[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kunststoff-Aluminium-Laminattube mit verbesserten
Eigenschaften.
[0002] Kunststoff-Aluminium-Laminattuben stellen seit einigen Jahren eine Alternative zur
Anwendung von den bislang im Vordergrund stehenden Aluminiumtuben dar. Ihnen wird
insbesondere dann der Vorzug vor Aluminiumtuben gegeben, wenn es sich entweder um
Füllgüter handelt, die selbst in innenlackierten Aluminiumtuben nicht verpackt werden
können oder andererseits aus bestimmten Gründen auf ein differenziertes Erscheinungsbild
der Tube und eine gewisse Rückstellkraft Wert gelegt wird.
[0003] Als Ausgangsmaterial zur Herstellung dieser Tuben wird dabei ein aus mindestens drei
Schichten bestehendes Laminat verwendet, wobei in der primitivsten Form eine Aluminiumfolie
mit einer Schichtdicke zwischen etwa 20 µm und etwa 150 µm auf beiden Seiten mit einer
Kunststoff-Folie, die vorzugsweise aus Polyethylen besteht, und eine bevorzugte Schichtdicke
zwischen etwa 50 µm und etwa 250 pmaufweist, abgedeckt ist.
[0004] In der Regel werden, um den Verbund zwischen der Kunststoff- und der Aluminiumschicht
zu erhöhen, haftende Zwischenschichten eingebaut, die beispielsweise aus gegebenenfalls
vernetzten Ethylen-Acrylsäure-Copolymerisaten, wie Ionomeren vom Typ "Surlyn A
R", bestehen, vgl. z. B. DE - PS 1486175. Dabei ist die Einbringung weiterer Schichten
möglich, die aus Kunststoff, Papier, etc., bestehen können, so daß weitgehende Variationsmöglichkeiten
zur Herstellung von Laminaten mit besonderen Eigenschaften gegeben sind.
[0005] Die zur Bildung der Tubenoberfläche bestimmte Schicht des Laminats ist in der Regel
durch Vielfarbendruck dekoriert. Da die Fertigung des Tubenkörpers durcb überlappendes
Übereinanderlegen der Folienränder'und anschließende Verschweißung erfolgt, wie es
beispielsweise in der DE - PS 1486190 beschrieben ist, galt es bisher als erforderlich,
zur ungestörten Durchführung des Verschweißungsvorgangs und Erzielung einer absolut
dichten Naht, den Bereich der späteren Schweißnaht bereits auf der bedruckten Laminatfolie
von Druckfarben und Lackierung freizuhalten, so daß druckfreie Mindestabstände vom
Folienrand von Folienherstellen routinemäßig vorgeschrieben sind.
[0006] Dies führt jedoch dazu, daß das Gesamtdruckbild des zylindrischen Tubenkörpers im
Bereich der Schweißnaht unterbrochen ist und diese Schweißnaht besonders in die Augen
fällt, was den ästhetischen Gesamteindruck der Tube sehr störend beeinflußt.
[0007] Es wurde nun gefunden, daß man diesen Nachteil beheben und ein einheitliches Druckbild
des gesamten Tubenkörpers ohne eine störende Ausnehmung an der Tubenlängsnaht dann
herstellen kann, wenn sich die auf der äußeren Laminatschicht befindliche Bedruckung
über die gesamte Oberfläche ohne Freilassung eines unbedruckten Randes erstreckt und
mit einer zusätzlichen Kunststoffschicht versehen wird, wobei die Folienenden zur
Bildung des Tubenkörpers überlappt und anschließend in an sich bekannter Weise verschweißt
werden.
[0008] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist also eine Kunststoff-Aluminium-Laminattube
mit bedruckter, d.h. dekorierter äußerer Oberfläche, die dadurch gekennzeichnet ist,
daß sich die mit einer Kunststoffschicht versehene Bedruckung über die gesamte Oberfläche
bis in den durch Überlappung der Folienenden gebildeten Nahtbereich der Tube erstreckt.
[0009] Für die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Laminattube bieten sich mehrere Möglichkeiten
an:
Zum einen kann die zur Außendekoration bestimmte Druckschi:ht des Laminats mit einer
weiteren transparenten Kunststoffschicht versehen werden, wobei es in der Regel ausreicht,
diese Schicht in form einer transparenten Lackschicht, beispielsweise durch Überlackieren
der dekorierten Laminatfolie, aufzubringen.
[0010] Der Durchmesser der transparenten Kunststoffschicht liegt dabei vorzugsweise zwischen
etwas 15 Mund 150 µm vorzugsweise maximal etwa 50 µm. Eine weitere Möglichkeit besteht
darin, eine Kunststoff-Folie auf einer Seite mit einem sog. "Konterdruck" zu versehen
und diese dann, mit der bedruckten Seite dem Laminat zugewandt, auf dieses aufzubringen.
[0011] Auf Grund der erfindungsgemäßen Zusammensetzung des dekorierten Laminats ist es ohne
weiteres möglich, durch Überlappen der Folienenden und anschließendes Verschweißen
ein einheitliches gesamtes Druckbild des Tubenkörpers zu erzielen.
[0012] Da nicht ausgeschlossen werden kann, daß aufgedruckte Farbstoffe bzw. Pigmente beim
durch das Verschweißen der Folienenden auftretenden Erweichen der Kunststoffe auch
in das Tubeninnere gelangen können, ist es zweckmäßig, für die Herstellung der Druckfarben
nur zum Einsatz in Labensmitteln bzw. Kosmetika zugelassene Farbstoffe und Pigmente
zu verwenden.
[0013] Erscheint dies nicht möglich oder ist es erwünscht, die Tubeninnenfläche. von solchen
Bestandteilen völlig freizuhalten, erscheint es möglich und zweckmäßig, die mit einer
Bedruckung versehene Kunststoff-Folie zumindest im Bereich der Überlappung der Folienenden
mit einer weiteren transparenten Kunststoffschicht zu überziehen, wie es beispielsweise-aus
der DE - OS 2930783 an sich bereits bekannt ist.
[0014] Die Breite dieser Abdeckung ist nicht kritisch; sie kann zwischen etwa 5
0 und etwa 100 °, insbesondere zwischen etwa 10 ° und 30
0 der gesamten Innenfläche der Laminattube liegen. Ihre Dicke liegt vorzugsweise zwischen
etwa 10 µm und 200 µm insbesondere etwa 20 µm bis 100 µm.
[0015] Die erfindungsgemäß zusammengesetzten zylindrischen Tubenkörper aus dekoriertem Kunststoff-Aluminium-Laminat
werden durch Aufspritzen oder Anschweißen des Kopf- und Schulterteils in an sich bekannter
Weise fertiggestellt.
[0016] Um Wiederholungen des Standes der Technik zu vermeiden, wird hierbei auf eine Übersicht
über Art und Herstellung von Aluminium-Kunststoff-Laminattuben Bezug genommen, die
in einem Artikel von Menzel, Verpackungs-Rundschau 5/1978, S. 693-694, 698-699, erschienen
ist.
[0017] In der Figur wird eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß zusammengesetzten
Laminattube gegeben, wie sie sich an der Schweißnaht bei Überlappung beider Folienränder
darbietet.
[0018] Dabei ist die transparente Kunststoffschicht auf der Außenoberfläche des Tubenmantels
eine an ihrer Innenseite mit "Konterdruck" dekorierte, transparente, aus Polyolefinen
bestehende Kunststoff-Folie (1).
[0019] Die dabei enthaltenen Farbpigmente sind als Einbettungen (2) zu sehen. Daran schließt
sich eine als Haftvermittler dienende Schicht (3) aus einem gegebenenfalls ionomeren
Ethylen-Acrylsäure-Copolymerisat, beispielsweise vom Typ "Surlyn A
R", an, die wiederum mit einer Aluminiumfolie (4) verbunden ist.
[0020] Diese ist wiederum mit einer weiteren Haftvermittler-Schicht (3') verbunden; der
Folienverbund wird schließlich durch eine Polyethylenschicht (5) abgeschlossen.
[0021] Bei der Verschweißung der Längsnaht wird, wie in der DE - PS 1486190 beschrieben,
in der Regel die Stärke der Überlappungsnaht gegenüber der doppelten Stärke des Folienmaterials
auf etwa 70 % bis 80 % verringert.
[0022] Unter Aluminiumfolien werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung natürlich auch
solche Folien verstanden, die aus Aluminiumlegierungen bestehen.
1. Kunststoff-Aluminium-Laminattube, deren äußerer Tubenmantel eine Dekoration bzw.
Bedruckung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedruckung mit einer transparenten
Kunststoffschicht überzogen ist und sich über die gesamte Oberfläche bis in den durch
Überlappung der Folienenden gebildeten Nahtbereich der Tube erstreckt.
2. Laminattube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Abschluß des äußeren
Tubenmantels bildende Kunststoffschicht einen Durchmesser von etwa 15 pmbis etwa 150
µm vorzugsweise maximal etwa 50 µm, aufweist.
3. Laminattube nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbundfolie
zumindest im Bereich der Überlappung der Folienenden tubeninnenseitig mit einer weiteren
transparenten Kunststoffschicht überzogen ist.