[0001] Packmaschine für flache, tafelförmige Warenstücke, insbesondere Schokoladetafeln
oder Schokoladeriegel.
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf eine Packmaschine für flache, tafelförmige Warenstücke,
insbesondere Schokoladetafeln oder Schokoladeriegel, mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
[0003] Eine derartige Packmaschine ist aus der DE-A-30 28 152 bekannt. Dort findet eine
Zangen aufweisende Abzugs- und Zubringeeinrichtung für folienförmige Hüllmaterialzuschnitte
Verwendung, die mit einer oberhalb der Zangen angeordneten Falteinrichtung zum Herumlegen
und Verschließen des Hüllmaterialzuschnitts um die einzelnen Warenstücke arbeitet.
Es können auch mehrere aufeinanderliegende Folienzuschnitte gemeinsam gefaltet werden.
Die zugehörige Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Zuführen der Warenstücke ist hier
nicht beschrieben. Der Fachmann weiß jedoch, daß die Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden
Zuführen der Warenstücke rechtwinklig zu der die Zangen aufweisenden Abzugs- und Zubringeeinrichtung
für die Hüllmaterialzuschnitte angeordnet ist, so daß diese beiden Förderrichtungen
einen rechten Winkel miteinander bilden.
[0004] Die DE-A-21 62 737 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken von flachen,
tafelförmigen Warenstücken, bei dem die Warenstücke mit Taschen umgeben und diese
Taschen in einer Sammelpackhülle gestapelt werden. Hierzu werden die unverpackten
Warenstücke zunächst in einem bogenförmigen Magazin stehend gesammelt und auch stehend
einer Falteinrichtung zugeführt. Die Förderrichtung der zu verpackenden Warenstücke
ist am Ende des bogenförmigen Magazins, also an der Übergabestelle zu der Falteinrichtung,
senkrecht zu der wesentlichen Erstreckungsebene jedes einzelnen Warenstücks. Das Hüllmaterial
wird in entgegengesetzter Richtung zu der Zuführbewegung der Warenstücke herangebracht
und um die in Richtung des Einschiebens vordere Kante jedes Warenstücks beidseitig
herumgelegt. Im Gegensatz dazu werden Schokoladetafeln üblicherweise nicht in einer
Tasche verpackt, sondern mit einer Kuvertfaltung verschlossen, bei der es üblich und
erforderlich ist, gerade keine überstehenden Hüllmaterialteile über den Umriß der
Schokoladetafel zu haben, sondern eine ordnungsgemäße Einfaltung zu bewirken. Demzufolge
werden die Schokoladetafeln auch nicht stehend, sondern üblicherweise liegend dem
Beginn der Falteinrichtung zugeführt.
[0005] Die US-A-4078 362 zeigt eine Vorrichtung zum Verpacken von Eiskremstücken, die flachliegend
auf einem Förderer einem Hubstempel übergeben werden, der die Eiskremstücke in einer
aufwärts gerichteten Förderrichtung durch einen Faltkanal drückt, wobei die Förderrichtung
im Faltkanal senkrecht zur Haupterstreckungsebene des Warenstücks erfolgt. Eiskremstücke
werden bekanntlich in relativ dickwandiges Material verpackt, während Schokoladetafeln
bekanntlich in sehr dünnwandige Folien bzw. folienförmige Hüllmaterialzuschnitte verpackt
werden. Vergleichsweise dickwandiges Material läßt sich durchaus frei auskragend unter
dem Faltkanal fördern und handhaben.
[0006] Bei den üblichen Packmaschinen, die zum Verpacken von Schokoladetafeln eingesetzt
werden, erfolgt entweder das Einlaufen der Warenstücke und des Hüllmaterials parallel
zueinander oder rechtwinklig zueinander. Nachteilig dabei ist, daß bei paralleler
Anordnung das Hüllmaterial nur über zwei Stationen und bei rechtwinkliger Anordnung
zueinander über große Transportwege gefördert werden muß, wodurch die Leistung dieser
Packmaschinen begrenzt ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Packmaschine der eingangs beschriebenen
Art so weiterzubilden, daß die Zuführung des Hüllmaterials mit geringem Aufwand und
kleinem Zangenweg ausgeführt werden kann, so daß die Möglichkeit besteht, die Packmaschine
gleichsweise schnellaufend, also mit hoher Leistung, zu betreiben.
[0008] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß eine Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden
Zuführen der Warenstücke, die in einer horizontalen Förderrichtung herangeführt werden,
vorgesehen ist, daß die die Zangen aufweisende Abzugs- und Zubringeeinrichtung parallel
zur Förderrichtung der Warenstücke und entgegengesetzt dazu in parallelen Ebenen die
Hüllmaterialzuschnitte heranführend vorgesehen ist, und daß der Abtransport der mittels
der Falteinrichtung verpackten Warenstücke entweder oberhalb der Abzugs- und Zubringeeinrichtung
oder oberhalb der Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Zuführen der Warenstücke erfolgt.
Die Hüllmaterialzuschnitte werden mit der die Zangen aufweisenden Abzugs- und Zubringeeinrichtung
gezielt und ohne die Gefahr des Verrutschens oder Verknitterns herangeführt, und zwar
in einer parallelen Ebene zu der Ebene, in der unverpackte Warenstücke liegend herangeführt
werden. Dadurch, daß auch der Abtransport der verpackten Warenstücke nach der Falteinrichtung
entweder oberhalb der Abzugs- und Zubringeeinrichtung für die Hüllmaterialzuschnitte
oder oberhalb der Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Zuführen der zu verpackenden
Warenstücke erfolgt, bewegen sich die Warenstücke und die Hüllmaterialzuschnitte ausschließlich
in einer einzigen vertikalen Ebene, d.h. sämtliche Förder-, Transport- und Bearbeitungsabläufe
erfolgen ausschließlich in einer gemeinsamen vertikalen Ebene. Damit verläßt diese
Packmaschine die im Stand der Technik realisierte Bauweise, bei der die zu verpackenden
Warenstücke und die Hüllmaterialzuschnitte zunächst in einer horizontalen Ebene rechtwinklig
zueinander gefördert und sodann im Bereich der Falteinrichtung in eine vertikale Ebene
überführt und dort weiterbehandelt werden. Somit ergibt sich bei der neuen Packmaschine
vorteilhaft die Möglichkeit, die sogenannte Balkonbauweise zu verwirklichen, d.h.
die Packmaschine erhält eine vertikale Wand, über die die einzelnen Organe auskragend
vorgesehen sind, wobei diese vertikale Wand parallel zu der vertikalen Arbeitsebene
vorgesehen ist.
[0009] An den Abtransport der verpackten Warenstücke ist zweckmäßig eine Sammelpackmaschine
angeschlossen, um die einzelnen, verpackten Warenstücke zusammenzuführen.
[0010] Die die Zangen aufweisende Abzugs- und Zubringeeinrichtung für die Hüllmaterialzuschnitte
kann beiderseits der Falteinrichtung arbeitend auf der Seite der Falteinrichtung angeordnet
sein, auf der auch die Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Zuführen der Warenstücke
angeordnet ist. Auf diese Art und Weise behindert die die Zangen aufweisende Abzugs-
und Zubringeeinrichtung für die Hüllmaterialzuschnitte das Heranführen der zu verpakkenden
Warenstücke nicht.
[0011] Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels weiter verdeutlicht
und beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Seitenansicht der Packmaschine und
Figur 2 eine vergrößernde Darstellung der wesentlichen Teile der Packmaschine.
[0012] Die Packmaschine weist eine Vorrichtung 2 zum aufeinanderfolgenden Zuführen der zu
verpackenden Warenstücke 11, insbesondere Schokoladetafeln oder -riegel, auf, die
in Förderrichtung gemäß Pfeil A liegend herangeführt werden. Diese Förderung endet
in einer Unterstempelstation 8. Dort gelangen Zangen 3 zur Anwendung, deren Abzugslänge
minimal gehalten ist, um einen Hüllmaterialzuschnitt in die Unterstempelstation 8
einzubringen. Das Hüllmaterial wird in Förderrichtung gemäß Pfeil B zugeführt.
[0013] In einer Achsrichtung gegenüberliegend zu der Förderrichtung gemäß Pfeil A für die
zu verpackenden Warenstücke 11 ist eine Abzugs- und Zubringeeinrichtung 1 für diese
Hüllmaterialzuschnitte vorgesehen, die in ihrem Aufbau und ihrer Zusammensetzung an
sich bekannt ist und lediglich die Aufgabe hat, die Hüllmaterialzuschnitte, beispielsweise
mehrere übereinanderliegend, im richtigen Augenblick zuzubringen. Die Vorrichtung
2 zum Zuführen der zu verpackenden Warenstücke 11 arbeitet gemäß Pfeil A, und die
Abzugs- und Zubringeeinrichtung 1 arbeitet gemäß Pfeil B, so daß diese beiden Arbeitsrichtungen
einander entgegengerichtet sind. Der Abtransport 4 der eingewickelten Warenstücke
12 erfolgt nach oben bzw. über der Abzugs- und Zubringeeinrichtung 1 für die Hüllmaterialzuschnitte.
Der Abtransport 4 kann schräg nach oben gerichtet sein, wobei die verpackten Warenstücke
12 in Richtung auf ein kontinuierlich laufendes Drehkreuz 5 gefördert werden. Mittels
eines Schiebers 6 wird aus den verpackten Warenstücken 12 ein Horizontalstapel 7 gebildet.
[0014] Auf dem Weg von der Unterstempelstation 8 über die Falteinrichtung, den Abtransport
4 hin zum Drehkreuz 5 werden die eingewickelten Warenstücke 12 geprüft, insbesondere
ob ein Inneneinschlag vorhanden ist, der Außeneinschlag ordnungsgemäß angebracht und
richtig positioniert ist und insgesamt eine ordnungsgemäße Verpackung erstellt ist.
Nicht einwandfrei eingewickelte Warenstücke 12 werden über das Drehkreuz 5 ausgesondert
und in einer Auslaufrutsche 13 aufgefangen. Der den Horizontalstapel 7 bildende Schieber
6 ist in diesem Fall, also bei nicht ordnungsgemäßer Verpackung, gesperrt. Die einwandfrei
eingewickelten Warenstücke 12 hingegen werden gezählt und mittels eines Rechensystems
9 unmittelbar an eine Sammelpackmaschine 10 übergeben.
1. Packmaschine für flache, tafelförmige Warenstücke (11), insbesondere Schokoladetafeln
oder Schokoladeriegel, mit einer Zangen (3) aufweisenden Abzugs- und Zubringeeinrichtung
(1) für Hüllmaterialzuschnitte und einer oberhalb angeordneten Falteinrichtung zum
Herumlegen und Verschließen des Hüllmaterials um die einzelnen Warenstücke (11), dadurch
gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung (2) zum aufeinanderfolgenden Zuführen der Warenstücke
(11), die liegend in einer horizontalen Förderrichtung (A) herangeführt werden, vorgesehen
ist, daß die die Zangen (3) aufweisenden Abzugs- und Zubringeeinrichtung (1) parallel
zur Förderrichtung (A) der Warenstücke (11) und entgegengesetzt dazu in parallelen
Ebenen die Hüllmaterialzuschnitte heranführend vorgesehen ist, und daß der Abtransport
(4) der mittels der Falteinrichtung verpackten Warenstücke (12) entweder oberhalb
der Abzugs- und Zubringeeinrichtung (1) oder oberhalb der Vorrichtung (2) zum aufeinanderfolgenden
Zuführen der Warenstücke (11) erfolgt.
2. Packmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Abtransport (4)
der verpackten Warenstücke (12) eine Sammelpackmaschine (10) angeschlossen ist.
3. Packmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Zangen (3) aufweisende
Abzugs- und Zubringeeinrichtung (1) für die Hüllmaterialzuschnitte beiderseits der
Falteinrichtung arbeitend und auf der Seite der Falteinrichtung angeordnet ist, auf
der auch die Vorrichtung (2) zum aufeinanderfolgenden Zuführen der Warenstücke angeordnet
ist.
1. Packaging machine for flat bar-shaped articles (11), in particular chocolate slabs
or chocolate bars, with a withdrawal and feeder equipment (1), displaying tongs (3),
for wrapping material blanks and a folding equipment arranged thereabove for the laying
and closing of the wrapping material around the individual articles (11), characterised
thereby, that a device (2) is provided for the successive feeding of the articles
(11), which are guided forward in lying attitude in a horizontal conveying direction
(A), that the withdrawal and feeder equipment (1), displaying tongs (3), is provided
guiding the wrapping material blanks forward in parallel planes parallelly to the
conveying direction (A) of the articles (11) and oppositely thereto, and that the
removal transport (4) of the articles (12) packaged by means of the folding equipment
takes place either above the withdrawal and feeder equipment (1) or above the device
(2) for the successive feeding of the articles (11
2. Packaging machine according to claim 1, characterised thereby, that a collective
packaging machine (10) is connected to the removal transport (4) of the packaged articles
(12).
3. Packaging machine according to claim 1, characterised thereby, that the withdrawal
and feeder equipment (1), displaying tongs (3), for the wrapping material blanks is
arranged to be operating at both sides of the folding equipment, being at that side
of the folding equipment, on which also the device for the successive feeding of the
articles (11) is arranged.
1. Machine d'emballage destinée à des articles plats en forme de plaques (11), en
particulier à des plaques de chocolat ou des barres de chocolat, comportant un dispositif
destiné à des morceaux de matériaux d'emballage découpés et un dispositif de pliage
disposé au dessus pour placer et fermer le matériau d'emballage autour des articles
individuels (11) caractérisée par le fait qu'il est prévu un dispositif (2) destiné
à l'alimentation successive en articles (11) qui sont amenés à plat dans un dispositif
de transport (A), qu'il est prévu de placer le dispositif de retrait et d'amenage
(1) présentant les pinces (3) parallèlement au dispositif de transport (A) des articles
(11) et que ce dernier amène à l'opposé dans des plans parallèles les morceaux de
matériaux d'emballage découpés et que l'évacuation (4) des articles (12) emballés
au moyen du dispositif de pliage s'effectue soit au dessus du dispositif de retrait
et d'amenage (1) soit au dessus du dispositif (2) destiné à l'alimentation successive
des articles (11).
2. Machine d'emballage selon la revendication 1, caractérisée par le fait qu'une machine
d'emballage collectif est adjointe à l'évacuation (4) des articles (12) emballés.
3. Machine d'emballage selon la revendication 1, caractérisée par le fait que le dispositif
(1) de retrait et d'amenage présentant des pinces (3) destiné aux morceaux de matériaux
d'emballage, est disposée de façon à travailler des deux côtés du dispositif de pliage
et placée sur le côté du dispositif de pliage, sur lequel est également placé le dispositif
destiné à l'alimentation successive en articles.