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EP 0 156 221 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1989 Patentblatt 1989/50 |
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Anmeldetag: 08.03.1985 |
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Wassererhitzer
Water heater
Chauffe-eau
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
21.03.1984 DE 8408655 U 09.03.1984 DE 8407212 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.10.1985 Patentblatt 1985/40 |
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Patentinhaber: C + F Czepek und Fentross GmbH |
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D-6450 Hanau 9 (DE) |
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Erfinder: |
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- Gross, Erwin, Dipl.-Ing.
D-6336 Solms (Lahn) (DE)
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Vertreter: Stoffregen, Hans-Herbert, Dr. Dipl.-Phys. et al |
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Patentanwälte Strasse & Stoffregen
Postfach 2144 63411 Hanau 63411 Hanau (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 105 922 US-A- 3 012 958
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DE-B- 1 258 704
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Wassererhitzer, insbesondere Warmwasserspeicher,
Durchlauferhitzer, Kochendwassergerät, mit einem an Wechselstrom angeschlossenen Elektroheizeinsatz,
der ein Hüllrohr aus einem, anodisch passivierbaren Material mit einer Beschichtung
aus einem Edelmetall aus der Platinreihe aufweist, wobei der Elektroheizeinsatz elektrisch
isoliert in der Behälterwand eingebaut ist und wobei der Elektroheizeinsatz anodisch
und die Behälterwandung kathodisch an eine Gleichstromquelle angeschlossen ist.
[0002] Wassererhitzer, wie z. B. Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Haushaltsgeräte,
chemischtechnische Apparate u. a., die mit Elektroheizeinsätzen beheizt werden, sind
je nach Wasserhärte durch Kalkablagerungen auf den Heizstäben infolge Überhitzung
gefährdet.
[0003] Es sind Vorschläge bekannt, durch Ausnutzung des elektrolytischen Dissoziationseffektes
die Ablagerung der Härtebildner am Elektroheizstab zu verhindern: Durch Anlegung einer
Gleichspannung zwischen Heizstab und Behälterwandung - wobei das Hüllrohr des Heizstabes
als Anode und die Behälterwandung als Kathode geschaltet ist - werden die Ionen der
Härtebildner bevorzugt an der Behälterwand abgelagert. Zur Verhinderung von Abtragsverlusten
muß das Hüllrohr des Elektroheizeinsatzes dabei aus einem anodisch passivierbarem
Material bestehen, wie z. B. Titan, Tantal oder Niob. Das Hüllrohr muß auf der Außenfläche
zusätzlich zur Gewährleistung eines ausreichenden Stromüberganges mit einer dünnen
Edelmetallschicht aus der Platinreihe überzogen sein (DE-A-31 05 922).
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Wassererhitzer der eingangs
beschriebenen Art so weiterzubilden, daß ein wirksamer Schutz gegen Kalkablagerungen
auf dem Elektroheizeinsatz mit möglichst wenig Aufwand an Edelmetall erreicht wird.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß mit Edelmetallbeschichtete und
nicht mit Edelmetall beschichtete Flächen nach einem geometrischen Muster gleichmäßig
auf dem Hüllrohr des Elektroheizeinsatzes verteilt angeordnet sind. Insbesondere ist
vorgesehen, daß die mit Edelmetall beschichteten Flächen ein regelmäßig wiederkehrendes
geometrisches Muster bilden.
[0006] Dadurch kann sich der nachstehend beschriebene elektro-chemische Effekt für den Kalkschutz
der nicht mit dem Edelmetall beschichteten Flächen ausgenutzt werden. An der Anode
d. h. am Elektroheizstab entsteht aus den hier abgeschiedenen Hydrogenkarbonat-Ionen
Kohlensäure. Letztere löst eine an den platinfreien Stellen sich bildende Calzium-
bzw. Magnesiumkarbonat-Schicht sofort wieder auf. Insbesondere bei einem Flächenverhältnis
von Titanfläche zu Platinfläche von 1 : 1 bis 2: ist dieser Effekt voll wirksam, wobei
der Abstand der platinierten Flächen ca. 1-2 cm betragen kann.
[0007] Bei dieser Gestaltung der Heizstab-Oberfläche wird durch Einsparung von z. B. Platinmetall
oder einem anderen Edelmetall eine im Vergleich zum Stand der Tecknik erheblich kostengünstigere
Herstellung der kalkgeschützten Elektroheizeinsätze erreicht.
[0008] Die edelmetallschichtfreien Bereiche können durch Aufwickeln von Abdeckbändern spiralförmig
oder ringförmig beim Aufbringen der Platinschicht erhalten werden, ebenso durch Kunstharzauftrag
oder Abdeckmasken.
[0009] Es kann sich ferner als zweckmäßig erweisen, daß der Elektroheizeinsatz innerhalb
des Wasserbehälters von einer gesonderten Kathodenfläche ganz oder teilweise umgeben
ist. Als Blechmantel z. B. kann die Fläche geschlossen oder segmentförmig ausgeführt
sein. Sie kann aber auch aus einem Metalldrahtnetz, aus Metallstäben, oder aus einem
gelochten Streckmetallgitter bestehen. Vorzugsweise kann die Kathodenfläche aus einem
Bi-Metall bestehen.
[0010] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung sind der beigefügten Zeichnung
zu entnehmen, in der bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt sind.
[0011] Es zeigen :
Fig. 1 einen Wassererhitzer im Längsschnitt,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung des Wassererhitzers nach Fig. 1 entlang der Linie 11-11,
Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines Elektroheizeinsatzes und
Fig. 4 einen Warmwasserspeicher mif' kathodischem Korrosionsschutz im Längsschnitt.
[0012] Innerhalb eines Wassererhitzers 1 ist ein Elektroheizeinsatz 2 angeordnet, der in
der Behälterwandung bzw. in einem Deckel oder in einem Verschraubungskopf elektrisch
isoliert gelagert ist (Bezugszeichen 3). Die elektrische Energie zur Beheizung, vorzugsweise
Wechselstrom, wird den Anschlüssen 4 zugeführt.
[0013] Eine Kalkablagerung an dem Elektroheizeinsatz 2 wird nun wie folgt in bekannter Weise
durch eine Gleichstromspannung verhindert. So ist eine Gleichstromquelle 5 am Ort
6 mit dem Pluspol an das Hüllrohr des Elektroheizeinsatzes 2 und am Ort 7 mit dem
Minuspol an die Behälterwand angeschlossen. Durch diese anodische Schaltung des Heizstabes
2 wird die Ablagerung der Ionen der Härtebildner am Heizstab 2 und damit die Kalkschichtbildung
verhindert.
[0014] In den Fig. 1 und 2 ist eine gegenüber der Behälterwand zusätzliche Kathodenfläche
8 dargestellt, an der gezielt Kalk abgelagert wird. Sie ist besonders bei Speichern
mit Innenemaillierung oder Kunststoffbeschichtung erforderlich.
[0015] Die Kathodenfläche umhüllt je nach Behälterausführung den Elektroheizstab 2 ganz
oder teilweise und ist über die Leitung 9 mit der Behälterwandung elektrisch leitend
verbunden. An dieser zusätzlichen Kathodenfläche kann sich, unabhängig von der geometrischen
Form und Oberflächenbeschichtung der Behälterwandung der Kalkbildner absetzen.
[0016] Die Kathodenfläche 8 besteht aus einem Metallteil. Als Material hierfür kann z. B.
normales oder verzinktes Eisen verwendet werden. Die Ausführungsform wurde vorstehend
bereits beschrieben. Diese zusätzlichen Kathodenflächen können ferner aus Bi-Metall-Blechstücken
bestehen. Bei Bi-Metallblechen sind 2 Metallbleche von verschiedenem thermischen Ausdehnungskoeffizienten
zusammengewalzt. Durch den Biegungseffekt unter Temperaturwechsel platzen anhaftende
Kalkschichten leicht ab.
[0017] Fig. zeigt ein vergrößertes Teilstück des beispielsweise haarnadelförmigen Elektroheizeinsatzes
2. Die doppelschraffierten Flächen 10, 11 und 12 stellen aus Edelmetall bestehende
z. B. platinierte Flächenstücke dar. So ist z. B. eine spiralförmige 10 oder eine
ringförmige Flächenanordnung möglich. Durch das Bezugszeichen 12 soll eine rasterförmige
Ausführungsart angedeutet sein. Die zwischen den schraffierten Stellen liegenden Flächenteile
des Heizstabes weisen keine Edelmetallschicht auf, bestehen also aus einen anodisch
passivierbaren Material wie z. B. Titan.
[0018] In einem der Fig. 4 zu entnehmenden Warmwasserspeicher 13 ist zum Korrosionsschutz
beispielsweise eine Fremdstromanode 14 mit ihrem für den Schutzstromaustritt platinierten
Teil 15 angeordnet. Die Anode ist am Ort 16 elektrisch isoliert durch die 8ehälterwandung
geführt. Die Versorgung mit Schutzstrom erfolgt durch eine Gleichstromquelle 17, die
mit dem Pluspol an die Fremdstromanode (Bezugszeichen 18) und mit dem Minuspol an
die Behälterwandung (Bezugszeichen 19) angeschlossen ist. Ein zur Regelung des Korrosionsschutzes
im allgemeinen erforderlicher Potentiostat einschließlich einer Bezugselektrode ist
in der Zeichnung nicht dargestellt.
[0019] Bei dem Warmwasserspeicher 13 kann die Aufheizung des Wassers über Heizschlangen
oder Doppelmantel (in der Zeichnung nicht dargestellt) erfolgen, wobei das Heizmedium
beispielsweise aus Heizkesseln oder Wärmepumpen entnommen wird. Zusätzlich oder auch
alternativ erfolgt die Aufheizung des Warmwassers durch einen Elektroheizkörper 20,
dessen elektrisch isolierter Einbau in den Warmwasserspeicher 13 im Bereich des Bezugszeichens
21 erfolgt.
[0020] Die elektrische Energie zur Aufheizung des Warmwassers wird als Wechsel- oder Drehstrom
dem Heizkörper 20 den Anschlüssen 22 zugeführt. Zur anodischen Passivierung des beispielsweise
aus Titan bestehenden Rohrmantels des Elektroheizkörpers 20 wird der Rohrmantel parallel
zur Fremdstromanode 14 mit dem Pluspol der Gleichstromquelle 17 verbunden (Anschluß
23).
1. Wassererhitzer, insbesondere Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Kochendwassergerät,
mit einem an Wechselstrom angeschlossenen Elektroheizeinsatz, der ein Hüllrohr aus
einem anodisch passivierbaren Material mit einer Beschichtung aus einem Edelmetall
aus der Platinreihe aufweist, wobei der Elektroheizeinsatz elektrisch isoliert in
der Behälterwand eingebaut ist und wobei der Elektroheizeinsatz anodisch und die Behälterwandung
kathodisch an eine Gleichstromquelle angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß
mit Edelmetall beschichtete und nicht mit Edelmetall beschichtete Flächen nach einem
geometrischen Muster (10, 11, 12) gleichmäßig auf dem Hüllrohr (2) des Elektroheizeinsatzes
verteilt angeordnet sind.
2. Wassererhitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Edelmetall
beschichteten Flächen ein regelmäßig wiederkehrendes geometrisches Muster bilden.
3. Wassererhitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
der nicht mit Edelmetall beschichteten Flächen und der mit Edelmetall beschichteten
Flächen 1 : bis 1 : 2 beträgt.
4. Wassererhitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit Edelmetall beschichteten Flächen und die nicht mit Edelmetall beschichteten
Flächen in Abständen von etwa 1 bis 2 cm voneinander angeordnet sind.
5. Wassererhitzer nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektroheizeinsatz (2) innerhalb des Wasserbehälters (1) von einer gesonderten
Kathodenfläche (8) ganz oder teilweise umgeben ist.
6. Wassererhitzer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kathodenfläche
(8) aus einem Bimetall besteht. "
1. Water heaters, in particular storage water heaters, instantaneous water heaters,
water boilers, having an electric heating element which is connected to AC current
and has a jacket pipe of an anodically passivatable material coated with a precious
metal of the platinum series, said electric heating element being fitted in an electrically
insulated manner in the wall of the tank, and said electric heating element being
connected anodically and said tank wall cathodically to a DC source, characterized
in that surfaces coated with precious metal and surfaces not coated with precious
metal are distributed evenly over said jacket pipe (2) of said electric heating element
in accordance with a geometric pattern (10, 11, 12).
2. Water heaters in accordance with Claim 1, characterized in that the surfaces coated
with precious metal form a regularly recurring geometrical pattern.
3. Water heaters in accordance with Claim 1 or Claim 2, characterized in that the
ratio of surfaces not coated with precious metal to surfaces coated with precious
metal is between 1 : 1 and 1 : 2.
4. Water heaters in accordance with one or more of the previous Claims, characterized
in that the surfaces coated with precious metal and the surfaces not coated with precious
metal are arranged about 1 to 2 cm apart.
5. Water heaters in accordance with one or more of the previous Claims, characterized
in that the electric heating element (2) inside the water tank (1) is completely or
partially enclosed in a separate cathode surface (8).
6. A water heater in accordance with Claim 5, characterized in that the cathode surface
(8) consists of a bimetal.
1. Chauffe-eau, notamment réservoir d'eau chaude, chauffe-eau instantané, appareil
à eau bouillante, avec un élément thermique électrique branché sur du courant alternatif,
lequel présente une gaine en matière anodiquement passivable avec un revêtement en
métal précieux de la famille du platine, l'élément thermique électrique, isolé électriquement,
étant incorporé dans la paroi du réservoir et raccordé cathodiquement à une source
de courant continu, la paroi du réservoir l'étant cathodiquement, caractérisé en ce
que les surfaces revêtues d'un métal précieux et celles non revêtues d'un métal précieux
sont réparties uniformément sur la gaine (2) de l'élément thermique électrique selon
un motif géométrique (10, 11, 12).
2. Chauffe-eau d'après la revendication n° 1, caractérisé en ce que les surfaces revêtues
d'un métal précieux forment un motif géométrique se répétant régulièrement.
3. Chauffe-eau d'après la revendication n° 1 ou 2, caractérisé en ce que le rapport
entre les surfaces non revêtues d'un métal précieux et celles revêtues d'un métal
précieux est de 1 : 1 à 1 : 2.
4. Chauffe-eau d'après une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que les surfaces revêtues d'un métal précieux et celles non revêtues d'un métal
précieux sont espacées d'environ 1 à 2 cm.
5. Chauffe-eau d'après une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé
en ce que tout ou partie de l'élément thermique électrique (2) est, à l'intérieur
du réservoir d'eau (1), entourée d'une surface de cathode séparée (8).
6. Chauffe-eau d'après la revendication n° 5, caractérisé en ce que la surface de
cathode (8) est constituée par un bimétal.

