(19)
(11) EP 0 156 159 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.10.1985  Patentblatt  1985/40

(21) Anmeldenummer: 85101807.7

(22) Anmeldetag:  20.02.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4A63C 9/20
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR IT LI SE

(30) Priorität: 22.02.1984 DE 3406439
20.07.1984 DE 3426856

(71) Anmelder: Metallwerk K. Pittl GmbH & Co. KG
A-6166 Fulpmes (AT)

(72) Erfinder:
  • Jungkind, Roland
    D-8100 Garmisch-Partenkirchen (DE)

(74) Vertreter: LOUIS, PÖHLAU, LOHRENTZ & SEGETH 
Ferdinand-Maria-Strasse 6
82319 Starnberg
82319 Starnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Langlaufskibindung


    (57) Die Erfindung betrifft Langlaufskibindungen (1) für Langlaufskischuhe (4) mit einem vorgezogenen und als nach unten gerichteter Haken ausgebildeten vorderen Sohlenende (5) mit einer zum Zusammenwirken mit dem Sohlenende (5) vorgesehenen Traverse (8), die in Seitenbacken (7) gelagert ist, welche sich von einer skifest zu montierenden Grundplatte (6) nach oben hin erstrecken. Zur Lagesicherung des vorderen Sohlenendes (5) gegenüber der Traverse (8) ist der Steg (9) eines U-förmigen Bügels (9,10) vorgesehen, dessen Schenkel (10) an ihren freien Enden auf der Traverse (8) gelagert sind. Der Bügel (9, 10) steht unter dem Einfluß einer Feder (11) die ihn im Sinne des Einklemmens des vorderen Sohlenendes (5) belastet. Gegen den Widerstand dieser Feder (11) ist der Schuh (4) um die Traverse (8) schwenkbar.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Langlaufskibindungen für Langlaufskischuhe mit einem vorgezogenen und als nach unten gerichteter Haken ausgebildeten vorderen Sohlenende mit einer zum Zusammenwirken mit dem Sohlenende vorgesehenen Traverse, die in Seitenbacken gelagert ist, welche sich von einer rkifest zu montierenden Grundplatte nach oben hin erstrecken.

    [0002] Derartige Langlaufskibindungen sind bereits aus der DE OS 2829564 bekannt. Sie bieten gegenüber weiter bekannten Langlaufskibindungen den Vorteil einer besonders einfachen und störungsunempfindlichen Konstruktion, da weder das Abbiegen des vorgezogenen Sohlenendes noch eines Teils der Skibindung beim Abheben des Skischuhs vom Ski notwendig ist.

    [0003] Bei den gattungsgemäßen Lanqlaufskibindungen ist die Traverse Teil eines gebogenen Drahtbügels, der gleichzeitig zur Sicherung der Verbindung des Skischuhs mit der Skibindung dient. Hierzu ist auf dem vorgezogenen Sohlenende ein besonderer Rastnocken erforderlich. Weiter erstreckt sich der Drahtbügel im Gebrauchszustand von der Skioberfläche weg nach oben hin. Darüberhinaus ist ein Schwenken des Skischuhs auf der Traverse gegen einen zunächst geringen und dann progressiv grösser werdenden Widerstand bei diesen bekannten Lanalaufskibindungen nicht vorgesehen.

    [0004] Die vorliegende Erfindung bezweckt eine derartige Ausbildung der gattungsgemäßen Langlaufskibindung, daß - die geschilderten Mängel und Nachteile vermieden sind.

    [0005] Dies ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur schwenkbaren Lagerung des vorderen Sohlenendes in der Bindung ein U-förmiger Bügel vorgesehen ist, dessen Schenkel an ihren freien Enden auf der Traverse gelagert sind und dessen Steg parallel zur Traverse liegt, so daß ein das vordere Sohlenende aufnehmender Rahmen gebildet ist, und daß der Bügel unter dem Einfluß einer Feder steht, die ihn im Sinne des Einklemmens des vorderen Sohlenendes belastet und gegen deren Widerstand der Schuh um die Travers schwenkbar ist. Bei dieser Ausbildung ist kein besonderer Rastnocken mehr auf dem vorgezogenen Sohlenende des Langlaufskischuhs erforderlich. Weiter ist auch kein sich gefährlich vom Ski weg nach oben hin erstreckender Teil mehr vorhanden. Die den Bügel belastende Feder sichert einmal die Halterung des Schuhs in der Skibindung und ergibt zum Anderen einen beim Schwenken des Schuhs diesem entgegenwirkenden progresssiv größer werdenden Widerstand.

    [0006] Als zweckmäßig hat sich eine erste Ausführung erwiesen, bei der der Büqel als Kurbelarm ausgebildet und über einen Achszapfen mit einem Schubglied verbunden ist, das gegenüber der Grundplatte lännsverschiebbar und schwenkbar ist. In Weiterbildunq dieses Erfindungsgedankens ist eine besonders einfache Konstruktion dadurch erreicht, daß das Schubglied sich mit einem Nocken auf der Grundplatte abstützt und unter dem Einfluß einer Feder in seiner inneren Grenzlage gehalten ist und daß die Feder als gewundene Biegefeder ausgebildet und auf dem Achs- zapfen gelagert ist. Die Feder hat in diesem Fall eine Doppelfunktion, indem sie einserseits das Schubglied und andererseits den Bügel belastet.

    [0007] Um sowohl das Einführen des Schuhs in die Skibindung als auch sein Lösen aus der Skibindung zu erleichtern,ist in konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung am Schubglied ein Riegelhebel vorgesehen, der einen Sperrhaken besitzt. Die Grundplatte weist hierbei einen zum Zusammenwirken mit dem Sperrhaken bestimmten Widerhaken auf und der Riegelhebel ist im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder belastet.

    [0008] Diese Konstruktion gestattet eine willkürliche Verhakung des Rieqelhebels an der Grundplatte, wodurch der Skibindung eine fixierte Offenstellung qegeben ist. Nach dem Einführen des Schuhs in die Skibindung ist diese im Sinne einer Laufbewegung hintenanzuheben, bis die Oberseite des vorderen Sohlenen- .des mit dem Steg des Bügels in Berührung kommt, wonach beim Weiterschwenken des Schuhs durch die Mit­ nahme des Bügels die Verhakung des Riegelhebels an der Grundplatte automatisch gelöst wird und sich die Langlaufskibindung in ihrem Gebrauchszustand befindet.

    [0009] In konstruktiver Ausgestaltung dieses Erfindungsgedankens hat es sich als Vorteilhaft erwiesen, daß der Riegelhebel am Schubglied parallel zum Achszapfen angelenkt ist. Hierdurch läßt sich die Langlaufskibindung nicht nur einfach herstellen sondern auch einfach bedienen.

    [0010] Eine Ausführung der erfindungsgemäßen Langlaufskibindung, bei der ein auf der Grundplatte längsverschiebbares Schubglied vermieden ist und die damit noch einfacher und sicherer gegen Verschleiß ist, - ist dadurch erreicht, daß der Steg des Bügels mit . einer sich zur in Skilängsrichtung erstreckenden und der Traverse gegenüberliegende Mulde versehen ist und daß zum Zusammenwirken mit dem Bügel ein Riegelhebel vorgesehen ist, der auf einer Achse parallel zur Traverse in den Seitenbacken gelagert und im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder belastet ist.

    [0011] Bei dieser Konstruktion ist vorzugsweise die den Bügel belastende Feder als Schraubenzugfeder ausgebildet und auf der Achse des Riegelhebels aufgehängt.

    [0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Haltefeder als gewundene Biegefeder ausgebildet und auf der Achse des Riegel-Hebels gelagert sein. In diesem Fall läßt sich eine kompakte und geschlosssene Bauform erreichen.

    [0013] Anhand der beiliegenden Zeichnungen sind im folgenden Ausführungsbeispiele der Langlaufskibindung gemäß der Erfindung ausführlich beschrieben. Es zeigen:

    Fig. 1 eine erste Ausführung der I.anglaufskibin- dung im mittleren Längsschnitt,

    Fig. 2 eine Draufsicht auf die Langlaufskibindung,

    Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der Fig. 1 im Momentanzustand beim hochgeschwenkten Langlaufskischuh,

    Fig. 4 eine Langlaufskibindung qemäß einer zweiten Ausführung in mittleren Längsschnitt,

    Fig. 5 eine Draufsicht auf die Lanqlaufskibindung nach Fig. 4,

    Fig. 6 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt in der Offenstellung der Bindung,

    Fig. 7 einen Schnitt entsprechend der Fig. 4 im Momentanzustand bei hochgeschwenktem Lanq- laufskischuh,

    Fig. 8 eine Langlaufskibindung gemäß einer dritten Ausführung im mittleren Längsschnitt,

    Fig. 9 eine Draufsicht auf die Langlaufskibindung nach Fig. 8,

    Fig. 10 einen der Fig.-8 entsprechenden Schnitt in der Offenstellung der Bindung und

    Fig. 11 einen Schnitt entsprechend der Fig. 8 im Momentanzustand bei hochgeschwenktem Langlaufskischuh.



    [0014] Die in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnete Langlaufskibindung nach den Fig. 1 bis 3 ist mittels Schrauben 2 auf einem Langlaufski 3 befestigt. Ein Langlaufskischuh ist strichpunktiert angedeutet und mit 4 bezeichnet. Er besitzt ein vorqezogenes als nach unten offener Haken ausgebildetes vorderes Sohlenende 5. Die Skibindung umfaßt eine Grundplatte 6 mit hochgestellten Seitenbacken 7, in denen eine Traverse 8 gelagert ist, die zum Zusammwirken mit dem hakenförmigen Sohlenende 5 dient. Auf der Traverse ist mit seinem Schenkeln 10 ein U-förmiger Bügel gelagert, der bei einqesetztem Langlaufskischuh dessen vorderes Sohlenende umfaßt und dieses mit seinem Steg 9 gegen Abheben von der Traverse 8 sichert.

    [0015] Der Bügel bildet einen Kurbelarm, an dem über einen Achszapfen 12 ein Schubglied 13 angeschlossen ist. Dieses Schubglied stützt sich mit einem Nocken 14 auf der Grundplatte 6 ab, oder besser gesagt auf schmalen Leisten ihrer Seitenränder, die durch Ausläufe der Seitenbacken 7 gebildet sind. Auf den Achszapfen 12 ist eine gewundene Biegefeder 11 aufgesteckt, deren einer Schenkel 15 sich auf dem Steg 9 des Bügels und deren anderen Schenkel 16 sich auf dem Schubglied 13 abstützt. Dieses Schubglied besitzt auf seiner Oberseite noch eine Mulde 17, die zum Einstecken der Skistockspitze dient.

    [0016] Fig. 1 zeigt die Langlaufskibindung in ihrer Normallage. Unter dem Einfluß der Feder 11 sind der Bügel und das Schubglied in der dargestellten Position gehalten. Zum Einführen eines Skischuhs in die Skibindung ist beispielsweise mittels einer Skistockspitze in Richtung des Pfeiles 18 ein Druck auf das Schubglied 13 auszuüben. Hierdurch erfolgt ein Schwenken des Bügels auf der Traverse 8 in Bezug auf die Darstellung entgegen der Uhrzeigerrichtung, so daß die Skibindung ihre in Fig. 3 dargestellte Position einnimmt. In dieser Position läßt sich bei annähernd horizontaler Sohlenlage das vordere Sohlenende 5 auf der Traverse 8 einhaken. Bei anschließender Druckentlastung des Schubgliedes 13 stellt sich dann wieder die Lage nach Fig. 1 ein. Unter dem Einfluß der Feder 11 klemmt sich der Steg 9 des Bügels auf der Oberseite des vorgezogenen Sohlenendes 5 fest. Beim Langlaufen ergibt sich dann ein ständiger Positionswechsel entsprechend den Fig. 1 und 3, wobei die Traverse 8 eine echte Schwenkachse für den Langlaufskischuh bildet. Zum Lösen des Skischuhs aus der Bindung ist, wenn der Skischuh sich in der Position nach Fig. 1 befindet, wiederum durch Druckausübung auf das Schubglied 13 der Bügel gegenüber dem Skischuh zu schwenken, so daß sich dieser mit seinem Sohlenende 5 von der Traverse 8 abheben läßt. Bei Druckentlastung nimmt dann anschließend die Skihindung wieder ihre Lage nach Fig. 1 ein.

    [0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 7 ist die Langlaufskibindung in ihrer Gesamtheit mit 21 bezeichnet. Mittels Schrauben 22 ist sie auf einem Langlaufski 23 befestigt. Ein strichpunktiert angedeuteter Langlaufskischuh ist mit 24 bezeichnet. Er besitzt ein vorgezogenes als nach unten offener Haken ausgebildetes vorderes Sohlenende 25.

    [0018] Die Skibindung umfaßt eine Grundplatte 26 mit hochgestellten Seitenbacken 27, in denen eine Traverse 28 gelagert ist. Diese dient zum Zusammenwirken mit den hakenförmigen Sohlenende 25. Auf der Traverse ist mit seinen Schenkeln 30 ein U-förmiger Bügel gelagert, der bei eingesetztem Langlaufskischuh dessen vorderes Sohlenende umfaßt und dieses mit seinem Steg 29 gegen Abheben von der Traverse 28 sichert.

    [0019] Ebenso wie bei der Langlaufskibindung nach den Fig. 1 bis 3 bildet der Bügel einen Kurbelarm, an dem über einen Achszapfen 32 ein Schubglied 33 angeschlossen ist. Dieses Schubglied stützt sich mit einem Nocken 34 auf der Grundplatte 26 ab. Auf dem Achszapfen 32 ist eine gewundene Biegefeder 31 aufgesteckt, deren einer Schenkel 35 sich auf dem Steg 29 des Bügels und deren anderer Schenkel 36 sich auf dem Schubglied 33 abstützt.

    [0020] An dem Schubglied 33 ist ein Riegelhebel 40 auf einem Anlenkzapfen 44 gelagert, der parallel zum Achszapfen 32 liegt. Auf diesem Anlenkzapfen ist ebenfalls eine gewundene Biegefeder 43 aufgesteckt, deren einer Schenkel 45 sich am Schubglied 33 und deren anderer Schenkel 46 sich am Riegelhebel 40 abstützt und diesen in Bezug auf die Fig. im Uhrzeigersinn belastet. Der Riegelhebel besitzt einen Sperrhaken 41, der zum Zusammenwirken mit einem Widerhaken 42 an der Grundplatte 26 dient. Weiter besitzt der Riegelhebel auf seiner Oberseite noch eine Mulde 47, die zum Einstecken der Skistockspitze dient.

    [0021] In Fig. 4 ist die erfindungsgemäße Langlaufskibindung in ihrer Normallage dargestellt. Das vordere Sohlenende 25 ist auf der Traverse 28 durch den Steg 29 des Bügels gesichert. Zum Überführen der Skibindung in ihre Offenlage ist beispielsweise mittels eines Skistocks in Richtung des eingezeichneten Pfeils auf den Riegelhebel 40 ein Druck auszuüben. Hierdurch erfolgt unter Schwenken des Bügels eine Verschiebung des Schubgliedes 33 in Bezug auf die Darstellung nach links hin, bis der Riegelhebel 40 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenken und mit seinem Sperrhaken '41 den Widerhaken 42 an der Grundplatte hintergreifen kann. Die Skibindung nimmt dann ihre in Fig. 6 dargestellte Position ein. Bei. auf dem Ski stehenden Skischuh befindet sich der Steg 29 im Abstand von der Oberseite des vorderen Sohlenendes 25, so daß sich der Skischuh von der Traverse 28 abhaken läßt. Die Feder 31, die wesentlich stärker als die Feder 43 ist, sichert die Offenstellung.

    [0022] Umgekehrt wie zuvor beschrieben läßt sich der Skischuh wieder in die Skibindung einführen. Nach dem Einhaken des vorderen Sohlenendes 25 auf der Traverse 28 läßt sich die Skibindung durch Hochschwenken des hinteren Endes des Skischuhs schließen, indem der Bügel mitgeschwenkt wird. Hierbei erfolgt nämlich eit Freikommen des Sperrhakens 41 des Riegelhebels 40 von dem Widerhaken 42 der Grundplatte 26, und es stellt sich der Momentanzustand nach Fig. 7 ein.

    [0023] Im Gegensatz zu der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 behält diese Konstruktion, einmal in ihre Offenlage gebracht, diese bei, so daß die Skibindung ohne weiteres einstiegbereit ist.

    [0024] Die Fig. 8 bis 11 zeigen schließlich ein Ausführungsbeispiel, das gegenüber dem zuvor beschriebenen noch vereinfacht ist. In ihrer Gesamtheit ist die Langlaufskibindung mit 51 bezeichnet. Sie ist wiederum mitels Schrauben 52 auf einem Langlaufski 53 befestiat.

    Langlaufskischuh ist auch wieder strichpunktiert

    gedeutet und mit 54 bezeichnet. Er besitzt ein vergezogenes Sohlenende 55, das in einen wulstartigen sich nach unten erstreckenden Haken ausläuft.

    [0025] Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispoelen umfaßt die Bindung eine Grundplute 50 mit hochgtstellten Seitenbacken 57. In dieren ist eine Sraverse 58 gelagert. Auf dieser ist ein aus einem Steq 59 und zwei Schenkeln 60 gebildeter U-förmiger Bügel gelagert, und zwar mit den freien Enden der Schenkel. Der Steg 59 ist muldenförmig gestaltet, so daß er wie aus den Fig. 8 und 11 erkennbar den wulstartigen Haken am Sohlenende 55 aufnehmen kann.

    [0026] Eine an den Steg angeformte Zunqe 61 besitzt ein Loch, in das ein Ende einer Schraubenzugfeder 62 eingehängt ist, deren anderes Ende an einer Achse 63 aufgehängt ist, die parallel zur Traverse 58 in den Seitenbacken 57 gelagert ist. Auf dieser Achse ist ein Riegelhebel 64 gelagert, der in noch zu beschreibender Weise mit den Schenkeln 60 des Bügels zusammenwirkt. Der Riegelhebel ist im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder belastet, die als gewundene Biegefeder 65 ausgebildet und auf die Achse 63 aufgesteckt ist (siehe insbesondere Fic. 9). Auf seiner Oberseite besitzt der Riegelhebel noch eine Eindrückung 66, die zum Einstecken einer Skistockspitze dient.

    [0027] Fig. 8 zeigt die Langlaufskibindung in ihrer Normallage. Das vorgezogene Sohlenende 55 greift mit dem wulstartig sich nach unten erstreckenden Haken in den muldenförmig gestalteten Steg 59 des Bügels ein. Das vordere Sohlenende ist zwischen dem Steg 59 und der Traverse 58 eingehlemmt und damit sicher in der Bindung gehalten. Beim Langlaufen ergibt sich dann ein ständiger Po; tionswechsel entsprechend den Fig. 8 und 11, wobei die Traverse 58 die Schwenkachse bildet. Das Schwecher des Bügels aus der Tosition nach Fig. 8 in die nach Fig. 11 erfolgt gegen den progressiv größer werdenden Widerstand der Schraubenzugfeder 62.

    [0028] Zum Überführen der Skibindung aus der Normallage entsprechend Fig. 8 in ihre Offenlage ist bei- - spielsweise mittels eines Skistocks der Riegelhebel 64 entgegen der Kraft seiner Haltefeder 65 herunterzudrücken, das heißt in Bezug auf die Darstellung im Uhrzeigersinn um die Achse 63 zu schwenken. Dabei laufen abcewinkelte Seitenteile 67 ces Riegelhebels gegen jeweils einen Schenkel 60 des Eügels, so daß dieser aus seinei Lage nach Fig. 8 in die nach Fig. 10 um die Traverse 58 geschwenkt wird. Dieses Schwenken bewirkt ein Lösen der Klemmverbindung des Sohlenendes 55 mit der Traverse, so daß sich durch Abheben des vorderen Sohlenendes vom Steg 59 der Schuh aus der Bindung herausnehmen läßt.

    [0029] Das Schwenken des Bügels erfolgt entgeqen der Kraft der Schraubenzunfeder 62, die wesentlich stärker ist als die Haltefeder 65 für den Riegelhebel 64. Dieser behält darum seine heruntergedrückte Lage entsprechend Fig. 10 bei, da die Haltefeder 65 die vom Büael auf den Riegelhebel ausgeübte Klemmkraft nicht zu überwinden vermag. Einmal in diese Offenlage gebracht, ist somit die Skibindung wieder einstiegbereit.

    [0030] Zum Verbinden des Langlaufskischuhs mit der Bindung ist bezugnehmend auf Fig. 10 das Sohlenende 55 in den Bügel einzusetzen. Anschließend ist dann nur der Schuh entsprechend der Darstellung in Fig. 11 hinten anzuheben, wodurch ein Festklemmen des vorderen Sohlenendes unter der Traverse 58 erfolgt. Durch das Schwenken des Bügels kommt der Riegelhebel 64 von diesem frei und stellt sich unter den Einfluß der Haltefeder 65 in seine obere Grenzlage entsprechend den Fig. 11 und 8 zurück.


    Ansprüche

    1. Langlaufskibindung für Langlaufskischuhe mit einem vorgezogenen und als nach unten gerichteter Haken ausgebildeten vorderen Sohlenende mit einer zum Zusammenwirken mit dem Sohlenende vorqesehenen Traverse, die in Seitenbacken gelagert ist, welche sich von einer skifest zu montierenden Grundplatte nach oben hin erstrecken,
    dadurch gekennzeichnet, daß zur schwenkbaren Lagerung des vorderen Sohlenendes (5,25,55) in der Bindung (1,21,51) ein U-förmiger Bügel (9,10;29,30;59, 60) vorgesehen ist, dessen Schenkel (10,30,60) an ihren freien Enden auf der Traverse (8,28,58) gela- gert sind und dessen Steg (9,29,59) parallel zur Traverse liegt, so daß ein das vordere Sohlenende aufnehmender Rahmen gebildet ist, und daß der Bügel unter dem Einflug einer Feder (11,31,62) steht, die ihn im Sinne des Einklemmens des vorderen Sohlenendes (5,25,55) belastet und gegen deren Widerstand der Schuh (4,24,54) um die Traverse schwenkbar ist.
     
    2. Langlaufskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (9,10;29,30) als Kurbelarm ausgebildet und über einen Achszapfen (12,32) mit einem Schubglied (13,33) verbunden ist, das gegenüber der Grundplatte (6,26) längsverschiebbar und schwenkbar ist.
     
    3. Langlaufskibindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubqlied (13,33) sich mit einem Nocken (14,34) auf der Grundplatte 6, 26) abstützt und unter dem Einfluß einer Feder (11,31) in seiner inneren Grenzlaqe gehalten ist und daß die Feder (11,31) als qewundene Biegefeder ausgebildet und auf dem Achszapfen (12,32) gelagert ist.
     
    4. Langlaufskibindung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Schubglied (33) ein Riegelhebel (40) vorgesehen ist, der einen Sperrhaken (41) besitzt, daß die Grundplatte (26) einen zum Zusammenwirken mit dem Sperrhaken (41) bestimmten Widerhaken (42) aufweist und daß der Riegelhebel (40) im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder (43) belastet ist.
     
    5. Langlaufskibindung nach Anspruch 4, dadurch gehennzeichnet, daß der Riegelhebel (40) am Schubglied (33) parallel zum Achszapfen (32) angelenkt ist.
     
    6. LanglaufSkibindung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (59) des Bügels mit einer sich zur in Skilängsrichtung erstreckenden und der Traverse (58) gegenüberliegenden Mulde versehen ist und daß zum Zusammenwirken mit dem Bügel (59,60) ein Riegelhebel (64) vorqesehen ist, der auf einer Achse (63) parallel zur Traverse (58) in den Seitenbacken (57) gelagert und im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder (65) belastet ist.
     
    7. Langlaufskibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Begel (59,60) belastende Feder als Schraubenzugfeder (62) ausgebildet und an der Achse (63) des Riegelhebels (64) aufgehängt ist.
     
    8. Langlaufskibindung nach einen der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltefeder als gewundene Biegefeder (43,65) ausgebildet und auf der Achse (44,63) des Riegelhebels (40,64) gelagert ist.
     




    Zeichnung






















    Recherchenbericht