[0001] Die Erfindung betrifft ein nichtmechanisches Druck-oder Kopiergerät gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Nichtmechanische Druckgeräte wie sei z.B. Laserdrucker darstellen sind allgemein
bekannt und mit Erfolg zur Anwendung gelangt.
[0003] Dabei wird im allgemeinen mit Hilfe eines Lasers oder magnetischer Aufzeichnungsmitteln
auf einer Fotoleitertrommel oder einer magnetosensitiven Trommel ein latentes Bild
erzeugt, das durch Auftragen von Toner in einer Entwicklerstation entwickelt und dann
in der nachfolgenden Umdruckstation auf einen bandförmigen Aufzeichnungsträger übertragen
wird. Das sich lose auf dem Aufzeichnungsträger befindliche, aus Toner bestehende
Bild wird mit Hilfe einer Schmelzfixiereinrichtung wie z.B. aus der DE-0S 27 17 260
bekannt ist, fixiert. Der bandförmige Aufzeichnungsträger wird dann über einen automatischen
Papierstap- ?er abgelegt.
[0004] Neben der üblichen Wärmeschmelzfixierung, die auch in nach dem xerografischen Prinzip
arbeitenden Kopiergeräten zur Anwendung gelangt, ist es aus der DE-PS 30 48 477 bei
Laserdruckern bekannt, Fixierstationen zu verwenden, bei der die Fixierung des Tonergemisch
über Fixiermitteldampf erfolgt.
[0005] Bei der hohen Druckleistung von Laserdruckern von ca. 100 Seiten pro Minute und mehr
spielt der Papierverbrauch eine große Rolle. Aus diesem Grunde wurden mehrfach Versuche
unternommen den Laserdrucker so auszugestalten, daß damit auch die Rückseite der Papierbahn
bedruckt werden kann.
[0006] Dies bringt aber große Schwierigkeiten mit sich, da durch die bekannte Wärmeschmelzfixierung
im Drucker ein Bügeleffekt auftritt, der ein erneutes Bedrucken z.B. für Rückseitendruck
verhindert.
[0007] Ein weiteres Problem bei Laserdruckern ist der Mehrfarbendruck. So ist es zwar aus
der US-PS 3 991 713 bei Kopiergeräten allgemein bekannt am Umfang der Fotoleitertrommel
mehrere Entwicklerstationen mit verschiedenfarbigem Toner anzuordnen. Die Übertragung
dieser Lehre auf einen Laserdrucker scheitert aber an der hohen Druckgeschwindigkeit,
die zu einer Vermischung der einzelnen Toner untereinander führt. Die häufig erforderliche
Reinigung der einzelnen Entwicklerstationen würde den Druckerbetrieb ständig unterbrechen.
[0008] Die gleichen Vorbehalte gelten für nichtmechanische Druck- oder Kopiergeräte bei
denen an Stelle der Fotoleitertrommel eine magnetosensitive Trommel verwendet wird,
auf der das latente Bild durch Magnetisierung erzeugt wird.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, ein nichtmechanisches Druck- oder Kopiergerät der eingangs
genannten Art so auszugestalten, daß es sowohl für Rückseitendruck als auch für Mehrfarbendruck
geeignet ist.
[0010] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art gemäß dem kennzeichnenden
Teil des ersten Patentanspruches gelöst.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
[0012] Verwendet man nichtmechanische Druck- oder Kopier
ge-räte bei denen in der Fixierstation nach dem Prinzip der Kaltfixierung gearbeitet
wird, so können mehrere Geräte hintereinander angeordnet werden, die gleichzeitig
betrieben werden. Durch diesen Simultanbetrieb kann sowohl Mehrfarbendruck als auch
Rückseitendruck ausgeführt werden.
[0013] Der Rückseitendruck wird dabei wesentlich erleichtert, wenn man zwischen zwei Geräten
im Papierführungskanal eine Wendeeinrichtung die z.B. aus einem einfachen Umlenkelement
bestehen kann, anordnet.
[0014] Setzt man die einzelnen Geräte aus miteinander verkoppelbaren Fixiermodulen und Druckwerkmodulen
zusammen, so ergibt sich ein besonders vorteilhafter und einfacher Aufbau des gesamten
Drucksystems. So lassen sich z.B. zwei Druckwerkmodule mit Hilfe eines einfachen Scharniers
schwenkbar verbinden. Damit wird der Wechsel zwischen Mehrfarbendruck und Rückseitendruck
besonders einfach. Durch einfaches Auseinanderschwenken der Druckwerkmodule und Einsetzen
einer Umlenkstange die z.B. auch im Druckermodul bereits integriert sein kann, läßt
sich das Drucksystem vom Mehrfarbendruck auf Rückseitendruck umstellen. Mehrere Druckwerkmodule
weisen dabei eine am Ende des Drucksystems angeordnete Fixierstation auf.
[0015] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung besteht die zwischen zwei Geräten
oder zwei Druckwerkmodulen angeordnete Umlenkeinrichtung aus einem einfachen aus einer
Stange ausgeformten Schrägumlenkelement, das innerhalb des Papiereintrittsbereiches
des die Papierbahn aufnehmenden Druckwerkes bzw. Gerätes aus einer die Papierbahnwendeposition
in eine die Papierbahn umlenkende Position umsteckbar ausgestaltet ist. Damit läßt
sich das Gerät für die verschiedensten Funktionen einfach umrüsten und bei herausgenommener
Stange als Einzelgerät verwenden.
[0016] Zur Erzielung eines besonders einfachen und sicheren Handlings ist die Papierbahn
zwischen den Einzelgeräten in einem trittfesten Tunnel geführt.
[0017] Dieser Tunnel weist im Papiereintrittsbereich des die Papierbahn aufnehmenden Gerätes
eine Papierlänoenausgleichseinrichtung in der Art eines Schlaufenziehers auf. Diese
Papierlängenausgleichseinrichtung besteht dabei aus einer ortsfesten angeordneten
Umlenkrolle und einer zweiten motorisch zwischen einer Ruheposition und einer Papiereinlegeposition
längsverschieblichen Umlenkrolle.
[0018] Zum Einlegen des Papieres wird dabei in einfacher Weise die motorisch verschiebliche
Umlenkrolle aus dem Papiereintrittsbereich des die Papierbahn aufnehmenden Gerätes
herausgefahren.
[0019] Während des Druckbetriebes bei eingelegtem Papier erzeugt der Motor beständig eine
auf die zweite Umlenrolle wirkende Rückstellkraft mit der das Papier gespannt wird.
[0020] Im Verschiebebereich der zweiten Umlenkrolle angeordneten Abtastkontakte sind mit
einer Warneinrichtung oder Steuereinrichtung verknüpft. Wird z.B. infolge eines assynchronen
Laufes beider Geräte die Papierlänge zu kurz, so wird infolge Papieriängenanordnung
die zweite Umlenkrolle an den vorderen Abtastkontakt gedrückt und dieser damit ausgelöst.
[0021] Bei zu großer Papierlänge zwischen den Druckermodulen bzw. -geräten widerum wird
über die zweite Umlenkrolle der hintere Kontakt ausgelöst.
[0022] Zwei gleichzeitig betriebene Druckermodule- bzw. -geräte lassen sich in einfacher
Weise dadurch sychronisieren, daß gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
im Bereich der Papiertransporteinrichtungen der einzelnen Geräte den Papierverschub
abtastende und daraus Einzelimpulse generierende Taktscheiben mit Abtasteinrichtungen
vorgesehen sind. Die von den Abtasteinrichtungen ausgehenden Signale werden dabei
gemeinsam einen Vorwärts-Rückwärtszähler zugeführt, der widerum mit einer als einfache
Vergleichseinrichtung gebildeten Auswerteeinrichtung in Verbindung steht. Der Zählerstand
der Vorwärts-Rückwärts-Zähleinrichtung ist ein Maß für den Synchronlauf der Geräte,
wobei bei einem Auseinanderdriften der Geräte über ein tolerierbares Maß hinaus, über
die Auswerteeinrichtung einer der beiden Geräte gestoppt wird.
[0023] Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im
folgenden beispielsweise näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Prinzipdarstellung des Aufbaues eines Laserdruckers wie er
bei der Erfindung zur Anwendung gelangt,
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Papierumlenkwalze,
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Laserdrucksystems für Rückseitendruck,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Laserdrucksystems für einseitigen Zweifarbendruck,
Fig. 5 eine vereinfachte Schnittdarstellung der Papierbahn des Laserdrucksystems,
Fig. 6 eine schematische ausschnittsweise Darstellung der im Laserdrucksystem verwendeten
Umlenkeinrichtung mit zugehöriger Papierlängenausgleichseinrichtung,
Fig. 7 ein schematisches Blockschaltbild einer den Papiervorschub synchronisierenden
Einrichtung,
Fig. 8 eine schematische Darstellung eines aus Fixiermodul und Druckwerkmodul zusammengesetzten
Einzelgerätes,
Fig. 9 eine schematische Darstellung eines aus Fixiermodulen und Druckwerkmodulen
zusammengesetzten Laserdrucksystems für Einseitenfarbdruch und
Fig. 10 eine schematische Darstellung eines aus Fixiermodul und Druckwerkmodul zusammengesetzten
Laserdrucksystems für Rückseitendruck.
[0024] Bei dem im folgenden beschriebenen Laserdrucksystem wird von einem Druckverfahren
Gebrauch gemacht, wie es im einzelnen in der Figur 1 dargestellt ist. Dabei wird eine
Trommel 10 mit einer fotoleitfähigen Oberfläche mit Hilfe einer Koronaladeeinrichtung
11 gleichmäßig aufgeladen. Anschließend werden mit Hilfe eines Zeichengenerators 12
z.B. eines gesteuerten Lichtstrahls von einem Laser, Ladungsbilder auf der Trommel
10 erzeugt. Die Ladungsbilder werden anschließend in einer Entwicklerstation 13 z.B.
nach dem Magnetbürstenprinzip entwickelt. In einer Ubertragungsstation 14 werden die
nunmehr auf der Oberfläche der Trommel 10 angeordneten Tonerbilder auf Bildempfangsmaterial
15 z.B. eine Papierbahn als endgültigem Aufzeichnungsträger übertragen.
[0025] Dazu wird das Bildempfangsmaterial 15 an die Oberfläche der Trommel 10 herangeführt.
Anschließend wird es durch eine Fixierstation 16 hindurchgeführt. Der Aufbau der Station
16 ist z.B. in der DE-05 28 38 864 ausführlicher beschrieben. Die Fixierstation 16
besteht zunächst aus einem Behälter 17, indessen Bodenfläche eine Heizeinrichtung
18 angeordnet ist. Ein am Boden des Behälters 17 befindliches Lösungsmittel wird durch
Erhitzen verdampft. Um ein Austreten des Lösungsmittelsdampfes aus dem Behälter 17
zu verhindern, sind im oberen Bereich des Behälters Kühlschlangen 19 angeordnet. In
diesem Bereich kondensierter Lösungsmitteldampf tropft zum Boden des Behälters zurück.
[0026] Mit Hilfe einer Führungswalze 20 wird das Bildempfangsmaterial 15 durch den Behälter
17 hindurchgeführt. Wenn fixiert werden soll, befindet sich dabei die Führungswalze
20 in der Position I, damit befindet sich das Bildempfangsmaterial 15 im Bereich des
Lösungsmitteldampfes, der auf das darauf angebrachte Tonerbild einwirken kann. Während
der Betriebspausen ist es zweckmäßig das Bildempfangsmaterial 15 aus dem Bereich des
Lösungsmitteldampfes herauszunehmen. Dazu wird die Führungswalze 20 im Behälter 17
nach oben bewegt und im Bereich der Kühlschlangen 19 gebracht und zwar in die Position
II. Nach Durchlauf der Papierbahn 15 durch die Fixierstation wird sie mit Hilfe von
Papiertransportwalzen 21 über eine entsprechende Stapeleinrichtung abgestapelt.
[0027] Beim Durchlauf der Papierbahn 15 durch die Druckeinrichtung können nun verschiedene
das Abdruckbild störende Effekte auftreten. So kann z.B. an den Papiertransportwalzen
21 Toner haften bleiben, der zu einem sogenannten Offsetdruckeffekt führen kann, oder
an den Führungswalzen 20 der Fixierstation 16 kondensiert Lösungsmitteldampf der das
Tonerbild auf der Papierbahn 15 verwischt.
[0028] Um diese nachteiligen Effekte zu vermeiden werden zumindest in der Fixierstation
entsprechend der Fig. 2 ausgebildete Papierumlenkwalzen verwendet. Diese sehr trägheitsarm
ausgestalteten Papierumlenkwalzen bestehen dabei aus einem Hartschaumkörper 22, aus
Polymethacrylimid auf den ein eine Vielzahl von einzelne stachelartige Kunststoffelemente
aufweisendes Kreppband 23 aufgebracht ist. Durch diesen Aufbau ergibt sich eine massearme
Papierumlenkwalze mit geringer Wärmeleitfähigkeit, so daß an der Oberfläche der Fixierwalze
(Führungswalze 20) kein Lösungsmitteldampf kondensieren kann. Dadurch wird Wischdruck
beim Hochlaufen bzw. Abbremsen der Papierbahn 15 und ein entsprechender Offsetdruckeffekt
verhindert.
[0029] Ein derartig aufgebauter Laserdrucker läßt sich nun entsprechend dem der Erfindung
für Rückseitendruck umgestalten. Dabei ist bei den nachfolgend beschriebenen Beispie-1en
der Übersichtlichkeit halber die Fixierstation nur schematisch angedeutet. Zur Erzeugung
von Rückseitendruck wird entsprechend der Darstellung der Fig. 2 ein erster Drucker
30 mit einem zweiten Drucker 31 so gekoppelt, daß der aus dem Papieraustrittsbereich
32 austretende Aufzeichnungsträger 15 über eine Koppeleinrichtung dem Papiereintrittsbereich
32 des zweiten Druckers 31 zugeführt wird. Die beiden Drucker 30 und 31 werden dabei
gleichzeitig betrieben und dabei über eine später zu beschreibenden Synchronisiereinrichtung
synchronisiert.
[0030] Um einen störungsfreien Papiertransport zu gewährleisten und um den Platzbedarf möglichst
gering zu halten, werden die im rechten Winkel zueinander aufgestellten Drucker 30
und 31 über eine Koppeleinrichtung verkoppelt, die aus einem die Papierbahn aufnehmenden
trittfesten Tunnel 33 besteht. Um an die Papierbahn im Störungsfall gelangen zu können
und um das Einfädeln z.B. zu erleichtern ist der Deckel 34 des Tunnels 33 aufklappbar
ausgestaltet. Der Tunnel dient dabei sowohl als Führungselement für die Papierbahn
auch als Schutz für die Papierbahn zwischen beiden Drucker 30 und 31. Der Tunnel ist
begehbar und weist auf seiner Oberfläche eine rutschfeste Matte auf.
[0031] Im Papiereintrittsbereich 29 des nachfolgenden, papieraufnehmenden Druckers 31 befindet
sich eine die Papierbahn 15 wendende Umlenkeinrichtung. Die Umlenkeinrichtung besteht
dabei aus einer Rundstange 35 mit abgeschrägten, eine Rastöffnung aufweisenden Enden.
Die Rastöffnungen der Rundstangen 35 arbeiten dabei mit entsprechenden Rastnasen 36
im Papiereintrittsbereich 32 zusammen.
[0032] Um mit dem Drucksystem sowohl Rückseitendruck als auch Zweifarbendruck erzeugen zu
können, ist die Rundstange 35 im Papiereintrittsbereich 32 umsteckbar ausgebildet.
Dabei entspricht die in der Fig. 3 dargestellte Position der Funktion "Rückseitendruck".
In der Funktion Rückseitendruck ist entsprechend der Darstellung der Fig. 6 (ausgezogene
Darstellung der Rundstange 35) die Rundstange 35 in den Seitenwänden des Papiereintrittsbereiches
32 angebrachten Schienen 37 beweglich geführt. Durch Verschieben auf diesen Schienen
37 und Arretieren über eine entsprechende Rändelschraube 38 erfolgt eine Lageanpassung
der Papierbahn, bezüglich der Ränder der Einzelformulare des z.B. vorgefalteten Endlospapieres.
Diese Lageanpassung zur Positionierung der einzelnen Halter ist infolge des Wendes
der Papierbahn in erster Linie bei Rückseitendruck notwendig. Bei der in der Fig.
4 dargestellten Position (punktgestrichelte Darstellung der Fig. 6) für Zweifarbendruck
ist die Rundstange 35 fest im Haltelement 39 über Rastnasen 36 verrastet.
[0033] Um nach dem Umlenken über die Rundstange 35 die Papierbahn anschließend zu glätten
und lagerichtig zur Druckeinrichtung zu zuführen und die Reibungsverluste durch die
Umlenkung zu kompensieren, sind oberhalb der Rundstange 35 im Papiereintrittsbereich
32 des Druckers 33 zwei als gerade Führungselemente dienende Papierumlenkwalze 40
und 41 angeordnet. Dabei wird zur Erzielung von Rückseitendruck entsprechend der Darstellung
der Fig. 3, nach dem Umlenken durch die Rundstange 35 die Papierbahn 15 direkt über
die Papierumlenkwalze 40 geführt. Zum Erzielen von Zweifarbendruck - bei dem ein Wenden
der Papierbahn bei Einseitendruck nicht vorgesehen ist - , wird nach Umlenken durch
die Rundstange 35 die Papierbahn 15 zunächst über die Papierumlenkwalze 41 geführt
und dann über die Papierumlenkwalze 40. Die Papierumlenkwalze 41 ist dabei entsprechend
der Darstellung der Fig. 6 verschieblich gelagert. Damit läßt sich die Lage der Papierumlenkwalze
41 verschiedenen Betriebszuständen anpassen. So ist die Lage der Papierumlenkwalze
41 im Betrieb mit herausgenommener Rundstange d.h. also im normalen Einseitendruckerbetrieb
anders als im einseitigen Zweifarbendruckbetrieb entsprechend der Fig. 4.
[0034] Zum Papierlängenausgleich und um das Einlegen der Papierbahn zu erleichtern befindet
sich im Tunnelbereich 33 unterhalb des Papiereintrittsbereiches 32 des Druckers 31
eine Papierlängenausgleichseinrichtung in der Art eines Schlaufenziehers. Die Papierlängenausgleichseinrichtung
ist in vorteilhafter, platzsparender Weise unterhalb des eigentlichen Rahmens des
Druckers 31 angeordnet. Diese Papierlängenausgleichseinrichtung kann aber auch im
Papieraustrittsbereich 32 des Druckers 30 angeordnet sein. Sie besteht aus einer ortsfest
angeordneten ersten Umlenkrolle 42 und aus einer zweiten über einen Motor 43 und Seilzüge
45 zwischen einer Ruheposition und einer Papiereinlegeposition längsverschieblichen
Umlenkrclle 43. Die Umlenkrolle 43 ist dabei einseitig auf einer Führungsstange 47
gelagert, auf der anderen Seite läuft sie z.B. über Rollenlager 48 direkt am Boden.
Im Verschiebereich der zweiten Umlenkrolle 46 befinden sich als Schalter ausgebildete
Abtastelemente 49 und-50. Sie dienen entsprechend der Darstellung der Fig. 6 zur Auslösung
einer Warneinrichtung 51 bzw. als Geber für eine Auswerte- oder Steuereinrichtung
55. Wenn z.B. die Papierbahn zwischen den beiden Druckern 30 und 31 zu lang ist, bewegt
sich die zweite Umlenkrolle 46 bis zum hinteren Anschlag im Bereich des Schalters
49.
[0035] Zur Erzeugung einer konstanten Papierspannung an der Papierbahn ist der Motor 43
während des Druckerbetriebes mit durchgeschlaufter Papierbahn beständig in Kraftschluß
mit den Seilzügen 45 und übt damit beständig eine Rückspannkraft auf die Papierbahn
in Richtung Ruheposition aus. Ist die Papierbahn zu kurz, so wird durch die Papierbahn
15 die zweite Umlenkrolle 46 in die Umgebung der Position des Abtastelementes 50 gezogen
und die Warneinrichtung (Lampe) betätigt und der erste Drucker 30 gestoppt. Zum Einlegen
der Papierbahn läßt sich über die Druckersteuerungen der Motor 43 und damit die zweite
Umlenkrolle 46 direkt steuern.
[0036] Zum Einlegen des Papieres wird dabei entsprechend der Darstellung der Fig. 5 die
zweite Umlenkrolle 46 aus der hinteren Position in die gestrichelt dargestellte Einfädelposition
bewegt. Zwar erlaubt der Arbeitsrhythmus und das Timing solcher Geräte generell einen
blattsynchronen Betrieb - was eine konstante Papierlänge zwischen den Geräten ermöglichen
würde - aus prinzipbedingten Gründen sind jedoch die unvermeidbaren Start- und Stopvorgänge
zwischenzeitlich nicht vollständig synchronisierbar. Diese im Start- und Stopvorgang
unvermeidlichen Anpassungsvorgänge werden durch die beschriebenen Papierlängenausgleichseinrichtung
ausgeglichen, wobei das automatische Spannen über die zweite Umlenkrolle 46 ein optimales
Handling beim Einlegen der Papierbahn ermöglicht.
[0037] Zur Synchronisation der beiden Drucker 30 und 31 befindet sich im Bereich des Papiervorschubes
entsprechend der Darstellung der Fig. 3 und 4,Abtasteinrichtungen 52 und 53. Diese
Abtasteinrichtungen 52 und 53 bestehen dabei aus in Randperforationen der Papierbahn
15 eingreifende übliche Taktscheiben, die über entsprechende Abtastmittel abgetastet
werden. Sie erzeugen pro Zeile - der Abdruck erfolgt allerdings Blattweise - ein Sychronisiersignal.
Die Synchronisiersignale - die aus Einzelimpulsen bestehen - der Abtasteinrichtungen
52 und 53 werden entsprechend der Darstellung der Fig. 6 auf eine Vorwärts-Rückwärtszähleinrichtung
54 gegeben. In dieser Vorwärts-Rückwärtszähleinrichtung werden die beiden eingehenden
Impulsmengen voneinander abgezogen, so daß sich aus der Differenzsumme eindeutig ergibt,
welcher der beiden Drucker z.B. im Vorlauf bzw. Nachlauf ist. Durch die Vorgabe eines
Absolutbetrages für den Zählerstand läßt sich ein Synchronisier-Toleranzbereich deffinieren.
Wird dieser Synchronisier-Toleranzbereich überschritten, so wird entsprechend dem
Vorzeichen des von der Vorwärts-Rückwärtszähler 54 ausgehenden Differenzbetrages der
Impulse über eine entsprechende z.B. als Vergleichseinrichtung ausgebildete Auswerteeinrichtung
55 einer der beiden Drucker 30 oder 31 gestoppt. Dabei wird über die Druckersteuereinrichtung
56, der die Papierbahn 15 aufnehmende Drucker so gesteuert, daß das gerade im Druck
befindliche Einzelblatt noch zu Ende geschrieben wird. Dadurch wird eine Synchronisation
auf die Blattzwischenräume erreicht.
[0038] Gestaltet man entsprechend in den Figuren 8 , 9 und 10 die einzelnen Druck- oder
Kopiergeräte modulartig aus, und zwar in der Art, daß man die Fixierstation in einem
besonderen Fixiermodul 57 und das eigentliche die Umdruckstation enthaltende Druckwerk
in einem besonderen Druckwerkmodul 58 unterbringt, wobei die Module 57 und 58 lösbar
und verkoppelbar miteinander verbunden sind, so ergibt sich ein besonders einfacher
Aufbau sowohl für den Mehrfarbendruck als auch für den Rückseitendruck. Wird z.B.
entsprechend der Fig. 8 Zweifarbendruck gewünscht , so werden einfach zwei Druckwerke
58 die mit verschiedenfarbigen Toner gefüllt sind miteinander verkoppelt und diese
Druckwerkmodule 58 mit einer gemeinsamen Fixierstation 57 verbunden.
[0039] Verbindet man die beiden Druckwerkmodule 58 einseitig über Scharniere 59, so kann
ausgehend vom Zweifarbendruck entsprechend der Fig. 8 durch einfaches Auseinanderschwenken
. um 90° entsprechend der Fig. 9 zum Rückseitendruck übergegangen werden. Als Umlenkelement
wird dabei eine Umlenkstange 60 fixiert. Diese Umlenkstange 60 kann dabei innerhalb
des Schwenkbereiches der beiden Drucker 30 und 31 so befestigt sein, daß sie automatisch
beim Auseinanderschwenken des Drucksystems in die dargestellte Arbeitslage gebracht
wird.
[0040] Da in diesem Falle das Tonerbild zwischen den Druckwerkmodulen 58 noch nicht fixiert
ist müßen an dem Umlenkelementen entsprechende Maßnahmen (z.B. Ausführung der Elemente
entsprechend Fig. 2) vorgesehen sein die ein Verwischen des Tonerbildes verhindern.
Bezugszeichenliste
[0041]
10 Trommel
11 Koronaentladungseinrichtung
12 Zeichengenerator
13 Entwicklerstation
14 Übertragungsstation
15 Bildempfangsmaterial (Papierbahn)
16 Fixierstation
17 Behälter
18 Heizeinrichtung
19 Kühlschlangen
20 Führungswalze
21 Papiertransportwalze
22 Hartschaumkörper
23 Kreppband
29 Papiereintrittsbereich
30 Drucker
31 Drucker
32 Papieraustrittsbereich
33 Tunnel
34 Deckel
35 Rundstange
36 Rastnasen
'37 Schienen
38 Rändelschrauben
39 Haltelement
40 Papierumlenkwalze
41 Papierumlenkwalze
42 erstes Umlenkelement (walze)
43 Motor
45 Seilzug
46 zweites Umlenkelement (Walze)
47 Führungsstangen
48 Lager
49 Schalter
50 Schalter
51 Warneinrichtung
52 Abtastelement
53 Abtastelement
54 Vorwärts-Rückwärts-Zähleinrichtung
55 Auswerteeinrichtung
56 Druckersteuereinrichtung
57 Fixiermodul
58 Druckwerkmodul
59 Scharnier
60 Umlenkstange
1. Nichtmechanisches Druck- oder Kopiergerät, bei dem das in einer Entwicklerstation
(13) entwickelte und in einer Umdruckstation (14) auf den bandförmigen Aufzeichnungsträger
(15) aufgebrachte Tonerbild in einer nach dem Prinzip der Kaltfixierung arbeitenden
Fixierstation (16) fixiert wird,
dadurch gekennzeichet, , daß mehrere Geräte (30, 31) hintereinander angeordnet sind,
die gleichzeitig betrieben werden, wobei der aus dem Papieraustrittsbereich (32) des
vorhergehenden Gerätes austretende Aufzeichnungsträger (15) dem Papiereintrittsbereich
(29) des nachfolgenden Gerätes (30, 31) zugeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Geräte aus separaten miteinander verkoppelbaren Fixiermodulen
(57) und Druckwerkmodulen (58) zusammensetzbar ausgebildet sind, wobei für mehrere
miteinander verkoppelte Druckwerkmodule (58) eine gemeinsame Fixierstation (57) angeordnet
ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Papierführungskanal zwischen zwei gekoppelten Geräten
(30, 31) bzw. Modulen (54) eine die Papierbahn (15) bedarfsweise wendende Umlenkeinrichtung
(35) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkeinrichtung ein im Papiereintrittsbereich (29)
des nachfolgenden Gerätes (81, 58) schräg gestelltes stangenförmiges Schrägumlenkelement
(35) mit in Papiertransportrichtung nachgeordnetem walzenförmigen GeradeFührungseie
ment (40, 41) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet , daß das Schrägumlenkelement (35) aus einer die Papierbahn
(15) wendenden Position in eine in die Papierbahn (15) umlenkende Position umsteckbar
ausgestaltet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet , daß im Papiereintrittsbereich (29) des nachfolgenden Gerätes
(39, 58) das Schrägumlenkelement (35) längsverschiedlich feststellbar in Führungsschienen
(37) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Einzelgeräten eine lösbare Koppeleinrichtung
für die Papierbahn (15) vorgesehen ist, die als ein die Papierbahn aufnehmender trittfester
Tunnel (33) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet , daß die Trittfläche (34) des Tunnels (33) abschwenkbar ausgestaltet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet , daß dem Papiereintritts- oder Austrittsbereich der Geräte
bzw. Module (30, 31, 58) eine Papierlängenausgleichseinrichtung in der Art eines Schlaufenziehers
zugeordnet ist, die ein ortsfest angeordnetes erstes Umlenkelement (42) und ein zweites
motorisch zwischen einer Ruheposition und einer Papiereinlegeposition längsverschiebliches
Umlenkelement (46) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet , daß das zweite Umlenkelement (46) über Zugmittel (45) mit
einem Motor (43) in Verbindung steht, der zur Erzeugung einer Papierspannung über
die Zugmittel (45) das Umlenkelement (46) in Richtung der Ruheposition mit einer vorgegebenen
Rückstellkraft beaufschlagt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
, daß im Verschiebebereich des zweiten Umlenkelementes (46), die Position des Umlenkelementes
(46) abtastende und in Abhängigkeit davon eine Warneinrichtung (51) auslösende Abtastelemente
(59, 51) vorgesehen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
, daß die Papierlängenausgleichseinrichtung unterhalb des Drukkers im Bodenbereich
angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß eine den Papiervorschub synchronisierende Einrichtung
vorgesehen ist, die erste, dem vorhergehenden Gerät (30, 58) und zweite, dem nachfolgenden
Gerät (31, 58) zugeordnete, in Abhängigkeit vom Papiervorschub Impulse generierende
Abtasteinrichtungen (52, 53) aufweist, die mit einer Vorwärts-/Rückwärtszähleinrichtung
(54) gekoppelt sind und daß eine den Zählerstand erfassende Auswerteeinrichtung (55)
vorgesehen ist, die in Abhängigkeit vom Zählerstand das vorhergehende (30, 58) undl
oder das nachfolgende Gerät (31, 58) stoppt.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
d a durch gekennzeichnet, daß das vorhergehende Gerät (30, 58) und das nachfolgende
Gerät (31, 58) etwa rechtwinklig zueinander angeordnet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet , daß ein erstes Druckwerkmodul (58) und ein zweites Druckwerkmodul
(58) einseitig verschwenkbar über Gelenke (59) verbunden sind, wobei in einem etwa
rechtwinkligen Wegschwenkzustand der Module (58) in dem entstehenden Schwenkbereich
eine die Papierbahn (15) wendende Umlenkeinrichtung (60) einsetzbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet , daß mindestens im Bereich der Fixierstation (14) die Papierumlenkwalzen
(21, 20) eine aus einer Vielzahl von stachelartigen Einzelelemente bestehende Oberfläche
(23) aufweisen.