[0001] Die Erfindung betrifft einen Vorratskasten für Kleinteile mit Seitenwänden, Rückwand
und Boden, die fest miteinander verbunden sind und eine für eine Stapelung mehrerer
solcher Vorratskästen geeignete, ein Gegeneinanderver - rutschen verhindernde Formgebung
aufweisen und mit einer. durch einen Deckel verschließbaren Zugangsöffnung auf der
Frontseite. Derartige Vorratskästen werden vielseitig eingesetzt, nämlich zum Versand
von Kleinteilen, zum Lagern derselben und zum Transport der Kleinteile zu deren Verarbeitungsstätte.
[0002] Diese Vorratskästen müssen einerseits stapelbar sein und andererseits eine gute Zugänglichkeit
zu den in ihnen aufbewahrten Kleinteilen aufweisen. Stapelbarkeit und Zugänglichkeit
sind für derartige Vorratskästen untrennbare Voraussetzungen. Die Zugänglichkeit an
die Vorratskästen muß auch in gestapeltem Zustand möglich sein, und die Stapelbarkeit
ist die Voraussetzung, derartige Vorratskästen,mit unterschiedlichen Kleinteilen gefüllt,lagermäßig
bei günstigem Zugriff zu den Kleinteilen zu verwenden. Durch die Formgebung der beim
Stapeln einander zugewandten Kastenwände wird ein Verrutschen der Kästen gegeneinander
verhindert, so daß die Zugangsöffnungen in gestapeltem Zustand in eine Richtung, nämlich
die Frontrichtung, weisen, so daß die Kleinteile von dieser Frontseite her in ihren
deshalb auch Lagerboxen genannten Vorratskästen zugänglich sind.
[0003] Bekannte Vorratskästen der eingangs genannten Art sind übereinander stapelbar, dabei
gegen seitliches Verrutschen geschützt und weisen einen in Längsnuten der Seitenwände
geführten Schieber als Deckel auf, der einen Knick senkrecht zur Schieberichtung aufweist,
wodurch mit einem abgewinkelten Abschnitt dieses Deckels ein Teil der Zugangsöffnung
mitverschließbar ist, der auf der Frontseite des Vorratskastens vorgesehen ist. Der
Vorratskasten hat somit eine übereck ausgebildete Zugangsöffnung, die sich jedoch
auf der Frontseite lediglich über deren obere Hälfte erstreckt, da der Grad der Auffüllbarkeit
des Behälters durch die verbleibende Frontwand bestimmt wird. Der "Übereck-Schiebedeckel"
hat zudem den Nachteil, daß die Zugänglichkeit zu den Kleinteilen in gestapeltem Zustand
der Vorratskästen sehr schlecht ist, da bei teilweise herausgezogenem Deckel der Frontteil
"untergriffen" werden muß, um zu den Kleinteilen zu gelangen. Wird jedoch der Deckel
ganz herausgezogen, so ist nach Entnahme der Teile ein Wiedereinfädeln in die Nuten
bei entsprechendem Zeitaufwand erforderlich. In ungestapeltem Zustand und teilweise
in Öffnungsrichtung geschobenem Deckel werden beim Zugriff von oben bei einem weitgehend
gefüllten Behälter Kleinteile zur Frontöffnung hin geschoben und fallen dort zwischen
fester Frontwand und nach vorne geschobenem Frontdeckelabschnitt heraus. Ein weiterer
Nachteil dieser bekannten Vorratskästen besteht darin, daß lediglich Stapelsäulen
herstellbar sind, die jedoch in waagrechter Richtung keine vom Kasten her gegebene
Verbindungsmöglichkeit aufweisen. Dieser Nachteil ist besonders dann schwerwiegend,
wenn derartige Vorratskästen in Fahrzeugen transportiert werden müssen und deshalb
aufwendige Befestigungsvorrichtungen oder spezielle Regale bzw. Schränke erfordern.
Auch bei der Lagerhaltung können derartige Vorratskästen nur von oben weggenommen
werden und nicht zwischen den Kästen heraus, da die seitliche Verbindung zu anderen
Vorratskästen nicht möglich ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Vorratskasten für Kleinteile der
eingangs genannten Art zu entwickeln, der universell einsetzbar und staubdicht verschließbar
ist, der in gestapeltem Zustand eine gute Zugänglichkeit der Kleinteile ermöglicht,
ohne daß bei geöffnetem Deckel diese Teile herausfallen und der auch einen seitlichen
Verbund zu gleichen Vorratskästen ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Formgebung eine Steckeinrichtung zur formschlüssigen
Verbindung der Vorratskästen ist, und daß der Deckel als Klappdeckel ausgebildet um
seine untere Längsseite nach vorne schwenkbar ist. Hierdurch ist es möglich,-nach
Öffnen des Klappdeckels von vorne bequem über die Kleinteile zu greifen, und es können
ohne Nachteil für die Zugänglichkeit eine Anzahl Vorratskästen formschlüssig mit einander
verbunden werden. Aufgrund dieser in sich stabilen, aber leicht lösbaren Verbindung
unter den-Vorratskästen können diese problemlos in Fahrzeugen, beispielsweise als
Reserveboxen,transportiert werden, und es können aus einer derartigen Einheit einzelne
Vorratskästen herausgezogen und an den jeweiligen Arbeitsplatz mitgenommen werden.
Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Entfernung zwischen Fahrzeug und Arbeitsplatz,
beispielsweise einem Neubau, verhältnismäßig groß ist. Auch für den Versand von Kleinteilen
sind die erfindungsgemäßen Vorratskästen vorteilhaft einsetzbar, in dem nach Auffüllung
der Klappdeckel in Schließstellung geschwenkt und befestigt wird.
[0006] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verläuft die Schwenkachse des
Klappdeckels im Bereich der unteren vorderen Ecke des Kastens. Vorteilhafterweise
erstreckt sich der Klappdeckel über die gesamte Frontseite des Vorratskastens. Nach
Öffnen des Klappdeckels steht somit die gesamte Front des Vorratskastens für das Entnehmen
oder Füllen zur Verfügung.
[0007] Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung sind an beiden senkrechten Seiten
des Klappdeckels in den in Richtung Vorratskasten verlaufenden Schwenkebenen parallel
zu den durch die Kastenseitenwände gebildeten Ebenen Kragwände zur seitlichen Begrenzung
und gegen seitliches Herausfallen der Kleinteile angeordnet, welche beim Schwenken
an den Kastenseitenwänden entlanggleiten und sich mit diesen mindestens bis zum Aufklappen
von 9o
0 Schwenkwinkel überschneiden. Hierdurch wird vorteilhafterweise verhindert, daß selbst
bei vollgeöffnetem Klappdeckel Kleinteile herausfallen können, ohne daß dadurch ein
optimaler Zugang, nämlich über die gesamte Frontseite, behindert wird. Der Klappdeckel
dient hierbei als schüttenartige Vorrichtung. Durch Schließen des Klappdeckels werden
die zwischen den Kragwänden auf dem Klappdeckel befindlichen Kleinteile wieder in
den Vorratskasten hineingeschoben.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der
Klapp- deckel mittels eines Einrastsystems in verschiedenen Schwenklagen eingerastet
werden. Vorteilhafterweise ist das Einrastsystem zwischen Kastenseitenwand und der
dieser zugewandten Kragwand vorgesehen, wobei eine Erhebung (Noppe) in der einen Wand
in eine von mehreren auf einer Kreisbahn zur Schwenkachse angeordneten Ausnehmungen
der anderen Bahn einrastet. Je nachdem wieviel Kleinteile sich noch im Vorratskasten
befinden, kann der Klappdeckel mit seinen Kragwänden mehr oder weniger weit geöffnet
werden, ohne daß dadurch Teile über die vordere Deckelkante herausfallen. Durch einen
Knick im Klappdeckel parallel zur Schwenkachse kann auch bei vollgeöffnetem Klappdeckel
(ca. 9o
o Schwenkwinkel) durch den dann noch ansteigenden Teil des Deckels ein Herausrollen
von Kleinteilen vermieden werden.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind mindestens an den Seitenwänden des Vorratskastens
nach oben über den Kasten herausragende Abschlußleisten vorgesehen. Der lichte Abstand
zwischen den seitlichen Abschlußleisten ist geringfügig größer, als die lichte Breite
des Kastenbodens, so daß beim Stapeln-der untere Teil des Kastens zwischen diesen
Leisten aufgenommen wird. Derartige Leisten sind an sich für Vorratskästen bekannt,
um ein seitliches Verschieben der übereinandergestapelten Kästen zu verhindern. Nach
einer Weiterbildung der Erfindung sind in Längsrichtung und nach außen in der einen
der bei-den seitlichen Abschlußseiten eine Schwalbenschwanznut und auf der anderen
in gleicher Höhe eine Schwalbenschwanzfeder entsprechender Abmessungen vorgesehen.
Hierdurch ist es möglich, die erfindungsgemäßen Vorratskästen seitlich formschlüssig
miteinander zu verbinden und dadurch eine stabile Lagerwand einer Anzahl von Vorratskästen
zu erhalten. In Ausgestaltung der Erfindung ist im unteren Teil der Kastenseitenwände
je eine Längsnut vorgesehen, und es ist auf der Innenseite der seitlichen Abschlußleisten
je eine stegartige Feder angeordnet, deren Querschnitt dem der Längsnut entspricht.
Hierdurch ist es vorteilhafterweise möglich, auch bei der ubereinanderstapelung aufgrund
Einschiebens der Federn in die Nuten eine senkrechte formschlüssige Verbindung zu
erhalten. Bei Ausnutzung dieser schubkastenartigen Verbindung entsteht in senkrechter
und waagrechter Richtung eine formschlüssige Wand von Vorratskästen, die gegen statische
oder dynamische Beanspruchung stabil ist und eine optimale Zugänglichkeit auf der
Frontseite aufweist. Aufgrund des Einrastsystems wird ein selbsttätiges Öffnen der
Klappdeckel verhindert, was besonders beim Transport in Fahrzeugen und der damit gegebenen
dynamischen Beanspruchung von Bedeutung ist.
[0010] Die universelle Einsetzbarkeit des erfinderischen Vorratskastens wird durch die Ausgestaltung
untermauert, daß in einer rückseitigen Abschlußleiste mindestens zwei mit Abstand
voneinander angeordnete Befestigungsbohrungen vorgesehen sind, und daß an dieser Leiste
mit.Abstand und im wesentlichen parallel zur Rückwand eine nach unten verlaufende
Lasche angeordnet ist. Mittels der Bohrungen kann der Vorratskasten oder die aus mehreren
Vorratskästen bestehende Lagereinheit an einer vertikalen Vorrichtung, beispielsweise
einem Regal oder einer Wand, festgeschraubt werden, oder es kann der Vorratskasten
mittels der Lasche in einen entsprechenden, nach oben offenen Winkel einer vertikalen
Vorrichtung aufgehängt werden. Natürlich bieten die einzelnen Ausgestaltungen der
Erfindung, wie beispielsweise Bohrungen, Laschen und Nuten, die Möglich-keit, auch
in anderer als der beschriebenen Weise, die Vorratskästen einzusetzen und zu befestigen.
So können beispielsweise die Kästen rückseitig gegeneinander gestellt und dann über
die Bohrungen verschraubt werden, oder die Längsnuten können im unteren Teil der Kastenseitenwände
dazu dienen, die freien Schenkel von Winkeln aufzunehmen, deren andere Schenkel mit
einer Grundplatte befestigt sind. Die obengenannte Universalität wird auch dadurch
bestätigt, daß aufgrund der Laschen die rückseitige Abschlußleiste verbreitert wird,
was beim direkten Anschrauben des Vorratskastens unter Ausnutzung der Bohrungen ein
zusätzliches Stützmoment gegen Abknicken nachnunten bietet.
[0011] Sonstige Weiterbildungen der Erfindung und Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung und in Verbindung mit
den Ansprüchen.
[0012] Es zeigen:
Fig. 1 den Vorratskasten in der Seitenansicht mit dem Klappdeckel in drei verschiedenen
Raststellungen;
Fig. 2 und 3 den Vorratskasten von vorne und von hinten;
Fig. 4 den Vorratskasten von oben;
Fig. 5 einen Ausschnitt das Rastersystem betreffend und
Fig. 6 bis 12 den Vorratskasten in verschiedenen Einbaulagen.
[0013] Wie in den Fig. 1 bis 4 dargestellt, weist das Ausführungsbeispiel einen auf 5 Seiten
geschlossene Lagerbox 1 auf, die durch einen um eine Achse schwenkbaren Klappdeckel
2 verschließbar ist. Der Klappdeckel ist in der unteren vorderen Ecke der Lagerbox
auf einem Drehbolzen 14 gelagert und weist zur seitlichen Begrenzung Kragwände 16
auf, die auf der Innenseite der Seitenwände 17 der Lagerbox 1 entlanggleiten und bei
geöffnetem Klappdeckel 2 ein seitliches Herausfallen der Lagerteile verhindern.
[0014] Auf der der Seitenwand 17 zugewandten Seite der Kragwände 16 ist jeweils eine Führungsnut
6 kreisförmig zur Schwenkachse vorgesehen, die durch Einraststege 15 unterbrochen
ist und in die ein Einrastnoppen 7 greift, der an der Seitenwand angeordnet ist. Beim
Schwenken des Klappdeckels 2 gleitet der Einrastnoppen in dieser Führungsnut 6, wobei
die Gleitbewegung jeweils durch die Einraststege 15 unterbrochen wird und dadurch
ein Einrasten des Klappdeckels 2 erreicht wird.
[0015] In der in Fig. 5 in größerem Maßstab gezeigten Einzelheit dieser Einrastvorrichtung
ist der Klappdeckel 2 geschlossen und der Einrastnoppen 7 liegt an einem speziellen
Steg 18 an, wodurch der Klappdeckel-2 in Schließlage gehalten wird. Da die den Einrastnoppen
7 tragende Seitenwand 17 im Bereich des Noppens seitlich elastisch nachgeben kann,
wird beim willkürlichen Ziehen am Klappdeckel 2 in Öffnungsrichtung der Einrastnoppen
7 durch den Steg 18 aus der Nut 6 gedrängt, um dann bei Schwenken des Klappdeckels
2 in Öffnungsrichtung nach dem Steg 18 wieder in die Nut einzuschnappen. Je weiter
der Klappdeckel 2 geöffnet ist, desto nachgiebiger wird der Abschnitt der Kragwand
16, der dem Einrastnoppen 7 gegenüberliegt, so daß auch das Überfahren der weiteren
Stege 18 leichter ist, als zu Beginn des Öffnens des Klappdeckels, so daß vorteilhafterweise
die-Arretierung des Klappdeckels 2 in Schließstellung am stärksten ist. In Fig. 1
ist der Klappdeckel 2 in Schließlage gezeigt und außerdem mit 8 bezeichnet in halbgeöffneter
und mit 9 bezeichnet in ganzgeöffneter Stellung strichpunktiert dargestellt.
[0016] Auf der Rückwand 19 und den zwei Seitenwänden 17 sind über die Lagerbox 1 nach oben
herausragende Abschlußleisten 2
0, 21 und 22 angeordnet, die eine Grundfläche begrenzen, die der Grundfläche der Lagerbox
aufnimmt. Wie Fig. 1 und 2 entnehmbar, ist von der durch den
Klapp- deckel 2 verschlossenen Frontseite her gesehen in der linken Abschlußleiste
21 eine Längsnut lo mit Schwalbenschwanzquerschnitt angeordnet, die in Längsrichtung
zum Klappdeckel 2 hin offen ist, und es ist auf der rechten seitlichen Abschlußleiste
22 eine Feder 3 angeordnet, die einen der Nut lo entsprechenden Schwalbenschwanzquerschnitt
aufweist. Bei mehreren nebeneinanderstehenden Kästen kann die Feder 3 des einen Kastens
in die Nut lo des anderen Kastens von vorne hineingeschoben werden, wodurch aufgrund
des Schwalbenschwanzquerschnitts eine feste seitliche Verbindung zwischen den Kästen
entsteht.
[0017] Wie Fig. 1 bis 4 entnehmbar ist,sind auf der Innenseite der seitlichen Abschlußleisten
21 und 22 Führungsstege 11 vorgesehen, die mit Einführungsnuten 13 korrespondieren,
die in Längsrichtung im unteren Bereich der Seitenwände vorgesehen sind. Diese Einführungsnuten
13 sind nach hinten offen und weisen wie die Führungsstege 11 einen rechteckigen Querschnitt
auf. Beim Stapeln kann hierdurch eine formschlüssige Verbindung in senkrechter Richtung
zwischen zwei Lagerboxen 1 entstehen, indem die aufzusetzende_La
- gerbox von vorne mit ihren Einführungsnuten 13 über die Führungsstege 11 der unteren
Lagerbox geschoben wird. Als Anschlag für das Einschieben dient die hintere Abschlußleiste
2
0. In dieser hinteren Abschlußleiste 2o sind Bohrungen 4 vorgesehen, und es ist die
Leiste 2o abschnittsweise durch eine Lasche 5 (Fig. 1 und 3) nach unten verlängert,
wobei zwischen Lasche 5 und Rückwand 19 ein Spalt 23 entsteht.
[0018] Auf der Vorderseite des Klappdeckels 2 ist eine Einschiebeleiste 12 befestigt, in
die ein Schriftstück zur Kennzeichnung der von der Lagerbox aufzunehmenden Kleinteile
steckbar ist.
[0019] In Fig. 6 bis 12 sind verschiedene Einsatzbeispiele der Lagerbox dargestellt. In
Fig. 6 bis 8 ist die Lagerbox 1 jeweils einzeln mit der Rückseite an einer Wand 24
befestigt, so daß die Box 1 waagrecht in den Raum kragt. Statt einer Wand 24 kann
natürlich auch beispielsweise eine Schrankrückwand oder ein Gestell aus Blechprofilen
dienen. Bei dem in Fig. 6 gezeigten Beispiel ist ein Blechprofilstreifen 25 hutförmigen
Querschnitts mittels einer Schraube 26 an der Wand 24 waagrecht befestigt, und es
ist die Lagerbox 1 mit der rückwärtigen Lasche 5 über den oberen Profilabschnitt des
Profilstreifens 25 gesteckt, wobei der untere Abschnitt des Profilstreifens unmittelbar
an der Rückwand 19 der Lagerbox anliegt und dadurch diese abstützt. Die Lagerbox 1
wird durch einfaches Einhängen von oben in die dargestellte Lage gebracht.
[0020] Bei dem in Fig. 7 dargestellten Beispiel ist an der Wand ein Blechprofilstreifen
u-förmigen Querschnitts 27 nach unten offen befestigt, der ungleiche Schenkel aufweist,
von denen der längere Schenkel an der Wand anliegt. Der kürzere Schenkel übergreift
die hintere Abschlußleiste 2o und verhindert dadurch ein Abkippen nach vorne der Lagerbox
1. Die Stützkräfte in vertikaler Richtung werden durch einen zweiten unterhalb der
hinteren Kante der Lagerbox 1 an der Wand befestigten Blechprofilstreifens 27 aufgebracht,
der für sich wiederum als obere Halterung einer weiteren unterhalb der gezeigten Lagerbox
angeordneten Lagerbox dienen kann. Bei dieser Befestigungsart wird die Lagerbox 1
durch leichtes Anheben auf der vorderen Seite und damit Entfernen von dem unteren
Blechprofilstreifen 27 in eine Stellung gebracht, in der die hintere Abschlußleiste
2o problemlos nach unten aus dem U-Profil ziehbar ist.
[0021] Bei dem in Fig. 8 dargestellten Beispiel ist die Lagerbox 1 fest an der Wand 24 befestigt,
indem durch Halteschrauben 28, die die Bohrungen 4 durchdringen, die hintere Abschlußleiste;;2
0 an die Wand angeschraubt ist. Die Lasche 5 nimmt dabei Stützkräfte auf.
[0022] In Fig. 9 ist gezeigt, wie die Einführungsnuten 13 zur unteren Befestigung einer
einzelnen Lagerbox 1 dienen kann. Winkelprofile 3o greifen mit ihrem einen Schenkel
in diese Nuten 13, während die anderen Schenkel beispielsweise auf einer horizontalen
Ebene 29 befestigt sein können. Natürlich können diese Winkelprofile 3o auch Teile
eines Regals sein, in das die Lagerbox 1 schubkastenähnlich einschiebbar ist. Die
Verbindung von Lagerboxen untereinander ist in den Fig. lo bis 12 gezeigt. In Fig.
lo sind zwei Lagerboxen 1 durch das Ineinanderschieben von Schwalbenschwanzfeder 3
in Schwalbenschwanznut lo seitlich miteinander verbunden. In Fig. 11 sind die beiden
Lagerboxen übereinander zusammengeschoben, indem - hier nicht erkennbar - die Führungsstege
11 der einen Box in die Einführungsnuten 13 der anderen Box geschoben sind. In Fig.
12 sind in dieser in Fig. lo und 11 gezeigten Art vier derartige Lagerboxen 1 zu einer
Einheit zusammengesteckt.
1. Vorratskasten für Kleinteile mit Seitenwänden, Rückwand und Boden, die fest miteinander
verbunden sind, und eine für eine Stapelung mehrerer solcher Vorratskästen geeignete,
ein Gegeneinanderverrutschen hindernde Formgebung aufweisen und mit einer durch einen
Deckel verschließbaren Zugangsöffnung auf der Frontseite, dadurch gekennzeichnet,
daß die Formgebung eine Steckeinrichtung zur formschlüssigen Verbindung (3, lo, 11,
13) der Vorratskästen (1) ist, und daß der Deckel (2) als Klappdeckel ausgebildet
um seine untere Längsseite nach vorne schwenkbar ist.
2. Vorratskasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse des
Klappdeckels (2) im Bereich der unteren vorderen Ecke des Kastens (1) verläuft .
3. Vorratskasten nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Klappdeckel
(2) über die gesamte Frontseite des Vorratskastens (1) erstreckt.
4. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an beiden vertikalen Seiten des Klappdeckels (2) in Richtung Vorratskasten (1)
und parallel zu dessen Seitenwänden (17) Kragwände (16) zur seitlichen Begrenzung
und gegen seitliches Herausfallen der Kleinteile angeordnet sind, welche beim Schwenken
an den Seitenwänden (17) des Vorratskastens (1) entlanggleiten und sich mit diesen
mindestens bis zum vollständigen Aufklappen überschneiden.
5. Vorratskasten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kragwände (16) innerhalb
der Seitenwände (17) und dicht an diesen angeordnet sind.
6. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klappdeckel (2) einen parallel zur Schwenkachse verlaufenden Knick aufweist,
so daß sein oberer Abschnitt in Richtung Behälter (1) geneigt ist.
7. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mittels eines Einrastsystems (6, 7, 15, 18) der Klappdeckel (2) in verschiedenen
Schwenklagen (2, 8, 9) festlegbar ist.
8. Vorratskasten nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Einrastsystem zwischen
Kastenseitenwand (17) und der dieser zugeordneten Kragwand (16) vorgesehen ist und
eine Erhebung (7) in der einen Wand (17) in eine von mehreren auf einer Kreisbahn
(6) zur Schwenkachse angeordnete Ausnehmung der anderen Wand (16) einrastet.
9. Vorratskasten nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung des Klappdeckels(2)
zwischen Kragwand (16) und Kastenseitenwand (17) vorgesehen ist mit einem Zapfen (14)
an der einen Wand in Richtung zur anderen Wand und einer eine Drehbewegung zulassenden,.den
Zapfen aufnehmenden Ausnehmung in der anderen Wand.
lo. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem mindestens an den
Seitenwänden nach oben über den Kasten herausragende Abschlußleisten vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß als eine Steckverbindung in Längsrichtung und nach außen
in der einen (21) der seitlichen Abschlußleisten eine Schwalbenschwanznut (lo) und
auf der anderen (22) in gleicher Höhe eine Schwalbenschwanzfeder (3) einander entsprechende
Abmessungen angeordnet sind.
11. Vorratskasten nach Anspruch lo, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite der
seitlichen Abschlußleisten (21, 22) je ein Führungssteg (11) rechteckigen Querschnitts
angeordnet ist und daß außen am unteren Teil der Kastenseitenwände (17) je eine Einführungsnut
(13) dem Führungssteg (11) entsprechenden Querschnitts vorgesehen ist, um mit den
Führungsstegen (11) eine Steckverbindung für vertikalen Formschluß zwischen zwei Vorratskästen
zu bilden.
12. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer an der Kastenrückwand
(19) nach oben über den Kasten herausragenden Abschlußleiste, dadurch gekennzeichnet,
daß in dieser hinteren Abschlußleiste (2o) mindestens zwei mit Abstand voneinander
angeordnete Befestigungsbohrungen (4) vorgesehen sind.
13. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zur Rückwand (19) und von deren oberer Seite ausgehend eine nach unten
ragende Lasche (5) vorgesehen ist, deren Breite nahezu Kastenbreite einnimmt.
14. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kasten_aus schlagfestem Kunststoff besteht.
15. Vorratskasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Klappdeckel (2) in geschlossenem Zustand mit seinen Rändern auf den Stirnseiten
der Seitenwände (17) aufliegt, daß die Erhebung des Einrastsystems als Einrastnoppen
ausgebildet auf der Seitenwand (17) angeordnet ist und die Ausnehmungen durch in den
Kragwänden (16) verlaufenden und durch Stege (15, 18) unterbrochene Führungsnuten
(6) gebildet werden, und daß der Vorratskasten auf der Oberseite durch eine mit den
Seitenwänden (17) und der Rück- wand (19) festverbundene Deckenwand geschlossen ist.