[0001] Die Erfindung geht aus von einem Schalter, insbesondere Lasttrenner mit den im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Beim Aufbau von Niederspannungs-Schaltanlagen, überwiegend bei Energieverteilern,
Schaltanlagen und Steuerungen werden zum betriebsmässigen Ein- und Ausschalten von
Nennströmen und Uberlastströmen, z.B. von Transformatoren, Motoren, Kondensatoren
usw. Lasttrennschalter verwendet, welche entweder in offenen Gerüsten oder in Gehäuse
eingekapselt eingebaut werden. Bekannte Niederspannungs-Lasttrennschalter verwenden
als Schaltbrücke zwischen fest angeordneten elektrischen Anschlussstücken üblicherweise
parallel geführte Doppeltrennmesser, welche an einem der elektrischen Anschlussstücke
verschwenkbar angelenkt sind. Die bekannten Konstruktionen sind verhältnismässig raumgreifend
und bestehend als zahlreichen Einzelteilen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen insbesondere zur Verwendung als
Lastschalter im Niederspannungsbereich verwendbaren Schalter zu schaffen, welcher
sich durch geringen Platzbedarf und eine geringe Anzahl von Einzelteilen auszeichnet.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Schalter mit den im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmalen.
[0005] Bei dem erfindungsgemässen Schalter sind die elektrischen Anschlussstücke zwei stabförmige
Elektroden, welche einander koaxial gegenüberliegen und durch einen dazwischen koaxial
angeordneten Isolator miteinander verbunden sind. Die beiden Elektroden und der Isolator
bilden gemeinsam eine kompakte konstruktive Einheit, welche als tragendes Element
des Schalters einsetzbar ist. Der Isolator wird überbrückt durch wenigstens einen
elektrisch leitenden Schaltsteg, dessen beide Kontakstücke durch die Kraft von Federn
gegen die beiden Elektroden gedrückt werden.
[0006] Die Federn können ihr Widerlager am Schieber finden, welcher zum Betätigen des Schaltstegs
vorgesehen ist; sind jedoch mehrere Schaltstege um die Elektroden herum angeordnet,
dann kann man die Schaltstege gemeinsam durch Federringe umschliessen, durch welche
die Schaltstege radial gegen die Elektroden gedrückt werden.
[0007] Es trägt zum einfachen und kompakten Aufbau des Schalters bei, wenn der jeweilige
Schaltsteg nicht an einer der Elektroden angelenkt, sondern lose im Zwischenraum zwischen
den Elektroden und dem Schieber angeordnet ist, wobei die nötige Halterung und Führung
des Schaltsteges durch das räumliche Zusammenwirken der Elektroden mit dem Schieber
und den darin angeordneten Federn bewirkt wird, wozu der Schieber zweckmässigerweise
Führungsteile besitzt, zwischen denen der lose eingelegte Schaltsteg beidseits geführt
und parallel zur Längsrichtung der Elektroden orientiert ist (Anspruch 10). Diese
Führungsteile müssen nicht auf voller Länge des Schaltsteges beidseits neben diesem
angeordnet sein, vielmehr genügt es, wenn die Führung auf einem Teil der Länge des
Schaltsteges erfolgt, vorzugsweise an den beiden Enden eines jeden Schaltsteges.
[0008] Die Betätigung des wenigstens einen Schaltsteges erfolgt durch Axialverschiebung
des Schiebers, welcher mit Mitnehmern auf die beiden Enden eines jeden Schaltstegs
einwirkt. Durch die Verschiebung in Achsrichtung der Elektroden gleitet der jeweilige
Schaltsteg auf den Elektroden entlang, wobei sich das eine Ende des Schaltsteges vom
Isolator entfernt und das andere Ende des Schaltsteges sich auf den Isolator zubewegt,
bis er sich im Nahbereich des Isolators von der ersten Elektrode löst und dadurch
den vorher geschlossenen Strompfad unterbricht. Durch das Abheben des einen Kontaktstückes
des Schaltsteges vom Mantel der ersten Elektrode wird ein Trennabstand zwischen den
Schaltpolen hergestellt, welcher den Schalter zum Einsatz in Trennschaltern geeignet
macht. Der Trennabstand zwischen den Schaltpolen wird zum einen durch die Länge des
Isolators und den Verschiebeweg des Schiebers bestimmt, andererseits durch einen Nocken,
welcher unter dem Schaltsteg auf dem Isolator angeordnet ist und eine Schrägfläche
aufweist, welche dem einen, die Kontakttrennung vollführenden Ende des Schaltsteges
zugewandt ist. Auf diese Schrägfläche läuft der Schaltsteg nahe seinem die Kontakttrennung
ausführenden Ende auf, wodurch der Schaltsteg an diesem Ende von der ersten Elektrode
abgehoben wird, wodurch eine raschere und günstigere Kontakttrennung erfolgt, als
wenn der Schaltsteg lediglich ohne eine Abhebebewegung zu vollführen auf einen gleich
dick wie die Elektroden ausgeführten Isolator aufgleiten würde. Natürlich darf der
Nocken selbst keine elektrisch leitende Brücke zwischen den beiden Elektroden bilden.
Der jeweilige Schaltsteg überbrückt nicht nur den Isolator, sondern auch den Nocken
und ist deshalb in seinem Mittelteil z.B. entsprechend bogenförmig ausgebildet, sodass
der Nocken unter dem Schaltsteg Platz findet, oder durch einen längsverlaufenden Einschnitt
im Nocken hindurchgeführt.
[0009] Der erfindungsgemässe Schalter besteht im einfachsten Fall also nur aus den folgenden
wenigen Teilen: Zwei Elektroden, ein dazwischen eingefügter Isolator, ein Nocken,
der im einfachsten Fall ein Stück des Isolators sein kann, sowie wenigstens ein Schaltsteg
mit den zugehörigen Kontaktstücken und Federn. Hierdurch ergibt sich ein geringer
Platzbedarf sowie ein einfacher Antrieb für den Schalter. In der bevorzugten Verwendung
für Lasttrennschalter lassen sich durch den erfindungsgemässen Aufbau die Herstellkosten
im Vergleich zu bekannten Lasttrennschaltern drastisch senken.
[0010] Der Schieber ist zwischen zwei Schaltstellungen hin- und her verschieblich. In der
ersten Schaltstellung liegt der jeweilige Schaltsteg mit seinen beiden Kontaktstücken
der Mantelfläche der beiden Elektroden auf, sodass der Strompfad zwischen den beiden
Elektroden geschlossen ist. In seiner zweiten Schaltstellung ist wenigstens das eine
Kontaktstück des jeweiligen Schaltsteges durch Aufschieben des Schaltsteges auf die
Schrägfläche des Nockens von seiner zugehörigen Elektrode getrennt und dadurch der
Strompfad unterbrochen. Das zweite Kontaktstück des Schaltsteges kann grundsätzlich
auf der anderen Elektrode verbleiben. In Fällen, in denen es auf eine besonders hohe
Spannungsfestigkeit des Schalters ankommt, ist es jedoch auch möglich, zwischen dem
bereits erwähnten Nocken und dem zweiten Kontaktstück des Schaltsteges einen weiteren
Nocken unter dem Schaltsteg vorzusehen, der ebenfalls eine Schrägfläche aufweist,
die demselben Ende des Schaltsteges zugewandt ist wie die Schrägfläche des ersten
Nockens und bei einer Verschiebung des Schiebers zum Öffnen des Schaltelements bewirkt,
dass der jeweilige Schaltsteg auch mit seinem zweiten Kontaktstück von der zweiten
Elektrode abhebt, sodass in der offenen Schaltstellung der Schaltsteg von beiden Elektroden
abgehoben hat. Alternativ kann man die zweite Elektrode in einem Abstand von ihrem
Ende mit einem verringerten Durchmesser ausbilden und die Anordnung so treffen, dass
der Schaltsteg bei geschlossenem Schalter mit seinem zweiten Kontaktstück der zweiten
Elektrode in ihrem dickeren Endabschnitt aufliegt, während zum Öffnen des Schalters
der Schaltsteg mit seinem zweiten Kontaktstück in den angrenzenden dünneren Bereich
der zweiten Elektrode verschoben wird, durch einen ihn zurückhaltenden Vorsprung am
Schieber jedoch daran gehindert wird, mit diesem dünneren Bereich der zweiten Elektrode
Kontakt zu machen.
[0011] Eine weitere Möglichkeit, die Spannungsfestigkeit des Schalters zu erhöhen, ist dadurch
gekennzeichnet, dass die andere (hier auch als «zweite Elektrode» bezeichnete) Elektrode
in einem Abstand von dem zwischen den beiden Elektroden eingefügten Isolator einen
elektrisch isolierenden Oberflächenbereich aufweist, auf welchem der Schaltsteg mit
seinem auf dieser zweiten Elektrode Kontakt machenden Kontaktstück in der zweiten
Schaltstellung aufliegt, und zwar ist der Abstand zwischen dem Isolator und dem isolierenden
Oberflächenbereich der zweiten Elektrode so gross gewählt, dass der Schaltsteg im
Verlauf der Verschiebebewegung des Schiebers zum Öffnen des Schalters mit dem isolierenden
Oberflächenbereich erst Kontakt macht, nachdem der Schaltsteg von der ersten Elektrode
abgehoben hat (Anspruch 2). Auf diese Weise ist ein jeder Schaltsteg in der zweiten
Schaltstellung (Schalter «offen») von beiden Elektroden elektrisch isoliert, wobei
auf ein Abheben des Schaltstegs von der zweiten Elektrode verzichtet wird, da sichergestellt
ist, dass der Ein- und Ausschaltvorgang auf der ersten Elektrode stattfindet, während
auf der zweiten Elektrode stets nur ohne Last geschaltet wird.
[0012] Die höhere Spannungsfestigkeit, welche dadurch erzielt wird, dass die Kontakttrennung
von der zweiten Elektrode später als von der ersten Elektrode erfolgt, ist in vielen
Fällen erwünscht, da es im Bereich der ersten Elektrode durch die Lichtbogeneinwirkungen
u.U. zu einer Verrussung kommen kann, welche unerwünschte Kriechströme ermöglicht,
wohingegen wegen des ausbleibenden Lichtbogens eine solche Verrussung im Bereich der
zweiten Elektrode nicht oder nur in geringerem Ausmass auftritt.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
erste Elektrode abschnittweise aus unterschiedlichen, elektrisch leitfähigen Werkstoffen
besteht oder mit ihnen beschichtet ist, und zwar in einem ersten, an den Isolator
angrenzenden Abschnitt aus einem Werkstoff, welcher sich unter der Einwirkung eines
elektrischen Schaltlichtbogens günstig verhält, und in einem an den ersten Abschnitt
angrenzenden zweiten Abschnitt, welchem der Schaltsteg in der ersten Schaltstellung
aufliegt, aus einem Werkstoff, welcher sich bei Dauerstrbelastung günstig verhält,
insbesondere Sicherheit gegen Verschweissen. bietet (Anspruch 3). Auf diese Weise
ist es möglich, einerseits für die Dauerstrombelastung und andererseits für den Ausschaltvorgang
jeweils optimale Kontaktwerkstoffe auszuwählen. Für den ersten Elektrodenabschnitt,
auf welchem beim Öffnen des Schaltelements der Schaltlichtbogen brennt, wählt man
mit Vorteil Werkstoffe wie Cu/W oder Ag/W (Anspruch 5); geeignet sind auch Ag/WC und
Ag/Ni. Für den zweiten Elektrodenabschnitt wählt man mit Vorteil Werkstoffe wie z.B.
Ag/C, Ag/CdO, Ag/Sn0
2, Ag/Sn0
2/ln
20
3, Ag/ Sn0
2/W0
3 (Anspruch 4). Den Einschaltvorgang des Schalters bewirkt man vorzugsweise nicht auf
dem ersten, sondern auf dem zweiten Elektroden - abschnitt; man erreicht dies mit
Vorteil dadurch, dass die Länge des Verschiebeweges des Schiebers, die Länge des ersten,
an den Isolator angrenzenden Abschnitts der ersten Elektrode sowie die Länge des den
Nocken überspannenden Abschnitts des Schaltstegs derart aufeinander abgestimmt sind,
dass das zum Abheben von der ersten Elektrode bestimmte, am einen Ende des Schaltstegs
befestigte Kontaktstück in der ersten Schaltstellung (Fig. 4; Schalter «Ein») auf
dem zweiten Abschnitt der ersten Elektrode aufliegt, in der zweiten Schaltstellung
(Fig. 6; Schalter «Aus») von der ersten Elektrode abgehoben hat, und in einer Zwischenstellung
auf dem ersten Abschnitt der ersten Elektrode aufliegt (Anspruch 7). Auf diese Weise
wird der erste Elektrodenabschnitt nur beim Ausschaltvorgang, der zweite Elektrodenabschnitt
hingegen beim Einschaltvorgang und durch Dauerstrom belastet.
[0014] Die koaxiale Anordnung der Elektroden und ihre Verbindung mittels des zwischengefügten
Isolators ermöglicht es, den Schieber unmittelbar an den Elektroden anzubringen und
während seiner Verschiebebewegung durch die Elektroden zu führen (Anspruch 11). Eine
derartige Anordnung trägt massgeblich zum kompakten Aufbau des Schalters bei.
[0015] Bei dem neuen Schalter lassen sich Massnahmen zur Lichtbogenlöschung, wie sie bei
Lasttrennschaltern, die zum Stand der Technik gehören, bekannt sind, in entsprechender
Weise verwirklichen; so könnte man nach Bedarf eine Löschkammer mit Löschblechen vorsehen,
in welche der beim Öffnen des Schalters entstehende Lichtbogen durch ein magnetisches
Blasfeld oder mit selbsterzeugter oder fremderzeugte Druckluft hineingetrieben wird.
Vorzugsweise bildet man jedoch den Schieber selbst als Schaltkammer und zugleich als
Löschkammer aus (Anspruch 12). Dies ist deshalb von besonderem Vorteil, weil der Schieber
ohnehin die Schaltstege aufnehmen und führen muss, sodass seine Weiterbildung zu einer
geschlossenen oder weitgehend geschlossenen Kammer leicht getan ist. Insbesondere
im Hinblick auf diese Ausbildung des Schiebers als Schalt- und Löschkammer sowie im
Hinblick darauf, dass man zweckmässigerweise die Elektroden selbst zur Führung des
Schiebers verwendet, empfiehlt es sich, den Schieber so auszubilden, dass er die Elektroden
umschliesst (Anspruch 13). Die Kammerwände kann man aus einem Material herstellen,
welches unter Lichtbogeneinwirkung Löschgase abgibt (Anspruch 14), wie es z.B. aus
sogenannten Hartgasschaltern bekannt ist. Um einen Austritt der Löschgase aus der
Schalt- und Löschkammer zu ermöglichen, ist diese vorzugsweise perforiert (Anspruch
15).
[0016] Die Betätigung des Schalters durch Verschiebung des Schiebers in Achsrichtung der
Elektroden ermöglicht es ferner, durch Schlitze, welche man an jenem Ende des Schiebers,
insbesondere des als Kammer ausgebildeten Schiebers vorsieht, welches dem abhebenden
Ende des Schaltstegs benachbart ist, eines oder mehrere Löschbleche in axialer Richtung
zwischen der einen Elektrode und dem von ihr abgehobenen Ende des Schaltsteges einzuführen
und dadurch einen entstandenen Lichtbogen zu löschen (Anspruch 16). Eine weitere vorteilhafte
Möglichkeit zur Lichtbogenlöschung beizutragen, besteht darin, dass man jenen Mitnehmer
des Schiebers, welcher auf das abhebende Ende des Schaltstegs einwirkt, in der zweiten
(offenen) Schaltstellung am isolierenden Nocken anschlagen lässt; auf diese Weise
wird der zwischen dem abgehobenen Ende des Schaltsteges und der Elektrode gezogene
Lichtbogen zwischen dem Nocken und dem an ihm anschlagenden Mitnehmer des Schiebers
eingeschnürt. Auch in diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn der Schieber als
Schaltkammer ausgebildet ist, weil dann der Lichtbogen gehindert ist, über den Schieber
hinweg erneut überzuschlagen auf jene Elektrode, von welcher der jeweilige Schaltkontakt
abgehoben hat.
[0017] Die beiden Schaltstellungen des Schalters werden zweckmässigerweise dadurch definiert,
dass der Schieber jeweils mittelbar oder unmittelbar am Nocken, welcher zwischen den
Elektroden angeordnet ist, anschlägt. In der Schaltstellung «offen» löst man dies
zweckmässigerweise - wie erwähnt-so, dass der Schieber mit seinem Mitnehmer, welcher
das abhebende Ende des Schaltsteges mitnimmt, am Nocken anschlägt. In der Schaltstellung
«geschlossen» löst man dies zweckmässigerweise dadurch, dass man den Schaltsteg am
gegenüberliegenden Ende des Nockens anschlagen lässt; dadurch wird auch der Verschiebeweg
des Schiebers begrenzt, weil dieser wiederum am Schaltsteg anschlägt.
[0018] Um eine gewisse Arretierung des Schalters in seiner offenen Schaltstellung zu bewirken,
versieht man den Nocken vorzugsweise mit einer zweiten Schrägfläche, welche nicht
jenem Ende des Schaltsteges zugekehrt ist, welchem auch die erste Schrägfläche zugekehrt
ist, sondern welche dem gegenüberliegenden Ende des Schaltsteges zugekehrt ist (Anspruch
17). Diese zweite Schrägfläche stellt zusammen mit der ersten Schrägfläche ein im
Längsschnitt satteldachförmiges Gebilde dar, dessen Spitze so angeordnet ist, dass
der Schaltsteg in der offenen Schaltstellung mit einem Vorsprung an seiner Unterseite
über die Spitze hinweg gewandert ist und nun der zweiten Schrägfläche aufliegt. Die
Steigungen der beiden Schrägflächen und das Krümmungsmass im Übergangsbereich zwischen
den beiden Schrägflächen bestimmt sich nach den vorgebbaren Schalt- und Stellkräften.
Der erwähnte Vorsprung an der Unterseite des Schaltsteges ist vorzugsweise jenes Teil,
mit welchem der Schaltsteg auch auf der ersten Schrägfläche des Nockens entlanggleitet,
sodass jenes Ende des Schaltsteges, welches von der einen Elektrode abhebt, nach dem
Abheben vollständig in Luft bleibt.
[0019] Anstelle einer zweiten Schrägfläche könnte man an der Spitze des Nockens auch eine
flache Mulde vorsehen, in welche der Schaltsteg in der offenen Schaltstellung mit
einem an seiner Unterseite vorgesehenen Vorsprung einrastet.
[0020] Der erfindungsgemässe Schalter eignet sich auch für mehrpolige Ausführungen und enthält
dann mehrere achsparallel nebeneinander angeordnete Schaltstege, welche durch ein-
und -denselben Schieber verschoben werden (Anspruch 18). Dabei könnten die Schaltstege
grundsätzlich nebeneinander in einer Ebene angeordnet werden und dabei zwei entsprechend
breit ausgebildeten, flachen Elektroden aufliegen; vorzugsweise werden jedoch die
mehreren Schaltstege kranzartig um die Elektroden herum angeordnet (Anspruch 19),
und zwar insbesondere in einer Anordnung, welche in bezug auf die Achse der Elektroden
symmetrisch ist. Den Schieber bildet man in diesem Fall zweckmässigerweise als Hülse
aus, welche die Elektroden konzentrisch umgibt und sämtliche Schaltstege umfasst (Anspruch
20). Diese Hülse kann an ihren Enden offen oder unter Bildung einer Schaltkammer geschlossen
oder überwiegend geschlossen sein, was zu den weiter oben bereits erwähnten Vorteilen
führt. Bei einer solchen kranzartigen, insbesondere konzentrischen Anordnung der Schaltstege
um die Elektroden herum kann man radial wirkende Federringe zum Andrücken der Schaltstege
an die Elektroden verwenden, und zwar zweckmässigerweise zwei Federringe, von denen
der eine die Schaltstege mit ihren einen Enden und der andere die Schaltstege mit
ihren anderen Enden gegen die Elektroden presst. Um das Offnen des Schalters nicht
zu stark zu behindern, sollten keine metallische Federringe verwendet werden, sondern
solche aus elastomerem Werkstoff, deren Rückstellkraft beim Abheben der Schaltstege
von der Elektrodenoberfläche nur mässig anwächst. Alternativ kann man auch radial
angeordnete Wendelfedern verwenden, welche sich mit ihrem einen Ende auf der Oberseite
der Schaltstege und mit ihrem anderen Ende an der gegenüberliegenden Wand des als
Hülse ausgebildeten Schiebers abstützen und seitlich zwischen sich radial in der Hülse
erstreckenden Führungswänden geführt sind. An der Aufsetzstelle der Wendelfedern besitzen
die Schaltstege zweckmässigerweise radial abstehende Vorsprünge, welche in die Wendelfedern
eintauchen und verhindern, dass diese auf den Schaltstegen verrutschen.
[0021] Eine weitere Möglichkeit zur Erzeugung der nötigen Kontaktschliesskraft besteht darin,
dass man für jeden Schaltsteg eine Blattfeder vorsieht, welche in radialer Richtung
auf das abhebende Ende des Schaltsteges einwirkt (Anspruch 21). Ist ein Kranz von
Schaltstegen vorgesehen, sieht man entsprechend auch einen Kranz von Blattfedern vor.
Vorzugsweise ordnet man die eine oder mehrere Blattfeder(n) unverschieblich an, indem
man sie mit ihrem einen Ende auf jener Elektrode festlegt, gegen welche ihr anderes
Ende den jeweiligen Schaltsteg andrückt: dieses andere Ende der Blattfeder ist zweckmässigerweise
derart abgebogen, dass es schräg von der Elektrode fortweist (Anspruch 22) -bei einem
Kranz von Blattfedern erhält dieser dadurch eine sich tulpenförmig erweiternde Gestalt
- und man lässt die Blattfeder(n) vor dem Nocken in solcher Lage enden, dass sie den
jeweiligen Schaltsteg während der Öffnungsbewegung des Schalters freigeben, bevor
er durch das Aufgleiten auf den Nocken von der Elektrode abhebt; auf diese Weise wird
das Abheben des Schaltsteges durch die Blattfeder nicht behindert, gleichwohl aber
eine hinreichende Kontaktschliesskraft gewährleistet. Der Schieber kann dabei zur
Führung und Stützung der Blattfeder(n) herangezogen werden, wobei die Gestalt der
Blattfeder(n) zusätzlich so auf den Schieber abgestimmt sein kann, dass bei der Öffnungsbewegung
des Schalters der Schieber die Blattfeder(n) anhebt und dadurch den jeweiligen Schaltsteg
entlastet.
[0022] Bei Verwendung mehrerer, die Elektroden kranzförmig umgebender Schaltstege bildet
man die Nocken zweckmässigerweise als Ring aus, welcher den Isolator umgibt oder Teil
des Isolators ist (Anspruch 23).
[0023] Die Anordnung mehrerer Schaltstege im erfindungsgemässen Schalter ermöglicht nicht
nur eine Aufteilung der zu schaltenden Ströme auf mehrere parallele Strompfade, sondern
ermöglicht es auch, mehrere parallel führende Stromwege gleichzeitig zu trennen oder
in einem Stromweg eine Mehrfachtrennung vorzunehmen. Zu diesem Zweck unterteilt man
die Elektroden in axial verlaufende, gegeneinander isolierte Segmente, die den Schaltstegen
nebeneinander liegende Oberflächenbereich darbieten (Anspruch 25). Wenn man die beiden
Elektroden in gleicher Weise unterteilt und so orientiert, dass die Segmente paarweise
miteinander fluchten, und wenn man auf jedem solchen Paar miteinander fluchtender
Segmente wenigstens einen Schaltsteg anordnet, dann hat man einen Mehrphasenschalter,
bei Unterteilung in je drei Segmente z.B. einen Dreiphasenschalter. Wenn man hingegen
z.B. in dieser Weise dreifach unterteilte Elektroden so orientiert, dass die Mittellinien
der Segmente der einen Elektrode mit den Trennflächen zwischen den Segmenten der anderen
Elektrode fluchten, und wenn man auf einer solchen Anordnung insgesamt fünf Schaltstege
in der Weise anordnet, dass zwei von einem Segment der einen Elektrode ausgehende
Schaltstege auf zwei benachbarten Segmenten der gegenüberliegenden Elektrode enden,
dann erhält man einen mäanderförmig zwischen den Elektroden hin und her führenden
Strompfad mit fünf hintereinander liegenden Unterbrechungsstellen. Die Anordnung mehrerer
Schaltstege kranzförmig um die Elektroden herum hat den weiteren Vorteil, dass man
ein Bündel paralleler Strompfade erhält, welches bei übereinstimmender Stromrichtung
infolge der elektrodynamischen Stromkräfte zu einer Kontaktdruckerhöhung führt, weil
sich parallele elektrische Leiter, die in gleicher Richtung stromdurchflossen sind,
gegenseitig anziehen. Dieser Effekt kann verstärkt werden, wenn man unter dem Kranz
aus Schaltstegen einen ferromagnetischen Ring, insbesondere aus Weicheisen, und diesem
gegenüberliegend über jedem Schaltsteg ein im Querschnitt U-förmiges, ferromagnetisches
Teil anordnet, dessen beide Schenkel beidseits des jeweiligen Schaltstegs liegend
gegen den Ring gerichtet sind (Anspruch 26). Die dadurch bewirkte magnetische Verstärkung
der Kontaktschliesskraft verringert die Prellneigung der Kontakte beim Schliessen
und ist geeignet, ein elektromagnetisches Abheben der Kontakte bei Kurzschlussströmen
zu verhindern.
[0024] Der erfindungsgemässe Schalter ermöglicht auf einfache Weise die Anordnung von Vor-
und Hauptkontakten, was für seine Verwendung in Lasttrennschaltern von Vorteil ist.
dazu geht man aus von einer Anordnung mit mehreren neben einander angeordneten Schaltstegen
und stimmt diese in Gestalt und Anordnung auf die Mitnehmer am Schieber und auf den
Nocken derart ab, dass beim Verschieben des Schiebers zum Öffnen des Schalters wenigstens
einer der Schaltstege später von der einen Elektrode abhebt als die anderen (Anspruch
27); beim Schliessen des Schalters schliesst dieser Schaltsteg vor den übrigen Schaltstegen.
Das an diesem Schaltsteg angebrachte, abhebende Kontaktstück kann man als Vorkontakt
verwenden und aus entsprechend abbrandfestem Werkstoff herstellen. Das Nacheilen eines
Schaltsteges beim Öffnen des Schalters kann man z.B. dadurch erreichen, dass man den
Bereich des Schaltsteges, der auf die Schrägfläche des Nockens hinaufgleiten soll,
in etwas grosserer Entfernung vor der Schrägfläche des Nockens anordnet als bei den
übrigen Schaltstegen, sodass er beim Öffnen des Schalters die Schrägfläche des Nockens
später erreicht als die übrigen Schaltstege.
[0025] Die Fähigkeit des erfindungsgemässen Schalters zur Lichtbogenlöschung lässt sich
dadurch noch verbessern, dass man jene erste Elektrode, von welcher der Schaltsteg
mit seinem einen Kontaktstück beim Öffnen des Schalters abhebt, in ihrem an den Isolator
angrenzenden Abschnitt aus einem Verbundwerkstoff herstellt oder mit einem solchen
Verbundwerkstoff beschichtet, welcher neben einem Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit
auch eine oder mehrere Substanzen enthält, welche unter Lichtbogeneinwirkung Gase
freisetzen, die die Lichtbogenlöschung begünstigen.
[0026] Derartige Verbundwerkstoffe sind z.B. in der US-A-4 011 426, in der DE-A-26 47 822,
der DE-A-1665019A1 sowie in der älteren, aber nicht vorveröffentlichten deutschen
Patentanmeldung DE-33 12 852 beschrieben.
[0027] Die beanspruchte Verwendung eines solchen Verbundwerkstoffes mit elektrischer Leitfähigkeit
sowie mit lichtbogenlöschenden Eigenschaften in dem erfindungsgemässen Schalter hat
den Vortel, dass der Lichtbogen, der beim Abheben eines Schaltsteges zwischen diesem
und der ersten Elektrode gezogen wird, unmittelbar auf einem Werkstoff mit lichtbogenlöschenden
Eigenschaften brennt und zur Löschung nicht - wie sonst üblich - in eine gesonderte
Löscheinrichtung hineingetrieben werden muss. In der Vielzahl von Anwendungen, in
denen die Verwendung eines Abschnitts mit lichtbogenlöschenden Eigenschaften auf der
ersten Elektrode zur Löschung des Schaltlichtbogens ausreicht, wird durch diese Massnahme
deshalb eine erhebliche Vereinfachung des Schalters und in weiterer Folge ein sehr
kompakter Aufbau des Schalters erreicht.
[0028] Eine mit lichtbogenlöschendem Werkstoff ausgerüstete Elektrode kann grundsätzlich
verwendet werden bei allen vorstehend beschriebenen und beanspruchten Ausgestaltungen
und Weiterbildungen des Schalters. Insbesondere kann die lichtbogenlöschende Wirkung
des eingesetzten Verbundwerkstoffes ergänzt werden durch Ausbildung des Schiebers
oder von Teilen des Schiebers aus Werkstoffen, welche unter Einwirkung des Lichtbogens
weitere lichtbogenlöschende Gase abspalten. Bei nicht zu hohen Strombelastungen kann
das Einschalten des Schalters unmittelbar durch Kontaktgabe auf dem Verbundwerkstoff
mit den lichtbogenlöschenden Substanzen erfolgen. Da jedoch die Strombelastbarkeit
eines solchen Verbundwerkstoffs nicht so hoch ist wie die von klassischen Kontaktwerkstoffen
mit guter elektrischer Leitfähigkeit, stimmt man bei dem erfindungsgemässen Schalter
die Länge des Verschiebeweges des Schiebers, die Länge des Abschnittes aus bzw. mit
dem Verbundwerkstoff sowie die Länge des den Nocken überspannenden Abschnitts des
Schaltsteges vorzugsweise derart aufeinander ab, dass das zum Abheben von der ersten
Elektrode bestimmte, am einen Ende des Schaltstegs befestigte Kontaktstück in der
ersten Schaltstellung (Schalter «Ein») auf dem keine lichtbogenlöschende Substanzen
enthaltenden zweiten Abschnitt der ersten Elektrode aufliegt, in der zweiten Schaltstellung
(Schalter «Aus») von der ersten Elektrode abgehoben hat und in einer Zwischenstellung
dem Abschnitt aus bzw. mit dem Verbundwerkstoff aufliegt (Anspruch 7). Auf diese Weise
wird der Verbundwerkstoff nicht mit Dauerstrom belastet, sondern nur während der Schaltvorgänge.
[0029] Um die Schaltstege so kurz wie möglich zu halten, ist der Nocken, welcher den Schaltsteg
abhebt, vorzugsweise nicht fest, sondern zwischen zwei festen Anschlägen axial verschieblich
auf dem Isolator angeordnet (Anspruch 8). Der mittlere Abschnitt des Schaltstegs,
welcher den Nokken überspannt, braucht deshalb kaum länger zu sein als der Nocken
selbst, und dies begünstigt eine kompakte Bauweise des Schaltelements. Die Länge und
der Verschiebeweg des Nockens und die Länge des Elektrodenabschnittes, welcher aus
dem Verbundwerkstoff besteht bzw. mit dem Verbundwerkstoff beschichtet ist, stimmt
man mit Vorteil in der Weise aufeinander ab, dass der Nokken in der Schaltstellung
«Ein» den ersten Abschnitt der ersten Elektrode, welcher den Verbundwerkstoff enthält,
abdeckt (Anspruch 9). Dies hat zur Folge, dass der Verbundwerkstoff bei geschlossenem
Schalter in erwünschter Weise an der Abgabe von lichtbogenlöschenden Gasen gehindert
ist. Wenn bei einem derart weitergebildeten Schalter der Schieber zum Zwecke des Öffnens
des Schalters verschoben wird, dann läuft ein jeder vom Schieber mitgenommene Schaltsteg
gegen die eine Schrägfläche des Nockens und verschiebt den Nocken, bis dieser an dem
gegenüberliegenden, seinen Verschiebeweg begrenzenden Anschlag angelangt ist; während
dieser Verschiebebewegung des Nockens kann jenes Kontaktstück am Schaltsteg, welches
von der ersten Elektrode abheben soll, auf den Abschnitt mit dem Verbundwerkstoff
aufgleiten, welcher durch das Verschieben des Nockens freigelegt wurde. Erst wenn
der Nocken am Ende seines Verschiebeweges angekommen ist, beginnt sich der Schaltsteg
durch Aufgleiten entlang der Schrägfläche des Nockens von dem Elektrodenabschnitt
mit dem Verbundwerkstoff zu trennen und ein etwa gezogener Lichtbogen brennt in erwünschter
Weise auf dem Verbundwerkstoff mit den lichtbogenlöschenden Eigenschaften.
[0030] Beim Wiedereinschalten des Schalters wird der Nocken von dem Schaltsteg in die entgegengesetzte
Richtung mitgenommen bis in seine andere Endstellung. Will man sicherstellen, dass
beim Schliessen des Schalters die Kontaktgabe nicht auf dem Verbundwerkstoff mit den
lichtbogenlöschenden Substanzen erfolgt, sondern auf dem daran anschliessenden, keine
lichtbogenlöschenden Substanzen enthaltenden, gut leitenden Elektrodenabschnitt, muss
man Massnahmen ergreifen, die verhindern, dass sich der jeweilige Schaltsteg während
der Einschaltbewegung an der Schrägfläche des Nockens, welche dem abgehobenen Schaltkontaktstück
zugekehrt ist, auf die erste Elektrode zu herabbewegt, bevor der Nokken seine Endstellung
erreicht hat, in welcher er den ersten Abschnitt der ersten Elektrode, welcher aus
dem Verbundwerkstoff besteht, abdeckt. Man erreicht dies z.B. ganz einfach durch eine
Ausbildung des Nockens mit zwei Schrägflächen, die den beiden Enden des Schaltsteges
zugewandt sind.
[0031] Eine derartige Ausbildung des Nockens ist weiter vorn bereits beschrieben und beansprucht.
Durch passende Bemessung des Nockens und der Verschiebewege sorgt man dafür, dass
der Schaltsteg mit einem Vorsprung, mit welchem er über den Nocken hinweggleitet,
mit Erreichen der Schaltstellung «Aus» über die Spitze des Nockens hinwegbewegt ist
und sich in einer Raststellung befindet, die es erlaubt, den Nocken mit abgehobenem
Schaltsteg in seine Ausgangslage, in der er den Abschnitt mit dem lichtbogenlöschenden
Verbundwerkstoff abdeckt, zurückzubewegen.
[0032] Wählt man eine Ausführung des Schalters mit zylindrischen Elektroden und einem die
Elektroden umschliessenden Schieber mit Führungsteilen zur seitlichen Führung des
bzw. der Schaltstege (s), dann bietet sich die Möglichkeit, den Schieber um die Längsachse
der Elektroden drehbar anzuordnen. Mit dem Schieber drehen sich dann auch die Schaltstege
entsprechend um die Längsachse der Elektroden herum. Dies kann man mit Vorteil dazu
benutzen, um einen möglichst gleichmässigen Abbrand des Verbundwerkstoffs mit den
lichtbogenlöschenden Substanzen zu erzielen. Derartige Verbundwerkstoffe sind nämlich
weniger abbrandfest als reine Metalle und deshalb ist es wünschenswert, die Schaltlichtbögen
nicht ständig auf derselben Stelle des Abschnitts mit dem lichtbogenlöschenden Verbundwerkstoff
brennen zu lassen, sondern die Fusspunkte der Lichtbögen schrittweise zu anderen Stellen
hin zu verschieben, was mit einem drehbaren Schieber gelingt. Vorzugsweise koppelt
man den Schieber in der Weise mit Getriebeelementen, dass bei jedem Ausschaltvorgang
mit der Axialverschiebung des Schiebers zugleich eine Drehung des Schiebers um einen
vorbestimmten Winkel erfolgt. Getriebeelemente, mit denen solche gekoppelten Bewegungen
durchführbar sind, sind Stand der Technik.
[0033] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen schematisch
dargestellt und werden nachfolgend beschrieben.
Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Schalter in geschlossenem Zustand,
Figur 2 zeigt denselben Schalter im Längsschnitt, jedoch in geöffneter Schaltstellung,
Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch den Schalter in geschlossener Schaltstellung
gemäss Schnittlinie 111-111 in Fig. 1,
Figur 4 zeigt einen Längsschnitt entsprechend Fig. 1 durch einen zweiten Schalter,
Figur 5 zeigt einen Längsschnitt durch den Schalter aus Fig. 4, jedoch in einer Zwischenstellung
des Schiebers,
Figur 6 zeigt einen Längsschnitt entsprechend Fig. 2 durch den zweiten Schalter,
Figur 7 zeigt einen Längsschnitt entsprechend Fig. 4 durch einen dritten Schalter
entlang der Schnittlinie Vll-VII in Fig. 8,
Figur 8 zeigt einen Querschnitt durch den dritten Schalter, und zwar entlang der Schnittlinie
VIII-VIII in Fig. 7,
Figur 9 zeigt einen Längsschnitt entsprechend Fig. 5 durch den dritten Schalter, und
Figur 10 zeigt einen Längsschnitt entsprechend Fig. 6 durch den dritten Schalter.
[0034] In den verschiedenen Ausführungsbeispielen sind gleiche oder einander entsprechende
Teile mit übereinstimmenden Bezugszahlen bezeichnet.
[0035] Der in Fig. 1 bis 3 dargestellte Schalter eignet sich insbesondere zur Verwendung
als Lasttrennschalter in Niederspannungsschaltgeräten. Er besteht aus zwei zylindrischen
Elektroden 1 und 2 von übereinstimmendem Durchmesser, die durch einen zylindrischen
Isolator 3 von etwas geringerem Durchmesser starr miteinander verbunden sind. Auf
dem Isolator ist ein Nocken 4, im weiteren auch Ring genannt, angeordnet, der an seiner
Peripherie zwei ringförmige Schrägflächen 4a und 4b aufweist, von denen die eine Schrägfläche
4a der ersten Elektrode 1 und die andere Schrägfläche 4b der zweiten Elektrode 2 zugewandt
ist. Im Bereich seiner grössten Ausdehnung besitzt der Ring 4, der ebenfalls aus isolierendem
Werkstoff besteht, einen Durchmesser, der ungefähr doppelt so gross ist wie der Durchmesser
der Elektroden 1 und 2. Die Anordnung aus den Elektroden 1 und 2, dem Isolator 3 und
dem Ring 4 ist umgeben von einem Kranz aus vier Schaltstegen 5, welche untereinander
gleich ausgebildet sind, in gleichen Abständen am Umfang der Elektroden 1 und 2 verteilt
sind und nahe ihren beiden Enden 5a und 5b jeweils ein Kontaktstück 6a bzw. 6b tragen.
Die Kontaktstücke 6a und 6b liegen bei geschlossenem Schalter den Mantelflächen beider
Elektroden 1 und 2 an (Fig. 1).
[0036] Die Schaltstege 5 besitzen in ihrem mittleren Bereich eine Ausbuchtung 5c, unter
welcher der Ring 4 angeordnet ist. Die Anlage der Schaltstege 5 an den Elektroden
1 und 2 wird gewährleistet durch zwei Schlauchringe 7 und 8 aus elastomerem Werkstoff,
welche den Kranz aus Schaltstegen 5 an zwei verschiedenen Stellen umschliessen, und
zwar in der Nähe der Kontaktstücke 6a und 6b, und mit radialer Kraft auf die Schaltstege
5 einwirken. Der eine Schlauchring 7 befindet sich auf achsparallen Abschnitten der
Schaltstege 5 und bedarf dort keiner weiteren Stützung, der andere Schlauchring 8
dagegen befindet sich auf schräg zur Achsrichtung verlaufenden, über der Schrägfläche
4a des Rings 4 liegenden Abschnitten der Schaltstege 5 und ist deshalb durch Vorsprünge
9 auf ihrer Oberseite unterstützt, welche verhindern, dass der Ring 8 über die schrägen
Abschnitte der Schaltstege 5 hinabrutscht.
[0037] Auf den Elektroden 1 und 2 ist ein Schieber 10, im weiteren auch Hülse genannt axial
verschieblich angeordnet. Diese Hülse 10 umschliesst den Kranz aus den vier Schaltstegen
5 und besitzt am Umfang verteilt, und zwar in 90°-Stellung zueinander entsprechend
der Anordnung der Schaltstege 5, achsparallele Wände 11 und 12, welche paarweise mit
Abstand zueinander angeordnet sind und die einzelnen Schaltstege 5 an deren beiden
Enden 5a und 5b mit wenig seitlichem Spiel zwischen sich aufnehmen und dadurch während
der Schaltbewegung führen und auch sonst in Längsrichtung der Elektroden 1 und 2 orientiert
halten. Die quer zur Achsrichtung verlaufenden Endflächen der Wände 11 und 12 dienen
ferner als Mitnehmer für den Schlauchring 8 während der Öffnungsbewegung bzw. für
den Schlauchring 7 während der Schliessbewegung des Schalters. Zweckmässigerweise
ist der Mantel der Hülse 10 in Bezug auf die Längsachse der Elektroden 1 und 2 rotationssymmetrisch
aufgebaut.
[0038] Bei einer Verschiebung der Hülse 10 nimmt diese die Stege 5 mit. Der Mitnehmer für
das eine Ende 5a der Schaltstege wird gebildet durch eine im Innern der Hülse 10 ausgebildete,
sich darin nahe dem Ende der Hülse radial und axial erstrekkende Wand 13; der Mitnehmer
für das gegenüberliegende Ende 5b der Schaltstege wird gebildet durch die gegenüberliegende
Endwand 14 der Hülse.
[0039] Zum Offnens des Schalters verschiebt man die Hülse 10 in Richtung des Pfeils 15.
Die Mitnehmer 13 der Hülse 10 wirken dabei auf die Enden 5a der Schaltstege ein und
nehmen diese mit. An der Unterseite der Schaltstege 5 angeordnete gerundete Vorsprünge
16, welche sich nahe bei den Vorsprüngen 9 befinden, treffen bei dieser Verschiebebewegung
- ausgehend von der in Fig. 1 gezeichneten Schaltstellung «Ein» - auf die Schrägfläche
4a des Ringes 4 auf und gleiten an dieser Schrägfläche 4a entlang, wodurch die Kontaktstücke
6a an den Enden 5a der Schaltstege gezwungen werden, von der ersten Elektrode 1 abzuheben.
Der Ring 4 hat demnach die Aufgabe eines Abhebenockens für die vier Schaltstege 5.
Bei fortwährendem Verschieben der Hülse 10 in Richtung des Pfeils 15 erreicht der
Vorsprung 16 jene Stelle 4c des Ringes 4, wo dessen Durchmesser am grössten ist. Der
Vorsprung 16 überschreitet diese Stelle 4c und gleitet ein kleines Stück weit an der
anschliessenden Schrägfläche 4b abwärts, bis die Bewegung durch das Anschlagen des
Mitnehmers 13 an einer ihm entgegengerichteten Bundfläche 17 des Nockens, welche sich
über die Peripherie der ersten Elektrode 1 erhebt, endet. Diese Stellung ist in Fig.
2 dargestellt. In ihr sind die Schaltstege 5 infolge des Überschreitens der Stelle
4c des Rings 4 mit dem grössten Durchmesser durch die Vorsprünge 16 in der «offen»-Stellung
arretiert und zugleich ist der Endabschnitt der ersten Elektrode 1 durch das Anschlagen
des Mitnehmers 13 am Ring 4 abgedeckt und damit ein Lichtbogen, welcher zwischen dem
Kontaktstück 6a am Ende 5a eines jeden Steges und der ersten Elektrode 1 brennen konnte,
abgeschnürt und zum Erlöschen gezwungen; ein Überspringen des Lichtbogens auf einen
anderen Bereich der ersten Elektrode 1 ist ausgeschlossen, weil die Hülse 10 als geschlossene
Schaltkammer ausgebildet ist.
[0040] Zum Schliessen des Schalters wird dessen Hülse 10 entgegen der Richtung des Pfeils
15 verschoben, wobei sich die Vorsprünge 16 der Schaltstege 5 erneut über die Stelle
4c des Ringes 4 mit dem grössten Durchmesser hinwegbewegen und an dessen Schrägfläche
4a hinabgleiten, bis die Kontaktstücke 6 an den Enden 5a der Schaltstege wieder Kontakt
mit der ersten Elektrode 1 machen. Die Verschiebebewegung endet, wenn die Schaltstege
5 an der zweiten Schrägfläche 4b des Ringes 4 anschlagen.
[0041] Die Hülse 10 stattet man vorzugsweise in jenem Bereich, in welchem die abhebenden
Kontaktstücke 6a angeordnet sind, mit Wänden aus einem Material aus, welches unter
Lichtbogeneinwirkung lichtbogenlöschende Gase abzuspalten vermag.
[0042] Figur 3 zeigt, dass am Schieber 10 ein Befestigungsflansch mit Bohrungen 22 angeordnet
ist, mit welchen sich der Schalter an einer Montageplatte befestigen lässt.
[0043] Der Querschnitt durch den Schalter entlang Linie 111-111 ist - mit Ausnahme der Lage
einer axialen Montagebohrung 25 in der ersten Elektrode 1 - für das erste und zweite
Ausführungsbeispiel gleich, sodass Fig. 3 für beide gültig ist.
[0044] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten darin, dass der Ring
4 auf dem Isolator 3 in Richtung der Längsachse der Elektroden 1 und 2 verschiebbar
angeordnet ist. Zu diesem Zweck ist er mit einer zentralen Bohrung versehen, welche
sich in einen Abschnitt 21 mit grösserem, mit dem Durchmesser des ersten, dem Isolator
3 benachbarten Abschnitt 18 der ersten Elektrode 1 übereinstimmenden Durchmesser und
in einen zweiten Abschnitt mit geringerem, mit dem Durchmesser des Isolators 3 übereinstimmenden
Durchmesser unterteilt. Die Differenz der Länge des Isolators 3 und der kleineren
Länge des engeren Abschnitts der Bohrung des Rings 4 ist dessen maximaler Verschiebeweg
(Figur 5).
[0045] Die Länge des Abschnitts 21 der Bohrung des Rings 4 stimmt überein mit der Länge
des ersten Abschnitts 18 der ersten Elektrode 1, in welchem sich ein unter Lichtbogeneinwirkung
günstig verhaltender Werkstoff wie Ag/W oder Cu/W oder ein Verbundwerkstoff, welcher
unter Lichtbogeneinwirkung Löschgase freisetzt, befindet.
[0046] Zum Öffnen des Schalters verschiebt man die Hülse 10 in Richtung des Pfeils 15. Die
Mitnehmer 13 der Hülse wirken dabei auf die Enden 5a der Schaltstege ein und nehmen
diese mit. An der Unterseite der Schaltstege 5 angeordnete gerundete Vorsprünge 16,
welche sich nahe bei den Vorsprüngen 9 befinden, treffen bei dieser Verschiebebewegung
- ausgehend von der in Fig. 4 gezeichneten Schaltstellung «Ein» - auf die Schrägfläche
4a des Ringes 4 auf. Sie gleiten jedoch zunächst nicht auf der Schrägfläche 4 aufwärts,
sondern verschieben zuerst den Ring 4, bis dieser an eine als Anschlag dienende Bundfläche
19 am Ende der zweiten Elektrode 2 anschlägt. Bei dieser Verschiebebewegung legt der
Ring 4 den Abschnitt 18 der ersten Elektrode 1 frei, welcher an den Isolator 3 anschliesst
und aus einem sich unter Lichtbogeneinwirkung günstig verhaltenden elektrischen Kontaktwerkstoff
oder aus einem unter Lichtbogeneinwirkung Löschgase freisetzenden Verbundwerkstoff
besteht.
[0047] Ist der Ring 4 jedoch am Anschlag 19 angelangt (Fig. 5), gleiten die Vorsprünge 9
der Schaltstege 5 anschliessend an der Schrägfläche 4a entlang, wodurch die Kontaktstücke
6a an den Enden 5a der Schaltstege gezwungen werden, von der ersten Elektrode 1 abzuheben.
Der Vorsprung 16 überschreitet diese Stelle 4c und gleitet ein kleines Stück weit
an der anschliessenden Schrägfläche 4b abwärts, bis die Bewegung durch das Anschlagen
des Mitnehmers 13 an einer ihm entgegengerichteten Bundfläche 17 des Nockens 4, welche
sich über die Peripherie der ersten Elektrode 1 erhebt, endet. Diese Stellung ist
in Fig. 6 dargestellt. In ihr sind die Schaltstege 5 infolge des Überschreitens der
Stelle 4c des Rings 4 mit dem grössten Durchmesser durch die Vorsprünge 16 in der
«Offen»-Stellung arretiert und zugleich ist der Endabschnitt 18 der ersten Elektrode
1 durch das Anschlagen des Mitnehmers 13 am Ring 4 abgedeckt und damit ein Lichtbogen,
welcher zwischen dem Kontaktstück 6a am Ende 5a eines jeden Steges und der ersten
Elektrode 1 brennen könnte, abgeschnürt und zum Erlöschen gezwungen; ein Überspringen
des Lichtbogens auf einen anderen Bereich der ersten Elektrode 1 ist ausgeschlossen,
weil die Hülse 10 als geschlossene Schaltkammer ausgebildet ist.
[0048] Enthält die erste Elektrode 1 in ihrem Abschnitt 18 einen Werkstoff, welcher unter
Lichtbogeneinwirkung Löschgase freisetzt, dann wird ein beim Abheben der Kontaktstücke
6a gezogener Lichtbogen sehr rasch gelöscht werden, denn anders als bei bekannten
Lasttrennschaltern muss der Lichtbogen nicht erst in eine Löscheinrichtung hineingetrieben
werden, sondern die Löscheinrichtung, die hier der Elektrodenabschnitt 18 ist, wird
durch die Verschiebebewegung zu den Kontaktstücken 6a hingeführt und befindet sich
bereits am Ort der Lichtbogenfusspunkte, wenn die Kontaktstücke 6a abheben. Die Lichtbogenlöschung
kann deshalb rascher als bei bekannten Schaltern erfolgen, sofern man für eine hinreichend
rasche Öffnung des Schalters sorgt, z.B. mittels eines Sprungfedermechanismus.
[0049] Zum Schliessen des Schalters wird dessen Hülse 10 entgegen der Richtung des Pfeils
15 verschoben, wobei die Vorsprünge 16 der Schaltstege 5 zunächst den Ring 4 entgegen
der Richtung des Pfeils 15 mitnehmen, bis er an der Bundfläche 20 des ersten Abschnitts
18 der ersten Elektrode 1 anschlägt, und erst danach, wenn der Ring 4 diesen ersten
Abschnitt 18 bereits abgedeckt hat, bewegen sich die Vorsprünge 16 der Schaltstege
5 erneut über die Stelle 4c des Ringes 4 mit dem grössten Durchmesser hinweg und gleiten
an dessen Schrägfläche 4a hinab, bis die Kontaktstücke 6a an den Enden 5a der Schaltstege
wieder Kontakt mit dem an den ersten Abschnitt 18 anschliessenden zweiten Abschnitt
23 der ersten Elektrode 1 machen, dessen Werkstoff danach ausgewählt ist, dass er
für Dauerstrombelastung gut geeignet ist und geringen Übergangswiderstand sowie geringe
Erwärmung zeigt.
[0050] Geeignete Werkstoffe sind die Verbundwerkstoffe Ag/CdO, Ag/Sn0
2, Ag/Sn0
2/ln
20
3, Ag/ Sn0
2/W0
3 und Ag/C und dergl. Die Verschiebebewegung endet, wenn die Schaltstege 5 an der zweiten
Schrägfläche 4b des Ringes 4 anschlagen.
[0051] Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel
noch darin, dass auf der zweiten Elektrode 2 in einigem Abstand von dem Isolator 3
eine elektrisch isolierende Hülse 24 befestigt ist, welche denselben Aussendurchmesser
aufweist wie die zweite Elektrode 2 auf ihrer verbleibenden Länge. Auf diese Hülse
24 werden die Kontaktstücke 6b während des Öffnens des Schaltelements aufgeschoben,
nachdem die gegenüberliegenden Kontaktstücke 6a von der ersten Elektrode 1 abgehoben
haben. Die isolierende Hülse 24 erhöht die Spannungsfestigkeit des geöffneten Schaltelements.
[0052] Eine solche isolierende Hülse 24 lässt sich in gleicher Weise beim ersten Ausführungsbeispiel
des Schaltelements (Fig. 1 und 2) auf der dortigen zweiten Elektrode 2 anordnen.
[0053] Das in den Figuren 7 bis 10 dargestellte dritte AUsführungsbeispiel des Schalters
besteht wie das zweite aus zwei zylindrischen Elektroden 1 und 2, welche an ihren
beiden einander benachbarten Enden auf eine bestimmte Länge einen übereinstimmenden
Durchmesser besitzen und durch einen zylindrischen Isolator 3 starr miteinander verbunden
sind, welcher auf einem Teil seiner Länge zwischen den beiden Elektroden 1 und 2 einen
etwas geringeren Durchmesser als diese hat. Auf dem Isolator 3 ist ein axial verschiebbarer
Ring 4 angeordnet, welcher an seinem Umfang verteilt vier Nockenpaare 4' trägt, wobei
die zu einem Paar zusammengefassten Nocken 4' parallel mit Abstand zueinander verlaufen
und jeweils einen von vier Schaltstegen 5', 5" zwischen sich aufnehmen. Die Nocken
4' sind gleich ausgebildet und jeweils durch eine der ersten Elektrode 1 zugewandte
Schrägfläche 4a und eine der zweiten Elektrode 2 zugewandte Schrägfläche 4b begrenzt.
[0054] Der Ring 4 besteht insgesamt aus isolierendem Werkstoff und ist über eine vorbestimmte
Länge in Richtung der Längsachse der Elektroden verschiebbar. Zu diesem Zweck ist
seine zentrale Bohrung in zwei äussere Abschnitte 21, deren Durchmesser mit dem Durchmesser
der angrenzenden Elektroden 1 und 2 übereinstimmt, und einen mittleren Abschnitt mit
kleinerem, mit dem kleineren Durchmesser des Isolators 3 übereinstimmenden Durchmesser
unterteilt. Der Verschiebeweg des Ringes 4 wird einmal begrenzt durch das Ende der
ersten Elektrode 1 und zum andern durch die gegenüberliegende Bundfläche 19 des Isolators
3.
[0055] Die erste Elektrode 1 besitzt einen ersten Abschnitt 18 aus einem Verbundwerkstoff,
welcher unter Lichtbogeneinwirkung Gase freisetzt, die lichtbogenlöschend wirken.
Bei geschlossenem Schalter (Fig. 7) ist dieser Abschnitt 18 durch den Ring 4 vollständig
abgedeckt.
[0056] Der Schalter ist umgeben von vier Schaltstegen 5' und 5", welche in gleichen Abständen
am Umfang der Elektroden 1 und 2 verteilt sind und bei geschlossenem Schalter der
ersten Elektrode 1 mit Kontaktstücken 6a' und 6a" und der zweiten Elektrode 2 mit
Kontaktstücken 6b' und 6b" aufliegen.
[0057] Die im wesentlichen geradlinig verlaufenden Schaltstege 5' und 5" überqueren den
Ring 4, wobei sie im mittleren Bereich jeweils zwischen einem Nockenpaar4' geführtsind.
Die nötige AufIagekraft, mit welcher die Schaltstege 5' und 5" den Elektroden 1 und
2 aufliegen, wird durch je eine radial verlaufende, ungefähr mittig angeordnete Wendelfeder
8' erzeugt, welche sich mit ihrem einen Ende an einer Hülse 10 und mit ihrem gegenüberliegenden
Endeam jeweiligen Schaltsteg 5', 5" abstützen, welcher zur Positionierung der Feder
8' einen Vorsprung 9 aufweist. Die Hülse 10 ist auf den Elektroden 1 und 2 verschieblich
angeordnet, umschliesst den Kranz aus den vier Schaltstegen 5', 5" und besitzt am
Umfang verteilt, und zwar in 90°-Stellung zueinander entsprechend der Anordnung der
Schaltstege, achsparallele Wände 11, welche paarweise mit Abstand zueinander angeordnetsind
und die einzelnen Schaitstege 5', 5" mit wenig seitlichem Spiel zwischen sich aufnehmen
und dadurch während der Schaltbewegung führen und in Längsrichtung der Elektroden
1 und 2 orientiert halten.
[0058] Bei einer Verschiebung der Hülse 10 nimmt diese die Stege 5', 5" mit. Der Mitnehmer
für das eine Ende 5a', 5a" der Schaltstege wird gebildet durch eine im Inneren der
Hülse 10 ausgebildete, sich darin nahe dem Ende der Hülse radial und axial erstreckende
Wand 13; der Mitnehmer für das gegenüberliegende Ende 5b' bzw. 5b" der Schaltstege
wird gebildet durch die gegenüberliegende Endwand 14 der Hülse 10.
[0059] Zwei einander gegenüberliegende Schaltstege 5' tragen Vorkontakte 6a' und 6b', während
die beiden übrigen einander gegenüberliegenden Schaltstege 5" Hauptkontakte 6a" und
6b" tragen. Die der ersten Elektrode 1 aufliegenden Kontaktstücke 6a' und 6a" haben
die gleiche axiale Position, wohingegen die der zweiten Elektrode 2 aufliegenden Vorkontakte
6b' dichter am Isolator 3 liegen als die Hauptkontakte 6b".
[0060] Alle Schaltstege 5', 5" tragen an ihrer Unterseite je einen quer zur Achsrichtung
verlaufenden Stift 16' bzw. 16", wobei bei geschlossenem Schaltelement 7 der am Schaltstege
5" mit den Hauptkontakten 6a" und 6b" befestigte Stift 16" dichtvorder Schrägfläche
4a des mit ihm zusammenwirkenden Nockens 4 liegt, während der am Schaltsteg 5' mit
den Vorkontakten 6a' und 6b' befestigte Stift 16' einen etwas grösseren Abstand von
der entsprechenden Schrägfläche 4a des mit ihm zusammenwirkenden Nockens 4' aufweist.
[0061] Wenn deshalb zum Öffnen des Schalters die Hülse 10 in Richtung des Pfeils 15 verschoben
wird, dann trifft zunächst der am Schaltsteg mit dem Hauptkontakt befestigte Stift
16" auf die Schrägfläche 4a des zugehörigen Nockens 4', gleitet jedoch zunächst nicht
auf dieser aufwärts, sondern verschiebt sie und mit ihr den Ring 4, bis dieser an
die als Anschlag dienende Bundfläche 19 des Isolators 3 anschlägt. Bei dieser Verschiebebewegung
legt der Ring 4 den Abschnitt 18 der ersten Elektrode frei, welcher aus dem Löschgase
freisetzenden Verbundwerkstoff besteht. Nun erst gleitet der Stift 16" an der Schrägfläche
4a des zugehörigen Nockens 4' entlang und hebt den Hauptkontakt 6a" von der ersten
Elektrode 1 ab. Etwas später stösst der am Schaltsteg 5' mit den Vorkontakten befestigte
Stift 16' gegen die Schrägfläche 4a des ihm zugeordneten Nockens 4' und gleitet an
ihr entlang, wodurch auch der Vorkontakt 6a' von der ersten Elektrode 1 abgehoben
wird. Der dabei zwischen dem Vorkontakt 6a' und der Elektrode 1 gezogene Lichtbogen
wird sehr rasch gelöscht, weil der Lichtbogen selbst aus dem Verbundwerkstoff im Elektrodenabschnitt
18 Löschgase, insbesondere Wasserstoff, freisetzt, welche den Lichtbogen anblasen
und kühlen. Die Verschiebebewegung der Hülse 10 wird solange fortgesetzt, bis beide
Stifte 16' und 16"den Scheitelpunkt4cder Nocken 4' überschritten haben (Fig. 10).
Eine weitere Verschiebung der Hülse 10 ist nicht möglich, weil diese mit einer an
ihrem in der Zeichnung linken Ende ausgebildeten Buchse 30, welche die erste Elektrode
eng umschliesst, am Ende 17 des Ringes 4 anschlägt. Spätestens dann ist ein zwischen
Elektrode 1 und dem Vorkontakt 6a' gezogener Lichtbogen zum Erlöschen gezwungen, weil
die Elektrode 1 durch die Buchse 30 abgedeckt ist.
[0062] Die Schaltstege 5' und 5" tragen an ihrem der Elektrode 1 zugeordneten Ende jeweils
ein ungefähr Z-förmig abgewinkeltes Blech 31, welches ebenso breit ist wie die Schaltstege
selbst und den Bereich der Hülse 10 mit den Kontaktstücken 6a' und 6a" von dem Bereich
mitdengegenüberliegenden Kontaktstücken 6b' und 6b" abschotten, sodass eine durch
Lichtbogeneinwirkung möglicherweise entstehende Verrussung auf den Bereich der Hülse
10, in welchem die von der ersten Elektrode 1 abhebenden Kontaktstücke 6a' und 6a"
liegen, beschränkt bleibt.
[0063] Die auf die zweite Elektrode 2 einwirkenden Kontaktstücke 6b' und 6b" verlieren beim
Öffnen des Schalters ebenfalls den Kontakt zu ihrer zweiten Elektrode, weil diese
in ihrem hinteren Abschnitt 25 dünner ausgebildet ist als in ihrem vorderen Abschnitt,
der an den Isolator 3 angrenzt. Die Kontaktstücke 6b' und 6b'' werden in den Bereich
dieses Abschnittes 25 verschoben, sind aber daran gehindert, in diesem Bereich 25
Kontakt zu machen mit der Elektrode 2, da die Schaltstege 5' und 5" mit ihren Enden
5b'und 5b" auf einen Vorsprung 26 der Hülse 10 auftreffen. Dadurch, dass die Kontaktstücke
6b' und 6b" ebenfalls von ihrer Elektrode 2 getrennt werden, erhält man einen Schalter
mit verbesserter Spannungsfestigkeit; zur weiteren Erhöhung der Spannungsfestigkeit
ist die Elektrode 2 in ihrem dünneren Abschnitt 25 mit einer isolierenden Beschichtung
24 versehen.
[0064] Zum Schliessen des Schalters wird dessen Hulse 10 entgegen der Richtung des Pfeils
15 verschoben, wobei der am Schaltsteg 5' mit den Vorkontakten befestigte Stift 16'
zunächst gegen die Schrägfläche 4b des zugehörigen Nockens 4' lauft und den Ring 4'
mitnimmt, bis dieser an der Bundfläche 20 des Abschnittes 18 der ersten Elektrode
anschlägt und diesen Abschnitt 18 vollständig abgedeckt hat. Erst danach bewegt sich
der Scnaltstift 16' über den Scheitel 4c des Nokkens hinweg und an der Schrägfläche
4a abwärts. Da der am Schaltsteg 5' mit den Vorkontakten befestigte Stift 16' dem
Stift 16" am Schaltsteg 5" mit den Hauptkontakten vorauseilt, macht er als erster
Kontakt mit der Elektrode 1, nachdem zuvor die Kontaktstücke 6b' und 6b" wieder Kontakt
mit der zweiten Elektrode 2 gemacht hatten. Für die Vorkontakte 6a' wählt man zweckmässigerweise
Werkstoffe mit geringem Abbrand, wohingegen man für die Hauptkontakte Werkstoffe wählt,
welche für die Dauerstromführung besonders geeignet sind, geringen Übergangswiderstand
und geringe Erwärmung zeigen.
[0065] Das gezeichnete dritte Beispiel enthält zwei Schaltstege mit Vorkontakten und zwei
Schaltstege mit Hauptkontakten. Es ist ohne weiteres möglich, den Schalter dahingehend
abzuwandeln, dass es mehr Schaltstege mit Vorkontakten als mit Hauptkontakten enthält;
man erhält dann einen Schalter mit besonders gutem Einschaltvermögen. Wenn man umgekehrt
im Schalter mehr Schaltstege mit Hauptkontakten als mit Vorkontakten vorsieht, dann
erhält man einen Schalter mit weniger gutem Einschaltvermögen, aber verbesserter Eignung
zur Dauerstromführung.
[0066] Für die Vorkontakte besonders geeignet sind Werkstoffe wie z.B. Wolfram/Kupfer oder
Silber/ Kadmiumoxid. Für die Hauptkontakte eignet sich z.B. versilbertes Kupfer. Im
letzteren Fall ist eine recht preiswerte Ausbildung der Schaltstege möglich, wie es
in den Figuren 7 bis 10 gezeigt ist, wenn man für die Schaltstege 5" als Werkstoff
Kupfer oder eine hochkupferhaltige Legierung nimmt, und die Kontaktstücke 6a" und
6b" durch Prägen der Schaltstege 5" ausbildet und sie versilbert.
1. Elektrischer Schalter, insbesondere Lasttrenner in Niederspannungsschaltgeräten,
in welchem eine bewegliche Schaltbrücke (5, 6a, 6b) zur Verbindung zweier fest angeordneter
elektrischer Anschlussstücke (1, 2) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anschlussstücke durch zwei stabförmige Elektroden (1, 2) gebildet werden, welche einander
koaxial gegenüberliegen und durch einen dazwischen koaxial angeordneten Isolator (3)
miteinander verbunden sind.
dass die Schaltbrücke durch wenigstens einen elektrisch leitenden, axial verschieblichen
Schaltsteg (5) mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Kontaktstücken (6a, 6b)
gebildet ist, welche durch die Kraft von Federn (7, 8, 8') gegen die beiden Elektroden
(1, 2) gedrückt werden,
dass auf dem Isolator (3) unter dem Schaltsteg (5) ein elektrisch isolierender Nocken
(4) vorgesehen ist, welcher eine dem einen Ende (5a) des Schaltstegs (5) zugewandte
Schrägfläche (4a) aufweist,
und dass ein in Achsrichtung der Elektroden (1, 2) verschieblicher Schieber (10) vorgesehen
ist, welcher mit Mitnehmern (13, 14) auf die beiden Enden (5a, 5b) des Schaltstegs
(5) einwirkt und zwischen einer ersten Schaltstellung (Fig. 1 und 4), in welcher der
Schaltsteg (5) auf beiden Elektroden (1, 2) aufliegt, und einer zweiten Schaltstellung
(Fig. 2 und 6), in welcher das eine Kontaktstück (6a) des Schaltstegs (5) durch Aufschieben
des Schaltstegs (5) auf die Schrägfläche (4a) des Nockens (4) von der einen (nachfolgend
als «erste Elektrode» bezeichneten) Elektrode (1 ) abgehoben hat, hin- und her verschieblich
ist.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die andere (nachfolgend
als «zweite Elektrode» bezeichnete) Elektrode (2) in einem Abstand von dem zwischen
den beiden Elektroden (1, 2) eingefügten Isolator (3) einen elektrisch isolierenden
Oberflächenbereich (24) aufweist, auf welchem der Schaltsteg (5) mit seinem auf dieser
zweiten Elektrode (2) Kontakt machenden Schaltstück (6b) in der zweiten Schaltstellung
(Fig. 6) aufliegt,
und zwar ist der Abstand zwischen dem Isolator (3) und dem isolierenden Oberflächenbereich
(24) der zweiten Elektrode (2) so gross gewählt, dass der Schaltsteg (5) im Verlauf
der Verschiebebewegung des Schiebers (10) zum Öffnen des Schalters mit dem isolierenden
Oberflächenbereich (24) erst Kontakt macht, nachdem er von der ersten Elektrode (1
) abgehoben hat.
3. Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Elektrode
(1 ) abschnittsweise aus unterschiedlichen, elektrisch leitfähigen Werkstoffen besteht
oder mit ihnen beschichtet ist, und zwar in einem ersten, an den Isolator (3) angrenzenden
Abschnitt (18) aus einem Werkstoff, welcher sich unter der Einwirkung eines elektrischen
Schaltlichtbogens günstig verhält, und in einem an den ersten Abschnitt (18) angrenzenden
zweiten Abschnitt (23), welchem der Schaltsteg (5) in der ersten Schaltstellung (Fig.
4) aufliegt, aus einem Werkstoff, welcher sich beim Einschalten und bei Dauerstrombelastung
günstig verhält, insbesondere Sicherheit gegen Verschweissen bietet.
4. Schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff für den zweiten
Abschnitt (23) der ersten Elektrode (1 ) Silber-Graphit (Ag/C), Silber-Kadmiumoxid
(Ag/Cd0), Silber-Zinnoxid (Ag/Sn02), Silber-Zinnoxid-Indiumoxid (Ag/Sn02/1n203) oder Silber-Zinnoxid-Wolframoxid (Ag/Sn02/W03) ist.
5. Schalter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff in
dem ersten Abschnitt (18) der ersten Elektrode (1) Kupfer-Wolfram (Cu/W), Silber-Wolfram
(Ag/W), Silber-Wolframkarbid (Ag/WC) oder Silber-Nickel (Ag/Ni) ist.
6. Schalter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff in
dem ersten Abschnitt (18) der ersten Elektrode (1) ein Verbundwerkstoff ist, welcher
neben einem Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit auch eine oder mehrere Substanzen
enthält, welche unter Lichtbogeneinwirkung die Lichtbogenlöschung begünstigende Gase
freisetzen.
7. Schalter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge
des Verschiebeweges des Schiebers (10), die Länge des ersten, an den Isolator (3)
angrenzenden Abschnitts (18) der ersten Elektrode (1 ) sowie die Länge (L) des den
Nocken (4) überspannenden Abschnitts des Schaltstegs (5) derart aufeinander abgestimmt
sind, dass das zum Abheben von der ersten Elektrode (1 ) bestimmte, am einen Ende
(5a) des Schaltstegs (5) befestigte Kontaktstück (6a), in der ersten Schaltstellung
(Fig. 4; Schalter «Ein») auf dem zweiten Abschnitt (23) der ersten Elektrode (1 )
aufliegt, in der zweiten Schaltstellung (Fig. 6; Schalter «Aus») von der ersten Elektrode
(1 ) abgehoben hat, und in einer Zwischenstellung (Fig. 5) auf dem ersten Abschnitt
(18) der ersten Elektrode (1) aufliegt.
8. Schalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (4) auf dem Isolator
(3) zwischen zwei festen Anschlägen (19, 20) axial verschieblich angeordnet ist.
9. Schalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (4) in der Schaltstellung
«Ein» (Fig. 4) den ersten Abschnitt (18) der ersten Elektrode (1 ) abdeckt.
10. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) Führungsteile (11, 12) besitzt, zwischen denen der lose eingelegte Schaltsteg
(5) beidseits geführt und parallel zur Längsrichtung der Elektroden (1, 2) orientiert
ist.
11. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) 'an den Elektroden (1, 2) angebracht und durch diese geführt ist.
12. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) als Schaltkammer, insbesondere als Löschkammer, ausgebildet ist.
13. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) die Elektroden (1, 2) umschliesst.
14. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) wenigstens teilweise aus einem Material besteht, welches unter Lichtbogeneinwirkung
Löschgase abgibt.
15. Schalter nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der
als Kammer ausgebildete Schieber (10) wenigstens in jenem Bereich, in welchem das
abhebende Kontaktstück (6a) des Schaltstegs (5) liegt, perforiert ist.
16. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Schieber (10) an jenem Ende, welches dem abhebenden Kontaktstück (6a) des Schaltstegs
(5) benachbart ist, einen oder mehrere Schlitze zum Einführen von einem oder mehreren
Löschblechen in axialer Richtung in den Zwischenraum zwischen der ersten Elektrode
(1 ) und dem von ihr abgehobenen Kontaktstück (6a) des Schaltstegs (5) aufweist.
17. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Nokken (4) eine zweite Schrägfläche (4b) aufweist, welche dem anderen Ende (5b) des
Schaltstegs (5) zugewandt ist und zusammen mit der ersten Schrägfläche (4a) ein im
Längsschnitt satteldachförmiges Gebilde bildet, und auf welcher der Schaltsteg (5)
in seiner zweiten (offenen) Schaltstellung (Fig. 2 und 6) mit einem Vorsprung (16)
aufliegt.
18. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er
mehrere achsparallel nebeneinander angeordnete Schaltstege (5) enthält, welche durch
ein- und -denselben Schieber (10) verschoben werden.
19. Schalter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstege (5) kranzartig
um die Elektroden (1,2) herum angeordnet sind.
20. Schalter nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (10) eine
die Elektroden (1, 2) konzentrisch umgebende, die Schaltstege (5) umfassende Hülse
ist.
21. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Feder, welche das beim Öffnen des Schaltelements abhebende Kontaktstück (6a) des jeweiligen
Schaltstegs (5) gegen die erste Elektrode (1) drückt, eine parallel zur Längsachse
dieser Elektrode (1) verlaufende Blattfeder ist, welche mit ihrem einen Ende unverschieblich
an dieser Elektrode (1 ) festgelegt ist.
22. Schalter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Blattfeder an ihrem
anderen Ende, welches das jeweilige Schaltelement (5) gegen die erste Elektrode (1)
drückt, derart abgebogen ist, dass dieses andere Ende schräg von der Oberfläche dieser
Elektrode (1 ) fortweist.
23. Schalter nach einem der Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der
Nocken (4) den Isolator (3) ringförmig umgibt.
24. Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jener
Mitnehmer (13) des Schiebers (10), welcher auf das abhebende Ende (5a) des Schaltstegs
(5) einwirkt, in der zweiten (offenen) Schaltstellung (Fig. 2 und 6) am Nocken (4)
anschlägt.
25. Schalter nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
Elektroden (1, 2) in axial verlaufende, gegeneinander isolierte Segmente unterteilt
sind, auf welche gesonderte Schaltstege einwirken.
26. Schalter nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass unter dem Kranz aus Schaltstegen
(5) ein ferromagnetischer Ring und diesem gegenüberliegend über jedem Schaltsteg (5)
ein im Querschnitt U-förmiges, ferromagnetisches Teil angeordnet ist, dessen beide
Schenkel beidseits des jeweiligen Schaltstegs (5) liegend gegen den Ring gerichtet
sind.
27. Schalter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstege (5), die
Mitnehmer (13. 14) am Schieber (10) und der Nokken (4) in Gestalt und Anordnung derart
aufeinander abgestimmt sind, dass die Schaltstege (5) beim Verschieben des Schiebers
(10) wenigstens teilweise nacheinander abheben bzw. schliessen.
1. Commutateur électrique essentiellement sectionneur à coupure en charge dans l'appareillage
industriel basse tension dans lequel est prévu un pont mobile (5, 6a, 6b) servant
à relier deux pièces de jonction (1, 2) électriques à montage fixe, caractérisé en
ce que les pièces de jonction consistent en deux électrodes en forme de baguette (1,
2) se trouvant coaxialement l'une en face de l'autre et reliées par un isolateur (3)
disposé coaxialement entre les deux,
que le pont est formé par au moins une barrette conductrice (5) déplaçable axialement
avec deux pièces de contact (6a, 6b) disposées à une certaine distance l'une de l'autre
et appuyées contre les deux électrodes (1, 2) par la force des ressorts (7, 8, 8'),
que sur l'isolateur (3) sous la barrette (5) est prévue une came (4) isolant électriquement
munie à une de ses extrémités (5a) d'une surface oblique (4a) dirigée vers la barrette
(5),
et qu'un curseur (10) déplaçable en direction axiale des électrodes (1, 2) est prévu
qui, avec des doigts d'entraînement (13, 14), agit sur les deux extrémités (5a, 5b)
de la barrette (5) et peut être déplacé en va-et-vient entre une première position
de commutation (fig. 1 et 4) dans laquelle la barrette (5) repose sur les deux électrodes
(1, 2) et une deuxième position de commutation (fig. 2 et 6) dans laquelle l'une des
pièces de contact (6a) de la barrette (5) est décollée de l'une des électrodes (1
) (ci-après désignée par «première électrode») par le glissement de la barrette (5)
sur la surface oblique (4a) de la came (4).
2. Commutateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'autre électrode (2)
(ci-après désignée par «deuxième électrode») est munie à une certaine distance de
l'isolateur (3) disposé entre les deux électrodes (1, 2) d'une zone de surface à isolation
électrique (24) sur laquelle repose la barrette (5) avec sa pièce de commutation (6b)
faisant contact sur cette deuxième électrode (2) dans la deuxième position de commutation
(fig. 6),
la distance entre l'isolateur (3) et la zone de surface isolante (24) de la deuxième
électrode (2) étant choisie d'une dimension telle que la barrette (5) ne réalise,
pendant le mouvement de déplacement du curseur (10) pour l'ouverture du commutateur
avec la zone de surface isolante (24), le contact qu'une fois décollée de la première
électrode (1 ).
3. Commutateur selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première électrode
(1 ) consiste en secteurs de différents matériaux conducteurs ou en est recouverte,
dont un premier secteur (18)adjacent à l'isolateur (3) est en un matériau avec un
bon comportement par rapport à l'action d'un arc de déclenchement et un deuxième secteur
(23) adjacent au premier (18) sur lequel repose la barrette (5) dans la première position
de commutation (fig. 4) est un matériau ayant un bon comportement à la mise en circuit
et à l'intensité de courant permanent, il offre surtout une grande sécurité au soudage.
4. Commutateur selon la revendication 3, caractérisé en ce que le matériau pour le
deuxième secteur (23) de la première électrode (1 ) est de l'argent-graphite (Ag/C),
de l'argent-oxyde de cadmium (Ag/CdO), de l'argent-oxyde d'étain (Ag/Sn02), de l'argent-oxyde d'étain-oxyde d'indium (Ag/Sn02/ln203) ou de l'argent-oxyde d'étain-oxyde de tungstène (Ag/Sn02/W03).
5. Commutateur selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le matériau dans
le premier secteur (18) de la première électrode (1 ) est du cuivre-tungstène (Cu/W),
da l'argent-carbure de tungstène (Ag/WC) ou de l'argent-nickel (Ag/Ni).
6. Commutateur selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le matériau dans
le premier secteur (18) de la première électrode (1 ) est un matériau composite comprenant,
outre un métal de bonne conductibilité électrique, également une ou plusieurs substances
libérant des gaz favorisant l'extinction d'arc sous l'action d'arc électrique.
7. Commutateur selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que la longueur
du trajet de déplacement du curseur (10), la longueur du premier secteur (18), adjacent
à l'isolateur (3), de l'électrode (1), ainsi que la longueur (L) du secteur de la
barrette (5) passant sur la came (4), sont adaptées les unes aux autres de manière
que la pièce de contact (6a) destinée au décollage de la première électrode (1 ) et
fixée sur une extrémité (5a) de la barrette (5), repose, dans la première position
de commutation (fig. 4; commutateur «En»), sur le deuxième secteur (23) de la première
électrode (1 ), est décollée de la première électrode (1) dans la deuxième position
de commutation (fig. 6; commutateur «Hors») et repose sur le premier secteur (18)
de la première électrode (1 ) dans une position intermédiaire (fig. 5).
8. Commutateur selon la revendication 7, caractérisé en ce que la came (4) est disposée
sur l'isolateur (3) entre deux butées (19, 20), déplaçables axialement.
9. Commutateur selon la revendication 8, caractérisé en ce que la came (4) recouvre,
en position de commutation «En» (fig. 4), le premier secteur (18) de la première électrode
(1 ).
10. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) comprend des pièces de guidage (11, 12), entre lesquelles la barrette
(5), disposée de façon amovible, est guidée et orientée en parallèle à la direction
longitudinale des électrodes (1, 2).
11. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) est fixé sur les électrodes (1, 2) et est guidé par ces dernières.
12. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) est développé comme chambre de commutation, essentiellement comme
chambre d'extinction.
13. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) entoure les électrodes (1, 2).
14. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) est au moins partiellement en un matériau dégageant des gaz de coupage
sous l'effet d'arcs électriques.
15. Commutateur selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que le curseur
(10), construit en forme de chambre, est perforé au moins dans le secteur dans lequel
se trouve la pièce de contact (6a) décollant de la barrette (5).
16. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le curseur (10) est muni, sur l'extrémité ajdacente à la pièce de contact (6a) décollante
de la barrette (5), d'une ou de plusieurs fentes pour l'introduction d'une ou de plusieurs
tôles d'extinction en direction axiale dans l'espace entre la première électrode (1
) et la pièce de contact (6a) de la barrette (5) qu'elle décolle.
17. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la came (4) est munie d'une deuxième surface oblique (4b) dirigée vers l'autre extrémité
(5b) de la barrette (5) et formant avec la première surface oblique (4a) une structure
en forme de selle en section longitudinale, et sur laquelle repose la barrette (5)
dans sa deuxième position de commutation (ouverte) (fig. 2 et 6) avec une saillie
(16).
18. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il
est équipé de plusieurs barrettes (5) disposées en parallèle et pouvant être déplacées
par le même curseur (10).
19. Commutateur selon la revendication 18, caractérisé en ce que les barrettes (5)
sont disposées en forme de couronne autour des électrodes (1,2).
20. Commutateur selon la revendication 19, caractérisé en ce que le curseur (10) est
une douille entourant de façon concentrique les électrodes (1,2) et comprenant les
barrettes (5).
21. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le ressort appuyant, à l'ouverture de l'élément de commutation, la pièce de contact
(6a) de la barrette correspondante (5) contre la première électrode (1 ), il est un
ressort à lames parallèle à l'axe longitudinal de cette électrode (1 ), et étant fixé
à demeure sur l'une des extrémités de cette électrode (1 ).
22. Commutateur selon la revendication 21, caractérisé en ce que le ressort à lames
est à son autre extrémité, qui appuie l'élément de commutation (5) contre la première
électrode (1), recourbé de manière que cette extrémité est éloignée obliquement de
la surface de cette électrode (1 ).
23. Commutateur selon l'une des revendications 19 à 22, caractérisé en ce que la came
(4) entoure en forme d'anneau d'isolateur (3).
24. Commutateur selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
le doigt d'entraînement (13) du curseur (10) agissant sur l'extrémité décollante (5a)
de la barrette (5), bute sur la came (4) dans la deuxième position (ouverte) (fig.
2 et 6).
25. Commutateur selon l'une des revendications 18 à 24, caractérisé en ce que les
électrodes (1, 2) sont subdivisées en segments d'allure axiale, isolés l'un par rapport
à l'autre, sur lesquels agissent des barrettes séparées.
26. Commutateur selon la revendication 19, ca- racterisé en ce que sous la couronne
de barrettes . (5) est disposé un anneau ferromagnétique et en face de ce dernier
et sur chaque barrette (5) une partie ferromagnétique de section en forme de U, les
branches de laquelle sont dirigées des deux côtés de la baguette respective (5) vers
l'anneau.
27. Commutateur selon la revendication 18, caractérisé en ce que les barrettes (5),
les doigts d'entraînement (13, 14) sur le curseur (10) et la came (4) sont accordés
les uns sur les autres en forme et en disposition de manière que les barrettes (5)
décollent ou ferment successivement, au moins partiellement, pendant le déplacement
du curseur (10).
1. An electric switch, particularly load-isolating switch in low-voltage switchgear,
which switch comprises a movable contact bridge (5, 6a, 6b) for connecting two stationary
electrical terminals (1, 2) characterized in that
the terminals consist of two rod-shaped electrodes (1, 2) which are coaxial to each
other and are interconnected by an insulator (3), which is coaxial to and disposed
between said electrodes,
the contact bridge comprises at least one axially displaceable contact carrier (5),
which carries two axially spaced apart contacts (6a, 6b), which are engageable with
the two electrodes (1, 2) under the force of springs (7,8,8'),
an electrically insulating cam (4) is provided on the insulator (3) under the contact
carrier (5) and has an inclined surface (4a) facing one end (5a) of the contact carrier
(5),
a slider (10) is provided, which is axially displaceable along the axis of the electrodes
(1, 2) and comprises coupling elements (13, 14) for acting on the two ends (5a, 5b)
of the contact carrier (5), said slider being reciprocable between a first position
(Figures 1 and 4), in which the contact carrier (5) lies on both electrodes (1, 2),
and a second position (Figures 2 and 6), in which the contact carrier (5) is in sliding
contact with the inclined surface (4a) of the cam (4) so that the one contact (6a)
of the contact carrier (5) is spaced from one of the electrodes (1 ), hereinafter
described as the «first electrode».
2. A switch according to claim 1, characterized in that the other electrode (2) (hereinafter
described as the «second electrode») has an electrically insulating surface portion
(24) spaced form the insulator (3) disposed between the two electrodes (1, 2), that
contact (6b) of the contact carrier (5) which makes contact with that second electrode
(2) bears on that insulating surface portion (24) in the second position of the slider
(Figures 6)
and the distance between the insulator (3) and the insulating surface portion (24)
of the second electrode (2) is so large that during the movement of the slider (10)
in the sense to open the switch the contact carrier (5) will not contact the insulating
surface portion (24) until the contact carrier (5) has been lifted from the first
electrode (1).
3. A switch according to claim 1 or 2, characterized in that the first electrode (1)
comprises length sections consiting of or coated with different electrically conducting
materials, a first length section (18) adjoining the insulator (3) consists of a material
which exhibits a favourable behavior under the action of an electric arc, and a second
length section (23) which adjoins the first length section (18) and is contacted by
the contact carrier (5) in its first position (Figure 4) consisting of a material
which exhibits a desirable behavior upon circuit closing and when flown through by
a continuous current and particularly will not be weldable under such conditions.
4. A switch according to claim 3, characterized in that the material for the second
length section (23) of the first electrode (1) consists of silver- graphite (Ag/C),
silver-cadmium oxide (Ag/ Cd0), silver-tin oxide (Ag/Sn02), silver-tin oxide-indium oxide (Ag/SnOz/lnz03) or silver-tin oxide-tungsten oxide (Ag/SnOz/W03).
5. A switch element according to claim 3 or 4, characterized in that the material
in the first length section (18) of the first electrode (1) consists of copper-tungsten
(Cu/W), silver-tungsten (Ag/W), silver-tungsten carbide (Ag/WC) or silver-nickel (Ag/Ni).
6. A switch according to claim 3 or 4, characterized in that the material in the first
length section (18) of the first electrode (1) consists of a composite material which
comprises a metal having a high electrical conductivity and one or more substances
which under the action of an electric arc release gases which promote the quenching
of the electric arc.
7. A switch according to claim 3, characterized in that the displacement of the slider
(10), the length of the first length section (18) of the first electrode (1), which
first length section (18) adjoins the insulator (3), and the length (L) of that portion
of the contact carrier (5) which spans the cam (4), are so selected in consideration
of each other that the contact (6a) which is secured to one end (5a) of the contact
carrier (5) and is to be lifted from the first electrode (1) will be in contact with
the second length section (23) of the first electrode (1) in the first position of
the switch (Figure 4; switch «on») and will have been lifted from the first electrode
(1) in the second position of the switch (Figure 6; switch «off») and will contact
the first section (18) of the first electrode (1) in an intermediate position (Figure
5).
8. A switch element according to claim 7, characterized in that the cam (4) mounted
on the insulator (3) is axially slidable relative to the latter between two stationary
stops (19, 20).
9. A switch according to claim 8, characterized in that the first length section (18)
of the first electrode (1) is covered by the cam (4) in the closed position (Figure
4) of the switch.
10. A switch element according to any of the preceding claims, characterized in that
the slider (10) comprises guiding portions (11, 12) and the contact carrier (5) is
loosely inserted and between said guiding portions and is guided by them on opposite
sides and is oriented to extend in parallel to the longitudinal direction of the electrodes
(1, 2).
11. A switch according to any of the preceding claims, characterized in that the slider
(10) is slidably mounted on and guided by the electrodes (1, 2).
12. A switch according to any of the preceding claims, characterized in that the slider
(10) defines switching chamber, particularly an arc-quenching chamber.
13. A switch according to any of the preceding claims, characterized in that the slider
(10) surrounds the electrodes (1,2).
14. A switch according to any of the preceding claims, characterized in that the slider
(10) comprises a material which releases arc-quenching gases under the action of an
electric arc.
15. A switch according to any of claims 12 to 14, characterized in that the slider
(10) which defines a chamber is perforated at least in that portion which contains
the liftable contact (6a) of the contact carrier (5).
16. A switching element according to any of the preceding claims, characterized in
that that end of the slider (10) which is disposed adjacent to the liftable contact
(6a) of the contact carrier (5) is formed with one or more slots, which are adapted
to receive one or more arc-quenching sheet metal elements extending axially into the
gap between the first electrode (1) and that contact (6a) of the contact carrier bridge
(5) which is disengaged from the first electrode.
17. A switch according to any of the preceding claims, characterized in that the cam
(4) has a second inclined surface (4b), which faces the other end (5b) of the contact
carrier (5) and together with the first inclined surface (4a) has the configuration
of a gable roof in longitudinal section, and the contact carrier (5) has a projection
(16) bearing on the second inclined surface (4b) in the second (open) position (Figures
2 and 6).
18. A switching element according to any of the preceding claims, characterized in
that a plurality of juxtaposed contact carriers (5) are provided, which are axially
parallel and are displaceable by one and the same slider (10).
19. A switch according to claim 18, characterized in that the contact carriers (5)
consitute an annular series around the electrodes (1,2).
20. A switch according to claim 19, characterized in that the slider (10) consists
of a sleeve, which surrounds the contact carriers (5) and concentrically surrounds
the electrodes (1,2).
21. A switch according to claim 1, characterized in that the spring by which the contact
(6a) of the or each contact bridge (5) is urged against the first electrode (1) is
a leaf spring, which extends parallel to the longitudinal axis of said electrode (1),
and one end of said spring is immovably secured to said electrode (1).
22. A switch according to claim 21, characterized in that the other end of the leaf
spring urges the associated contact bridge (5) towards the first electrode (1) and
has been bent to extend away from the surface of said electrode (1) at an oblique
angle to said surface.
23. A switch according to any of claims 19 to 22, characterized in that the cam (4)
consists of a ring which surrounds the insulator (3).
24. A switching element according to claim 1, characterized in that that coupling
element (13) with which the slider (10) acts on the liftable end (5a) of the contact
carrier (5) engages the cam (4) when the switch is in its second (open) position (Figures
2 and 6).
25. A switching element according to any of claims 18 to 24, characterized in that
the electrodes (1, 2) are divided into axially extending segments, which are insulated
from each other and are acted upon by separate contact carriers.
26. A switch according to claim 19, characterized in that a ferromagnetic ring extends
below the annular series of contact carriers (5) and a ferromagnetic part which is
U-shaped in cross-section disposed over each contact carrier (5) and has two legs
which extend on opposite sides of the contact carrier towards the ring.
27. A switching element according to claim 18, characterized in that the contact carriers
(5) in consideration of the coupling elements (13, 14) of the slider (10) and the
cam (4) are so designed and arranged relative to each other that a movement of the
slider (10) will cause at least part of said contact carriers (5) to be lifted and
closed in succession.