separating wall (37), the latter having
a passage (27') and the element (24) being separable from the second active part (12).
13. Anti-tank projectile in accordance with Claim 12, characterised by the following
features:
(a) in addition to the first ejection charge (21), which is positioned in the first
recess (30), the second recess (36) has the second ejection charge (21') and
(b) both ejection charges (21, 21') are interconnected by a retarding ignition transmission
composition (27"), the first ejection charge (21) being initiated by the proximity
fuse (16).
14. Anti-tank projectile in accordance with one of Claims 1 or 5 to 13, characterised
by the circular conical construction of the neck-part.
15. Anti-tank projectile in accordance with Claim 14, characterised by an equalising
body (31) preceding the neck-part (14) and having the second recess (36).
16. Anti-tank projectile in accordance with Claim 12 or 13, characterised by the second
recess (36) being provided in the neck-part (14).
1. Projectile anti-char sous-calibré stabilisé par empennage, comportant plusieurs
parties actives qui se séparent les unes des autres avant d'atteindre une cible et
atteignent ainsi la cible les unes après les autres, caractérisé en ce que le projectile
(10) comprend une partie active antérieure (11) et une partie active postérieure (12)
qui comportent des zones de même diamètre, et la partie active antérieure (11) reposant
au moyen d'un élément tubulaire (13; 24) sur un tourillon (14) de la partie active
postérieure (12).
2. Projectile selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux parties actives
(11, 12) sont réalisées sous la forme de projectiles à balourd et en ce que l'élément
tubulaire (13) constitue un prolongement arrière de la partie active antérieure (11).
3. Projectile selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une charge explosive
(18) et/ou une charge à fragmentation (19) est ou sont disposée(s) à l'intérieur de
la partie active antérieure (11).
4. Projectile selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la partie active
antérieure (11) est réalisée sous la forme d'un projectile tubulaire creux (20).
5. Projectile selon la revendication 1, caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) l'élément tubulaire (24) comporte une partie antérieure (25) et une partie postérieure
(26) à laquelle correspond une cloison de séparation transversale (27),
b) la partie active antérieure (11) comporte à l'arrière un empennage (29) pour la
stabilisation de la résistance, dont la surface périphérique (34) constitue, en coopérant
avec une surface intérieure (33.1,...) de la partie antérieure (25) de l'élément (24),
le guidage de la partie active antérieure (11),
c) l'empennage (29) comporte un premier évidement postérieur (30, 30') dont la surface
intérieure constitue un fond de poussée,
d) les deux parties actives (11, 12) ont chacune en propre un rapport longueur/diamètre
élevé, et
e) une fusée de proximité (16) est placée dans une zone conique dont la surface extérieure
constitue une partie de la surface extérieure du projectile.
6. Projectile selon la revendication 1 ou 5, caractérisé en ce que la fusée de proximité
(16) est placée dans l'empennage (29).
7. Projectile selon la revendication 1, 5 ou 6, caractérisé par les caractéristiques
suivantes:
a) une ogive balistique (17.1,...) correspond à la partie active antérieure (11),
b) l'ogive balistique (17.1,...) est reliée à la partie antérieure (25) de l'élément
(24) de façon à pouvoir être séparée, et
c) la fusée de proximité (16) est intégrée dans l'ogive balistique (17.1,...).
8. Projectile selon la revendication 7, caractérisé par des zones destinées à la rupture
(23) dans l'ogive balistique (17.1, 17.2, 17.3) devant être détruites lors de la séparation.
9. Projectile selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'ogive balistique (17.4)
comporte un logement pour l'empennage (29) et présente un prolongemen postérieur (32.4)
pour agrandir ce dernier.
10. Projectile selon la revendication 1 ou l'une des revendications 5 à 9, caractérisé
en ce que le premier évidement (30, 30') est placé au voisinage immédiat de la face
antérieure de la cloison de séparation (27).
11. Projectile selon l'une des revendications 1 ou 5 à 10, caractérisé en ce qu'une
première charge d'éjection (21) est placée dans le premier évidement (30).
12. Projectile selon l'une des revendications 1 ou 5 à 10, caractérisé en ce que la
première charge d'éjection (21,21') est placée dans un second évidement (36), au voisinage
immédiat de la face postérieure de la cloison de séparation (27), cette dernière comportant
un passage (27') et l'élément (24) pouvant être séparé de la seconde partie active
(12).
13. Projectile selon la revendication 12, caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) près de la première charge d'éjection (21) qui est placée dans le premier évidement
(30), le second évidement (36) comporte la seconde charge d'éjection (21') et
b) les deux charges d'éjection (21, 21') sont reliées entre elles par un relais de
transmission d'amorçage (27"), la première charge d'éjection
(21) étant amorcée par la fusée de proximité (16).
14. Projectile selon l'une des revendications 1 ou 5 à 13, caractérisé par une conformation
de cône circulaire du tourillon (14').
15. Projectile selon la revendication 14, caractérisé par un corps d'équilibrage (31)
pourvu du second évidement (36) placé devant le tourillon (14').
16. Projectile selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que le second évidement
(36) est prévu dans le tourillon (14).

