| (19) |
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(11) |
EP 0 151 444 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.10.1988 Patentblatt 1988/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.01.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)4: B24B 19/00 |
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Schleifmaschine zum Schleifen von Werkstücken, insbesondere Dekorschleifmaschine zum
Schleifen von Hohlgläsern
Machine for grinding workpieces, in particular for grinding decorations on hollow
glassware
Machine pour meuler des pièces, en particulier pour meuler des décorations d'articles
en verre creux
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
03.02.1984 DE 3403720
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.08.1985 Patentblatt 1985/33 |
| (73) |
Patentinhaber: König, Wilhelm |
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40822 Mettmann (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- König, Wilhelm
40822 Mettmann (DE)
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| (74) |
Vertreter: Graf, Helmut, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte Wasmeier & Graf
Postfach 10 08 26 93008 Regensburg 93008 Regensburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 7 406 370 FR-A- 1 438 931
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DE-U- 8 203 790
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleifmaschine zum Schleifen von Werkstücken,
mit wenigstens einem eine Werkstückeinspannvorrichtung aufweinenden Schleifbock, mit
mehreren jeweils wenigstens eine Schleifscheibe aufweisenden, stationären Bearbeitungseinheiten,
mit einer Fördereinrichtung für den wenigstens einen Schleifbock, mit welcher der
Schleifbock getaktet an den Bearbeitungseinheiten vorbeibewegbar ist, sowie mit von
Antriebselementen gesteuerten Verstelleinrichtungen, von denen eine erste, an jeder
Bearbeitungseinheit vorgesehene Verstelleinrichtung zum Schwenken der Schleifscheibe
um eine senkrecht bzw. quer zur Drehachse der Schleifscheibe verlaufende erste Raumachse
und eine zweite, am wenigstens einen Schleifbock vorgesehene Verstelleinrichtung zum
Drehen des Werkstückes relativ zur Schleifscheibe um eine, von der Werkstückachse
gebildete zweite Raumachse dient, und von denen eine dritte Verstelleinrichtung zur
Erzielung einer Relativbewegung zwischen Werkstück und Schleifscheibe in Richtung
der zweiten Raumachse dient. Bevorzugt bezieht sich die Erfindung auf eine Dekorschleifmaschine
für Hohlgläser oder dergl. Werkstücke.
[0002] Schleifmaschinen zum Schleifen von Werkstücken und insbes. auch Dekorschleifmaschinen
zum Schleifen von Hohlgläsern sind an sich in zahlreichen Ausführungen bekannt. Unter
"Hohlgläser" im Sinne der Erfindung sind insbes. ganz allgemein Trinkgläser oder andere
Gefäße aus Glas, wie z. B. Vasen usw., zu verstehen, die mit einem Dekorschliff versehen
sind. Insbesondere bei Dekorschleifmaschinen für Hohlgläser ist es üblich, das Werkstück,
nämlich das zu schleifende Hohlglas und die an einer Bearbeitungseinheit vorgesehene
Schleifscheibe in mehreren Raumachsen relativ zueinander zu bewegen, um die erforderlichen
Dekorschliffe durchführen zu können. Bekannte Schleifmaschinen weisen einen relativ
komplizierten Aufbau auf, wobei insbes. bei solchen bekannten Schleifmaschinen, bei
denen jeweils mehrere Gruppen von Werkstücken bzw. Hohlgläsern in mehreren Gruppen
von Bearbeitungseinheiten gleichzeitig in der selben Weise bearbeitet werden können
bzw. mit einem Dekorteil oder Einzeldekor versehen werden können, die notwendigen
Relativbewegungen zwischen der Schleifscheibe und dem Werkstück durch Bewegung der
einzelnen, die Schleifscheiben aufweisenden Schleifaggregate an den Bearbeitungseinheiten
erzielt, oder die Werkstücke auf einem gemeinsamen schweren Schlitten bewegt werden.
Da hierbei relativ hohe Massen bewegt werden müssen, ergeben sich aufwendige und schwere
Konstruktionen. Durch die immer höher werdenden Anforderungen an die Komplexität und
Qualität eines Endproduktes (fertiggestelltes Werkstück) ist es erforderlich, die
Bearbeitungsvorgänge immer vielfältiger zu gestalten bzw. eine Schleifmaschine in
immer komplexer werdender Weise an verschiedenste Endprodukte anzupassen. Auch dieser
Forderung werden bekannte Schleifmaschinen bzw. Dekorschleifmaschinen nicht gerecht.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schleifmaschine zum Schleifen von
Werkstücken und dabei insbes. eine Dekorschleifmaschine zum Schleifen von Hohlgläsern
aufzuzeigen, die (Schleifmaschine) bei einem relativ einfachen Aufbau und vor allem
bei einer in fertigungstechnischer Hinsicht optimierten Konstruktion in der Lage ist,
die immer höher werdenden Anforderungen an Komplexität und Qualität des Endproduktes
voll und ganz zu erfüllen bzw. die vielfältigsten Arbeitsvorgänge mit hoher Qualität
und/oder Genauigkeit durchzuführen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Schleifmaschine der eingangs geschilderten Art
erfindungsgemäß so ausgebildet, daß Kupplungsstücke am wenigstens einen Schleifbock
sowie an den Bearbeitungseinheiten vorgesehen sind, um den Schleifbock in der Stillstandsphase
der Fördereinrichtung durch Bewegen quer zur Förderrichtung der Fördereinrichtung
mechanisch an einer Bearbeitungseinheit anzukuppeln bzw. zu arretieren, daß der wenigstens
eine Schleifbock die dritte Verstelleinrichtung (zur Erzielung der Relativbewegung
zwischen Werkstück und Schleifscheibe in Richtung der zweiten Raumachse bzw. zur Erzielung
des Werkstückvorschubs) sowie eine vierte Verstelleinrichtung aufweist, mit der die
Werkstückeinspannvorrichtung in einer senkrecht zur zweiten Raumachse verlaufenden
dritten Raumachse schwenkbar ist, daß an jeder Bearbeitungseinheit gesonderte Antriebselemente
für die Verstellvorrichtungen vorgesehen sind, von denen die Antriebselemente für
die am Schleifbock vorgesehenen Verstelleinrichtungen jeweils ein erstes Kupplungselement
aufweisen, und daß der wenigstens eine Schleifbock zweite Kupplungselemente besitzt,
die jeweils antriebsmäßig mit einer Verstelleinrichtung am Schleifbock verbunden sind
und bei an einer Bearbeitungseinheit angekoppeltem Schleifbock mit jeweils einem ersten
Kupplungselement in Eingriff stehen.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine, die bevorzugt eine Dekorschleifmaschine
ist, bewirkt die zweite Verstelleinrichtung die Werkstück- bzw. Glasdrehung um die
vorzugsweise senkrecht zur Förderrichtung der Fördereinrichtung verlaufende Werkstück-
bzw. Glasachse, die dritte Verstelleinrichtung den Werkstück- bzw. Glasvorschub relativ
zur Schleifscheibe einer Bearbeitungseinheit, die vierte Verstelleinrichtung eine
Werkstück-bzw. Glasschwenkung relativ zur Schleifscheibe einer Bearbeitungseinheit
bzw. relativ zur Drehachse dieser Schleifscheibe und die erste Verstelleinrichtung
eine Tangentialschwenkung der Schleifscheibe relativ zum Werkstück bzw. zur Werkstückachse.
[0006] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung so getroffen,
daß die dritte Raumachse der Eingriffsfläche der Schleifscheibe - bezogen auf die
Werkstückachse -radial gegenüberliegt, d.h. beispielsweise bei einer um eine horizontale
Achse umlaufenden Schleifscheibe genau unterhalb oder oberhalb der Schleifscheibe
angeordnet ist, wobei die dritte Raumachse gleichzeitig auch die zweite Raumachse
schneidet, um die das Werkstück relativ zur Schleifscheibe drehbar ist (Werkstückachse).
[0007] Da mit Ausnahme der Verstellung der Schleifscheibe um die erste Raumachse bei der
erfindungsgemäßen Schleifmaschine die Verstelleinrichtungen für alle anderen steuerbaren
Achsen an dem wenigstens einen Schleifbock vorgesehen sind, ergibt sich eine besonders
einfache Konstruktion und dabei insbes. auch eine Konstruktion, bei der das Verstellen
ohne das Bewegen bzw. Schwenken großer Massen möglich ist. Die antriebsmäßige Verbindung
insbes. der Verstelleinrichtungen an dem wenigstens einen Schleifbock mit den zugehörigen
Antriebselementen bzw. mit den zweiten Kupplungselementen erfolgt bei der erfindungsgemäßen
Schleifmaschine vorzugsweise in besonders einfacher Weise durch biegsame Wellen, wobei
zur Vermeidung von Fehlern bei der Einstellung, die (Fehler) auf Torsionsfehler der
biegsamen Wellen und/oder ein Spiel und Antrieb zurückzuführen sind, zwischen jeder
biegsamen Welle und der zugehörigen Verstelleinrichtung vorzugsweise jeweils ein spielfreies
Untersetzungsgetriebe mit hohem Untersetzungsverhältnis zwischengeschaltet ist. Torsionsfehler
der biegsamen Wellen können sich dann praktisch nicht mehr auf die Einstellung des
Werkstückes auswirken. Als Untersetzungsgetriebe eignen sich beispielsweise Getriebe,
die unter der Bezeichnung "Harmonic-Drive-Getriebe" bekannt sind.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine ist die Schleifscheibe bzw. das Schleifaggregat
an den einzelnen Bearbeitungseinheiten vorzugsweise nicht nur um die erste Raumachse
dreh- bzw. schwenkbar, sondern auch in dieser ersten Raumachse mit Hilfe einer fünften
Verstelleinrichtungen verschiebbar, und zwar beispielsweise mit Hilfe eines als Antriebselement
dienenden einfachen Drehstrom-Bremsmotor, der lediglich mit einem Geber ausgerüstet
ist, so daß stufenlose Positionen angewählt werden können. Diese Verstellung bildet
jedoch vorzugsweise keine steuerbare Achse, da die erfindungsgemäße Schleifmaschine
während des Schleifens eine Bewegung der Schleifscheibe bzw. des Schleifaggregates
in dieser Achsrichtung grundsätzlich nicht erforderlich macht, und zwar insbes. deshalb
nicht, weil der Drehpunkt für die Achsschwenkung immer in der Achse der Schleifscheiben-Drehung
liegt und die geringffügigen Unterschiede an des wenigstens einen Schleifbock durch
eine den Schleifdruch steuernde Einrichtung ausgeglichen werden, mit der die Zustellung
des Werkstückes zur Schleifscheibe beim Schwenken des Werkstückes um die dritte Raumachse
bzw. beim Verschieben des Werkstückes in Richtung der zweiten Raumachse korrigiert
werden kann. Diese Korrektur wird bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine vorzugsweise
rechnergesteuert durchgeführt, wobei auch die Steuerung der Antriebselemente für die
einzelnen Verstelleinrichtungen vorzugsweise nach einem vorgegebenen Programm durch
einen Rechner bzw. eine Rechnereinheit vorgenommen werden.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine sind vorzugsweise mehrere Schleifböcke
vorgesehen, wobei jeder der völlig gleichartig aufgebauten Schleifböcke die am Schleifbock
vorgesehenen Verstelleinrichtungen aufweist und auch mit einer eigenen, den Schleifdruck
erzeugenden Einrichtung versehen ist, die beispielsweise von einem hydraulisch betätigten
Kolben-Zylinder-Element (Ölzylinder mit Kolben) oder aber von einem Membranzylinder
gebildet ist. Die Zustellung bzw. der Abhebevorgang dieser den Schleifdruck erzeugenden
Einrichtung ist dabei so gestaltet, daß während des Schleifens, je nach Glasstellung,
hydraulische Flüssigkeit, bzw. Öl aus dem Hydraulik-Zylinder verdrängt oder nachgesaugt
wird, so daß im Moment des Abhebens die individuelle Stellung jedes Werkstückes bzw.
Hohlglases erfaßt ist und der Abhebevorgang durch einen definierten Ölstoß sofort
an jeden Werkstück wirkt. Der Abhebevorgang wird somit im Gegensatz zu herkömmlichen
Maschinen für jedes Werkstück individuell durchgeführt, und zwar auch dann, wenn bei
Vorhandensein einer Vielzahl von Schleifböcken mehrere Schleifböcke jeweils einer
Gruppe von Bearbeitungseinheiten zugeordnet sind, die an mehreren Werkstücken gleichzeitig
bzw. simultan gleiche Bearbeitungsvorgänge vornehmen.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine ist die Fördereinrichtung beispielsweise
ein Rotor, der getaktet um eine vertikale Achse angetrieben wird. Bei einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schleifmaschine ist an der Fördereinrichtung
zusätzlich zu dem wenigstens einen Schleifbock auch eine Abrichteinrichtung für die
Schleifscheiben der Bearbeitungseinheiten vorgesehen, wobei diese Abrichteinrichtung
in konstruktiver Hinsicht weitestgehend mit dem wenigstens einen Schleifbock übereinstimmt.
Die Abrichteinrichtung ist dabei beispielsweise so ausgebildet, daß anstelle der zweiten,
zum Drehen des Werkstückes dienenden Verstelleinrichtung ein Antriebsmotor mit einer
Spindel vorgesehen ist, die eine Abrichtscheibe, z. B. eine Keramikscheibe aufweist.
Durch die vierte Verstelleinrichtung kann dann die Abrichtscheibe in eine geforderte
Winkelstellung zu der Drehachse der abzurichtenden Schleifscheibe gebracht werden,
wobei die dritte Verstelleinrichtung, die beim Schleifbock zum Werkstückvorschub dient,
eine oszillierende Bewegung der Abrichtscheibe relativ zur abzurichtenden schleifscheibe
erzeugt. Die Zustellung der Abrichtscheibe zur abzurichtenden Schleifscheibe erfolgt
beispielsweise durch eine zusätzliche Verstelleinrichtung, die durch das. Antriebselement
für die Werkstückdrehung gesteuert wird und bei der Abrichteinrichtung anstelle der
den Schleifdruck erzeugenden Einrichtung vorgesehen ist.
[0011] Die wesentlichsten Vorteile der erfindungsgemäßen Schleifmaschine lassen sich, wie
folgt, zusammenfassen:
1. Die Diamant-Werkzeug-Ausnutzung, d.h. die Ausnutzung der Schleifscheiben kann optimaler
als bei herkömmlichen Maschien gestaltet werden, da für jede erforderliche Schliffbreite
eine spezielle Schleifscheibe vorgesehen werden kann, so daß der Schleif- bzw. der
Diamantbelag optimal ausgenutzt wird, und zwar nicht nur an der Spitze der Schleifscheiben.
2. Jedes Werkstück bzw. jedes Hohlglas wird unter der Schleifscheibe mechanisch zentriert.
Dadurch kann die Anzahl der Schleifköpfe bzw. Schleifscheiben bedenkenlos erhöht werden.
3. Durch die individuellen Einzelantriebe bzw. Verstelleinrichtungen je Werkstück
wird eine weitgehende Schwingungsfreiheit erreicht, was eine Verbesserung der geschliffenen
Oberfläche und auch eine Verringerung des Schleifscheibenverschleisses bedingt.
4. Insbesondere bei einer radialen Anordnung der Schleifscheiben und Werkstücke ist
die Möglichkeit eines automatischen Abrichtens der Schleifscheiben durch eine Abrichteinrichtung
gegeben. Dadurch entsteht optimal geringer Verlust an Diamantmaterial beim Abrichten,
da Toleranzfehler nur einmal abgerichtet werden. Weiterhin ist hierdurch eine Schwingungs-
und Schlagfreiheit der Schleifscheiben nach Abrichten gewährleistet.
5. Das Be- und Entladen ist bei der erfindungsgemäßen Schleifmaschine an einer Beschickungsposition
während des Arbeitsvorganges möglich.
6. Durch Einzelaufnahmen für die Werkstücke bzw. durch die individuell an jedem Schleifbock
vorgesehenen Werrstückhalterungen und durch die Ankupplung bzw. Zentrierung de Schleifböcke
an den Bearbeitungseinheiten werden Toleranzprobleme eliminiert.
7. Durch die Einfachheit des Schleifkopfes (es besteht keine Notwendigkeit einen Doppelschleifkopf
oder gar einen Dreifachschleifkopf zu verwenden) kann die Lagerung optimal gestaltet
werden, da kein Doppel- oder gar Dreifachschleifkopf erforderlich ist. Diese Schleifkonstruktion
erfordert allerdings eine Begrenzung der Dreh- bzw. Schwenkbewegung um die erste Raumachse
auf 300° und ermöglicht daher eine Wasserzufuhr an die jeweilige Schleifscheibe mit
einer festen Schlauchverbindung.
8. Durch den segmentweisen Aufbau der Schleifmaschine, d.h. durch die Verwendung gleichartiger
Bearbeitungseinheiten und gleichartiger Schleifböcke ist eine außerordentliche Servicefreundlichkeit
gegeben, d.h. bei Ausfall einer Maschinengruppe kann diese komplett ausgetauscht und
erst dann repariert werden. Die Schleifmaschine ist sofort wieder einsatzbereit.
9. Aufgrund der Segmentbauweise ist auch die Möglichkeit zu vielfaltigen Kombinationsmöglichkeiten
der einzelnen Baugruppen gegeben. Diese Bauweise vermindert auch die Lagerkosten und
begünstigt die Serienfertigung für unterschiedlichste Maschinengrößen und Maschinenmöglichkeiten
[0012] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird
im folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf eine Dekorschleifmaschine
gemäß der Erfindung;
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt durch die Maschine gemäß Fig. 1, wobei der einfacheren
Darstellung wegen nur die linke Hälfte dieses Schnittes gezeigt ist;
Fig. 3 in einer vereinfachten Darstellung eine Draufsicht auf mehrere, um eine gemeinsame
vertikale Achse kreisringförmig angeordnete Bearbeitungseinheiten und Schleifböcke
der Dekorschleifmaschine gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 2, jedoch im Bereich der Beschickungsposition
bzw. Beschickungsvorrichtung der Dekorschleifmaschine nach Fig. 1;
Fig. 5 eine ähnliche Darstellung, wie Fig. 2, jedoch bei einer unter einer Bearbeitungseinheit
angeordneten Abrichteinheit für die Schleifscheiben.
[0013] Die in den Figuren dargestellte Dekorschleifmaschine besteht aus einem Rotor 1, der
um eine vertikale Achse S drehbar an einer Säule 2 eines Maschinengestells 3 gelagert
ist. Der Rotor 1 wird durch einen Antrieb 1' um die Achse S in Richtung des Pfeiles
A getaktet, d.h. schrittweise angetrieben, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform
derart, daß der Rotor 1 in jeder auf eine Stillstandsphase folgenden Bewegungsphase
um 90° weiter gedreht wird. Am Umfang des Rotors 1 sind ortsfest am Maschinengestell
3 mehrere Bearbeitungseinheiten 4 angeordnet, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform
insgesamt 24 Bearbeitungseinheiten 4, die jeweils in drei Gruppen I, II und 111 zu
je acht Bearbeitungseinheiten 4 zusammengefaßt sind. Die Steuerung ist dabei so getroffen,
daß die Bearbeitungseinheiten 4 jeder Gruppe gleichzeitig jeweils die gleiche Bearbeitung
an acht zu bearbeitenden Hohlgläsern 5 vornehmen.
[0014] Am Außenumfang des Rotors 1 sind an diesem Rotor eine Vielzahl von Schleifböcker
6 befestigt, und zwar bei der dargestellten Ausführungsform insgesamt 32 Schleifböcke
6, die vier Gruppen la, Ila, lila, und IVa von jeweils acht Schleifböcken 6 bilden,
wobei in jeder Stillstandsphase des Rotors 1 die Schleifböcke 6 von drei Gruppen jeweils
unter einer Bearbeitungseinheit 4 angeordnet sind und die Schleifböcke 6 einer Gruppe
einer am Maschinengestell 3 vorgesehener Beschickungsposition mit Beschickungsvorrichtung
7 gegenüberliegen. Die Anordnung der Schleifböcke 6, der Bearbeitungseinheiten 4 sowie
der Beschickungsvorrichtung 7 am Rotor bzw. um den Rotor ist weiterhin so getroffen,
daß die Bearbeitungsein heiten 4 und die Schleifböcke 6 sämtlicher Gruppen jeweils
den gleichen Winkelabstand voneinander aufweisen, wobei der Abstand zwischen der letzten
Bearbeitungseinheit 4 einer Gruppe und der ersten Bearbeitungseinheit der nachfolgenden
Gruppe bzw. zwischen dem letzten Schleifbock 6 einer Gruppe und dem ersten Schleifbock
6 der nachfolgenden Gruppe gleich dem doppelten Winkelabstand ist, d.h. bei der dargestellten
Ausführungsform beträgt der Winkel abstand zwischen den einzelnen Bearbeitungseinheiten
4 bzw. den einzelnen Schleifböcken 6 innerhalb einer Gruppe jeweils 10°, während der
Winkelabstand zwischen zwei benachbarten Gruppen 20° ist.
[0015] Anstelle des in den Fig. dargestellten Rotors 1 kann vor allem bei größeren Einheiten
auch ein Kettentransportsystem vorgesehen werden, so daß die Maschine zu einer "Fertigungsstraße"
wird und dabei erträgliche Außenmaße beibehält.
[0016] Jede Bearbeitungseinheit 4 weist ein vertikales, an den Maschinengestell 3 befestigtes
Ständergestell 8 auf, an dessen dem Rotor 1 zugewendeter Seite ein Schlitten 9 in
vertikaler Richtung verschiebbar gehalten ist. Dieser Schlitten 9 kann mit einer einen
Antriebsmotor aufweisenden Einstelleinrichtung 10 in vertikaler Richtung auf - und
abbewegt werden. Am Schlitten 9 ist ein in horizontaler Richtung von diesem wegstehender
Arm oder Ausleger 11 befestigt, an welchem um eine vertikale Achse V ein Schleifaggregat
12 drehbar gelagert ist, wobei die Lagerung so getroffen ist, daß das Schleifaggregat
um die Achse V eine Dreh- bzw. Schwenkbewegung von etwa 300° ausführen kann. Die Begrenzung
der Dreh- bzw. Schwenkbewegung des Schleifaggregates 12 auf 300° hat u.a. den Vorteil,
daß die Zufuhr des beim Schleifen erforderlichen Wassers mit einer festen Schlauchverbindung
erfolgen kann. Das Schleifaggregat 12 besteht im wesentlichen aus dem Antriebsmotor
13 und einer von diesem angetriebenen Schleifscheibe 14, welche an einem Ende einer
Welle befestigt ist, die in einem mehrfach abgewinkelten Arm 15 drehbar gelagert ist.
Der Arm 15 ist am Gehäuse des Antriebsmotors 13 befestigt und in diesem Arm sind die
Getriebeelemente vorgesehen, die eine antriebsmäßige Verbindung zwischen dem Motor
und der die Schleifscheibe 14 tragenden Welle oder Spindel herstellen. Die die Schleifscheibe
14 tragende Welle erstreckt sich in einer Achsrichtung senkrecht zur Achse V, d.h.
die Schleifscheibe 14 läuft um eine horizentale Achse um, die die Achse V im Bereich
der Schleifscheibe 14 schneidet. Um das Schleifaggregat 12 um die Achse V zu schwenken
bzw. zu drehen, ist am Arm 15 unterhalb des Auslegers 11 eine Scheibe 16 konzentrisch
zur Achse V befestigt, die über einen Zahnriemen 17 mit einer Scheibe 18 an der Ausgangswelle
eines Untersetzungsgetriebes 19 antriebsmäßig in Verbindung steht. Die Eingangswelle
des Untersetzungsgetriebes 19 ist über eine biegsame Welle 20 mit einem Antriebselement
21 am Ständergestell 8 verbunden. Durch das spielfreie Untersetzungsgetriebe 19, welches
beispielsweise eine Untersetzung von 1 : 85 oder 1 : 150 aufweist, werden eventuelle
Fehler, die sich bei der Einstellung bzw. Drehung des Schleifaggregates 12 um die
Achse V aufgrund der Torsion der biegsamen Welle 20 oder einem ev. Spiel im Antrieb
ergeben könnten, so stark reduziert, daß sich derartige Fehler praktisch nicht auswirken.
[0017] Im unteren Bereich des Ständergestells 8 sind an dessen dem Rotor 1 zugewendeten
Seite drei Kupplungselemente 22 vorgesehen, von denen jedes an der Welle eines Antriebselementes
23, 24 bzw. 25 befestigt ist.
[0018] Der Schleifbock 6 besteht im wesentlichen aus einem Schlitten 26, der radial zur
Achse S, d.h. in horizontaler Richtung entsprechend dem Doppelpfeil B verschiebbar
am Rotor 1 befestigt ist. Zum Verschieben des Schlittens 26 in Richtung des Doppelpfeiles
B dient ein pneumatisch oder hydraulisch betätigbares Kolben-Zylinder-Element 27.
An der Oberseite des Schlittens 26 ist ein in vertikaler Richtung nach oben wegstehender
Arm 28 vorgesehen, an dessen oberem Ende mit Hilfe eines Gelenkbolzens 29, dessen
Achse senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 2 verläuft bzw. sich in horizontaler Richtung
und auch gleichzeitig in tangentialer Richtung zur Drehachse des Rotors 1 erstreckt,
das eine Ende des Schenkels 30' eines U- bzw. bügelförmigen Tragrahmens 30 schwenkbar
gehaltert ist; am anderen Schenkel 30" dieses Tragrahmens ist bei 31 um eine parallel
zur Achse des Gelenkbolzens 29 verlaufende Achse ein Zwischenträger 32 schwenkbar
gelagert. Um ein möglichst günstige Lagerung für den Zwischenträger 32 zu erzielen,
weist der Tragrahmen 30 vorzugsweise zwei parallel zueinander und im Abstand voneinander
angeordnete Schenkel 30" auf, die beidseitig seitlich von dem Zwischenträger 32 liegen
und an deren Enden der mit seiner Längserstreckung in etwa radial zur Achse S liegende,
trog- oder wannenartig ausgebildete Zwischenträger 32 mit jeweils einem achsgleich
mit der Achse 31 liegenden Gelenkbolzen schwenkbar gehaltert ist. Zum Schwenken des
Zwischenträgers 32 gegenüber dem Tragrahmen 30 dient eine Einstelleinrichtung 33,
die im wesentlichen aus einem am Tragrahmen 30 drehbar gelagerten Schneckenrad 34
und aus einer mit diesem Schneckenrad in Eingriff stehenden Verzahnung 35 besteht,
welche am Zwischenträger 32 bzw. an einem von diesem nach unten wegstehenden Ansatz
dieses Zwischenträgers 32 vorgesehen ist. Das Schneckenrad ist über ein Untersetzungsgetriebe
36 mit hohem Untersetzungsverhältnis (ähnlich der Untersetzungsgetriebe 19) mit einer
biegsamen Welle 37 antriebsmäßig verbunden. Auf dem Zwischenträger 32 ist in Richtung
der Längserstreckung dieses Zwischenträgers ein Untersetzungsgetriebe 38 verschiebbar
angeordnet bzw. geführt, welches an seiner Ausgangswelle eine Einspannvorrichtung
39 für ein Hohlglas 5 aufweist. Die antreibende Welle des ebenfalls ein hohes Untersetzungsverhältnis
aufweisenden Untersetzungsgetriebes 38 ist wirkungsmäßig mit einer biegsamen Welle
40 verbunden. Zum Verschieben des Untersetzungsgetriebes 38 mit der Einspannvorrichtung
39 entlang des Zwischenträgers 32 dient eine Einstelleinrichtung 41, die im wesentlichen
auf einer mit dem Untersetzungsgetriebe 38 verbundenen Zahnstange 42 und aus einem
mit dieser Zahnstange in Eingriff stehenden Zahnrad 43 besteht, welch letzteres an
der Ausgangswelle eines Untersetzungsgetriebes 44 befestigt ist. Die Eingangswelle
des Untersetzungsgetriebes 44 ist über ein Winkelgetriebe mit einer biegsamen Welle
45' verbunden. Gegen die Unterseite des Tragrahmens 30 stützt sich das obere Ende
der Kolbenstange eines hydraulischen Kolben-Zylinder-Elementes 45 ab, die (Kolbenstange)
in vertikaler Richtung auf- und abbewegbar ist und durch die (Kolbenstange) der Tragrahmen
30 zum Andrücken des Hohlglases 5 gegen die Schleifscheibe 14 um den Gelenkbolzen
29 schwenkbar ist. Die Anordnung ist dabei weiterhin so getroffen, daß die Achse 31
sowie der Angriffspunkt der Kolbenstange des Kolben-Zylinder-Elementes 45 in etwa
unterhalb der Schleifscheibe 14 liegen. Bei der in der Fig. 2 gezeigten Stellung des
Schlittens 26 liegt die Achse 31 gegenüber der Mittelebene der Schleifscheibe 14 geringfügig
zur Achse S radial nach innen versetzt, während der Angriffspunkt des Kolben-Zylinder-Elementes
45 am Tragrahmen 30 einen noch etwas geringeren Abstand von der Achse S besitzt als
die Achse 31. Anstelle eines Kolben-Zylinder-Elementes 45 kann auch ein anderes, ähnlich
wirkendes Element, beispielsweise ein Membranzylinder verwendet werden.
[0019] Die Untersetzungsgetriebe 38 und 44 besitzen ebenfalls (ähnlich dem Untersetzungsgetriebe
19) wiederum ein großes Untersetzungsverhältnis und sorgen ebenso wie das Untersetzungsgetriebe
dafür, daß sich Torsionsfehler der biegsamen Wellen 37, 40 und 45 praktisch nicht
bei der Einstellung des Kohlglases 5 gegenüber der Schleifscheibe 14 mit Hilfe der
Einstelleinrichtungen 33 sowie 41 bzw. mit Hilfe des Untersetzungsgetriebes auswirken
können, wie dies oben im Zusammenhang mit der Untersetzungsgetriebe 19 beschrieben
wurde. Die den Untersetzungsgetrieben 36, 38 und 44 entfernt liegenden Enden der biegsamen
Wellen 37,40 und 45' sind mit Kupplungselementen 46 verbunden, welche dann mit den
Kupplungselementen 22 in Eingriff stehen, wenn der Schlitten 26 aus seiner in der
Fig. 2 gezeigten rechten Stellung mit Hilfe des Kolben-Zylinder-Elementes 27 nach
links (in die Arbeitsstellung) verschoben wird. In dieser Arbeitsstellung, in der
dann die Achse 31 genau unter der Mittelebene der Schleifscheibe 14 liegt, und in
der die Bearbeitung des Hohlglases 5 mit Hilfe der Schleifscheibe 14 erfolgt, ist
der Schlitten 26 dann noch zusätzlich mechanisch an eine Bearbeitungseinheit 4 angekoppelt,
und zwar dadurch, daß am Ständergestell 8 vorgesehene Kupplungsstifte 47 in buchsenförmige
Kupplungselemente 48 am Schlitten 26 eingreifen. Mit Hilfe der an jeder Bearbeitungseinheit
3 vorgesehenen Antriebselemente 23, 24 und 25 kann somit, bei einem an eine Bearbeitungseinheit
4 angekoppeltem Schleifbock 6, das an der Einspannvorrichtung 39 gehaltene Hohlglas
gegenüber der Schleifscheibe 14 drei Bewegungen ausführen, nämlich ein Glasdrehung
um eine sich in Richtung der Längserstreckung des Zwischenträgers 32 verlaufenden
Raumachse (mit Hilfe des Untersetzungsgetriebes 38 und der zugehörigen biegsamen Welle
40), einen Glasvorschub in Richtung der Längserstreckung des Zwischenträgers 32 mit
Hilfe der Einstelleinrichtung 41 und eine Schwenkbewegung um die Achse 31 senkrecht
zum Glasvorschub mit Hilfe der Einstelleinrichtung 33. Befindet sich der Schlitten
26 in der in der Fig. 2 gezeigten Stellung, in der der Schlitten 26 bzw. der Schleifbock
6 von den Bearbeitungseinheiten 4 abgekoppelt ist, sind die Antriebselemente 23, 24
und 25 in einer vorgegebenen Stellung durch nicht näher dargestellte Fixiereinrichtungen,
beispielsweise elektromagnetisch betätigbare Fixiereinrichtungen fixiert. Sämtliche
Antriebselemente 21, 23, 24 und 25 der Bearbeitungseinheiten 4 einer Gruppe I, II
bzw. 111 werden jeweils von einer Rechnereinheit 49 angesteuert, und zwar derart,
daß bei an diese Gruppe angekoppelten Schleifböcken 6 an den dort eingespannten Gläsern
5 gleichzeitig die gleichen Bearbeitungsschritte durchgeführt werden. Die Rechnereinheiten
49 werden durch eine zentrale Rechnereinheit 50 überwacht, die dann beispielsweise
auch das Drehen des Rotors 1 steuert.
[0020] Durch die einzelnen Rechnereinheiten 49 werden auch die Einstelleinrichtungen 10
(für die Höhenverstellung der Schleifscheibe 14) gesteuert, wobei die Einstelleinrichtungen
10 beispielsweise jeweils von einem einfachen Drehstrom-Bremsmotor gebildet sind,
der lediglich mit einem Geber ausgerüstet ist, so daß von der Rechnereinheit stufenlose
Positionen angewählt werden können. Der betreffende Drehstrom-Bremsmotor ist jedoch
nicht als steuerbare Achse ausgerüstet, da die Konstruktion der Dekorschleifmaschine
keine Bewegung bedingt, die während des Schleifens erforderlich sein könnte. Die Achsverstellung
des Glases 5 ist im Schleifbock 6 realisiert. Die Achse 31, um die die Schwenkung
erfolgt, liegt bei einem an eine Bearbeitungseinheit 4 angekoppelten Schleifbock 6
immer genau unterhalb der Drehachse der Schleifscheibe 14. Damit sind die Höhenunterschiede,
die durch die Schwenkung des Glases 5 erforderlich sind, so minimal, daß sie durch
das als Schleifdruckzylinder dienende Kolben-Zylinder-Element 45 ausgeglichen verden
können. Die sich daraus ergebenden geometrischen Änderungen werden beispielsweise
von der betreffenden Rechnereinheit 49 berücksichtigt und kompensiert. Die Umrechnung
in der Rechnereinheit erfolgt über die für jedes Glas 5 eingegebene Glaskontur, in
gleicher Weise wie auch die Umrechnungen für Glasdurchmesser und damit Drehwinkel
und Glasvorschub, der bei der beschriebenen Dekorschleifmaschine immer in Achsrichtung
des Glases erfolgt, und zwar unabhängig von der jeweiligen Achswinkelstellung. Dadurch,
daß jeder Gruppe von Bearbeitungseinheiten 4 eine Rechnereinheit 49 zugeordnet ist,
die von der zentralen Rechnereinheit 50 überwacht wird, kann an jeder Gruppe von Bearbeitungseinheiten
völlig unabhängig operiert werden und es können dort völlig unabhängige Dekore oder
Dekorteile erstellt werden, und zwar anhand von in die Rechnereinheit 49 eingegebenen
Programmen. Diese Programme können außerhalb der Dekorschleifmaschine erstellt bzw.
erprobt werden, und zwar an einer Testeinrichtung, die aus einer Bearbeitungseinheit
4 und aus einem Schleifbock 6 besteht, wobei die beiden genannten Teile der Testeinheit
gleichzeitig auch als Austauschaggregate bei eventuellen Defekten in der Dekorschleifmaschine
zur Verfügung stehen.
[0021] Die Arbeitsweise der dargestellten Dekorschleifmaschine läßt sich, wie folgt, beschreiben:
[0022] Bei stillstehendem Rotor 1 und an die Bearbeitungseinheiten 4 angekoppelten Schleifböcken
6 wird die Beschickungsvorrichtung 7 von der Seite her zunächst an einen der sich
in der Beschickungsposition befindlichen Schleifböcke 6 heranbewegt, und zwar derart,
daß die auch an der Beschickungsvorrichtung 7 vorgesehenen Kupplungsstifte 47 mit
den Kupplungselementen 48 dieses Schleifbockes 6 in Eingriff kommen. Durch einen gesondert
aufgegebenen Druck wird über das Kolben-Zylinder-Element 45, der mit dem Untersetzungsgetriebe
38 und der Einspannvorrichtung 39 versehene Zwischenträger 33 gegen einen Zentrierarm
51 der Beschickungsvorrichtung 7 angedrückt, so daß letztere mit dem betreffenden
Schleifbock eine starre Einheit bildet. Nun wird durch eine Schubvorrichtung 52 ein
Glas 5 aus der Beschickungsvorrichtung 7 gegen die Einspannvorrichtung 39 bewegt,
an welcher das Glas 5 durch Vakuum bzw. Unterdruck gehalten wird. Die Beschickungsvorrichtung
7 bewegt sich anschließend zu dem nächsten, sich in der Beschickungsposition befindlichem
Schleifbock 6, und dort wiederholt sich der beschriebene Beschickungsvorgang. Ein
besonderer Vorteil der beschriebenen Beschickungsvorrichtung ist, daß durch die feste
Verbindung zwischen Beschickungsvorrichtung 7 und Schleifbock 6 das betreffende Glas
5 genau axial auf die Einspannvorrichtung 39 gebracht werden kann, so daß es möglichst
schlagfrei für die folgenden Bearbeitungsvorgänge gehalten ist. Sind auf die acht
Schleifböcke 6 in der Beschickungsposition acht Gläser 5 aufgesteckt, so erhält die
Maschine einen Startbefehl. Die acht Gläser 5 bewegen sich dann unter die erste Gruppe
der Bearbeitungseinheiten 4. Nach der Stillstehen des Rotors 1 werden wiederum sämtliche,
unter Bearbeitungseinheiten 4 befindliche Schleifböcke 6 mit Hilfe der Kolben-Zylinder-Elemente
27 radial nach außen bewegt und an die betreffenden Bearbeitungseinheiten 4 angekoppelt,
so daß die erste Gruppe von acht Gläsern, die sich nun unter der Gruppe 1 der Bearbeitungseinheiten
4 befinden, einen ersten Bearbeitungsvorgang unterzogen werden können. Während dieser
Zeit werden auf die nächsten, sich an der Beschickungsposition befindlichen acht Schleifböcke
6 acht Gläser aufgesteckt und nach Beendigung des ersten Dekorteils (an der Gruppe
1) erhält die Maschine wiederum einen Startbefehl und die zweite Gruppe von acht Gläsern
5 gelangt unter die Gruppe I der Bearbeitungseinheiten 4. Gleichzeitig gelangt die
erste Gruppe von acht Gläsern unter die Gruppe 11 der Bearbeitungseinheiten 4. Bei
diesem neuen Bearbeitungsgang werden wiederum in der Beschickungsposition Schleifböcke
6 mit Gläsern 5 bestückt. Nachdem der längste, der jetzt laufenden Bearbeitungsvorgänge
beendet ist, erhält die Maschine einen neuen Startbefehl, d.h. der Rotor 1 dreht abermals
um die Achse S um einen Winkelbereich von 90°, so daß die dritte Gruppe von acht Gläsern
5 unter die Gruppe I der Bearbeitungseinheiten 4 gelangt. Inzwischen hat die erste
Gruppe von acht Gläsern 5 die Gruppe 111 der Bearbeitungseinheiten 4 erreicht und
die Maschine ist voll bestückt. Nach Beendigung des am längsten währenden Bearbeitungsvorganges
der drei Gruppen I, 11 und III erfolgt ein Start und die erste Gruppe von acht Gläsern
5 erreicht als fertig geschliffene Gläser die Beschickungsposition. Die fertig geschliffenen
Gläser werden jetzt entnommen und jeder Schleifbock 6 an der Beschickungsposition
wird mit einem neuen, nicht geschliffenen Glas 5 bestückt. Danach bzw. nach Abschluß
des längsten Bearbeitungsvorganges erfolgt ein weiterer Start der Maschine, d.h der
Rotor 1 dreht um 90°, so daß schließlich die zweite Gruppe von acht Gläsern 5 als
fertig geschliffene Gläser die Beschickungsposition erreicht und so weiter. Die Schleifzeit
für acht Gläser 5 ist diejenige, die durch die am längsten arbeitende Bearbeitungseinheit
4 der Gruppen I, und 111 bestimmt wird. Hinzu addiert sich noch eine Tischteilzeit
von drei Sekunden. Es ist dabei davon auszugehen, daß das Entnehmen und Neubestücken
mit Gläsern 5 kürzere Zeit in Anspruch nimmt als das Bearbeiten dieser Gläser an den
einzelnen Gruppen I, II und 111.
[0023] Es wurde bereits erwähnt, daß der letzte Schleifbock 6 einer Gruppe von Schleifböcken
vom ersten Schleifbock der benachbarten Gruppe einen Winkelabstand aufweist, der doppelt
so groß ist als der Winkelabstand der Schleifböcke 6 innerhalb einer Gruppe. Dies
ist deswegen erforderlich, weil zwischen den einzelnen Gruppen I, II und III der Bearbeitungseinheiten
4 ein Abstand verbleiben muß, damit eine individuelle Schleifkopf- bzw. Schleifscheibenbewegung
bei den einzelnen Gruppen I, II und III möglich ist. Zwischen den einzelnen Gruppen
la, IIa, Illa und IVa von Schleifböcken 6 ergibt sich somit jeweils eine Lücke, in
welche eine Abrichteinrichtung 53 eingesetzt werden kann, wie sie in der Fig. 5 dargestellt
ist. Diese Abrichteinrichtung, die in einem fest vorgegebenen Zeitrhythmus statt der
Schleifböcke 6 an die einzelnen Bearbeitungseinheiten 4 herangeführt wird, um mit
Hilfe einer Abrichtscheibe 54 die Schleifscheiben 14 abzurichten, ist in gleicher
Weise wie ein Schleifbock 6 aufgebaut, so daß in der Fig. 5 für jeweils gleiche Teile
die gleichen Bezugsziffern wie in den Figuren 2 bis 4 verwendet sind. Ein gegenüber
einem Schleifbock 6 wesentlichster Unterschied besteht darin, daß an dem Zwischenträger
32 anstelle des Untersetungsgetriebes 38 ein Motor 55 in Zwischenträgerlängserstreckung,
d.h. radial zur Achse S verschiebbar geführt ist und mit Hilfe der Einstelleinrichtung
41 hin- und herbewegt werden kann, wobei der Antriebsmotor 55 an seiner ebenfalls
in Richtung der Längserstreckung des Zwischenträgers 32 liegenden Welle oder Spindel
die keramische Abrichtscheibe 54 trägt.
[0024] Zum Abrichten einer "Diamant"-Schleifscheibe 14 einer Bearbeitungseinheit 4 wird
die Abrichteinheit 53 entsprechend einem Schleifbock 6 an diese Bearbeitungseinheit
angekuppelt. Über die Einstelleinrichtung 33 wird die Schräglage der Abrichtscheibe
54, die (Schräglage) dem Winkel der Diamant-Schleifscheibe 14 entspricht, eingestellt.
Durch die Einstelleinrichtung 41 wird eine oszillierende Bewegung erzeugt, die die
Abrichtscheibe 54 an der Schleifscheibe 14 vorbeibewegt. In einem ersten Arbeitsgang
erfolgt auf diese Weise durch die rotierend angetriebene Abrichtscheibe 54 das Abrichten
der einen Flanke der rotierenden Schleifscheibe 14. Zum Abrichten der anderen Flanke
wird die Schleifscheibe 14 mit Hilfe des Antriebselementes um 180° gedreht. Die Zustellung
der Abrichtscheibe 54 geschieht über eine Einstelleinrichtung 56, die anstelle des
Kolben-Zylinder-Elementes 45 vorgesehen ist und deren Eingangswelle mit der biegsamen
Welle 40 verbunden ist, über die bei den Schleifböcken 6 die Glasdrehung erfolgt.
Die Einstelleinrichtung 56 besteht im einfachsten Fall aus einen gewindespindelartigen
Teil 57 mit Feingewinde, welches (Teil) durch ein Muttergewindestück entsprechend
der über die biegsame Welle 40 übertragenen Drehbewegung in vertikaler Richtung auf-und
abbewegt wird und dadurch den Tragrahmen 30 um den Gelenkbolzen 29 schwenkt. Die einzelnen
Antriebselemente 23, 24 und 25 werden beispielsweise durch die Rechnereinheit 49 nach
einem bestimmten Abricht-Programm gesteuert.
[0025] Bei der Dekorschleifmaschine kann eine Abrichteinrichtung 53 oder aber mehrere solche
Einrichtungen, beispielsweise drei Abrichteinrichtungen vorgesehen werden.
[0026] Die wesentlichsten Vorteile der Abrichteinrichtung 53 lassen sich, wie folgt zusammenfassen:
[0027] Durch die Verwendung weitgehenst gleicher Teile wie bei den Schleifböcken 6 ergibt
sich eine Optimierung in fertigungstechnischer Hinsicht.
[0028] Der abzurichtende Diamantbelag der jeweiligen Schleifscheibe 14 bleibt optimal klein,
da die Justierung der Abrichteinrichtung genau unter dem Zentrum der Schleifscheibe
14 möglich ist.
[0029] Die Schleifscheibe 14 kann optimal länger auf der Maschine bleiben, d.h. Toleranzfehler
führen nur einmal durch das erste Abrichten zu Diamantverlusten an der Schleifscheibe
14.
[0030] Der mechanische Ab- und Anbau der Schleifscheiben wird vermieden, was nicht nur die
Abrichtzeit ingesamt verkürzt, sondern auch Beschädigungen an den Schleifscheiben
ausschließt.
[0031] Eine Neujustage nach dem Abrichtvorgang der Schleifscheiben auf die Mitte des Drehzentrums
entfällt.
1. Schleifmaschine zum Schleifen von Werkstücken (5), mit wenigstens einem eine Werkstückeinspannvorrichtung
aufweisenden Schleifbock (6), mit mehreren jeweils wenigstens ein Schleifscheibe (14)
aufweisenden, stationären Bearbeitungseinheiten (4), mit einer Fördereinrichtung (1)
für den wenigstens einen Schleifbock (6), mit welcher der Schlefbock (6) getaktet
an den Bearbeitungseinheiten (4) vorbeibewegbar ist, sowie mit von Antriebselementen
gesteuerten Verstelleinrichtungen, von denen eine erste, an jeder Bearbeitungseinheit
vorgesehene Verstelleinrichtung (19) zum Schwenken der Schleifscheibe (14) um eine
senkrecht bzw. quer zur Drehachse der Schleifscheibe (14) verlaufende erste Raumachse
und eine zweite, am wenigstens einen Schleifbock (6) vorgesehene Verstelleinrichtung
(38) zum Drehen des Werkstückes (5) relativ zur Schleifenscheibe (14) um eine, von
der Werkstückachse gebildete zweite Raumachse dient, und von denen eine dritte Verstelleinrichtung
(41) zur Erzielung einer Relativbewegung zwischen Werkstück (5) und Schleifscheibe
(14) in Richtung der zweiten Raumachse dient,
dadurch gekennzeichnet, daß Kupplungsstücke (47,48) am wenigstens einen Schleifbock
(6) sowie an den Bearbeitungseinheiten (4) vorgesehen sind, um den Schleifbock in
der Stillstandsphase der Fördereinrichtung durch Bewegen quer zur Förderrichtung der
Fördereinrichtung (1) mechanisch an einer Bearbeitungseinheit anzukuppeln bzw. zu
arretieren, daß der wenigstens eine Schleifbock (6) die dritte Verstelleinrichtung
(41) sowie eine vierte Verstelleinrichtung (33) aufweist, mit der die Werkstückeinspannvorrichtung
(39) um eine senkrecht zur zweiten Raumachse verlaufende dritte Raumachse (31) schwenkbar
ist, daß an jeder Bearbeitungseinheit (4) gesonderte Antriebselemente (21, 23, 24,
25) für die Verstelleinrichtungen (19, 33, 38,41) vorgesehen sind, von denen die Antriebselemente
(23, 24, 25) der am Schleifbock (6) vorgesehenen Verstelleinrichtungen (33, 38, 41)
erste Kupplunselemente (22) aufweisen, und daß der wenigstens eine Schleifbock (6)
zweite Kupplungselemente (46) besitzt, die jeweils antriebsmäßig mit einer Verstelleinrichtung
(33, 38, 41 ) am Schleifbock (6) verbunden sind und bei an einer Bearbeitungseinheit
(4) angekoppeltem Schleifbock (6) mit jeweils einem ersten Kupplungselement (22) in
Eingriff stehen.
2. Schleifmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Antriebselement
(21, 23, 24, 25) bzw. wenigstens ein zweites Kupplungselement (46) über eine biegesame
Welle (20, 37, 40, 45') mit der zugehörigen Verstelleinrichtung antriebsmäßig verbunden
ist, wobei vorzugsweise zwischen der Verstelleinrichtung und der biegsamen Welle ein
Untersetzungsgetriebe (19, 36, 38, 44) vorgesehen ist.
3. Schleifmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte
Raumachse (31) bei dem an eine Bearbeitungseinheit (4) angekuppelten, wenigstens einen
Schleifbock (6)-bezogen auf die zweite Raumachse (Werkstückdrehachse) dem Berührungspunkt
bzw. der Berührungsfläche zwischen der Schleifscheibe (14) und dem Werkstück radial
gegenüberliegt.
4. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
dritte Raumachse (31) die zweite Raumachse (Werkstückdrehachse) schneidet.
5. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Schleifböcke (6) an der Vordereinrichtung (1) vorgesehen sind,
wobei vorzugsweise die Anzahl der Schleifböcke (6) größer ist als die Anzahl der Bearbeitungseinheiten
(4) und/oder wobei vorzugsweise mehrere Gruppen (I, 11, 111) von Bearbeitungseinheiten,
von denen jede Gruppe jeweils die gleiche Anzahl von Bearbeitungseinheiten (4) aufweist,
sowie mehrere Gruppen (la, Ila, Illa, IVa) von Schleifböcken (6) vorgesehen sind,
wobei die Anzahl der Schleifböcke (6) in jeder Gruppe gleich der Anzahl der Bearbeitungseinheiten
(4) in jeder Gruppe (I, II III) ist und die Anzahl der Gruppen von Schleifböcken (6)
wenigstens um Eins größer ist als die Anzahl der Gruppen von Bearbeitungseinheiten
(4).
6. Schleifmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Gruppe (I, II,
111) von Bearbeitungseinheiten (4) wenigstens eine Rechnereinheit (49) zugeordnet
ist, die die Antriebselemente (10, 21, 23, 24, 25) dieser Gruppe nach einem Programm
individuell steuert, und daß vorzugsweise die Rechnereinheiten (49) sämtlicher Gruppen
(1, II, 111) durch eine zentrale Rechnereinheit (50) überwacht bzw. gesteuert werden.
7. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß der
wenigstens ein Schleifbock (6) aus einem Schlitten (26) besteht, der am Förderelement
(1) in Richtung (B) quer zur Förderrichtung (A) des Förderelementes (1) verschiebbar
geführt ist, und daß am Schlitten (26) ein Tragrahmen (30) schwenkbar befestigt ist,
an welchem ein Zwischenträger (32) um die dritte Raumachse (31) schwenkbar angelenkt
ist, und daß die Werkstückeinspannvorrichtunhg (39), ggfs. zusammen mit der zweiten
Verstelleinrichtung (38) an dem Zwischenträger in Richtung der zweiten Raumachse verschiebbar
geführt ist.
8. Schleifmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (30)
am Schlitten (26) um eine Achse (29) schwenkbar gehaltert ist, die parallel zur dritten
Raumachse (31) verläuft.
9. Schleifmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen
(30) eine Einrichtung (45) zur Erzeugung des Schleifdruckes einwirkt.
10. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 7 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß der
Angriffspunkt der Einrichtung (45) zur Erzeugung des Schlifdruckes dem Schnittpunkt
der zweiten Raumachse (Werkstückdrehachse) mit der dritten Raumachse (31) gegenüberliegt.
11. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - -10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Werkstückeinspannvorrichtunhg (39) unterhalb der Schleifscheiben (14) der Bearbeitungseinheiten
(4) liegt.
12. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schleifscheiben (14) an den Bearbeitungseinheiten (4) durch eine fünfte Verstelleinrichtung
(10) in Richtung der ersten Raumachse verschiebbar sind.
13. Schleifmaschine nach einem der Ansprüche 1 - 12, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich
zu dem wenigstens einen Schleifbock (6) wenigstens eine Abrichteinrichtung (53) an
der Fördereinrichtung (1) vorgesehen ist, und daß vorzugsweise die wenigstens eine
Abrichteinrichtung (53) in ihrer konstruktiven Ausbildung im wesentlichen dem weingstens
einem Schleifbock (6) entspricht, wobei lediglich anstelle der zweiten Verstelleinrichtung
(38) für die Werkstückdrehung und der Werkstückeinspannvorrichtung (39) ein Antriebsmotor
(55) mit einer Abrichtscheibe (54) sowie anstelle der Einrichtung (45) zum Einstellen
des Schleifdruckes eine Einstelleinrichtung (56) vom Zustellen der Abrichtscheibe
(54) zu einer abzurichtenden Schleifscheibe (14) vorgesehen sind, und wobei die Einstelleinrichtung
(56) zum Zustellen der Abrichtscheibe (54) antriebsmäßig mit demjenigen zweiten Kupplungselement
(46) verbunden ist, welches bei dem wenigstens einen Schleifbock (6) der zweiten Verstelleinrichtung
(38) für die Werkstückdrehung zugeordnet ist.
1. A grinding machine for grinding workpieces (5), with at least one wheel stand (6)
comprising a workpiece-clamping apparatus, with a plurality of stationary machining
units (4) comprising at least one grinding disc (14) in each case, with a conveying
device (1) for the wheel stand (6), of which there is at least one and which can be
moved by the conveying device (1) in a clock- timed manner past the machining units
(4), and with displacement devices which are controlled by driving elements and of
which a first displacement device (19) provided at each machining unit is used to
pivot the grinding disc (14) about a first spatial axis extending at right angles
or transversely to the axis of rotation of the grinding disc (14) and a second displacement
device (38) provided on at least one wheel stand (6) is used to rotate the workpiece
(5) relative to the grinding disc (14) about a second spatial axis formed by the workpiece
axis, and of which a third displacement device (41) is used to effect a relative movement
between the workpiece (5) and the grinding disc (14) in the direction of the second
spatial axis,
characterized in that coupling members (47,48) are provided on at least one wheel
stand (6) and on the machining units (4) in order to couple or lock the wheel stand
mechanically to a machining unit by moving transversely to the conveying direction
of the conveying device (1) in the stoppage phase of the conveying device, the wheel
stand (6), of which there is at least one, comprises the third displacement device
(41) and a fourth displacement device (33) by which the workpiece-clamping apparatus
(39) is pivotable about a third spatial axis (31) extending at right angles to the
second spatial axis, each machining unit (4) has provided thereon separate driving
elements (21, 23, 24, 25) for the displacement devices (19, 33, 38, 41), of which
the driving elements (23, 24, 25) of the displacement devices (33, 38, 41) provided
on the wheel stand (6) have first coupling elements (22), and the at least one wheel
stand (6) comprises second coupling elements (46) which are connected in a driving
manner in each case to a displacement device (33, 38, 41) on the wheel stand (6) and
engage with one first coupling element (22) in each case when the wheel stand (6)
is coupled to a machining unit (4).
2. A grinding machine according to Claim 1, characterized in that at least one driving
element (21, 23, 24, 25) or at least one second coupling element (46) is connected
in a driving manner by way of a flexible shaft (20, 37, 40, 45') to the associated
displacement device, a stepping- down gear system (19, 36, 38, 44) preferably being
provided between the displacement device and the flexible shaft.
3. A grinding machine according to Claim 1 or 2, characterized in that, in the case
of the wheel stand (6) which is coupled to a machining unit,(4) and of which there
is at least one, the third spatial axis (31) is radially opposite the contact point
or the contact surface between the grinding disc (14) and the workpiece with respect
to the second spatial axis (axis of rotation of the workpiece).
4. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 3, characterized in that
the third spatial axis (31) intersects the second spatial axis (axis of rotation of
the workpiece).
5. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that
a plurality of wheel stands (6) are provided on the conveying device (1),
the number of wheel stands (6) preferably being greater than the number of machining
units (4), and/or a plurality of groups (I, II, III) of machining units, each group
of which comprises in each case the same number of machining units (4), and a plurality
of groups (la, Ila, llla, IVa) of wheel stands (6) preferably being provided, the
number of wheel stands (6) in each group being equal to the number of machining units
(4) in each group (I, 11, III) and the number of groups of wheel stands (6) being
greater by at least one than the number of groups of machining units (4).
6. A grinding machine according to Claim 5, characterized in that each group (I, II,
III) of machining units (4) has associated with it at least one computer unit (49)
which individually controls the driving elements (10, 21, 23, 24, 25) of the said
group in accordance with a program, and the computer units (49) of all the groups
(I, II, III) are preferably monitored or controlled by a central processing unit (50).
7. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that
the at least one wheel stand (6) comprises a slide (26) which is guided displaceably
on the conveying element (1) in a direction (B) transverse to the conveying direction
(A) of the conveying element (1), a support frame (30), on which an intermediate support
(32) is articulated so as to be pivotable about the third spatial axis (31), is secured
pivotably to the slide (26), and the workpiece-clamping apparatus (39), where appropriate
together with the second displacement device (38), is guided on the intermediate support
so as to be displaceable in the direction of the second spatial axis.
8. A grinding machine according to Claim 7, characterized in that the support frame
(3) is held on the slide (26) so as to be pivotable about an axis (29) which extends
parallel to the third spatial axis (31).
9. A grinding machine according to Claim 7 or 8, characterized in that a device (45)
for producing the grinding pressure acts upon the support frame (30).
10. A grinding machine according to any one of Claims 7 to 9, characterized in that
the engagement point of the device (45) for producing the grinding pressure is opposite
the point of intersection of the second spatial axis (axis of rotation of the workpiece)
with the third spatial axis (31).
11. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 10, characterized in that
the workpiece-clamping apparatus (39) lies below the grinding discs (14) of the machining
units (4).
12. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 11, characterized in that
the grinding discs (14) are displaceable on the machining units (4) in the direction
of the first spatial axis by a fifth displacement device (10).
13. A grinding machine according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that
in addition to the at least one wheel stand (6) at least one dressing device (53)
is provided on the conveying device (1), and preferably the at least one dressing
device (53) substantially corresponds in its structural design to the at least one
wheel stand (6), a driving motor (55) with a dressing disc (54) merely being provided
instead of the second displacement device (38) for the rotation of the workpiece and
the workpiece-clamping apparatus (39) and an adjusting device (56) for supplying the
dressing disc (54) to a grinding disc (14) to be dressed being provided instead of
the device (45) for setting the grinding pressure, and the adjusting device (56) for
supplying the dressing disc (54) being connected in a driving manner to that second
coupling element (46) which in the case of the at least one wheel stand (6) is associated
with the second adjusting device (38) for the rotation of the workpiece.
1. Machine pour meuler des pièces (5), avec au moins un support de meulage (6), comportant
un dispositif de fixation de pièce, avec plusieurs unités d'usinage (4) stationnaires,
comportant chacune au moins une meule (14), avec un dispositif de transfert (1) pour
les au moins un support de meulage (6), avec lequel le support de meulage (6) peut
défiler de manière séquentielle devant les unités d'usinage (4) ainsi qu'avec des
dispositifs de réglage commandés par des éléments d'entraînement, parmi lesquels un
premier dispositif de réglage (19), qui est prévu sur chaque unité d'usinage, sert
au pivotement de la meule (14), autour d'un premier axe perpendiculaire, c'est-à-dire
orienté transversalement à l'axe de rotation de la meule (14) et un deuxième dispositif
de réglage (38), prévu sur au moins un support de meulage (6) et servant à la rotation
de la pièce (5), relativement à la meule (14), autour d'un deuxième axe formé par
l'axe de la pièce et un troisième de ces dispositifs de réglage (41) sert à obtenir
un mouvement relatif entre la pièce (5) et la meule (14), dans la direction du deuxième
axe, caractérisée en ce que des pièces d'accouplement (47, 48) sont prévues sur au
moins un support de meulage (6), ainsi que sur les unités d'usinage (4), afin d'accoupler,
c'est-à-dire de bloquer mécaniquement le support de meulage, sur une unité d'uisnage
dans la phase d'arrêt du dispositif de transfert, par déplacement transversal par
rapport à la direction du transfert (1), en ce qu'au moins un support de menlage (6)
possède le troisième dispositif de réglage (41), ainsi qu'un quatrième dispositif
de réglage (33), avec lequel le dispositif de fixation de pièces (39) peut basculer,
autour d'un troisième axe (31), s'étendant perpendiculairement au deuxième axe, en
ce que des éléments d'entraînement (21, 23, 24, 25) spéciaux sont prévus pour les
dispositifs de réglage (19, 33, 38,41), sur chaque unité d'usinage (4), parmi lesquels
les éléments d'entraînements (23, 24, 25) des dispositifs de réglage (33, 38, 41)
qui sont prévus sur le support de meulage (6) possèdent des premiers éléments d'accouplement
(22) et en ce qu'au moins un des supports de meulage (6) possède des deuxièmes éléments
d'accouplement (46), qui sont chacun reliés, en relation d'entraînement avec un dispositif
de réglage (33, 38,41) situé sur le support de meulage (6), et qui, par le support
de meulage (6) accouplé à une unité d'usinage (4), sont chacun en prise avec un premier
élément d'accouplement (22).
2. Machine à meuler selon la revendication 1 caractérisée en ce qu'au moins un élément
d'entraînement (21, 23, 24, 25), respectivement au moins un deuxième élément d'accouplement
(46), est relié au dispositif de réglage correspondant en relation d'entraînement,
par un arbre flexible (20, 37, 40, 45'), une transmission de démultiplication (19,
36, 38, 44) étant avantageusement prévue entre le dispositif de réglage et l'arbre
flexible.
3. Machine à meuler selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le troisième
axe (31), relatif à au moins un support de meulage (6) qui est accouplé à une unité
d'usinage (4), se trouve radialement en face du point de contact, respectivement de
la surface de contact située entre la meule (14) et la pièce, si l'on se réfère au
deuxième axe (Axe de rotation de la pièce ).
4. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le
troisième axe (31) coupe le deuxième axe (Axe de rotation de la pièce).
5. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que plusieurs
supports de meulage (6) sont prévus sur le dispositif de transfert (1), les nombres
des supports de meulage (6) étant de préférence plus important que, le nombre des
unités d'usinage (4) et/ou plusieurs groupes (I, II, III) d'unités d'usinage sont
avantageusement prévus, chacun de ces groupes possède le même nombre d'unités d'usinage
(4), ainsi que plusieurs groupes (la, Ila, Illa, IVa) de supports de meulage (6),
le nombre des supports de meulage (6) dans chaque groupe étant égal au nombre des
unités d'usinage (4) situées dans chaque groupe (1, II, III) et le nombre de groupes
de supports de meulage (6) étant supérieur d'au moins une unité au nombre des groupes
d'unités d'usinage (4).
6. Machine à meuler selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'au moins une unité
de calculateur (49) est affectée à chaque groupe (I, II, III) d'unités d'usinage (4)
et commande individuellement les éléments d'entraînement (10, 21, 23, 24, 25) de ce
groupe, selon un programme, et que les unités de calculateurs (49) de l'ensemble des
groupes (I, II, III) sont avantageusement contrôlées, respectivement commandées, par
une unité de calculateur (50) centrale.
7. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le
au moins un support de meulage (6), se compose d'un chariot (26), qui est guidé de
manière mobile sur l'élément de transfert (1), suivant une direction (B), transversale
par rapport à la direction de transfert (A) de l'élément de transfert (1), et qu'un
chassis support (30) est fixé de manière basculante sur le chariot (26), sur lequel
un support intermédiaire (32) est articulé de manière pivotante: autour du troisième
axe (31), et que le dispositif de fixation de pièce (39) est guidé de manière mobile
sur le support intermédiaire, en direction du deuxième axe, le cas échéant avec le
deuxième dispositif de réglage (38).
8. Machine à meuler selon la revendication 7, caractérisée en ce que le chassis support
(30) est maintenu sur le chariot (26) de manière basculante autour d'un axe (29),
qui s'étend parallèlement au troisième axe (31).
9. Machine à meuler selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce qu'un dispositif
(45) agit sur le chassis support (30), pour produire la pression de meulage.
10. Machine à meuler selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que
le point d'attaque du dispositif (45) produisant la pression de meulage se trouve
en face du point d'intersection du deuxième axe (Axe de rotation de la pièce) avec
le troisième axe (31).
11. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que
le dispositif de fixation de pièces (39) est situé au-dessous des meules (14) des
unités d'usinage (4).
12. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que
les meules (14) situées sur les unités d'usinage (4) sont mobiles en direction du
premier axe, du fait d'un cinquième dispositif de réglage (10).
13. Machine à meuler selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que,
en plus du support de meulage (6), qui est au moins au nombre de un, il est prévu
au moins un dispositif de dressage (53) sur le dispositif de transfert (1) et qu'avantageusement,
le dispositif de dressage (53), qui est au moins au nombre de un, correspond principalement
dans sa configuration constructive, à au moins un support de meulage (6), en quoi
sont simplement prévus un moteur d'entraînement (55) avec une meule de dressage (54),
à la place du deuxième dispositif de réglage (38) pour la rotation de la pièce et
du dispositif de fixation de pièces (39), ainsi qu'un dispositif de réglage (56) de
l'avance de la meule de dressage (54), par rapport à une meule (14) à dresser, ceci
à la place du dispositif (45) de réglage de la pression de meulage, le dispositif
de réglage (56) de l'avance de la meule de dressage (54) étant à cette occasion relié,
en relation d'entraînement, au deuxième élément d'accouplement (46), qui est affecté
au deuxième dispositif de réglage (38) de rotation de la pièce, correspondant au support
de meulage (6) qui est au moins au nombre de un.