[0001] Die Erfindung betrifft einen Verkehrszeichenträger mit einem Trägerrohr für das/die
Verkehrszeichen, mit einer fest im Boden verankerten Aufnahme und mit einer Zwischenhülse,
die an einem Ende mit der Aufnahme und am anderen Ende mit dem Trägerrohr zusammengesteckt
ist.
[0002] Derartige Verkehrszeichenträger sind beispielsweise aus der DE-OS 24 10 627 oder
aus der DE-OS 33 14 701 bekannt. Die Verwendung einer ZwischenhüLse hat den Vorteil,
daß bei einer Beschädigung des Verkehrszeichenträgers beispielsweise durch ein auffahrenden
Fahrzeug nur die Zwischenhülse verbogen wird, das Trägerrohr und die Aufnahme aber
weiter verwendet werden können. Es ist also nicht wie bei einbetonierten Trägerrohren
erforderlich, die gesamte Verankerung zu lösen. Vielmehr genügt das Auswechseln der
Zwischenhülse; ist diese nicht sehr stark verbogen, so besteht überdies die Möglichkeit,
sie wieder auszurichten und nochmals zu verwenden. Außerdem verhindert die Zwischenhülse,
daß der Verkehrszeichenträger unter der Einwirkung eines starken Stoßes, z.B. beim
Auffahren eines Fahrzeuges, vollständig abbricht und frei durch die Luft wirbeln kann,
wodurch eine Verletzungsgefahr für die beteiligten Verkehrsteilnehmer entstehen könnte.
[0003] Ausgehend von einem Verkehrszeichenträger gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 hat
sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, die Befestigung der Zwischenhülse an dem
Trägerrohr bzw. an der Aufnahme so auszubilden, daß die Montage und das Auswechseln
der Zwischenhülse in noch einfacherer Art als bei den bekannten Ausführungsformen
erfolgen kann. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Zwischenhülse mindestens
in ihren beiden Endbereichen konisch ausgebildet ist und daß die Aufnahme und das
Trägerrohr ebenfalls in denjenigen Endbereichen, die zum Zusammenstecken mit der Zwischenhülse
dienen, konisch ausgebildet sind. Durch die konische Ausbildung wird gewährleistet,
daß sich Aufnahme, Zwischenhülse und Trägerrohr sehr leicht ineinanderstecken lassen.
Zugleich wird das Entfernen des Trägerrohrs bzw. der Zwischenhülse gegenüber bekannten
Ausführungen, die lediglich einen Reibschluß 'ersehen, vereinfacht, da die zur Montage
notwendigen Kräfte wesentlich geringer sein können. Dementsprechend vereinfacht sich
auch die Demontage des Verkehrszeichenträgers. Zugleich gewährleistet die Erfindung
jedoch auch, daß das Trägerrohr sicher auf oder in der Zwischenhülse und diese sicher
auf oder in der Aufnahme sitzt.
[0004] Prinzipiell ist es möglich, die an der Zwischenhülse bzw. an dem Trägerrohr und der
Aufnahme ausgebildeten Konen beliebig auszurichten. Beispielsweise ist es denkbar,
daß das untere Ende der Zwischenhülse einen sich in Richtung des Endbereiches aufweitenden
Konus aufweist, so daß die Zwischenhülse über die Aufnahme gesteckt werden kann. Der
mit dem Trägerrohr zusammenwirkende Konus der Zwischenhülse kann zugleich so ausgebildet
sein, daß der Durchmesser dieses Konus zum Endbereich der Zwischenhülse hin einen
geringeren Durchmesser aufweist, so daß das Trägerrohr über die Zwischenhülse gesteckt
werden kann.
[0005] Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht eine doppelkegelartige Ausbildung der Zwischenhülse
vor. Die Zwischenhülse hat ihren größten Durchmesser also etwa in ihrer Mitte, während
die Durchmesser an ihren Enden geringer sind. Die zum Zusammenstecken mit der Zwischenhülse
bestimmten Enden der Aufnahme und des Trägerrohrs müssen korrespondierend zu den Konen
der Zwischenhülse ausgebildet sein. In diesem Fall wird bei der Montage die Zwischenhülse
in die Aufnahme gesteckt und anschließend das Trägerrohr über die Zwischenhülse gesteckt.
Dies ergibt einen besonders sicheren Sitz und ermöglicht eine einfache Handhabung.
[0006] Günstig ist es, wenn auf dem Trägerrohr in dem Bereich, der die Zwischenhülse umschließt,
eine Muffe angeordnet oder befestigt ist. Diese Muffe erhöht die Steifigkeit des Trägerrohrs
und gewährleistet, daß bei einem Stoß das Trägerrohr nicht beschädigt, sondern lediglich
die Zwischenhülse abgebogen wird. Zu demselben Zweck kann die Zwischenhülse in ihren
Endbereichen mit einer Kegelverstärkung versehen sein. Diese Kegelverstärkung ist
vorzugsweise innen an der Zwischenhülse angeordnet oder an dieser befestig Wenn die
Konen der Zwischenhülse bzw. des Trägerrohrs und der Aufnahme so ausgebildet sind,
daß im zusammengesteckten Zustand ein axialer Abstand zwischen Trägerrohr und Aufnahne
verbleibt, wird gewährleistet, daß sich bei einem Aufprall in jedem Fall nur die Zwischenhülse
verbiegen kann. Hierzu ist es günstig, wenn die Zwischenhülse im Bereich zwischen
Trägerrohr und Aufnahme als.Wellrohr ausgebildet ist. Dieses Wellrohr gewährleistet,
daß sich die Zwischenhülse bis zu einem sehr großen Winkel verbiegen kann. Überdies
wird es möglich, das Wellrohr bei einer nur leichten Verbiegung geradezurichten und
wieder zu verwenden. Vorteilhaft ist es in diesem Fall auch, wenn die Zwischenhülse
mindestens im Bereich zwischen Trägerrohr und Aufnahme als Doppelrohr ausgeführt ist,
wobei das innere Rohr ebenfalls als Wellrohr ausgebildet sein kann. Die Zwischenhülse
erhält hierzu zusätzliche Stabilität, ohne daß ihre Biegeeigenschaften ungünstig beeinflußt
werden.
[0007] Die Biegeeigenschaften der Zwischenhülse können jedoch auch dadurch gewährleistet
werden, daß diese im Bereich zwischen Trägerrohr und Aufnahme zumindest teilweise
geringere Wandstärke aufweist. Diese Ausführungsform zeichnet sich durch besonders
einfache und damit billige Herstellung aus. Der Bereich geringerer Wandstärke wird
in einer vorteilhaften Ausführungsform von einem zusätzlichen Rohr gebildet, welches
etwa im mittleren Bereich zwischen zwei die Zwischenhülse bildende Teile eingesetzt
und mit diesen verbunden ist.
[0008] Vorteilhaft weisen die Konen der Zwischenhülse, des Trägerrohrs, und der Aufnahme
eine Steigung von etwa 1:30 auf. Bei einer Steigung dieser Größenordnung wird ein
sicherer Sitz gewährleistet, ohne daß jedoch Selbsthemmung eintritt.
[0009] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung zur Zeichnung, in der mehrere vorteilhafte Ausführungsformen
dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Längsschnitt durch den Befestigungsbereich eines erfindungsgemäßen Verkehrszeichenträgers
in einer ersten Ausführungsform und
Fig. weitere Ausführungsformen in der Fig. 1 entsprechenden Dar-2-5 stellungen.
[0010] In der Fig.1 ist das untere Ende eines Trägerrohrs 1 gezeigt. Dieses Rohr trägt an
seinem oberen, hier nicht gezeigten Ende eines oder mehrere Verkehrszeichen. In dem
mit a bezeichneten Bereich weitet sich das Trägerrohr konisch auf und hat an seinem
äußersten Ende seinen größten Durchmesser. Dieser Konus umgibt den oberen Teil 2 einer
im Ganzen mit drei bezeichneten Zwischenhülse, wobei sich dieser obere Teil 2 zu seinem
äußeren Ende hin konisch verjüngt. Die Steigung der Konen beträgt etwa 1:30, so daß
keine Selbsthemmung auftritt, aber ein sicherer Sitz gewährleistet ist.
[0011] In den nur schematisch angedeuteten und mit 4 bezeichneten Boden - beispielsweise
einen Gehweg - ist eine Aufnahme 5 eingelassen, beispielsweise in ein hier nicht näher
gezeigtes Betonfundament. Diese Aufnahme für die Zwischenhülse ist ebenfalls konisch
ausgeführt, wobei das äußerste, dieser Zwischenhülse zugewandte Ende den größten Durchmesser
aufweist. Auch der untere Bereich 6 der Zwischenhülse 3 weist einen entsprechenden
Konus auf.
[0012] Die doppelkegelartige Ausführung der Zwischenhülse 3 gewährleistet eine einfache
Montage und einen sicheren Sitz. Die Konen sind so ausgelegt, daß zwischen dem Trägerrohr
2 und der Aufnahme 6 ein axialer Abstand b verbleibt. In diesem Bereich ist die Zwischenhülse
3 von außen sichtbar. Er bildet die "Sollbiegestelle" der Zwischenhülse, in dem sich
diese bei einem Stoß, beispielsweise beim Auffahren eines Fahrzeugs, verbiegen soll.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Zwischenhülse in einem Teil dieses Bereichs
als Doppelrohr ausgeführt, wobei sowohl das Innenrohr 7 als auch das Außenrohr 8 das
Profil von Wellrohren haben. Diese Wellrohre gewährleisten, daß sich die Zwischenhülse
in diesem Bereich um einen sehr großen Winkel verbiegen kann. Außerdem ermöglichen
sie ein eventuelles Zurückbiegen bei nur leichter Beschädigung.
[0013] Außen auf das Trägerrohr 1 ist in dem Bereich, welcher die Zwischenhülse umschließt,
eine zusätzliche Muffe 9 aufgesetzt. Diese Muffe verhindert, daß sich das Trägerrohr
in seinem unteren Bereich verbiegen kann. Die auftretenden Biegekräfte werden in die
Zwischenhülse geleitet, die sich im Bereich b verbiegen kann und soll.
[0014] Eine zweite Ausführungsform der Erfindung ist unter Verwendung derselben Bezugszeichen
in der Fig. 2 dargestellt. Der mittlere Bereich 10 der dort mit 3' bezeichneten Zwischenhülse
ist jedoch als glattes Rohr ausgeführt. Die Herstellung vereinfacht sich damit gegenüber
der wellrohrartigen Ausbildung erheblich. Die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform
findet daher vorwiegend dort Verwendung, wo erfahrungsgemäß nur selten mit Verbiegungen
zu rechnen ist. Bei stärkerer Verbiegung wird dann die Zwischenhülse als Ganzes ausgetauscht.
[0015] Von der Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich die Ausführungsform nach Fig.
3 nur dadurch, daß im Inneren der Zwischenhülse in ihren konisch ausgebildeten Bereichen
Kegelverstärkungen 11a und 11b vorgesehen sind, die in diesen Bereichen die Steifigkeit
der Zwischenhülse erhöhen. Durch die erhöhte Steifigkeit der Zwischenhülse in diesen
Bereichen wird gewährleistet, daß eine Verbiegung nur in ihrem mittleren Bereich 10
erfolgen kann. An den Punkten 12a und 12b sind die Kegelverstärkungen mit der Zwischenhülse
verbunden, insbesondere durch Punktschweißung.
[0016] Eine weitere Ausführungsform zeigt die Fig. 4. Der hier mit 10' bezeichnete mittlere
Bereich der Zwischenhülse 3'' besteht aus einem eingefügten Rohr, das eine geringere
Wandstärke aufweist als die übrigen Teile der Zwischenhülse, also ihre konisch ausgebildeten
Enden. Das Zwischenteil 10' geringerer Wandstärke ist durch Schweißnähte 13a und 13b
mit den konischen Endbereichen der Zwischenhülse verbunden. Da bei dieser Ausführungsform
die Zwischenhülse im Bereich ihrer "Sollbiegestelle" eine geringere Wandstärke aufweist
als in ihren anderen Bereichen, wird die Sicherheit, daß sich die Zwischenhülse nur
in diesem Bereich verbiegt, nochmals erhöht.
[0017] Es ist natürlich auch möglich, die Zwischenhülse aus einem Teil herzustellen und
ihr im Bereich der "Sollbiegestelle" eine geringere Wandstärke zu geben. Eine derartige
Ausbildung zeigt die Ausführungsform gemäß Fig. 5. Der Bereich geringerer Wandstärke
der Zwischenhülse 3''' ist dort mit 10''' bezeichnet.
1. Verkehrszeichenträger mit einem Trägerrobr für das/die Verkehrszeichen, mit einer
fest im Boden verankerten Aufnahme und mit einer Zwischenhülse, die an einem Ende
mit der Aufnahme und am anderen Ende mit dem Trägerrohr zusammengesteckt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Zwischenhülse (3-3'*') mindestens in ihren beiden Endbereichen (2,6) konisch ausgebildet ist und daß die
Aufnahme (5) und das Trägerrohr (1) ebenfalls in denjenigen Endbereichen, die zum
Zusammenstecken mit der Zwischenhülse (3-3''') dienen, konisch ausgebildet sind.
2. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenhülse
(3-3''') doppelkegelartig ausgebildet ist und ihren größten Durchmesser etwa in der
Mitte aufweist, während die Durchmesser an ihren Enden geringer sind, und daß das
Ende der Aufnahme (5) und das Ende des Trägerrohrs (1) korrespondierend hierzu ausgebildet
sind.
3. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Trägerrohr
(1) in dem Bereich, der die Zwischenhülse (3-3''') umschließt, eine Muffe (9) angeordnet
oder befestigt ist.
4. Verkehrszeichenträger nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenhülse (3') in ihren Endbereichen mit einer Kegelverstärkung (11a,11b),
die vorzugsweise innen an der Zwischenhülse (3') angeordnet oder befestigt ist, versehen
ist.
5. Verkehrszeichenträger nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Konen der Zwischenhülse (3-3''') bzw. des Trägerrohrs (1) und der Aufnahme
(5) so ausgebildet sind, daß im zusammengesteckten Zustand ein axialer Abstand (b)
zwischen Trägerrohr (1) und Aufnahme (5) verbleibt.
6. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenhülse
(3) im Bereich zwischen Trägerrohr (1) und Aufnahme (5) als Wellrohr (8) ausgebildet
ist.
7. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenhülse
(3) mindestens im Bereich zwischen Trägerrohr (1) und Aufnahme (5) als Doppelrohr
ausgeführt ist.
8. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch das innere
Rohr der mindestens im Bereich zwischen Trägerrohr (1) und Aufnahme (5) als Doppelrohr
ausgeführten Zwischenhüse (3) als Wellrohr (7) ausgebildet ist.
9. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenhülse
(3'',3''') im Bereich zwischen Trägerrohr (1) und Aufnahme (5) zumindest teilweise
geringere Wandstärke aufweist.
10. Verkehrszeichenträger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich
geringerer Wandstärke von einem zusätzlichen Rohr (10') gebildet wird, welches etwa
im mittleren Bereich zwischen zwei die Zwischenhülse (3") bildenden Teilen (2,6) eingesetzt
und mit diesen verbunden ist.
11. Verkehrszeichenträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Konen der Zwischenhülse (3-3'''), des Trägerrohrs (1) und
der Aufnahme (5) eine Steigung von etwa 1:30 aufweisen.