[0001] Die Erfindung betrifft eine Klemmkausche für Schachtförderanlagen gemäss dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Die Erfindung ist insbesondere auf Förderanlagen in zu Tage gehenden Schächten anwendbar,
kommt aber auch in Blindschachtförderungen in Betracht. Insbesondere eignet sich die
Erfindung für höhere Förderleistungen in Schächten mit grossen Teufen, wie sie im
Untertagebergbau neuerdings geplant werden und im Steinkohlenbergbau z.Zt. bei ca.
1300 m liegen. In diesem Sinne handelt es sich um Schächte mit Teufen, die nicht mehr
mit Stetigförderern, z.B. mit den in tonnenlägigen Schächten einsetzbaren Gurtbändern
bestückt werden können oder bei denen bei solchen Fördermitteln erhebliche Probleme
u.a. aufgrund des Eigengewichtes des Förderorgans oder des technischen Aufwandes auftreten
können.
[0003] Schachtförderanlagen der eingangs bezeichneten Ausbildung sind bekannt (DE-B-1 135
146). Je nach Aufteilung der Schachtscheiben weisen sie z.B. vier nebeneinander angeordnete
Trume für je eine Förderschale auf, der und einer weiteren ihr angeordneten Förderschale
eine Treibscheibe und damit auch eine Fördermaschine zugeordnet ist. Bei zu Tage gehenden
Schächten sind Treibscheibe und Fördermaschine auf einem Turm aufgestellt, um die
Treibscheibe über den Trumen anordnen zu können. Diese Aufteilung ergibt enge Abstände
der Seilmitten in den Trumen und die Notwendigkeit bei grösseren Förderleistungenn
die Länge der Förderschalen zu vergrössern. Es sind aus der Gefässförderung Längen
von ca. 21,5 m bekannt geworden, die eine entsprechende Sturzhöhe des Fördergutes
jedenfalls beim Füllvorgang herbeiführen.
[0004] Um bei vorgegebenem Umschlingungswinkel der Treibscheibe die Seilmittenabstände auszugleichen,
werden bei solchen Förderanlagen in den meisten Fällen unter den Treibscheiben Seillängsscheiben
vorgesehen. Die Übertreibsicherung besteht dann in der Regel aus einem einen Übertreibweg
bildenden Endabschnitt der Korbführung, an den sich eine Spurlattenverdicklung und/oder
ein oder mehrere Prellträger anschliessen. Das führt zu der Notwendigkeit einer über
den obersten Anschlägen der Förderschalen in einem ausgedehnten Schachtkopf vorgesehenen
«freie Glocke», in der auch meistens noch eine Fangvorrichtung für die Förderschalen
sowie gegebenenfalls Einrichtungen für die Überwachung der Oberseile vorgesehen sind.
[0005] Dadurch, dass bei den bekannten Schachtförderanlagen das Oberseilsystem aus mehreren,
z.B. 4 Seilen besteht, ergeben sich durch die Befestigung dieser nebeneinander angeordneten
Seile auf jedem dieser Seile zugeordneten einzelnen Kauschenherzen störend grosse
Baubreiten der Fördereinrichtung und die auf den Aussenflächen der Kauschenherzen
aufliegenden Seitenschilde sind dabei so dünn ausgeführt, dass die zur Verspannung
der Seitenschilde mit den Kauschenherzen nötigen Schrauben nach aussen vorstehen.
Diese nach aussen überstehenden Teile führen jedoch zu erheblichen Gefährdungen während
des Betriebs der Anlage.
[0006] Die Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, bei einer Klemmkausche für eine
Schachtförderanlage der als bekannt vorausgesetzten Art eine Seilbefestigung zu schaffen,
welche schmal ausfällt und aus ihrer Ebene nach aussen vorstehende Teile vermeidet.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss mit den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruches 1.
[0008] Durch das gemeinsame Hauptkauschenherz ergeben sich zwei deckungsgleiche Seitenschilde
mit verhältnismässig grosser Stärke, die den Aussenflächen des Kauschenherzens aufliegen.
Die verhältnismässig grosse Dicke der Seitenschilde gestattet es ihrerseits, die zur
Verspannung der Seitenschilde mit dem Hauptkauschenherzen nötigen Schrauben der einen
Seite und Schrauben der gegenüberliegenden Seite in den Seitenschilden zu versenken,
so dass keine über die Aussenseiten der Seitenschilde vorstehende Teile vorhanden
sind. Das gilt auch für andere Organe der Klemmkausche, z.B. für die Spannvorrichtung
des Hauptkauschenherzens, den Gelenkbolzen eines Kreuzgelenkes, das an der Klemmkausche
angebracht sein kann sowie die Schrauben einer Klemmvorrichtung, welche zur Befestigung
der Seilrutschleiste dient, die jedem Förderseil zugeordnet ist.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung
anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Klemmkausche gemäss der Erfindung,
Fig. 2 eine Stirnansicht des Gegenstandes der Fig. 1.
[0010] Eine in den Fig. 1 und 2 in einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wiedergegebene
Klemmkausche 93 ist so ausgebildet, dass sie im Hinblick auf eine Reduzierung der
Seilspannbreite einerseits möglichst schmal senkrecht zu ihren Seitenschilden 94,
95 ausfällt und andererseits aus der Ebene der Seitenschilde nach aussen vorstehende
Teile vermeidet. Die Klemmkausche 93 kann daher selbstverständlich auch auf anderen
als der erfindungsgemäss ausgebildeten Schachtförderanlagen angewandt werden.
[0011] Im wesentlichen ist zu diesem Zweck für sämtliche der nach dem Ausführungsbeispiel
sechs Seile 104 bis 109 des Oberseilsystems ein gemeinsames Hauptkauschenherz 98 vorgesehen,
so dass sich zwei deckungsgleiche Seitenschilde 94, 95 mit verhältnismässig grosser
Stärke ergeben, die den Aussenflächen des Kauschenherzens 98 aufliegen. Die verhältnismässig
grosse Dicke der Seitenschilde gestattet es ihrerseits u.a. die zur Verspannung der
Seitenschilde mit dem Hauptkauschenherz 98 nötigen Schrauben 99 der einen Seite und
Schrauben 100 der gegenüberliegenden Seite in den Seitenschilden zu versenken, so
dass keine über die Aussenseitender Seitenschilde vorstehenden Teile vorhanden sind.
Das gilt auch für andere Organe der Klemmkausche, z.B. für eine nicht dargestellte
Spannvorrichtung des Hauptkauschenherzens 98, dem Gelenkbolzen 114 eines Kreuzgelenkes,
das an der Klemmkausche angebracht sein kann und weiter unten näher erläutert wird,
sowie die Schrauben 102, 103 einer Klemmvorrichtung 103', welche zur Befestigung der
Seilrutschleiste 32 dient, die jedem Förderseil zugeordnet ist.
[0012] Die sechs Rundseile 104 bis 109 sind hinter dem Hauptkauschenherz 98 um ein Nebenkauschenherz
98' herumgeführt. Ihnen sind Einzelklemmen 104a bis 109a im Nebenkauschenherz zugeordnet,
die es gestatten, unterschiedliche Längen der Einzelseile auszugleichen. Allen Seilen
104 bis 109 ist eine gemeinsame Klemmleiste 110 zugeordnet.
[0013] Das Nebenkauschenherz 98' sitzt auf einer Achse 120, die ihrerseits nicht über die
Aussenflächen der Seitenschilde nach aussen vorsteht. Sie dient zur Befestigung eines
Bügels 121, der in Richtung des Doppelpfeiles nach Fig. 1 zwischen zwei Extremstellungen
beweglich ist, von denen die eine in gestrichelter Linienführung wiedergegeben ist.
In der in ausgezogener Linienführung wiedergegebenen anderen Stellung liegen die Seile
fest und das Nebenkauschenherz 98' nimmt die strichpunktierte Stellung ein, die in
Fig. 1 eingezeichnet ist.
[0014] Sollen die Seile nachgespannt werden, so wird zunächst die Klemmleiste 110 entfernt.
Mit Hlfe eines Kranes oder eines Flaschenzuges, der an dem Bügel 121 angeschlagen
wird, wird der Bügel angezogen und dadurch in Uhrzeigerrichtung verschwenkt. Danach
nimmt er die in gestrichelter Linienführung wiedergegebene Endstellung ein. Dadurch
entsteht ein Schlaffseil, welches ermöglicht, das Hauptkauschenherz 98 zu lockern.
Das geschieht u.a. mit an sich bekannten Vorrichtungen, die deshalb nicht dargestellt
sind.
[0015] Danach können, so weit nötig, alle Seile aber auch noch einzelne Seile nachgespannt
werden, wozu man den Flaschenzug an jedes der Seile anschlägt, die angezogen werden
sollen. Nach dem Anziehen der Seile wird das Hauptkauschenherz 98 wieder festgezogen,
indem man das Nebenkauschenherz 98' über den Bügel 121 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt
und dadurch in die in ausgezogener Linienführung wiedergegebene Stellung der Fig.
1 zurückstellt.
[0016] Die beiden Seitenschilde weisen je einen Fortsatz 1 1 bzw. 112 jenseits des Kauschenherzens
98 auf. Die beiden Fortsätze 111 und 112 dienen als Buchse für ein Gelenk, dessen
Gelenkachse 113 mit einem Bolzen 114 verwirklicht ist. Das Gelenk dient zur Lagerung
eines Gelenkkörpers 115 mit einer Gelenkachse, die bei 116 hegt und senkrecht zur
geometrieschen Achse 113 des Gelenkbolzens 114 verläuft. Die geometrische Achse 116
ist einem Gelenkbolzen 117 zugeordnet. Die Gesamtanordnung bildet ein Kreuzgelenk,
das über den Gelenkbolzen 117 an eine Buchse angeschlossen ist, die ihrerseits auf
einem Querträger der Förderschale befestigt wird.
1. Klemmkausche für Schachtförderanlagen mit mehreren, als Körbe oder Gefässe ausgebildeten
Förderschalen, die über wenigstens ein Unterseil und mehrere über eine Treibscheibe
laufende Oberseile miteinander verbunden sind, wobei die Treibscheibe insbesondere
über dem Schacht angeordnet und eine Sicherung gegen Übertreiben der Förderschalen
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Förderseile (104 bis 109) auf
einem gemeinsamen Hauptkauschenherzen (98) und einem mit einem Bügel (121) verschwenkbaren
Nebenkauschenherz (98') mit Hilfe von Einzelklemmen (104a bis 109a) und einer gemeinsamen
Klemmleiste (110) am Kauschenkörper festgelegt sind.
2. Klemmkausche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kauschenherz (98)
mit je einem Seitenschild (94, 95) verspannt ist, der einen Fortsatz (111, 112) aufweist,
wobei die Fortsätze zur Anbringung eines Kreuzgelenkes dienen.
1. A clamp eye for shaft winding plants comprising multiple drawing frames configured
as cages or skips which are joined together by means of at least one lower cable and
several upper cables running over a driving pulley, wherein the pulley wheel is fitted
above the shaft and a safety device for protection against overwinding of the drawing
frames is provided, characterised in that a plurality of winding cables (104 to 109)
are fixed on a common main clamp heart (98) and on a pivotable secondary clamp heart
(98') with a shackle (121) by means of individual clamps (1 04a to 109a) and a common
clamping strip (110) on the body of the clamp eye.
2. A clamp eye according to claim 1, characterised in that the clamp heart (98) is
braced on each side by a lateral shield (94, 95) which has an extension ( 111, 112),
the extension serving forthe mounting of a universal joint.
1. Tête d'attache de câble pour un système d'extraction minière comportant plusieurs
bennes ou récipients d'extraction reliés entre eux par au moins un câble inférieur
et par un câble supérieur à plusieurs brins qui passent sur une molette d'entraînement,
notamment dans le cas d'un système comportant une molette disposée au-dessus du puits
de mine et associée à un dispositif de sécurité dit «évite-molettes» destiné à empêcher
les bennes d'extraction de remonter au-delà de leur position haute normale; tête caractérisée
en ce que les extrémités des brins (104 à 109) du câble d'extraction passent autour
d'un coin principal de retenue en forme de coeur (98) et autour d'un coin de retenus
auxiliaire pivotant (98') associé à un levier de manoeuvre (121), pour se fixer à
la cage de la tête d'attache ainsi constituée, au moyen de plaquettes de serrage individuelles
( 104a à 109a) et d'une barrette de serrage commune (110).
2. Tête d'attache de câble selon la revendication 1, caractérisée en ce que le coin
principal de retenue en forme de coeur (98) est monté entre deux joues latérales (94,
95) prolongées chacune par une patte (111, 112), ces deux pattes étant prévues pour
le montage du croisillon d'articulation d'un joint de Cardan.