(19)
(11) EP 0 151 264 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.01.1988  Patentblatt  1988/02

(21) Anmeldenummer: 84114997.4

(22) Anmeldetag:  08.12.1984
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E21D 5/10

(54)

Tunnelringsegmente aus Gusseisen

Segments of tunnel ring of cast iron

Segments annulaires en fonte pour tunnel


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB LI NL

(30) Priorität: 07.02.1984 DE 8403459 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.08.1985  Patentblatt  1985/33

(73) Patentinhaber: Buderus Bau- und Abwassertechnik GmbH
D-6330 Wetzlar 1 (DE)

(72) Erfinder:
  • Feuring, Kurt, Dipl.-Ing.
    D-6336 Solms-Niederbiel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DD-A- 18 797
DE-B- 1 916 424
DE-C- 711 614
FR-A- 533 174
DE-A- 2 339 315
DE-C- 604 343
DE-C- 1 029 317
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Tunnelringsegment aus Gußeisen mit seitlich umlaufenden Verbindungsflanschen.

    [0002] Tunnel- oder Schachtringsegmente dienen der Auskleidung von Tunneln oder Schächten. Sie werden als Einzelelemente gefertigt, an Ort und Stelle zusammengefügt und an umlaufenden Verbindungsflanschen miteinander verbunden. Es entsteht ein Ring und infolge der Aneinanderreihung von Ringen eine geschlossene Auskleidung, wie in der DE-A-2 339 315 beschrieben.

    [0003] Die aneinanderstoßenden Flansche müssen einwandfrei maßgenau sein. Nur so ist die Funktion der Segmente gewährleistet. Da herkömmliche Formverfahren die geforderte Maßgenauigkeit nicht garantieren konnten, war man gezwungen, die Flansche spanabhebend zu bearbeiten. Das war mit einem sehr großen Arbeitsaufwand verbunden.

    [0004] Neuere Formverfahren, wie das Vakuum-Formverfahren, garantieren eine ausreichend große Maßgenauigkeit. Es ist jetzt möglich, auf das aufwendige und teure Bearbeiten zu verzichten. Wegen der Größe der Gußstücke sind jedoch absolut ebene Anlageflächen bei den relativ großflächigen Verbindungsflanschen schwierig zu erzeugen. Bei nicht satt aneinander liegenden Rohgußflächen können in gewissen Fällen zusätzliche Biegespannungen beim Verschrauben auftreten und die Anschraubkräfte an den Flanschen zur Abdichtung zu hoch werden.

    [0005] Die aneinander stoßenden Flächen der Verbindungsflansche sollen so gestaltet sein, daß trotz des Rohgußzustandes keine oder nur geringe zusätzliche Biegespannungen beim Verschrauben der Segmente erzeugt werden.

    [0006] Gemäß der Erfindung wird dieses dadurch erzeugt, daß die Verbindungsflansche durchlaufende Anlagestege und gegenüber den Anlagestegen zurückgesetzte Flanschflächen besitzen.

    [0007] Benachbarte Segmente stoßen nur noch an den maßgenau herzustellenden Anlagestegen mit verringerter Anlagefläche aneinander. Gegenüber den großen Anlageflächen des gesamten Verbindungsflansches ist die Gefahr von Unebenheiten mit größeren Biegespannungen reduziert.

    [0008] Zwei parallele Anlagestege je Verbindungsflansch ermöglichen ein einwandfreies Zusammenfügen und Abdichten der Segmente durch einlegbare Dichtprofile. Anlage-Querstege dienen der zusätzlichen Abstützung der Teile gegeneinander und gegen die Schildvortriebsmaschine beim Tunnelbau.

    [0009] Die beigefügte Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Es zeigt:

    Fig. 1: Die Seitenansicht eines Tunnelringsegementes und

    Fig. 2: Die Vorderansicht des Segmentes.



    [0010] Das Tunnelringsegment besitzt seitlich umlaufende Verbindungsflansche 1 mit Bohrungen 2 für Verbindungselemente. Die Verbindungsflansche 1 besitzen durchlaufende, parallele Anlagestege 3 und zusätzliche Anlage-Querstege 4. Die übrigen Flanschflächen 5 sind hingegen zurückgesetzt.


    Ansprüche

    1. Tunnelringsegmente aus Gußeisen mit seitlich umlaufenden Verbindungsflanschen (1), dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsflansche (1) Anlagestege (3) und gegenüber den Anlagestegen (3) zurückgesetzte Flanschflächen (5) besitzen, wobei benachbarte Segmente nur an den Anlagestegen (3) aneinanderstoßen.
     
    2. Tunnelringsegmente nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch über die Länge der Verbindungsflansche (1) durchlaufende Anlagestege (3).
     
    3. Tunnelringsegmente nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch zwei parallele Anlagestege (3).
     
    4. Tunnelringsegment nach den Ansprüchen 1 bis 3,
    gekennzeichnet durch zusätzliche, mit einem der durchlaufenden Anlegestege (3) verbundene Anlage-Querstege (4).
     


    Claims

    1. Segments of tunnel ring of cast iron with circumferential lateral flanges (1), characterized by that the connecting flanges (1) are provided with contact ribs (3) and recessed flange faces (5) opposite the contact ribs (3), adjacent segments resting against each other only on the contact ribs (3).
     
    2. Segments of tunnel ring according to claim 1,
    characterized by contact ribs (3) extending over the length of the connecting flanges (1).
     
    3. Segments of tunnel ring according to claims 1 and 2, characterized by two parallel contact ribs (3).
     
    4. Segments of tunnel ring according to claims 1 to 3,
    characterized by additional cross contact ribs (4) connected to one of the contact ribs (3).
     


    Revendications

    1. Segments annulaires en fonte pour tunnel avec des brides d'assemblage réparties latéralement (1), caractérisés par le fait que les brides d'assemblage (1) comprennent des nervures d'appui (3) et en face des nervures d'appui (3) des surfaces de bride (5) en retrait, les segments contigus ne se touchant plus que sur les nervures d'appui (3).
     
    2. Segments annulaires pour tunnel selon la revendication (1), caractérisés par le fait que des nervures d'appui continues (3) se trouvent sur toute la longueur des brides d'assemblage (1).
     
    3. Segments annulaires pour tunnel selon les revendications 1 et 2, caractérisés par deux nervures d'appui parallèles (3).
     
    4. Segments annulaires pour tunnel selon les revendications 1 à 3, caractérisés par des traverses d'appui (4) reliées avec une des nervures d'appui continue (3).
     




    Zeichnung