[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
sowie auf eine Vorrichtung zur Verfahrensdurchführung nach dem Oberbegriff des Anspruchs
3.
[0002] Das Umbinden bzw. Umreifen hochverdichteter Ballen aus Abfallmaterialien ist bereits
aus der DE-PS 2 111 894 sowie der DE-OS 2 245 190 in annähernd gleicher Weise dergestalt
bekannt, daß die in mehreren, parallel zueinander verlaufenden Ebenen um den noch
im Preßschacht befindlichen Ballen herumgelegten Drähte, mittels eines einzigen, rechenartigen
Zuführgliedes von der einen Gehäuseseite aus durch Nuten der Stößelsohle hindurch
mit dem gegenüberliegenden Bindedraht in Kontakt gebracht, danach mittels gesonderten
Schneideinrichtungen gemeinsam durchtrennt und die freien Drahtenden miteinander maschinell
verdrillt werden.
[0003] Bedingt durch das rechenartige Drahtführungsteil, den zur Bewegung des letzteren
erforderlichen Hydraulikzylinder und die Zuordnung der separaten Schneideinrichtungen
zu den jeweiligen Verdrillstationen, sind diese bekannten Einrichtungen aber nicht
nur baulich sehr aufwendig und auch störanfällig, sondern der für die Aufstellung
einer derart ausgerüsteten Ballenpresse notwendige Raum, wird sehr groß durch den
seitlich stets sehr weit ausladenden Zuführrechen für die Bindedrähte und seinem Antriebszylinder.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine gegenüber dem bekannten Stand
der Technik baulich weitestgehend vereinfachte und in ihren äußeren Abmessungen zudem
auch erheblich verkleinerte Abbindevorrichtung zu schaffen in Verbindung mit einer
vom Arbeitsablauf her ebenfalls wesentlich verbesserten Verfahrensweise.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe in verfahrens- und vorrichtungsgemäßer Weise ist den Patentansprüchen
zu entnehmen, in den Zeichnungen weitestgehend schematisch dargestellt und anhand
der dort gezeigten Ausführungsbeispiele im folgenden näher beschrieben.
[0006] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 die Vorderansicht auf eine erfindungsgemäße Ballenpresse,
Fig. 2 eine Draufsicht mit fertig gepreßtem Ballen,
Fig. 3 desgleichen mit durchgeführten Abbindedrähten,
Fig. 4 desgleichen in der Trenn- und Abbindeposition,
Fig. 5 eine alternative Führungskopfausbildung zu Fig. 2 und
Fig. 6 den Schneidstempel aus Fig. 5 in Arbeitsposition.
[0007] Aus den Darstellungen in den Fig. 1 und 2 ist zunächst einmal der erfindungsgemäße
Grundaufbau der neuen Abbindevorrichtung zu erkennen. Hierbei sind vor allem für das
Überführen der Abbindedrähte 4, von den Seitenwandungen des Preßschachtes 1 in den
Bereich der Drillspindeln 12 bzw. der Drillhaken 11 je Abbindeebene E" E2, E3 einzelne
und mechanisch nicht miteinander gekoppelte, hydraulisch bewegte Zylinder-Kolbeneinheiten
6, 7, 7a, 8 am Preßschacht 1 angeordnet, wobei jede der Kolbenstangen an ihrem freien,
aus dem Hydraulikzylinder 6 herausragenden Ende einen Stangenkopf 7a trägt, der in
seiner Endstellung über Führungen 7b im Preßkolben 2 zentriert ist. Diese Einzelanordnung
von Vorschubzylindern ergibt den nach dem Stand der Technik bislang nur bekannten
Rechengliedern eine wesentlich geringere Baubreite B und zwar insbesondere noch dann,
wenn zusätzlich anstelle von Normalzylindern, sogenannte Teleskopzylinder mit zwei-
bis dreifacher Übersetzung verwendet werden.
[0008] Das freie Ende jedes Stangenkopfes weist zudem in weiterer spezieller Ausgestaltung
der vorliegenden Erfindung neben den an sich bekannten Führungsrollen FR für die Abbindedrähte
4, 5, einen mittig zwischen den Rollen FR liegenden Schneidstempel 9 auf, dessen Spitze
Sp bzw. Sp' in Vorschubrichtung VR der Kolbenstange 7 gegenüber den Führungsrollenvorderkanten
FRV um ein geringes Maß a zurückversetzt ist. In gleicher Wirkungslinie VR liegt je
Abbindeebene E
1' E2, E3 dem jeweiligen Schneidstempel 9 noch ein in axialer Richtung x federnd nachgiebig
gelagerter Amboß 10 gegenüber, der in seiner auf Block gefahrenen Endstellung (Fig.
4) an einem (nicht dargestellten) Schaltglied der Maschinensteuerung anliegt bzw.
dieses niederdrückt.
[0009] Diese erfindungsgemäße Anordnung stellt somit eine ganz erhebliche Verbesserung gegenüber
den bisher bekannten Ausführungen dar, da nunmehr keine gesondert angeordnete und
separat angesteuerte Drahtabschneidevorrichtung mehr erforderlich ist, sondern die
Durchschubeinrichtung und der Durchschubdruck zugleich die Abschereinrichtung und
den Abscherdruck ergeben.
[0010] Erfindungserheblich ist in diesem Zusammenhang weiterhin noch, daß der Amboß 10 jeweils
zwischen einem durch einen Getriebebremsmotor 13 mit Drillhaken 11 besetzten Drillspindelpaar
12 angeordnet und in seiner lichten Weite d kleiner bemessen ist, als die lichte Öffnungsweite
D der den Schneidstempel 9 seitlich begrenzenden Arme 8a des Drahtführungskopfes.
Eine funktionell wichtige Maßangabe hierfür kann in etwa darin zu sehen sein, wenn
dieser Amboß 10 in seinem Durchmesser d etwa um so viel kleiner als die Öffnungsweite
D der Drahtführungsarme 8a gehalten ist, daß die Drähte 4a, 5a und 4b, 5b dazwischen
einklemmbar sind.
[0011] Um nun einerseits eine bessere Zugänglichkeit zu den Verdrill- und Trennelementen
bei eventueller Reparatur- oder Wartungsarbeiten zu haben, bzw. um zum anderen überhaupt
in der Baubreite B Platz bei Transport und Maschinenaufstellung zu sparen, ist erfindungsgemäss
weiterhin noch vorgesehen, daß sämtliche Drahtzuführ- 6 bis 8a und Schneid- bzw. Verdrillstationen
9 bis 13 über je einem gemeinsamen Rahmen 15 bzw. 16 an den Außenwandungen 1a des
Preßschachtes 1 abschwenkbar befestigt sind und daß anstelle der einzelnen, seitlich
zum Preßschacht 1 liegenden Getriebebremsmotoren 13 je Abbindeebene E
1, E
2' E3 zur Verringerung des seitlichen Überstandes A, ein für alle Stationen gemeinsamer
Einzelmotor 13' mit mechanischer Antriebskopplung 14 auf die Verdrillspindeln 11,
12 aller Abbindeebenen E
1, E
2, E3 vorgesehen ist, wobei dieser Motor 13' oberhalb des Rahmens 16 sitzt und auf
den Preßschacht 1 hin gerichtet ist.
[0012] Bedingt dadurch, daß die Drahtdurchschubeinrichtung 6, 7, 8 in Verbindung mit dem
Durchschubdruck und dem über eine bestimmte Wegstrecke unter Federdruck der Spitze
Sp gegenüber nachgiebig gelagerten Amboß 10, zugleich die Abschereinrichtung mit dem
erforderlichen Abscherdruck darstellen, ergibt sich mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
folgendes Grundarbeitsverfahren: Der oder die Abbindedrähte 4, 5 werden in jeder Ebene
E
l, E2, E3 einzeln und durch mechanisch nicht miteinander zwangsverbundene Vorschubeinheiten
(Zylinder 6, Kolbenstange 7, Drahtführungskopf 8) in Anlage an eine Schneid- bzw.
Trenneinheit 9, 10 gefahren. Der sich bei Anlage an dieser Trenneinrichtung hydraulisch
aufbauende, maximal erforderliche Schneiddruck löst danach zugleich den steuerungsgemäßen
Impuls für den Arbeitsbeginn der Verdrillfinger 11 aus, wobei durch Verwendung sogenannter
Getriebebremsmotoren 13 mit niedrigem Kippmoment, einerseits je Arbeitstakt stets
die gleiche Ausgangsstellung der Verdrillfinger 11 angefahren und andererseits werden
Gleichlaufungenauigkeiten zwischen den einzelnen Verdrillstationen I', II', III' kompensiert.
Die Bindedrähte 4, 5 bzw. deren vom Stangenkopf 7a auf der Fertigballenseite zusammengeführte
Bereiche 4b, 5b sowie die in Arbeitsrichtung R hinter dem Preßkolben liegenden Bereiche
4a, 5a werden durch Klemmung zwischen Schneidstempel 9 und Amboß 10 bzw. Drahtzuführungskopf
8 während der Durchtrennphase zumindest solange in Position gehalten, bis eine wirksame
Verdrillung der freien Drahtenden 4a, 5a sowie 4b, 5b erfolgt ist. Bei dem Vorschiebevorgang
gewährleistet die gegenüber den Rollen FR zurückversetzte Spitze Sp, daß keinerlei
Drahtkerbung eintritt, bevor die Anlage am Amboß 10 und zugleich der Beginn der Klemmung
erfolgt sind.
[0013] Diese notwendige Klemmung kann hierbei alternativ auch noch dadurch erfolgen, daß
der Schneidstempel 9 mit einer Hauptspitze Sp' und zwei seitlich sowie in Vorschubrichtung
VR zu letzterer zurückversetzt liegenden, Zusatzspitzen Sp 1 versehen ist, wobei letztere
SP' in die freien und unter Spannung stehenden Drahtenden 4a, 5a und 4b, 5b nach erfolgter
Trennung durch die Hauptspitze Sp' eingekeilt sind (Fig. 5 und 6). Wichtig im Arbeits-
bzw. Verfahrensablauf sind auch noch folgende Punkte: Der zugleich die nach erfolgtem
Abscheren freigewordenen und unter Zugspannung stehenden Drahtenden 4a, 5a und 4b,
5b klemmende Abscherdruck bleibt solange erhalten, bis die Zugkräfte aus dem Verdrillvorgang
diese 4a, 5a und 4b, 5b aus der Klemmung herausziehen. Auch wird der Verdrillvorgang
bei der Mehrmotorenausführung 13 über einen Druckwächter jeweils dann je Ebene E
1' E2, E3 eingeleitet, wenn dieser Druckwächter die erfolgte Trennung anzeigt; bei Verwendung
nur eines gemeinsamen Motors 13' für alle Abbindeebenen E
1, E2, E3... erst dann, wenn eine entsprechende Auswert-Elektronik innerhalb der Maschinensteuerung,
die in jeder Ebene vollzogene Abscherung signalisiert, bzw. das Erreichen des Schneiddrucks
anzeigt oder der Maschinensteuerung meldet.
[0014] Letztlich ist die vorstehend für hydraulischen Antrieb beschriebene Erfindung auch
anwendbar bei anderen Antriebssystemen für Drahtvorschub, Drahttrennung und Verdrillung
der freien Enden.
Bezugsziffernverzeichnis
[0015]
1 Preßschacht
1a Außenwandungen
2 Preßkolben
2a Preßkolbenstange
2b Öffnungsspalte
3 fertiger Ballen
4 Abbindedraht
4a Bandbereich am fertig verknoteten Ballen
4b Bandbereich für den neuen Ballen
5a Bandbereich am fertig verknoteten Ballen
5b Bandbereich für den neuen Ballen
6 Zylinder
7 Kolbenstange
7a Stangenkopf
7b Führungen
8 Drahtführungskopf
8a Arme
9 Schneidstempel
10 Amboß
11 Verdrillfinger bzw. Drillhaken
12 Fingerwellen bzw. Drillspindeln
13 Getriebebremsmotor
13' Einzelmotor
14 mechanische Koppelung auf Verdrillseite
15 Rahmen (Zuführseite)
16 Rahmen (Verdrillseite)
17 Drahtumlenkrollen
a Abstand, Spitze Schneidstempel zu Führungsrolle
A Überstand seitlich des Preßschachtes
E1, E2... Abbindeebenen
R Arbeitsrichtung Preßkolben
VR Vorschubrichtung von Pos. 7
Sp Schneidstempelspitze
Sp' Schneidstempelspitze (Fig. 5 und 6)
SP1 Zusatzspitzen
FR Führungsrolle
FRV Führungsrollenvorderkante
K Klemmkante
d Amboßdurchmesser
D Öffnungsweite der Drahtführungsarme 8a
B Baubreite
1. Verfahren zum selbsttätig maschinellen Umreifen und Abbinden hochverdichteter Ballen
(3) aus Abfallmaterialien, mittels eines oder mehrerer Bindedrähte (4, 5), in einer
oder mehreren parallel zueinander liegenden Ebenen (E,, E
2, E3), wobei je Ebene zunächst stets eines der Drahtenden (4 bzw. 5) quer über die
Bahn gespannt ist, auf der das zu verdichtende Material bewegt und zu einem Ballen
(3) zusammengepreßt wird und wobei zu beiden Seiten (15 und 16) dieser Bahn aus entsprechenden
Vorratsstationen Drahtmaterial (4, 5) absatzweise bis zur Ballenfertigstellung nachgezogen,
dann einer der Drähte (4) quer hinter dem fertigen Ballen (3) entlang zur benachbarten
Seite (16) bewegt wird und in der Folge nach mechanischer Durchtrennung die somit
entstandenen freien Drahtenden (4a, 5a und 4b, 5b) jeweils miteinander verdrillt werden,
gekennzeichnet durch die Kombination folgender zeitlich oder taktmäßig aufeinanderfolgender
bzw. sich zumindest teilweise überlagernder Arbeitsgänge:
a. Der oder die Abbindedrähte (4, 5) werden in jeder Ebene (E1, E2, E3) einzeln und durch mechanisch nicht miteinander zwangsverbundene Vorschubeinheiten
(Zylinder 6, Kolbenstange 7, Drahtführungskopf 8) in Anlage an eine Schneid- bzw.
Trenneinheit (9, 10) gefahren.
b. Der sich bei der Anlage an dieser Trenneinrichtung hydraulisch aufbauende, maximal
erforderliche Schneiddruck löst zugleich den steuerungsgemäßen Impuls für den Arbeitsbeginn
der Verdrillfinger (11) aus.
c. Durch Verwendung sogenannter Getriebebremsmotoren (13) mit niedrigem Kippmoment,
wird einerseits je Arbeitstakt stets die gleiche Ausgangsstellung der Verdrillfinger
(11) angefahren und andererseits werden Gleichlaufgenauigkeiten zwischen den einzelnen
Verdrillstationen (I', II', III') kompensiert.
d. Die Bindedrähte (4, 5) bzw. deren vom Stangenkopf (7a) auf der Fertigballenseite
zusammengeführte Bereiche (4b, 5b) sowie die in Arbeitsrichtung (R) hinter dem Preßkolben
liegenden Bereiche (4a, 5a) werden durch Klemmung zwischen Schneidstempel (9) und
Amboß (10) bzw. Drahtführungskopf (8) während der Durchtrennphase zumindest solange
in Position gehalten, bis eine wirksame Verdrillung der freien Drahtenden (4a, 5a
sowie 4b, 5b) erfolgt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende weitere Schritte des Arbeitsablaufs:
a. Der zugleich die nach erfolgtem Abscheren freigewordenen und unter Zugspannung
stehenden Drahtenden (4a, 5a und 4b, 5b) klemmende Abscherdruck bleibt solange erhalten,
bis die Zugkräfte aus dem Verdrillvorgang diese (4a, 5a und 4b, 5b) aus der Klemmung
herausziehen.
b. Der Verdrillvorgang wird bei der Mehrmotorenausführung (13) über einen Druckwächter
jeweils dann je Ebene (E1, E2, E3) eingeleitet, wenn dieser Druckwächter die erfolgte Trennung anzeigt; bei
Verwendung nur eines gemeinsamen Motors (13') für alle Abbindeebenen (E1, E2, E3...) erst dann, wenn eine entsprechende Auswert-Elektronik innerhalb der Maschinensteuerung,
die in jeder Ebene vollzogene Abscherung signalisiert, bzw. das Erreichen des Schneiddrucks
anzeigt oder der Maschinensteuerung meldet.
3. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahrensschritte nach Anspruch 1, bei einer
Ballenpresse mit Preßschacht (1) und zugehörigem Preßkolben (2) sowie an den Außenwandungen
(1a) des Preßschachtes zu Verdrillstationen (11, 12, 13) entlanggeführten Abbindedrähten
(4, 5), wobei den Verdrillstationen (11, 12, 13) quer zur Arbeitsrichtung (R) des
Preßkolbens (2) wirkende Drahtvorschubeinheiten, bestehend aus Antriebszylinder (6),
Kolbenstange (7) mit Drahtführungskopf (8) und einem daran sitzenden Schneidstempel
(9) zur Drahttrennung zugeordnet sind, gekennzeichnet durch die Kombination folgender
baulicher Merkmale:
a. Für das Überführen der Abbindedrähte (4, 5) von den Seitenwandungen (1a) des Preßschachtes
(1) in den Bereich der Drillspindeln (12) bzw. der Drillhaken (11) sind je Abbindeebene
(E1, E2, E3) einzelne und mechanisch nicht miteinander gekoppelte, hydraulisch bewegte
Zylinder-Kolbeneinheiten (6, 7, 7a, 8) am Preßschacht (1) angeordnet (Fig. 1).
b. Jede der Kolbenstangen (7) trägt dabei an ihrem freien, aus dem Hydraulikzylinder
(6) herausragenden Ende einen Stangenkopf (7a), der in seiner Endstellung über Führungen
(7b) im Preßkolben (2) zentriert ist.
c. Das freie Ende (8) jedes Stangenkopfes (7a) weist neben den an sich bekannten Führungsrollen
(FR) für die Abbindedrähte (4, 5), einen mittig zwischen den Rollen (FR) liegenden
Schneidstempel (9) auf, dessen Spitze (Sp bzw. Sp') in Vorschubrichtung (VR) der Kolbenstange
(7) gegenüber den Führungsrollenvorderkanten (FRV) um ein geringes Maß (a) zurückversetzt
ist.
d. In gleicher Wirkungslinie (VR) liegt je Abbindeebene (E1, E2, E3) dem jeweiligen Schneidstempel (9) ein in axialer Richtung (x) federnd nachgiebig
gelagerter Amboß (10) gegenüber, der in seiner auf Block gefahrenen Endstellung an
einem Schaltglied der Maschinensteuerung anliegt bzw. dieses niederdrückt.
e. Der Amboß (10) ist jeweils zwischen einem durch einen Getriebebremsmotor (13) mit
Drillhaken (11) besetzten Drillspindelpaar (12) angeordnet und in seiner lichten Weite
(d) kleiner bemessen als die lichte Öffnungsweite (D) der den Schneidstempel (9) seitlich
begrenzenden Arme (8a) des Drahtführungskopfes.
f. Sämtliche Drahtzuführ- (6 bis 8a) und Schneid- bzw. Verdrillstationen (9 bis 13)
sind über je einem gemeinsamen Rahmen (15 bzw. 16) an den Außenwandungen (1a) des
Preßschachtes (1) abschwenkbar befestigt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der einzelnen,
seitlich zum Preßschacht (1) liegenden Getriebebremsmotoren (13) je Abbindeebene (E1, E2, E3) zur Verringerung des seitlichen Überstandes (A), ein für alle Stationen
gemeinsamer Einzelmotor (13') mit mechanischer Antriebskopplung (14) auf die Verdrillspindeln
(11, 12) aller Abbindeebenen (E" E2, E3) vorgesehen ist, wobei dieser Motor (13')
oberhalb des Rahmens (16) sitzt und auf den Preßschacht (1) hin gerichtet ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schneidstempel (9) mit einer Hauptspitze (Sp') und zwei seitlich sowie in
Vorschubrichtung (VR) zu letzterer zurückversetzt liegenden, Zusatzspitzen (Sp 1)
versehen ist, wobei letztere (Sp') in die freien und unter Spannung stehenden Drahtenden
(4a, 5a und 4b, 5b) nach erfolgter Trennung durch die Hauptspitze (Sp') eingekeilt
sind.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drahtdurchschubeinrichtung (6, 7, 8) in Verbindung mit dem Durchschubdruck
und dem über eine bestimmte Wegstrecke unter Federdruck der Spitze (Sp) gegenüber
nachgiebig gelagerten Amboß (10), zugleich die Abschereinrichtung mit dem erforderlichen
Abscherdruck darstellen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Amboß (10) in seinem Durchmesser (d) etwa um so viel kleiner als die Öffnungsweite
(D) der Drahtführungsarme (8a) gehalten ist, daß die Drähte (4a, 5a und 4b, 5b) dazwischen
einklemmbar sind.
1. A process for the automatic mechanical en- wrapping and binding of highly-compressed
bales (3) of waste materials with one or more binding wires (4, 5) at one or more
levels (E,, E,, E
3) lying parallel to one another, whereby each level is first enwrapped by a wire passing
crosswise over the passage in which the material to be compressed is moving to be
compressed to form a bale (3) with wires (4, 5) being drawn intermittently on each
side (15 and 16) of this passage from suitable storage means into the bale-compaction
chamber, with one of the wires (4) then being moved across behind the compressed bale
(3) to the opposite side (16) and then, after mechanical severance, having each resultant
pair of free wire ends (4a, 5a and 4b, 5b) twisted together, characterized by, a combination
of the following working operations following one another in succession or cyclically
and at least to some extent overlapping one another:
a. Binding wire or wires (4, 5) being moved individually at each level (E,, E2, E3) by feed units (cylinder 6, piston rod 7, wire feed head 8) that are not mechanically
connected one with another, to bring it or them into contact with a cutting or severance
unit (9, 10).
b. Rotation of the twisting fingers (11) being initiated by a control impulse that
is triggered on the maximum pressure necessary for severance building up in the hydraulic
circuit on the cutting means coming against an end stop.
c. Similar starting position always being assumed by the twisting fingers (11) and
synchronization inaccuracies between the various twisting stations (I', 11', III')
being compensated for through the use of so-called geared brake motors with low pullout
torque.
d. The binding wires (4, 5) or that part of them (4b, 5b) where they are drawn together
on the ready compacted bale end of the press ram and those (4a, 5a) at the rear end
of the press ram as viewed in its direction of compression being held in position
by being clamped between the cutting punch (9) and the anvil (10) or wire-feed head
(8) during the severance phase until effective twisting together of the free ends
(4a, 5a and 4b, 5b) is effected.
2. A process in accordance with Claim 1, characterized by, the following further steps
in the sequence of operations.
a. The cutting pressure that clamps the free ends of the wires (4a, 5a and 4b, 5b),
that remain under tension after severance, being maintained until the tension resulting
from the twisting operation pulls them out of the clamping means.
b. Twisting being initiated in the case of the multimotor (13) embodyment at each
individual level (E1, E,, E3) by a pressure monitor indicating that severance has been effected; in the case of
the embodyment utilising a single motor (13') for all binding levels (E,, E2, E3) only once a suitable electronic evaluation unit forming part of the machine control
signals that severance has been effected at all levels or that indicates or that indicates
or signals the machine control when full cutting pressure has built up.
3. An apparatus to perform the process steps detailed in Claim 1 on a baling press
with compression chamber (1) and associated press ram (2) and with binding wires (4,
5) passing along the outer walls (1a) of the compression chamber being passed crosswise
to the direction (R) in which the press ram (2) travels, to the twisting stations
(11, 12, 13) by wire-feed means comprising a drive cylinder (6), piston-rod (7) with
wire-feed head (8) on which is mounted a cutting punch (9) for wire severance, characterised
by, a combination of the following constructional features:
a. Individual hydraulic cylinder-piston combinations (6, 7, 7a, 8) for each binding
level (E,, E2, E3), mounted on the wall of the compression chamber (1), but not otherwise mechanically
coupled one with another, to carry the binding wires from the outer wall (1a) of the
compression chamber across to the vicinity of the twisting spindles (12) or twisting
hooks (13).
b. Each piston rod (7) having at its free end extending out of the hydraulic cylinder
(6) a rod-head (7a) that in its end position is centered by means of guideways (7b)
in the press ram (2).
c. The free end (8) of each rod-head (7a) having, apart from the known guide pulleys
(FR) for the binding wires (4, 5), a cutting punch (9) located centrally between the
pulleys (FR) with the tip (Sp or Sp 1) of said cutting punch being set back counter
to the feed direction (VR) of the piston rod (7) by a small dimension (a).
d. An anvil (10) that is spring-loaded to move back in an axial direction (x) being
provided at each binding level (E1, E,, E3) opposite to the cutting punch (9) in the same line of action (VR). The said anvil
in its end position against a block being arranged to contact or press in a switching
element connected in the machine control circuit.
e. Each anvil (10) having a lesser overall diameter (d) than the clearance (D) between
the arms (8a) of the wire feed head between which the cutting punch (9) is located
and each anvil being situated between a pair of twisting spindles (12) fitted with
twisting hooks (11) and driven by a geared brake motor (13).
f. All wire feed stations (6 to 8a) and all severing and twisting stations (9 to 13)
being each mounted on common frames (15 and 16) secured to the outer walls (1a) of
the compression chamber (1) in such a manner as to be releasable.
4. An apparatus in accordance with Claim 3, characterised by, a single electric motor
(13') being provided to drive the twisting spindles (11, 12) of all binding levels
(E1, E2. E3) together by way of a mechanical drive coupling (14), the said motor being mounted
above the frame (16) and facing towards the compression chamber (1) in order to reduce
the overhang (A) at the side that arises when individual geared brake motors (13)
for each binding level (E,, E2, E3) are fitted to one side of the compression chamber.
5. An apparatus in accordance with one or more of the above-detailed claims, characterised
by, the cutting punch (9) having a major tip (Sp') and two supplementary tips (Sp
1), one on either side and each set back in a direction counter to the direction of
feed (VR), whereby the latter (Sp 1) wedge in the free wire ends (4a, 5a and 4b, 5b)
following severance by the main tip (Sp').
6. An apparatus in accordance with one or more of the above-detailed claims, characterised
by, the wire-feed mechanisms (6, 7, 8) in conjunction with the pressure applied to
pass the wires across and the spring loaded anvils (10) that are able to move back
slightly against the pressure applied by the tips (Sp) acting also as the severance
mechanism and providing the pressure necessary for severance.
7. An apparatus in accordance with one or more of the above-detailed claims, characterised
by, the anvil (10) having a diameter (d) sufficiently less than the opening (D) between
the wire feed arms (8a) for the wires (4a, 5a and 4b, 5b) to be capable of being clamped
between the said anvil and the said arms.
1. Procédé pour cercler et ligaturer automatiquement à la machine des balles (3) de
déchets fortement compactées, au moyen d'un ou plusieurs fils de ligature (4, 5),
dans un ou plusieurs plans parallèles entre eux (E
1, E
2, E
3), l'une des extrémités du fil (4 ou, respectivement, 5) étant toujours tendue tout
d'abord pour chaque plan perpendiculairement au trajet sur lequel le matériau à compacter
se déplace et est comprimé pour former une balle (3), et du matériau en fil (4, 5)
étant tiré par intermittence des deux côtés (15 et 16) de ce trajet à partir de postes
d'alimentation correspondants jusqu'à la position où les balles sont finies, l'un
(4) des fils étant ensuite déplacé perpendiculairement vers le côté voisin (16) derrière
les balles finies (3), et, après une séparation mécanique complète, les extrémités
libres des fils (4a, 5a et 4b, 5b) qui prennent ainsi naissance étant ensuite à chaque
fois torsadées entre elles, caractérisé par la combination des phases de travail suivantes
qui se succèdent entre elles dans le temps ou par périodes ou, respectivement, qui
se recoupent au moins partiellement:
a. Le ou les fils de ligature (4, 5) sont amenés dans l'installation, pour chaque
plan (E1, E2, E3), à une unité de coupe ou, respectivement, de séparation (9, 10), de manière individuelle
et au moyen d'unités d'avancement (cylindre 6, tige de piston 7, tête de guidage du
fil 8) qui ne sont pas reliées à force entre elles.
b. La pression de coupe maximale qui est nécessaire et qui s'établit hydrauliquement
dans l'installation sur ce dispositif de séparation déclenche simultanément l'impulsion
de commande pour le début du travail des doigts de torsadage (11).
c. Par l'utilisation de ce que l'on appelle des moteurs-freins (13) à faible couple
de décrochage, c'est toujours avec la même position de départ que les doigts de torsadage
(11) sont mis en route pour chaque phase de travail, d'une part, et, d'autre part,
on compense les défauts de synchronisation entre les divers postes de torsadage (l',
II', III').
d. Les fils de ligature (4, 5), ou, respectivement, leurs portions (4b, 5b) réunies
par la tête de tige (7a) du côté des balles finies, ainsi que les portions (4a, 5a)
situées derrière le piston de la presse dans la direction de travail (R), sont maintenues
en position par coincement entre le poinçon de coupe (9) et le billot (10) ou, respectivement,
la tête (8) de guidage du fil, au cours de la phase de séparation, du moins jusqu'à
ce qu'ait eu lieu un torsadage efficace des extrémités libres des fils (4a, 5a, ainsi
que 4b, 5b).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par les autres étapes suivantes du
déroulement du travail:
a. La pression de cisaillement qui serre en même temps les extrémités des fils (4a,
5a et 4b, 5b), lesquelles sont devenues libres après que le cisaillement a eu lieu
et sont sous contrainte de traction, reste maintenue jusqu'à ce que les forces de
traction résultant du processus de torsadage dégagent les extrémités (4a, 5a et 4b,
5b) de leur coincement.
b. Dans la réalisation à plusieurs moteurs (13), le processus de torsadage est déclenché,
pour chaque plan (E,, E2. E3), par un capteur de pression à chaque fois que ce capteur de pression indique que
la séparation a eu lieu; lors de l'utilisation d'un seul moteur commun (13') pour
tous les plans de ligature (E" E2, E3...), il ne l'est que lorsqu'une électronique d'exploitation correspondante à l'intérieur
de la commande de la machine, laquelle signale dans chaque plan l'achèvement du cisaillement,
indique respectivement que l'on a atteint la pression de coupe ou le signale à la
commande de la machine.
3. Dispositif pour la mise en oeuvre des étapes de procédé selon la revendication
1, dans une presse à balles comprenant un canal de pressage (1) et des pistons de
presse associés (2), ainsi que des fils de ligature (4, 5) guidés le long des parois
extérieures (1a) du canal de pressage vers des postes de torsadage (11, 12, 13), des
unités d'avancement des fils qui agissent perpendiculairement à la direction de travail
(R) du piston de presse (2) et qui se composent d'un cylindre d'entraînement (6),
d'une tige de piston (7) comprenant une tête de guidage du fil (8), et d'un poinçon
de coupe (9) qui est monté sur celle-ci pour séparer le fil, étant associées aux postes
de torsadage (11, 12, 13), caractérisé par la combinaison des dispositions constructives
suivantes:
a. Pour faire passer les fils de ligature (4, 5) depuis les parois latérales (1a)
du canal de pressage (1) jusque dans la zone des broches de torsadage (12) ou, respectivement,
des crochets de torsadage (11), des unités cylindre-piston (6, 7, 7a, 8) individuelles,
non couplées mécaniquement entre elles et déplacées hydrauliquement, sont montées
sur le canal de pressage (1) pour chaque plan de ligature (E" E2, E3) (figure 1).
b. Chacune des tiges de piston (7) porte en outre, sur son extrémité libre qui fait
saillie hors du cylindre hydraulique (6), une tête de tige (7a) qui est centrée dans
sa position finale par des guides (7b) du piston de presse (2).
c. L'extrémité libre (8) de chaque tête de tige (7a) comporte, en plus des galets
de guidage (FR) connus en eux-mêmes et destinés aux fils de ligature (4, 5), un poinçon
de coupe (9) qui est situé entre les galets (FR) et en leur milieu, et dont la pointe
(Sp, respectivement Sp') est décalée d'une faible longueur (a), dans la direction
d'avancement (VR) de la tige de piston (7), par rapport aux bords avant (FRV) des
galets de guidage.
d. Pour chaque plan de ligature (E,, E2' E3), un billot (10) monté de façon à pouvoir céder élastiquement en direction axiale
(x) est situé en face de chaque poinçon de coupe (9) et dans la même ligne d'action
(VR), et, dans sa position finale où il vient en blocage, il repose sur un commutateur
de la commande de la machine ou, respectivement, il appuie sur celui-ci.
e. Le billot (10) est disposé à chaque fois entre une paire de broches de torsadage
(12) munie d'un moteur-frein d'entraînement (13) et de crochets de torsadage (11),
et sa largeur libre (d) est inférieure à la largeur libre d'ouverture (D) des bras
(8a) de la tête de guidage du fil qui limitent latéralement le poinçon de coupe (9).
f. L'ensemble des postes d'amenée du fil (6 à 8a) et de coupe ou, respectivement,
de torsadage (9 à 13) est fixé de manière pivotante aux parois extérieures (1a) du
canal de pressage (1) par l'intermédiaire à chaque fois d'un cadre commun (15, respectivement
16).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que, pour diminuer
le porte-à-faux latéral (A), il est prévu, à la place des moteurs-freins d'entraînement
individuels (13) montés latéralement par rapport au canal de pressage (1) pour chaque
plan de ligature (E1, E,, E3), un moteur unique (13') commun à tous les postes et comprenant un accouplement d'entraînement
mécanique (14) agissant sur les broches de torsadage (11, 12) de tous les plans de
ligature (E,, E2, E3), ce moteur (13') étant installé au-dessus du cadre (16) et dirigé vers le canal
de pressage (1).
5. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que le poinçon de coupe (9) est muni d'une pointe principale (Sp') et de deux
pointes supplémentaires (Sp 1) disposées latéralement et décalées par rapport à la
première dans la direction d'avancement (VR), ces dernières (Sp 1), étant enfoncées
dans les extrémités libres et sous tension du fil (4a, 5a et 4b, 5b) après que la
séparation a eu lieu au moyen de la pointe principale (Sp').
6. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que le dispositif de traversée du fil (6, 7, 8) représente simultanément le
dispositif de cisaillement présentant la pression de cisaillement nécessaire, en relation
avec la pression de traversée et avec le billot (10) monté élastiquement en face de
lui sur une course déterminée, sous la pression élastique de la pointe (Sp).
7. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
le fait que le diamètre (d) du billot (10) est inférieur à la largeur d'ouverture
(D) des bras (8a) de guidage du fil d'une valeur sensiblement telle que les fils (4a,
5a et 4b, 5b) puissent être coincés entre eux.