[0001] Die Erfindung betrifft gemäß einem ersten Erfindungsgedanken ein Verfahren zur Auslage
bogenförmiger Produkte, bei dem die zunächst überlappungsfrei transportierten Produkte
verzögert und in Form eines Schuppenstroms weitertransportiert werden, und geht gemäß
einem weiteren Erfindungsgedanken auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
mit einem mittels eines zugeordneten Zuführorgans mit Produkten beaufschlagbaren,
mit einem mit gegenüber der Geschwindigkeit des Zuführorgans reduzierter Geschwindigkeit
laufenden Auslegband zusammenwirkenden Schuppaggregat.
[0002] Bei der bekannten Schaufelradauslage werden die im Falzapparat bearbeiteten Produkte
mittels einer Bandführung einem mit Schaufeln versehenen, sternförmigen Schaufelrad
zugeführt, in den durch die Schaufeln begrenzten Kammern abgebremst und nach einer
Drehung des Schaufelrads von ungefähr 90° auf das Auslegeband abgelegt. Nachteilg-hierbei
ist, daß die dem Schaufelrad zugeführten Produkte infolge ihrer kinetischen Energie
sehr hart auf die Schaufeln bzw. den Schaufelradgrund aufschlagen und dabei abschmieren
bzw. gestaucht und beschädigt werden/können. Ein weiterer großer Nachteil besteht
darin, daß es hierbei nicht möglich ist, die Produkte eindeutig am Schaufelradgrund
zur Anlage zu bringen. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, daß bei Freigabe der
Produkte durch die das Schaufelrad beaufschlagende 3ändführung mehrere Einflußfaktoren,
wie die Papierdicke, die Seitenzahl, die Beschaffenheit des Papiers und sogar der
Farbauftrag auf dem äußeren Bogen, dafür maßgebend sind, ob das jeweilige Produkt
den Schaufelradgrund erreicht und eventuell wieder zurückfedert oder vorher zwischen
den Schaufeln hängenbleibt. Diese Ungenauigkeiten bleiben bei der Ablage der Produkte
auf dem Auslegeband erhalten. Seitlicher Versatz, ungleiche Produktabstände und schrägliegende
Bogen im Bereich des auf dem Auslegeband erzeugten Schuppenstrom sind daher die Folge,
Hierdurch wird jedoch eine Weiterverarbeitung der ausgelegten Produkte sehr erschwert.
[0003] Bei der bekannten Slow-Down-Auslage werden die im Falzapparat bearbeiteten Produkte
mittels mehrerer Zylinder verzögert und ausgelegt. Die gefalzten Produkte werden dabei
mittels auf den miteinander zusammenwirkenden Zylindern stationär angeordneter Greifer
von Zylinder zu Zylinder übergeben und bei der Übergabe ruckartig verlangsamt. Dies
ist-jedoch nur soweit möglich, bis der durch den Falzvorgang entstandene Freiraum
zwischen den aufeinanderfolgenden Produkten aufgebraucht ist. Will man die Produkte
weiter verlangsamen, was für eine Auslage unbedingt erforderlich ist, muß der Produktstrom
gesplittet werden. Ein Übereinanderschuppen auf den Zylindern ist hierbei nicht möglich,
da die auf diesen stationär angeordneten Greifer zur Übergabe zugänglich sein müssen.
Da die Produkte hierbei wechselseitig in verschiedene Ströme geleitet werden müssen,
ergibt sich ein nicht unbeträchtlicher Aufwand. In diesem Zusammenhang ist nämlich
davon auszugehen, daß jedem Strom eine Abnahme- bzw. Weiterverarbeitungsstation zugeordnet
werden muß. Abgesehen davon ergibt sich auch bei der bekannten Slow-Down-Auslage infolge
der mehrmaligen Übergabe und ruckartigen Verzögerung der Produkte eine hohe Beanspruchung
der Produkte und daher eine hohe Beschädigungsgefahr.
[0004] Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, unter Vermeidung
der Nachteile und Beibehaltung der Vorteile der bekannten Lösungen, ein Verfahren
und eine Vorrichtung eingangs erwähnter Art zu schaffen, das bzw. die nicht nur eine
schonende und saubere Verlangsamung der Produkte und eine genaue Ablage der Produkte
auf dem Auslegeband gestattet, sondern auch eine einströmige Auslage der Produkte
ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird im Zusammenhang mit dem gattungsgemäßen mit/Abstand Verfahren
dadurch gelöste daß die/überlappungsfrei tansprotierten Produkte mit Hilfe verzögerbarer
Greifer erfaßt, mittels dieser über eine die Bogenlänge überragende Strecke transportiert,
auf dieser Strecke allmählich gegenüber der Übernahmegeschwindigkeit verzögert und
bei Erreichen etwa der Schuppenstromgeschwindigkeit wieder losgelassen werden.
[0006] Vorrichtungsmäßig wird die genannte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Schuppaggregat eine an die Transportebene des Zuführorgans sich anschließende, eine
die Bogenlänge überragende Distanz zwischen dem Zuführorgan und dem Auslegeband überbrückende
Stützeinrichtung und mehrere zwischen Zuführorgan und Auslegeband umlaufende, die
aufeinanderfolgenden, im Bereich zwischen dem Zuführorgan und dem Auslegeband auf
der Stützeinrichtung aufliegenden Produkte vom Zuführorgan übernehmende und auf das
Auslegeband ablegende Greiferreihen aufweist, die mittels eines Beschleunigungsgetriebes
auf einem in Bewegungsrichtung vom Zuführorgan zum Auslegeband sich erstreckenden
Bahnabschnitt von etwa der Zuführorganggeschwindigkeit auf etwa die Auslegebandgeschwindigkeit
verzögerbar und auf dem anschließenden Bahnabschnitt in umgekehrter Weise beschleunigbar
sind.
[0007] Die Greifer bewerkstelligen einen Zwangstransport und eine genaue Fixierung der Produkte
auf dem Weg vom Zuführorgan zum Auslegeband und ermöglichen eine Freigabe der Produkte
zu einem genau definierten Zeitpunkt, so daß sich eine exakte, gleichmäßige Ausrichtung
der Produkte auf dem Auslegeband ergibt. Schrägstellungen, seitlicher Versatz und
ungleicher Schuppenabstand etc. sind hierbei in vorteilhafter Weise nicht zu befürchten,
was eine Weiterverarbeitung der Produkte, z. B. mittels eines Paketauslegers, erleichert.
Da die Greifer im Verlauf jedes Umlaufs zunächst verzögert und anschließend wieder
hoch beschleunigt werden, was mittels an sich bekannter Beschleunigungsgetriebe, wie
Kurventrieb, Kurbeltrieb etc., auf einfache Weise erreichbar ist, ergibt trotz der
Aufnahme der Produkte durch Greifer die gewünschte Schuppung, so daß sämtliche Produkte
in Form eines einzigen Schupenstroms ausgelegt werden, was die Weiterverarbeitung
dadurch erleichtert, daß lediglich eine Auslage- bzw. Weiterverarbeitungsstation vorzusehen
ist. Die durch die allmähliche Verzögerung bzw. Beschleunigung der Greifer bewerkstelligte
allmählich Verzögerung der abzubremsenden Produkte ergibt in vorteilhafter Weise eine
sehr schonende Behandlung der Produkte und ermöglicht daher hohe Stundenleistungen.
[0008] Eine besonders zu bevorzugende Weiterbildung der übergeordneten Vorrichtung besteht
darin, daß das Stützorgan als mit fester Geschwindigkeit umlaufende, vorzugsweise
zylindrische Trommel ausgebildet ist und daß die mittels des Beschleunigungsgetriebes
verzögerbaren bzw. beschleunigbaren Greiferreihen eine der Tourenzahl der Trommel
entsprechende Tourenzahl aufweisen und gegenüber dem Trommelmantel bewegbar gelagert
sind. Infolge der Umlaufbewegung der Trommel lassen sich hierbei Relativbewegungen
zwischen den die Produkte transportierenden Greifern und dem die Produkte abstützenden
Stützorgan auf ein Minimum reduzieren, was eine besonders schonende Behandlung der
Produkte erwarten läßt. Zweckmäßig kann dabei die Trommel so ausgelegt sein, daß ihre
Oberflächengeschwindigkeit dem arithmetischen Mittel zwischen der Transportgeschwindigkeit
des Zuführorgans und der Transportgeschwindigkeit des Auslegeb-ands entspricht. Die
hier vorgesehene Trommel ergibt gleichzeitig eine einen gebogenen Verlauf der Greifer
vorgebende gebogene Stützfläche, wodurch sichergestellt wird, daß die hinteren Enden
der im Bereich ihrer vorderen Enden von den Greifern erfaßten-Produkte infolge der
Fliehkraft nach radial außen gedrängt werden, was den Schuppvorgang erleichtert.
[0009] In zweckmäßiger Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen kann das Beschleunigungsgetriebe
so ausgelegt werden, daß die kleinste Geschwindigkeit der Greiferreihen um ein geringes
maß größer als die Transportgeschwindigkeit des Auslegebands ist. Hierdurch ergibt
sich eine gestreckte Ablage der Produkte auf dem Auslegeband.
[0010] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen können die Greiferreihen so
angetrieben werden, daß ihre größte Geschwindigkeit etwas kleiner als die Transportgeschwindigkeit
des Zuführorgans ist. Hierbei ergibt sich ein automatischer Einlauf der Produkte in
die Greifer, was eine Produktnachrichtung 'im Bereich der Greifer ermöglicht.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der übergeordneten Maßnahmen sind die Greifer aufeinanderfolgender
Greiferreihen seitlich mit Abstand gegeneinander versetzt und in seitlich mit Abstand
gegeneinander versetzten Schlitzen des Trommelmantels aufgenommen. Hierbei erg-ibt
sich in vorteilhafter Weise zwischen den Schlitzen stehenbleibende Stege und damit
ein zusammenhängender Trommelmantel, was eine einfache seitliche Lagerung der Trommel
gestattet.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen, daß die Greiferreihen auf
jeweils zwei seitlichen, mit dem Beschleunigungsgetriebe in Wirkverbindung stehenden,
drehbar gelagerten Schwingen aufgenommen sind. Aufgrund der hierdurch bewerkstelligten
separaten Lagerung der einzelnen Greiferreihen ergibt sich eine möglichst geringe,
bei jedem Umlauf einen Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgang durchführende Masse.
[0013] Zweckmäßig kann die einen zylindrischen Mantel aufweisende Trommel von einer koaxial
angeordneten Welle durchsetzt sein, auf der die die einzelnen Greiferreihen aufnehmenden
Schwingen in Umfangs-richtung drehbar gelagert sind, wobei die den einander gegenüberliegenden
Enden der Greiferreihen jeweils zugeordneten Schwingen nebeneinander angeordnet sind.
Diese Maßnahme ergibt eine sehr kompakte Bauweise und eine einfache Kinematik.
[0014] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen können die Schwingen in drehschlüssigem
Eingriff mit jeweils einem um eine zu ihrer Schwenkachse exzentrische Achse mit gleichförmiger
Geschwindigkeit rotierenden Mitnehmer stehen, dessen Tourenzahl der gewünschten Tourenzahl
der Greiferreihen, im Falle der Verwendung einer umlaufenden Trommel als Stützorgan
der Tourenzahl der Trommel, entspricht. Diese Maßnahmen ergeben einen Kurbeltrieb
und damit eine besonders einfache Ausgestaltung des Beschleunigungsgetriebes. Die
hiermit erzielbare Geschwindigkeit weist in vorteilhafter Weise einen sinusförmigen
Verlauf auf, wobei sich die Umkehrpunkte umgebende, breite Bereiche mit annähernder
Geschwindigkeitskonstanz ergeben. Hierdurch ist sichergestellt, daß die den Greifern
zugeführten Produkte nach der Übernahme noch verhältnismäßig schnell abtransportiert
werden, so daß der jeweils nachfolgende Bogen störungsfrei erfaßt werden kann. Gleichzeitig
ist hierdurch sichergestellt, daß im Bereich vor der Ablage der Produkte auf das Auflegeband
keine nennenswerte Geschwindigkeitsänderung mehr stattfindet, was .eine saubere, gestreckte
Ablage gewährleistet. Zweckmäßig können cbbei die sämtlichen Schwingen zugeordneten
Mitnehmer an einem bezüglich der die Schwingen aufnehmenden Welle exzentrisch gelagerten,
von der Welle durchsetzten Drehkranz befestigt sein, der mit der gewünschten Tourenzahl
antreibbar ist. Hierdurch ergibt sich eine besonders einfache und kompakte Ausführung
eines sämtlichen Schwingen zugeordneten Beschleunigungsgetriebes.
[0015] Eine weitere besonders zu bevorzugende Maßnahme kann darin bestehen, daß im Bereich
der Verzögerungsstrecke der Greiferreihen eine radial außerhalb der Auflagefläche
der Stützeinrichtung angeordnete, parallel hierzu verlaufende, in radialer Richtung
nachgiebige, vorzugsweise als Bürste mit zur Stützeinrichtung hinweisenden Borsten
ausgebildete Abdeckeinrichtung vorgesehen ist. Diese verhindert in vorteilhafter Weise,
daß die Produkte aufgrund ihrer Fliehkraft nach außen peitschen können, sondern hält
die Produkte in Anlage an der Stützeinrichtung. Aufgrund der Elastizität in radialer
Richtung ergibt sich jedoch ausreichend Raum für die Schuppenbildung. Die vorzugsweise
zur Anwendung kommende Bürste gewährleistet einen besonders kleinflächigen Kontakt
mit den hieran vorbeigeführten Produkten, was sich positiv auf die Verhinderung eines
Abschmierens auswirkt.
[0016] In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen könen sich die Trommel und damit
die Bewegungsbahn der Greifer auf dem Zuführorgan und dem Auslegeband abwickeln. Hierdurch
wird ein enger gegenseitiger Eingriff und damit eine besonders zuverlässige Übergabe
der Produkte ermöglicht. Mit Vorteil kann das Zuführorgan als vorzugsweise mehrteilige
Bandführung ausgebildet sein, die im Bereich vor der Trommel eine Umlenkung aufweist.
Hierdurch ist sichergestellt, daß-das Auslegeband etwa um 180° am Umfang der Trommel
gegenüber der das Zuführorgan bildenden Bandführung versetzt sein kann, so daß sich
eine große Verzögerungsstrecke ergibt. Die Mehrteiligkeit der Bandführung ermöglicht
eine Abbremsung der Produkte zur Verringerung des aufgrund des Falzvorgangs zwischen
den einzelnen Produkten entstehenden Zwischenraums.
[0017] Weitere zweckmäßige Vortbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen der übergeordneten
Maßnahmen ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung in Verbindung mit den restlichen Unteransprüchen.
[0018] In der Zeichnung zeigen:
Figur 1 einen Radialschnitt durch eine bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen
Schuppaggregats und
Figur 2 einen Längsschnitt durch die Anordnung gemäß Figur 1.
[0019] Die in einem einer Rotationsdruckmaschine nachgeordneten Falzapparat bearbeiteten
Produkte werden zur Erzielung einer einströmigen Auslage mittels einer Bandführung
1 einem Schuppaggregat 2 zugeführt und von diesem in Form eines Schuppenstroms auf
ein mit gegenüber der Bandführung entsprechend reduzierter Geschwindigkeit laufendes
Auslegeband 3 gelegt. Der Aufbau und die Wirkungsweise eines Falzapparats sind an
sich bekannt und bedürfen daher im vorliegenden Zusammenhang keiner Erläuterung mehr.
In der Zeichnung ist daher nur noch das dem Schuppaggregat 2 zugeorchete Ende der
vom Falzklappenzylinder kommenden Bandführung 1 dargestellt. Das den Zeichnungen zugrundeliegende
Schuppaggregat 2 besteht aus einer mit fester Umlaufgeschwindigkeit umlaufenden Trommel
4, die hier einem zylinderischen Mantel 5 aufweist, und aus mehreren, auf seitlichen,
mit zur Trommelachse koaxialer Achse angeordneten Schwingen 6 aufgenommenen Greiferreihen
7 mit durch zugeordnete Schlitze 8 des Trommelmantels 5 hindurchragenden Greifern
9. Die Bandführung 1 und das Auslegeband 3 tangieren die Trommel 4 mit etwa 180° Versetzung.
Die Bandführung 1 besteht in an sich bekannter Weise aus zwei die Produkte zwischen
sich aufnehmenden Bändersätzen. Der obere Bändersatz ist über Trommel 4 hinweggeführt.
Der untere Bändersatz endet vor der Trommel. Im dabei sich ergebenden Zwickel können
Leitzungen 10 mit zur Transportebene der Bandführung paralleler Auflagefläche vorgesehen
sein. Das Auslegeband 3 besitzt lediglich einen Bändersatz, der hier den unteren Bereich
der Trommel 4 untergreift.
[0020] Die Greifer 9 des Schuppaggregats 2 sind so gesteuert, daß sie die mittels der Bandführung
1 der Trommel 4 zugeführten Produkte beim Verlassen der ein der Trommel 4 zuordnetes
Zuführorgan bildenden Bandführung 1 erfassen, um den halben Trommelumfang herumführen
und auf dem 180
0 gegenüber der Bandführung 1 versetzten Auslegeband 3 ablegen. Der Antrieb der jeweils
eine Greife-rreihe 7 aufnehmenden Schwingen 6 erfolgt mit der Tourenzahl der Trommel
4. Gleichzeitig werden die Schwingen 6 jedoch im Verlauf jeder Umdrehung so beschleunigt
und verzögert, daß sie bei der Übernahme der Produkte 11 eine etwa der Transportgeschwindigkeit
der Bandführung 1 entsprechende Geschwindigkeit und beim Ablegen der Produkte 11 auf
dem Auslegeband 3 eine etwa der Transportgeschwindigkeit des Auslegebands 3 entsprechende
Geschwindigkeit aufweisen. In der Regel entspricht die Geschwindigkeit des Auslegebands
3 etwa einem Drittel der Geschwindigkeit der Bandführung 1. Aufgrund dieser Geschwindigkeitsdifferenz
laufen die das jeweils zugeordnete Produkte 11 im Bereich seiner Falzkante haltenden
Greifer 9 unter das hintere Ende des jeweils vorausgehenden Produkts 11 ein. Die Produkte
11 werden daher trotz ihrer Aufnahme durch die Greifer 9 in Form eines Schuppenstroms
12 auf dem Auslegeband 3 abgelegt, was eine einströ-mige Auslage und eine genaue Positionierung
der einzelnen Produkte ermöglicht. Bei der Herstellung von Falzprodukten entstehen
durch den Falzvorgang zwischen den einzelnen Produkten Lücken. Diese Lücken können
berei'ts im Bereich der Bandführung 1 soweit abgebaut werden, daß nur ein kleiner
Freiraum verbleibt, der ein Eintauchen der Greifer 9 ermöglicht. Hierzu kann die Bandführung
1 einfach mehrere mit gegeneinander abgestufter Geschwindigkeit angetriebene Abschnitte
aufweisen.
[0021] Die Schwingen 6 können so angetrieben sein, daß die größte, bei der Übernahme der
Produkte 11 benötigte Geschwindigkeit der auf den Schwingen 6 aufgenommenen Greifer
9 der Transprotgeschwindigkeit der Bandführung 1 und damit der Geschwindigkeit der
aufzunehmenden Produkte 11 entspricht. Im dargestellten Ausführungsbeispiel werden
die Schwingen 6 so angetrieben, daß die maximale Geschwindigkeit der Greifer 9 die
Transportgeschwindigkeit der Bandführung 1 leicht untersteigt, so daß die zu übernehmenden
Produkte 11 zuverlässig in die geöffneten Greifer 9 einlaufen und dabei einem Ausrichtvorgang
unterworfen werden. Die Greifer 9 jeder Greiferreihe 7 können zur Bewerkstelligung
einer sauberen Ausrichtung mit fluchtenden Anlaufkanten versehen sein.
[0022] Die geringste, beim Auslassen und Ablegen der Produkte auf dem Auslegeband 3 benötigte
Geschwindigkeit der auf den Schwingen 6 aufgenommenen Greifer 9 kann der Transportgeschwindigkeit
des Auslegebands 3 entsprechen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel soll die minimale
Greifergeschwindigkeit die Transportgeschwindigkeit des Auslegebands 3 leicht überschreiten,
so daß sich eine Streckung der Produkte ergibt. Der Durchmesser der mit gleicher Tourenzahl
die Schwingen 6 laufenden, eine Abstützeinrichtung für die von den Greifern 9 geführten
Produkte 11 bildenden Trommel 4 ist so bemessen, daß die Oberflächengeschwindigkeit
der Trommel 4 dem arithmetischen Mittel zwischen der größten und kleinsten Greifergeschwindigkeit,
d. h. etwa dem arithmetischen Mittel zwischen der Geschwindigkeit der Bandführung
1 und des Auslegebands 3 entspricht. Hierdurch lassen sich die Relativbewegungen der
Greifer 9 gegenüber dem Trommelmantel 5 während der Verzögerungs- und Beschleunigungsphase
auf ein Minimum reduzieren. Die den Greifern 9 zugeordneten Schlitze 8 des Trommelmantels
5 sind daher vergleichsweise kurz. Die Greifer 9 aufeinanderfolgender Greiferreihen
7 sind mit Abstand seitlich gegeneinander versetzt, so daß sich zwischen den Schlitzen
8 Stege 13 und damit ein zusammenhängender Trommelmantel 5 ergeben. Die Greifer 9
laufen hier auf einer Kreisförmigen Umlaufbahn. Die von den Greifern 9 geführten Produkte
11 werden daher aufgrund der hieran angreifenden Fliehkräfte nach radial außen gedrängt,
so daß die Greifer 9 der jeweils nachfolgenden Greiferreihe 7 leicht unter das hintere
Ende des von den Greifern 9 der jeweils vorauslaufenden Greiferreihe 7 erfassten Produkts
11 einlaufen können. Zusätzlich können die Greifer 9 mit keilförmigen Abweisnocken
14 versehen sein, wie der Übersichtlichkeit halber in Figur 1 lediglich anhand eines
Greifers angedeutet ist. Wie Versuche gezeigt haben, ist dies bei gekrümmter Greiferbewegungsbahn
jedoch nicht erforderlich. Um zu verhindern, daß die von den Greifern 9 geführten
Produkte aufgrund der hieran angreifenden Fliehkräfte zu stark nach außen peitschen,
ist der der Verzögerungsstrecke entsprechende Umfangsabschnitt der Trommel 4 zwischen
der Bandführung 1 und dem Auslegeband 3 von einer Bürste 15 umfaßt, die nach radial
innen vorstehende Borsten aufweist. Hierdurch ergibt sich eine die durch den Trommelmantel
5 gebildete Abstützeinrichtung umfassende, in radialer Richtung elastische Abdeckeinrichtung,
durch die die Produkte 11 einerseits an dem als Abstützeinrichtung fungierenden Trommelmantel
5 gehalten werden und die andererseits aufgrund der Elastizität der Borsten in radialer
Richtung genügend Freiraum für die aufgrund der Schuppung sich ergebende Verdickung
der Trommelauflage bietet. Da der Kontakt der Bürstenborsten mit den hieran vorbeigeführten
Produkten sehr gering ist, kann die Bürste 15 als stationäre Bürste ausgebildet sein,
ohne daß die Gefahr von Ab'schmieren besteht. Es wäre aber auch denkbar, zur Bildung
einer AbdecKeinrichtung ein etwa mit Trommelumfangsgeschwindigkeit laufendes Bürstenband
oder dergleichen oder meh-rere nebeneinander angeordnete, mit Trommelumfangsgeschwindigkeit
laufende Bürstenwalzen oder dergleichen vorzusehen.
[0023] Die paarweise jeweils eine Greiferreihe 7 aufnehmenden Schwingen 6 sind, wie am besten
aus Figur 2 zu erkennen ist, auf einer mit zur Achse der Trommel 4 koaxialer Achse
in den Seiten-wandungen 16 des Falzapparats gelagerten Welle 17 drehbar gelagert.
Die den einander gegenüberliegenden Enden der Greiferreihen 7 jeweils zugeordneten
Schwingen 6-sind dabei jeweils nebeneinander angeordnet, so daß sich eine gegenseitige
Abstützung in axialer Richtung ergibt und zur Fixierung sämtlicher Schwingen einer
Seite jeweils lediglich zwei Ringe ausreichen. Die paarweise zusammengehörenden Schwingen
6 sind jeweils mittels einer zugeordneten Traverse 6a zu einem Schwenkrahmen verbunden.
Die den einzelnen Greiferreihen 7 zugeordneten Schwenkrahmen werden hier mittels eines
Kurbeltriebs mit zur Achse a der Welle 17 und der Trommel 4 exzentrischer Drehachse
b angetrieben. Hierzu ist jeweils eine Schwinge 6 jedes Schwingenpaars mit einer in
radialer Richtung verlaufenden Führungsnut 18 versehen, in die jeweils ein zugeordneter
Mitnehmer 19 eingreift. Die mit einer Führungsnut 18 versehenen Schwingen 6 sind nebeneinander
angeordnet, so daß sämtliche Mitnehmer 19 einfach als axiale Vorsprünge eines diesen
Schwingen 6 benachbarten, von der Welle 7 durchsetzten, bezüglich der exzentrischen
Achse b drehbar gelagerten Drehkranzes 20 ausgebildet sein können. Der Drehkranz 20
und die Trommel 4 werden mit gleicher Drehzahl angetrieben, so daß sich gleiche Tourenzahlen
der Trommel und der von den Schwingen 6 aufgenommenen Greifer 9 ergeben. Die Beschleunigung
und Verzögerung der Greifer 9 bezüglich der mit gleicher Tourenzahl laufenden Trommel
4 ergibt sich aufgrund des Abstands zwischen-den Achsen a und b.
[0024] Der Antrieb der Trommel 4 und des Drehkranzes 20 erfolgt von der zentralen Welle
17 aus, die über einen Räderzug 21 mit einer Eintourenwelle des Falzapparats verbunden
ist. Die Welle 17 ist mit auf ihre durch die Seitenwände 16 hindurchgeführte Enden
aufgesetzten Stirnrädern 22a, 22b versehen, von denen eines mit dem Räderzug 21 kämmt.
Der Drehkranz 20 ist mit einem der zugeordneten Seitenwand 16 benachbarten Zahnkranz
23 versehen. Die Trommel 4 besitzt einen der gegenüberliegenden Seitenwand 16 benachbarten
Zahnkranz 24. Die Zahnkränze 23 bzw. 24 kämmen.mit einem jeweils zugeordneten Zahnrad
25 bzw. 26, das über eine die jeweils zugeordnete Seitenwand 16 durchsetzende Vorgelegewelle
27 mit einem außerhalb der betreffenden Seitenwand 16 angeordneten Zahnrad 28 bzw.
29 verbunden ist, das mit dem jeweils benahbarten Stirnrad 22a bzw. 22b der Welle
17 kämmt. Die durch die zu den Zahnkränzen 23 bzw. 24 führenden Zahnradpaarungen bewerkstelligten
Über- bzw. Untersetzungen sind gleich. Sofern die Welle 17 bereits mit der gewünschten
Greifer- bzw. Trommeltourenzahl angetrieben wird, sind die Teilkreisdurchmesser der
Zahnkränze 23, 24 und der hiermit zusammenwirkenden Zahnräder 25, 26 sowie der Stirnräder
22a, 22b und der hiermit zusammenwirkenden Zahnräder 28, 29 jeweils so auszulegen,
daß sich eine jedem Zahnkranz 23 bzw. 24 zugeordnete Gesamtübersetzung mit dem Übersetzungsverhältnis
1 ergibt. Der Drehkranz 20 ist auf einem von der zentralen Welle 17 durchsetzten,
an der zugeordneten Seitenwandung 16 befestigten, nach innen auskragenden Rohrstutzen
30 drehbar gelagert. Die Trommel 4 ist einerseits auf einem den Drehkranz 20 und das
hiermit zusammenwirkende Zahnrad 25 umfassenden, an der zugeordneten Seitenwand 16
nach innen auskragend befestigten Lagergehäuse 31 und andererseits auf einem an der
gegenüberliegenden Seitenwand 16 befestigten, die Welle 17 umfassenden, von dem den
trommelseitigen Zahnkranz 24 aufweisenden Ansatz umfaßten Lagergehäuse 32 drehbar
gelagert. Dieses Lagergehäuse 32 dient hier gleichzeitig zur Aufnahme einer innerhalb
des Trommelmantels 5 stationär angeordneten Steuerscheibe 33 zur Steuerung der Greifer
9. Das Lagergehäuse 32 springt deshalb über die zugeordnete Stirnwand der Trommel
4 in das Trommelinnere vor. Die beweglichen K·lappen der Greifer 9 jeder Greiferreihe
7 sind jeweils auf einer durchgehenden, auf den zugeordneten Schwingen 6 drehbar gelagerten
Greiferstange 34 aufgenommen, die mittels eines hierauf befestigten, die stationäre
Steuerscheibe 33 abtastenden Schwenkhebel 35 zum öffnen und Schließen der Greifer
9 verschwenkbar ist. Die stationären Backen der Greifer 9 sind auf den Traversen 6a
der Schwenkrahmen aufgenommen. die Innenanordnung der stationären Steuerscheibe 33
ermöglicht hierbei einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser des trommelseitigen Zahnkranzes
24.
[0025] Die hier als Zuführorgan fungierende Bandführung 1 und das Auslegeband 3 tangieren
die Trommel 4, wie weiter oben bereits erwähnt wurde, mit einer Versetzung von 180°
am Trommelumfang. Hiermit läßt sich eine vergleichsweise lange Verzögerungsstrecke
mit die maximale Produktlänge wesentlich übersteigender Länge erreichen, so daß eine
zuverlässige Schuppenbildung erfolgen kann. Die Transportebene der Bandführung 1 läuft
praktisch tangential in die Stützfläche des als Stützorgan fungierenden Trommelmantels
5 ein. Auslegebandseitig ist diesbezüglich ein der Dicke des Schuppenstroms 12 entsprechender
Abstand vorhanden. Die Laufrichtung des Schuppaggregats 2 ist so gewählt, daß sich
die Trommel 4 und die Bewegungsbahn der Greifer 9 auf der Bandführung 1 und dem Auslegeband
3 abwickeln. In den Übergabebereichen liegen somit gleichgerichtete Bewegungen der
Bandführung 1, der Trommel 4 samt Greifer 9 und des Auslegebands 3 vor, wie durch
die Pfeile 36 a, 36b, 36c angedeutet ist. Dies vereinfacht die Übergabe der Produkte.
Infolge der 180°-Versetzung von Bandführung 1 und Auslegeband 3 ergeben sich hierbei
praktisch gegenläufige Transportrichtungen von Bandführung 1 und Auslegeband 3, wie
die Pfeile 36a und 36c erkennen lassen. Um dies auf einfach-e Weise zu bewerkstelligen
ist die Bahnführung 1 in Transportrichtung vor dem Schuppaggregat 2 mit einer.Umlenkung
37 versehen, wie Figur 1 weiter erkennen läßt. Die hierbei bewerkstelligte Umlenkung
der Pro
- dukte wird durch die im Bereich der Trommel 4 erfolgende weitere Umlenkung der Produkte
wieder rückgängig gemacht, so daß sich insgesamt ein aus dem das Schuppaggregat 2
enthaltenden Falzapparat herausführender Transportweg ergibt.
[0026] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stützeinrichtung zur Abstützung der
Produkte 11 als umlaufende Trommel 4 ausgebildet, womit sich Relativbewegungen weitgehend
vermeiden lassen. Es wäre aber auch ohne weiteres denkbar, zur Bildung der Stützeinrichtung
einfach einen durch zwischen den Greifern 9 stationär angeordnete, entsprechend dem
Verlauf der Greiferbahn im Bereich der Verzögerungsstrecke gebogene Leisten gebildeten
Tisch vorzusehen. Anstelle einer eine Kreisbogenbahn beschreibenden Konfiguration
der Verzögerungsstrecke könnte auch ein mehr langgestreckter Verlauf vorgesehen sein,
wobei dann eine Umlenkung der Bahnführung entfallen könnte. Die vorstehenden Ausführungen
lassen erkennen, daß der Gegenstand der vorliegenden Erfindung nicht auf das in der
Zeichnung dargestellte und weiter oben beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt
ist.
1. Verfahren zur Auslage bogenförmiger Produkte, bei dem die zunächst überlappungsfrei
transportierten Produkte (11) verzögert und in Form eines Schuppenstroms (12) weitertransportiert
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Abstand überlappungsfrei transportierten
Produkte (11) mit Hilfe verzögerbarer Greifer (9) erfaßt, mittels dieser über eine
die Bogenlänge überragende Strecke transportiert, auf dieser Strecke allmählich gegenüber
der Übernahmegeschwindigkeit verzögert und bei Erreichen etwa der Schuppenstromgeschwindigkeit
wieder losgelassen werden.
2. Vorrichtung zur Auslage bogenförmiger Produkte in Form eines Schuppenstroms (12)
mit einem mittels eines zugeordneten Zuführorgans (1) mit Produkten (11) beaufschlagbaren,
mit einem gegenüber der Geschwindigkeit des Zuführorgans (1) reduzierter Geschwindigkeit
laufenden Auslegeband (3) zusammenwirkenden Schuppaggregats (2), insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schuppaggregat
(2) eine an die Transportebene des Zuführorgans (1) sich anschließende, eine die Bogenlänge
überragende Distanz zwischen dem Zuführorgan (1) und dem Auslegeband (3) überbrückende
Stützeinrichtung (5) und mehrere zwischen Zuführorgan (1) und Auslegeband(3) umlaufende,
die aufeinanderfolgenden, im Bereich zwischen dem Zuführorgan (1) und dem Auslegeband
(3) auf der Stützeinrichtung (5) aufliegenden Produkte (11) vom Zuführorgan (1) übernehmende
und auf das Auslegeband (3) ablegende Greiferreihen (7) aufweist, die mittels eines
Beschleunigungsgetriebes (18, 19, 20) auf einem in Bewegungsrichtung vom Zuführorgan
(1) zum Auslegeband (3) sich erstreckenden Bahnabschnitt von etwa der Zuführorgangeschwindigkeit
auf etwa die Auslegebandgeschwindigkeit verzögerbar und auf dem anschließenden Bahnabschnitt
in umgekehrter Weise beschleunigbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung als
Mantel (5) einer mit fester Geschwindigkeit umlaufenden, eine gekrümmte Oberfläche
aufweisenden, vorzugsweise zylindrischen Tro-mmel (4) ausgebildet ist und daß die
gegenüber dem Mantel (5) der Trommel (4) bewegbar gelagerten Greiferreihen (7) vorzugsweise
auf jeweils einem zwei seitliche, schwenkbar gelagerte Schwingen (6) aufweisenden,
mit dem Beschleunigungsgetriebe in Wirkverbindung stehenden Schwenkrahmen aufgenommen
sind, der eine der Tourenzahl der Trommel (4) entsprechende Tourenzahl aufweist und
mittels des Beschleunigungsgetriebes gegenüber der Trommel (4) bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden,Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberflächengeschwindigkeit der Trommel (4) etwa dem arithmetischen Mittel
zwischen der Transportgeschwindigkeit des Zuführorgans (1) und der Transportgeschwindigkeit
des Auslegeband (3) entspricht, daß die kleinste Geschwindigkeit der Greiferreihen
(7) mindestens der Transportgeschwindigkeit des im Übergabebereich vorzugsweise dieselbe
Bewegungsrichtung aufweisenden Auslegebands (3) entspricht, vorzugsweise etwas grösser
als die Geschwindigkeit des Auslegebands (3) ist und daß die größte Geschwindigkeit
der Greiferreihen (7) höchstens der Transportgeschwindigkeit des im Übergabebereich
vorzugsweise dieselbe Bewegungsrichtung aufweisenden Zuführorgans (1) entspricht,
vorzugsweise etwas kleiner als die Transportgeschwindigkeit des Zuführorgans (1) ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die vorzugsweise fluchtende Anschlagkanten aufweisenden und im Bereich ihrer radial
äußeren Seiten mit einer Abweisnocke (14) versehenen Greifer (9) aufeinanderfolgender
Greiferreihen (7) seitlich mit Abstand gegeneinander versetzt sind, durch seitlich
mit Abstand gegeneinander versetzte Schlitze (8) des Trommelmantels (5) hindurchgreifen
und vorzugsweise mittels einer innerhalb der Trommel (4) angeordneten, in Drehrichtung
stationären Steuerscheibe (33) steuerbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trommel (4) einen zylindrischen Mantel (5) aufweist, der von einer koaxial
angeordneten Welle (17) durchsetzt ist, auf der die Schwingen (6) der die einzelnen
Greiferreihen aufnehmenden Schwenkrahmen in Umfangsrichtung schwenkbar gelagert und
die den einander gegenüberliegenden Enden der Greiferreihen (7) jeweils zugeordneten
Schwingen (6) nebeneinander angeordnet sind, wobei jeweils mindestens eine Schwinge
(6) jedes Schwenkrahmens in drehschlüssigem Eingriff mit einem um eine zur Schwenkachse
(a) der Schwingen (6) exzentrische Achse (b) mit gleichförmiger Geschwindigkeit rotierenden,vorzugsweise
als in eine radiale Nut (18) der zugeordneten Schwinge (6) eingreifender Gleitstein
ausgebildeter Mitnehmer (19) ist, dessen Tourenzahl vorzugsweise der Tourenzahl der
Trommel (4) entspricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die sämtlichen Schwenkrahmen
zugeordneten Mitnehmer (19) mit gleichmäßiger Winkelversetzung am Umfang eines bezüglich
der die Schwingen (6) aufnehmenden Welle (17) exzentrisch gelagerten, von der Welle
(17) durchsetzten Drehkranz (20) befestigt sind, der vorzugsweise mit der Tourenzahl
der Trommel (4) entsprechender Tourenzahl antreibbar ist und daß vorzugsweise die
Trommel (4), die die Schwingen (6) aufnehmende Welle (17) und der Drehkranz (20) unabhängig
voneinander an den Seitenwandungen (16) des Falzapparats gelagert sind, wobei die
ihrerseits vorzugsweise vn der Eintourenwelle des Falzapparats aus antreibbare Welle
(17) mittels jeweils gleiche Übersetzungsverhältnisse aufweisender Antriebe mit der
Trommel (4) und dem Drehkranz (20) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (4) einerseits
mit enem einen Zahnkranz (24) aufweisenden Ansatz auf einem die Steuerscheibe (33)
tragenden, von der Welle (17) durchsetzten Lagergehäuse (32) und andererseits auf
einem den Drehkranz (20) umfassenden Lagergehäuse (31) gelagert ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich der Verzögerungsstrecke der Greiferreihen (7) eine radial außerhalb
der Stützeinrichtung (5) angeordnete, parallel hierzu verlaufende, in radialer Richtung
nachgiebige Abdeckeinrichtung (15) vorgesehen ist, die vorzugsweise als stationär
angeordnete Bürste (5) mit zur Stützeichtung hin weisenden Borsten ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß das vorzugsweise als mehrteilige Bandführung ausgebildete, mit einer Umlenkung
(37) versehene Zuführorgan (1) und das Auslegeband (3) um etwa 180° am gekrümmten
Umfang der Stützeinrichtung (5) gegeneinander versetzt sind.