[0001] Die Erfindung betrifft Munitionsbehälter einer automatischen Ladeeinrichtung nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Aus der gattungsbildenden DE-OS 3046642 ist
ein Bandmagazin einer automatischen Ladeeinrichtung bekannt, welches in Flachbauweise
in dem Turm eines Kampfpanzers angeordnet ist, um raumsparend eine möglichst grosse
Anzahl von Patronen, ggfs. in verschiedenen Munitionsarten, in unmittelbarer Waffennähe
bereitzuhalten und eine zeitsparende Patronenzuführung zu gewährleisten. Das Bandmagazin
fördert dabei die Patronen in Förderschalen quer zur Patronenlängsachse bis zu einer
Umlenkstelle, aus der sie über einen Umlenkhebel aus dem Magazin herausgedrückt und
in ein Landerohr geschoben werden. Die einzelnen Glieder der Förderschalen sind in
der Patronenachse drehbar miteinander verbunden und in Umfangsrichtung geführt. Die
Förderschalen bilden dabei partielle Munitionsbehälter zur Aufnahme horizontal gelagerter
Patronen.
[0002] Es hat sich jedoch gezeigt, dass derartig aus x-förmigen Förderschalen gebildete
Munitionsbehälter nicht in der Lage sind, dünnwandige patronierte Munition, insbesondere
Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, bei auftretenden Fahrstössen, Rüttelbewegungen,
Vibrationen, Eigenschwingungen und ähnlichen Störeinflüssen gegen Beschädigung oder
Zerstörung zu schützen. Derartige Schäden werden vor allem dadurch verursacht, dass
bei dem Munitionsbehälter,.äuf- grund von Herstelltoleranzen, sich zwischen Patrone
und Munitionsbehälter ein radiales Spiel nicht vermeiden lässt, insbesondere auch
deshalb nicht, weil die Patrone im Bereich ihres Bodens gegenüber ihrem Geschosskopfbereich
unterschiedliche Durchmesser aufweist. Durch unterschiedliche mit Spiel behaftete
Toleranzen, einerseits zwischen starren als Behäiterwände ausgebildeten Förderschalen
und dem Hülsenboden sowie andererseits zwischen den starren Förderschalen und dem
Geschosskopfbereich, wird erfahrungsgemäss aufgrund von überlagerten Rüttelbewegungen,
Vibrationen etc. die Beschädigung noch beschleunigt.
[0003] Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, einen Munitionsbehälter für die eingangs
genannte automatische Ladeeinrichtung zu schaffen, durch den dünnwandige patronierte
Munition, bevorzugt Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, bei äusseren Störeinflüssen
wie Fahrstössen, Rüttelbewegungen Vibrationen etc. ohne Beeinträchtigung transportiert
und einer Ladeschale störungsfrei zugeführt werden kann.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung. Die
Unteransprüche nennen vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen.
[0005] Die Erfindung zeichnet sich vorteilhaft dadurch aus, dass die Munitionsbehälter nunmehr
in der Lage sind, mehrfach im Durchmesser abgesetzte patronierte Munition stabil in
ihrem Gesamtlängenbereich aufzunehmen und unabhängig von vorhandenen Toleranzen an
der Munition bzw. an dem Munitionsbehälter durch mehrfach am Munitionsbehälter angeordnete
schwenkbare Halteklammern in Bevorratungsposition bewegungsfrei zu befestigen. Als
besonders vorteilhaft zeichnet sich eine Anordnung jeweils einer Halteklammer in den
Bereichen des Hülsenbodens und des Geschosskopfes der patronierten Munition am Munitionsbehälter
dadurch aus, das die patronierte Munition entsprechend ihrer Massenverteilung sicher
und radial spielfrei in der Bevorratungsposition gehalten werden kann, wobei die Halteklammern
durch eine Vorspannmittel enthaltende Schliessmechanik eines Öffnungs- und Schliessmechanismus
separat den vorhandenen Durchmessern der patronierten Munition in den Haltebereichen
am Geschosskopf und am Hülsenboden individuell folgen kann, wodurch dünnwandige patronierte
Munition, insbesondere Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, auch bei extremen
in radialer Richtung auftretenden Störeinffüssen sicher radial bewegungsfrei im Munitionsbehälter
halt- 'bar ist.
[0006] Durch eine einseitige Anordnung der Halteklammern auf der gleichen Längsseite des
Munitionsbehälters und durch die Ankupplungsmöglichkeit der Öffnungs- und Schliessmechanismen
beider Halteklammern während des Öffnungshubes, sind beide Halteklammern gleichzeitig
und gleichmässig aus der die patronierte Munition umschliessendep Halteposition in
eine die patronierte Munition freigebende Öffnungsposition über nur einen externen
Öffnungsmechanismus schwenkbar.
[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung enthält jeder Öffnungs- und Schliessmechanismus
einen Hubhebel, der an einem Ende drehbeweglich mit der Halteklammer verbunden ist
und an dem anderen Ende eine Bohrung zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle des
Öffnungs- und Schliessmechanismus angeordneten Exzenters enthält. Dadurch, dass zwischen
dem Exzenter und dem Hubhebel eine in Schliessrichtung durch drehmomenterzeugende
Vorspannmittel unter Vorspannung stehende selbsthemmende Sicherstellung besteht, wird
jede Halteklammer in geschlossener Stellung sicher gehalten.
[0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung enthalten die einander zugekehrten Enden
der Antriebswelle ankoppelbare Formschlussmittel, wobei das auf einer Antriebswelle
angeordnete Formschlussmittel als automatisch antreibbarer Öffnerhebel und das auf
der anderen Antriebswelle befindliche Formschlussmittel als ein mit einem Absatz versehener
Mitnehmer ausgebildet ist und der Öffnerhebel sowie der Ansatz des Mitnehmers derartig
zueinander angeordnet sind, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern
der Mitnehmer in Schleppstellung mit dem Öffnungshebel verbunden ist, wodurch die
Halteklammern unabhängig voneinander ihre Schliesspositionen einnehmen können, jedoch
eine gemeinsame Öffnung zulassen.
[0009] Dadurch, dass zur Grundeinstellung des Öffnerhebels und des Mitnehmers der Hubhebel
jeweils über eine Feineinstelleinrichtung mit der Halteklammer verbunden ist, ist
eine einfache Feineinstellung der Halteklammern gegeneinander in Halteposition der
patronierten Munition durchführbar. Zweckmässig besteht die Feineinstelleinrichtung
aus einem in der Halteklammer geführten und im Führungsbereich des Hubhebels als Exzenter
ausgebildeten Bolzen.
[0010] Die patronierte Munition ist während des Öffnungsvorganges der Halteklammern aus
den Munitionsbehältern durch die Anordnung eines im Funktionsbereich der Halteklammern
auf der Antriebswelle angeordneten Munitionsauswerfers vorteilhaft gleichmässig und
schonend parallel zur Munitionsbehälterachse ausstossbar.
[0011] Dadurch, dass die Hüllenform des Munitionsbehälters im Bereich des Hülsenbodens derartig
ausgebildet ist, dass bei einem waagerecht umlaufenden Bandmagazin die Halteklammern
stets aussenseitig entweder oberseitig oder unterseitig an dem Munitionsbehälter angeordnet
sind, ist vorteilhaft waagerecht gelagerte patronierte Munition an dem hinteren Wendepunkt
des Magazins bei geöffneten Halteklammern schräg von oben her aufnehmbar und an dem
vorderen Wendepunkt ebenfalls bei geöffneten Halteklammern schräg nach unten hin ausstossbar.
[0012] Durch diese zweckmässige Anordnung und raumsparende Wirkungsweise der Halteklammern,
aber auch nicht zuletzt dadurch, dass die mechanischen Vorspannmittel aus um die Antriebswellen
gewundenen Biegefedern bestehen, entstehen in ihren äusseren Bauformen kleine kompakte
Munitionsbehälter, die als verkettbare Transportglieder ein endloses Bandmagazin mit
besonders kleinem Raumbedarf bilden.
[0013] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen unter weitgehendem Verzicht auf
erfindungsunwesentliche Einzelheiten dargestellten Ausführungsbeispieles des näheren
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Längsansicht des Munitionsbehälters mit den Öffnungs- und Schliessmechanismen
von zwei Halteklammern;
Fig. 2 in einer Draufsicht 11 der Fig. 1 den Munitionsbehälter mit einer darin befindlichen
und von den Halteklammern gehaltenen patronierten Munition;
Fig. 3 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit III-III gekennzeichneten Fläche
das Profil der Hüllenform des Munitionsbehälters im Bereich des Hülsenbodens mit Befestigungsanordnung
einer Halteklammer;
Fig. 4 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit IV-IV gekennzeichneten Fläche
die Befestigung der um eine Antriebswelle gewundenen Biegefeder in einem den Hülsenboden
der patronierten Munition entsprechenden Bereich des Munitionsbehälters;
Fig. 5 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit V-V gekennzeichneten Fläche
eine im Durchmesser reduzierte Halbschalenform in einem dem Geschosskopf der Munition
zugeordneten Behälterbereich mit Anordnung eines auf verschiedenen Antriebswellen
befestigten Öffnerhebels und eines Mitnehmers der Halteklammern;
Fig. 6 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VI-VI gekennzeichneten Fläche
eine Halteklammer in geschlossener Halteposition und einen dabei zurückgezogenen und
auf der Antriebswelle befestigten Munitionsauswerfer;
Fig. 7 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VII-VII gekennzeichneten Fläche
die Anordnung einer im Bereich des Geschosskopfes der patronierten Munition befestigten
Halteklammer;
Fig. 8 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VIII-VIII gekennzeichneten Fläche
die Befestigung der um eine Antriebswelle gewundenen Biegefeder in einem dem Geschosskopf
der patronierten Munition entsprechenden Bereich des Munitionsbehälters;
Fig. 9 in einer in Fig. 1 mit IX gekennzeichneten Seitenansicht den Munitionsbehälter
von der linken Seite;
Fig. 10 in einer in Fig. 1 mit X gekennzeichneten Seitenansicht den Munitionsbehälter
von der rechten Seite;
Fig. 11 in einer entlang der in Fig. 9 mit XI-XI gekennzeichneten Fläche einen Querschnitt
durch eine Feineinstelleinrichtung;
Fig. 12 in einer in Fig. 5 gekennzeichneten Ansicht XII den Öffnerhebel und den Mitnehmer
in einer für beide Halteklammern bei dem Öffnungsvorgang vorhandenen Schleppstellung;
Fig. 13 in einer vergrösserten ausschnittsweisen Darstellung der Fig. 3 die Halteklammer
in einer durch den Öffnungs-und Schliessmechanismus verriegelten Halteposition;
Fig. 14 entsprechend Fig. 13 die Halteklammer in einer durch den Öffnungs- und Schliessmechanismus
geöffneten Be-und Entladeposition;
Fig. 15 in einer Schnittdarstellung die Seitenansicht miteinander verbundener Munitionsbehälter
als Teile eines Bandmagazins.
[0014] In den Figuren 1 und 2 ist der gesamte Munitionsbehälter 1 als Teil eines in Fig.
15 dargestellten Bandmagazins 35 einer nicht näher dargestellten automatischen Ladeeinrichtung
für Rohrwaffen dargestellt. Der Munitionsbehälter 1 enthält nach den Figuren 3 bis
8 eine im Querschnitt halbkreisbogenförmig ausgebildete Schale 2, deren Innendurchmesser
zur gleichmässigen Aufnahme dünnwandiger patronierter Munition 3, vorzugsweise Kampfpanzermunition
mit verbrennbarer Hülse, mehrfach abgesetzt ist. Die Abstützung der patronierten Munition
3 erfolgt einmal im Bereich 4 des Geschosskopfes 5 und im Bereich 6 des H ülsenbodens
7. Entsprechend den unterschiedlichen Durchmessern des Geschosskopfes 5 und des Hülsenbodens
7 ist der Innendurchmesser d, der Förderschale 2 im Bereich 4 kleiner als der Innendurchmesser
d
2 im Bereich 6 ausgeführt. Zur Gewährleistung einer hohen Stabilität ist der Munitionsbehälter
1 im Aufnahmebereich 4 des vergleichsweise schweren Geschosskopfes 5 im Aussenbereich
mit Verstärkungsrippen 42 versehen. Damit die Auflage der Munition 3 in den Bereichen
des stabilen Hülsenbodens 7 und des Geschosskopfes 5 erfolgen kann, ist in einer nicht
dargestellten Weise der Munitionsbehälter 1 im Bereich einer verbrennbaren Treibladungshülse
41 hinterdreht ausgeführt. Auf beiden Stirnseiten 43, 44 enthält der Munitionsbehälter
1, als axiale Begrenzung der Munition 3, Stirnwände 45,46, wobei die Stirnwand 45
als Losflansch über Schraubverbindungen nach der Lochbildanordnung der Fig. 10 und
die Stirnwand 46 einstückig mit dem Munitionsbehälter 1 verbunden sind.
[0015] Der Munitionsbehälter 1 ist in den Bereichen 4, 6 auf der gleichen Längsseite 8 mit
zwei die patronierte Munition 3 in Umfangsrichtung teilweise umschliessenden schwenkbaren
Halteklammern 9, 10 ausgestattet. Die Halteklammer 9 ist dabei durch einen Öffnungs-
und Schliessmechanismus 12 um eine am Behälter 1 befestigte starre Achse 47 schwenkbar
angeordnet, während die Halteklammer 10 durch einen Öffnungs- und Schliessmechanismus
11 um eine am Behälter 1 befestigte starre Achse 48 schwenkbar angeordnet ist.
[0016] Der Öffnungs- und Schliessmechanismus 11, 12 besteht im wesentlichen aus einem Hubhebel
16, der an einem Ende 17 drehbeweglich mit der Halteklammer 9,10 verbunden ist und
an dem anderen Ende 18 eine Bohrung 19 zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle 20,
21 angeordneten Exzenters 22 enthält. Die Antriebswellen 20, 21 sind versetzt zueinander
angeordnet und in den Bereichen der Halteklammern 9,10 am Munitionsbehälter 1 gelagert,
wobei die Welle 21 zusätzlich in einem Lager 50 im Bereich 4 gelagert ist.
[0017] Zum Ausüben einer jeweils individuellen und in den Bereichen 4,6 voneinander unabhängigen
radialen und spielfreien Haltefunktion, enthalten die Antriebswellen 20, 21 jeweils
in Schliessrichtung 15 drehmomenterzeugende mechanische Vorspannmittet 13,14, die
aus um die Antriebswellen 20,21 gewundenen Biegefedern 37, 38 bestehen, deren Enden
einerseits an einem Stift 39 der Antriebswellen 20, 21 und andererseits an einem am
Munitionsbehälter 1 angeordneten Stift 40 befestigt sind.
[0018] Die einander zugekehrten Enden der Antriebswellen 20,21 enthalten, gemäss Fig. 5,12,
ankoppelbare Formschlussmittel 25, wobei das auf der Antriebswelle 20 angeordnete
Formschlussmittel 25 als automatisch antreibbarer Öffnerhebel 26 ausgebildet ist und
das auf der Antriebswelle 21 befindliche Formschlussmittel 25 als Mitnehmer 28 einen
Ansatz 27 aufweist. Der Ansatz 27 des Mitnehmers 28 und der Öffnerhebel 26 sind derartig
zueinander angeordnet, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern 9,
10 der Mitnehmer 28 in Schleppstellung 29 mit dem Öffnerhebel 26 verbunden ist. Dadurch
sind beide Halteklammern 9, 10 über nur einen nicht dargestellten Öffnungsantrieb
durch den Öffnerhebel 26 und die jeweiligen Öffnungs- und Schliessmechanismen 11,
12 gleichmässig aus einer die patronierte Munition 3 umschliessenden Haltestellung
23 in Öffnungsrichtung 51 (Fig. 13) aufschwenkbar.
[0019] Nach Ausrasten des Öffnerhebels 26 aus dem externen Öffnungsantrieb gewährleistet
der Ansatz 27 des Mitnehmers 28 einen separaten Rückhub der Halteklammern 9, 10 in
Schliessrichtung 15 (Fig. 14), so dass sich die Halteklammern 9, 10 den jeweilig vorhandenen
Munitionsdurchmessern in den Bereichen 4, 6 anpassen können.
[0020] Wie Fig. 13 verdeutlicht, besteht in geschossener Stellung 23 der Halteklammer 9,
10 zwischen dem Exzenter 22 und dem Hubhebel 16 eine in Schliessrichtung 15 durch
die Vorspannmitel 13, 14 unter Vorspannung stehende selbsthemmende Sicherstellung
24. Diese Sicherstellung 24 wird beim Öffnen der Halteklammern durch Drehen der Antriebswellen
20, 21 durch den Öffnerhebel 26 (Fig. 5) in Richtung 52 aufgehoben.
[0021] Zur Grundeinstellung des Öffnerhebels 26 und des Mitnehmers 28 ist der Hubhebel 16,
entsprechend Fig. 11, jeweils über eine Feineinstelleinrichtung 30 mit der Halteklammer
9, 10 verbunden. Die Feineinstelleinrichtung 30 besteht im wesentlichen aus einem
in der Halteklammer 9, 10 geführten und im Führungsbereich des Hubhebels 16 als Exzenter
31 ausgebildeten Bolzen 49. Die Feineinstellung kann für jede Halteklammer 9, 10 stirnseitig
von aussen, auch im eingebauten Zustand des Munitionsbehälters 1, durchgeführt werden.
[0022] Damit die patronierte Munition schonend und gleichmässig aus dem Behälter ausgestossen
werden kann, enthält jede Antriebswelle 20, 21 im Funktionsbereich der Halteklammern
9, 10 einen mit dem Hebel 33 ausgestatteten Munitionsauswerfer 32, wie er in Fig.
6 dargestellt ist.
[0023] Wie Fig. 15 erkennen lässt, bilden die Munitionsbehälter 1 eine endlose Förderkette.
Zur Bildung einer besonders flexiblen raumsparenden Kette ist jeder Munitionsbehälter
1 auf beiden Stirnseiten 43, 44 (Fig. 2) an den Tragbolzen 53 der Stirnwände 45, 46
(Fig. 2) mit dem nachfolgenden Munitionsbehälter 1 über Laschen 54 verbunden. Die
Hüllenform 34 (Fig. 3) des Munitionsbehälters 1 ist im Bereich 6 (Fig. 2) des Hülsenbodens
derartig ausgebildet, dass bei diesem waagerecht umlaufenden und in bekannter Weise
angetriebenen sowie geführten Bandmagazin 35 die Halteklammer 9, 10 stets aussenseitig
entweder oberseitig oder unterseitig an dem Munitionsbehälter 1 angeordnet ist, wodurch
waagerecht gelagerte und dünnwandig patronierte Munition 3 an dem hinteren nicht dargestellten
Wendepunkt des Bandmagazins 35 bei geöffneter Halteklammer 9, 10 schräg von oben her
aufnehmbar und an dem vorderen Wendepunkt 36 ebenfalls bei geöffneter Halteklammer
9, 10 schräg nach unten in eine Ladeschale 55 ausstossbar ist.

1. Munitionsbehälter (1) einer automatischen Ladeeinrichtung für Rohrwaffen, der in
Mehrfachanordnung als muldenförmiges Teil eines Bandmagazins (35) weiterzufördernde
patronierte Munition (3) bereithält, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) der Munitionsbehälter (1) enthält zur Aufnahme der patronierten Munition (3) eine
im Querschnitt halbkreisbogenförmig ausgebildete Schale (2), deren Innendurchmesser
(d1) im vorderen Bereich (4) des Geschosskopfes (5) der patronierten Munition (3) kleiner
als der im hinteren Bereich (6) der patronierten Munition von Hülsenboden (7) gebildete
Innenduchmesser (d2) ist;
b) in den beiden Bereichen (4, 6) enthält der Munitionsbehälter (1) auf der gleichen
Längsseite (8) jeweils eine die patronierte Munition (3) teilweise umschliessende
schwenkbare Halteklammer (9, 10);
c) jede Halteklammer (9, 10) ist mit einem beim Öffnungsvorgang miteinander verbundenen
Öffnungs- und Schliessmechanismus (11,12) ausgestattet, der zum Ausüben einer jeweils
individuellen und in den Bereichen (4, 6) der patronierten Munition (3) voneinander
unabhängigen radial spielfreien Haltefunktion in Schliessrichtung (15) drehmomenterzeugende
Vorspannmittel (13, 14) enthält.
2. Munitionsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Öffnungs-
und Schliessmechanismus (11, 12) einen Hubhebel (16) enthält, der an einem Ende (17)
drehbeweglich mit der Halteklammer (9, 10) verbunden ist und an dem anderen Ende (18)
eine Bohrung (19) zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle (20, 21 ) des Öffnungs-
und Schliessmechanismus (11, 12) angeordneten Exzenters (22) enthält.
3. Munitionsbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen
dem Exzenter (22) und dem Hubhebel (16), in geschlossener Stellung (23) der Halteklammer
(9,10), eine in Schliessrichtung (15) durch die Vorspannmittel (13,14) unter Vorspannung
stehende selbsthemmende Sicherstellung (24) besteht.
4. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
a) die einander zugekehrten Enden der Antreibswellen (20, 21) enthalten ankoppelbare
Formschlussmittel (25);
b) das auf der einen Antriebswelle (20) angeordnete Formschlussmittel (25) ist als
automatisch antreibbarer Öffnerhebel (26) und das auf der anderen Antreibswelle (21)
befindliche Formschlussmitell (25) als ein mit einem Ansatz (27) versehener Mitnehmer
(28) ausgebildet, wobei der Ansatz (27) und der Öffnerhebel (26) derartig zueinander
angeordnet sind, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern (9, 10)
der Mitnehmer (28) in Schleppstellung (29) mit dem Öffnungshebel (26) verbunden ist.
5. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Grundeinstellung des Öffnerhebels (26) und des Mitnehmers (28) der Hubhebel (16)
jeweils über eine Feineinstelleinrichtung (30) mit der Halteklammer (9, 10) verbunden
ist.
6. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Feineinstelleinrichtung (30) aus einem in der Halteklammer (9,10) geführten und
im Führungsbereich des Hubhebels (16) als Exzenter (31) ausgebildeten Bolzen (49)
besteht.
7. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Antriebswelle (20, 21) im Funktionsbereich der Halteklammern (9, 10) ein Munitionsauswerfer
(32) angeordnet ist, durch dessen Hebel (33) die patronierte Munition (3) während
des Öffnungsvorganges der Halteklammern (9, 10) gleichmässigausdem Munitionsbehälter
(1) ausstossbar ist.
8. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hüllenform (34) des Munitionsbehälters (1) im Bereich (6) des Hülsenbodens (7)
derartig ausgebildet ist, dass bei einem waagerecht umlaufenden Bandmagazin (35) die
Halteklammer (9, 10) stets aussenseitig entweder oberseitig oder unterseitig an dem
Munitionsbehälter (1) angeordnet ist, wodurch waagerecht gelagerte patronierte Munition
(3) an dem hinteren Wendepunkt des Bandmagazins (35) bei geöffneter Halteklammer (9,
10) schräg von oben der aufnehmbar und an dem vorderen Wendepunkt (36) ebenfalls bei
geöffneter Halteklammer (9, 10) schräg nach unten hin ausstossbar ist.
9. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch folgende
Merkmale:
a) die Vorspannkraft der Haltefunktion der Halteklammer (9, 10) wird durch mechanische
Vorspannmittel (13,14) erzeugt;
b) die mechanischen Vorspannmittel (13, 14) bestehen aus um die Antriebswellen (20,
21) gewundenen Biegefedern (37, 38), deren Enden einerseits an einem Stift (39) der
Antriebswellen (20, 21) und andererseits an einem am Munitionsbehälter (1) angeordneten
Stift (40) befestigt sind.
1. Ammunition holder (1) for an automatic loaderfor barrel weapons, which, in a multiple
arrangement of a through-shaped part of a belt magazine (35), prepares cartridged
ammunition for feeding, with the following characterising features:
a) ammunition holder (1) contains a semicircular section shell (2) for holding ammunition
cartridge (3), internal diameter (d, ) of said shell being smaller, at forward part
(4) of the nose of projectile (5) of cartridged ammunition (3) than the internal diameter
(d2) formed by case base (7) of the ammunition cartridge;
b) on the longitudinal side (8), corresponding to both of areas (4, 6), ammunition
container (1) contains one pivoting retaining clamp (9, 10) which partially grips
ammunition cartridge (3);
c) each retaining clamp (9, 10) is fitted with an opening/closing mechanism (11, 12)
which is connected during the opening process and which includes, for purposes of
performing individual retention in closing direction (15) of ammunition cartridge
(3) individually, independently and free of radial play in areas (4, 6), torque pre-loading
devices (13, 14).
2. Ammunition holder according to Claim 1, characterised in that each opening and
closing mechanism (11, 12) contains a lifting lever (16) which is rotationally joined
at one end (17) with retention clamps (9, 10) and comprises at its other end (18)
a hole (19) for engaging a cam (22) arranged on a drive shaft (20, 21) forming the
opening/dosing mechanism (11, 12).
3. Ammunition holder according to Claims 1 and 2, characterised in that between cam
(22) and lifting lever (16), in the closed position (23) of retaining clamp (9, 10),
a self-cancelling safety device (24) which is pre-loaded in direction (15) by torque
pre-loading devices (13, 14) is provided.
4. Ammunition holder according to Claims 1 to
3, characterised in that:
a) the abutting ends of drive shafts (20, 21) contain positive-clutch devices (25);
b) positive-clutch device (25) arranged on one driveshaft (20) is made in the form
of an automatic activation opening lever (26); and positive-clutch device (25) located
on the other drive shaft (21 ) is made in the form of a clutch (28) fitted with a
catch (27), whereby catch (27) and opening lever (26) are arranged relative to each
other such that it is only during the opening of retaining clamps (9, 10) that clutch
(28) is connected with opening lever (26) in drive position (29).
5. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that
lifting lever (16) is, for basic adjustment of opening lever (26) and of clutch (28),
connected by one fine adjuster (30) to each of retaining clamps (9, 10).
6. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that
fine adjuster (30) comprises a bolt (49) which runs in retaining clamp (9/10) and
is made in the form of a cam (31 ) where it contacts lifting lever (16).
7. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that
there is arranged on drive shaft (20, 21) - in the range of operation of retaining
clamps (9, 10) - an ammunition ejector (32) whose lever (3) consistently enables ejection
from ammunition container (1) of ammunition cartridge (3) during the opening process
of retaining clamps (9, 10).
8. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 7, characterised in that
the form of case (34) of ammunition container (1) in area (6) of case base (7) is
such that given a horizontally rotating belt magazine (35) retaining clamps (9, 10)
are always arranged either on the outside, the top or the bottom of ammunition container
(1), whereby horizontally supported ammunition cartridge (3), at the rear deflection
point of belt magazine (35) in the open position of retaining clamps (9,10), can be
removed obliquely from above and can also be ejected obliquely downwards at rear deflection
point (36) in the open position of retaining clamps (9, 10).
9. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that:
a) the torque pre-loading for the retention function of retaining clamps (9, 10) is
induced by mechanical pre-loading devices (13, 14);
b) mechanical pre-loading devices (13,14) comprise flexible springs (37, 38) whose
ends are attached firstly to a pin (39) on drive shafts (20, 21 ) and secondly to
a pin (40) on ammunition container (1).
1. Logement de munition (1) d'un dispositif de chargement automatique pour armes à
tube assurant l'approvisionnement d'une munition à cartouche (3) devant subir un transport
ultérieur, selon un agencement multiple en tant qu'élément creux d'un magasin à bande
(35), caractérisé par les caractéristiques suivantes:
a) le logement de munition (1) comprend, pour loger la munition à cartouche (3), une
cuvette (2) de section droite arquée en demi-cercle, dont le diamètre intérieur (di ) est, dans la zone antérieure (4) de la tête de projectile (5) de la munition à cartouche
(3), inférieur au diamètre intérieur (d2) formé dans la zone postérieure (6) de la munition à cartouche par le culot (7);
b) dans chacune des deux zones (4, 6), le logement de munition (1) comprend, du même
côté longitudinal, un étrier de retenue (9,10) pivotant embrassant partiellement la
munition à cartouche (3);
c) chaque étrier de retenue (9,10) comporte un mécanisme d'ouverture et de fermeture
(11, 12) relié à l'autre au cours de l'ouverture, qui comprend, pour exercer une fonction
de retenue radialement sans jeu individuelle et indépendante de l'autre dans les zones
(4, 6) de la munition à cartouche (3), des moyens de précontrainte (13, 14) engendrant
des couples dans le sens de fermeture (15).
2. Logement de munition selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque mécanisme
d'ouverture et de fermeture (11, 12) comprend un le- vierde déplacement (16) qui est
relié avec possibilité de rotation, par une extrémité (17), à l'étrier de retenue
(9, 10) et comporte, à l'autre extrémité (18), un alésage (19) pour recevoir un excentrique
(22) placé sur un arbre d'entraînement (20, 21 ) du mécanisme d'ouverture et de fermeture
(11, 12).
3. Logement de munition selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il existe
entre l'excentrique (22) et le levier de déplacement (16), dans la position de fermeture
(23) de l'étrier de retenue (9, 10), une position de sûreté (24) auto- bloquante soumise
à la précontrainte des moyens de précontrainte (13, 14).
4. Logement de munition selon les revendications 1 à 3, caractérisé par les caractéristiques
suivantes:
a) les extrémités situées l'une du côté de l'autre des arbres d'entraînement (20,
21 ) comprennent des moyens accouplables par concordance de forme (25);
b) le moyen à concordance de forme (25) placé sur l'un des arbres d'entraînement (20),
est réalisé sous la forme d'un levier d'ouverture entraînable (26) et le moyen à concordance
de forme (25) se trouvant sur l'autre arbre d'entraînement (21 ), est réalisé sous
la forme d'un entraîneur (28) comportant un appendice (27), l'appendice (27) et le
levier d'ouverture (26) étant disposés l'un par rapport à l'autre de façon que l'entraîneur
(28) soit relié au levier d'ouverture (26) en position d'entraînement (29) uniquement
pendant l'ouverture des étriers de retenue (9, 10).
5. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que,
pour le réglage de base du levier d'ouverture (26) et de l'entraîneur (28), le levier
de déplacement (16) est relié à l'étrier de retenue (9,10) par un mécanisme de réglage
fin (30) respectif.
6. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
le mécanisme de réglage fin (30) comprend une broche (49) guidée dans l'étrier de
retenue (9, 10) et conformée en excentrique (31 ) dans la zone de guidage du levier
de déplacement (16).
7. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un
extracteur de munition (32) est placé sur l'arbre d'entraînement (20, 21) dans la
zone de fonctionnement des étriers de retenue (9, 10), extracteur dont le levier (33)
permet d'extraire de façon régulière la munition à cartouche (3) du logement de munition
(1 ) pendant l'ouverture des étriers de retenue (9, 10).
8. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que
la forme d'enveloppement (34) du logement de munition (1) est réalisée, dans la zone
(6) du culot (7), de façon que, dans le cas d'un magasin à bande (35) circulant horizontalement,
l'étrier de retenue (9, 10) soit placé constamment extérieurement supérieurement ou
inférieurement sur le logement de munition (1), ce qui permet de recevoir obliquement
par le haut une munition à cartouche (3) logée horizontalement au tournant postérieur
du magasin à bande (35), l'étrier de retenue (9,10) étant ouvert, et de l'extraire
obliquement vers le bas au tournant antérieur (36), l'étrier de retenue (9,10) étant
également ouvert.
9. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par les
caractéristiques suivantes:
a) la force de précontrainte de la fonction de retenue des étriers de retenue (9,
10) est engendrée par des moyens de précontrainte mécaniques (13, 14);
b) les moyens de précontrainte mécanique (13, 14) comprennent des resssorts spiraux
(37, 38) enroulés autour des arbres d'entraînement (20, 21 ), dont les extrémités
sont fixées, d'une part, à une cheville (39) des arbres d'entraînement (20, 21 ) et,
d'autre part, à une cheville (40) placée sur le logement de munition (1).