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(11) |
EP 0 150 809 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.1989 Patentblatt 1989/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.01.1985 |
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Einrichtung zum Wegführen und Stapeln von hinter der Schneidstelle einer Blechschere
anfallenden Blechabschnitten
Apparatus for removing and stacking cuttings of sheet metal falling behind the cutting
line of a plate-shearing machine
Dispositif pour évacuer et empiler des pièces de tôle tombant derrière la ligne de
coupe d'une cisaille guillotine
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
30.01.1984 AT 295/84
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.08.1985 Patentblatt 1985/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Hämmerle AG |
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CH-4800 Zofingen (CH) |
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Erfinder: |
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- Hänni, Eduard
CH-4800 Zofingen (CH)
- Wälchli, Urs
CH-5036 Oberentfelden (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rottmann, Richard, Dipl.-Ing. |
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Rottmann Patentanwälte AG
Glattalstrasse 37
Postfach A-165 8052 Zürich 8052 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 009 462 DE-A- 1 652 759
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EP-A- 0 017 029 DE-A- 2 551 497
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Blechabschnitt-Wegführ- und Stapeleinrichtung
zum Wegführen und Stapeln von hinter der Schneidstelle einer Blechschere anfallenden
Blechabschnitten. Die Wegführ- und Stapeleinrichtung weist eine in der Horizontalen
bewegbare, rechenförmige Blechstütze auf, mit welcher ein synchron bewegbarer Abstreifer
zusammenwirkt.
[0002] Es sind bereits solche Einrichtungen bekannt, mit welchen verschiedene, z. B. nach
der Blechstreifengrösse geordnete Stapel unmittelbar nacheinander bedient werden können.
Bei der aus der DE-A 28 40 668 bekannt gewordenen Einrichtung ist die Stützeinrichtung
über die Stapelstellen hinweg in eine Freigabestellung verschiebbar, wobei der Anschlag
synchron mit der Bewegung der Stützeinrichtung verschoben wird. Eine weitere Entwicklung
dieser Einrichtung sieht am Stützrechen einen Mitnehmerbügel vor, welcher zuerst unter
Einfluss einer Betätigungskurve steht. Der zugeschnittene Blechstreifen wird vom Stützrechen
aufgenommen und bei der anschliessenden Horizontalbewegung zusammen mit dem Blechstreifen
und Anschlag beschleunigt. Der Blechstreifen gleitet dabei auf dem Stützrechen bis
die rückseitige Blechkante am Mitnehmerbügel ansteht. Der Mitnehmerbügel der sich
mittlerweile aus dem Wirkungsbereich der Betätigungskurve entfernt hat, fällt durch
sein Eigengewicht nach unten, bleibt aber mit dem oberen abgebogenen Hakenende an
der Kante des unterfahrenen Blechstreifens hängen und nimmt den Blechstreifen mit.
Kurz bevor der Anschlag die für den Blechstreifen gewünschte Stapelstelle erreicht
hat, tritt eine Verzögerung ein, bei welcher der Stützrechen und der Anschlag derart
verzögert werden, dass der Blechstreifen auf dem Stützrechen eine Relativbewegung
gegen den Anschlag ausführt. Dabei sollte die rückseitige Kante des Blechstreifens
das obere abgebogene Hakenende des Mitnehmerbügels verlassen. Der Mitnehmerbügel fällt
durch sein Eigengewicht nach unten auf den Anschlag im Stützrechen und wird die Ruhestellung
einnehmen. Der Anschlag bleibt an der vorbestimmten Stelle stehen, während der Stützrechen
seine Rückwärtsbewegung wieder beschleunigt fortsetzt bis zum vollständigen Rückzug
desselben aus dem Bereich der Stapelstelle. Der durch den stillstehenden Anschlag
zurückgehaltene Blechstreifen fällt auf die vorgesehene Stapelstelle.
[0003] Ein Nachteil dieser Ausführung besteht aber darin, dass der Stützrechen zuerst beschleunigt,
im Bereiche der Stapelstelle verzögert und anschliessend wieder beschleunigt werden
muss. Es ist meistens notwendig, dass an der Stapelstelle ein Zwischenhalt eingeschaltet
wird. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass das Abklappen des hakenförmigen Bügelendes
nicht einwandfrei gesichert werden kann, so dass oft der Blechstreifen durch den Bügel
nicht freigegeben wird und bei der Weiterbewegung des Stützrechens der zwischen dem
Anschlag und dem Bügel eingeklemmte Blechabschnitt zusammengestaucht wird. Schliesslich
kann keine einwandfreie Zentrierung des Blechstapels erreicht werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung vorzuschlagen, bei welcher die rechenförmige
Blechstütze mit konstanter Geschwindigkeit zurückgezogen werden kann, so dass eine
Geschwindigkeitsverzögerung und nachfolgende Beschleunigung im Bereiche der Stapelstelle
nicht mehr als notwendig erscheint. Femer sollte verhindert werden, dass der Blechabschnitt
beim Transport an die Stapelstelle zusammengestaucht oder sonst beschädigt wird. Schliesslich
sollte eine einwandfreie Zentrierung der Blechabschnitte erfolgen.
[0005] Diese Aufgabe wird mit Hilfe einer Blechabschnitt-Wegführ- und Stapeleinrichtung
gelöst, welche die im Anspruch 1 aufgeführten Merkmale aufweist. Vorteilhafte Ausbildungen
der Einrichtung beinhalten die abhängigen Ansprüche.
[0006] Weitere vorteilhafte Merkmale der Einrichtung ergeben sich aus der Beschreibung und
aus den Zeichnungen, in welchen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt
ist. Es zeigen :
Fig. 1 bis 6 die verschiedenen Arbeitsphasen einer Einrichtung in rein schematischer
Darstellung,
Fig. 7 eine bevorzugte Ausführung der Einrichtung in Seitenansicht,
Fig. 8 und 9 ein Klemmorgan bzw. einen Abstreifer einer Einrichtung in schaubildlicher
Darstellung, und
Fig. 10 einen Finger als Einzelheit.
[0007] Die Ausbildung einer Blechabschnitt-Wegführ-und Stapeleinrichtung zum Wegführen und
Stapeln von hinter der Schneidstelle einer Blechschere anfallenden Blechabschnitten
ist zunächst rein schematisch in der Fig. 1 dargestellt. In dieser Figur ist mit 1
ein Förderband bezeichnet, welches nur teilweise gezeichnet ist und zum Wegführen
von Blechabschnitten dient, die hinter einer Blechschere anfallen. Die Blechschere
ist nicht dargestellt und ist konventionell ausgebildet. Das Förderband 1 fördert
die Blechabschnitte 2 zu einer Stapelstelle mit Blechstapel 13. An der Stapelstelle
ist dem Förderband 1 anschliessend eine rechenförmige Blechstütze 3 vorgesehen, welche
eine gegenüber dem Horizontalen ansteigende Oberfläche 3a zur Aufnahme des gerade
geförderten Blechabschnitts aufweist. Am Ende des Förderbandes 1, im Bereiche des
zugekehrten Endes der rechenförmigen Blechstütze 3 ist eine angetriebene, vertikal
verstellbare Rolle 4 angeordnet, welche sich quer über dem Förderband 1 erstreckt
und die am Förderband eintreffenden Blechabschnitte 2 vom Förderband weg auf die rechenförmige
Blechstütze 3 fördert. Auf beiden Seiten der rechenförmigen Blechstütze 3 befindet
sich je ein Seitenanschlag 5, welche sowohl in der Querrichtung gegeneinander beweglich
als auch heb- und senkbar sind, wobei zum Antrieb der Seitenanschläge z. B. ein Ölmotor
5a vorhanden ist, mittels welchem der Abstand zwischen den beiden Anschlägen 5 verkleinert
oder vergrössert werden kann. Diese Anschläge 5 dienen zum genauen Zentrieren der
Blechabschnitte 2 an der rechenförmigen Blechstütze 3. In dieser Weise wird erreicht,
dass jeder der nacheinander geförderten Blechabschnitte 2 immer die gleiche Position
an der Blechstütze 3 einnimmt.
[0008] Oberhalb der Blechstütze 3 ist ein Klemmorgan 6 angeordnet, welches in der Förderrichtung
der Blechabschnitte 2 auf nicht näher dargestellten seitlichen Schienen horizontal
beweglich ist und mit einer Mitnehmerstange 7 in Verbindung steht, welche sich parallel
zur rechenförmigen Blechstütze 3 erstreckt und zusammen mit dem Klemmorgan 6 in geeigneten
Führungen (nicht gezeichnet) horizontal beweglich ist.
[0009] Das Klemmorgan 6 ist mit sich vertikal nach unten erstreckenden Fingern 8 versehen,
welche in einem Gestell 9 des Klemmorgans vertikal verstellbar angeordnet sind. Die
Anordnung ist dabei so getroffen, dass die Finger 8 durch hydraulische oder pneumatische
Mittel aus der in der Fig. 1 gezeigten Lage abgesenkt werden können, wobei die Finger
8 unter dem Eigengewicht nach unten hängen und in einer Führung etwas nach oben frei
bewegt werden können.
[0010] In einem gewissen Abstand vom Klemmorgan 6 ist . in der Fördereinrichtung ein Abstreifer
10 entlang der Mitnehmerstange 7 horizontal bewegbar angeordnet. Dieser Abstreifer
10 ist ebenfalls mit vertikal nach unten gerichteten Fingern 11 versehen, welche in
einem vertikal heb- und senkbaren Gestell 12 in vertikaler Richtung in gewissen Grenzen
frei beweglich angeordnet sind. Die nähere Beschreibung des Abstreifers 10 und des
Klemmorganes 6 erfolgt später anhand der Fig. 7 bis 9.
[0011] Aus der in der Fig. 1 gezeigten Ausgangslage ist ersichtlich, dass ein Blechabschnitt
2 sich noch am Ende des Förderbandes 1 befindet und das Klemmorgan 6 sowie der Abstreifer
10 in der Wartestellung positioniert sind. In dieser Stellung befinden sich die Finger
8 in der hochgezogenen Lage in einem Abstand über der rechenförmigen Blechstütze 3,
so dass der Blechabschnitt 2 in horizontaler Richtung unterhalb der Finger 8 gefördert
werden kann. Die Finger 11 des Abstreifers 10 dagegen greifen zwischen die Zinken
der Rechen der Blechstütze 3 ein. Vorgesehen ist, den Blechabschnitt 2 auf den Blechstapel
13 zu bringen. Die in der Förderrichtung vordere Kante des Blechabschnitts 2 befindet
sich unterhalb der angetriebenen Rolle 4, welche nach unten gesenkt wird und durch
ihre Drehung den Blechabschnitt 2 auf die Blechstütze 3 fördert. Diese nimmt die aus
der Fig. 2 ersichtliche Lage ein. Jetzt werden die querbeweglichen Seitenanschläge
5 zusammengefahren, so dass der Blechabschnitt 2 auf der rechenförmi
gen Blechstütze 3 genau zentriert wird. Anschliessend werden die Finger 8 des Klemmorganes
6 gesenkt, indem das Gestell 9 herabgelassen wird. Der Abstreifer 10 wird in der der
Förderrichtung entgegengesetzen Richtung, d. h. in der Fig. 2 von rechts nach links
bewegt. In dieser Weise wird der Blechabschnitt 2 zwischen den Fingern 8 des Abstreifers
10 und den Fingern 11 des Klemmorganes 6 eingeklemmt, wie dies aus der Fig. 3 ersichtlich
ist. Gleichzeitig erfolgt eine weitere Zentrierung durch die. Seitenanschläge 5, so
dass der Blechabschnitt seine endgültige genau zentrierte Lage auf der rechenförmigen
Blechstütze 3 einnimmt. Anschliessend werden die Seitenanschläge 5 seitlich weggefahren.
Um die eingeklemmte Stellung des Blechabschnittes zwischen den Fingern 8 des Klemmorganes
6 und den Fingern 11 des Abstreifers 10 zu sichern, wird letzterer bezüglich der Mitnehmerstange
7 festgehalten. Zu diesem Zwecke ist der Abstreifer mit einer Festhalteeinrichtung
33 versehen, bei deren Betätigung zwischen dem Klemmorgan 6 und dem Abstreifer 10
eine feste Verbindung gebildet wird. Diese Stellung ist aus der Figur 4 ersichtlich.
Die Figur zeigt, dass der Abstreifer 10 an der Mitnehmerstange 7 festgeklemmt ist,
so dass der Abstand zwischen dem Abstreifer 10 und Klemmorgan 6 nicht verändert werden
kann.
[0012] Nun wird die. ganze Einrichtung, d.h. die rechenförmige Blechstütze 3, das Klemmorgan
6 und der Abstreifer 10 zusammen mit dem eingeklemmten Blechabschnitt 2 in die gewünschte
Stapelposition in der Fig. 5 nach rechts bewegt. Beim Erreichen dieser Position oberhalb
des Blechstapels 13 wird das Klemmorgan 6 und der mit ihm verbundene Abstreifer 10
zusammen mit dem zwischen diesen eingeklemmten Blechabschnitt 2 festgehalten, während
die rechenförmige Blechstütze 3 mit unverminderter Geschwindigkeit weiter in die Endstellung
bewegt wird. Nachdem sich die rechenförmige Blechstütze 3 aus der in der Fig. 5 ersichtlichen
Stellung in die aus der Fig. 6 dargestellte Lage entfernt hat, fällt der auf der Blechstütze
3 liegende Blechabschnitt 2 im freien Fall auf den darunter befindlichen Stapel 13,
wie dies aus der Fig. 6 ersichtlich ist. Der Blechabschnitt 2 wird beim freien Fall
von den Fingern 8 des Klemmorganes 6 und von den Fingern 11 des Abstreifers 10 begleitet,
welche wie erwähnt in reibungsarmen Führungen der zugehörigen Gestelle 9 und 12 in
bestimmten Grenzen frei beweglich gehalten sind. Die Finger 8 und 11 befinden sich
zunächst in ihrer oberen Position und fallen nach der Entfernung der Blechstütze 3
in ihre untere Stellung. Voraussetzung war, dass die horizontale Bahn der Blechstütze
3 in solcher Entfernung unterhalb des Klemmorganes und des Abstreifers liegt, dass
die Finger 8 und 11 ihre obere Endstellung einnehmen. Dadurch wird erreicht, dass
der Blechabschnitt seine durch das Klemmorgan 6 und Abstreifer 10 in der Längsrichtung
und durch die Seitenanschläge 5 in der Querrichtung bestimmte ausgerichtete Stellung
während der Fallbewegung behält und eine präzis vorbestimmte Lage auf dem Stapel 13
einnimmt.
[0013] Nachdem der grundsätzliche Aufbau einer vorgeschlagenen Einrichtung und die Wirkungsweise
prinzipiell beschrieben wurde, wird die konstruktive Ausbildung derselben anhand der
Fig. 7 bis 10 näher erläutert. In der Fig. 7 ist wieder das Förderband 1 ersichtlich
mit der am Ende des Förderbandes angeordneten angetriebenen Rolle 4, welche mit Hilfe
von zwei Seitenstützen 4a an einem heb- und senkbaren Balken 21 angeordnet ist. Die
Rolle 4 fördert den Blechabschnitt 2 auf die. benachbarte, hinter dem Förderband 1
angeordnete Einrichtung. Diese weist die rechenförmige Blechstütze 3 auf, welche an
ihrem, dem Förderband 1 abgekehrten Ende, in der horizontalen Richtung bewegbar befestigt
ist. Von den beiden Seitenanschlägen ist in der Fig. 7 ein Seitenanschlag 5 ersichtlich.
Diese Seitenanschläge' sind in Führungen 14 mittels Rollen 14a verschiebbar, welche
Führungen 14 sich in der Querrichtung erstrecken. Die Seitenanschläge 5 weisen nach
unten gerichtete Finger 15 auf, mit welchen das Ausrichten des Blechabschnittes erfolgt.
Die Bewegung der Seitenanschläge 5 wird durch separate Ölmotoren 5a gesteuert.
[0014] Das Klemmorgan 6 ist als Schlitten ausgebildet und entlang von seitlichen Führungen
16 bewegbar, entlang welchen Führungsrollen 17 gleiten. Diese sind an je einem Seitenschild
18 angeordnet, welche durch eine U-Schiene 19 verbunden sind (Fig. 7 und 8).
[0015] Die U-Schiene 19 ist an einer T-Schiene 20 befestigt, welche sich zwischen den beiden
Seitenschildem 18 erstreckt und an beiden Enden an diesen befestigt ist.
[0016] Die horizontalen, flacheisenförmigen Teile 19a der U-Schiene 19 sind mit Bohrungen
22 versehen, welche Führungen für vertikale und eisenförmige Finger 23 bilden, die
in diesen Führungen beweglich sind. Je sechs Finger sind zu einem Segment 24 zusammengefasst,
wobei in der Fig. 8 nur ein Segment 24 dargestellt ist. Insgesamt sind aber fünf Segmente
24 vorhanden. Zur Bildung der Segmente 24 sind mit Bohrungen versehene Haltelaschen
25 vorgesehen.
[0017] Die Finger 23 können drei Stellungen einnehmen und zwar eine hochgezogene obere Stellung,
eine mittlere Stellung, in welcher sie auf der rechenförmigen Blechstütze 3 aufliegen
und eine untere Stellung, in welcher sie den Blechabschnitt 2 ablegen. Die Verstellung
erfolgt durch pneumatische oder hydraulische Mittel, welche an und für sich bekannt
sind.
[0018] Es ist auch die in Verbindung mit den Fig. 1 bis 6 beschriebene Mitnehmerstange 7
in der Fig. 8 ersichtlich. Sie führt zum Abstreifer 10, welcher in der Fig. 7 in Ansicht
und in Fig. 9 schaubildlich dargestellt ist.
[0019] Der Abstreifer 10 ist an den bereits erwähnten beiden seitlichen Führungen 16 angeordnet
und weist, ähnlich wie das Klemmorgan 6, zwei Seitenschilder 26 auf, die mittels je
vier Rollen 27 entlang der Führungen 16 beweglich sind. Die beiden Seitenschilder
26 sind durch einen Balken 28 und durch einen U-Balken 29 miteinander verbunden, wobei
an beiden mit Hilfe von vertikalen verstellbaren Führungen 30 eine mit ihrer Öffnung
gegen das Klemmorgan 6 umgekehrte U-Schiene 31 angeordnet ist. In dieser sind, ähnlich
wie in der U-Schiene 19 des Klemmorganes 6, segmentweise zusammengefasste Finger 32
untergebracht, welche mit zwei Zylindern hydraulisch oder pneumatisch in die gewünscht
Position gebracht werden können. Da die rechenförmige Blechstütze 3 eine gewisse Steigung
aufweist, kann diese durch die Verstellung der Führungen 30 ausgeglichen werden.
[0020] In der Fig. 7 sind das Klemmorgan 6 und der Abstreifer 10 in der nächstmöglichen
Position dargestellt. In dieser Stellung weisen die Finger 23 und 32 nur eine Entfernung
von « a » auf, welche sich zur Aufnahme und zum Richten von entsprechend kleinen Blechstreifen
oder Abschnitten eignet. Durch die Verschiebung des Abstreifers 10 entlang den Führungen
16 kann diese Entfernung beliebig vergrössert werden, wobei die grösste Entfernung
der Ausdehnung der Blechstütze 3 entspricht. Im Gebrauch wird der Abstreifer 10 der
Breite des Blechabschnittes 2 entsprechend eingestellt, so dass die Finger 23 bzw.
32 auf dem Blechabschnitt 2 ruhen und die Lage des Abstreifers 10 durch eine Festhalteeinrichtung
33 festgehalten wird, welche die durch die Festhalteeinrichtung geführte Mitnehmerstange
7 festklemmt.
[0021] Wie bereits erwähnt, ruhen die Finger 23 des Klemmorganes 6 bzw. die Finger 32 des
Abstreifers 10 in der mittleren Stellung auf der rechenförmigen Blechstütze 3 und
werden so abgestützt, dass nach Wegziehen der Blechstütze 3, und beim Niederfallen
des Blechabschnittes 2 auf den Stapel 13, die genannten Finger 23 bzw. 32 in ihren
Führungsbohrungen 22 sich in freiem Fall bewegen können, bis die Haltelasche 25 an
der U-Schiene 19 aufschlägt. Zum Dämpfen des Schlages und zum Verhindern eines Zurückfedems
der Finger 23 bzw. 32 sind diese als Stossdämpfer ausgebildet, wie dies aus Fig. 10
ersichtlich ist. Jeder Finger 23 oder 32 besteht aus einem zylindrischen Hohlkörper
34, welcher am oberen Ende mit einem Anschlagkopf 35 versehen ist, der einen Dämpfungsring
36 aufweist. Im Innern des Hohlkörpers 34 befindet sich ein Dämpfungskolben 37, welcher
mit einer Spiralfeder 38 ausgerüstet ist. Diese stützt sich gegen einen zylindrischen
Verschluss 39 ab, welcher den Innenraum 40 des Hohlkörpers 34 abschliesst. Ferner
befindet sich im Raum 40, welcher mit ÖI gefüllt ist, ein Trägheitskörper 41. Beim
Aufschlagen der Verschluss-Seite 39 gegen eine feste Unterlage wird der Schlag vom
Kolben 37 und vom Trägheitskörper 41 aufgefangen, so dass die Finger 23 bzw. 32 nicht
zurückfedem können.
[0022] Gemäss einer alternativen Ausbildung können die Finger 23 bzw. 32 an die Blechkante
angelehnt werden und sich nicht im freien Fall bewegen, sondern elektronisch gesteuert
werden.
[0023] Es sei darauf hingewiesen, dass der Abstand der beiden Teile 6 und 10 beliebig eingestellt
werden kann. Durch die Betätigung der Festhalteeinrichtung 33 wird der Abstreifer
10 an der Stange 7 arretiert. Der Antrieb des Klemmorganes 6 und des Abstreifers 10
kann mit Hilfe einer Zahnstange erfolgen, mit welcher entsprechende Antriebsräder
des Klemmorganes 6 und des Abstreifers 10 kämmen.
[0024] Die Wirkungsweise der Einrichtung wurde bereits beschrieben. Es soll nur noch darauf
hingewiesen werden, dass die Möglichkeit der starren Verbindung des Klemmorganes 6
mit dem Abstreifer 10 mit absoluter Sicherheit verhindert, dass ein eingeklemmter
Blechabschnitt durch Fehlmanipulation zusammengestaucht oder sonst beschädigt wird.
Einen weiteren Vorteil bildet das Ausrichten der Blechabschnitte durch die seitlichen
Anschläge und zwar schon auf der rechenförmigen Blechstütze 3 und nicht erst auf dem
Stapel, wobei durch die spezielle Ausbildung und Anordnung der Finger 23 und 32 dafür
Sorge getragen wird, dass die ausgerichtete Stellung während des Stapelvorganges beibehalten
wird.
[0025] Die Seitenanschläge 5 müssen in der Längsrichtung nicht bewegbar sein, was eine konstruktive
Vereinfachung mit sich bringt.
[0026] Demgegenüber würde das Ausrichten auf dem Stapel 13 Schwierigkeiten mit sich bringen,
da in diesem Falle die Seitenanschläge ebenfalls in der Längsrichtung bewegbar sein
müssten, was eine wesentliche Verteuerung und Erschwerung der konstruktiven Ausbildung
mit sich bringt.
[0027] Es sei schliesslich noch der grösste Vorteil erwähnt, welcher darin zu erblicken
ist, dass die Steuerung der rechenförmigen Blechstütze 3 sehr einfach erfolgen kann,
da diese an der Stapelstelle nicht abgebremst und anschliessend wieder beschleunigt
werden muss. Es genügt vielmehr eine einmalige Beschleunigung der Blechstütze 3, welche
dann mit unverminderter Geschwindigkeit die Stapelstelle 13 durchläuft, wobei gleichzeitig
der mitgeführte Blechabschnitt 2 abgestreift und präzis auf den Stapel abgesetzt wird.
. 1. Blechabschnitt-Wegführ- und Stapeleinrichtung zum Wegführen und Stapeln von hinter
der Schneidestelle einer Blechschere anfallenden Blechabschnitten (2), wobei die Wegführ-
und Stapeleinrichtung eine in der Horizontalen bewegbare rechenförmige Blechstütze
(3) aufweist, mit welcher ein synchron bewegbarer Abstreifer (10) zusammenwirkt, dadurch
gekennzeichnet, dass dem Abstreifer (10) ein Klemmorgan (6) vorgeschaltet ist, dessen
Abstand vom Abstreifer einstellbar und feststellbar ist, wobei Abstreifer (10) und
Klemmorgan (6) gemeinsam und zusammen mit dem zwischen ihnen eingeklemmten, auf der
Blechstütze (3) ruhenden Blechabschnitt (2) bis zur Stapelstelle (12a) bewegbar sind,
wo Klemmorgan (6) und Abstreifer (10) festgehalten werden, und die Blechstütze (3)
sich weiter bewegen kann, so dass der Blechabschnitt (2) abgesetzt wird und dass an
beiden Seiten der Blechstütze (3) in der Querrichtung bewegbare und hochhebbare seitliche
Zentrieranschläge (5) vorhanden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer (10) und
das Klemmorgan (6) mit Greiforganen (23, 32) ausgerüstet sind, welche zwischen einer
oberen und unteren Endstellung vertikal frei beweglich angeordnet sind, wobei die
Bahn der horizontal bewegbaren rechenförmigen Blechstütze (3) in solcher Entfernung
unterhalb des Klemmorganes (6) bzw. des Abstreifers (10) liegt, dass die sich auf
den zu transportierenden Blechabschnitt (2) abstützenden und den Blechabschnitt umfassenden
Greiforgane (23, 32) während des Transportes eine mittlere Stellung einnehmen und
an der Stapelstelle (12a) im freien Fall in die untere Endstellung gelangen.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiforgane
des Klemmorganes (6) und des Abstreifers (10) als zylindrische Finger (8, 11) ausgebildet
sind, welche je eine Dämpfungseinrichtung (37, 38, 41) aufweisen.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmorgan
(6) auf seitlichen Führungen (16) horizontal beweglich angeordnet ist und mit einer
Mitnehmerstange (7) in Verbindung steht, welche sich parallel zur rechenförmigen Blechstütze
(3) erstreckt und zusammen mit dem Klemmorgan (6) horizontal beweglich ist.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Finger
(23, 32) des Klemmorganes (6) und des Abstreifers (10) unter ihrem Eigengewicht nach
unten hängend, segmentweise in Haltelaschen (25) zusammengefasst angeordnet und in
Bohrungen (22) einer U-Schiene (19) frei beweglich gelagert sind.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer
(10) mit einer Festhalteeinrichtung (33) ausgerüstet ist, mit welcher die durch die
Festhalteeinrichtung geführte, mit dem Klemmorgan (6) verbundene Mitnehmerstange (7)
arretierbar ist.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die U-Schienen
(19) zur Aufnahme der Finger (23, 32) auf zwei parallelen vertikalen Seitenschildern
(18, 26) befestigt sind, die mittels Rollen (27) horizontal verschiebbar reibungsarm
geführt sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zylindrischen Finger
(23, 32) mit je einem Stossdämpfer versehen sind, welche beim Aufprallen des Blechabschnittes
(2) und der Finger (23, 32) auf den Stapel (12a) den Aufprall zu dämpfen bestimmt
sind.
1. Plate-section removing and stacking device for removing and stacking plate sections
(2) accumulating behind the cutting point of plate shears, the removing and stacking
device having a horizontally movable, rake-shaped plate support (3) with which a synchronously
movable wiper (10) interacts, characterized in that there is arranged ahead of the
wiper (10) a clamping member (6) whose distance from the wiper can be adjusted and
fixed, wiper (10) and clamping member (6) being movable together and along with the
plate section (2) clamped between them and resting on the plate support (3) up to
the stacking point (12a), where clamping member (6) and wiper (10) are held in position,
and the plate support (3) can move 'further so that the plate section (2) is set down,
and that lateral centering stops (5) which can be moved in the transverse direction
and lifted are present on both sides of the plate support (3).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the wiper (10) and the clamping
member (6) are equipped with gripping members (23, 32) which are arranged so as to
be freely movable vertically between an upper and lower end position, the path of
the horizontally movable, rake-shaped plate support (3) being at such a distance below
the clamping member (6) or the wiper (10) that the gripping members (23, 32) supported
against the plate section (2) to be transported and surrounding the latter assume
a centre position during transport and drop freely at the stacking point (12a) into
the lower end position.
3. Device according to Claims 1 and 2, characterized in that the gripping members
of the clamping member (6) and of the wiper (10) are designed as cylindrical fingers
(8, 11) which each have a damping device (37, 38, 41).
4. Device according to Claims 1 to 3, characterized in that the clamping member (6)
is arranged so as to be horizontally movable on lateral guides (16) and is connected
to a driving rod (7) which extends parallel to the rake-shaped plate support (3) and
is horizontally movable together with the clamping member (6).
5. Device according to Claims 1 to 4, characterized in that the fingers (23, 32) of
the clamping member (6) and of the wiper (10), hanging down under their own weight,
are arranged so as to be combined segmentally in retaining straps (25) and are mounted
so as to be freely movable in bores (22) of a U-rail (19).
6. Device according to Claims 1 to 5, characterized in that the wiper (10) is equipped
with a locking device (33) with which the driving rod (7), guided through the locking
device and connected to the clamping member (6), can be locked.
7. Device according to Claims 1 to 6, characterized in that the U-rails (19) for accommodating
the fingers (23, 32) are fixed on two parallel vertical side shields (18, 26) which
are guided in a low-friction and horizontally displaceable manner by means of rollers
(27).
8. Device according to Claim 7, characterized in that the cylindrical fingers (23,
32) are each provided with a shock absorber, which shock absorbers, when the plate
section (2) and the fingers (23, 32) strike the stack (12a), are intended to dampen
the impact.
1. Dispositif pour évacuer et empiler des pièces de tôle (2) tombant derrière la ligne
de coupe d'une cisaille guillotine, ce dispositif d'évacuation et d'empilement comprenant
un support de tôle (3) en forme de râteau, mobile horizontalement, avec lequel coopère
un racleur (10) mobile en synchronisme avec lui, caractérisé en ce qu'il est prévu,
disposé en amont de ce racleur (10), un organe de pincement (6) dont la distance au
racleur est réglable et blocable, ce racleur (10) et cet organe de pincement (6) pouvant
se déplacer, ensemble et en commun avec la pièce de tôle (2) serrée entre eux et reposant
sur le support de tôle (3), jusqu'à l'emplacement d'empilement (13) où l'organe de
pincement (6) et le racleur (10) s'immobilisent et le support de tôle (3) peut poursuivre
son déplacement, de sorte que la pièce de tôle (2) est déposée, et en ce qu'il est
prévu, sur les deux côtés de cette pièce de tôle (2), des butées latérales de centrage
(5) mobiles suivant la direction transversale et relevables.
2. Dispositif suivant la revendication 1, caractérisé en ce que le racleur (10) et
l'organe de pincement (6) sont pourvus d'organes de saisie (23, 32) qui sont mobiles
librement suivant'.ia direction verticale entre des positions extrêmes supérieure
et inférieure, la trajectoire du support de tôle (3) en forme de râteau et mobile
horizontalement se trouvant à une telle distance au-dessous de l'organe de pincement
(6) et du racleur (10) que les organes de saisie (23, 32), qui prennent appui sur
la pièce de tôle (2) à transporter et tiennent celle-ci serrée, adoptent, pendant
le transport, une position intermédiaire et, à l'emplacement d'empilement (13), parviennent
en . chute libre dans leur position extrême inférieure.
3. Dispositif suivant les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les organes
de saisie de l'organe de pincement (6) et du racleur (10) sont réalisés sous la forme
de doigts cylindriques (8, 11) qui comportent chacun un dispositif d'amortissement
(37, 38, 41).
4. Dispositif suivant les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'organe de
pincement (6) est monté mobile horizontalement sur des guides latéraux (16) et est
solidaire d'une tige d'entraînement (7) qui s'étend parallèlement au support de tôle
(3) en forme de râteau et est mobile horizontalement en commun avec l'organe de pincement
(6).
5. Dispositif suivant les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les doigts (23,
32) de l'organe de pincement (6) et du racleur (10) sont assemblés, par groupes, dans
des barres de maintien (25), en pendant vers le bas sous leur propre poids, et sont
disposés de façon librement mobile dans des trous (22) d'un rail en U (19).
6. Dispositif suivant les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le racleur (10)
est pourvu d'un dispositif de retenue (33) à l'aide duquel la tige d'entraînement
(7), qui est guidée par ce dispositif de retenue et est reliée à l'organe de pincement
(6), peut être immobilisée.
7. Dispositif suivant les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les rails en
U (19) servant à recevoir les doigts (23, 32) sont fixés sur deux flasques latéraux
(18, 26), verticaux et parallèles, qui sont guidés en translation horizontale et avec
un faible frottement, au moyen de galets (27).
8. Dispositif suivant la revendication 7, caractérisé en ce que les doigts cylindriques
(23, 32) sont pourvus chacun d'un amortisseur de chocs, ces amortisseurs étant conçus
pour amortir le choc lorsque la pièce de tôle (2) et les doigts (23, 32) heurtent
la pile (13).