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EP 0 154 148 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
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Anmeldetag: 26.01.1985 |
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Webrotor für Reihenfachwebmaschinen
Weaving rotor for linear shed multiphase weaving machine
Rotor de tissage pour un métier à tisser multiphasé à foule linéaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH FR IT LI |
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Priorität: |
21.02.1984 DE 3406129
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.09.1985 Patentblatt 1985/37 |
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Patentinhaber: GEBRÜDER SULZER AKTIENGESELLSCHAFT |
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CH-8401 Winterthur (CH) |
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Erfinder: |
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- Steiner, Alois
CH-8731 Rieden (CH)
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| (74) |
Vertreter: Sparing Röhl Henseler
Patentanwälte |
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Postfach 14 04 43 40074 Düsseldorf 40074 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 012 253 EP-A- 0 093 078
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EP-A- 0 013 321
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor und einer dem
Webrotor zugeordneten Steuervorrichtung zum Einsteuern der Kettfäden in den Webrotor.
[0002] Bei einer bekanten Vorrichtung dieser Art (EP-A-12 253) besteht die Steuervorrichtung
aus parallel zum Webrotor verlaufenden, in Längsrichtung hin- und herbewegbaren Steuerstangen,
die die Kettfäden in den Webrotor einsteuern, so dass dessen Webfachbildungsorganen
die Kettfäden gewebemustergemäss in Hoch- oder Tieffachstellung bringen.
[0003] Es ist wichtig, dass die Kettfäden fehlerfrei in den Webrotor eingesteuert werden,
denn jede Fehleinsteuerung bedeutet einen Bindungsfehler. Es werden dazu die Steuerstangen
möglichst nahe, z. B. in einem Abstand von 1 - 2 mm, zu dem Rotor angeordnet. Der
Nachteil dieser Massnahme ist jedoch, dass z. B. bei Kettfadenbruch, das Handhaben
der Kettfäden sehr erschwert ist, da sie in diesem Bereich praktisch unzugänglich
geworden sind.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Steuervorrichtung der eingangs definierten
Art zu schaffen, bei der die Kettfäden trotz der Nähe der Steuervorrichtung zum Webrotor
nötigenfalls leicht zugänglich gemacht werden können. Diese Aufgabe wird gemäss der
Erfindung gelöst durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Die
abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
[0005] Gemäss der Erfindung ist die Steuervorrichtung vom Webrotor distanzierbar, so dass
zum Beheben von Fehlern ausreichend Abstand zwischen der Steuervorrichtung und dem
Webrotor geschaffen werden kann und die Kettfäden vor dem Webrotor zugänglich werden.
[0006] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist nachfolgend anhand der Zeichnungen
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung vom Webrotor her gesehen;
Fig. 2 die Ansicht 11-11 in Fig. 1 einer Schubplatte;
3 die Teilansicht 111-111 in Fig. 1 unter Weglassung des Verriegelungshebels;
4 die Ansicht IV-IV in Fig. 1 einer Führungsplatte;
5 die Ansicht V-V in Fig. 1 des Verriegelungshebels.
[0007] Nach Fig 1 ist vor einem (nicht gezeichneten) Webrotor einer Reihenfachwebmaschine
eine Steuervorrichtung 1 zum Einsteuern der Kettfäden in den Webrotor angebracht.
Die Steuervorrichtung 1, die sich über die Webbreite der Maschine erstreckt, weist
eine Anzahl Steuerstangen 2 auf, die über ihre Länge mit Fadenösen 3 zum Führen der
Kettfäden 4 versehen sind. Die Steuerstangen 2 sind geführt in Führungsplatten 5 eines
Rahmens 6. Der Rahmen 6 besteht aus zwei Stäben 7 und 8, die durch Seitenstäben 9
und 10 verbunden sind. Die Führungsplatten 5 weisen für jede Steuerstange 2 eine Aussparung
11 auf. Der Rahmen 6 ist getragen von einer Anzahl viertelkreisförmigen Hebeln 12,
die einerseits auf dem Stab 8, anderseits auf einer Welle 13 geklemmt sind. Die Welle
13 ist ihrerseits drehbar in Stützen 14 auf der Webmaschine gelagert. Die Hebel 12
sind je mit einem Stift 15 versehen, der in einer Aussparung 16 eines Sicherungshebels
17 steckt. Die Sicherungshebel 17 sind auf einer Achse 18 geklemmt. Auf der Achse
18 ist weiterhin ein Stellhebei 19 befestigt.
[0008] Auf der Seite eines Getriebekastens 20 der Webmaschine sind die Steuerstangen 2 mit
einem Führungsstück 21 versehen, in dessen Nut 22 eine Unterseite 23 einer Schubplatte
24 verläuft. Jede Schubplatte 24 ist auf einer Schubstange 25 befestigt, die in den
Getriebekasten 20 reicht und dort an einer Steuerscheibe geführt ist. Die Steuerstangen
2 werden von den Steuerscheiben Gewebemustergemäss hin- und herbewegt, so dass die
Kettfäden 4 gewebemustergemäss in den Webrotor eingesteuert werden.
[0009] Ist zwischen dem Webrotor 30 und der Steuervorrichtung 1 Abstand zu schaffen, z.
B. zwecks Behebung eines Kettfadenbruches, so wird der Stellhebel 19 rückwärts gedrückt,
so dass der Rahmen 6 über einen Abstand a von rund 30 mm vom Webrotor weggeschwenkt
wird und die zwischen der Steuervorrichtung und dem Webrotor verlaufenden Kettfäden
zugänglich werden. Dabei gleiten die Führungsstücke 21 der Steuerstangen 2 an den
Schubplatten 24 entlang und bleiben daher mit diesen im Eingriff, so dass die Steuerstangen
und damit die Kettfäden ihre Lage hinsichtlich des Webrotors beibehalten. Da die Steuerstangen
2 abwärts schwenken, bleiben die Kettfäden auf den Webfachbildungsorganen des Webrotors
anliegend. Nachdem der Fehler behoben wurde, wird der Rahmen 6 mittels des Stellhebels
19 wieder in die Betriebslage zurückgedreht. Dabei rasten die Stifte 15 der Hebel
12 in die Aussparungen 16 der Sicherungshebel 17 ein und verriegeln den Rahmen 6 in
der Betriebslage. Um das Einrasten zu gewährleisten ist der neben dem Stellhebel 19
liegende Sicherungshebel 17 mit einem Stift 31 versehen, der vom Stellhebel angedrückt
wird.
[0010] Der Antrieb der Steuerstangen braucht nicht wie gezeigt und beschrieben gestaltet
zu sein. Andere Verbindungen zwischen Webmaschine und Steuervorrichtung sind denkbar.
Es ist selbst denkbar den Antrieb auf der Steuervorrichtung selbst anzubringen, so
dass beide zusammen ausgeschwenkt werden.
[0011] Obschon die Steuervorrichtung hier als schwenkbar beschrieben ist, kann sie selbstverständlich
auch hinsichtlich des Webrotors verschiebbar angeordnet sein, z. B. indem sie auf
in Bohrungen in der Webmaschine geführten Trägern befestigt ist.
1. Reihenfachwebmaschine mit einem Webrotor (30) und einer dem Webrotor (30) zugeordneten
Steuervorrichtung zum Einsteuern der Kettfäden (4) in den Webrotor, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuervorrichtung (1) derart montiert ist, dass sie aus der Betriebslage
in eine Lage vom Webrotor (30) weg verstellbar ist.
2. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
(1) abwärts schwenkbar angeordnet ist.
3. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Riegelvorrichtung (17, 15) zum Verriegeln der Steuervorrichtung (1) in der Betriebslage
vorgesehen ist.
4. Reihenfachwebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit die Kettfäden (4) führenden,
gewebemustergemäss von Schuborganen parallel zum Webrotor (30) hin-und herbewegbaren
Steuerstangen (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerstangen (2) mit Führungsstücken
(21) versehen sind, in welchen die Schuborgane (24) geführt sind.
5. Reihenfachwebmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstücke
(21) eine Nut (22) aufweisen, die ein plattenförmiges Schuborgan (24) aufnehmen.
1. A traversing shed loom having a weaving rotor (30) and, associated therewith, a
control device for controlling the warp yarns (4) into the rotor (30), characterised
in that the control device (1) is so arranged as to be adjustable from its operative
position into a position away from the rotor (30).
2. A loom according to claim 1, characterised in that the control device (1) is adapted
to pivot downwardly.
3. A loom according to claim 1 or 2, characterized in that locking means (17, 15)
for locking the control device (1) in the operative position are provided.
4. A loom according to any of claims 1 - 3 and comprising control rods (2) which guide
the warp yarns (4) and which are reciprocable by thrust elements parallel to the rotor
(30) in accordance with the cloth pattern, characterised in that the rods (2) have
guide elements (21) in which the thrust elements (24) are guided.
5. A loom according to claim 4, characterised in that the guide elements (21) are
formed with a groove (22) receiving a plate-like thrust element (24).
1. Métier à tisser en ligne comportant un rotor de tissage (30) et un dispositif de
commande conjugué au rotor de tissage (30) pour introduire les fils de chaîne (4)
dans le rotor de tissage, caractérisé en ce que le dispositif de commande (1) est
monté de manière qu'il puisse être déplacé de la position de fonctionnement dans une
position à l'écart du rotor de tissage (30).
2. Métier à tisser en ligne selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif
de commande (1) est disposé de façon à pouvoir pivoter vers le bas.
3. Métier à tisser en ligne selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un
dispositif (17, 15) de verrouillage est prévu pour verrouiller le dispositif de commande
(1) dans la position de fonctionnement.
4. Métier à tisser selon l'une des revendications 1 à 3, comportant des tiges (2)
de commande animées, par des organes de poussée, d'un mouvement de va-et-vient parallèle
au rotor (30) de tissage, conforme à l'armure du tissu, et guidant les fils de chaîne
(4), caractérisé en ce que les tiges (2) de commande sont munies de pièces de guidage
(21) dans lesquelles sont guidés les organes de poussée (24).
5. Métier à tisser en ligne selon la revendication 4, caractérisé en ce que les pièces
de guidage (21) présentent une rainure (22) dans laquelle est logé un organe (24)
de poussée en forme de plaque.

