[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Speisenautomat mit einem Magazin für eine Mehrzahl
gekühlter oder ungekühlter portionierter Speisen, einer Aufwärmeinrichtung, einer
Ausgabestation, einer zwischen Magazin und Aufwärmeinrichtung wirkenden Transporteinrichtung
und einer Wählstation, wobei das Magazin in einem Vorratsschrank angeordnet ist, der
von einem, die Aufwärmeinrichtung und die Ausgabestation enthaltenden Ausgabeschrank
lösbar ist.
[0002] Ein derartiger Speisenautomat ist aus der GB-PS 1 321 961 bekannt.
[0003] Der bekannte Speisenautomat weist einen thermisch isolierten Vorratsschrank auf,
der mit einem Kühlagreggat versehen ist. Der Vorratsschrank ist in mehrere, beispielsweise
fünf nebeneinander angeordnete Magazine unterteilt, wobei jedes Magazin eine bestimmte
Art Speise enthält. Zu jedem Magazin gehört ein für den Benutzer zugänglicher Schalter
an der Vorderseite des Automats, mit dem der Benutzer, beispielsweise nach Einwerfen
einer geeigneten Münze, ein bestimmtes Magazin und damit eine bestimmte Speise anwählen
kann. Außerdem ist jedem Magazin eine dem Benutzer nicht zugängliche Einstelleinrichtung
zugeordnet, mit der eine Aufwärmzeit individuell für jedes Magazin eingestellt werden
kann. Es können mithin im genannten Beispiel im Speisenautomat fünf verschiedene Speisen
angeboten werden, wobei die in einem Magazin enthaltenen gleichartigen Speisen jeweils
einer bestimmten gleichen Aufwärmzeit zugeordnet sind.
[0004] Der Vorratsschrank des bekannten Automaten ist raumfest aufgestellt. In seinem Inneren
befindet sich außer den Magazinen noch eine Transporteinrichtung. Ein erster Teil
der Transporteinrichtung bewegt vertikal angeordnete Gestelle der Magazine in vertikaler
Richtung, bis die jeweils unterste Speisenschale in den Bereich eines Transportbandes
gerät, das diese Schale in den rückwärtigen Bereich des Vorratsschrankes befördert.
Dort wird die Schale auf ein gemeinsames, quer angeordnetes Förderband gegeben und
gelangt durch eine sich öffnende Tür in einer Außenwand des Vorratsschrankes in eine
Aufwärmeinrichtung.
[0005] Die Aufwärmeinrichtung ist als verfahrbare Einheit mit einem Mikrowellenofen ausgebildet,
die seitlich in eine Fortsetzung des Gehäuses des Vorratsschrankes hineingefahren'
werden kann.
[0006] Abgesehen von den für das Durchfahren des Mikrowellenofens erforderlichen Mitteln,
die üblicherweise als Rutsche oder dergleichen ausgebildet sind, enthält die Aufwärmeinrichtung
keine Transporteinrichtung.
[0007] Der bekannte Speisenautomat hat damit einige im Betrieb wesentliche Nachteile:
Will man z.B. den bekannten Speiseautomaten mit Speisen bestücken, muß er durch Hochschwenken
einer an der Vorderseite des Vorratsschrankes angeordneten Glasplatte vollkommen geöffnet
werden und die Speisen werden alsdann einzeln in die jeweils vorgesehenen Fächer einsortiert.
Während dieses relativ lang andauernden Nachbefüllungsvorganges ist eine Benutzung
des Automaten ausgeschlossen.
[0008] Weiterhin ist von Nachteil, daß die Magazine mit den Speisen und die Transporteinrichtung
gemeinsam im Inneren des Vorratsschrankes angeordnet sind und miteinander gekühlt
werden müssen. Es können hierdurch hygienische Probleme auftreten, weil die Transporteinrichtung
die Speisen verschmutzen kann, außerdem entwickelt sich beim Betrieb der Transporteinrichtung
immer eine gewisse Wärme, die ebenfalls durch die Kühleinrichtung abgeführt werden
muß.
[0009] Schließlich arbeitet der bekannte Speisenautomat ausschließlich sequentiell, d.h.
vom Herantreten eines ersten Benutzers über das Auswählen der Speise, das Transportieren
und Aufwärmen bis zur Ausgabe der Speise wird nur dieser eine Vorgang bearbeitet und
ein zweiter Benutzer kann erst dann tätig werden, wenn der erste Benutzungsvorgang
vollkommen abgeschlossen ist.
[0010] Bei anderen bekannten Speisenautomaten, wie sie durch die DE-OS 24 43 200, die DE-OS
25 29 870 und die US-PS 4 398 651 bekannt geworden sind, bestehen diese vorgenannten
Probleme in noch größerem Maße, weil bei diesen bekannten Speisenautomaten sämtliche
Aggregate in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind.
[0011] Schließlich ist aus der GB-PS 707 405 noch ein Speisenautomat bekannt, das ein karussellartiges,
um eine Hochachse drehbares und thermisch isoliertes Speisenmagazin aufweist, aus
dem Speisen nach unten durch einen Fallschacht entnommen werden können, bei diesem
bekannten Speisenautomaten handelt es sich jedoch um einen Automaten, der die Speisen,
insbesondere Eiskrem, in gekühltem Zustand ausgibt, so daß sich die Probleme nicht
stellen, die sich durch das zusätzliche Vorsehen einer Aufwärmeinrichtung erst ergeben.
[0012] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Speisenautomaten der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß die zeitliche Reihenfolge der
Speisenausgabe beschleunigt und insbesondere die Stillstandszeiten beim Magazinieren
vermindert werden, daß gleichzeitig der Kühlaufwand möglichst gering ist und darüber
hinaus absolut einwandfreie hygienische Bedingungen herrschen.
[0013] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ausgabestation ferner
die Wählstation sowie die Transporteinrichtung enthält, und raumfest angeordnet ist,
während der Vorratsschrank als Austauscheinheit ausgebildet ist.
[0014] Diese erfindungsgemäßen Maßnahmen lösen die zugrunde liegende Aufgabe vollkommen,
weil aufgrund des separat vorgesehenen austauschbaren Vorratsschrankes dieser Vorratsschrank
insgesamt mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden kann, so daß nur extrem kurze
Stillstandszeiten beim Magazinieren entstehen. Es wird außerdem nur der Inhalt des
Vorratsschrankes mit den darin enthaltenen Magazinen und Speisen gekühlt, nicht jedoch
zusätzliche Einrichtungen, so daß die Kühlleistung auf die unbedingt erforderliche
Leistung eingeschränkt werden kann. Der separate Vorratsschrank, der keine unnötigen
Einheiten enthält, gewährleistet darüber hinaus in besonderem Maße, daß keinerlei
Verschmutzung der Speisen eintreten kann, weil die insoweit kritischen Einrichtungen,
insbesondere die Transporteinrichtung, in einem anderen Schrank angeordnet sind.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind Vorratschrank und Ausgabeschrank als nebeneinanderstehende
Schränke ausgebildet.
[0016] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Vorratsschrank besonders einfach unabängig
vom Ausgabeschrank bewegt werden kann, beispielsweise dann, wenn der leere oder nahezu
leere Vorratschrank als Ganzes abgekoppelt und durch einen gefüllten Vorratsschrank
ersetzt wird.
[0017] Weiterhin ist eine Ausführungsform bevorzugt, bei der Vorratsschrank und Ausgabeschrank
über Steckverbindungen miteinander verbindbar sind.
[0018] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das An- und Abkoppeln des Vorratsschrankes vom
Ausgabeschrank besonders einfach bewerkstelligt werden kann, ohne daß Schraubverbindungen
oder dergleichen gelöst bzw. befestigt werden müssen.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Wand zwischen Vorratsschrank
und Ausgabeschrank bis auf mindestens eine Übergabeöffnung geschlossen.
[0020] Diese Maßnahme hat den Vorteil, die beiden Schränke vollständig, bis auf das unbedingt
notwendige Mindestmaß voneinander zu entkoppeln, wodurch einmal die genannten hygienischen
Verhältnisse gewährleistet werden können und zum anderen eine effektive Isolierung
des Vorratsschrankes gegen Kälteverlust möglich ist.
[0021] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform, bei der die Übergabeöffung Teil eines
Rollschiebers ist.
[0022] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß mit lediglich einer einzigen, gerade der Mindestgröße
zum Transportieren einer Speiseschale erforderlichen Öffnung eine Vielzahl von Positionen
entlang des Verschiebeweges des Rollschiebers angefahren werden kann, sei es in der
Horizontalen oder in der Vertikalen.
[0023] Wenn in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung der Rollschieber in senkrechter Richtung
bewegbar ist, kann man die Speisenschalen übereinander in mindestens einem senkrechten,
herausnehmbaren Schacht anordnen.
[0024] Diese Maßname hat den Vorteil, daß durch die in der Höhe variable Öffnung alle Positionen
des Schachtes angefahren werden können, wobei die Herausnehmbarkeit des Schachtes
eine weitere Möglichkeit zum Bestücken des Speisenautomates eröffnet, weil statt des
gesamten Vorratsschrankes auch lediglich ein einzelner Schacht ausgewechselt werden
kann.
[0025] Obwohl man mehrere Rollschieber mit jeweils einer Öffnung nebeneinander zum Anfahren
mehrerer nebeneinander angeordneter Schächte verwenden könnte, ist eine Ausführungsform
bevorzugt, bei der die Schächte auf einem Karussell drehbar angeordnet sind.
[0026] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß lediglich eine einzige Öffnung in einem Rollschieber
erforderlich ist. Weiterhin hat sie den wesentlichen Vorteil, daß das Ansteuern einer
bestimmten Position durch zwei unterschiedliche Antriebsmechanismen bewerkstelligt
wird, nämlich einmal durch das vertikale Verfahren der Transporteinrichtung und zum
anderen durch das Drehen des Karussells. Da beide Bewegungen gleichzeitig erfolgen
können, wird die Gesamtzeit vom Ansteuern einer Höhenposition in einem Schacht zu
einer anderen Höhenposition in einem anderen Schacht merklich verkürzt.
[0027] Weiterhin ist eine Ausführungsform bevorzugt, bei der ein Antrieb für das Karussell
im Ausgabeschrank angeordnet und mit dem Karussell über eine steckbare Antriebsverbindung
verbunden ist.
[0028] Auf diese Weise wird besonders einfach erreicht, daß einerseits die im Hinblick auf
die erforderliche Hygiene kritischen Teile des Antriebes im getrennte Ausgabeschrank
angeordnet sind, andererseits jedoch die einfache Lösbarkeit des Vorratsschrankes
vom Ausgabeschrank durch die steckbare Antriebsverbindung gewährleistet bleibt.
[0029] Bei einer Variante dieses Ausführungsbeispiels wird statt eines einfachen Karussells
mit im wesentlichen kreisförmiger Förderbahn ein Karussell nach Art eines sogenannten
Kreiselförderers mit ovaler Förderbahn verwendet. Die Speicherkapazität eines derartigen
Magazins ist naturgemäß erheblich größer als die eines einfachen Karussells, weil
ein Kreiselförderer im Prinzip aus einem zweigeteilten kreisförmigen Magazin mit zwei
zwischengesetzten tangentialen Abschnitten besteht. Sofern es also die Einbaugegebenheiten
zulassen und eine höhere Kapazität der Magazine gewünscht ist, kann auch ein solcher
Kreiselförderer mit Vorteil eingesetzt werden.
[0030] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Ausgabeschrank eine Kühleinrichtung
auf, die über einen steckbaren Stutzen mit dem Innenraum des Vorratsschrankes verbunden
ist.
[0031] Auch bei dieser Ausführungsform ergeben sich die vorstehend genannten Vorteile, daß
die motorisch angetriebenen Einheiten im getrennten Ausgabeschrank und damit getrennt
von den Speisen angeordnet sind, ohne daß die Vorteile der Steckverbindung zwischen
den Schränken verloren gehen.
[0032] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Transporteinrichtung mit einer
senkrecht verfahrbaren Plattform und einem aus der Plattform herausfahrbaren Transportschieber
versehen, wobei die Plattform Mittel zum Mitschleppen des Rollschiebers aufweist.
[0033] Diese Maßname hat den Vorteil, daß gesonderte Antriebsmittel für den Rollschieber
entfallen, weil die Verschiebung des Rollschiebers gleichzeitig vom Antrieb der Transporteinrichtung
bewerkstelligt wird.
[0034] Die Plattform ist dabei bevorzugt mittels mindestens einer senkrechter Spindel verfahrbar.
[0035] Bei einer Variante eines erfindungsgemäßen Speisenautomates sind der Schacht, die
Transporteinrichtung und ein zur Aufwärmeinrichtung führendes Transportband in einer
Reihe angeordnet.
[0036] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß in einer Bewegungsrichtung die Speisenschale
vom Transportschieber aus dem Fach entnommen und in einer einzige linearen Bewegung
über die Plattform hinweg zur Aufwärmeinrichtung gefahren wird.
[0037] Man kann jedoch in einer anderen Ausführungsform der Erfindung die Transporteinheit
als Ganzes um eine Hochachse schwenkbar ausgestalten, so daß weitere Freiheitsgrade
bei dem Transport der Speisenschalen möglich sind. Beispielsweise kann man den Schacht,
die Transporteinheit und das zur Aufwärmeinrichtung führende Transportband in einem
Winkel von beispielsweise 90° zueinander anordnen.
[0038] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine kompaktere Anordnung der Elemente im Ausgabeschrank
entsteht, wobei die Speisenschalen allerdings mittels der schwenkbaren Transporteinheit
eine Bewegungsbahn "um die Ecke herum" nehmen.
[0039] Eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Speisenautomaten zeichnet sich dadurch
aus, daß der Vorratsschrank mit einer Informations- und Wählstation 14, der Ausgabeschrank
an der dem Vorratsschrank zuweisenden Seite mit einer Zahlstation und an der vom Vorratsschrank
wegweisenden Seite mit der Ausgabestation versehen ist.
[0040] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß drei Personen nebeneinander am Automaten tätig
werden können, und zwar in der logischen Reihenfolge des Arbeitsablaufes. Während
nämlich eine Person an der Informations- und Wählstation zunächst die Speisekarte
studiert und dann ihre Auswahl trifft, kann die zweite Person bereits die gewählten
Speisen bezahlen, während gleichzeitig die dritte Person darauf wartet, daß die gewählten
und bezahlten Speisen die Aufwärmstation durchlaufen. Es entsteht mithin eine Art
Multiplexbetrieb, weil die einzelnen Vorgänge ineinander verzahnt verlaufen im Gegensatz
zu dem bekannen Automaten, wo ein Benutzer des Automaten diesen so lange mit Beschlag
b belegt, wie er auswählt, bezahlt und auf das Aufwärmen des Essens wartet. Es liegt
auf der Hand, daß die erfindungsgemäß verzahnte Arbeitsweise zwischen den drei Positionen
des Wählens/Zahlens/Ausgebens eine erhebliche Erhöhung der Durchsatzzahlen und damit
eine schnellere Abfertigung der Automatenbenutzer ergibt. Dies führt beispielsweise
in Arbeitspausen zu einer wesentlich schnelleren Ausgabe der Speisen und damit zu
einer Verminderung der unerwünschten und vor allem unbeliebten Wartezeiten vor der
Essensausgabe.
[0041] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind eine zentrale Informations-
und Wählstation und mindestens zwei seitlich davon angeordnete Ausgabestationen vorgesehen
und eine Anzeige weist den Weg zu der jeweils angesteuerten Ausgabestation.
[0042] Auch diese Maßnahmen haben den Vorteil, daß die Ausgabegeschwindigkeit erhöht wird,
weil die Schritte Wählen/Zahlen/-Ausgeben nicht wie beim vorstehend geschilderten
Ausführungsbeispiel sequentiell abgearbeitet, sondern vielmehr aufgespalten werden,
wobei der am längsten dauernde Schritt, nämlich das Aufwärmen der Speisen, gedoppelt
ist, so daß sich insgesamt eine sehr hohe Durchlaufgeschwindigkeit ergibt.
[0043] Bevorzugt sind dabei Zahlstationen zwischen der Zentrale und den Ausgabestationen
vorgesehen.
[0044] Auch diese Doppelung der Zahlstationen führt zu einer weiteren Beschleunigung der
Essensausgabe.
[0045] Bevorzugt kann man dabei die Informations- und Wählstation als vorspringende Kanzel
ausbilden und die Zahlstationen vorzugsweise an den Seiten der Kanzel anordnen.
[0046] Auch diese Maßnahmen haben vom Ablauf her den Vorteil, die Essensausgabe zu beschleunigen,
weil sich der Strom der Benutzer vor der Kanzel seitlich nach rechts und links teilt
und es beispielsweise vorkommen kann, daß auf einer Seite der Kanzel bei umfangreich
gewähltem Menue ein längerer Vorgang abgearbeitet wird, während auf der anderen Seite
der Kanzel in derselben Zeit z.B. mehrere kalte Speisen nacheinander ausgegeben werden
können.
[0047] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Speisenautomat in einer Wand
zu einer Küche angeordnet, wobei die der Küche zuweisende Wand mit Türen zum Beschicken
des Vorratsschrankes versehen ist.
[0048] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß das bekannte Nadelöhr zwischen Küche und Essensausgabe/Kasse
vermieden wird, weil der Vorratsschrank als Puffer zwischen Küche und Benutzer wirkt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kantinen, bei denen die Benutzer erst an der Essensausgabe
und dann an der Kasse anstehen müssen, ergibt sich ein wesentlich beschleunigter Durchlauf.
Dies gilt insbesondere im Vergleich zu solchen Kantinen, bei denen an der Essensausgabe
das Essen zunächst noch von Hand portioniert werden muß.
[0049] Man kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch mehrere Automaten in einer
Reihe nebeneinander anordnen, wenn entsprechender Mengenbedarf an auszugebenden Speisen
besteht.
[0050] Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand von Ausführungsbeispielen
in der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
[0051]
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht von vorne einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Speisenautomates;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht von vorne, teilweise auseinandergenommen und aufgebrochen,
eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Vorratsschrankes;
Fig. 3 eine Darstelung wie Fig. 2, jedoch für ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Ausgabeschrankes;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Aufwärmeinrichtung;
Fig. 5 eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens des Vorratsschrankes gemäß
Fig. 2 und des Ausgabeschrankes gemäß Fig. 3;
Fig. 6 eine schematische Ansicht von oben des Speisenautomates gemäß Fig. 1;
Fig. 7a und 7b eine Detailansicht zur Erläuterung der Wirkungsweise einer erfindungsgemäßen
Transporteinrichtung;
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht von vorne eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Vorratsschrankes;
Fig. 9a eine Schnittdarstellung durch den Vorratsschrank gemäß Fig. 8;
Fig. 9b eine perspektivische Ansicht eines Speiseautomaten mit nebeneinanderliegenden
Vorratsschränken
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht von vorne weiteren Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Speiseautomaten;
Fig. 11 eine schematische Ansicht von oben des Speisenautomates gemäß Fig. 10;
Fig. 12 eine Variante des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 10 und 11 mit einem Kreiselförderer
als karussellartiges Magazin;
Fig. 13 eine Ansicht von oben eines weiteren, zum Einbau in eine Wand vorgesehenen
Speisenautomaten;
Fig. 14 eine perspektivische Ansicht von vorne einer Reihe von Speisenautomaten gemäß
Fig. 1.
[0052] In Fig. 1 bezeichnet 10 insgesamt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Speisenautomaten. 11 ist ein Vorratsschrank und 12 ein Ausgabeschrank. Die Schränke
11, 12 sind in einer weiter unten noch zu erläuternden Weise miteinander verkoppelt.
Der Benutzer des Speisenautomaten 10 befindet sich zunächst in einer ersten Position
13, in der er an einer Informations-und Wählstation 14 aus einer Speisekarte eine
einzelne Speise oder in aus mehreren Einzelspeisen bestehendes Menue auswählen kann.
[0053] Der Benutzer begibt sich nach Ausführung des Wählvorganges, der mit Tasten o.dgl.
durchgeführt werden kann, in eine zweite Position 15, wo er auf einer Betragsanzeige
16 den zu bezahlenden Betrag und auf einer Nummernanzeige 17 noch einmal das von ihm
ausgewählte Menue oder die von ihm ausgewählte Einzelspeise angezeigt erhält. Der
Benutzer kann nun die von ihm gewählte Speise oder das von ihm gewählte Menue bezahlen,
und zwar entweder mittels eines Geldschlitzes 18 oder eines Kartenschlitzes 19, in
den er eine Kreditkarte o.dgl. einführen kann.
[0054] Nach Abschluß des Bezahlungsvorganges geht der Benutzer nun in eine dritte Position
20, wo er aus einem Ausgabeschacht 21 in einer Richtung 22 die von ihm ausgewählte
Speise bzw. das Menue übergeben bekommt.
[0055] Man erkennt, daß durch die Nebeneinanderreihung der Positionen 13, 15, 20 sich auch
eine Schlange von Benutzern an dem Speisenautomaten 10 vorbeibewegen kann, wobei durch
weiter unten noch zu erläuternde Maßnahmen sichergestellt ist, daß der gesamte Auswähl-,
Bezahl- und Ausgabevorgang sehr schnell und damit rationell abläuft.
[0056] In Fig. 2 ist der Vorratsschrank 11 mit abgenommener Seitenwand im einzelnen dargestellt.
[0057] Man erkennt, daß das Speisenmagazin im Vorratsschrank 11 als Karussell 30 ausgebildet
ist, in dem in sechs radialen Richtungen sechs Schächte 31, 31a, 31b, 31c, 31d, 31e
angeordnet sind, von denen der Übersichtlichkeit halber lediglich der Schacht 31 näher
dargestellt ist. Die Schächte 31 bis 31e sind zwischen einer oberen Drehplatte 32
und einer unteren Drehplatte 33 angeordnet. Das gesamte Karussell 30 ist um eine erste
z-Achse 37 drehbar gelagert. Jeder Schacht 31 bis 31e besteht aus einer Vielzahl übereinander
angeordneter Fächer, im Schacht 31 ist eines dieser Fächer mit 38 bezeichnet. In diesen
Fächern 38 sind, wie weiter unten zu Fig. 7 noch gezeigt wird, einzelne portionierte
Speisen abgeordnet, die aus dem Fach 38 in Richtung einer y-Achse 39 entnommen werden
können.
[0058] Der Vorratsschrank 11 ist in der an den Ausgabeschrank 12 angrenzenden Fläche mit
einer Seitenwand 40 versehen. Die Seitenwand 40 verfügt über einen Rollschieber 41,
dessen Höhe und Breite so bemessen ist, daß sie mit dem jeweils der Seitenwand 40
zuweisenden Schacht 31 fluchtet. Der Rollschieber 41 ist mit einer einzigen Öffnung
42 versehen, die gerade so groß ist, daß eine Speise aus dem Fach 38 entnommen werden
kann.
[0059] Der Rollschieber 41 kann an den mit 43 bezeichneten Positionen jeweils so weit aufgerollt
werden, daß die Öffnung 42 von der obersten Position des Schachtes 31 bis zur untersten
Position durchgeschoben werden kann. Hierzu dienen Buchsen 44, die von zugeordneten
Zapfen einer Transportvorrichtung mitgenommen werden, wie dies zu Fig. 3 noch erläutert
werden wird.
[0060] Insgesamt bedeutet dies, daß der Vorratsschrank 11, abgesehen von der sehr kleinen
Öffnung 42, allseits abgeschlossen ist, so daß einerseits die Temperatur im Inneren
des Vorratsschrankes 11 konstant gehalten werden kann, andererseits aber auch eine
Verschmutzung der im Vorratsschrank 11 verwahrten Speisen ausgeschlossen ist.
[0061] Die Zwischenwand 40 verfügt ferner über eine Öffnung 45 und eine weitere Öffnung
46, wobei die Öffnung 45 zum Anschluß eines Kühlaggregates dient, wie dies mit einem
Pfeil 47 angedeutet ist und die Öffnung 46 zum Durchführen einer Achse 48 dient, welche
das Karussell 30 antreibt. Dies wird zu Fig. 5 weiter unten noch im einzelnen erläutert.
[0062] Schließlich erkennt man aus Fig. 2, daß der Vorratsschrank 11 an der Unterseite mit
Rollen 51 versehen sein kann.
[0063] Die Beschickung des Vorratsschrankes 11 kann in drei unterschiedlichen Weisen erfolgen.
[0064] Zum einen kann man durch eine weiter vorzusehende Öffnung, beispielsweise in der
Rückseite des Vorratsschrankes 11, die einzelnen Fächer 38 von Hand je nach Bedarf
nachfüllen.
[0065] Zum anderen kann man aber auch die Schächte 31 bis 31e jeweils als Ganzes entnehmen
und auswechseln.
[0066] Schließlich kann man aber auch mittels der Rollen 51 den gesamten Vorratsschrank
11 wegrollen und durch einen anderen Vorratsschrank ersetzen, dessen Karussell 30
vollkommen mit Speisen gefüllt ist. Um diese letztgenannte Möglichkeit zu eröffnen,
sind die Rollen 51 sowie die Öffnungen 45 und 46 vorgesehen, die einen Anschluß des
Vorratsschrankes 11 an den benachbarten Ausgabeschrank 12 in einer in Fig. 2 mit 50
bezeichneten Richtung, beispielsweise über eine Zapfenverbindung, gestatten.
[0067] Fig. 3 zeigt in entsprechender Darstellung in schematischer Weise das Innere eines
Ausgabeschrankes 12.
[0068] An der rechten Wand des Ausgabeschrankes 12 erkennt man zunächst Zapfen 60, die in
der in Fig. 2 mit 50 bezeichneten Richtung in entsprechende Buchsen des Vorratsschrankes
11 greifen.
[0069] In Richtung einer zweiten z-Achse 61 wirkt eine Transporteinrichtung 62, die mit
zwei Spindeln 63 versehen ist, um eine Plattform 64 in z-Richtung verfahren zu können.
Auf der Plattform 64 ist ein Transportschieber 65 in y-Richtung verschiebbar angeordnet.
Er kann in eine Aussparung 66 hineinfahren, die in der an den Vorratsschrank 11 grenzenden
Seitenwand des Ausgabeschrankes 12 angeordnet ist und deren Umriß dem Rollschieber
41 entspricht.
[0070] Weiterhin ist die Plattform 64 mit Zapfen 67 versehen, welche in die Buchsen 44 des
Rollschiebers 41 eingreifen. Beim Verfahren der Plattform 64 in z-Richtung wird daher
die Öffnung 42 des Rollschiebers 41 mitgeschleppt.
[0071] Weiterhin befindet sich im Ausgabeschrank 12 eine Aufwärmeinrichtung in Gestalt eines
Mikrowellenofens 70, wie weiter unten zu Fig. 4 noch erläutert werden wird.
[0072] Am Boden des Ausgabeschrankes 12 sind schließlich ein nur schematisch angedeuteter
Antrieb 71 sowie eine Kühleinrichtung 72 angeordnet, wie weiter unten zu Fig. 5 noch
erläutert wird.
[0073] Fig. 4 zeigt im Detail die Aufwärmeinrichtung mit dem Mikrowellenofen 70.
[0074] Man erkennt, daß eine Speisenschale 79, die mittels des Transportschiebers 65 aus
dem Fach 38 entnommen worden ist, auf ein Transportband 80 oder eine sonstige lineare
Transporteinheit gesetzt wird, und zwar in einer Warteposition 61 vor dem Mikrowellenofen
70. In synchronisierter Weise öffnen bzw. schließen sich nun Türen 85, 86 des Mikrowellenofens
70, so daß die Speisenschale 79 in eine Heizposition 82 im Inneren des Mikrowellenofens
70 gelangt. Von dort wird die Speisenschale 79 über eine Übergabekante in eine Ausgabeposition
83, beispielsweise eine schräg angeordnete Rutsche mit Anschlag übergeben, wobei eine
Lichtschranke 84 sicherstellt, daß ein Ausgeben nur dann erfolgen kann, wenn die Ausgabeposition
83 nicht durch eine dort befindliche Speisenschale besetzt ist.
[0075] Fig. 5 zeigt im einzelnen das Zusammenwirken von Vorratsschrank 11 und Ausgabeschrank
12. Um die beiden Schränke 11, 12 leicht voneinander lösen zu können, ist das Ende
der Achse 48 des Antriebes 71 beispielsweise als Profilende 87 ausgebildet, das formschlüssig
in eine zugeordnete Profilbuchse 88 einer Welle 89 paßt. Das gegenüberliegende Ende
der Welle 89 ist mit einem Schneckenrad 90 versehen, das mit Zähnen 91 am Umfang der
unteren Drehplatte 33 kämmt. Es versteht sich jedoch, daß diese Antriebsverbindund
lediglich beispielhaft zu verstehen ist, selbstverständlich können auch andere Kraftübertragungsmittel,
Kupplungseinrichtungen u.dgl. Verwendung finden, auch ist der Antrieb der Drehplatte
33 keineswegs auf einen Schneckenantrieb beschränkt.
[0076] Fig. 5 zeigt weiterhin,-daß die Öffnung 45 konisch ausgebildet ist, so daß ein entsprechender
Stutzen 92 der Kühleinrichtung 72 dicht in diese Öffnung 45 fassen kann, so daß Kühlluft
oder ein sonstiges Kühlmedium in das Innere des Vorratsschrankes 11 gelangen kann.
[0077] Fig. 6 zeigt nochmals in einer schematischen Ansicht von oben das Zusammenwirken
der Schränke 11, 12 im Bereich der Transporteinrichtung 62. Man erkennt, daß die Speise
in Richtung eines Pfeiles 95 zunächst aus einem zugeordneten Fach des Schachtes 31
entnommen und alsdann in Richtung eines weiteren Pfeiles 96 zur Warteposition 81 verbracht
wird.
[0078] Es versteht sich weiterhin, daß die genannte Anordnung aus Platzgründen auch so angeordnet
sein kann, daß die Transporteinrichtung 62 in Richtung des mit 95' bezeichneten Pfeiles
drehbar angeordnet ist, so daß sich die Warteposition 81' in Fig. 6 nicht links neben,
sondern unterhalb der Transporteinrichtung 62 befindet.
[0079] Auf diese Weise kann eine etwas kompaktere Bauform erzielt werden.
[0080] Schließlich zeigen die Fig. 7a und 7b noch Einzelheiten der Transporteinrichtung.
[0081] In Fig. 7a ist von der Seite dargestellt, daß die Plattform 64 das Fach 38 zunächst
mit einer vorgegebenen negativen Unterschreitung d anfährt, in welcher Position der
Transportschieber 65 ausgefahren wird.
[0082] Wie man aus Fig. 7b erkennen kann, liegt die Speisenschale 97 lediglich an den seitlichen
Rändern auf entsprechenden Leisten 38a, 38b des Faches 38 auf, so daß der Transportschieber
65 von unten unter die Speisenschale 67 fahren und dann durch Heraufbewegen der Plattform
64 um einen Betrag, der etwas größer als das Maß d ist, die Speisenschale 97 vom Fach
38 abgehoben werden kann. Die Speisenschale 67 wird nun über die Plattform 64 hinüber
in die Warteposition 81 gebracht, wie in Fig. 6 eingezeichnet, und dort in entsprechender
Weise übergeben, d.h. auf seitliche Ränder der dortigen Transporteinrichtung, beispielweise
des Transportbandes 80 abgesetzt.
[0083] Bei der in Fig. 6 alternativ dargestellten Anordnung mit einer Warteposition 81'
können beispielsweise auch zwei parallel nebeneinanderlaufende Transportbänder verwendet
werden, die nach Art der Leisten 38a, 38b von Fig. 7b angeordnet sind.
[0084] Für den Betrieb des Speisenautomates 10 gelten die folgenden praktischen Überlegungen:
Der Vorratsschrank 11 kann im Karussell 30 mit sechs Schächten 31 bis 31e und Fächern
in der Größenordnung 22x22x8 cm oder 11x22x8 cm oder 11x11x8 cm, beispielsweise 120
bis 480 Speisenschalen aufnehmen. Es versteht sich, daß die Fächer
unterschiedlich ausgebildet sein können, je nachdem, ob Teller, Schalen oder Tassen
als Speisenschalen dienen.
[0085] Da im Vordergrund der Bemühungen steht, die Essensausgabe ggf. -zubereitung möglichst
schnell vonstatten gehen zu lassen, wird man zweckemäßigerweise zunächst den sechs
Schächten 31 bis 31e jeweils eine bestimmte Erwärmungszeit, maximal also sechs verschiedene
Erwärmungszeiten zuordnen. Auf diese Weise kann bereits während des Wählvorganges
mittels des Antriebes 71 das Karussell 30 in die Position gefahren werden, in der
derjenige Schacht der Transporteinrichtung 62 gegenübersteht, aus der die Speise entnommen
werden soll.
[0086] Bei Auswahl eines Menues kann durch entsprechende Programmierung eines Steuerwerkes
des Speisenautomates sichergestellt werden, daß die Entnahme der verschiedenen Speisen
des Menues so vorgenommen wird, daß minimale Fahrwege von Karussell 30 und/oder Transporteinrichtung
62 erforderlich sind. Aus Gründen der Einfachheit gehen alle ausgewählten Speisen
den Weg über das Transportband 80, unabhängig davon, ob sie erwärmt werden sollen
oder nicht. Bei den nicht zu erwärmenden Speisen wird selbstverständlich dann, wenn
die Speise in der Heizposition 82 ist, der Mikrowellenofen 70 nicht eingeschaltet.
Man kann außerdem die Steuerung so programmieren, daß zunächst die nicht zu erwärmenden
Speisen durchgeschoben werden, so daß die Zeit, die der Benutzer benötigt, um die
kalten Speisen aus der Ausgabeposition 83 zu entnehmen, dazu benutzt wird, um die
zu erwärmenden Speisen zu erwärmen.
[0087] Insgesamt ergibt dies eine erhebliche Kürzung der benötigten Zeit zwischen Auswahl
und Entnahme der Speisen, weil die Zeit zwischen Auswahl und Bezahlen bereits dazu
benutzt wird, um die Transporteinrichtung in die vorgewählte Position zu fahren. Man
wird den Transportvorgang, soweit die Entnahme der Speise aus dem Karussell 30 betroffen
ist, natürlich so lange nicht ausführen, wie die ausgewählte Speise nicht bezahlt
ist.
[0088] Die Fig. 8 und 9a zeigen noch eine weitere Variante eines erfindungsgemäßen Vorratsschrankes.
Man erkennt, daß der Vorratsschrank 100 sich in zwei übereinander angeordnete Abteile
aufteilt, und zwar in ein oberes Kühlabteil 101 und ein unteres Tiefkühlabteil 102.
[0089] Hierzu ist ein Karaussell 103 mit einer senkrechten Achse 104 versehen, wobei im
Kühlabteil 101 das Karussell 103 von zwei Drehplatten 105 und im Tiefkühlabteil 102
das Karussell 103 von zwei Drehplatten 106 begrenzt ist. Die Achse 104 geht durch
den Zwischenboden 107 zwischen Kühlabteil 101 und Tiefkühlabteil 102 durch. Das Tiefkühlabteil
102 ist insgesamt mit einer dicken Isolierung 108 versehen.
[0090] Das gesondert erforderliche Tiefkühlaggregat ist der Übersichtlichkeit halber in
den Fig. 8 und 9a nicht dargestellt. Es kann beispielsweise ähnlich wie die Kühleinrichtung
72 im Ausgabeschrank 12 angeordnet sein.
[0091] Bei der Anordnung gemäß Fig. 8, 9a und 9b ist es möglich, in den Pausenzeiten Speisen
aus der Tiefkühlzone in die Kühlzone zu übergeben. Es werden also Pausenzeiten, in
denen die Entnahme von Speisen nicht erwartet wird, zum Umschichten genutzt.
[0092] Hierzu sieht die Steuerung vor, bei Absinken des Lagerbestandes im Kühlabteil 101
unter einem bestimmten Prozentsatz eine Nachfüllung auszulösen.
[0093] Für den Transport aus dem Tiefkühlabteil 102 in das Kühlabteil 101 wird die vorhandene
Transporteinrichtung 62 verwendet und die tiefgekühlten Speisen werden zunächst im
Mikrowellenofen 70 auf die Temperatur aufgewärmt, die im Kühlabteil 101 herrscht,
d.h. in der Regel aufgetaut.
[0094] Es versteht sich, daß statt eines vertikal unterteilten Vorratsschrankes 100 auch
zwei nebeneinander angeordnete Vorratsschränke vorgesehen sein können wie die Fig.
9b zeigt, von denen der eine (11) insgesamt als Kühlabteil und der andere (109b) insgesamt
als Tiefkühlabteil ausgebildet ist. Zwischen diesen beiden kompletten Vorratsschränken
(11, 109b) kann dann ein weiterer separater Auftauschrank (109a) angeordnet sein,
der die Übergabe vom Tiefkühl-Vorratsschrank (109b) zum Kühl-Vorratsschrank (11) besorgt.
In diesem Falle können die Bewegungen der Karussells im Tiefkühl-Vorratsschrank (109b)
und im Kühl-Vorratsschrank (11) miteinander synchronisiert sein, so daß eine Übergabe
jeweils in definierter Weise zwischen den Schächten der beiden Schränke (11, 109b)
über den Auftauschrank erfolgt.
[0095] Fig. 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Speisenautomaten,
der mit 110 bezeichnet ist. Bei dieser Variante wird eine erhöhte Umsatzgeschwindigkeit
dadurch erzielt, daß der Aufbau kompakter gestaltet und gleichzeitig zwei Ausgabeplätze
vorgesehen sind.
[0096] Der Benutzer des Automaten 110 tritt zunächst in eine erste Position 111 vor eine
Kanzel 112, auf der die Informations-und Wählstation 14 angeordnet ist. Nachdem er
die Speise oder ein aus mehreren Speisen bestehndes Menue ausgewählt hat, zeigt ihm
eine Anzeige 114a oder 114b, ob die von ihm gewählte Speise auf der linken oder der
rechten Seite des Automaten 110 entnommen werden kann. Der Benutzer begibt sich nun
in eine zweite Position 113a oder 113b, wo er . zunächst an der seitlich angeordneten
Zahlstation den zu entrichtenden Betrag in einen Geldschlitz 18 o.dgl. einwerfen kann.
Es können auch alle Elemente 16 bis 19 gemäß Fig. 1 an dieser Stelle vorgesehen sein.
[0097] Die Speisen können nun vom Benutzer an dem jeweiligen Ausgabeschacht 21a oder 21b
entnommen werden.
[0098] Fig. 11 zeigt den Innenaufbau des Speisenautomaten 110 in einer Ansicht von oben.
Man sieht, daß der Vorratsschrank 11a mit Karussell 30a und Schacht 38a im hinteren
Bereich des Automaten 110 angeordnet ist und im wesentlichen dem Aufbau entspricht,
wie er in Fig. 2 im einzelnen erläutert wurde.
[0099] Der Ausgabeteil 12a hat jedoch eine etwas abweichende Konstruktion, weil zwei Mikrowellenöfen
70a, 70b nebeneinander angeordnet sind, um den Ausgabeschächten 21a, 21b zuzuarbeiten.
Die in der Mitte zwischen den beiden Mikrowellenöfen 70a, 70b angeordnete Transporteinrichtung
62a übernimmt zunächst aus dem Fach 38a die Speise und führt diese durch anschließende
Drehung um +90° oder -90° einem der Öfen 70a oder 70b zu, je nachdem wie die Steuerung
den Transport lenkt und über die Anzeigen 114a oder 114b deutlich macht.
[0100] Bei der Fig. 12 gezeigten Variante des Ausführungsbeispieles gemäß Fig. 10 und 11
wird anstelle eines einfachen Karussells, wie es in Fig. 11 mit 30a bezeichnet ist,
ein Karussell 30c nach Art eines Kreiselförderers verwendet. Wie man ohne weiteres
durch Vergleich der Fig. 11 und 12 erkennen kann, ist die Speicherkapazität des Karussells
30c um die "tangentialen Abschnitte" größer als die Kapazität des Karussells 30a gemäß
Fig. 11.
[0101] Bei der in Fig. 13 gezeigten Variante dieses Automaten ist eine Einbauform gewählt,
bei welcher der Speisenautomat 110a in eine Wand 115 zu einer Küche 116 angeordnet
ist. Die zur Küche 116 weisende Rückwand ist mit Schiebetüren 118 versehen, so daß
in Richtung eines Pfeiles 117 das Karussell 30b kontinuierlich von hinten beschickt
werden kann. Aus dem Magazin 30b entnehmen in diesem Falle zwei Transporteinrichtungen
62b, 62c Speisen und überführen diese in zwei Mikrowellenöfen 70c oder 70d. Auf diese
Weise ist eine weitere Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit möglich, weil jedem Ofen
70c, 70b eine eigene Transporteinrichtung 62b, 62c zugeordnet ist.
[0102] Die Speisen im Karussell 30b wirken in diesem Fall als Puffer zwischen Küche und
Benutzer, so daß eine kontinuierliche Speisenentnahme durch die Benutzer möglich ist
und andererseits die Speisen in Richtung des Pfeiles 117 je nach Bedarf nachbestückt
werden können, ohne daß hierdurch die Ausgabe an die Benutzer behindert wird.
[0103] Fig. 14 zeigt schließlich noch in perspektivischer Ansicht, daß ein Speisenautomat
10, ebenso natürlich auch die weiteren Varianten 110, 110a nicht nur in Alleinstellung,
sondern auch in Reihe mit weiteren Automaten 10a, 10b aufgestellt werden können. Die
Vorratsschränke 11 können dann in Richtung eines Pfeiles 119 nach vorne herausgezogen
und komplett nachbestückt werden, so daß nur minimale Nachrüstungszeiten anfallen.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 14 werden sich die Benutzer entlang einer Richtung 120
an den Automaten 10, 10a, 10b vorbeibewegen, so daß insgesamt ein weitgehend kontinuierlicher
und schneller Ausgabetakt gewährleistet werden kann.
1. Speisenautomat mit einem Magazin für eine Mehrzahl gekühlter oder ungekühlter portionierter
Speisen, einer Aufwärmeinrichtung, einer Ausgabestation, einer zwischen Magazin und
Aufwärmeinrichtung wirkenden Transporteinrichtung und einer Wählstation, wobei das
Magazin in einem Vorratsschrank (11) angeordnet ist, der von einem, die Aufwärmeinrichtung
(70) und die Ausgabestation (21) enthaltenden Ausgabeschrank (12) lösbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgabestation (21) ferner die Wählstation (14) sowie die
Transporteinrichtung (62) enthält und raumfest angeordnet ist, während der Vorratsschrank
(11) als Austauscheinheit ausgebildet ist.
2. Speisenautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Vorratsschrank (11)
und Ausgabeschrank (12) als nebeneinanderstehende Schränke ausgebildet sind.
3. Speisenautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Vorratsschrank
(11) und Ausgabeschrank (12) über Steckverbindungen miteinander verbindbar sind.
4. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wand (40) zwischen Vorratsschrank (11) und Ausgabeschrank(12) bis auf mindestens eine
Übergabeöffnung (42) geschlossen ist.
5. Speisenautomat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabeöffnung
(42) Teil eines Rollschiebers (41) ist.
6. Speisenautomat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollschieber (41)
in senkrechter Richtung bewegbar ist.
7. Speisenautomat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß Speisenschalen (79,
97) übereinander in mindestens einem senkrechten, herausnehmbaren Schacht (31 bis
31e) angeordnet sind.
8. Speisenautomat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schächte (31 bis
31e) auf einem Karussell (30, 103) drehbar angeordnet sind.
9. Speisenautomat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Karussell (30c)
nach Art eines Kreiselförderers mit im wesentlichen ovaler Förderbahn ausgebildet
ist.
10. Speisenautomat nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antrieb
für das Karussell (30, 103) im Ausgabeschrank (12) angeordnet und mit dem Karussell
(30, 103) im Ausgabeschrank (12) angeordnet und mit dem Karussell (30, 103) über eine
steckbare Antriebsverbindung (87, 88) verbunden ist.
11. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ausgabeschrank (12) eine Kühleinrichtung (72) aufweist, die über einen steckbaren
Stutzen (92) mit dem Innenraum des Vorratsschrankes (11) verbunden ist.
12. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Transporteinrichtung (62) mit einer senkrecht verfahrbaren Plattform (64) und
einem aus der Plattform (64) herausfahrbaren Transportschieber (65) versehen ist,
wobei die Plattform (64) Mittel (44, 67) zum Mitschleppen des Rollschiebers (41) aufweist.
13. Speisenautomat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (64)
mittels mindestens einer senkrechten Spindel (63) verfahrbar ist.
14. Speisenautomat nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht
(31), die Transporteinrichtung (62) und ein zur Aufwärmeinrichtung führendes Transportband
(80) in einer Reihe angeordnet sind.
15. Speisenautomat nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
(62) als Ganzes um eine Hochachse (61) schwenkbar ist.
16. Speisenautomat nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Schacht (31),
die Transporteinrichtung (62) und ein zur Aufwärmeinrichtung führendes Transportband
(80) in einem Winkel von vorzugsweise 90° zueinander angeordnet sind.
17. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
der Vorratsschrank (11) mit einer Informations- und Wählstation (14), der Ausgabeschrank
(12) an der dem Vorratsschrank (11) zuweisenden Seite mit einer Zahlstation und an
der vom Vorratsschrank (11) wegweisenden Seite mit der Ausgabestation (21) versehen
ist.
18. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
eine zentrale Informations- und Wählstation (14) und mindestens zwei seitlich davon
angeordnete Ausgabestationen (21a, 21b) vorgesehen sind und daß eine Anzeige (114a,
114b) den Weg zu der jeweils angesteuerten Ausgabestation (21a, 21b) weist.
19. Speisenautomat nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß Zahlstationen zwischen
der zentralen Informations- und Wählstation (14) und den Ausgabestationen (21a, 21b)
vorgesehen sind.
20. Speisenautomat nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Informations-
und Wählstation (14) als vorspringende Kanzel (112) ausgebildet ist und die Zahlstationen
vorzugsweise an den Seiten der Kanzel (112) angeordnet sind.
21. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Speisenautomat (110a) in einer Wand (115) zu einer Küche (116) angeordnet ist,
wobei die der Küche (116) zuweisende Wand mit Türen (118) zum Beschicken des Vorratsschrankes
versehen ist.
22. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrere Automaten (10, 10a, 10b) in einer Reihe angeordnet sind.
23. Speisenautomat nach einem der Ansprüche 8 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß
nach Betätigen der Wählstation die Transporteinrichtung (62) und das Karussell (30,
103) unmittelbar und gleichzeitig in die angewählte Position fahren und daß die Entnahme
der Speisenschale (79, 97) aus dieser Position nach Betätigen einer Zahlstation (16
bis 19) erfolgt.