[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Langlaufskibindungen für Langlaufskischuhe
mit einem vorgezogenen und als nach unten gerichteter Haken ausgebildeten vorderen
Sohlenende mit einer zum Zusammenwirken mit dem Sohlenende vorgesehenen Traverse,
die in Seitenbacken gelagert ist, welche sich von einer rkifest zu montierenden Grundplatte
nach oben hin erstrecken.
[0002] Derartige Langlaufskibindungen sind bereits aus der DE OS 2829564 bekannt. Sie bieten
gegenüber weiter bekannten Langlaufskibindun
gen den Vorteil einer besonders einfachen und störungsunempfindlichen Konstruktion,
da weder das Abbiegen des vorgezogenen Sohlenendes noch eines Teils der Skibindung
beim Abheben des Skischuhs vom Ski notwendig ist.
[0003] Bei den gattungsgemäßen Lanqlaufskibindungen ist die Traverse Teil eines gebogenen
Drahtbügels, der gleichzeitig zur Sicherung der Verbindung des Skischuhs mit der Skibindung
dient. Hierzu ist auf dem vorgezogenen Sohlenende ein besonderer Rastnocken erforderlich.
Weiter erstreckt sich der Drahtbügel im Gebrauchszustand von der Skioberfläche weg
nach oben hin. Darüberhinaus ist ein Schwenken des Skischuhs auf der Traverse gegen
einen zunächst geringen und dann progressiv grösser werdenden Widerstand bei diesen
bekannten Lanalaufskibindungen nicht vorgesehen.
[0004] Die vorliegende Erfindung bezweckt eine derartige Ausbildung der gattungsgemäßen
Langlaufskibindung, daß - die geschilderten Mängel und Nachteile vermieden sind.
[0005] Dies ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur schwenkbaren Lagerung des vorderen
Sohlenendes in der Bindung ein U-förmiger Bügel vorgesehen ist, dessen Schenkel an
ihren freien Enden auf der Traverse gelagert sind und dessen Steg parallel zur Traverse
liegt, so daß ein das vordere Sohlenende aufnehmender Rahmen gebildet ist, und daß
der Bügel unter dem Einfluß einer Feder steht, die ihn im Sinne des Einklemmens des
vorderen Sohlenendes belastet und gegen deren Widerstand der Schuh um die Travers
schwenkbar ist. Bei dieser Ausbildung ist kein besonderer Rastnocken mehr auf dem
vorgezogenen Sohlenende des Langlaufskischuhs erforderlich. Weiter ist auch kein sich
gefährlich vom Ski weg nach oben hin erstreckender Teil mehr vorhanden. Die den Bügel
belastende Feder sichert einmal die Halterung des Schuhs in der Skibindung und ergibt
zum Anderen einen beim Schwenken des Schuhs diesem entgegenwirkenden progresssiv größer
werdenden Widerstand.
[0006] Als zweckmäßig hat sich eine erste Ausführung erwiesen, bei der der Büqel als Kurbelarm
ausgebildet und über einen Achszapfen mit einem Schubglied verbunden ist, das gegenüber
der Grundplatte lännsverschiebbar und schwenkbar ist. In Weiterbildunq dieses Erfindungsgedankens
ist eine besonders einfache Konstruktion dadurch erreicht, daß das Schubglied sich
mit einem Nocken auf der Grundplatte abstützt und unter dem Einfluß einer Feder in
seiner inneren Grenzlage gehalten ist und daß die Feder als gewundene Biegefeder ausgebildet
und auf dem
Achs- zapfen gelagert ist. Die Feder hat in diesem Fall eine Doppelfunktion, indem
sie einserseits das Schubglied und andererseits den Bügel belastet.
[0007] Um sowohl das Einführen des Schuhs in die Skibindung als auch sein Lösen aus der
Skibindung zu erleichtern,ist in konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung am Schubglied
ein Riegelhebel vorgesehen, der einen Sperrhaken besitzt. Die Grundplatte weist hierbei
einen zum Zusammenwirken mit dem S
perrhaken bestimmten Widerhaken auf und der Riegelhebel ist im Sinne des Entriegelns
von einer Haltefeder belastet.
[0008] Diese Konstruktion gestattet eine willkürliche Verhakung des Rieqelhebels an der
Grundplatte, wodurch der Skibindung eine fixierte Offenstellung qegeben ist. Nach
dem Einführen des Schuhs in die Skibindung ist diese im Sinne einer Laufbewegung hintenanzuheben,
bis die Oberseite des vorderen Sohlenen- .des mit dem Steg des Bügels in Berührung
kommt, wonach beim Weiterschwenken des Schuhs durch die Mit nahme des Bügels die
Verhakung des Riegelhebels an der Grundplatte automatisch gelöst wird und sich die
Langlaufskibindung in ihrem Gebrauchszustand befindet.
[0009] In konstruktiver Ausgestaltung dieses Erfindungsgedankens hat es sich als Vorteilhaft
erwiesen, daß der Riegelhebel am Schubglied parallel zum Achszapfen angelenkt ist.
Hierdurch läßt sich die Langlaufskibindung nicht nur einfach herstellen sondern auch
einfach bedienen.
[0010] Eine Ausführung der erfindungsgemäßen Langlaufskibindung, bei der ein auf der Grundplatte
längsverschiebbares Schubglied vermieden ist und die damit noch einfacher und sicherer
gegen Verschleiß ist, - ist dadurch erreicht, daß der Steg des Bügels mit . einer
sich zur in Skilängsrichtung erstreckenden und der Traverse gegenüberliegende Mulde
versehen ist und daß zum Zusammenwirken mit dem Bügel ein Riegelhebel vorgesehen ist,
der auf einer Achse parallel zur Traverse in den Seitenbacken gelagert und im Sinne
des Entriegelns von einer Haltefeder belastet ist.
[0011] Bei dieser Konstruktion ist vorzugsweise die den Bügel belastende Feder als Schraubenzugfeder
ausgebildet und auf der Achse des Riegelhebels aufgehängt.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Haltefeder als gewundene Biegefeder
ausgebildet und auf der Achse des Riegel-Hebels gelagert sein. In diesem Fall läßt
sich eine kompakte und geschlosssene Bauform erreichen.
[0013] Anhand der beiliegenden Zeichnungen sind im folgenden Ausführungsbeispiele der Langlaufskibindung
gemäß der Erfindung ausführlich beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführung der I.anglaufskibin- dung im mittleren Längsschnitt,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Langlaufskibindung,
Fig. 3 einen Schnitt entsprechend der Fig. 1 im Momentanzustand beim hochgeschwenkten
Langlaufskischuh,
Fig. 4 eine Langlaufskibindung qemäß einer zweiten Ausführung in mittleren Längsschnitt,
Fig. 5 eine Draufsicht auf die Lanqlaufskibindung nach Fig. 4,
Fig. 6 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt in der Offenstellung der Bindung,
Fig. 7 einen Schnitt entsprechend der Fig. 4 im Momentanzustand bei hochgeschwenktem
Lanq- laufskischuh,
Fig. 8 eine Langlaufskibindung gemäß einer dritten Ausführung im mittleren Längsschnitt,
Fig. 9 eine Draufsicht auf die Langlaufskibindung nach Fig. 8,
Fig. 10 einen der Fig.-8 entsprechenden Schnitt in der Offenstellung der Bindung und
Fig. 11 einen Schnitt entsprechend der Fig. 8 im Momentanzustand bei hochgeschwenktem
Langlaufskischuh.
[0014] Die in ihrer Gesamtheit mit 1 bezeichnete Langlaufskibindung nach den Fig. 1 bis
3 ist mittels Schrauben 2 auf einem Langlaufski 3 befestigt. Ein Langlaufskischuh
ist strichpunktiert angedeutet und mit 4 bezeichnet. Er besitzt ein vorqezogenes als
nach unten offener Haken ausgebildetes vorderes Sohlenende 5. Die Skibindung umfaßt
eine Grundplatte 6 mit hochgestellten Seitenbacken 7, in denen eine Traverse 8 gelagert
ist, die zum Zusammwirken mit dem hakenförmigen Sohlenende 5 dient. Auf der Traverse
ist mit seinem Schenkeln 10 ein U-förmiger Bügel gelagert, der bei einqesetztem Langlaufskischuh
dessen vorderes Sohlenende umfaßt und dieses mit seinem Steg 9 gegen Abheben von der
Traverse 8 sichert.
[0015] Der Bügel bildet einen Kurbelarm, an dem über einen Achszapfen 12 ein Schubglied
13 angeschlossen ist. Dieses Schubglied stützt sich mit einem Nocken 14 auf der Grundplatte
6 ab, oder besser gesagt auf schmalen Leisten ihrer Seitenränder, die durch Ausläufe
der Seitenbacken 7 gebildet sind. Auf den Achszapfen 12 ist eine gewundene Biegefeder
11 aufgesteckt, deren einer Schenkel 15 sich auf dem Steg 9 des Bügels und deren anderen
Schenkel 16 sich auf dem Schubglied 13 abstützt. Dieses Schubglied besitzt auf seiner
Oberseite noch eine Mulde 17, die zum Einstecken der Skistockspitze dient.
[0016] Fig. 1 zeigt die Langlaufskibindung in ihrer Normallage. Unter dem Einfluß der Feder
11 sind der Bügel und das Schubglied in der dargestellten Position gehalten. Zum Einführen
eines Skischuhs in die Skibindung ist beispielsweise mittels einer Skistockspitze
in Richtung des Pfeiles 18 ein Druck auf das Schubglied 13 auszuüben. Hierdurch erfolgt
ein Schwenken des Bügels auf der Traverse 8 in Bezug auf die Darstellung entgegen
der Uhrzeigerrichtung, so daß die Skibindung ihre in Fig. 3 dargestellte Position
einnimmt. In dieser Position läßt sich bei annähernd horizontaler Sohlenlage das vordere
Sohlenende 5 auf der Traverse 8 einhaken. Bei anschließender Druckentlastung des Schubgliedes
13 stellt sich dann wieder die Lage nach Fig. 1 ein. Unter dem Einfluß der Feder 11
klemmt sich der Steg 9 des Bügels auf der Oberseite des vorgezogenen Sohlenendes 5
fest. Beim Langlaufen ergibt sich dann ein ständiger Positionswechsel entsprechend
den Fig. 1 und 3, wobei die Traverse 8 eine echte Schwenkachse für den Langlaufskischuh
bildet. Zum Lösen des Skischuhs aus der Bindung ist, wenn der Skischuh sich in der
Position nach Fig. 1 befindet, wiederum durch Druckausübung auf das Schubglied 13
der Bügel gegenüber dem Skischuh zu schwenken, so daß sich dieser mit seinem Sohlenende
5 von der Traverse 8 abheben läßt. Bei Druckentlastung nimmt dann anschließend die
Skihindung wieder ihre Lage nach Fig. 1 ein.
[0017] Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 bis 7 ist die Langlaufskibindung in ihrer
Gesamtheit mit 21 bezeichnet. Mittels Schrauben 22 ist sie auf einem Lan
glaufski 23 befestigt. Ein strichpunktiert angedeuteter Langlaufskischuh ist mit 24
bezeichnet. Er besitzt ein vorgezogenes als nach unten offener Haken ausgebildetes
vorderes Sohlenende 25.
[0018] Die Skibindung umfaßt eine Grundplatte 26 mit hochgestellten Seitenbacken 27, in
denen eine Traverse 28 gelagert ist. Diese dient zum Zusammenwirken mit den hakenförmigen
Sohlenende 25. Auf der Traverse ist mit seinen Schenkeln 30 ein U-förmiger Bügel gelagert,
der bei eingesetztem Langlaufskischuh dessen vorderes Sohlenende umfaßt und dieses
mit seinem Steg 29 gegen Abheben von der Traverse 28 sichert.
[0019] Ebenso wie bei der Langlaufskibindung nach den Fig. 1 bis 3 bildet der Bügel einen
Kurbelarm, an dem über einen Achszapfen 32 ein Schubglied 33 angeschlossen ist. Dieses
Schubglied stützt sich mit einem Nocken 34 auf der Grundplatte 26 ab. Auf dem Achszapfen
32 ist eine gewundene Biegefeder 31 aufgesteckt, deren einer Schenkel 35 sich auf
dem Steg 29 des Bügels und deren anderer Schenkel 36 sich auf dem Schubglied 33 abstützt.
[0020] An dem Schubglied 33 ist ein Riegelhebel 40 auf einem Anlenkzapfen 44 gelagert, der
parallel zum Achszapfen 32 liegt. Auf diesem Anlenkzapfen ist ebenfalls eine gewundene
Biegefeder 43 aufgesteckt, deren einer Schenkel 45 sich am Schubglied 33 und deren
anderer Schenkel 46 sich am Riegelhebel 40 abstützt und diesen in Bezug auf die Fig.
im Uhrzeigersinn belastet. Der Riegelhebel besitzt einen Sperrhaken 41, der zum Zusammenwirken
mit einem Widerhaken 42 an der Grundplatte 26 dient. Weiter besitzt der Riegelhebel
auf seiner Oberseite noch eine Mulde 47, die zum Einstecken der Skistockspitze dient.
[0021] In Fig. 4 ist die erfindungsgemäße Langlaufskibindung in ihrer Normallage dargestellt.
Das vordere Sohlenende 25 ist auf der Traverse 28 durch den Steg 29 des Bügels gesichert.
Zum Überführen der Skibindung in ihre Offenlage ist beispielsweise mittels eines Skistocks
in Richtung des eingezeichneten Pfeils auf den Riegelhebel 40 ein Druck auszuüben.
Hierdurch erfolgt unter Schwenken des Bügels eine Verschiebung des Schubgliedes 33
in Bezug auf die Darstellung nach links hin, bis der Riegelhebel 40 entgegen dem Uhrzeigersinn
schwenken und mit seinem Sperrhaken '41 den Widerhaken 42 an der Grundplatte hintergreifen
kann. Die Skibindung nimmt dann ihre in Fig. 6 dargestellte Position ein. Bei. auf
dem Ski stehenden Skischuh befindet sich der Steg 29 im Abstand von der Oberseite
des vorderen Sohlenendes 25, so daß sich der Skischuh von der Traverse 28 abhaken
läßt. Die Feder 31, die wesentlich stärker als die Feder 43 ist, sichert die Offenstellung.
[0022] Umgekehrt wie zuvor beschrieben läßt sich der Skischuh wieder in die Skibindung einführen.
Nach dem Einhaken des vorderen Sohlenendes 25 auf der Traverse 28 läßt sich die Skibindung
durch Hochschwenken des hinteren Endes des Skischuhs schließen, indem der Bügel mitgeschwenkt
wird. Hierbei erfolgt nämlich eit Freikommen des Sperrhakens 41 des Riegelhebels 40
von dem Widerhaken 42 der Grundplatte 26, und es stellt sich der Momentanzustand nach
Fig. 7 ein.
[0023] Im Gegensatz zu der Ausführung nach Fig. 1 bis 3 behält diese Konstruktion, einmal
in ihre Offenlage gebracht, diese bei, so daß die Skibindung ohne weiteres einstiegbereit
ist.
[0024] Die Fig. 8 bis 11 zeigen schließlich ein Ausführungsbeispiel, das gegenüber dem zuvor
beschriebenen noch vereinfacht ist. In ihrer Gesamtheit ist die Langlaufskibindung
mit 51 bezeichnet. Sie ist wiederum mitels Schrauben 52 auf einem Langlaufski 53 befestiat.

Langlaufskischuh ist auch wieder strichpunktiert

gedeutet und mit 54 bezeichnet. Er besitzt ein vergezogenes Sohlenende 55, das in
einen wulstartigen sich nach unten erstreckenden Haken ausläuft.
[0025] Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispoelen umfaßt die Bindung eine Grundplute
50 mit hochgtstellten Seitenbacken 57. In dieren ist eine Sraverse 58 gelagert. Auf
dieser ist ein aus einem Steq 59 und zwei Schenkeln 60 gebildeter
U-förmiger Bügel gelagert, und zwar mit den freien Enden der Schenkel. Der Steg 59
ist muldenförmig gestaltet, so daß er wie aus den Fig. 8 und 11 erkennbar den wulstartigen
Haken am Sohlenende 55 aufnehmen kann.
[0026] Eine an den Steg angeformte Zunqe 61 besitzt ein Loch, in das ein Ende einer Schraubenzugfeder
62 eingehängt ist, deren anderes Ende an einer Achse 63 aufgehängt ist, die parallel
zur Traverse 58 in den Seitenbacken 57 gelagert ist. Auf dieser Achse ist ein Riegelhebel
64 gelagert, der in noch zu beschreibender Weise mit den Schenkeln 60 des Bügels zusammenwirkt.
Der Riegelhebel ist im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder belastet, die als
gewundene Biegefeder 65 ausgebildet und auf die Achse 63 aufgesteckt ist (siehe insbesondere
Fic. 9). Auf seiner Oberseite besitzt der Riegelhebel noch eine Eindrückung 66, die
zum Einstecken einer Skistockspitze dient.
[0027] Fig. 8 zeigt die Langlaufskibindung in ihrer Normallage. Das vorgezogene Sohlenende
55 greift mit dem wulstartig sich nach unten erstreckenden Haken in den muldenförmig
gestalteten Steg 59 des Bügels ein. Das vordere Sohlenende ist zwischen dem Steg 59
und der Traverse 58 eingehlemmt und damit sicher in der Bindung gehalten. Beim Langlaufen
ergibt sich dann ein ständiger Po; tionswechsel entsprechend den Fig. 8 und 11, wobei
die Traverse 58 die Schwenkachse bildet. Das Schwecher des Bügels aus der Tosition
nach Fig. 8 in die nach Fig. 11 erfolgt gegen den progressiv größer werdenden Widerstand
der Schraubenzugfeder 62.
[0028] Zum Überführen der Skibindung aus der Normallage entsprechend Fig. 8 in ihre Offenla
ge ist bei- - spielsweise mittels eines Skistocks der Riegelhebel 64 entgegen der Kraft
seiner Haltefeder 65 herunterzudrücken, das heißt in Bezug auf die Darstellung im
Uhrzeigersinn um die Achse 63 zu schwenken. Dabei laufen abcewinkelte Seitenteile
67 ces Riegelhebels gegen jeweils einen Schenkel 60 des Eügels, so daß dieser aus
seinei Lage nach Fi
g. 8 in die nach Fig. 10 um die Traverse 58 geschwenkt wird. Dieses Schwenken bewirkt
ein Lösen der Klemmverbindung des Sohlenendes 55 mit der Traverse, so daß sich durch
Abheben des vorderen Sohlenendes vom Steg 59 der Schuh aus der Bindung herausnehmen
läßt.
[0029] Das Schwenken des Bügels erfolgt entgeqen der Kraft der Schraubenzunfeder 62, die
wesentlich stärker ist als die Haltefeder 65 für den Riegelhebel 64. Dieser behält
darum seine heruntergedrückte Lage entsprechend Fi
g. 10 bei, da die Haltefeder 65 die vom Büael auf den Riegelhebel ausgeübte Klemmkraft
nicht zu überwinden vermag. Einmal in diese Offenlage gebracht, ist somit die Skibindung
wieder einstiegbereit.
[0030] Zum Verbinden des Langlaufskischuhs mit der Bindung ist bezugnehmend auf Fig. 10
das Sohlenende 55 in den Bügel einzusetzen. Anschließend ist dann nur der Schuh entsprechend
der Darstellung in Fig. 11 hinten anzuheben, wodurch ein Festklemmen des vorderen
Sohlenendes unter der Traverse 58 erfolgt. Durch das Schwenken des Bügels kommt der
Riegelhebel 64 von diesem frei und stellt sich unter den Einfluß der Haltefeder 65
in seine obere Grenzlage entsprechend den Fig. 11 und 8 zurück.
1. Langlaufskibindung für Langlaufskischuhe mit einem vorgezogenen und als nach unten
gerichteter Haken ausgebildeten vorderen Sohlenende mit einer zum Zusammenwirken mit
dem Sohlenende vorqesehenen Traverse, die in Seitenbacken gelagert ist, welche sich
von einer skifest zu montierenden Grundplatte nach oben hin erstrecken,
dadurch gekennzeichnet, daß zur schwenkbaren Lagerung des vorderen Sohlenendes (5,25,55)
in der Bindung (1,21,51) ein U-förmiger Bügel (9,10;29,30;59, 60) vorgesehen ist,
dessen Schenkel (10,30,60) an ihren freien Enden auf der Traverse (8,28,58) gela-
gert sind und dessen Steg (9,29,59) parallel zur Traverse liegt, so daß ein das vordere
Sohlenende aufnehmender Rahmen gebildet ist, und daß der Bügel unter dem Einflug einer
Feder (11,31,62) steht, die ihn im Sinne des Einklemmens des vorderen Sohlenendes
(5,25,55) belastet und gegen deren Widerstand der Schuh (4,24,54) um die Traverse
schwenkbar ist.
2. Langlaufskibindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (9,10;29,30)
als Kurbelarm ausgebildet und über einen Achszapfen (12,32) mit einem Schubglied (13,33)
verbunden ist, das gegenüber der Grundplatte (6,26) längsverschiebbar und schwenkbar
ist.
3. Langlaufskibindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schubqlied
(13,33) sich mit einem Nocken (14,34) auf der Grundplatte 6, 26) abstützt und unter
dem Einfluß einer Feder (11,31) in seiner inneren Grenzlaqe gehalten ist und daß die
Feder (11,31) als qewundene Biegefeder ausgebildet und auf dem Achszapfen (12,32)
gelagert ist.
4. Langlaufskibindung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Schubglied
(33) ein Riegelhebel (40) vorgesehen ist, der einen Sperrhaken (41) besitzt, daß die
Grundplatte (26) einen zum Zusammenwirken mit dem Sperrhaken (41) bestimmten Widerhaken
(42) aufweist und daß der Riegelhebel (40) im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder
(43) belastet ist.
5. Langlaufskibindung nach Anspruch 4, dadurch gehennzeichnet, daß der Riegelhebel
(40) am Schubglied (33) parallel zum Achszapfen (32) angelenkt ist.
6. LanglaufSkibindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (59) des Bügels mit einer sich zur in Skilängsrichtung
erstreckenden und der Traverse (58) gegenüberliegenden Mulde versehen ist und daß
zum Zusammenwirken mit dem Bügel (59,60) ein Riegelhebel (64) vorqesehen ist, der
auf einer Achse (63) parallel zur Traverse (58) in den Seitenbacken (57) gelagert
und im Sinne des Entriegelns von einer Haltefeder (65) belastet ist.
7. Langlaufskibindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Begel (59,60)
belastende Feder als Schraubenzugfeder (62) ausgebildet und an der Achse (63) des
Riegelhebels (64) aufgehängt ist.
8. Langlaufskibindung nach einen der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Haltefeder als gewundene Biegefeder (43,65) ausgebildet und auf der Achse (44,63)
des Riegelhebels (40,64) gelagert ist.