[0001] Die Erfindung betrifft Blechstreifen mit im wesentlichen W-förmig profiliertem Querschnitt
zur Herstellung von vertikal hängenden, Gasgassen bildenden Niederschlagselektroden
für horizontal durchströmte elektrostatische Staubabscheider, sowie daraus hergestellte
Niederschlagselektroden und deren Anordnung.
[0002] Derartige Blechstreifen und Niederschlagselektroden sind für trocken arbeitende elektrostatische
Staubabscheider bekannt. Sie weisen häufig wechselseitig und symmetrisch angeordnete
Staubfangräume auf (vergl. DE-AS 11 07 203, DE-GM 18 48 928) und sind vielfach an
den vertikalen Längsrändern so ausgebildet, daß zwei aufeinanderfolgende Blechstreifen-miteinander
verhakt werden können (vergl.
DE-OS 17 71 478, DE-GM 18 51 222, DE-GM 18 69 720, ' AT-PS 277 400, CH-PS 486 920).
Darüber hinaus sind die bekannten Niederschlagselektroden am unteren Ende zum Teil
direkt kraftschlüssig an dem Klopfgestänge zu befestigen (DE-GM 18 51 222), das damit
gleichzeitig als Querverbindung dient. Weitere einschlägige Einzelheiten sind aus
folgenden Druckschriften bekanntgeworden: DE-PS 316 703, DE-OS 14 07 529, DE-OS 33
20 360, EP-PS 14 273, FR-PS 21 26 068 und US-PS 32 82 029.
[0003] Die bekannten Blechstreifen und Niederschlagselektroden weisen jedoch noch verschiedene
Nachteile auf. So müssen beispielsweise bei den
Niederschlagselektroden der DE-AS 11 07 203 jeweils zwei profilierte Blechstreifen
durch Schweißen miteinander verbunden werden, was zu einem Verziehen der kaltprofilierten
Blechstreifen führt und insbesondere bei sehr großen Streifenlängen Maßabweichungen
mit sich bringt, die im Hinblick auf die Einhaltung genauer Abstände zu den Sprühelektroden
nicht toleriert werden können. Außerdem wird es bei diesen bekannten Niederschlagselektroden
als nachteilig angesehen, daß den Sprühelektroden jeweils nur einseitig Staubfangräume
gegenüberstehen, so daß diese zweckmäßigerweise auch nur einseitig mit Sprühspitzen
versehen sind. Die Niederschlagselektrodenflächen, denen keine Sprühspitze gegenübersteht,
sind daher für die Staubabscheidung weniger effizient und verursachen beim Abreinigen
der Niederschlagselektroden durch Klopfschläge ein erhebliches Wiederaufwirbeln des
bereits abgeschiedenen Staubes, der dann zum großen Teil mit dem Gasstrom ausgetragen
wird und den Wirkungsgrad des Staubabscheiders beeinträchtigt. Hinzu kommt, daß wegen
der erforderlichen genauen Ausrichtung der Sprühspitzen auf die Staubfangräume bei
der Montage sehr sorgfältig vorgegangen werden muß, weil bei falscher Ausrichtung
der Sprühspitzen die Abscheideleistung zwangsläufig auf einen Bruchteil der normalen
Leistung absinkt.
[0004] Bei der Niederschlagselektrode gemäß DE-GM 18 48 928 werden zwar schon einige der
vorgeschilderten Nachteile vermieden, jedoch können auch hier zwei aufeinanderfolgende
Elektrodenstreifen nicht einfach durch Verhaken verbunden werden. Die Ausbildung des
Profils erlaubt auch keine direkte kraftschlüssige Verbindung mit dem Klopfgestänge.
Schließlich sind die Staubfangräume im Verhältnis zu ihrer Breite nur sehr flach ausgebildet,
so daß beim Klopfschlag die Gefahr besteht, daß ein Großteil des bereits abgeschiedenen
Staubes wieder aufgewirbelt und durch den Gasstrom mitgerissen wird. Dies wirkt sich
insbesondere bei den letzten Elektrodenstreifen eines Staubabscheiders aus, weil nachfolgend
keine Abscheidemöglichkeit mehr besteht und somit der
Staubgehalt im Reingas erhöht wird.
[0005] Für die Niederschlagselektroden nach der DE-OS 17 71 478 treffen die meisten der
genannten Nachteile ebenfalls zu. Besonders ungünstig wirkt sich hier aus, daß an
einem Blechstreifen jeweils nur ein Staubfangraum ausgebildet ist und die Verhakung
an den vertikalen Längsrändern nur ausführbar ist, wenn die Profilierung in diesem
Bereich mit sehr engen Fertigungstoleranzen ausgeführt wird, was bei den heute üblichen,
bis zu 15 m langen Blechstreifen kaum realisierbar ist. Die Folge sind Schwierigkeiten
bei der Montage, die nur mit erhöhtem Aufwand und vielfach nur mit unbefriedigendem
Ergebnis überwunden werden können.
[0006] Bei den Niederschlagselektroden nach DE-GM 18 51 222, DE-GM 18 69 720 und AT-PS 277
400 wird als Hauptnachteil die starke Verformung des Materials bei der Profilierung
angegesehen. Hierbei lassen sich Materialverfestigungen nicht vermeiden, die im Dauerbetrieb
zu Rißbildungen infolge dynamischer Beanspruchung durch die Klopfschläge bei der Abreinigung
führen._Die Elektrodenstreifen nach den genannten Druckschriften lassen sich zwar
am unteren Ende mit dem Klopfgestänge kraftschlüssig verbinden (wie in DE-GM 18 51
222 dargestellt), die Verbindung der einzelnen Elektrodenstreifen an den vertikalen
Längsrändern durch Verhakung ist für Dauerbetrieb mit Temperaturschwankungen aber
nicht ausreichend, insbesondere bei den heute üblichen großen
Elektrodenlängen.
[0007] Auch die aus den übrigen Druckschriften bekanntgewordenen einschlägigen Einzelheiten
ergeben noch keine optimalen Niederschlagselektroden bzw. Abscheideverhältnisse.
[0008] Umfangreiche Untersuchungen haben gezeigt, daß bei der Gestaltung von Niederschlagselektroden
eine ganze Reihe gegenläufige Einflußgrößen berücksichtigt werden muß. So muß beispielsweise
die Tiefe der Staubfangräume einerseits so groß sein, daß sich hier im Betrieb von
der Gasströmung weitgehend unbeeinflußte, strömungsarme Bereiche ausbilden können,
um einen effektiven Staubniederschlag und möglichst wenig Wiederaufwirbeln beim Abreinigen
der Niederschlagselektroden durch Klopfschläge zu erreichen. Auf der anderen Seite
wird bei gegebenen Brutto-Strömungsquerschnitt die Gasströmungsgeschwindigkeit umso
größer, je mehr der Brutto-Strömungsquerschnitt durch tiefere Staubfangräume reduziert
wird. Abgesehen von dem dann zwangsläufig höheren Druckverlust besteht die Gefahr,
daß auch die optimale Gasgeschwindigkeit nicht mehr eingehalten werden kann und die
Abscheideleistung zurückgeht.
[0009] Außerdem soll durch die Gestaltung der Niederschlagselektroden aber auch eine möglichst
gleichmäßige Stromdichteverteilung erreicht werden, wie sie in idealer Weise nur bei
rohrförmigen Niederschlagselektroden mit zentral angeordneter Sprühelektrode realisiert
werden kann. Gerade in diesem Punkt weisen die bekannten Niederschlagselektroden.
noch erhebliche Mängel auf.
[0010] Schließlich sollen die Blechstreifen für die Niederschlagselektroden auch noch möglichst
wirtschaftlich herstellbar sein, keine stark profilierten Stellen aufweisen, die Spannungsrißkorrosion
neigen, ein möglichst gutes Verhältnis effektive Abscheidefläche zu Materialaufwand
aufweisen und sich leicht montieren und reparieren bzw. austauschen lassen.
[0011] Es besteht somit die Aufgabe, die bekannten Niederschlagselektroden derartig zu verbessern,
daß alle vorstehenden Bedingungen erfüllt werden und Niederschlagselektroden bzw.
Niederschlagselektroden-Anordnungen geschaffen werden können, die mit vertretbarem
Aufwand zu bestmöglichen Abscheideleistungen führen. Dabei soll eine Querschnittsform
für die Blechstreifen vorgeschlagen werden, die mit hoher Maßgenauigkeit leicht zu
profilieren ist, bei der je nach Einlaufbreite der Blechstreifen bzw. der Profilieranlage
beliebig viele Staubfangräume aneinander gereiht werden können, die eine optimale
elektrische Feldverteilung ermöglicht und außerdem eine sichere Verhakung an den vertikalen
Längsrändern erlaubt. Ferner sollen die Elektroden für große Gasgassenabstände und
Feldhöhen bis zu 15 m und mehr einsetzbar sein, eine hohe Quer- und Längssteifigkeit
aufweisen und eine problemlose schnelle Montage erlauben. Schließlich sollen die einzelnen
Blechstreifen - wie bereits bekannt - am unteren Ende direkt starr und kraftschlüssig
mit dem Klopfgestänge verbunden werden können, wirksame Staubfangräume aufweisen und
in ihrer Form auf die Anforderungen der Strömungstechnik, der opitmalen Feldlinienverteilung
und des Schwingungsverhaltens beim Abreinigen abgestimmt sein.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Blechstreifen mit im wesentlichen W-förmig
profiliertem Querschnitt gelöst, die dadurch gekennzeichnet sind, daß
a) zwischen den in wechselnder Richtung zur Gasströmungsrichtung (20) schräg angestellten
Abschnitten (13) parallel zur Gasströmungsrichtung (20) verlaufende Abschnitte (14)
vorgesehen sind,
b) die randseitigen Abschnitte (14a) ebenfalls parallel zur Gasströmungsrichtung (20)
verlaufen und endseitig zur Ausbildung U-förmiger Verhakungsstreifen (8,9) um 180°
umgekantet sind,
c) der Winkel (12) zwischen den schräg gestellten Abschnitten (13) der Blechstreifen
(5) und den parallelen Abschnitten (14,14a) mindestens 150° beträgt,
d) der senkrechte Abstand (1) zwischen den parallel zur Gasströmungsrichtung (20)
verlaufenden Abschnitte (14) 8 bis 13 % des Mittenabstandes (3) zwischen zwei benachbarten
Niederschlagselektrodenwänden beträgt,
e) der Mittenabstand (6) zweier aufeinanderfolgender gleichsinniger Profilierungen
40 bis 70 % des Mittenabstandes (3) zwischen zwei benachbarten Niederschlagselektrodenwänden
beträgt,
f) die zwischen zwei schräg angestellten Abschnitten (13) liegenden parallelen Abschnitten
(14) eine Breite (7) von 8 bis 13 % des Mittenabstandes (6) zweier aufeinanderfolgender
gleichsinniger Profilierungen aufweisen,
g) der Zwischenraum (8) bei der endseitigen 180°-Umkantung etwa der vier- bis fünffachen
Dicke (10) des Blechstreifens (5) entspricht und
h) die Außenlänge (11) der 180°-Umkantung etwa 1 bis 1,2 mal so groß ist, wie die
Breite (7) der parallelen Abschnitte (14).
[0013] weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen des Erfindungsgedankens sind den Unteransprüchen
2 bis 5 zu entnehmen.
[0014] Der Trend beim Bau trockenarbeitender elektrostatischer Staubabscheider geht in Richtung
größerer Gassenabstände, d.h. zu Abständen zwischen den Mittellinien zweier benachbarter
Niederschlagselektroden von 500 mm und mehr, während die Gassenabstände bisher im
Bereich von 200 bis 300 mm lagen. Durch die Verfeuerung schwefelarmer und minderwertiger
Kohlesorten, entstehen bei Kraftwerkseinheiten bis 700 MW und darüber hochohmige Flugaschen,
die sich nur sehr schwer abscheiden lassen und auf den Niederschlagselektroden eine
Art Isolierschicht bilden, die zu den bekannten Rücksprüherscheinungen führt und damit
den Abscheidegrad negativ beeinflußt.
[0015] Diese Phänomen kann durch größere Gassenabstände nahezu vollständig unterdrückt werden,
wobei jedoch die Niederschlagselektroden durch entsprechend hohe Intensität der Klopfschläge
möglichst belagfrei abgereinigt werden müssen. Dazu ist eine direkte starre und kraftschlüssige
Verbindung der einzelnen Blechstreifen der Niederschlagselektroden mit dem Klopfgestänge
am unteren Ende erforderlich. Auch muß die Auflagefläche der Blechstreifen am
Klopfgestänge ausreichend groß bemessen sein, um Klopfschläge genügender Intensität
auf die Niederschlagselektroden übertragen zu können. Weiterhin müssen die Staubfangräume
in Abhängigkeit von der Gasgassenbreite ausreichend tief ausgebildet sein, um ein
Wiederaufwirbeln des Staubes weitestgehend zu vermeiden. Darüber hinaus soll die elektrische
Feldverteilung möglichst homogen und gleichmäßig sein, um eine möglichst hohe Betriebsspannung
erreichen zu können, wodurch der Abscheidegrad eines elektrostatischen Staubabscheiders
im wesentlichen bestimmt ist. An Stellen hoher Felddichte treten bevorzugt elektrische
Überschläge auf, wodurch die Betriebsspannung begrenzt und der Abscheidegrad vermindert
wird.
[0016] Bedingt durch die immer größer werdende Kapazität der zu entstaubenden Anlagen, müssen
auch immer größere elektrostatische Staubabscheider eingesetzt werden. So sind Längen
der Niederschlagselektroden von 15 m und mehr heute üblich. Infolge ihrer Länge neigen
die Blechstreifen jedoch zu vom Gasstrom angeregten Eigenschwingungen, was nur durch
eine ausreichende Verhakung an den vertikalen Längsrändern verhindert werden kann.
Auch begrenzte lokale Erhitzungen z.B. durch Glimmfeuer können zu Verformungen führen,
die durch die Randverhakung ebenfalls verhindert oder zumindest in Grenzen gehalten
werden muß. Schließlich ist es wichtig, daß die einzelnen Blechstreifen eng aufeinanderliegend
stapelbar sind, um günstige Verpackungs-, Lager- und Transportkosten zu erzielen.
[0017] überraschenderweise wurde gefunden, daß mit der erfindungsgemäßen Profilgebung der
Blechstreifen für Niederschlagselektroden alle genannten Anforderungen erfüllt werden
können, ohne daß für die Profilgebung ein außergewöhnlich hoher Aufwand erforderlich
wär. Die erfindungsgemäße Querschnittsform einschließlich der Beziehungen zwischen
den charakteristischen Maßen der Blechstreifen, haben im Versuchsbetrieb alle Erwartungen
bezüglich Abscheideleistung und Betriebssicherheit erfüllt.
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand des in den Figuren
1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Figur 1 zeigt einen horizontalen -Teilschnitt durch zwei benachbarte Niederschlagselektroden.
Figur 2 zeigt den unteren Teil einer Niederschlagselektrode in der Seitenansicht.
Figur 3 zeigt in vergrößerter Darstellung einen Teil des Querschnitts eines einzelnen
Blechstreifens.
[0019] In Figur 1 ist ein Teil einer Gasgasse eines Staubabscheiders dargestellt, die durch
zwei benachbarte Niederschlagselektroden gebildet wird. Die Mittelebene der Niederschlagselektroden
sind mit 4 bezeichnet. Äquidistant zu diesen Mittelebenen 4 sind Sprühelektroden 15
in der Mitte der Gasgasse angeordnet. Die einzelnen Niederschlagselektroden bestehen
aus profilierten Blechstreifen 5, bei denen alternierend Staubfangräume 2 ausgebildet
sind. Die einzelnen Blechstreifen 5 sind an ihren vertikalen Längsrändern 9 miteinander
verhakt und bei 19 mit der unteren Querverbindung 18 kraftschlüssig verbunden. Die
untere Querverbindung 18 stellt gleichzeitig das Klopfgestänge dar, an dem der Amboß
16 befestigt ist. Mit den Pfeilen 17 ist die Richtung der Klopfschläge angedeutet,
während der Pfeil 20 die Gasströmungsrichtung angibt.
[0020] Für die konkrete Ausbildung der Profilierung der Blechstreifen 5 werden bestimmte
charakteristische Maße angegeben. Der senkrechte Abstand 1 zwischen den parallel zur
Gasströmungsrichtung 20 verlaufenden Abschnitten 14 (vergl. Figur 3) oder mit anderen
Worten die Tiefe des Staubfangraumes beträgt zweckmäßigerweise 8 bis 13 % des Mittenabstandes
3 zwischen zwei benachbarten Niederschlagselektrodenwänden. Der Mittenabstand 6 zweier
aufeinanderfolgender gleichsinniger Profilierungen beträgt vorteilhafterweise 40 bis
70 % des Mittenabstandes 3 zwischen zwei benachbarten Niederschlagselektrodenwänden.
Ferner ist es günstig, wenn die zwischen zwei schräg angestellten Abschnitten 13 liegenden
parallelen Abschnitte 14 eine Breite 7 von 8 bis 13 % des Mittenabstandes 6 zweier
aufeinanderfolgender gleichsinniger Profilierungen aufweisen. Der Winkel 12 zwischen
den schräg gestellten Abschnitten 13 der Blechstreifen 5 und den parallelen Abschnitten
14,14a soll mindestens 150° betragen. Der Zwischenraum 8 bei der endseitigen 180°-Umkantung
entspricht zweckmäßigerweise der vier- bis fünffachen Dicke 10 des Blechstreifens
5. Eine wirksame Verhakung der vertikalen Längsränder wird erreicht, wenn die Außenlänge
11 der 180°-Umkantung etwa 1 bis 1,2 mal so groß ist, wie die Breite 7 der parallelen
Abschnitte 14. Alle genannten Maßverhältnisse ergeben sich aus Figur 1 in Verbindung
mit Figur 3.
[0021] Figur 1 zeigt darüber hinaus, daß bei benachbarten Niederschlagselektrodenwänden
die Profilierungen der
Blechstrei- fen 5 spiegelbildlich gegenüberliegend angeordnet sind, daß jeweils im
Bereich der größten Abstände zweier benachbarter profilierter Blechstreifen 5 in der
geometrischen und elektrischen Mitte eine Sprühelektrode 15 angeordnet ist und daß
die schräg angestellten Abschnitte 13 benachbarter Niederschlagselektrodenwände tangential
zu einem Kreis um die Sprühelektrode 15 als Mittelpunkt verlaufen.
[0022] Figur 2 zeigt in der Seitenansicht wie die einzelnen Blechstreifen 15 bei 19 mit
der unteren Querverbindung 18 verbunden sind, die gleichzeitig den Amboß 16 für die
in Richtung 17 geführten Klopfschläge trägt. Untere Querverbindung 18 und Klopfgestänge
sind damit identisch.
1. Blechstreifen mit im wesentlichen W-förmig profiliertem Querschnitt zur Herstellung
von vertikal hängenden, Gasgassen bildenden Niederschlagselektroden in horizontal
durchströmten elektrostatischen Staubabscheidern, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zwischen den in wechselnder Richtung zur Gasströmungsrichtung (20) schräg angestellten
Abschnitten (13) parallel zur Gasströmungsrichtung (20) verlaufende Abschnitte (14)
vorgesehen sind,
b) die randseitigen Abschnitte (14a)'ebenfalls parallel zur Gasströmungsrichtung (20) verlaufen und endseitig zur Ausbildung
U-förmiger Verhakungsstreifen (8,9) um 180° umgekantet sind,
c) der Winkel (12) zwischen den schräg gestellten Abschnitten (13) der Blechstreifen
(5) und den parallelen Abschnitten (14,14a) mindestens 150° beträgt,
d) der senkrechte Abstand (1) zwischen,den parallel zur Gasströmungsrichtung (20)
verlaufenden Abschnitte (14) 8 bis 13 % des Mittenabstandes (3) zwischen zwei benachbarten
Niederschlagselektrodenwänden beträgt,
e) der Mittenabstand (6) zweier aufeinanderfolgender gleichsinniger Profilierungen
40 bis 70 % des Mittenabstandes (3) zwischen zwei benachbarten Niederschlagselektrodenwänden
beträgt,
f) die zwischen zwei schräg angestellten Abschnitten (13) liegenden parallelen Abschnitten
(14) eine Breite (7) von 8 bis 13 % des Mittenabstandes (6) zweier aufeinanderfolgender
gleichsinniger Profilierungen aufweisen,
g) der Zwischenraum (8) bei der endseitigen 180°-Umkantung etwa der vier- bis fünffachen
Dicke (10) des Blechstreifens (5) entspricht und
h) die Außenlänge (11) der 180°-Umkantung etwa 1 bis 1,2 mal so groß ist, wie die
Breite (7) der parallelen Abschnitte (14).
2. Niederschlagselektrode aus Blechstreifen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Blechstreifen (5) im Bereich der parallelen Abschnitte (14) bei (19) mit einer
unteren Querverbindung (18) verbunden sind.
3. Anordnung benachbarter Niederschlagselektroden nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Profilierungen der Blechstreifen (5) benachbarter Niederschlagselektrodenwände
sich spiegelbildlich gegenüberliegen.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich jeweils im Bereich
der größten Abstände zweier benachbarter profilierter Blechstreifen (5) in der geometrischen
und elektrischen Mitte eine Sprühelektrode (15) befindet.
5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schräg angestellten
Abschnitte (13) benachbarter Niederschlagselektrodenwände tangential zu einem Kreis
um die Sprühelektrode (15) als Mittelpunkt verlaufen.