[0001] Die Erfindung betrifft ein Förderfahrzeug mit den Merkmalen des Oberbeegriffs des
Patentanspruches 1.
[0002] Aus der EP-A-30 111 ist ein Regalförderfahrzeug bekannt, bei dem mit einer durch
Schienen am Boden geführten Be-und Entladeeinrichtung ein ebenso geführtes, angehängtes,
aber abkuppelbares Speicherregal verbindbar ist. Die Be-und Entladeeinrichtung umfaßt
eine Hubvorrichtung, die einen an einem Traggestell geführten, höhenbeweglich angetriebenen
Hubschlitten mit Hubgabel zum Überführen von Stückgütern in den Regalspeicher oder
in Regalfächer aufweist. Zusätzlich ist eine Querschiebevorrichtung und eine Längsschiebevorrichtung
vorhanden. Nur dadurch wird es möglich, Stückgüter seitlich aus dem Regal des Lagers
in die Längsrichtung des Förderfahrzeuges zu überführen und dann mittels der Längsschiebevorrichtung
in die jeweiligen Regalplätze einzuschieben. Bei diesem bekannten Förderfahrzeug ist
die Be- und Entladeeinrichtung spurgebunden angetrieben. Zur Überführung der Stückgutlasten
in die Regalspeicherplätze entweder des Förderfahrzeuges oder des Lagerregals sind
daher neben der Hubvorrichtung eine Längsbewegungsvorrichtung und eine Querbewegungsvorrichtung
notwendig. Dieses Regalförderfahrzeug ist lediglich dazu geeignet, unmittelbar neben
dem Fahrzeug befindliche Lagerregale zu bedienen. In größerer Entfernung befindliche
Regale würden übermäßig große, seitliche Kippkräfte bei Überführung der Last mittels
der Querschiebevorrichtung entsteilen lassen.
[0003] Aus der GB-PS-1 453 387. Fig. 6, ist ein Förderfahrzeug bekannt, bei dem eine Be-
und Entladeeinrichtung mit einer Aufnahmegabel für ein Stückgut von der Stückgutablage
entfernbar, fahrbar angetrieben ist. Die Stückgutauflage wird von einer Art Gabelstapler
gebildet, der die Be-und Entladeeinrichtung höhenbeweglich aufnehmen kann. Hierbei
zeigt die Hubgabel in Fahrtrichtung von der Stückgutablage weg. Die Hubgabel der Be-
und Entladeeinrichtung wird durch Stützrollen abgestützt. Nachteilig ist, daß die
Be- und Entladeeinrichtung mit Stückgut nach der Aufnahme von der Stückgutablage auf
dieses ein Kippmoment ausübt. Zudem nehmen Be- und Entladeeinrichtung und Stückgutablage
in verbundener Stellung nicht ihre geringstmögliche Längsabmessung ein. Außerdem ist
das Förderfahrzeug in der mit der Be- und Entladeeinrichtung verbundenen Zielfahrt
mit oder ohne Stückgüter nicht kippmomentfrei.
[0004] Aus der FR-PS-1 428 891 ist ein Gabelstapler bekannt, bei dem die höhenbewegliche
Hubgabel von einem Grundrahmen durch Rollen derart abgestützt ist, daß das aufgenommene
Stückgut kein Kippmoment bewirkt. Ein solches von Hand steuerbares Förderfahrzeug
in Form eines Gabelstaplers besitzt aber unnötig große Raumabmessungen.
[0005] Schließlich ist aus der US-PS-3 841 503, Fig. 3, ein Förderfahrzeug bekannt, bei
dem eine Be-und Entladeeinrichtung mit einer Stückgutaufnahme über eine Zahnstangen-Zahnanordnung
zueinander beweglich, aber starr zueinander abgestützt verbunden sind. Hierdurch soll
eine Scherenanordnung für die Hubgabel vermieden werden. Das bekannte Förderfahrzeug
ist dabei bodenseits und über Kopf zwangsgeführt. Somit kann die Be- und Entladeeinrichtung
nicht in jedem beliebigen Winkel und Abstand zur Fahrtrasse Stückgüter aufnehmen bzw.
abgeben. Außerdem entstehen bei Übernahme oder Abgabe von Stückgütern seitlich zur
Fahrtrasse Kippmomente.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Förderfahrzeug der eingangs beschriebenen
Art so zu verbessern, daß es die Güter in jedem beliebigen Winkel zur Fahrtrasse und
variablem Abstand zum Fahrzeug abstellen oder wieder aufnehmen kann, die von den Stückgütern
herrührende Last ohne Kippmoment auf den Fahrboden überträgt und dabei eine raumgedrängte
Bauweise, insb. kurze Baulänge, erlaubt.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches
1.
[0008] Die Erfindung erlaubt es, mittels der spurunabhängig und lenkbar ausgebildeten Be-und
Entladeeinrichtung Stückgüter in jeglicher Entfernung und Winkel zur Fahrtrasse zu
erreichen oder aufzunehmen bzw. abzugeben. Dadurch, daß sich der Grundrahmen der Be-
und Entladeeinrichtung über die Hubgabellänge erstreckt, können keine Kippmomente
wirksam werden. Außerdem erlaubt die Ausbildung der Rahmen von Stückgutablage und
Be- und Entladeeinrichtung ein Ineinanderfahren, wodurch bei Zielfahrten mit oder
ohne Stückgüter die kürzest mögliche Baulänge des Fahrzeuges sich ergibt.
[0009] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung hat der Grundrahmen der Stückgutablage eine
quer zur Längsrichtung der Stückgutablage angeordnete U-Form, und die mit den freien
Enden der Hubgabel zur Längsrichtung der Stückgutablage nach außen weisend angeordnete
Be- und Entladeeinrichtung weist nur einen hin- und hergehenden Antrieb auf. Diese
Ausführungs form ergibt eine konstruktive Vereinfachung und ist insbesondere für Langstückgüter
geeignet.
[0010] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung erlaubt es, die Be-und Entladeeinrichtung
bei der Zielfahrt in der Parkstellung von der Fahrtrasse abgehoben durch die Stückgutablage
selbst mit zu transportieren.
[0011] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgende anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Förderfahrzeuges mit zusätzlichem Satellitenfahrzeug;
Fig. 2 eine Draufsicht des Förderfahrzeuges nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Rückansicht mit nach rechts seitlich ausgefahrenem Satellitenfahrzeug
in Übergabestellung an einen Regalspeicher;
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Förderfahrzeuges nach einer anderen Ausführungsform,
wobei ein Satellitenfahrzeug nur seitlich ausund einfahrbar ist;
Fig. 5 eine Draufsicht des Förderfahrzeuges nach Fig. 4 und
Fig. 6 eine Rückansicht mit seitlich nach rechts ausgeffahrenem Satellitenfahrzeug
in Übergabestellung.
[0013] Das Förderfahrzeug 1 weist einen Grundrahmen 2 auf, der von verwindungssteif verbundenen
Profilschienen 3 gebildet ist. Dieser tiefliegende Grundrahmen 2 bildet eine Auflage
4 für eine Stapeleinrichtung, z. B in Form eines Regalspeichers 5.
[0014] Dieser Speicher 5 könnte auch mit der Auflage 4 fest verbunden sein.
[0015] Der Grundrahmen 2 besitzt paarweise angeordnete Rollen 6, die schwenkbar mit dem
Rahmen 2 verbunden sind. Am vorderen Ende befindet sich nach Fig. 1 eine schwenkbare
Lenk-und Antriebsvorrichtung 7, die über eine Lenkstange 8 mit einem Führungswagen
9 verbunden ist, der an einer über Kopf verlaufenden Führungsschiene 10 läuft. Die
Lenk-und Antriebsvorrichtung 7 weist einen schwenkbar gelagerten Rahmen 11 mit Rollen
12 und einer Antriebsrolle 13 mit Antriebsmotor 14 auf.
[0016] In den Regalspeicher 5 sind übereinander und/oder nebeneinander Stückgüter 15 einstellbar.
[0017] Das Förderfahrzeug 1 kann auch einen anders ausgebildeten Lenkantrieb besitzen. Es
könnte beispielsweise auch in üblicher Weise induktiv oder sonstwie selbsttätig geführt
sein. Es könnte auch ein adressen- oder fühlergesteuertes Fahrzeug sein.
[0018] Das Förderfahrzeug 1 weist neben dem Fahrzeugteil mit Speicher 5 ein unabhängiges,
sogenanntes Satellitenfahrzeug 20 auf. Dieses besitzt einen Grundrahmen 21, der verwindungssteif
ausgebildet ist. An den tiefliegenden Grundrahmen 21 angebaut ist ein schwenkbarer
Fahrantrieb 22, mit Antriebsrad 23, welches mit der Bodenfläche 24 zusammenarbeitet.
[0019] Dem Antriebsrad 23 parallel zugeordnet ist eine Schwenkrolle 25, die am Grundrahmen
21 angeordnet ist. Ferner sind am anderen Ende des Grundrahmens 21 Tragrotlen 26 angeordnet.
[0020] Der Rahmen 21 des Satellitenfahrzeuges 20 trägt einen Teleskopmast 27 mit dem heb-
und senkbar über einen nicht dargestellten Antrieb eine höhenverschiebbare Hubgabel
28 verbunden ist.
[0021] Das Satellitenfahrzeug 20 besitzt eine Erfassungseinrichtung für seine Position und
die Position der Hubgabel 28, sowie eine Steuereinrichtung der entsprechenden Antriebe.
[0022] Diese Einrichtung umfaßt eine Verbindungseinrichtung 30, welche gelenkig verbundene
Gelenkstangen 31 und 32, Winkelgeber 33, 34, 35 und eine höhenverschiebbare Stange
36 umfaßt, welche z. B. über Lager 37 an der Rückseite des Regalspeichers 5 oder einem
mit dem Grundrahmen 2 fest verbundenen, hochgezogenen Rahmenteil 38 verbunden ist.
Außerdem besitzt der Fahrantrieb 22 des Satellitenfahrzeuges 20 einen Stellmotor 39
mit einem integrierten Winkelgeber, der jeweils die Winkelstellung des Stellmotors
39 und damit des Antriebsrades 23 erfaßt. Die Verbindungseinrichtung 30 dient zusätzlich
als Halter fur nicht dargestellte Kabel für die Energie- und Datenübertragung zwischen
dem Förderfahrzeug 1 und dem Satellitenfahrzeug 20.
[0023] Beim Ausfahren des Teleskopmastes 27 zum Anheben der Hubgabel 28 wird die Verbindungseinrichtung
30 mit angehoben, wobei mit der Stange 36 ein nicht dargestellter Hubfühler zusammenarbeiten
kann, so daß die jeweilige Stellung der Hubgabel 28 erkennbar ist.
[0024] Die zu fahrende Bahnkurve des Satellitenfahrzeuges 20 wird durch den Winkel a vorgegeben,
der über den Stellmotor 39 mit integriertem Winkelgeber eingestellt wird. Der Winkel
a wird dabei von der Längsmittelebene durch die vertikale Drehachse des Antriebsrades
23 und von der Mittelebene des Antriebsrades in der jeweiligen Stellung bestimmt.
Der Kreismittelpunkt M, bzw. M', um den sich das Satellitenfahrzeug 20 bewegt, ergibt
sich aus dem Schnittpunkt der verlängerten gedachten Antriebsradachse 40 und der Mittelachse
41 durch die Tragrollen 26.
[0025] Die Kontrolle der Bahnkurve wird über die ISTWerte der Winkel ß , y und s durchgeführt.
Durch einen ständigen SOLL-IST-Vergleich mit entsprechendem Nachregeln des Fahrantriebes
22 über den Stellmotor 39 kann jeder gespeicherte Übergabepunkt eines Stückgutes 15
zielgenau angefahren werden.
[0026] Der vollautomatische Bewegungsablauf eines Beladevorganges wird, wie folgt, durchgeführt:
- Zielfahrt
- Fahrzeugpositionierung an der Zielstelle
- Absetzen des Satellitenfahrzeuges 20
- Rückwärtsfahrt bis Hubgabel 28 aus dem Bereich der Speichereinrichtung 5 ausgefahren
ist
- Anheben der Hubgabel 28 bis zur Höhe des auszulagernden Stückgutes 15 in der Speichereinrichtung
5
- Vorwärtsfahrt des Satellitenfahrzeuges 20 bis Hubgabel 28 Stückgut 15 unterfahren
hat
- Anheben des Stückgutes 15 durch Hubgabel 28
- Rückwärtsfahrt des Satellitenfahrzeuges mit Stückgut 15 auf Hubgabel 28 bis zu einer
Vorgegebenen Bahnstelle
- Drehen des Fahrantriebes 22 und Antriebsrades 23 des Satellitenfahrzeuges 20 um
einen Winkel (x" wenn durch das Satellitenfahrzeug 20 ein Stückgut nach der rechten Seite abgestellt
werden soll, und um einen Winkel (X2, wenn das Stückgut seitlich nach links abgestellt werden soll
- Fahren des Satellitenfahrzeuges 20 um den Schnittpunkt M' bzw. M
- Geradestellen des Fahrantriebes 22 und des Antriebsrades 23 nach Erreichen der gewünschten
Winkelstellung des Satellitenfahrzeuges 20
- Geradefahrt bis zum Übergabepunkt des Stückgutes 15
- Absetzen der Stückgutlast 15
- Rückwärtsbewegung des Satellitenfahrzeuges 20, bis die Parkstellung im Förderfahrzeug
1 wieder erreicht ist.
[0027] Es versteht sich, daß statt der Verbindungseinrichtung 30 auch jegliche andere Einrichtung
zur Bestimmung der jeweiligen Lage des Satellitenfahrzeuges 20 und der Hubgabel 28
möglich ist. Statt einer, wie hier dargestellt, mechanischen Verbindungseinrichtung
kann auch das Satellitenfahrzeug durch irgendeine andere, z. B. vollelektrische Einrichtung,
in die jeweilige Position geführt werden. Zum Beispiel ist es auch möglich, voll vorprogrammierte
Bewegungen des Satellitenfahrzeuges, ähnlich der Schlittenbewegungen bei Werkzeugmaschinen
oder dergleichen, durchzuführen. Es ist keinesfalls eine mechanische Führungseinrichtung
notwendig. Auch die Verbindungseinrichtung 30 erfüllt lediglich die Funktion einer
IST-Wert-Geber-Einrichtung und nicht die Funktion einer mechanischen Führung.
[0028] Befindet sich das Satellitenfahrzeug 20 in der Parkstellung, in welcher es in das
Förderfahrzeug 1 eingefahren ist, kann eine lösbare Halteeinrichtung das Satellitenfahrzeug
20 mit dem Förderfahrzeug 1 verbinden, so daß es bei der Bewegung des Förderfahrzeuges
1 von diesem mitgenommen wird.
[0029] Vorzugsweise wird aber die Hubgabel 28 des Satellitenfahrzeuges 20 in Parkstellung
gegen die unterste Speicherplatzauflage in Anlage gebracht. Der Gabelhubantrieb wird
dann weiter betätigt, worauf sich das Satellitenfahrzeug 20 vom Boden abhebt. Es stützt
sich dann nur über die Hubgabel 28 auf das Förderfahrzeug 1 ab.
[0030] Das in Fig. 1 bis 3 dargestellte Förderfahrzeug erlaubt es, Stückgüter links oder
rechts der Fahrtrasse in beliebigem Winkel und variablem Fahrzeugabstand nach Bedarf
aufzunehmen, im Fahrzeug zu speichern und am Zielort wieder abzugeben.
[0031] Das in den Fig. 4 bis 6 dargestellte, vereinfachte Förderfahrzeug ist insbesondere
für übergroße Stückgutabmessungen, z. B. Langgut geeignet und ermöglicht es, Stückgüter
nur links oder nur rechts der Fahrtrasse in einem variablen Fahrzeugabstand aufzunehmen,
auf das Fahrzeug abzustellen und am Zielort wieder abzugeben.
[0032] Das Förderfahrzeug 50 besitzt wiederum einen verhältnismäßig tief liegenden Grundrahmen
51. Dieser besitzt die Form eines quer zur Fahrzeuglängsrichtung liegenden U. Wie
aus Fig. 5 ersichtlich, weist die offene U-Seite nach rechts. Die Oberseiten der quer
zur Fahrzeuglängs richtung liegenden Schenkel 52, 53 sind eben ausgebildet.
[0033] Diese bilden die Ablagefläche 54, insbesondere für ein Langstückgut. Die beiden Schenkel
52, 53 sind über einen Jochträger 55 verwindungssteif miteinander verbunden.
[0034] Am vorderen Ende des Schenkels 52 ist eine Lenkeinrichtung 56 mit dem Grundrahmen
51 über einen hochgezoge nen Träger 57 verbunden. Die Schenklager 58, 59 am Träger
57 nehmen eine Lenkstange 60 auf. Diese ist mit einem Führungswagen 61 verbunden,
der in überkopf verlaufenden Führungsschienen 62 geführt ist.
[0035] Die schwenkbare Lenkstange 60 besitzt eine Antriebsrolle 63, die über einen Antriebsmotor
64 angetrieben wird. Ferner sind nach ruckwarts verlegte schwenkbare Rollen 65 mit
dem Träger 57 verbunden.
[0036] Der Grundrahmen 51 besitzt am ruckwartigen Ende zwei, parallele Rollen 66.
[0037] Wie schon bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Förderfahrzeug kann auch hier
eine andere Art und Ausbildung der Lenkung des Förderfahrzeuges vorgesehen sein.
[0038] Mit dem Grundrahmen 51 fest verbunden sind die vertikalen Stützen 69, 70.
[0039] Die querliegende U-Öffnung 67 dient zur Aufnahme eines Satellitenfahrzeuges 80. Dieses
besitzt einen tiefliegenden Fahrrahmen 81, der vorzugsweise zwei parallele, gabelformige
Tragrahmenteile 82, 83 besitzt. Mit dem Jochteil 84 ist ein rahmenformiger Mast 85
fest verbunden. An diesem Mast ist eine üblich ausgebildete Hubgabel 86 höhenbeweglich
angeordnet und wird über einen Hubgabelantrieb 87 auf- und abbewegt. An den freien
Enden der Tragrahmenteile 82, 83 sind jeweils Tandemrollen 88, 89 angeordnet. Mit
der Hubgabel 86 ist ein Querteil 71 fest verbunden, welches sich auf den Stützen 69,
70 abstützen kann.
[0040] An dem Jochteil 84 ist eine zum Satellitenfahrzeug 80 querverlaufende Antriebswelle
90 gelagert, die die seitlichen Antriebsräder 91, 92 trägt. Diese Welle 90 wird vom
Antriebsmotor 93 über einen Kettentrieb 94 angetrieben.
[0041] Die Verbindungseinrichtung 100 zwischen Förderfahrzeug 1 und Satellitenfahrzeug 80
besteht aus Gelenkstangen 101 und 102, sowie einer Teleskopstange 103, die gelenkig
mit dem Satellitenfahrzeug 80, z. B. an der Gelenkstelle 104, an einem Arm 105 des
Mastes 85 angelenkt ist.
[0042] Die Verbindungseinrichtung 100 dient auch zur Halterung für die Energie und Informationskabel
sowie den Endschalter für die Endbegrenzung des Verfahrweges.
[0043] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur ein seitliches Aus- und Einfahren
des Satellitenfahrzeuges 80 nach rechts möglich. Die Fig. 6 zeigt strichliert die
Ausfahrstellung des Satellitenfahrzeuges mit Stückgut 106.
[0044] In der in Fig. 4 dargestellten Parkstellung wird das Satellitenfahrzeug 80 vom Förderfahrzeug
1 übernommen. Die Hubgabel 86 des Satellitenfahrzeuges 80 fährt hoch, bis das Hubgabelquerteil
71 über den Stützen 69, 70 sich befindet.
[0045] Danach wird das Satellitenfahrzeug 80 bis zur Endlage in das Förderfahrzeug eingefahren
und die Hubgabel bis zur Auflage des Hubgabelquerteiles 71 auf den Stützen 69, 70
abgesenkt.
[0046] Bei weiterer Betätigung des Hubgabelantriebes in Richtung des Absenkens wird der
Fahrrahmen 81 bis zur vorgegebenen Endstellung, wie aus Fig. 4 ersichtlich, angehoben.
Damit sind die Rollen 88, 89 und die Antriebsräder 91, 92 frei vom Boden 108.
[0047] Die Steuerung des Satellitenfahrzeuges für das Ein- und Ausfahren erfolgt ähnlich
wie bei dem Förderfahrzeug 1 nach den Fig. 1 bis 3 mittels entsprechender Geber oder
aber auf sonstige Weise. Zum Beispiel kann die Ein-und Ausfahrbewegung des Satellitenfahrzeuges
80 aus dem Förderfahrzeug 50 in den Antrieben für Fahrbewegung und Hubgabelbewegung
vorprogrammiert sein. In einem solchen Falle könnte auch dann die Verbindungseinrichtung
100 entfallen.
1. Förderfahrzeug mit einer fahrbaren Stückgutablage (5; 50) für Stückgüter (15; 106)
und einer davon entfernbaren, fahrbar angetriebenen Be- und Entladeeinrichtung (20;
80), die einen an einem Traggestell (27, 85) geführten, höhenbeweglich angetriebenen
Hubschlitten mit Hubgabel (28; 86) zum Überführen von Stückgütern in die Stückgutablage
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und Entladeeinrichtung (20; 80) spurunabhangig
lenkbar ausgebildet ist, daß der Grundrahmen (21; 81) der Be- und Entladeeinrichtung
sich über die Hubgabellänge erstreckt und daß Stückgutablage (5; 50) und Be- und Entladeeinrichtung
(20; 80) einen so ausgebildeten Rahmen haben, daß sie ineinander einfahrbar sind.
2. Förderfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundrahmen (51)
der Stückgutablage (50) eine quer zur Längsrichtung der Stückgutablage angeordnete
U-Form hat und daß die mit den freien Enden der Hubgabel (86) quer zur Längsrichtung
der Stückgutablage nach außen weisend angeordnete Be- und Entladeeinrichtung (80)
nur einen hin- und herbewegenden Antrieb (93, 94, 91, 92) aufweist.
3. Förderfahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und
Entladeeinrichtung (20; 80) Geber (33, 34, 35, 39) für Verschiebebewegungen und/oder
Drehbewegungen gegenüber der Parkstellung besitzt.
4. Förderfahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Be- und Entladeeinrichtung
(20) mit dem Regalspeicher (5) über eine Verbindungseinrichtung (30, 100) mit mehrgelenkigen
Armen (31, 32; 101, 102, 103) verbunden ist und die Armgelenke sowie die Antriebsachse
der Be- und Endladeeinrichtung (20) mit Winkelgebern (33, 34, 35, 29) versehen sind.
5. Förderfahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundrahmen (51)
Stützen (69, 70) zum Boden (108) abgehobenen Parken der Be- und Entladeeinrichtung
(20) aufweist und die Hubgabel (86) ein auf diesen Stützen aufsetzbares Querteil (71)
aufweist.
6. Förderfahrzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Be- und Entladeeinrichtung (20; 80) mit Antriebsrollen (23; 91, 92) und Tragrollen
(26; 88, 89) ausgerüstet ist.
1. A transport vehicle, comprising a mobile storage rack (5; 50) for parcelled goods
(15; 106) and a mobile powered detachable loading and unloading device (20; 80) with
a mobile powered lifting carriage having a lift fork (28, 86), being liftably powered
and guided in a supporting frame (27, 85), said carriage being designed to transport
parcelled goods to the storage rack,
characterized in that the loading and unloading device (20; 80) can be steered independently
of the path of the vehicle, that a base frame (21; 81) of the loading and unloading
device extends beyond the length of the lift fork and that the storage rack (5; 50)
and the loading and unloading device (20; 80) have a frame designed to allow this
device to be berthed inside the storage rack.
2. A transport vehicle according to claim 1, characterized in that the base frame
(51) of the storage rack (50) is in the shape of a transverse U perpendicular to the
longitudinal direction of the storage rack and that the loading and unloading device
(80) is provided with only a forward and reverse drive unit (93, 94, 91, 92), the
free ends of the lift fork (86) extending ourwardly and being disposed perpendicular
to the longitudinal direction of the storage rack.
3. A transport vehicle according to claim 1 or 2, characterized in that the loading
and unloading device (20; 80) is provided with a sensor (33, 34, 35, 39) allowing
it to execute lateral and/or turning movements from its parking position.
4. A transport vehicle according to claim 3, characterized in that the loading and
unloading device (20) is connected to the storage rack (5) by means of a linkage (30,
100) with multiple articulated arms (31, 32; 101,102,103) and the arm joints and drive
shaft of the loading and unloading device (20) are provided with angle sensors (33,
34, 35, 39).
5. A transport vehicle according to claim 2, characterized in that the base frame
(51) is provided with supports (69, 70) allowing the loading and unloading device
(20) to be berthed in a raised position above the floor (108) and that its lift fork
(86) is provided with a cross-member (71) which locates on these supports.
6. A transport vehicle according to one or several of the above claims, characterized
in that the loading and unloading device (20; 80) is equipped with drive rollers (23;
91, 92) as well as trailer rollers (26; 88, 89).
1. Véhicule de transport comprennant un moyen mobile (5; 50) de réception de marchandises
(15; 106) et un moyen de chargement et de déchargement (20; 80) commandé en mouvement
qui peut s'éloigner dudit moyen de réception et comprend un chariot de levage à fourche
de levage (28; 86) mobile verticalement et guidé sur une structure de support (27;
85) et permettant le transfert des marchandises vers le moyen de réception, caractérisé
en ce que le moyen de chargement et de déchargement (20; 80) est réalisé de façon
à être dirigeable indépendamment d'une piste de guidage, que le bâti de base (21;
81) du moyen de chargement et de déchargement s'étend sur la longueur de la fourche
de levage et que le moyen de réception (5; 50) et le moyen de chargement et de déchargement
(20; 80) comportent chacun un bâti réalisé de telle façon que ces deux moyens peuvent
s'emboîter l'un dans l'autre.
2. Véhicule de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bâti de
base (51) du moyen de réception (50) des marchandises est réalisé en forme d'un "U"
s'étendant transversalement au sens longitudinal dudit moyen de réception et que le
moyen de chargement et de déchargement (80), dont la fourche de levage (86) a ses
extrémités libres dirigées vers l'extérieur transversalement au sens longitudinal
du moyen de réception, comporte seulement un mécanisme de commande (93, 94, 91, 92)
pouvant effectuer un mouvement de va-et- vient.
3. Véhicule de transport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen
de chargement et de déchargement (20; 80) comporte des capteur (33, 34, 35, 39) pour
des mouvements de translation et/ou de rotation par rapport à la position de repos.
4. Véhicule de transport selon la revendications 3, caractérisé en ce que le moyen
de chargement et de déchargement (20) est lié au magasin à rayons (5) par un moyen
de liaison (30, 100) comportant des bras (31, 32; 101, 102,103) à plusieurs articulations
et que lesdites articulations ainsi que l'axe de commande du moyen de chargement et
de déchargement (20) sont munis de capteurs d'angle (33, 34, 35, 29).
5. Véhicule de transport selon la revendications 2, caractérisé en ce que le bâti
de base (51) est muni de bras d'appui (69, 70) permettant de mettre le moyen de chargement
et de déchargement (20) dans une position de repos dégagée du sol (108) et que la
fourche de levage (86) comporte une pièce transversale (71) pouvant être déposée sur
lesdits bras d'appui.
6. Véhicule de transport selon une ou plusieurs des revendications 1 à 5, caractérisé
en ce que le moyen de chargement et de déchargement (20; 80) est muni de galets porteurs
(26; 88, 89).