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EP 0 149 773 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1987 Patentblatt 1987/20 |
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Anmeldetag: 06.12.1984 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B66B 7/02 |
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Befestigungsvorrichtung für Führungsschienen von Aufzügen
Rail guide fastening device for elevators
Dispositif de fixation de rail de guidage d'ascenseur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
23.01.1984 CH 276/84
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.1985 Patentblatt 1985/31 |
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Anmelder: INVENTIO AG |
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CH-6052 Hergiswil NW (CH) |
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Erfinder: |
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- Glawion, Rudolf
CH-6003 Luzern (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Führungsschienen von Aufzügen,
bei welcher die Führungsschienen mittels Schienenklammern gehalten werden, die einen
den Schienenflansch beidseitig umfassenden Ausschnitt aufweisen, und die auf an der
Schachtwand des Aufzuges angeordneten Befestigungswinkeln befestigt sind.
[0002] Bei der Befestigung von Führungsschienen für Aufzüge muss berücksichtigt werden,
dass sich bei Temperaturänderungen die Länge der Führungsschienen ändert, und dass
mit der Zeit eine Kontraktion des Schachtmauerwerkes eintreten kann. Es müssen daher
Vorkehrungen getroffen werden, welche eine Längsverschiebung zwischen Führungsschienen
und Schachtmauerwerk gestatten. Es gelangen dabei Befestigungsvorrichtungen zur Anwendung,
die eine Verschiebung der Führungsschienen in Längsrichtung gestatten und in Querrichtung
verhindern.
[0003] Mit der russischen Patentschrift 494 334 ist eine Befestigungsvorrichtung gemäss
Oberbegriff bekannt geworden, die vorstehend aufgestellte Forderungen erfüllen soll.
Hierbei ist die Schienenklammer als Stanzteil ausgebildet, das einen stumpfwinklig
abgebogenen Schenkel aufweist, in welchem ein nach einer Seite offener, den Schienenflansch
beidseitig umfassender Ausschnitt vorgesehen ist. Nach dem Aufschieben der Schienenklammer
auf den Schienenflansch, wird diese um eine parallel zum Schienenflansch verlaufende
horizontale Achse geschwenkt und mit einem an der Schachtwand angeordneten Befestigungswinkel
verschraubt, wobei die Schienenklammer und der Schienenflansch miteinander verklemmt
werden.
[0004] Eine derartige Schienenklammer weist den Vorteil auf, dass anstelle von zwei Gleitklauen
herkömmlicher Konstruktion ein relativ einfaches Stanzteil verwendet werden kann.
Es muss jedoch als nachteilig angesehen werden, dass sich bei Winkelungenauigkeiten
der Schachtwand, des Befestigungswinkels und der Schienenklammer die Führungsschiene
verspannt, und die Verklemmung so gross werden kann, dass die Längsbeweglichkeit der
Führungsschiene beeinträchtigt wird. Andererseits können sich die Winkelungenauigkeiten
derart auswirken, dass die Führungsschiene nicht verklemmt wird und ein unzulässiges
Spiel in beiden Querrichtungen auftritt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Befestigungsvorrichtung gemäss Oberbegriff
zu schaffen, die vorstehend beschriebene Nachteile nicht aufweist, und bei welcher
die Führungsschienen unabhängig von etwaigen Winkelungenauigkeiten formschlüssig und
spielfrei gehalten werden und in Längsrichtung gleiten können.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0007] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile sind darin zu sehen, dass die Schienenklammer
auf einfachste Weise montiert werden kann, wobei sich ein verspannungsfreier, das
Gleiten der Führungsschiene in Längsrichtung ermöglichender Formschluss problemlos
einstellen lässt. Durch die Benutzung des senkrecht auf den Schienenflansch stehenden
Schenkels als Schraubenverdrehsicherung wird das Anziehen der Schrauben ohne Gegenhalterung
ermöglicht, wobei die Schienenklammer gleichzeitig in die Umklammerungsstellung gedrückt
werden kann. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass durch die annähernd linienförmige
Auflage der Führungsschiene auf dem Schenkel der Schienenklammer Winkelungenauigkeiten
der Schachtwandbefestigung ausgeglichen werden.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht der Befestigungsvorrichtung und
Fig. 2 eine Draufsicht der Befestigungsvorrichtung.
[0009] In den Fig. 1 und 2 sind mit 1 die Wand eines Aufzugschachtes und mit 2 ein an der
Wand 1 angebrachter Befestigungswinkel bezeichnet. Eine Führungsschiene 3 wird von
einer Schienenklammer 4 gehalten, die mittels Schrauben 5 mit dem Befestigungswinkel
2 verschraubt ist. Die vorzugsweise als Stanzteil ausgeführte Schienenklammer 4 weist
einen senkrecht auf dem Schienenflansch 6 stehenden Schenkel 7 auf, in welchem ein
den Schienenflansch 6 beidseitig umfassender Ausschnitt 8 vorgesehen ist. An den Seiten
des Ausschnittes 8, dessen lichte Weite grösser als die Breite des Schienenflansches
6 ist, sind keilförmige Hinterschneidungen 9 vorgesehen, deren Schmalseiten 10 kleiner
als die Dicke des Schienenflansches 6 sind.
[0010] Bei der Montage wird die Schienenklammer 4 auf den Schienenflansch 6 geschoben und
um eine senkrecht zum Schienenflansch 6 verlaufende Achse gedreht, bis Schrägungen
11 der keilförmigen Hinterschneidungen 9 an den Oberkanten 12 des Schienenflansches
6 anschlagen, womit ein spielfreier Formschluss erreicht ist und der Schenkel 7 eine
schräge Lage einnimmt, die beispielsweise unter einem Winkel von 30° zur Querrichtung
der Führungsschiene 3 verläuft.
[0011] Die Schienenklammer 4 weist einen weiteren, die Biegesteifigkeit verstärkenden Schenkel
13 auf, der nach der Montage annähernd parallel zur Längsrichtung der Führungsschiene
3 verläuft. Die der Befestigung der Schienenklammer 4 dienenden Schrauben 5 haben
vorzugsweise Sechskantköpfe 5.1 und sind derart angeordnet, dass jeweils eine Seite
der Sechskantköpfe 5.1 an dem einen Schenkel 7 bzw. an dem weiteren Schenkel 13 anliegt.
Dadurch ist es möglich, die Schrauben 5 ohne Gegenhalterung anzuziehen, wobei die
Schienenklammer 4 gleichzeitig in die Umklammerungsstellung gedrückt wird.
1. Befestigungsvorrichtung für Führungsschienen von Aufzügen, bei welcher die Führungsschienen
(3) mittels Schienenklammern (4) gehalten werden, die mittels eines plattenförmigen
Fussteils auf an der Schachtwand (1) des Aufzuges angeordneten Befestigungswinkeln
(2) befestigt sind und einen gegenüber dem Fussteil abgewinkelten Schenkel (7) mit
einem den Schienenflansch (6) beidseitig umfassenden Ausschnitt (8) aufweisen, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schenkel (7) senkrecht auf dem Schienenflansch (6) steht,
dass die lichte Weite des Ausschnittes (8) grösser als die Breite des Schienenflansches
(6) ist und dass an den Seiten des Ausschnittes (8) keilförmige Hinterschneidungen
(9) vorgesehen sind, deren Schmalseiten (10) kleiner als die Dicke des Schienenflansches
(6) sind, wobei der Schenkel (7) im montierten Zustand eine aus der Horizontalen gedrehte
schräge Lage einnimmt und die Schrägungen (11) der keilförmigen Hinterschneidungen
(9) die Oberkanten (12) des Schienenflansches (6) berühren.
2. Befestigungsvorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der
senkrecht auf dem Schienenflansch (6) stehende Schenkel (7) unter einem Winkel von
annähernd 30° zur Querrichtung der Führungsschiene (3) verläuft, wobei der Sechskantkopf
(5.1) einer der Befestigung der Schienenklammer (4) dienenden Schraube (5) mit einer
Seite am Schenkel (7) anliegt.
1. Fastening device for guide rails of lifts, in which the guide rails (3) are held
by means of rail clamps (4), which are fastened by means of a plate-shaped foot part
to fastening brackets (2) arranged at the shaft wall (1) of the lift and display a
limb (7), which is at an angle relative to the foot part and has a recess (8) encompassing
the rail flange (6) at both sides, characterised thereby, that the limb (7) is perpendicular
to the rail flange (6), that the clear width of the recess (8) is greater than the
width of the rail flange (6) and that wedge-shaped undercuts (9), the narrow sides
(10) of which are smaller than the thickness of the rail flange (6), are provided
at the sides of the recess (8), wherein the limb (7) in the assembled state assumes
an oblique position turned out of the horizontal and the oblique portions (11) of
the wedge-shaped undercuts (9) touch the upper edges (12) of the rail flange (6).
2. Fastening device according to patent claim 1, characterised thereby, that the limb
(7), standing perpendicularly to the rail flange (6), extends at an angle of approximately
30° to the transverse direction of the guide rails (3), wherein the hexagonal head
(5.1) of a screw (5), which serves the fastening of the rail clamp (4), lies by one
side against the limb (7).
1. Dispositif de fixation pour des rails de guidage d'ascenseurs, dans lequel les
rails de guidage (3) sont maintenus à l'aide de crampons de rail (4) qui, au moyen
d'une partie de base en forme de plaque, sont fixés sur des équerres de fixation (2)
disposées à la paroi (1) de la gaine de l'ascenseur et comportent une aile (7) qui
forme un angle par rapport à la partie de base et est pourvue d'une échancrure (8)
entourant des deux côtés la semelle de rail (6), caractérisé en ce que l'aile (7)
est placée perpendiculairement à la semelle de rail (6), en ce que l'amplitude d'ouverture
de l'échancrure (8) est plus grande que la largeur de la semelle de rail (6), et en
ce que, sur les côtés, l'échancrure (8) est prévue avec des dégagements vers l'arrière
cunéiformes (9) dont les côtés étroits (10) sont plus petits que l'épaisseur de la
semelle de rail (6), l'aile (7), à état monté, occupant une position inclinée par
rotation à partir de l'horizontale et les parties obliques (11) des dégagements cunéiformes
(9) étant en contact avec les bords supérieurs (12) de la semelle de rail (6).
2. Dispositif de fixation selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'aile (7)
placée perpendiculairement à la semelle de rail (6) s'étend selon un angle approximatif
de 30° relativement à la direction transversale du rail de guidage (3), la tête hexagonale
(5.1) d'une vis (5) servant à la fixation du crampon de rail (4) s'appuyant à l'aile
(7) par un de ses côtés.
