[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufschlagzünder für Geschosse, enthaltend ein Zündergehäuse
mit zwei Zündpillen, mit einem Zündstift zum Anstechen einer der genannten Zündpillen
nach dem Aufschlag im Ziel, mit einem in Scharfstellung bewegbaren Zündpillenträger,
der eine Vorrohrsicherheit gewährleistet, d. h. eine Zündung des Geschosses in Waffennähe
verhindert.
[0002] Bei einem bekannten Aufschlagzünder dieser Art (siehe DE-PS 11 20 940 bzw. CH-PS
360 927) befinden sich beide Zündpillen in einem Querschieber. Ein zweiter Zündstift
kann die zweite Zündpille erst nach Ablauf einer Verzögerungszeit anstechen, wobei
der zweite Zündstift durch eine vorgespannte Feder gegen die zweite Zündpille gestossen
wird. Die Verschiebung des Querschiebers wird durch ein Hemmwerk gesteuert, das aus
einer Anzahl Zahnrädern und einer Unruhe besteht. Der Querschieber wird durch eine
Feder aus seiner Sicherheitsstellung in seine Scharfstellung gestossen. Eine Zündung
der einen oder der anderen Zündpille ist erst möglich, wenn der Schieber vollständig
aus der Sicherheitsstellung in die Scharfstellung verschoben wurde, da erst dann die
Spitze des Zündstiftes auf die Zündpille auftreffen kann.
[0003] Dieser bekannte Aufschlagzünder hat den Nachteil, dass ein gefährlicher Blindgänger
entstehen kann, denn es sind zwei vorgespannte Federn vorhanden. Mit der einen Feder
kann z. B. der Querschieber nachträglich noch in seine Scharfstellung geschoben werden
und mit der anderen Feder kann der zweite Zündstift nachträglich gegen die zweite
Zündpille gestossen werden. Aber auch ohne die zweite Feder kann das Gewicht des Zündstiftes,
d. h. die erwähnte Trägheit genügt, die zweite Zündpille nachträglich anzustechen.
Von einem Zünder wird folgendes verlangt :
a) eine hohe Funktionswahrscheinlichkeit, d. h. auch bei ungünstigen äusseren Bedingungen
soll der Zünder zuverlässig zünden,
b) eine hohe Sicherheit bei Blindgängern, d. h. sie sollen bei unsachgemässer Behandlung
nicht nachträglich zünden können.
[0004] Die Aufgabe, die mit der vorliegenden Erfindung gelöst werden soll, besteht in erster
Linie in der Schaffung eines Aufschlagzünder mit grösserer Sicherheit bei Blindgängern
und in zweiter Linie in der Schaffung eines Aufschlagzünders mit erhöhter Funktionswahrscheinlichkeit.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass sich nur die eine der beiden
Zündpillen im Zündpillenträger befindet, die andere Zündpille sich ausserhalb einer
Zündkette ortsfest im Zündergehäuse befindet und dass der Zündpillenträger eine Oeffnung
aufweist, durch welche der zweite Zündstift beim Anstechen der zweiten Zündpille hindurchtritt.
Damit wird erreicht, dass die zweite Zündpille auch angestochen werden kann, falls
sich der Zündpillenträger nur ungenügend in seine Scharfstellung verschoben hat, da
die Oeffnung im Zündpillenträger genügend gross ist.
[0006] Soll die Vorrohrsicherheit unverändert erhalten bleiben, dann wird sich vorzugsweise
die erste Zündpille in der Scharfstellung des Zündpillenträgers zwischen einer Sprengstoffseele
und der zweiten Zündpille befinden und die Zündung der Sprengstoffseele durch die
zweite Zündpille erfolgt ausschliesslich über die erste Zündpille.
[0007] Diese beiden Massnahmen gemäss den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2 betreffen die
Sicherheit des Blindgängers. Zur Verbesserung der Funktionswahrscheinlichkeit kann
vorzugsweise eine dritte Zündpille ortsfest im Zündergehäuse angeordnet sein, mit
einem dritten Zündstift zum Anstechen der dritten Zündpille.
[0008] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Aufschlagzüriders sind im folgenden anhand
der beigefügten Zeichnung ausführlich beschrieben. Es zeigt :
Figur 1 einen Längsschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen
Aufschlagzünders,
Figur 2 einen Schnitt nach Linie 11-11 in Fig. 1,
Figur 3 einen Schnitt nach Linie 111-111 in Fig. 1 und
Figur 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV in Fig. 3, der in vergrössertem Masstab einen
Ausschnitt aus Fig. 2 zeigt.
[0009] Gemäss Fig. 1 ist an einem Zündergehäuse 1 vorne ein Zünderkopf 2 und hinten eine
Verstärkerladung 3 angeschraubt. Im Zünderkopf 2 ist ein Aufschlagkopf 4 verschiebbar
angeordnet, an dem ein zentraler Momentanzündstift 5 befestigt ist. Eine Feder 6 stützt
sich einerseits am Aufschlagkopf 4 und anderseits an einer im Zünderkopf befestigten
Führungshülse 7 ab. Ein ins Zündergehäuse 1 eingesetzter Lagerkörper 8 enthält ein
Hemmwerk 9, das die Verschiebung eines Zündpillenträgers, der als Querschieber 10
oder als Rotor ausgebildet sein kann, aus seiner dargestellten Sicherungsstellung
in die Scharfstellung verzögert, wodurch die Vorrohrsicherheit des Aufschlagzünders
gewährleistet ist. Das Zündergehäuse 1 enthält einen zweiten Lagerkörper 11, der eine
im Querschnitt rechteckige Nut aufweist, in welcher der Querschieber 10 quer zur Zünderachse
verschiebbar geführt ist.
[0010] Der Querschieber 10 enthält eine erste Zündpille 12, die von vorne durch den Momentanzündstift
5 angestochen werden kann und der Lagerkörper 11 enthält gemäss Fig. 2 eine zweite
Zündpille 13, die von hinten durch einen Verzögerungszündstift 14 angestochen werden
kann. Die Lage der beiden Zündpillen 12 und 13 bezüglich der Zünderachse ist aus Fig.
3 ersichtlich.
[0011] Die Achse einer blinden Bohrung 15 fällt in der Sicherungsstellung des Querschiebers
10 mit der Zünderachse zusammen. Eine Feder 16 (Fig. 3), die sich einerseits an einem
Bolzen 17 und anderseits am Querschieber 10 abstützt, ist bestrebt, den Querschieber
10 in seine Scharfstellung zu verschieben. Dies wird jedoch vor dem Abschuss durch
eine Sperrbüchse 18 (Fig. 1) verhindert, die verschiebbar in einer Längsbohrung 19
des Zündergehäuses 1 gelagert ist und von einer Feder 20 nach vorne in die Sperrstellung
gedrückt wird. In dieser Sperrstellung ist sie durch Kugeln 21 blockiert, die in eine
Ringnut 22 in der Längsbohrung 19 des Zylindergehäuses 1 eingreifen und von einem
im Innern der Sperrbüchse 18 verschiebbar angeordneten Sperrbolzen 23 festgehalten
werden. Eine Feder 24, die sich in der Sperrbüchse 18 abstützt, stösst den Sperrbolzen
23 in seine Sperrstellung.
[0012] Der Querschieber 10 besitzt auf der einen Seite eine Zahnstange 25, die in ein Ritzel
26 eingreift, das in den Lagerkörper 11 eingesetzt ist. Das Ritzel 26 steht über ein
Getriebe 27 mit einem nicht dargestellten Flatterkörper in Eingriff. Dieses Getriebe
27 bildet zusammen mit dem Flatterkörper das Hemmwerk 9, das die Verschiebung des
Querschiebers 10 aus seiner Sicherungsstellung verzögert, wodurch eine Vorrohrsicherheit
resultiert.
[0013] In einer zentralen Längsbohrung des Zündkörpers 1 ist eine von der Hinterkante des
Querschiebers 10 bis zur Verstärkerladung 3 reichende Sprengstoffseele 28 eingesetzt
und in einer zu dieser Sprengstoffseele 28 parallelen Bohrung 29 (Fig. 2) ist eine
Einrichtung zur verzögerten Zündung enthalten. Ein zylindrischer Körper 30 befindet
sich in dieser Bohrung 29 und ist mit seinem unteren Ende in dieser Bohrung 29 befestigt.
Das obere Ende des zylindrischen Körpers 30 weist an seinem Umfang eine Ringnut 31
auf. Eine in der Bohrung 29 verschiebbare Hülse 32 umgibt den zylindrischen Körper
30 und stützt sich in ihrer Ruhestellung auf einem Fuss 33 des Körpers 30 ab. Zwischen
einer Schulter 34 an der Innenwand der Hülse 32 und dem hinteren Ende des Verzögerungsstiftes
14 befindet sich eine Feder 35. Das vordere Ende des zylindrischen Körpers 30 ragt
in eine Bohrung des Zündstiftes 14 hinein. Sperrkörper 36 verhindern, dass der Zündstift
14 durch die Feder 35 vorgeschoben wird. Diese Sperrkörper 36 ragen einerseits in
die Ringnut 31 des zylindrischen Körpers 30 und andererseits in radiale Bohrungen
am hinteren Ende des Verzögerungszündstiftes 14 und stützen sich an der Innenwand
einer Hülse 37 ab, die den gleichen Durchmesser wie die Hülse 32 besitzt. Der vordere,
verjüngte Teil der vorderen Hülse 37 ragt bis zum Querschieber 10 und umgibt in der
gezeigten Stellung den Verzögerungszündstift 14. Die hintere, abgeschrägte Stirnfläche
der Hülse 37 liegt an einer entsprechend abgeschrägten Stirnfläche am vorderen Ende
der Hülse 32 an. Durch die Feder 35 werden die Sperrkörper 36 gegen die Innenwand
der Hülse 37 gedrückt, wodurch eine unbeabsichtigte Verschiebung der Hülse 37 verhindert
wird. Im Zünderkopf 2 ist ein hülsenförmiger Umstellbolzen 38 quer zur Zünderachse
eingesetzt, der an seiner Stirnfläche eine Nut 44 aufweist. Mit Hilfe eines Werkzeuges,
das in diese Nut 44 eingreift, kann der Umstellbolzen 38 um seine Achse in zwei verschiedene
Stellungen gedreht werden. Am anderen Ende ist der Umstellbolzen 38 mit einer Querbohrung
39 versehen, durch welche der Momentanzündstift 5 hindurchragt. In der einen, für
die Momentanzündung vorgesehenen, ersten Stellung des Umstellbolzens, kann der Zündstift
5 gemäss Fig. 1 quer durch den Umstellbolzen hindurchgestossen werden. In der anderen,
gegenüber der ersten Stellung um 90° gedrehten, zweiten Stellung, in welche der Umstellbolzen
38 gedreht werden kann, ist der Durchtritt für den Momentanzündstift 5 gesperrt, da
eine Schulter 40 gegen den Rand der Querfräsung 39 des Umstellbolzens 38 stösst.
[0014] Gemäss Fig. 3 weist der Querschieber 10 eine längliche Durchtrittsöffnung 41 auf,
durch welche der Verzögerungszündstift 14 die zweite Zündpille 13 anstechen kann.
Es genügt, dass der Querschieber um den Betrag « a in Fig. 3 nach rechts verschoben
wird, damit der Verzögerungszündstift 14 in der Lage ist, die Zündpille 13 anzustechen.
[0015] Gemäss Fig. 4 weist der Lagerkörper 11 eine Kammer 43 auf, welche beim Zünden der
Zündpille 13 ein Ueberspringen des Funkens auf die Zündpille 12 gewährleistet. Zur
Verdeutlichung ist in Fig. 3 die Kammer 43 strichpunktiert dargestellt.
[0016] Gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel könnte, gemäss Fig. 3, neben der zweiten
Zündpille 13 noch eine weitere Zündpille 13a im Lagerkörper 11 angeordnet werden.
Entsprechend müsste koaxial zu dieser Zündpille ein weiterer, in der Zeichnung jedoch
nicht dargestellter, Verzögerungszündstift 14a angeordnet werden, der genau gleich
ausgebildet ist, wie der in Fig. 2 dargestellte Verzögerungszündstift 14. Dies hätte
den Vorteil, dass bei Versagen des einen Verzögerungszündstiftes wahrscheinlich der
zweite nicht gleichzeitig auch versagen wird.
[0017] Die Wirkungsweise des Aufschlagzünders ist wie folgt : Vor dem Abschuss des Geschosses
befindet sich der Querschieber 10 (Fig. 1) in seiner Sicherheitsstellung und wird
durch die Sperrbüchse 18 in dieser Stellung festgehalten. Beim Abschuss des Geschosses
wird durch die Abschussbeschleunigung zuerst der Sperrbolzen 23 und anschliessend
die Sperrbüchse 18 zurückgeschoben. Die Sperrbüchse 18 bleibt auch am Ende der Beschleunigungsphase
in der zurückgeschobenen Stellung verriegelt, da der sich wieder nach vorne bewegende
Sperrbolzen 23 die Kugeln 21 nach aussen drückt, so dass diese sich an einer Schulter
42 in der Längsbohrung 19 des Zündergehäuses 1 abstützen und eine Verschiebung der
Sperrbüchse 18 nach vorne verhindern.
[0018] Falls der Umstellbolzen 38 sich in der Stellung für Momentanzündung befindet, so
wird durch die Abschussbeschleunigung auch der Aufschlagkopf 4 mit dem Momentanzündstift
5 entgegen der Kraft der Feder 6 zurückgestossen. Die Spitze des Momentanzündstiftes
5 ragt dann in die blinde Bohrung 15 (Fig. 1) und wird somit nicht verletzt. Nach
dem Austritt des Geschosses aus dem Waffenrohr bewirkt die Feder 6, dass der Momentanzündstift
5 wieder in seine Ausgangsstellung gemäss Fig. 1 gelangt.
[0019] Der Querschieber 10 ist damit freigegeben worden und wird unter der Kraft der Feder
16 (Fig. 3) nach rechts in seine Scharfstellung verschoben, wobei diese Verschiebung
durch das Hemmwerk 9 gesteuert wird, entsprechend der gewünschten Vorrohrsicherheit.
[0020] In der Scharfstellung des Querschiebers 10 fällt die Achse des ersten Zündstiftes
5 mit der Achse der ersten Zündpille 12 zusammen. Beim Aufschlag im Ziel wird der
erste Zündstift 5 in die erste Zündpille 12 gestossen, welche über die Sprengstoffseele
28 die Verstärkerladung 3 zündet und diese die eigentliche in der Zeichnung nicht
dargestellte Sprengladung des Geschosses zündet.
[0021] Wenn der Umstellbolzen 38 für verzögerte Zündung eingestellt ist, kann der erste
Zündstift 5 nicht gegen den Querschieber 10 gestossen werden. Nach der Entsicherung
durch die Sperrbüchse 18 kann der Querschieber 10 in der beschriebenen Weise in seine
Scharfstellung bewegt werden. Beim Aufschlag des Geschosses werden die beiden Hülsen
32 und 37, trotz der durch die Sperrkörper 36 ausgeübte Bremskraft, durch ihre Trägheit
nach vorne verschoben, bis sie gegen den Querschieber 10 stossen, dabei wird die Feder
35 gespannt. Wenn die Verzögerung des Geschosses und damit des Zünders auf einen geringen
Wert abgesunken ist, kann die Feder 35 die Hülse 32 nach hinten schieben, sodass die
Sperrkörper 36 unter dem Druck der Nutenwand aus dieser Ringnut 31 in den zwischen
den Hülsen 32 und 37 sich bildenden Raum gelangen. Der Zündstift 14 wird dadurch frei
und unter der Kraft der Feder 35 nach vorne gestossen und die Zündpille 13 wird angestochen.
Diese zweite Zündpille 13 kann dann über Kammer 43 die erste Zündpille 12 zünden,
wodurch wiederum über die Sprengstoffseele 28 die Verstärkerladung 3 gezündet wird.
[0022] Falls der beschriebene Aufschlagzünder versagt und somit ein Blindgänger entsteht,
soll dieser entschärft sein.
[0023] Ein Blindgänger kann z. B. entstehen, wenn das Geschoss in unbeabsichtigter Weise
auf einen Gegenstand auftrifft, der sich innerhalb des Bereiches befindet, in dem
die Vorrohrsicherheit des Geschosses wirksam ist.
[0024] Ein Blindgänger kann aber auch entstehen, wenn z. B. das Hemmwerk 9 nicht funktioniert
und der Querschieber sich überhaupt nicht, oder nur teilweise verschiebt.
[0025] Falls jedoch der Querschieber 10 sich um den Betrag « a (Fig. 3) verschoben hat,
kann durch den Verzögerungszündstift 14 die Zündpille 13 bereits angestochen werden,
dadurch wird über die Kammer 43 die Zündpille 12 im Querschieber 10 gezündet. Dies
führt aber nicht zur Zündung des Geschosses, da die im Querschieber 10 befindliche
Zündpille 12 noch zu weit von der Sprengstoffseele 28 entfernt ist und die ortsfeste
Zündpille 13 in keinem Falle die Sprengstoffseele 28 direkt zünden kann. Somit entsteht
ein entschärfter Blindgänger, da die beiden Zündpillen 12 und 13 gezündet wurden,
ohne dass über die Sprengstoffseele 28 das Geschoss gezündet wurde.
[0026] Ein Blindgänger kann aber auch entstehen, wenn z. B. der Momentanzündstift 5 durch
den Umstellbolzen 38 ausgeschaltet wurde und der Verzögerungszündstift 14 nicht ansticht.
In diesem Falle würde ein gefährlicher, d. h. nicht entschärfter Blindgänger entstehen.
Um dies zu vermeiden, kann ein zweiter Verzögerungszündstift 14a vorhanden sein, der
die Aufgabe hat, im Falle eines Versagens des ersten Verxögerungszündstiftes 14 bei.
ausgeschaltetem Momentanzündstift 5 die Zündpille 13a und damit auch die Zündpillen
12 und 13 zu zünden, um das Geschoss trotzdem noch zu zünden, oder, falls noch weitere
Störungen auftreten, den Zünder zu entschärfen.
[0027] Vorzugsweise sind die drei Zündpillen 12,13 und 13a so angeordnet, und die Kammer
43 ist so ausgebildet, dass auf jeden Fall beim Zünden einer dieser Zündpillen 12,13
und 13a die anderen beiden Zündpillen von der gezündeten Zündpille ebenfalls gezündet
werden.

1. Aufschlagzünder für Geschosse, enthaltend ein Zündergehäuse (1), mit zwei Zündpillen
(12, 13), mit einem Zündstift (14) zum Anstechen einer der genannten Zündpillen (13)
nach dem Aufschlag im Ziel, mit einem in eine Scharfstellung bewegbaren Zündpillenträger
(10), der eine Vorrohrsicherheit gewährleistet, dadurch gekennzeichnet, dass sich
nur eine (12) der beiden Zündpillen (12, 13) im Zündpillenträger (10) befindet, dass
die andere (13) der beiden Zündpillen (12, 13) sich ausserhalb einer Zündkette ortsfest
im Zündergehäuse (1) befindet und dass der Zündpillenträger (10) eine Oeffnung (41)
aufweist, durch welche der Zündstift (14) beim Anstechen der ortsfesten Zündpille
(13) hindurchtritt.
2. Aufschlagzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sich im Zündpillenträger
(10) befindliche Zündpille (12) sich in der Scharfstellung des Zündpillenträgers (10)
zwischen einer Sprengstoffseele (28) und der ortsfesten Zündpille (13) befindet und
dass die Zündung der Sprengstoffseele (28) durch die ortsfeste Zündpille (13) ausschliesslich
über die sich im Zündpillenträger (10) befindliche Zündpille (12) erfolgt.
3. Aufschlagzünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass neben der ortsfesten
Zündpille (13) eine Kammer (43) im Zündergehäuse (1) vorhanden ist, durch welche die
ortsfeste Zündpille (13) die im Zündpillenträger (10) befindliche Zündpille (12) zünden
kann.
4. Aufschlagzünder nach einem der Ansprüche 1-3, mit zwei Zündstiften (5, 14), dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Zündstift (5) als Momentanzündstift zum Anstechen der
auf Zündpillenträger (10) befindlichen Zündpille (12) und der zweite Zündstift (14)
als Verzögerungszündstift zum Anstechen der ortsfesten Zündpille (13) bestimmt ist
und dass der Zündpillenträger (10) als ein Querschieber ausgebildet ist.
5. Aufschlagzünder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte Zündpille
(13a) ortsfest im Zündergehäuse (1) angeordnet ist, mit einem dritten Zündstift (14a)
zum Anstechen der dritten Zündpille (13a).
6. Aufschlagzünder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ortsfesten
Zündpillen (13, 13a) so nahe beisammen sind, dass beim Anstechen der einen Zündpille
(13, 13a) auch die andere gezündet wird.
1. Impact fuse for projectiles which are designed to be fired from tube weapons, this
fuse comprising a fuse housing (1) which houses two priming caps (12, 13), with a
firing pin (14) for pricking one of them, namely the priming cap (13), after the projectile
has impacted onto the target, and which further houses a priming cap carrier (10)
that can be moved into a position in which one or more of the priming caps (12, 13)
can be fired, namely a live position, this priming cap carrier (10) guaranteeing safety
from premature detonation of the projectile immediately in front of the weapon, characterized
in that only one of the two priming caps (12, 13) is located inside the priming cap
carrier (10), namely the priming cap (12), in that the other of the two priming caps
(12, 13), namely the cap (13), is located at a fixed position inside the fuse housing
(1), outside a priming chain, and in that the priming cap carrier (10) exhibits an
aperture (41), through which the firing pin (14) passes when pricking the stationary
priming cap (13).
2. Impact fuse according to Claim 1, characterized in that when the priming cap carrier
(10) is in the live position, the priming cap (12) inside the priming cap carrier
(10) occupies a position between an explosive core (28) and the stationary priming
cap (13), and in that the detonation of the explosive core (28) is effected by the
stationary priming cap (13), but solely via the priming cap (12) which is located
inside the priming cap carrier (10).
3. Impact fuse according to Claim 2, characterized in that a chamber (43) is present
in the fuse housing (1), beside the stationary priming cap (13), through which chamber
(43) the stationary priming cap (13) can fire the priming cap (12) that is located
inside the priming cap carrier (10).
4. Impact fuse, according to one of Claims 1 to 3, with two firing pins (5, 14), characterized
in that the first firing pin (5) is designed to act as an instantaneous firing pin,
for pricking the priming cap (12) that is located on the priming cap carrier (10),
while the second firing pin (14) is designed to act as a delayed-action firing pin,
for pricking the stationary priming cap (13), and in that the priming cap carrier
(10) is designed as a transverse slider.
5. Impact fuse according to Claim 4, characterized in that a third priming cap (13a)
is installed inside the fuse housing (1), this third priming cap (13a) being located
at a fixed position, with a third firing pin (14a) for pricking it.
6. Impact fuse according to Claim 5, characterized in that the two stationary priming
caps (13, 13a) are so close together that both of them are fired in the event of one
of them being pricked.
1. Fusée à impact pour obus, se composant d'un boîtier de fusée (1) avec deux pastilles-amorces
(12, 13), un percuteur (14) pour percuter l'une des pastilles-amorces (13) après l'impact
sur l'objectif, un support de pastilles (10) mobile vers une position armée, et qui
donne une sécurité avant la mise en place dans le canon, fusée caractérisée en ce
que seulement l'une (12) des deux pastilles-amorces (12, 13) se trouve dans le support
de pastilles-amorces (10), l'autre pastille-amorce (13) des deux pastilles-amorces
(12, 13) étant prévue en un point fixe du boîtier de fusée (1) à l'extérieur de la
chaîne de déclenchement et en ce que le support de pastilles (10) comporte un passage
(41) à travers lequel passe le percuteur (14) pour percuter la pastille-amorce (13)
fixe.
2. Fusée à impact selon la revendication 1, caractérisée en ce que la pastille-amorce
(12) du support de pastilles-amorces (10), est, en position armée du support de pastilles-amorces
(10), située entre un noyau explosif (28) et la pastille-amorce fixe (13) et en ce
que le déclenchement du noyau explosif (28) par la pastille-amorce fixe (13) se fait
exclusivement par la pastille-amorce (12) portée par le support de pastilles-amorces
(10).
3. Fusée à impact selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'a côté de la pastille-amorce
fixe (13), il est prévu une chambre (43) dans le boîtier de fusée (1), chambre par
laquelle la pastille-amorce fixe (13) peut déclencher la pastille-amorce (12) prévue
dans le support de pastilles-amorces (10).
4. Fusée à impact selon l'une des revendications 1 à 3 comportant deux percuteurs
(5, 14), caractérisée en ce que le premier percuteur (5) est un percuteur instantané
déclenchant la pastille-amorce (12) du support de pastilles-amorces (10) et le second
percuteur (14) est un percuteur retardé pour déclencher la pastille-amorce fixe (13)
et en ce que le support de pastilles-amorces (10) est constitué par un tiroir transversal.
5. Percuteur à impact selon la revendication 4, caractérisé par une troisième pastille-amorce
(13a) logée de manière fixe dans le boîtier de fusée (1) et par un troisième percuteur
(14a) pour déclencher la troisième pastille-amorce (13a).
6. Percuteur à impact selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux pastilles-amorces
(13, 13a) fixes sont suffisamment proches l'une de l'autre pour qu'au déclenchement
de l'une des pastilles-amorces (13, 13a), l'autre soit également déclenchée.