(19)
(11) EP 0 157 111 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.05.1987  Patentblatt  1987/20

(21) Anmeldenummer: 85101124.7

(22) Anmeldetag:  04.02.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F41D 10/22, F41F 9/06

(54)

Munitionsbehälter einer automatischen Ladeeinrichtung

Ammunition container for an automatic loading mechanism

Caisse à munitions pour un dispositif de chargement automatique


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB LI SE

(30) Priorität: 13.03.1984 DE 3409018

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.10.1985  Patentblatt  1985/41

(71) Anmelder: Rheinmetall GmbH
40880 Ratingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Pehker, Manfred
    D-4000 Düsseldorf (DE)
  • Zielinski, Erich
    D-5657 Haan 2 (DE)
  • Metz, Josef
    D-4040 Neuss (DE)
  • Bierwirth, Adolf Peter
    D-4044 Kaarst 2 (DE)

(74) Vertreter: Behrens, Ralf Holger (DE) 
Robert Bosch GmbH Zentralabteilung Patente Postfach 30 02 20
D-70442 Stuttgart
D-70442 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft Munitionsbehälter einer automatischen Ladeeinrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Aus der gattungsbildenden DE-OS 3046642 ist ein Bandmagazin einer automatischen Ladeeinrichtung bekannt, welches in Flachbauweise in dem Turm eines Kampfpanzers angeordnet ist, um raumsparend eine möglichst grosse Anzahl von Patronen, ggfs. in verschiedenen Munitionsarten, in unmittelbarer Waffennähe bereitzuhalten und eine zeitsparende Patronenzuführung zu gewährleisten. Das Bandmagazin fördert dabei die Patronen in Förderschalen quer zur Patronenlängsachse bis zu einer Umlenkstelle, aus der sie über einen Umlenkhebel aus dem Magazin herausgedrückt und in ein Landerohr geschoben werden. Die einzelnen Glieder der Förderschalen sind in der Patronenachse drehbar miteinander verbunden und in Umfangsrichtung geführt. Die Förderschalen bilden dabei partielle Munitionsbehälter zur Aufnahme horizontal gelagerter Patronen.

    [0002] Es hat sich jedoch gezeigt, dass derartig aus x-förmigen Förderschalen gebildete Munitionsbehälter nicht in der Lage sind, dünnwandige patronierte Munition, insbesondere Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, bei auftretenden Fahrstössen, Rüttelbewegungen, Vibrationen, Eigenschwingungen und ähnlichen Störeinflüssen gegen Beschädigung oder Zerstörung zu schützen. Derartige Schäden werden vor allem dadurch verursacht, dass bei dem Munitionsbehälter,.äuf- grund von Herstelltoleranzen, sich zwischen Patrone und Munitionsbehälter ein radiales Spiel nicht vermeiden lässt, insbesondere auch deshalb nicht, weil die Patrone im Bereich ihres Bodens gegenüber ihrem Geschosskopfbereich unterschiedliche Durchmesser aufweist. Durch unterschiedliche mit Spiel behaftete Toleranzen, einerseits zwischen starren als Behäiterwände ausgebildeten Förderschalen und dem Hülsenboden sowie andererseits zwischen den starren Förderschalen und dem Geschosskopfbereich, wird erfahrungsgemäss aufgrund von überlagerten Rüttelbewegungen, Vibrationen etc. die Beschädigung noch beschleunigt.

    [0003] Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, einen Munitionsbehälter für die eingangs genannte automatische Ladeeinrichtung zu schaffen, durch den dünnwandige patronierte Munition, bevorzugt Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, bei äusseren Störeinflüssen wie Fahrstössen, Rüttelbewegungen Vibrationen etc. ohne Beeinträchtigung transportiert und einer Ladeschale störungsfrei zugeführt werden kann.

    [0004] Gelöst wird diese Aufgabe durch die im Patentanspruch 1 angegebene Erfindung. Die Unteransprüche nennen vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen.

    [0005] Die Erfindung zeichnet sich vorteilhaft dadurch aus, dass die Munitionsbehälter nunmehr in der Lage sind, mehrfach im Durchmesser abgesetzte patronierte Munition stabil in ihrem Gesamtlängenbereich aufzunehmen und unabhängig von vorhandenen Toleranzen an der Munition bzw. an dem Munitionsbehälter durch mehrfach am Munitionsbehälter angeordnete schwenkbare Halteklammern in Bevorratungsposition bewegungsfrei zu befestigen. Als besonders vorteilhaft zeichnet sich eine Anordnung jeweils einer Halteklammer in den Bereichen des Hülsenbodens und des Geschosskopfes der patronierten Munition am Munitionsbehälter dadurch aus, das die patronierte Munition entsprechend ihrer Massenverteilung sicher und radial spielfrei in der Bevorratungsposition gehalten werden kann, wobei die Halteklammern durch eine Vorspannmittel enthaltende Schliessmechanik eines Öffnungs- und Schliessmechanismus separat den vorhandenen Durchmessern der patronierten Munition in den Haltebereichen am Geschosskopf und am Hülsenboden individuell folgen kann, wodurch dünnwandige patronierte Munition, insbesondere Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, auch bei extremen in radialer Richtung auftretenden Störeinffüssen sicher radial bewegungsfrei im Munitionsbehälter halt- 'bar ist.

    [0006] Durch eine einseitige Anordnung der Halteklammern auf der gleichen Längsseite des Munitionsbehälters und durch die Ankupplungsmöglichkeit der Öffnungs- und Schliessmechanismen beider Halteklammern während des Öffnungshubes, sind beide Halteklammern gleichzeitig und gleichmässig aus der die patronierte Munition umschliessendep Halteposition in eine die patronierte Munition freigebende Öffnungsposition über nur einen externen Öffnungsmechanismus schwenkbar.

    [0007] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung enthält jeder Öffnungs- und Schliessmechanismus einen Hubhebel, der an einem Ende drehbeweglich mit der Halteklammer verbunden ist und an dem anderen Ende eine Bohrung zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle des Öffnungs- und Schliessmechanismus angeordneten Exzenters enthält. Dadurch, dass zwischen dem Exzenter und dem Hubhebel eine in Schliessrichtung durch drehmomenterzeugende Vorspannmittel unter Vorspannung stehende selbsthemmende Sicherstellung besteht, wird jede Halteklammer in geschlossener Stellung sicher gehalten.

    [0008] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung enthalten die einander zugekehrten Enden der Antriebswelle ankoppelbare Formschlussmittel, wobei das auf einer Antriebswelle angeordnete Formschlussmittel als automatisch antreibbarer Öffnerhebel und das auf der anderen Antriebswelle befindliche Formschlussmittel als ein mit einem Absatz versehener Mitnehmer ausgebildet ist und der Öffnerhebel sowie der Ansatz des Mitnehmers derartig zueinander angeordnet sind, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern der Mitnehmer in Schleppstellung mit dem Öffnungshebel verbunden ist, wodurch die Halteklammern unabhängig voneinander ihre Schliesspositionen einnehmen können, jedoch eine gemeinsame Öffnung zulassen.

    [0009] Dadurch, dass zur Grundeinstellung des Öffnerhebels und des Mitnehmers der Hubhebel jeweils über eine Feineinstelleinrichtung mit der Halteklammer verbunden ist, ist eine einfache Feineinstellung der Halteklammern gegeneinander in Halteposition der patronierten Munition durchführbar. Zweckmässig besteht die Feineinstelleinrichtung aus einem in der Halteklammer geführten und im Führungsbereich des Hubhebels als Exzenter ausgebildeten Bolzen.

    [0010] Die patronierte Munition ist während des Öffnungsvorganges der Halteklammern aus den Munitionsbehältern durch die Anordnung eines im Funktionsbereich der Halteklammern auf der Antriebswelle angeordneten Munitionsauswerfers vorteilhaft gleichmässig und schonend parallel zur Munitionsbehälterachse ausstossbar.

    [0011] Dadurch, dass die Hüllenform des Munitionsbehälters im Bereich des Hülsenbodens derartig ausgebildet ist, dass bei einem waagerecht umlaufenden Bandmagazin die Halteklammern stets aussenseitig entweder oberseitig oder unterseitig an dem Munitionsbehälter angeordnet sind, ist vorteilhaft waagerecht gelagerte patronierte Munition an dem hinteren Wendepunkt des Magazins bei geöffneten Halteklammern schräg von oben her aufnehmbar und an dem vorderen Wendepunkt ebenfalls bei geöffneten Halteklammern schräg nach unten hin ausstossbar.

    [0012] Durch diese zweckmässige Anordnung und raumsparende Wirkungsweise der Halteklammern, aber auch nicht zuletzt dadurch, dass die mechanischen Vorspannmittel aus um die Antriebswellen gewundenen Biegefedern bestehen, entstehen in ihren äusseren Bauformen kleine kompakte Munitionsbehälter, die als verkettbare Transportglieder ein endloses Bandmagazin mit besonders kleinem Raumbedarf bilden.

    [0013] Die Erfindung wird anhand eines in den Zeichnungen unter weitgehendem Verzicht auf erfindungsunwesentliche Einzelheiten dargestellten Ausführungsbeispieles des näheren erläutert. Es zeigt:

    Fig. 1 eine Längsansicht des Munitionsbehälters mit den Öffnungs- und Schliessmechanismen von zwei Halteklammern;

    Fig. 2 in einer Draufsicht 11 der Fig. 1 den Munitionsbehälter mit einer darin befindlichen und von den Halteklammern gehaltenen patronierten Munition;

    Fig. 3 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit III-III gekennzeichneten Fläche das Profil der Hüllenform des Munitionsbehälters im Bereich des Hülsenbodens mit Befestigungsanordnung einer Halteklammer;

    Fig. 4 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit IV-IV gekennzeichneten Fläche die Befestigung der um eine Antriebswelle gewundenen Biegefeder in einem den Hülsenboden der patronierten Munition entsprechenden Bereich des Munitionsbehälters;

    Fig. 5 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit V-V gekennzeichneten Fläche eine im Durchmesser reduzierte Halbschalenform in einem dem Geschosskopf der Munition zugeordneten Behälterbereich mit Anordnung eines auf verschiedenen Antriebswellen befestigten Öffnerhebels und eines Mitnehmers der Halteklammern;

    Fig. 6 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VI-VI gekennzeichneten Fläche eine Halteklammer in geschlossener Halteposition und einen dabei zurückgezogenen und auf der Antriebswelle befestigten Munitionsauswerfer;

    Fig. 7 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VII-VII gekennzeichneten Fläche die Anordnung einer im Bereich des Geschosskopfes der patronierten Munition befestigten Halteklammer;

    Fig. 8 in einem Querschnitt entlang der in Fig. 1 mit VIII-VIII gekennzeichneten Fläche die Befestigung der um eine Antriebswelle gewundenen Biegefeder in einem dem Geschosskopf der patronierten Munition entsprechenden Bereich des Munitionsbehälters;

    Fig. 9 in einer in Fig. 1 mit IX gekennzeichneten Seitenansicht den Munitionsbehälter von der linken Seite;

    Fig. 10 in einer in Fig. 1 mit X gekennzeichneten Seitenansicht den Munitionsbehälter von der rechten Seite;

    Fig. 11 in einer entlang der in Fig. 9 mit XI-XI gekennzeichneten Fläche einen Querschnitt durch eine Feineinstelleinrichtung;

    Fig. 12 in einer in Fig. 5 gekennzeichneten Ansicht XII den Öffnerhebel und den Mitnehmer in einer für beide Halteklammern bei dem Öffnungsvorgang vorhandenen Schleppstellung;

    Fig. 13 in einer vergrösserten ausschnittsweisen Darstellung der Fig. 3 die Halteklammer in einer durch den Öffnungs-und Schliessmechanismus verriegelten Halteposition;

    Fig. 14 entsprechend Fig. 13 die Halteklammer in einer durch den Öffnungs- und Schliessmechanismus geöffneten Be-und Entladeposition;

    Fig. 15 in einer Schnittdarstellung die Seitenansicht miteinander verbundener Munitionsbehälter als Teile eines Bandmagazins.



    [0014] In den Figuren 1 und 2 ist der gesamte Munitionsbehälter 1 als Teil eines in Fig. 15 dargestellten Bandmagazins 35 einer nicht näher dargestellten automatischen Ladeeinrichtung für Rohrwaffen dargestellt. Der Munitionsbehälter 1 enthält nach den Figuren 3 bis 8 eine im Querschnitt halbkreisbogenförmig ausgebildete Schale 2, deren Innendurchmesser zur gleichmässigen Aufnahme dünnwandiger patronierter Munition 3, vorzugsweise Kampfpanzermunition mit verbrennbarer Hülse, mehrfach abgesetzt ist. Die Abstützung der patronierten Munition 3 erfolgt einmal im Bereich 4 des Geschosskopfes 5 und im Bereich 6 des H ülsenbodens 7. Entsprechend den unterschiedlichen Durchmessern des Geschosskopfes 5 und des Hülsenbodens 7 ist der Innendurchmesser d, der Förderschale 2 im Bereich 4 kleiner als der Innendurchmesser d2 im Bereich 6 ausgeführt. Zur Gewährleistung einer hohen Stabilität ist der Munitionsbehälter 1 im Aufnahmebereich 4 des vergleichsweise schweren Geschosskopfes 5 im Aussenbereich mit Verstärkungsrippen 42 versehen. Damit die Auflage der Munition 3 in den Bereichen des stabilen Hülsenbodens 7 und des Geschosskopfes 5 erfolgen kann, ist in einer nicht dargestellten Weise der Munitionsbehälter 1 im Bereich einer verbrennbaren Treibladungshülse 41 hinterdreht ausgeführt. Auf beiden Stirnseiten 43, 44 enthält der Munitionsbehälter 1, als axiale Begrenzung der Munition 3, Stirnwände 45,46, wobei die Stirnwand 45 als Losflansch über Schraubverbindungen nach der Lochbildanordnung der Fig. 10 und die Stirnwand 46 einstückig mit dem Munitionsbehälter 1 verbunden sind.

    [0015] Der Munitionsbehälter 1 ist in den Bereichen 4, 6 auf der gleichen Längsseite 8 mit zwei die patronierte Munition 3 in Umfangsrichtung teilweise umschliessenden schwenkbaren Halteklammern 9, 10 ausgestattet. Die Halteklammer 9 ist dabei durch einen Öffnungs- und Schliessmechanismus 12 um eine am Behälter 1 befestigte starre Achse 47 schwenkbar angeordnet, während die Halteklammer 10 durch einen Öffnungs- und Schliessmechanismus 11 um eine am Behälter 1 befestigte starre Achse 48 schwenkbar angeordnet ist.

    [0016] Der Öffnungs- und Schliessmechanismus 11, 12 besteht im wesentlichen aus einem Hubhebel 16, der an einem Ende 17 drehbeweglich mit der Halteklammer 9,10 verbunden ist und an dem anderen Ende 18 eine Bohrung 19 zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle 20, 21 angeordneten Exzenters 22 enthält. Die Antriebswellen 20, 21 sind versetzt zueinander angeordnet und in den Bereichen der Halteklammern 9,10 am Munitionsbehälter 1 gelagert, wobei die Welle 21 zusätzlich in einem Lager 50 im Bereich 4 gelagert ist.

    [0017] Zum Ausüben einer jeweils individuellen und in den Bereichen 4,6 voneinander unabhängigen radialen und spielfreien Haltefunktion, enthalten die Antriebswellen 20, 21 jeweils in Schliessrichtung 15 drehmomenterzeugende mechanische Vorspannmittet 13,14, die aus um die Antriebswellen 20,21 gewundenen Biegefedern 37, 38 bestehen, deren Enden einerseits an einem Stift 39 der Antriebswellen 20, 21 und andererseits an einem am Munitionsbehälter 1 angeordneten Stift 40 befestigt sind.

    [0018] Die einander zugekehrten Enden der Antriebswellen 20,21 enthalten, gemäss Fig. 5,12, ankoppelbare Formschlussmittel 25, wobei das auf der Antriebswelle 20 angeordnete Formschlussmittel 25 als automatisch antreibbarer Öffnerhebel 26 ausgebildet ist und das auf der Antriebswelle 21 befindliche Formschlussmittel 25 als Mitnehmer 28 einen Ansatz 27 aufweist. Der Ansatz 27 des Mitnehmers 28 und der Öffnerhebel 26 sind derartig zueinander angeordnet, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern 9, 10 der Mitnehmer 28 in Schleppstellung 29 mit dem Öffnerhebel 26 verbunden ist. Dadurch sind beide Halteklammern 9, 10 über nur einen nicht dargestellten Öffnungsantrieb durch den Öffnerhebel 26 und die jeweiligen Öffnungs- und Schliessmechanismen 11, 12 gleichmässig aus einer die patronierte Munition 3 umschliessenden Haltestellung 23 in Öffnungsrichtung 51 (Fig. 13) aufschwenkbar.

    [0019] Nach Ausrasten des Öffnerhebels 26 aus dem externen Öffnungsantrieb gewährleistet der Ansatz 27 des Mitnehmers 28 einen separaten Rückhub der Halteklammern 9, 10 in Schliessrichtung 15 (Fig. 14), so dass sich die Halteklammern 9, 10 den jeweilig vorhandenen Munitionsdurchmessern in den Bereichen 4, 6 anpassen können.

    [0020] Wie Fig. 13 verdeutlicht, besteht in geschossener Stellung 23 der Halteklammer 9, 10 zwischen dem Exzenter 22 und dem Hubhebel 16 eine in Schliessrichtung 15 durch die Vorspannmitel 13, 14 unter Vorspannung stehende selbsthemmende Sicherstellung 24. Diese Sicherstellung 24 wird beim Öffnen der Halteklammern durch Drehen der Antriebswellen 20, 21 durch den Öffnerhebel 26 (Fig. 5) in Richtung 52 aufgehoben.

    [0021] Zur Grundeinstellung des Öffnerhebels 26 und des Mitnehmers 28 ist der Hubhebel 16, entsprechend Fig. 11, jeweils über eine Feineinstelleinrichtung 30 mit der Halteklammer 9, 10 verbunden. Die Feineinstelleinrichtung 30 besteht im wesentlichen aus einem in der Halteklammer 9, 10 geführten und im Führungsbereich des Hubhebels 16 als Exzenter 31 ausgebildeten Bolzen 49. Die Feineinstellung kann für jede Halteklammer 9, 10 stirnseitig von aussen, auch im eingebauten Zustand des Munitionsbehälters 1, durchgeführt werden.

    [0022] Damit die patronierte Munition schonend und gleichmässig aus dem Behälter ausgestossen werden kann, enthält jede Antriebswelle 20, 21 im Funktionsbereich der Halteklammern 9, 10 einen mit dem Hebel 33 ausgestatteten Munitionsauswerfer 32, wie er in Fig. 6 dargestellt ist.

    [0023] Wie Fig. 15 erkennen lässt, bilden die Munitionsbehälter 1 eine endlose Förderkette. Zur Bildung einer besonders flexiblen raumsparenden Kette ist jeder Munitionsbehälter 1 auf beiden Stirnseiten 43, 44 (Fig. 2) an den Tragbolzen 53 der Stirnwände 45, 46 (Fig. 2) mit dem nachfolgenden Munitionsbehälter 1 über Laschen 54 verbunden. Die Hüllenform 34 (Fig. 3) des Munitionsbehälters 1 ist im Bereich 6 (Fig. 2) des Hülsenbodens derartig ausgebildet, dass bei diesem waagerecht umlaufenden und in bekannter Weise angetriebenen sowie geführten Bandmagazin 35 die Halteklammer 9, 10 stets aussenseitig entweder oberseitig oder unterseitig an dem Munitionsbehälter 1 angeordnet ist, wodurch waagerecht gelagerte und dünnwandig patronierte Munition 3 an dem hinteren nicht dargestellten Wendepunkt des Bandmagazins 35 bei geöffneter Halteklammer 9, 10 schräg von oben her aufnehmbar und an dem vorderen Wendepunkt 36 ebenfalls bei geöffneter Halteklammer 9, 10 schräg nach unten in eine Ladeschale 55 ausstossbar ist.




    Ansprüche

    1. Munitionsbehälter (1) einer automatischen Ladeeinrichtung für Rohrwaffen, der in Mehrfachanordnung als muldenförmiges Teil eines Bandmagazins (35) weiterzufördernde patronierte Munition (3) bereithält, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) der Munitionsbehälter (1) enthält zur Aufnahme der patronierten Munition (3) eine im Querschnitt halbkreisbogenförmig ausgebildete Schale (2), deren Innendurchmesser (d1) im vorderen Bereich (4) des Geschosskopfes (5) der patronierten Munition (3) kleiner als der im hinteren Bereich (6) der patronierten Munition von Hülsenboden (7) gebildete Innenduchmesser (d2) ist;

    b) in den beiden Bereichen (4, 6) enthält der Munitionsbehälter (1) auf der gleichen Längsseite (8) jeweils eine die patronierte Munition (3) teilweise umschliessende schwenkbare Halteklammer (9, 10);

    c) jede Halteklammer (9, 10) ist mit einem beim Öffnungsvorgang miteinander verbundenen Öffnungs- und Schliessmechanismus (11,12) ausgestattet, der zum Ausüben einer jeweils individuellen und in den Bereichen (4, 6) der patronierten Munition (3) voneinander unabhängigen radial spielfreien Haltefunktion in Schliessrichtung (15) drehmomenterzeugende Vorspannmittel (13, 14) enthält.


     
    2. Munitionsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Öffnungs- und Schliessmechanismus (11, 12) einen Hubhebel (16) enthält, der an einem Ende (17) drehbeweglich mit der Halteklammer (9, 10) verbunden ist und an dem anderen Ende (18) eine Bohrung (19) zur Aufnahme eines an einer Antriebswelle (20, 21 ) des Öffnungs- und Schliessmechanismus (11, 12) angeordneten Exzenters (22) enthält.
     
    3. Munitionsbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Exzenter (22) und dem Hubhebel (16), in geschlossener Stellung (23) der Halteklammer (9,10), eine in Schliessrichtung (15) durch die Vorspannmittel (13,14) unter Vorspannung stehende selbsthemmende Sicherstellung (24) besteht.
     
    4. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) die einander zugekehrten Enden der Antreibswellen (20, 21) enthalten ankoppelbare Formschlussmittel (25);

    b) das auf der einen Antriebswelle (20) angeordnete Formschlussmittel (25) ist als automatisch antreibbarer Öffnerhebel (26) und das auf der anderen Antreibswelle (21) befindliche Formschlussmitell (25) als ein mit einem Ansatz (27) versehener Mitnehmer (28) ausgebildet, wobei der Ansatz (27) und der Öffnerhebel (26) derartig zueinander angeordnet sind, dass nur während des Öffnungsvorganges der Halteklammern (9, 10) der Mitnehmer (28) in Schleppstellung (29) mit dem Öffnungshebel (26) verbunden ist.

    5. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Grundeinstellung des Öffnerhebels (26) und des Mitnehmers (28) der Hubhebel (16) jeweils über eine Feineinstelleinrichtung (30) mit der Halteklammer (9, 10) verbunden ist.

    6. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feineinstelleinrichtung (30) aus einem in der Halteklammer (9,10) geführten und im Führungsbereich des Hubhebels (16) als Exzenter (31) ausgebildeten Bolzen (49) besteht.

    7. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Antriebswelle (20, 21) im Funktionsbereich der Halteklammern (9, 10) ein Munitionsauswerfer (32) angeordnet ist, durch dessen Hebel (33) die patronierte Munition (3) während des Öffnungsvorganges der Halteklammern (9, 10) gleichmässigausdem Munitionsbehälter (1) ausstossbar ist.

    8. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllenform (34) des Munitionsbehälters (1) im Bereich (6) des Hülsenbodens (7) derartig ausgebildet ist, dass bei einem waagerecht umlaufenden Bandmagazin (35) die Halteklammer (9, 10) stets aussenseitig entweder oberseitig oder unterseitig an dem Munitionsbehälter (1) angeordnet ist, wodurch waagerecht gelagerte patronierte Munition (3) an dem hinteren Wendepunkt des Bandmagazins (35) bei geöffneter Halteklammer (9, 10) schräg von oben der aufnehmbar und an dem vorderen Wendepunkt (36) ebenfalls bei geöffneter Halteklammer (9, 10) schräg nach unten hin ausstossbar ist.

    9. Munitionsbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

    a) die Vorspannkraft der Haltefunktion der Halteklammer (9, 10) wird durch mechanische Vorspannmittel (13,14) erzeugt;

    b) die mechanischen Vorspannmittel (13, 14) bestehen aus um die Antriebswellen (20, 21) gewundenen Biegefedern (37, 38), deren Enden einerseits an einem Stift (39) der Antriebswellen (20, 21) und andererseits an einem am Munitionsbehälter (1) angeordneten Stift (40) befestigt sind.


     


    Claims

    1. Ammunition holder (1) for an automatic loaderfor barrel weapons, which, in a multiple arrangement of a through-shaped part of a belt magazine (35), prepares cartridged ammunition for feeding, with the following characterising features:

    a) ammunition holder (1) contains a semicircular section shell (2) for holding ammunition cartridge (3), internal diameter (d, ) of said shell being smaller, at forward part (4) of the nose of projectile (5) of cartridged ammunition (3) than the internal diameter (d2) formed by case base (7) of the ammunition cartridge;

    b) on the longitudinal side (8), corresponding to both of areas (4, 6), ammunition container (1) contains one pivoting retaining clamp (9, 10) which partially grips ammunition cartridge (3);

    c) each retaining clamp (9, 10) is fitted with an opening/closing mechanism (11, 12) which is connected during the opening process and which includes, for purposes of performing individual retention in closing direction (15) of ammunition cartridge (3) individually, independently and free of radial play in areas (4, 6), torque pre-loading devices (13, 14).


     
    2. Ammunition holder according to Claim 1, characterised in that each opening and closing mechanism (11, 12) contains a lifting lever (16) which is rotationally joined at one end (17) with retention clamps (9, 10) and comprises at its other end (18) a hole (19) for engaging a cam (22) arranged on a drive shaft (20, 21) forming the opening/dosing mechanism (11, 12).
     
    3. Ammunition holder according to Claims 1 and 2, characterised in that between cam (22) and lifting lever (16), in the closed position (23) of retaining clamp (9, 10), a self-cancelling safety device (24) which is pre-loaded in direction (15) by torque pre-loading devices (13, 14) is provided.
     
    4. Ammunition holder according to Claims 1 to
    3, characterised in that:

    a) the abutting ends of drive shafts (20, 21) contain positive-clutch devices (25);

    b) positive-clutch device (25) arranged on one driveshaft (20) is made in the form of an automatic activation opening lever (26); and positive-clutch device (25) located on the other drive shaft (21 ) is made in the form of a clutch (28) fitted with a catch (27), whereby catch (27) and opening lever (26) are arranged relative to each other such that it is only during the opening of retaining clamps (9, 10) that clutch (28) is connected with opening lever (26) in drive position (29).


     
    5. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that lifting lever (16) is, for basic adjustment of opening lever (26) and of clutch (28), connected by one fine adjuster (30) to each of retaining clamps (9, 10).
     
    6. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that fine adjuster (30) comprises a bolt (49) which runs in retaining clamp (9/10) and is made in the form of a cam (31 ) where it contacts lifting lever (16).
     
    7. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that there is arranged on drive shaft (20, 21) - in the range of operation of retaining clamps (9, 10) - an ammunition ejector (32) whose lever (3) consistently enables ejection from ammunition container (1) of ammunition cartridge (3) during the opening process of retaining clamps (9, 10).
     
    8. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 7, characterised in that the form of case (34) of ammunition container (1) in area (6) of case base (7) is such that given a horizontally rotating belt magazine (35) retaining clamps (9, 10) are always arranged either on the outside, the top or the bottom of ammunition container (1), whereby horizontally supported ammunition cartridge (3), at the rear deflection point of belt magazine (35) in the open position of retaining clamps (9,10), can be removed obliquely from above and can also be ejected obliquely downwards at rear deflection point (36) in the open position of retaining clamps (9, 10).
     
    9. Ammunition holder according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that:

    a) the torque pre-loading for the retention function of retaining clamps (9, 10) is induced by mechanical pre-loading devices (13, 14);

    b) mechanical pre-loading devices (13,14) comprise flexible springs (37, 38) whose ends are attached firstly to a pin (39) on drive shafts (20, 21 ) and secondly to a pin (40) on ammunition container (1).


     


    Revendications

    1. Logement de munition (1) d'un dispositif de chargement automatique pour armes à tube assurant l'approvisionnement d'une munition à cartouche (3) devant subir un transport ultérieur, selon un agencement multiple en tant qu'élément creux d'un magasin à bande (35), caractérisé par les caractéristiques suivantes:

    a) le logement de munition (1) comprend, pour loger la munition à cartouche (3), une cuvette (2) de section droite arquée en demi-cercle, dont le diamètre intérieur (di ) est, dans la zone antérieure (4) de la tête de projectile (5) de la munition à cartouche (3), inférieur au diamètre intérieur (d2) formé dans la zone postérieure (6) de la munition à cartouche par le culot (7);

    b) dans chacune des deux zones (4, 6), le logement de munition (1) comprend, du même côté longitudinal, un étrier de retenue (9,10) pivotant embrassant partiellement la munition à cartouche (3);

    c) chaque étrier de retenue (9,10) comporte un mécanisme d'ouverture et de fermeture (11, 12) relié à l'autre au cours de l'ouverture, qui comprend, pour exercer une fonction de retenue radialement sans jeu individuelle et indépendante de l'autre dans les zones (4, 6) de la munition à cartouche (3), des moyens de précontrainte (13, 14) engendrant des couples dans le sens de fermeture (15).


     
    2. Logement de munition selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque mécanisme d'ouverture et de fermeture (11, 12) comprend un le- vierde déplacement (16) qui est relié avec possibilité de rotation, par une extrémité (17), à l'étrier de retenue (9, 10) et comporte, à l'autre extrémité (18), un alésage (19) pour recevoir un excentrique (22) placé sur un arbre d'entraînement (20, 21 ) du mécanisme d'ouverture et de fermeture (11, 12).
     
    3. Logement de munition selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il existe entre l'excentrique (22) et le levier de déplacement (16), dans la position de fermeture (23) de l'étrier de retenue (9, 10), une position de sûreté (24) auto- bloquante soumise à la précontrainte des moyens de précontrainte (13, 14).
     
    4. Logement de munition selon les revendications 1 à 3, caractérisé par les caractéristiques suivantes:

    a) les extrémités situées l'une du côté de l'autre des arbres d'entraînement (20, 21 ) comprennent des moyens accouplables par concordance de forme (25);

    b) le moyen à concordance de forme (25) placé sur l'un des arbres d'entraînement (20), est réalisé sous la forme d'un levier d'ouverture entraînable (26) et le moyen à concordance de forme (25) se trouvant sur l'autre arbre d'entraînement (21 ), est réalisé sous la forme d'un entraîneur (28) comportant un appendice (27), l'appendice (27) et le levier d'ouverture (26) étant disposés l'un par rapport à l'autre de façon que l'entraîneur (28) soit relié au levier d'ouverture (26) en position d'entraînement (29) uniquement pendant l'ouverture des étriers de retenue (9, 10).


     
    5. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour le réglage de base du levier d'ouverture (26) et de l'entraîneur (28), le levier de déplacement (16) est relié à l'étrier de retenue (9,10) par un mécanisme de réglage fin (30) respectif.
     
    6. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le mécanisme de réglage fin (30) comprend une broche (49) guidée dans l'étrier de retenue (9, 10) et conformée en excentrique (31 ) dans la zone de guidage du levier de déplacement (16).
     
    7. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un extracteur de munition (32) est placé sur l'arbre d'entraînement (20, 21) dans la zone de fonctionnement des étriers de retenue (9, 10), extracteur dont le levier (33) permet d'extraire de façon régulière la munition à cartouche (3) du logement de munition (1 ) pendant l'ouverture des étriers de retenue (9, 10).
     
    8. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la forme d'enveloppement (34) du logement de munition (1) est réalisée, dans la zone (6) du culot (7), de façon que, dans le cas d'un magasin à bande (35) circulant horizontalement, l'étrier de retenue (9, 10) soit placé constamment extérieurement supérieurement ou inférieurement sur le logement de munition (1), ce qui permet de recevoir obliquement par le haut une munition à cartouche (3) logée horizontalement au tournant postérieur du magasin à bande (35), l'étrier de retenue (9,10) étant ouvert, et de l'extraire obliquement vers le bas au tournant antérieur (36), l'étrier de retenue (9,10) étant également ouvert.
     
    9. Logement de munition selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par les caractéristiques suivantes:

    a) la force de précontrainte de la fonction de retenue des étriers de retenue (9, 10) est engendrée par des moyens de précontrainte mécaniques (13, 14);

    b) les moyens de précontrainte mécanique (13, 14) comprennent des resssorts spiraux (37, 38) enroulés autour des arbres d'entraînement (20, 21 ), dont les extrémités sont fixées, d'une part, à une cheville (39) des arbres d'entraînement (20, 21 ) et, d'autre part, à une cheville (40) placée sur le logement de munition (1).


     




    Zeichnung