[0001] Mit einem Einsatzstück abgeschlossene Patronenhülse, sowie Verfahren und Vorrichtung
zu ihrer Herstellung.
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden eines zylindrischen Hülsenkörpers
mit einem Einsatzstück, bei welchem das Einsatzstück bis zu einem Anschlag in das
eine Ende des Hülsenkörpers eingeschoben wird und ein Teil des Hülsenkörpers an seinem
aufgeschobenen Ende in eine vor dem Anschlag angeordnete Ringnut eingefügt wird, eine
Patrone mit einem den im wesentlichen zylindsrischen Hülsenkörper abschliessenden
Einsatzstück, wobei der Endbereich des Hülsenkörpers im Durchmesser verjüngt in das
Einsatzstück formschlüssig eingedrückt ist sowie eine Vorrichtung zum Verbinden eines
Hülsenkörpers mit einem Einsatzstück, mit einem umfangsmässig auf die zu verbindenden
Teile einwirkenden Verformungswerkzeug.
[0003] Bei der Fertigung von Patronenmunition muss ein Hülsenkörper mit einem Einsatzstück
verbunden werden. Dabei kommt es darauf an, eine zuverlässige form- und kraftschlüssige
Verbindung zwischen dem Hülsenkörper und dem das eine Hülsenende abschliessenden Einsatzstück
zu schaffen.
[0004] Bekannt ist eine Übungspatrone für Handfeuerwaffen (DE-A-3 048 599), die als Hülsenkörper
ein Stahlrohrstück und als Einsatzstück ein mit einem Anschlag versehenes Bodenstück
aufweist, gegen den der Hülsenkörper mit seinem einen Ende stösst. Um den Hülsenkörper
mit dem Bodenstück form- und kraftschlüssig zu verbinden, weist das Bodenstück vor
dem Anschlag hülsenseitig eine Rillung auf, in die ein Teil des aufgeschobenen Hülsenkörpers
mit einem Drück- oder Rollwerkzeug eingedrückt wird. Die für diese Bearbeitung notwendigte
Werkzeugmaschine ist aufwendig. Zum Eindrücken des Hülsenkörpers in die Rillung muss
die Hülse in Drehbewegung versetzt werden, so dass die Bearbeitung viel Zeit benötigt.
Die Wandstärke des Hülsenkörpers soll wegen ihrer Verformbarkeit und aus Gründen der
Materialersparnis möglichst gering gehalten werden. Bei einer geringen Wandstärke
des Hülsenkörpers weisen jedoch die auf diese Weise hergestellten Patronenhülsen einen
geringen Berstwiderstand auf. Sie blähen sich bei innerem Überdruck sehr leicht auf,
wodurch die Patronenhülsen undicht werden und sich das Einsatzstück aus dem einen
Hülsenkörperende ablöst. Ausserdem reisst der Hülsenkörper dabei sehr leicht auf.
[0005] Bei der Herstellung einer Patrone gemäss der FR-A-1 113 479 geht man von einer an
ihrem Ende in ihrem Durchmesser verengten und am Ende nach aussen oder innen umgebördelten
Patronenhülse aus. Zur Befestigung des Bodenstücks muss entweder mit einem Stempel
ein Innenring von der Patronenspitze her eingedrückt werden oder ein am Bodenstück
befestigtes hülsenartiges Teil zunächst im Vorderbereich aufgeweitet und dann wieder
angepresst werden. Für diesen Arbeitsgang ist ein umlaufendes Werkzeug z. B. eine
Walze erforderlich.
[0006] Bei der GB-A-11 079, A.D. 1915, wird an das vorher mit einer Rinne versehene und
aufgebogene Ende der Hülse durch Umbördeln eine Bodenkappe befestigt. Auch hier sind
mehrere Verfahrensschritte nacheinander erforderlich und ein Zusammenbau ist nur einzeln
möglich.
[0007] Eine formschlüssige Befestigung einer zylindrischen Hülse an einem Bodenstück erfolgt
gemäss der US-A-4 087 897 dadurch, dass in einem ersten Schritt das Hülsenende mit
einem umlaufenden Werkzeug in eine rechteckige Nut hineingedrückt und anschliessend
mittels einer Walze durch plastische Verformung des Randes des Bodenstükkes der Endbereich
der Hülse lippenartig vom Material des Bodenstücks abgedeckt wird.
[0008] Beim Verbinden der Enden zweier Rohre wird gemäss US-A-4 269 438 zunächst der Rohrdurchmesser
des einen Rohrendes auf zwei verschiedene Werte vergrössert. In einem zweiten Arbeitsgang
wird an dem anderen Rohr durch Stauchung ein Wulst gebildet, über den das Rohrende
des ersten Rohres gedrückt wird. An der Verbindungsstelle ist der Durchmesser um (mindestens)
die vierfache Wanddicke vergrössert.
[0009] In der DE-A-2548599 wird eine Plastikpatronenhülse durch Aufschrumpfen an dem Bodenkörper
befestigt. Die Hülse aus biaxial gerecktem Polyethylen rotiert dabei langsam um die
Längsachse während das Ende mit Heissluft angeblasen wird, auch ein recht aufwendiges
Fertigungsverfahren.
[0010] Bei den in der FR-A-2 264 267 beschriebenen Patronen wird das Polstück an dem aufwendig
geformten Ende der Hülse entweder von einem Sprengring oder durch ein Gewinde (was
fertigungstechnisch noch aufwendiger ist) gehalten.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Patronen, vorzugsweise für Übungszwecke,
die Verbindung des zylindrischen Hülsenkörpers mit dem Einsatzstück so zu gestalten,
dass eine billige Massenproduktion möglich ist.
[0012] Verfahrensmässig wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass ein von dem Einsatzstück im
wesentlichen radial abstehender Kragen über das in der Ringnut liegende Hülsenende
umgelegt und von aussen gegen dieses Hülsenende gedrückt wird, während das Einsatzstück
abgestützt wird.
[0013] Hier wird in einem Arbeitsgang das Hülsenende verformt und gleichzeitig durch das
Umlegen des Kragens das Hülsenende fest in die Ringnut gepresst. Dadurch entsteht
eine abgedichtete, unlösbare kraft- und formschlüssige Verbindung zwischen beiden
Teilen. Dabei geschieht das Zusammenfügen auf einfache Weise, wodurch eine vollautomatisierte
Massenfertigung der Verbindung ohne aufwendige Maschinen ermöglicht wird. Die Verbindung
wird nämlich mit einer einzig geradlinigen Bewegung eines Werkzeugs, bei der der Kragen
umgelegt wird, ohne Abrollbewegung der Hülse hergestellt.
[0014] Vorzugsweise wird in den Hülsenkörper ein extern abgestützter Stempel eingeführt,
der die auf das Einsatzstück ausgeübten axialen Kräfte während des Umlegens des Kragens
am Einsatzstück aufnimmt. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Hülsenkörper in eine
Matrize eingefügt wird, die den Hülsenkörper beim Umlegen des Kragens axial abstützt.
[0015] Es ist weiterhin möglich, die beim Umlegen des Kragens auftretende Axialkraft durch
eine Zange aufzufangen, die in einer am freien Ende des Einsatzstücks befindliche
radiale Rille eingreift. Dies ermöglicht eine vereinfachte Maschinenkonstruktion für
die Massenherstellung der Verbindung.
[0016] Bei der erfindungsgemässen Patrone umschliesst der Kragen einen Teil des Hülsenkörpers
und drückt ihn fest in die Ringnut, wodurch eine dichte und unlösbare Verbindung entsteht.
Bei einem inneren Überdruck kann die Hülse an dem verbindungsseitigen Ende nicht mehr
aufplatzen. Die bei einem inneren Überdruck auftretenden hohen mechanischen Spannungen
werden nämlich nicht nur vom Hülsenkörper, sondern auch von dem Kragen, der das Hülsenende
umfangsmässig vollständig abstützt, aufgenommen.
[0017] Der Aussendurchmesser des umgelegten Kragens ist nicht grösser als der Aussendurchmesser
des Einsatzstücks bzw. des Hülsenkörpers. Dies ist von Bedeutung, wenn die Hülse in
ein rohrförmiges Teil eingeführt werden muss, da in diesem Fall der umgelegte Kragen
nicht überstehen darf.
[0018] Vorzugsweise weist das Einsatzstück auf der dem Hülsenkörper abgewandten Seite des
Kragens eine Entlastungsringnut auf. Diese Entlastungsringnut erleichtert in vorteilhafter
Weise das Umlegen des Kragens und ermöglicht, dass der umgelegte Kragen relativ zum
Einsatzstück und zum Hülsenstück nicht übersteht, indem der Biegebereich grösser wird.
Dadurch werden auch Risse an der Wurzel des Kragens vermieden.
[0019] Die Vorrichtung zum Verbinden des Hülsenkörpers mit dem Einsatzstück besteht aus
einem Verformungswerkzeug, das ein im wesentlichen ringförmiges, relativ zu dem Hülsenkörper
axial bewegbares Ziehwerkzeug ist, und einer den Hülsenkörper bzw. das Einsatzstück
axial fixierenden Abstützvorrichtung. Eine derartige Vorrichtung lässt sich kostengünstig
und einfach herstellen und ermöglicht bei mehreren Ziehwerkzeugen die gleichzeitige
Bearbeitung von mehreren Hülsen.
[0020] Bei einem feststehenden Werkzeug können die Hülsen durch das Verformungswerkzeug
hindurchgedrückt werden und nach dem Umlegen des Kragens von einer nachfolgenden zu
bearbeitenden Hülse nach hinten durchgeschoben und ausgeworfen werden.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprüchen 8 bis 10 zu
entnehmen.
[0022] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
Figur 1 eine teilweise geschnittene Ansicht einer mit einem Einsatzstück abgeschlossenen
Hülse, deren Hülsenkörper nicht vollständig dargestellt ist,
Figur 2 das Einsatzstück mit radial abstehendem Kragen und aufgeschobenem Hülsenkörper
vor dem Herstellen der Verbindung,
Figur 3 eine Darstellung gemäss Figur 2 mit einem schräg abstehenden Kragen,
Figur 4a, 4b eine Hülse gemäss Figur 2 mit einem Verformungswerkzeug und einem das
Einsatzstück verbindungsseitig abstützenden Stempel vor und während dem Herstellen
der Verbindung,
Fign. 5a, 5b eine Patronenhülse mit in einer Matrize abgestütztem Hülsenkörper vor
und während dem Herstellen der Verbindung,
Fign. 6a, 6b ein Ausführungsbeispiel einer mehrteiligen Patronenhülse vor und nach
dem Herstellen der Verbindung,
Fign. 7a, 7b eine Patronenhülse mit einem Hülsenkörper aus Kunststoff vor und nach
dem Herstellen der Verbindung,
Fign. 8a, 8b ein Verformungswerkzeug mit einer Zange zum Festhalten des Einsatzstücks
einer Hülse in seiner Anfangsstellung und in seiner Endstellung.
[0024] Die in Fig. 1 dargestellte Hülse 1 besteht aus einem im wesentlichen rohrförmigen
Hülsenkörper 2 und einem Einsatzstück 3, das das eine Hülsenende abschliesst. Das
Einsatzstück 3 ist ein im wesentlichen zylindrischer Körper, dessen Durchmesser an
seinem freien Ende dem Aussendurchmesser des Hülsenkörpers 2 und dessen Durchmesser
an dem anderen Ende, das den Hülsenkörper 2 aufnimmt, dem Innendurchmesser des Hülsenkörpers
2 entspricht. Das zuletztgenannte hülsenseitige Ende des Einsatzstücks 3 besteht aus
einem breiten Stützring 4 und einer sich daran anschliessenden Ringnut 5, die im wesentlichen
die Breite des Stützrings 4 aufweist und bis zu einem von einem Kragen 6 gebildeten
Anschlag 8 reicht. Die Nuttiefe entspricht mindestens der Wandstärke des Hülsenkörpers
2. Der Anschlag 8 für den Hülsenkörper 2 ist Bestandteil des umgelegten Kragens 6
des Einsatzstückes, der das verbindungsseitige Hülsenende 7 des Hülsenkörpers 2 fest
in die Ringnut 5 presst. Der Aussendurchmesser des umgelegten, das Hülsenende 7 umfassenden
Kragens 6 ist dabei nicht grösser als der maximale Aussendurchmesser des Hülsenökörpers
2 und des Einsatzstücks 3.
[0025] Auf der dem Anschlag 8 abgewandten Seite des Kragens 6 befindet sich eine Entlastungsringnut
9, die die beim Umlegen des ursprünglich radial abstehenden Kragens 6 (Fig. 2) auftretenden
Kräfte verringern soll. Das sich an die Entlastungsringnut 9 anschliessende Bodenstück
10 des Einsatzstücks 3 hat den gleichen Aussendurchmesser wie der Hülsenkörper 2.
[0026] Das Einsatzstück 3 kann auch derart gestaltet sein, dass der Kragen 6 schräg unter
einem Winkel von ca. 45° absteht (Fig. 3). Dadurch werden ebenfalls die Kräfte beim
Umlegen des Kragens reduziert.
[0027] Das Einsatzstück 3 besteht aus einem plastisch verformbaren Material und ist vorzugsweise
einstückig gefertigt. Der Hülsenkörper 2 kann ebenfalls aus einem plastisch verformbaren
Material oder beispielsweise aus Kunststoff (Fign. 7a, 7b) bestehen. Der Hülsenkörper
aus Kunststoff kann an seinem verbindungsseitigen Ende die in die Ringnut 5 einzufügende
Verengung des Hülsendurchmessers bereits aufweisen. In diesem Fall weitet sich das
Hülsenende 7 beim Aufschieben auf das Einsatzstück 3 zunächst auf, um über den Stützring
4 des Einsatzstücks 3 zu gleiten und schnappt anschliessend in die Ringnut 5 ein (Fig.
7a).
[0028] Die Fign. 6a, 6b zeigen die kraft- und formschlüssige Verbindung bei einer Übungspatrone
21, die im Inneren des Hülsenkörpers 2 einen Kunststoffkern 22 aufweist, der mit einer
Geschossspitze 23 aus Kunststoff einstückig verbunden ist und der einen Hohlraum 24
für eine Treibladung umschliesst.
[0029] Das Verformungswerkzeug ist ein im wesentlichen ringförmiges relativ zu dem Hülsenkörper
2 und dem Einsatzstück 3 axial bewegbares Ziehwerkzeug 12. Es wirkt umfangsmässig
auf die zu verbindenden Teile ein, indem es den Kragen 6 umlegt und dabei das Hülsenende
7 in die Ringnut 5 einpresst. Der Innendurchmesser des Ziehwerkzeugs entspricht dem
Aussendurchmesser des Hülsenkörpers 2 des Bodenstücks 10 des Einsatzstücks 3. Der
Innendurchmesser des Ziehwerkzeugs 12 erweitert sich an seinem verformenden Ende mit
einem Übergangsradius auf seinen Aussendurchmesser und bildet dadurch eine gerundete,
die Verformung des Kragens 6 bewirkende Stirnfläche 20.
[0030] Zur Aufnahme der Axialkraft beim Umlegen des Kragens 6 muss eine Abstützvorrichtung
für das Einsatzstück 3 bzw. den Hülsenkörper 2 mit dem Ziehwerkzeug 12 zusammenwirken.
Eine solche Abstützvorrichtung besteht beispielsweise aus einem Anschlag, gegen den
der Hülsenkörper 2 abgestützt ist, oder aus einer im wesentlichen der Aussenkontur
des Hülsenkörpers angepassten Matrize 13 (Fig. 5b).
[0031] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fign. 4a, 4b dient ein durch den Hülsenkörper
2 hindurchgeführter, extern abgestützter Stempel 14, der die auftretenden Axialkräfte
am verbindungsseitigen Ende des Einsatzstücks 3 direkt auffängt, als Abstützvorrichtung
für das Einsatzstück 3.
[0032] Das Ausführungsbeispiel eines Ziehwerkzeugs 12 gemäss Fign. 8a, 8b weist eine erweiterte
Innenbohrung 25 auf, die bis kurz vor die gerundete Stirnfläche 20 reicht und die
Anordnung einer Zange 15 im Inneren des Ziehwerkzeugs 12 erlaubt. Anstelle der Bohrung
25 können auch zwei Längsnuten vorgesehen sein, in denen sich zwei Zangenarme 16 und
17 bewegen können. Die Enden der beiden Zangenarme 16 und 17 weisen zwei nach innen
gerichtete Vorsprünge 18 auf, die in eine für die Zange 15 vorgesehene Rille 19 des
Einsatzstücks 3 während des Umlegens des Kragens 6 eingreifen können. Auf diese Weise
wird erreicht, dass die Hülse ausschliesslich von einer Seite bearbeitet und gehalten
wird, so dass das eine Ende der Hülse 1 frei auskragt. Dies hat den Vorteil, dass
bei einer automatisierten Fertigung die Vorrichtung zum Zuführen und Entnehmen der
Hülse 1 einen ungehinderten Zugang zum Werkzeug hat.
[0033] Zur Herstellung der kraft- und formschlüssigen Verbindung zwischen dem Hülsenkörper
2 und dem Einsatzstück 3 wird der Hülsenkörper 2 auf das Einsatzstück 3 bis zu dem
von dem Kragen 6 gebildeten Anschlag 8 aufgeschoben. Daraufhin wird das koaxial zur
Hülse 1 geführte Ziehwerkzeug 12 auf das Einsatzstück 3 aufgeschoben und bis über
den auf dem Stützring 4 aufliegenden Hülsenteil des Hülsenkörpers 2 gezogen, während
eine Abstützvorrichtung entweder das Einsatzstück 3 direkt oder über den Hülsenkörper
2 abstützt. Das Ziehwerkzeug 12 legt dabei mit seiner abgerundeten Stirnfläche 20
den Kragen 6 des Einsatzstücks 3 derart um, dass das Hülsenende 7 des Hülsenkörpers
2 fest in die Ringnut 5 gepresst wird, ohne dass der umgelegte Kragen 6 radial gegenüber
dem Bodenstück 10 des Einsatzstücks 3 oder dem Hülsenkörper 2 hervorsteht. Die entstandene
Verbindung zwischen dem Hülsenkörper 2 und dem Einsatzstück 3 ist kraft- und formschlüssig,
so dass der Hülsenkörper 2 gegenüber dem Einsatzstück 3 nicht drehbar ist und von
dem Einsatzstück 3 zerstörungsfrei nicht abtrennbar ist. Die sichere Abdichtung eines
inneren Überdrucks wird durch insgesamt drei Dichtflächen gewährleistet, nämlich der
Berührungsfläche zwischen dem Stützring 4 des Einsatzstücks 3 und dem Hülsenkörper
2, der Berührungsfläche zwischen dem des Hülsenendes 7 und der Ringnut 5 und der Berührungsfläche
zwischen dem Aussenmantel des Hülsenendes 7 und der Innenseite des Kragens 6. Ein
Ausbauchen oder ein Bersten des Hülsenkörpers 2 an der Verbindungsstelle wird durch
den das Hülsenende 7 fest umschliessenden Kragen 6 sicher verhindert.
1. Verfahren zum Verbinden eines zylindrischen Hülsenkörpers (2) mit einem Einsatzstück
(3), bei welchem das Einsatzstück bis zu einem Anschlag (8) in das eine Ende des Hülsenkörpers
eingeschoben wird und ein Teil des Hülsenkörpers an seinem aufgeschobenen Ende in
eine vor dem Anschlag angeordnete Ringnut (5) eingefügt wird, dadurch gekennzeichnet,
dass ein von dem Einsatzstück (3) im wesentlichen radial abstehender Kragen (6) über
das in der Ringnut (5) liegende Hülsenende (7) umgelegt und von aussen gegen dieses
Hülsenende gedrückt wird, während das Einsatzstück (3) abgestützt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Hülsenkörper (2)
ein extern abgestützter Stempel (14) eingeführt wird, der die auf das Einsatzstück
(3) ausgeübten axialen Kräfte während des Umlegens des Kragens am Einsatzstück (3)
aufnimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hülsenkörper (2) in
eine Matrize (13) eingefügt wird, die den Hülsenkörper (2) beim Umlegen des Kragens
(6) axial abstützt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beim Umlegen des Kragens
(6) auftretende Axialkraft durch eine Zange (15) aufgefangen wird, die in eine am
freien Ende des Einsatzstückes (3) befindliche radiale Rille (19) eingreift.
5. Patrone mit einem den im wesentlichen zylindrischen Hülsenkörper (2) abschliessenden
Einsatzstück (3), wobei der Endbereich des Hülsenkörpers im Durchmesser verjüngt in
das Einsatzstück formschlüssig eingedrückt ist, hergestellt nach einem der Ansprüche
1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Einsatzstück (3) ein umgelegter Kragen (6)
vorhanden ist, dessen Aussendurchmesser nicht grösser ist als der Aussendurchmesser
des Einsatzstückes (3) bzw. des Hülsenkörpers (2) und der Kragen (6) das im wesentlichen
zylindrische Ende des Hülsenkörpers (2) von aussen umfasst.
6. Patrone nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzstück (3) auf
der dem Hülsenkörper (2) abgewandten Seite des Kragens (6) eine Entlastungsringnut
(9) aufweist.
7. Vorrichtung zum Verbinden eines Hülsenkörpers mit einem Einsatzstück, mit einem
umfangsmässig auf die zu verbindenden Teile einwirkenden Verformungswerkzeug, dadurch
gekennzeichnet, dass das Verformungswerkzeug ein im wesentlichen ringförmiges, relativ
zu dem Hülsenkörper (2) axial bewegbares Ziehwerkzeug (12) ist und dass eine den Hülsenkörper
(2) bzw. das Einsatzstück (3) axial fixierende Abstützvorrichtung vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung
ein das Einsatzstück (3) axial fixierender Stempel (14) ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung
eine den Hülsenkörper (3) axial fixierende Matrize (13) ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützvorrichtung
eine Zange (15) ist, die in eine an dem aus dem Hülsenkörper (2) herausragenden Teil
des Einsatzstükkes (3) vorgesehene Rille (19) eingreift und im Inneren des Ziehwerkzeugs
(12) angeordnet ist.
1. Process for the connecting of a cylindrical casing body (2) with an insert (3),
in which the insert is pushed in up to a stop (8) in the one end of the casing body
and a part of the casing body is inserted at its pushed on end into an annular groove
(5) arranged forward of the stop, characterized in that a collar (6) extending essentially
radially from the insert (3) is laid around over the end (7) of the casing lying in
the annular groove (5) and is pressed against this end of the casing from outside,
whilst the insert (3) is supported.
2. Process according to claim 1 characterised in that there is inserted into the casing
body (2) an externally supported plunger (14) which absorbs the axial forces exerted
on the insert (3) during the laying of the collar around the insert (3).
3. Process according to claim 1, characterised in that the casing body (2) is inserted
into a die (13) which supports the casing body (2) axially when laying around the
collar (6).
4. Process according to claim 1, characterised in that the axial force occurring on
the laying around of the collar (6) is absorbed by a clamp (15) which engages a radial
groove (19) located at the free end of the insert (3).
5. Cartridge produced according to one of claims 1 to 4, with an insert (3) closing
off the essentially cylindrical casing body (2), wherein the end region of the casing
body is pressed into the insert form fittingly, narrowing in diameter, characterised
in that there is provided on the insert (3) a laid around collar (6) whose external
diameter is not greater than the external diameter of the insert (3) and of the casing
body (2) respectively and the collar (6) surrounds on the outside the essentially
cylindrical end of the casing body (2).
6. Cartridge according to claim 5, characterised in that the insert (3) possesses
a stress releasing annular groove (9) on the side of the collar (6) directed away
from the casing body (2).
7. Arrangement for the connecting of a casing body with an insert, having a deformation
tool acting peripherally on the parts to be connected, characterised in that the deforming
tool is an essentially annularly shaped drawing tool (12) displaceable axially relative
to the casing body (2) and that there is provided a support arrangement axially locking
in position the casing body (2) or the insert (3).
8. Arrangement according to claim 7, characterised in that the support arrangement
is a plunger (14) axially locking in position the insert (3).
9. Arrangement according to claim 7, characterised in that the support arrangement
is a die (13) axially locking in position the casing body (3).
10. Arrangement according to claim 7, characterised in that the support arrangement
is a clamp (15) which engages a groove (19) in a part of the insert (3) extending
out of the casing body (2) and is arranged in the interior of the drawing tool (12).
1. Procédé pour relier un corps de douille (2) cylindrique a une pièce d'insertion
(3), dans lequel la pièce d'insertion est emboîtée par glissement jusqu'à une butée
(8) dans l'une des extrémités du coprs de douille et une partie du corps de douille
est introduite par son extrémité d'emboîtement dans une gorge annulaire (5) disposée
en avant de la butée, caractérisé en ce qu'une collerette (6), faisant saillie sensiblement
radialement sur la pièce d'insertion (3), est repliée sur l'extrémité (7) de la douille
se trouvant dans la gorge annulaire (5) et serrée de l'extérieur contre cette extrémité
de douille, pendant que la pièce d'insertion (3) est soutenue.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un poinçon (14) soutenu
de l'extérieur est introduit dans le corps de douille (2) pour supporter les forces
axiales exercées sur la pièce d'insertion (3) pendant le pliage de la collerette sur
la piece d'insertion (3).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de douille (2)
est introduit dans une matrice (13) qui soutient axialement le corps de douille (2)
lors du pliage de la collerette (6).
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la force axiale apparaissant
lors du pliage de la collerette (6) est supportée par une pince (15) qui pénètre dans
une gorge (19) radiale se trouvant à l'extrémité libre de la pièce d'insertion (3).
5. Cartouche avec une pièce d'insertion (3) fermant le corps de douille (2) sensiblement
cylindrique, la zone d'extrémité du corps de douille étant, avec réduction de diamètre,
enfoncée par complémentarité de forme dans la pièce d'insertion, fabriquée selon l'une
quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que sur la pièce d'insertion
(3) est prévue une collerette (6) repliée dont le diamètre extérieur n'est pas supérieur
au diamètre extérieur de la pièce d'insertion (3) et du corps de douille (2) et la
collerette (6) entoure de l'extérieur l'extrémité sensiblement cylindrique du corps
de douille (2).
6. Cartouche selon la revendication 5, caractérisée en ce que la pièce d'insertion
(3) présente une gorge annulaire de décharge (9) sur le côté de la collerette (6)
éloigné du corps de douille (2).
7. Dispositif pour relier un corps de douille à une pièce d'insertion, comprenant
un outil de déformation agissant circonférentiellement sur les parties à relier, caractérisé
en ce que l'outil de déformation est un outil de tréfilage (12) de forme sensiblement
annulaire, déplaçable axialement par rapport au corps de douille (2) et qu'il est
prévu un dispositif de soutien fixant axialement le corps de douille (2) et la pièce
d'insertion (3).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de soutien
est un poinçon (14) fixant axialement la pièce d'insertion (3).
9. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de soutien
est une matrice (13) fixant axialement le corps de douille (2).
10. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de soutien
est une pince (15) qui pénètre dans une gorge (19) prévue sur la partie de la pièce
d'insertion (3) dépassant du corps de douille (2) et est disposée à l'intérieur de
l'outil de tréfilage (12).