[0001] Die Erfindung betrifft eine Ventilsteuetung für eine Hubkolben-Brennkraftmaschine
gemäß dem einleitenden Teil des unabhängigen Anspruches 1.
[0002] Um vorteilhafte Verbrennungen sicherzustellen, werden bei Brennkraftmaschinen halbkugelförmige
Verbrennungsräume angestrebt, die eine bezüglich des Verbrennungsraumes radial ausgerichtete
Ventilanordnung bedingen. Ein besonders vorteilhafter Gaswechsel wird dabei unter
günstiger Ausnützung des Verbrennungsraumes dadurch erreicht, dass je Zylinder zwei
Einlass- und zwei Auslassventile vorgesehen sind und dass die Ventile gleicher Funktion
einander bezüglich des Zylinderachse diametral gegenüberliegen. Aufgrund der radialen
Ausrichtung der Ventile bieten sich für die Ventilbetätigung vor allem untenliegende
Nockenwellen an, von denen der Ventilhub über Stossstangen und Kipphebel abgeleitet
wird. Die Übertragung der Hubbewegung üblicher Steuernocken obenliegender Nockenwellen
auf die Ventile ist nämlich bei einer solchen Ventilanordnung nur über aufwendige
Schlepp- und Winkelhebel möglich. Trotz der Anwendung untenliegender Nockenwellen
kann eine entsprechende Ventilsteuerung für schnellaufende Brennkraftmaschinen nicht
gewährleistet werden, weil sich auf Grund der zu bewegenden Massen keine genauen Ventilsteuerzeiten
übertragen lassen. Wegen der vergleichsweise niedrigen Flattergrenze der Ventile ist
das Erreichen hoher Motordrehzahlen unmöglich.
[0003] In der JP-A-5 399 121 sind über den vier radial ausgerichteten Ventilen zwei Nokkenwellen
angeordnet, deren Nocken einen dem jeweiligen Ventilwinkel entsprechenden Schrägschliff
aufweisen. Bei dieser schemenhaften Darstellung wird für die Übertragung des Nockenhubes
auf das Ventil jedoch keine Lösung angeboten.
[0004] Mit der JP-U-57 107 903 wird die Lehre vermittelt bei zueinandergeneigten Ventilen
die hin- und hergehenden Massen durch Tassenstößel zwischen den konisch geformeten
Nocken und den Ventilen klein zu halten. Durch die Schrägstellung des Ventiles wird
der Tassenstößel vom ungekröpften Nocken bei seiner Hubbewegung jedoch weit außermittig
überlaufen. Bei zunehmenden Ventilwinkel führt dies zu einem unbefriedigenden Tragbild
und schließlich zur Zerstörung dieses Bauteiles.
[0005] Um bei zueinander geneigt angeordneten Ventilen eine aufwendige Antriebsverbindung
zwischen der Nockenwelle und den Ventilen zu vermeiden, ist es weiters bekannt (GB-A
266 442), die Nocken kegelförmig auszubilden und unmittelbar auf den Federteller der
Ventile einwirken zu lassen.
[0006] Nachteilig bei dieser Konstruktion ist allerdings, dass die von den kegelförmigen
Nocken auf die Federteller übertragenen Querkräfte über die Ventilführung abgetragen
werden müssen, was zu einem vorzeitigen Verschleiss der Ventilführungen führt. Da
ausserdem während eines Hubes eine Relativverschiebung der Nocken gegenüber den Federtellern
in Richtung der Berührungslinie zwischen den Nocken und den Federtellern auftritt,
werden die Federteller durch ein Kippmoment belastet, was die Anwendung einer solchen
Ventilsteuerung für Ventile mit einem grösseren Neigungswinkel ausschliesst, so dass
diese bekannte Konstruktion für bezüglich des Verbrennungsraumes radial ausgerichtete
Ventile unbrauchbar ist.
[0007] Zur Verringerung der Baulänge eines Reihenmotors ist es weiters bekannt (DE-B 953
672), die in einer Reihe hintereinander angeordneten Ventile abwechselnd nach entgegengesetzten
Richtungen zu neigen und über eine gemeinsame Nockenwelle mit kegelförmigen Nocken
anzutreiben, wobei der Hub der Nocken über je einen Schlepphebel auf den Ventilschaft
übertragen wird, um die Übertragung von Querkräften auf die Ventilschäfte zu vermeiden.
Diese bekannte Konstruktion ist wegen der Schlepphebel zwischen den kegelförmigen
Nocken und den Ventilen aufwendig, wobei das Problem besteht, die Schlepphebel so
zu lagern, dass die auftretenden Querkräfte abgetragen werden können, ohne einen vorzeitigen
Verschleiss der Schlepphebellagerung in Kauf nehmen zu müssen. Ausserdem ist bei dieser
bekannten Konstruktion der Abstand der einzelnen Ventile voneinander durch die angestrebte
Beschränkung der Baulänge begrenzt, so dass eine hinsichtlich des Verbrennungsraumes
radiale Ausrichtung der Ventile nicht möglich ist.
[0008] Die GB-A 375 459 zeigt eine Brennkraftmaschine mit zwei Paar zueinander geneigt angeordneten,
bezüglich des Verbrennungsraumes radial ausgerichteten Ventilen, die mittels konisch
ausgebildeter Nocken betätigbar sind. Die Übertragung des Hubes der konisch ausgebildeten
Nokken auf die Ventile erfolgt, ähnlich wie bei der GE-A 242 919 über Kipphebel, so
dass die im Zusammenhang mit der DE-B 953 672 geschilderten Nachteile auftreten.
[0009] Aus der GE-A 558779 ist eine Brennkraftmaschine mit zwei Ventilen je Zylinder bekannt,
die von einer gemeinsam, oberhalb der Ventile angeordneten Nockenwelle betätigt werden.
Dabei ist in Fig. 5 der GB-A 558779 auch eine Anordnung der Ventile gezeigt, bei der
die Achsen der Ventile nicht parallel, sondern geneigt zueinander verlaufen. Dabei
ist die dem zur Achse der Nockenwelle geneigten Ventil zugeordnete Nokke konisch ausgebildet.
Zwischen den Nocken - auch den konischen Nocken - und dem Ventil sind bei der GB-A
558 779 in einer Führung im Zylinderkopf geführte Stössel vorgesehen, die über eine
einstellbare Schraube am Ventilschaft angreifen. Diese Stössel der GB-A 558 779 sind
keine Tassenstössel, weil sie nicht topfartig ausgebildet sind und die Ventilfeder
und den Ventilteller koaxial umschliessen, um Bauhöhe zu sparen. Die Stössel der GB-A
558 779 sind einfache Gleitzylinder, deren durch den aufwendigen Ventilspielausgleich
bewirktes hohes Gewicht keine von modernen Motoren geforderte Drehzahlen zulässt.
[0010] Tassenstössel zur Übertragung der Nockenbewegung auf Ventile sind bekannt (vgl. L.
Apfelbeck «Wege zum Hochleistungsmotor» Motorbuch Verlag Stuttgart 1979, Kapitel V
und VII).
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu vermeiden und eine Ventilsteuerung
der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass ihre Vorteile auch für schnellaufende
Brennkraftmaschinen ausgenützt werden können, ohne die beim Stand der Technik auftretenden
Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
[0012] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruches 1.
[0013] Durch das Vorsehen von Tassenstösseln zwischen den konisch ausgebildeten Nocken und
den Ventilen kann die über den Nockenantrieb zu bewegende zusätzliche Masse vergleichsweise
klein gehalten werden, so dass diesbezüglich die erreichbare Motordrehzahl nicht beschränkt
wird. Dazu kommt, dass der koaxial zum Ventilschaft angeordnete Tassenstössel in einer
die Ventilfeder aufnehmenden Bohrung des Zylinderkopfes geführt werden kann, so dass
die von den konisch ausgebildeten Nocken auf den Tassenstössel übertragenen Querkräfte
in einfacher Weise ohne Ventilbelastung auf den Zylinderkopf abgetragen werden können.
Wegen des vergleichsweise grossen Durchmessers der Führungsbohrung für die Tassenstössel
bleibt die zusätzliche Belastung der Stösselführung durch die auftretenden Querkräfte
in zulässigen Grenzen, wobei dem Platzbedarf für die Führung des Tassenstössels durch
das Platzangebot bei radialer Ventilanordnung vorteilhaft entsprochen werden kann.
[0014] Die mögliche Führungslänge für die Tassenstössel gewährleistet ein Abtragen der während
eines Nockenhubes auftretenden Kippmomente auf den Tassenstössel. Diese Kippmomente
lassen sich gemäss der Erfindung vermeiden, wenn in der Drehstellung für den maximalen
Hub die Nocken im Erhebungsbereich aus einer achsnormalen Ebene gegen den zugehörigen
Tassenstössel vorgekrümmt sind. So wird der Tassenstössel auch bei vollem Nokkenhub
nicht aussermittig überlaufen. Durch die Nockenkrümmung kann bei einer entsprechenden
Abstimmung auf die jeweiligen geometrischen Verhältnisse in einfacher Weise erreicht
werden, dass der Tassenstössel stets mittig belastet wird, was auch bei vergleichsweise
grossen Neigungswinkeln mischen den einzelnen Ventilen eine kippmomentfreie Lagerung
der Tassenstössel erlaubt.
[0015] Durch die axiale Verschiebbarkeit der Nocken kann in einfacher Weise jedes gewünschte
Ventilspiel eingestellt werden,
[0016] weil sich bei einer axialen Verschiebung der Nocken der Abstand der Steuerfläche
der Nocken vom Tassenstössel ändert. Es entfällt daher die Notwendigkeit, das Ventilspiel
beispielsweise durch Beilagscheiben zwischen Tassenstössel und Ventilschaft einzustellen.
[0017] Eine Möglichkeit, die Nocken axial verstellbar anzuordnen, besteht darin, die Nocken
auf der Nockenwelle axial verstellbar zu lagern. Dabei kann die jeweilige Axiallage
der Nocken beispielsweise durch Wellenmuttern gesichert werden. Eine weitere Einstellmöglichkeit
des Ventilspieles kann dadurch erhalten werden, dass die Nockenwelle geteilt ist und
dass die je einen Nokken aufweisenden Teilwellen für sich axial verstellbar sind.
Zur Fixierung des eingestellten Ventilspieles sind in diesem Fall die Teilwellen der
Nockenwelle axial festzuhalten, was auf unterschiedliche Weise erreicht werden kann.
[0018] Die Anordnung von je für sich verstellbare Teilwellen erlaubt darüber hinaus eine
selbständige Nachstellung des Ventilspieles, wenn die Teilwellen der Nockenwelle hydraulisch
verstellbar sind. Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse können dabei dadurch
sichergestellt werden, dass die Teilwellen im Sinne einer Verkleinerung des Ventilspieles
hydraulisch über je ein Rückschlagventil beaufschlagt werden, weil mit dem einer Nachstellung
folgenden Schliessung des Rückschlagventiles die axiale Lage der jeweiligen Teilwelle
erhalten bleibt.
[0019] Die Übertragung des Nockenhubes auf die Ventilschäfte über im Zylinderkopf verschiebbar
gelagerte Tassenstössel ermöglicht schliesslich bei der Anordnung von vier radial
angeordneten Ventilen, denen paarweise eine gemeinsame Nockenwelle mit kegelförmigen
Nocken zugeordnet ist, die Ausbildung eines Strömungskanales für ein Kühlmedium zwischen
den beiden Nockenwellen, so dass für eine vorteilhafte Kühlung des Zylinderkopfes
auch im Bereich der Zündkerze gesorgt werden kann.
[0020] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Ventilsteuerung für eine Brennkraftmaschine im Schnitt
nach der Linie III-III der Fig. 3,
Fig. 2 eine Konstruktionsvariante in einem der Fig. 1 entsprechenden Schnitt,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 4 und
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf einen Zylinderkopf mit vereinfachter Darstellung
der erfindungsgemäßen Ventilsteuerung.
[0021] Die dargestellte Brennkraftmaschine besteht im wesentlichen aus einem Zylinder 1,
dessen Zylinderkopf 2 zwei Einlassventile 3 und zwei Auslassventile 4 aufweist, wobei
die Anordnung so getroffen ist, dass sich die Ventile gleicher Funktion bezüglich
der Zylinderachse diametral gegenüberliegen. Die Ventile 3, 4 sind dabei hinsichtlich
des Verbrennungsraumes, der durch eine Kugelkalotte abgeschlossen wird, radial ausgerichtet,
so dass sich die Achsen der Ventilschäfte 5 im Mittelpunkt der die Kugelkalotte bestimmenden
Kugel schneiden. Diesen Ventilen 3 und 4 ist paarweise eine Nockenwelle 6 zugeordnet,
die konisch ausgebildete Nocken 7 trägt. Die Übertragung des Nockenhubes auf die Ventilschäfte
5 erfolgt jeweils über einen Tassenstössel 8, der topfartig ausgebildet ist und die
Ventilfeder 9 und den Federteller 10 koaxial umschliesst. Dieser Tassenstössel ist
in einer Bohrung 11 des Zylinderkopfes 2 koaxial zu den Ventilschäften 5 verschiebbar
geführt, so dass die von den kegelförmigen Nocken 7 auf die Tassenstössel 8 übertragenen
Querkräfte über die Wandung der Bohrung 11 auf den Zylinderkopf 2 abgetragen werden
können. Da der Tassenstössel 8 lose am Ventilschaft 5 anliegt, ist lediglich eine
Kraftübertragung in Richtung der Achse des Ventilschaftes 5, nicht aber quer dazu
möglich.
[0022] Wie insbesondere Fig.1 und 2 entnommen werden kann, sind die konisch ausgebildeten
Nocken 7 in der Drehstellung für den maximalen Hub im Erhebungsbereich aus einer achsnormalen
Ebene gegen den zugehöhrigen Tassenstössel 8 vorgekrümmt, so dass der Tassenstössel
8 während des Hubes nicht aussermittig von dem Nocken überlaufen werden kann. Die
Belastung des Tassenstössels 8 bleibt daher in jeder Hublage zentrisch.
[0023] Zum Einstellen des Ventilspieles ist die Nokkenwelle 6 gemäss Fig.1 in zwei Teilwellen
6a und 6b geteilt, wobei jeder Teil für sich axial verschiebbar im Zylinderkopf 2
gelagert ist. Diese beiden Teilwellen 6a und 6b sind über ein axial festgelegtes Kupplungsstück
12 miteinander drehfest, aber axial verschiebbar verbunden, und zwar besteht zwischen
den Teilwellen 6a, 6b und dem Kupplungsstück 12 eine Vielnutverbindung. Das gewünschte
Ventilspiel wird durch eine axiale Verstellung der Teilwellen 6a, 6b eingestellt,
wobei zur Lagefixierung Beilagscheiben 13 entsprechender Stärke in Form von Halbringen
zwischen dem Kupplungsstück 12 und den Wellenbunden 14 eingelegt werden, bevor die
Teilwellen mit dem Kupplungstück 12 über einen Zugbolzen 15 axial zusammengespannt
werden. Das Abschleudern der Beilagscheiben 13 zufolge auftretender Zentrifugalkräfte
wird dabei durch einen die Beilagscheiben aussen umgreifenden, axial vorragenden Randansatz
der Wellenbunde 14 verhindert. Die Einstellung des Ventilspieles kann daher ohne aufwendige
und zeitraubende Ausund Einbauarbeiten durchgeführt werden, wobei es keiner neuerlichen
Einstellung der Ventilsteuerzeiten bedarf.
[0024] Die in Fig. 2 veranschaulichte Konstruktion erlaubt sogar eine selbständige Ventilspielnachstellung,
indem die Teilwellen 6a, 6b der Nockenwelle 6 hydraulisch beaufschlagt werden. Zu
diesem Zweck sind die Teilwellen 6a, 6b mit Druckzylindern 16 verbunden, die über
im Kupplungsstück 12 vorgesehene Kanäle 17 und in axiale Durchgangsbohrungen 18 der
Teilwellen eingesetzte Rückschlagventile 19 mit Drucköl aus dem Schmiersystem des
Motors versorgt werden können. Bewegt sich ein Nocken 7 im Bereich seines Grundkreises
über den Tassenstössel 8, so wird ein allenfalls vorhandenes Spiel zwischen dem Nocken
und dem Tassenstössel ausgeglichen, weil das Drucköl über das Rückschlagventil 19
zum Druckzylinder 16 strömen und die Teilwelle im Sinne einer Spielverkleinerung axial
verstellen kann, bis auf Grund des sich im Druckzylinder 16 aufbauenden Druckes sich
das Rückschlagventil wieder schliesst, so dass die Teilwelle in ihrer axialen Lage
festgehalten wird. Leckverluste, die sich durch einen Druckabbau im Druckzylinder
16 bemerkbar machen, wenn sich der Nocken im Bereich seines Grundkreises über den
Tassenstössel bewegt, werden unmittelbar ausgeglichen, weil sich in einem solchen
Fall das Rückschlagventil 19 wieder öffnet. Die hydraulische Beaufschlagung der Teilwellen
6a, 6b im Sinne einer Spielverkleinerung zwischen den Tassenstösseln 8 und den Nocken
7 bewirkt somit ein ständiges Anliegen der Tassenstössel 8 an den Nocken 7, was sich
vorteilhaft auf die Laufruhe und die Belastung der Nocken und der Tassenstössel auswirkt.
[0025] Wie insbesondere die Fig. 3 erkennen lässt, kann zwischen den beiden Nockenwellen
6 und den diesen Nockenwellen zugeordneten Ventilen 3 und 4 ein Strömungskanal 20
für ein Kühlmedium freigehalten werden, was günstige Kühlbedingungen auch im Bereich
der zentralen Zündkerze 21 schafft, vor allem bei luftgekühlten Motoren.
1. Ventilsteuerung für eine Hubkolben-Brennkraftmaschine mit wenigstens einem Zylinder
(1) und mit vier im Zylinderkopf (2) zueinander geneigt angeordneten, von Nocken (7)
zweier oberhalb des Zylinderkopfes (2) angeordneten Nockenwellen (6) betätigten Ventilen
(3,4) in radialer Anordnung in bezug auf den Brennraum des Zylinders (1), von denen
zwei von einer der beiden Nockenwallen (6) und die anderen zwei von der anderen Nockenwelle
(6) betätigt werden, wobei für jedes Ventil (3, 4) ein separater, konisch ausgebildeter
Nocken (7) vorgesehen ist und jedes Ventil (3,4) je eine Ventilfeder (9) und einen
Federteller (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jedem Ventil (3,4)
und dem zugeordneten Nocken (7) ein im Zylinderkopf (2) verschiebbar geführter, gleichachsig
mit dem Ventil (3,4) angeordneter Tassenstößel (8) vorgesehen ist, der topfartig ausgebildet
ist, die Ventilfeder (9) und den Federteller (10) koaxial umschließt und an dem der
zugehörige Nocken (7) unmittelbar angreift, und daß in der Drehstellung für den maximalen
Hub die Nocken (7) im Erhebungsbereich aus einer achsnormalen Ebene gegen den zugehörigen
Tassenstößel (8) vorgekrümmt und die Nocken (7) axial verstellbar sind.
2. Ventilstauerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nocken (7) auf der
Nockenwelle (6) axial verstellbar gelagert sind.
3. Ventilsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (6) geteilt
ist und daß die je einen Nocken (7) aufweisenden Teilwellen (6a,6b) für sich axial
verstellbar sind.
4. Ventilsteuerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilwellen (6a,6b)
der Nockenwelle (6) hydraulisch verstellbar sind.
5. Ventilsteuerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die hydraulische Beaufschlagung
der wellen (6a,6b) im Sinne einer Verkleinerung des Ventilspieles über je ein Rückschlagventil
erfolgt.
6. Ventilsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
den beiden Nockenwellen (6) ein Strömungskanal (20) für ein Kühlmedium vorgesehen
ist.
1. Valve control for a reciprocating piston internal combustion engine with at least
one cylinder (1) and with four valves (3, 4) arranged inclined to one another in the
cylinder head (2) operated by cams (7) of two cam shafts (6) in radial arrangement
with respect to the combustion chamber of the cylinder (1), of which two are actuated
by one of the two cam shafts (6) and the other two by the other cam shaft (6), wherein,
for each valve (3,4), a separate conically constructed cam (7) is provided and each
valve (3, 4) has, in each case, a valve spring (9) and a spring carrier (10), characterised
in that each cam shaft (6) is arranged above the cylinder head (2) and that between
each valve (3,4) and the respective cam (7) there is provided a cup tappet (8) arranged
coaxially with the valve (3,4) slidably guided in the cylinder head (2) which is constructed
in a pot shape, which surrounds the valve spring (9) and the spring carrier (10) coaxially
and engages directly on the respective cam (6) and that
in the rotational position for the maximum stroke, the cams (7) in the lifting region
are precurved out of a plane normal to the axis towards the respective cup tappet
(8) and
the cams (7) are axially adjustable.
2. Valve control according to Claim 1, characterised in that the cams (7) are mounted
axially adjustably on the cam shaft (6).
3. Valve control according to Claim 1, characterised in that the cam shaft (6) is divided
and that the partial shafts (6a, 6b), having in each case one cam (7), are themselves
axially adjustable.
4. Valve control according to Claim 3, characterised in that the partial shafts (6a,
6b) of the cam shaft (6) are hydraulically adjustable.
5. Valve control according to Claim 4, characterised in that the hydraulic loading of
the partial shafts (6a, 6b) takes place in the sense of a diminution of the valve
play via, in each case, a check valve.
6. Valve control according to one of Claims 1 to 5, characterised in that between both
of the cam shafts (7), a flow channel (20) is provided for a cooling medium.
1. Commande de soupapes pour un moteur à explosion à pistons alternatifs comprenant au
moins un cylindre (1) et quatre soupapes (3,4) qui sont montées dans la tête de cylindre
(2) en étant inclinées les unes par rapport aux autres, qui sont actionnées par les
cames (7) de deux arbres à cames (6), qui sont disposées radialement par rapport à
la chambre de combustion du cylindre (1) et dont deux sont actionnées par l'un des
deux arbres à cames (6), cependant que les deux autres le sont par l'autre arbre à
cames (6), une came séparée (7), conformée en cône, étant prévue pour chaque soupape
(3,4) et chaque soupape (3, 4) comportant un ressort de soupage (9) et un disque d'appui
(10) pour le ressort, caractérisée par le fait que chaque arbre à cames (6) est disposé
au-dessus de la tête de cylindre (2), et par le fait qu'il est prévu, entre chaque
soupape (3, 4) et la came associée (7), une coupelle (8) qui est disposée dans la
tète de cylindre (2) en étant guidée en coulissement avec le même axe que la soupape
(3, 4), qui est réalisée en forme de pot, qui entoure coaxialement le ressort de soupape
(9) et le disque d'appui (10) du ressort, et qui est directement en prise avec la
came associée (6) et
que les cames (7), dans leur position en rotation correspondant à la course maximale,
sont recourbées vers la coupelle associée (8) dans leur région où elles s'élèvent
à partir d'un plan perpendiculaire à l'axe, et
les cames (7) sont déplaçables axialement.
2. Commande de soupapes selon la revendication 1 caractérisée par le fait que les cames
(7) sont montées sur l'arbre à cames (6) de façon à pouvoir être déplacées axialement.
3. Commande de soupapes selon la revendication 1, caractérisée par le fait que l'arbre
à cames (6) est divisé, et par le fait que les parties d'arbre (6a, 6b) qui comportent
chacune une came (7) peuvent être déplacées individuellement dans le sens axial.
4. Commande de soupapes selon la revendication 3, caractérisée par le fait que les parties
d'arbre (6a, 6b) de l'arbre à cames (6) peuvent être déplacées hydrauliquement.
5. Commande de soupapes selon la revendication 4 caractérisée par le fait que l'actionnement
hydraulique de chaque partie d'arbre (6a, 6b) dans le sens d'une diminution du jeu
des soupapes a lieu à travers une soupape de retenue.
6. Commande de soupapes selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée par le fait
qu'il est prévu entre les deux arbres à cames (7) un canal d'écoulement (20) pour
un agent refroidissant.