[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Spiel- und Sporteinrichtung zur Anordnung auf
Wasserflächen, die aus einer Laufbahn aus einem ein- oder mehrlagigen Kunststoffmaterial
besteht. Zur Erzielung einer hohen Reißfestigkeit werden derartige Sporteinrichtungen
auch aus kunststoffkaschiertem Gewebe hergestellt und/oder im Hinblick auf geringstem
Materialbedarf bei ausreichend hohem Auftrieb aufblasbar gestaltet.
[0002] Aufblasbare Bahnen aus Kunststoff werden beispielsweise als Elemente für provisorische
Brücken zur trockenen Überquerung von Wasserflächen für Mensch und Material genutzt
(The Military Engineer, March-April 1969, S.104). Da diese bekannten Brückenelemente
ein sicheres überqueren z.B. eines Flusses durch Kraftfahrzeuge ermöglichen sollen,
erfordern sie relativ starre und unhandlich große Konstruktionen. Den gleichen Nachteil
besitzt der aus der DE-OS 26 2° 787 bekannte Schwimmkörper mit Aufbauten zur Unterbringung
von Personen und Material.
[0003] Demgegenüber kommt es bei Spiel- und Sporteinrichtungen der vorgeschlagenen Art darauf
an, daß diese eine gewisse Nachgiebigkeit bzw. Elastizität besitzen und auch labile
Lagen im Wasser einnehmen können, so daß für den Nutzer immer wieder eine den Spielreiz
bewirkende Gefahr des Inswasserfallens erzeugbar ist (vgl. luftgefüllte Ringschläuche,
Luftmatrazen u.ä). Außerdem müssen diese Einrichtungen einfach zu handhaben und in
Schwimmbädern zu installieren sein.
[0004] Die Erfindung, wie sie in den Ansprüchen gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, eine
gattungsgemäße Laufbahn mit einfachen Mitteln so weiterzubilden, daß ein abwechslungsreiches
Wassersportgerät entsteht,
[0005] Mit der Erfindung wird für den Wassersport eine neue Attraktion geschaffen, durch
die weitere Besucher für Freizeiteinrichtungen gewonnen werden können. Die Attraktivität
der Spiel- und Sporteinrichtung ergibt sich durch die Anordnung von Hindernissen entlang
der Laufbahn, durch welche das Durchlaufen der auf dem Wasser liegenden Bahn erschwert
und die Gefahr, daß der Nutzer in das Wasser fällt, vergrößert wird. Dieser Umstand
erzeugt im Nutzer den Anreiz zu immer erneuten Versuchen die Bahn erfolgreich zu überwinden.
[0006] Durch die Verwendung von Hindernissen unterschiedlicher Form und Farbe ist die Möglichkeit
gegeben, abwechslungsreiche Laufbahnen zu gestalten und im Falle von lösbar auf der
Laufbahn befestigten Hindernissen von Zeit zu Zeit den Charakter der Bahn zu verändern.
Beispielsweise können die Hindernisse nur aus Bällen oder zylindrischen Rollen oder
aus beiden Raumformen bestehen. Auch kann die Laufbahn mit Bergen und Tälern, also
wellenförmiger Lauffläche, versehen sein. Die Hindernisse können ferner durch Aussparungen
in der Laufbahn gebildet werden.
[0007] Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit der erfindungsgemäßen Spiel- und Sporteinrichtung
ergibt sich durch einen von der geraden Erstreckung abweichenden kurvigen Verlauf
der Bahn, wobei die S-Form und die Kreisring-Form besonders zweckmäßig sind.
[0008] Die Befestigung der Hindernisse auf der Laufbahn kann fest oder lösbar ausgebildet
sein, wobei die feste Anbringung durch Kunststoffschweißen, -kleben oder durch Nähen,
die lösbare Anbringung durch Knöpfen, Binden, Reiß- oder Klettverschluß erfolgen kann.
In einigen Fällen kann auch die einstückige Ausbildung der Hindernis-Laufbahn vorteilhaft
sein.
[0009] Ein niedriges Gewicht ist besonders bei der aufblasbaren Ausgestaltung der Laufbahn
und/oder der Hindernisse erreichbar, weil der Auftrieb der Bahn im wesentlichen durch
das einfüllbare Luftvolumen vorgebbar ist und das Material für die Laufbahn und die
Hindernisse nur im Hinblick auf eine ausreichende Reißfestigkeit dimensioniert zu
werden braucht. Nach Ablassen der Luft aus den Kammern der Laufbahn bzw. der Hindernisse,
lassen sich die Laufbahnelemente kompakt zusammenlegen und mit geringem Platzbedarf
während der Nichtnutzung lagern.
[0010] Zur Befestigung der Laufbahn im Wasser befinden sich an deren Rändern, vorzugsweise
den längsseitigen, ausreichend viele Ösen, in die z.B. elastische Leinen eingehängt
werden, welche bei Schwimmbecken mit dem festen Beckenrand oder im Falle natürlicher
Gewässer mit im Wasser befindlichen Pfählen oder Bojen verbindbar sind und so eine
nur im Rahmen der Elastizität der Laufbahn und der Leinen schwankende Fixierung der
Laufbahn auf der Wasserfläche ermö
g- lichen.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0012] Es zeigt
Figur 1 eine erfindungsgemäße Spiel- und Sporteinrichtung in Seitenansicht,
Figur 2 eine Draufsicht der Laufbahn nach Figur 1 mit gerader Erstreckung,
Figur 3 eine Draufsicht der Laufbahn nach Figur 1 mit S-förmiger Erstreckung,
Figur 4 eine erfindungsgemäße Spiel- und Sporteinrichtung mit kreisringförmigem Bahnverlauf
in seitlicher Ansicht und
Figur 5 eine Draufsicht der Spiel- und Sporteinrichtung nach Figur 4.
[0013] Auf der Laufbahn 1 sind gemäß Figuren 1 bis 3 Hinderniselemente verschiedener Raumform
hintereinander angeordnet. Mit 2 sind quader- oder kastenförmige, mit 3 lochförmise,
mit 4 wellenförmige und mit 5 und 6 zylindrische liegend bzw. stehend angeordnete
Hindernisse bezeichnet. Die Laufbahn 1 wird mittels Leinen 11 am Rand eines Schwimmbeckens
befestigt.
[0014] Wie Figur 1 zeigt, kann die Laufbahn 1 so elastisch ausgebildet sein, daß diese beim
Betreten im Belastungsbereich 12 nachgibt und unter die Wasseroberfläche absinkt.
Diese Nachgiebigkeit der Laufbahn stellt große Anforderungen an das Bewahren des Gleichgewichts
beim Laufen und erschwert zudem das schnelle Abdrücken des Standbeines des Läufers.
[0015] Die Ausführungsbeispiele nach den Figuren 2 und 3 unterscheiden sich lediglich durch
die gerade und die S-förmige Erstreckung der Laufbahnen. Beide Bahnformen eignen sich
in jeweils mehrfacher paralleler Anordnung für Wettkampfspiele und zwar sowohl für
Einzel- als auch für Mannschaftswettbewerbe.
[0016] Die Spiel- und Sporteinrichtung nach Figur 4 und 5 ist kreisförmig gestaltet. Sie
weist die auch bei den Ausführungen der Figuren 1 bis 3 verwendeten Hindernisse 3
bis 5 auf. Zusätzlich befinden sich noch kugelförmige, tunnelförmige und reifenförmige
Hinderniselemente 7,9 und 10 auf der Laufbahn. Neben kreisrunaen Aussparungen 3 sind
in der Laufbahn auch langlochförmige Aussparungen 8 vorgesehen. Diese sog. Ringinsel
wird bevorzugt als Spieleinrichtung eingesetzt werden.
1. Spiel- und Sporteinrichtung zur Anordnung auf Wasserflächen, vorzugsweise in Schwimmbädern,
bestehend aus einer Laufbahn aus einer selbstschwimmenden ein- oder mehrlagigen Kunststoffplane,
dadurch gekennzeichnet, daß die Laufbahn(1) entlang ihrer Erstreckung Erhebungen (2,4-7,9,10)
einer oder unterschiedlicher Raumform und/oder Aussparungen(3,8) aufweist.
2. Spiel- und Sporteinrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Erhebungen(2,
4-7,9,10) wellenförmig(4), reifenförmig (10 ), in Form von Kugeln(7), Quadern(2),
Tunneln(9), liegenden oder stehenden zylindrischen Rollen(5,6) ausgebildet und jeweils
für sich oder untereinander kombiniert auf der Laufbahn(1) angeordnet sind.
3. Spiel- und Sporteinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Erhebungen(2,4-7, 9,10) durch aufblasbare oder ausgeschäumte in die Laufbahn(1)
integrierte oder lösbar auf ihr befestigbare Kunststoffolien gebildet sind.
4. Spiel- und Sporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufbahn(1) eine gerade, S-förmige oder kreisringförmige Erstreckung besitzt.
5. Spiel- und Sporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Aussnarungen(3) kreisförmige Löcher von mindestens 30 cm Durchmesser bilden.
6. Spiel- und Sporteinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zaufbahn(1) in sich so elastisch ist, daß zumindest der im wesentlichen ebene
Teil der Bahn in den bereichen(12), in denen sie vom Körpergewicht eines Läufers unmittelbar
belastet wird, unter die Wasseroberfläche absinkt.