| (19) |
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(11) |
EP 0 157 920 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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31.05.1995 Patentblatt 1995/22 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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26.07.1989 Patentblatt 1989/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.12.1984 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F23H 17/12 |
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| (54) |
Rostwalze für den Walzenrost z.B. einer Müllverbrennungsanlage oder dergleichen
Roll for a roller grate, for example for a refuse burning plant or the like
Rouleau de grille pour grille à rouleaux par exemple d'une installation d'incinération
des ordures ou similaire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
23.12.1983 DE 3346747 29.05.1984 DE 3420020
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.1985 Patentblatt 1985/42 |
| (73) |
Patentinhaber: AWG Abfallwirtschaftsgesellschaft
mit beschränkter Haftung Wuppertal |
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D-42349 Wuppertal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Temelli, Sedat, Dipl.-Ing.
D-4006 Erkrath 2 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Dr. Solf & Zapf |
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Postfach 13 01 13 42028 Wuppertal 42028 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 124 826 AT-B- 62 478 DD-A- 19 558 DE-A- 1 526 112 DE-A- 3 213 294 US-A- 3 469 544
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EP-A- 0 152 520 CH-A- 656 692 DD-A- 47 162 DE-A- 1 952 898 DE-B- 1 164 014
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- Prospekt "Müll- und Abfallbehandlung" der Vereinigte Kesselwerke AG
- "Die Industriefeuerung" 38, 1986, Seiten 23-32
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Rostwalze für einen Walzenrost einer Müllverbrennungsanlage
oder dergleichen mit einer Hohlwelle und einer zylindrischen Tragkonstruktion mit
Roststabträgern, auf denen kreisbogenförmige Roststäbe mit den feuerraumseitigen Walzenmantel
bildenden Außenstegwandungen angeordnet sind, wobei jeder Roststab im Querschnitt
im wesentlichen T-förmig mit einem Basissteg und einem Quersteg ausgebildet ist, und
wobei jeweils zwischen den Querstegen zweier benachbarter Roststäbe Luftspalte zur
Zufuhr von Primärluft gebildet sind.
[0002] Eine Müllverbrennungsanlage, bei der die Erfindung beispielsweise verwirklicht werden
kann, besteht aus einer Aufgabevorrichtung mit einem hin- und hergehenden Schieber,
mit dem der Müll durch eine Öffnung eines Füllschachtes in den Feuerraum geschoben
wird. Im Feuerraum wird der Müll einer intensiven Flammenstrahlung ausgesetzt. Der
Aufgabevorrichtung nachgeordnet ist im Feuerraum ein Walzenrost, der als Schrägrost
ausgeführt ist und aus fünf oder sechs in einer etwa 30° in Transportrichtung geneigten
Ebene hintereinander angeordneten Rostwalzen von etwa 1,5 m Durchmesser besteht, wobei
zwischen den Rostwalzen sogenannte Taschen gebildet werden.
[0003] Die wichtigsten Konstruktionsmerkmale der Rostwalze sind in der Regel eine beiderseits
gelagerte Hohlwelle und eine zylindrische Tragkonstruktion mit radialen Wänden zur
Halterung der axial sich erstreckenden Roststabträger, auf welche die aus Roststabguß
gefertigten kreisbogenförmigen Roststäbe nebeneinander und hintereinander aufgereiht
sind, wobei zwischen benachbarten Stäben Schlitze freibleiben. Die Roststäbe bilden
den Mantel der Rostwalze bzw. den sog. Rostbelag. Sie sind aufgrund der Rotation der
Rostwalze nur zeitweise der Einwirkung des Feuers ausgesetzt und können sich in den
Luftzonen wieder abkühlen. Zwischen den Rostwalzen sind Leitwände angeordnet, welche
die Walzen untereinander abdichten und zusammen mit den Rostwalzen Taschen bilden,
in denen der Müll gewendet wird.
[0004] Der Walzenrost ist in ein für jede Rostwalze unterteiltes Blechgehäuse eingebettet.
Diesen Zonen wird die Luft in regelbaren Mengen von der Seite her zugeführt. Aus den
Zonen soll die Luft durch den Rostbelag und das Brennstoffmüllbett hindurch in den
Feuerraum gelangen.
[0005] Noch bevor der Müll auf den Walzenrost gelangt, haben die Trocknung und die Zündung
der leicht brennbaren Bestandteile begonnen. Bei der hin- und hergehenden Bewegung
des Schiebers fällt der Müll als Scheibe oder Brocken von geringer Stärke in die von
der ersten Leitwand und der ersten Rostwalze gebildete Tasche so lange nach unten,
bis die sich langsam drehende Rostwalze das auf ihrer Oberfläche haftende Gut von
unten aus der Tasche herausträgt. Es gelangt über die Rostwalze in die zweite Tasche
zwischen der ersten und zweiten Walze. Dieser Vorgang wiederholt sich von Walze zu
Walze und bringt eine intensive Wendung des Mülls, die schon bald zu einem guten Grundfeuer
führt.
[0006] Die Luftverteilung wird diesem Verbrennungsbild mit den einstellbaren Unterwindzonen
angepaßt. In der Trocknungs- und Zündzone ist die Luftzugabe gering. Sie erreicht
ihren Höchstwert in der Zone der Hauptverbrennung und klingt in der Ausbrennzone auf
einen Kleinstwert ab.
[0007] Es hat sich gezeigt, daß die vermehrten Anteile an Kunststoffen, Weißmetallen, Dachpappen.
Fetten oder dergleichen Stoffe aufgrund ihrer Verbrennung im Inneren der Walzen in
den sog. Walzenkörben und in den Rostdurchfalltrichtern Ablagerungen bilden, die zu
Verschmierungen zwischen den Walzenstäben und Verstopfungen in den Rostdurchfalltrichtern
führen. Der Walzenrost ist jedoch so konstruiert, daß die für die Verbrennung benötigte
Luftmenge durch den Walzenkorb zwischen den Roststäben zu dem auf der Walze liegenden
Brenngut geführt wird. Dieser konstruktiv vorgesehene Verbrennungsvorgang wird jedoch
durch die Ablagerungen und Verschmierungen im Walzenkorb behindert. Hinzu kommt, daß
nicht auszuschließen ist, daß die Kunststoffe, Fette, Öle oder dergleichen in konzentrierter
Form auf einer Walze liegen und bei der Teilverbrennung durch die noch nicht verschmierten
Rostschlitze in den Walzenkorb gelangen und die Verbrennung im Walzenkorb weiterführen.
Dadurch besteht die Gefahr, daß die Walze zu brennen beginnt. Es konnte bei Reinigungsarbeiten
an einer Walze bereits festgestellt werden, daß der größte Teil der Walzenkorbfläche
abgebrannt war.
[0008] Die Roststäbe einer bekannten Art von Rostwalzen bestehen aus einem relativ schmalen,
von der Seite betrachtet bogenförmigen Steg mit zwei Seitenwandungen, einer Kopf-
und einer Fußwandung sowie einer feuerseitigen Außenstegwandung. Im Bereich der Außenstegwandung
sind auf jeder Seitenwandung in regelmäßigem Abstand voneinander parallel zur Richtung
der Achse der Rostwalze vorspringende zahnartige Vorsprünge angeordnet, wobei jeder
Vorsprung der einen Seitenwand diagonal zum Vorsprung der anderen Seitenwand positioniert
ist und die Vorsprünge eines Roststabes in die Lücken zwischen den Vorsprüngen eines
seitlich benachbarten anderen Roststabes greifen, wobei ein Spalt zwischen benachbarten
Roststäben von etwa 5 mm Breite verbleibt. Dieser Spalt ist - wie beschrieben - zur
Zuführung von Luft gedacht. In der Kopf- und Fußwandung sind die Roststäbe so geformt,
daß sie in Umfangsrichtung hintereinander auf die Roststabträger gesetzt werden können
und dort ortsfest lagern. Abgesehen davon, daß die Form der bekannten Roststäbe relativ
kompliziert ist, bedingt sie, daß die Spalten zwischen benachbarten Roststäben nicht
wesentlich schmaler gehalten werden können. Die Breite der Spalten wiederum ist mit
verantwortlich dafür, daß relativ dünnflüssige, noch unverbrannte Müllbestandteile
durch die Spalten in das Innere der Walze gelangen können, woraus die beschriebenen
Wirkungen resultieren.
[0009] Aus der DE-B-1 164 014 ist eine weitere Rostwalze für ein Walzenrost zur Müllverbrennung
bekannt. Auch hier ist ebenfalls die Problematik angesprochen. daß sich bei der Verbrennung
von Müll durch Anteile von leicht schmelzenden Metallen leicht Verstopfungen des Rostbelages
in den Spalten zwischen den Roststäben ergeben. Bei der Drehbewegung der Walzen tropft
nämlich während des Verbrennungsvorganges aus der Brenngutschicht des oberen Teils
das geschmolzene Metall durch die Rostspalte in das Walzeninnere und damit auf die
Rücken der unteren, den kühlenden Luftraum passierenden Roststäbe. Dabei kommt es
leicht zu Verstopfungen der Rostspalte des unteren Trums, in die das Metall einfließt
und dort erkaltet. Gemäß dieser Druckschrift soll nun dieses Durchfallen von geschmolzenem
Metall durch das Walzeninnere hindurch auf die kühlen Roststäbe des unteren Trums
unmöglich gemacht werden. Dies wird durch Auffangbleche erreicht, die derart innerhalb
der Walze angeordnet sind, daß das durchtropfende Metall unmittelbar nach dem Durchtritt
durch die Rostspalte des oberen Walzentrums auf die Auffangbleche auftrifft und daher
nicht weiter durch das Walzeninnere hindurch in die Roststabspalte der gegenüberliegenden,
unteren Roststäbe gelangen kann. Es kann daher aber nach wie vor durch die in den
Walzeninnenraum eintretenden Stoffe zu Anbakkungen im Bereich der Spalte des oberen
Walzentrums kommen, so daß diese mit der Zeit verstopten. Nachfolgend kann dann Verbrennungsluft
nur in unzureichendem Maß zugeführt werden.
[0010] In der älteren, nicht vorveröffentlichten, europäischen Patentanmeldung EP-A-0 124
826 ist ein aus Rostwalzen bestehender Walzenrost für Müllverbrennungsanlagen beschrieben.
Dabei besteht auch hier jede Rostwalze aus einer Hohlwelle, die Halterungen für Roststabträger
besitzt. Zwischen den Roststabträgern sind im Querschnitt T-förmige Roststäbe derart
eingehängt, daß sie die Ummantelung der Rostwalze bilden. Weiterhin sind auch hierbei
zwischen den Roststäben Luftschlitze gebildet. Hierzu werden die aneinanderstoßenden
Seitenflächen zweier benachbarter Roststäbe von Abstandhaltern auf Abstand gehalten.
Dabei ist aber offensichtlich dieser Abstand, d.h. die Spalt- oder Schlitzbreite,
so groß, daß - ebenso wie bei dem oben beschriebenen Stand der Technik- nachteiligerweise
während der Verbrennung z.B. aufgeschmolzene Metalle oder dergleichen in die Luftschlitze
eintreten können, wodurch es hier zu Anbackungen kommen kann, durch die sich die Luftschlitze
allmählich zusetzen, so daß häufige Instandsetzungsarbeiten erforderlich sind. Zur
Lösung dieser Problematik wird hier vorgeschlagen, die Rostwalze so auszubilden, daß
die Roststäbe während des Betriebes Relativbewegungen gegeneinander ausführen können,
wodurch verhindert wird, daß bereits durch die Schlitze in den Walzeninnenraum eingetretenes
Material sich zwischen den Roststäben festsetzen kann.
[0011] Ausgehend von diesem Stand der Technik (gemäß Art. 54(3) EPÜ) liegt der vorliegenden
Erfindung demgegenüber die Aufgabe zugrunde, das Eindringen jeglicher Stoffe, insbesondere
auch von dünnflüssigen Stoffen, in die Luftspalte ganz zu vermeiden, so daß auch reparaturbedingte
Stillstandszeiten vermieden werden.
[0012] Erfindungsgemäß wird dies durch Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausbildungsformen
der Erfindung werden in den Unteransprüchen 2 bis 12 gekennzeichnet.
[0013] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung im folgenden beispielhaft näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Müllverbrennungsanlage,
Fig. 2 schematisch einen Teil einer Rostwalze,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Roststabes,
Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie A-B in Fig. 3,
Fig. 5 schematisch seitlich aneinandergereihte Roststäbe,
Fig. 6 eine Ansicht auf eine erfindungsgemäße Walze mit Abstreifer.
[0014] Die Müllverbrennungsanlage nach Fig. 1 weist eine Aufgabevorrichtung 1 auf, durch
die der Müll (nicht dargestellt) auf einen in Transportrichtung geneigten Walzenrost
2 geschoben wird. Der Walzenrost 2 wird aus mehreren drehbaren, in Transportrichtung
nebeneinander angeordneten Rostwalzen 3 aufgebaut, wobei zwischen benachbarten Rostwalzen
Taschen 4 gebildet werden. Der Walzenrost 2 ist in ein für jede Rostwalze unterteiltes
Blechgehäuse 5 eingebettet. Diesen Zonen wird Luft in regelbaren Mengen von der Seite
her zugeführt. Da alle übrigen Teile der Müllverbrennungsanlage nicht im Zusammenhang
mit der Erfindung stehen, werden sie - weil bekannt - nicht beschrieben. Jede Rostwalze
3 lagert seitlich mit einer Hohlwelle 6 im entsprechenden Blechgehäuse 5 (Fig. 2).
Zwischen den Lagerungen befindet sich die zylindrische Tragkonstruktion der Rostwalze.
Sie besteht im wesentlichen aus auf der Hohlwelle im Abstand voneinander angeordneten,
sich radial erstreckenden Wänden oder Stützstegen 7, auf denen die sich axial erstreckenden,
am Umfang der Walze auf Abstand angeordneten Roststabträger 8 ruhen. Zwischen den
Wänden 7 werden Walzenkörbe 9 gebildet, in denen nach einem Merkmal der Erfindung
schräg zur Längsachsrichtung der Walze angestellte Luftleitbleche 10 angeordnet sind.
Auf den Roststabträgern 8 lagern Roststäbe 11. Die Linien 12 und Pfeile 13 in Fig.
2 deuten den Luftweg an, den die Luft nehmen soll, aus dem Blechgehäuse 5 durch die
Rostwalze 3 in den Feuerraum 14. Die weiteren Teile einer Rostwalze sind für die Erfindung
unwesentlich, weshalb sie im Rahmen dieser Beschreibung nicht erwähnt werden.
[0015] Ein Roststab 11 nach der Erfindung ist im Querschnitt (Fig. 4) im wesentlichen T-förmig
ausgebildet und besteht aus dem Quersteg 15 und dem Basissteg 16. Er weist die Außenstegwandung
17 und die Innenstegwandung 18 sowie die Seitenwandungen 19 und 20, die Kopfwandung
21 und die Fußwandung 22 auf, wobei der Quersteg mit Seitenkantenflächen 23 und 24
versehen ist. Die Ausbildung der Kopf- und Fußwandung ist bekannt und tür die Erfindung
unwesentlich, weshalb sie nicht erläutert wird.
[0016] Wesentlich ist, daß die Seitenkantenflächen 23 und 24 eben sind und im Querschnitt
betrachtet (Fig. 4) von der feurraumseitigen Kante 26 zur Innenkante 27 hin in Richtung
auf den Basissteg 16 geneigt verlaufen. Dadurch entstehen bei der seitlichen Aneinanderreihung
von zwei Roststäben (Fig. 5) zum Feuerraum hin sich keilförmig verjüngende düsenförmige
Schlitze 25.
[0017] Wesentlich ist ferner, daß aufgrund der in der Draufsicht geradlinigen Ausbildung
der Kanten 26 der Querstege 15 benachbarte Roststäbe sehr eng nebeneinander gesetzt
werden können. Demgemäß zeichnet sich eine erfindungsgemäße Rostwalze dadurch aus,
daß sie mit erfindungsgemäßen Roststäben bestückt ist und der Spalt 25 zwischen benachbarten
Roststäben feuerraumseitig an den Kanten 26 ca. 2 Millimeter, insbesondere 1 Millimeter
und weniger beträgt. Hierbei kann es von Vorteil sein, wenn die einzelnen Walzen unterschiedliche
Spaltbreiten besitzen, und zwar in Abhängigkeit von ihrer Lage in der Verbrennungszone.
Hierbei sollte die kleinste Spaltbreite bei der Walze vorhanden sein, die in der Hauptverbrennungszone
angeordnet ist, da dort die Schlakke in der Regel am flüssigsten ist, so daß bei dieser
die größte Gefahr besteht, daß die flüssige Schlacke in den Innenraum laufen kann.
Bei den Walzen mit der größeren Spaltbreite ergeben sich Herstellungsvorteile, da
diese mit größeren Toleranzen gefertigt werden können.
[0018] Besonders vorteilhaft ist zudem, daß die Seitenwandungen 19 und 20 im oberen Drittel
mit einem Bogen 28 zur Kante 27 führen, wodurch eine Art Spitzgewölbe 29 zwischen
benachbarten Roststäben entsteht (Fig. 5). Vorteilhaft ist dabei auch, wenn der Basissteg
16 sich nach oben hin gleichmäßig verbreitert, wobei die Verbreiterung sich ggf. ohne
Bogen bis zur Kante 27 erstrecken kann. Letztere Merkmale unterstützen die Wirkung
der Schlitze 25.
[0019] Mit der neu entwickelten Form der Rostwalzenstäbe kann die Primärluftzufuhr durch
die 2 mm breiten und schmaleren Rostspalte 25 durchgeführt werden. Dadurch wird das
Durchtropfen von Weißmetallen und Kunststoffen oder dergleichen in den Innenraum der
Walze verhindert. Der düsenförmige Spalt 25 erhöht die Luftgeschwindigkeit, insbesondere
in Kombination mit der Gewölbeform 29, so daß dafür Sorge getragen wird, daß die Rostwalzenspalten
25 während des Betriebes für die Zuführung der Primärluft freibleiben, die eine der
wichtigsten physikalischen Komponenten für die Verbrennung ist. Eine ausgeglichene
Verteilung der Verbrennungsluft über der gesamten Rostfläche der einzelnen Walzen
wird durch die Erfindung gewährleistet. Insbesondere wirken Spaltweiten von kleiner/gleich
1 Millimeter Breite wegen der Oberflächenspannung von Leichtmetallschmelzen dem Durchtropfen
der Schmelzen entgegen. Erfindungsgemäß wird eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit
erreicht, die verhindert. daß die flüssige Schlacke die Roste verstopfen oder in die
Walze eindringen kann. Diese Strömungsgeschwindigkeit hängt maßgeblich von dem Verhältnis
der Spaltbreite zum Abstand zwischen den Basisstegen 16 ab. Zweckmäßig ist hierbei
ein Verhältnis von 1/25 bis 1150 [Spaltbreite/Abstand].
[0020] Die Form der neuen Roststäbe ermöglicht höhere Flächendrücke, so daß die Bruchgefahr
eines Roststabes minimiert ist. Defekte Stäbe blockieren bekanntlich die Walzen und
verursachen ein Notabfahren einer Anlage, was zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen
führt. Vorzugsweise beträgt die Breite der Querstege 15 vierzig bis achtundvierzig
mm und die Basisstege 16 ca. 18 mm, wobei insbesondere zwanzig bis fünfundzwanzig
Spalte pro Meter der Walzenlänge vorgesehen sind.
[0021] Die vorgeschriebenen Reinigungsintervalle nach den Vorschriften des Herstellers betragen
etwa 4000 Stunden. Mit der neuen Rostwalze findet eine Selbstreinigung durch Primärluftzuführung
statt. Die nach den bisherigen Erfahrungen benötigte Reinigungszeit von etwa 250 Stunden
pro Walze kann entfallen.
[0022] Wie sich insbesondere aus Fig. 6 ergibt, befinden sich zwischen den jeweils benachbarten
Walzen 3 in den Taschen 4 Abstreifer 30 aus Stahlborsten 31, die in einer Klemmschiene
32 nebeneinander befestigt sind. Die Länge der Abstreifer entspricht der Walzenlänge.
Der Abstand der Borsten 31 untereinander beträgt vorzugsweise 10 bis 15 mm, der Durchmesser
ist insbesondere 20 bis 25 mm. Der Abstand der freien Borstenenden zur Walzenoberfläche
beträgt etwa 10 bis 15 mm. Der durch den Einsatz der Borsten-Abstreifer gegenüber
den bekannten, aus Blechen gebildeten Abstreifern erzielte Vorteil besteht in der
erreichten Flexibilität, da ein Verklemmen von Fremdkörpern in dem Spalt zwischen
Walze und Abstreifer praktisch nicht mehr auftreten kann. Hierdurch wird eine Beschädigung
der Walzenroststäbe und des Walzenantriebs weitgehendst vermieden. Zudem wird durch
die größere Durchlässigkeit der Borsten auch eine verbesserte Belüftung des Zwickelraums
zwischen den Walzen erreicht.
[0023] Die Erfindung geht somit einen im Vergleich zum Stand der Technik gegensätzlichen
Weg. Die bisherige Lehre verlangte möglichst breite Spalten zwischen den Roststäben,
damit ausreichend Luft durchgeführt werden kann. Nach der Erfindung werden die Spalten
verengt, wobei jedoch die Form der Roststäbe dafür Sorge trägt, daß die Primärluft
mit hoher Geschwindigkeit durch die Spalten gedrückt wird, so daß über lange Zeiträume
keine Stoffe aus dem Müll durch die Spalten in das Innere der Walze dringen können
und die Spalten auch nicht verschmieren können.
1. Rostwalze (3) für einen Walzenrost (2) einer Müllverbrennungsanlage oder dergleichen
mit einer Hohlwelle (6) und einer zylindrischen Tragkonstruktion mit Roststabträgern
(8), auf denen kreisbogenförmige Roststäbe (11) mit den feuerraumseitigen Walzenmantel
bildenden Außenstegwandungen (17) angeordnet sind, wobei jeder Roststab (11) im Querschnitt
im wesentlichen T-förmig mit einem Basissteg (16) und einem Quersteg (15) ausgebildet
ist, und wobei zur Zufuhr von Primärluft jeweils zwischen den Querstegen (15) zweier
benachbarter Roststäbe (11) Luftspalte (25) mit einem derart düsenförmigen Querschnitt
gebildet sind, daß die zugeführte Primärluft eine derart hohe Strömungsgeschwindigkeit
erhält, daß sie ein Eindringen von Stoffen in die Luftspalte (25) verhindert, wobei
die Luftspalte (25) feueraumseitig eine Spaltbreite von ≦ 2 mm aufweisen.
2. Rostwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Quersteg (15) jedes Roststabes
(11) ebene Seitenkantenflächen (23, 24) aufweist, die, ausgehend von der feuerraumseitigen
Außenstegwandung (17), derart in Richtung auf den Basissteg (16) geneigt verlaufen,
daß die im Querschnitt düsenförmigen Luftspalte (25), sich keilförmig zum Feuerraum
hin verjüngen.
3. Rostwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Quersteg (15) jedes Roststabes
(11) ebene Seitenkantenflächen (23, 24) aufweist, die rechtwinklig zu der feuerraumseitigen
Außenstegwandung (17) sowie parallel zueinander verlaufen.
4. Rostwalze nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftspalte (25)
feuerraumseitig eine Spaltbreite von ≦ 1 mm aufweisen.
5. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Tragkonstruktion
Luftleitbleche (10) schräg zur Längsachse der Walze (3) angeordnet sind.
6. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß den keilförmigen
bzw. düsenförmigen Spalten (25) ein von den Roststäben (11) gebildeter spitzbogenförmiger
Luftzuführungsraum (29) vorgeordnet ist.
7. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis
von Spaltbreite zum Abstand der Basisstege (16) 1/25 bis 1/50 beträgt.
8. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß 20 bis 25
Spalte (25) pro Meter Walzenlänge ausgebildet sind.
9. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch einen aus einzelnen
Stahlborsten (31) gebildeten Abstreifer (30).
10. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Basissteg
(16) jedes Roststabes (11) Seitenwandungen (19, 20) aufweist. die im oberen Drittel
mit einem Bogen (28) in den Quersteg (15) übergehen.
11. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
Basissteg (16) jedes Roststabes (11) nach oben hin gleichmäßig verbreitert.
12. Rostwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite
des Querstegs (15) jedes Roststabes (11) 40 bis 48 mm beträgt und die des Basissteges
(16) ca. 18 mm.
1. Grate roller (3) for a roller grate (2) of a refuse incinerating plant or similar,
having a hollow shaft (6) and a cylindrical supporting structure with grate bar bearers
(8), on which arc-shaped grate bars (11) are arranged with external bar walls (17)
forming the roller shell on the combustion chamber side, each grate bar (11) having
an essentially T-shaped cross-section formed by a base bar (16) and a cross bar (15),
and respective air gaps (25) for the supply of primary air being formed between the
cross bars (15) of two adjacent grate bars (11), which air gaps have a cross-section
in the shape of a nozzle such that the primary air supplied achieves a sufficiently
high velocity of flow to prevent substances from penetrating the air gaps (25), wherein
the air gaps (25) on the combustion chamber side have a gap width of ≦ 2 mm.
2. Grate roller according to Claim 1, characterized in that the cross bar (15) of each
grate bar (11) has plane lateral edge surfaces (23, 24), which, starting from the
external bar wall (17) on the combustion chamber side, run inclined in the direction
of the base bar (16) such that the cross-sectionally nozzle-shaped air gaps (25) taper
in a wedge shape towards the combustion chamber.
3. Grate roller according to Claim 1, characterized in that the cross bar (15) of each
grate bar (11) has plane lateral edge surfaces (23,24) which run at right angles to
the external bar wall (17) on the combustion chamber side and also run parallel to
one another.
4. Grate roller according to Claim 2 or 3, characterized in that the air gaps (25) on
the combustion chamber side have a gap width of ≦ 1 mm.
5. Grate roller according to one of Claims 1 to 3, characterized in that air-guiding
baffles (10) are arranged in the supporting structure at an angle to the longitudinal
axis of the roller (3).
6. Grate roller according to one of Claims 1 to 5, characterized in that an ogival air
inlet chamber (29) formed by the grate bars (11) is arranged in front of the wedge-shaped
or nozzle-shaped gaps (25).
7. Grate roller according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the ratio of
gap width to the spacing between the base bars (16) is 1/25 to 1/50.
8. Grate roller according to one of Claims 1 to 7, characterized in that there are 20
to 25 gaps (25) per meter of roller length.
9. Grate roller according to one of Claims 1 to 8, characterized by a scraper (30) formed
of individual steel bristles (31).
10. Grate roller according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the base bar
(16) of each grate bar (11) has side walls (19, 20) which in their upper third merge
into the cross bar (15) by way of an arch (28).
11. Grate roller according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the base bar
(16) of each grate bar (11) broadens out evenly towards the top.
12. Grate roller according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the width of
the cross bar (15) of each grate bar (11) is 40 to 48 mm and that of the base bar
(16) is approx. 18 mm.
1. Rouleau de grille (3) pour une grille à rouleaux (2) d'une installation d'incinération
des ordures ménagères ou similaire, avec un arbre creux (6) et une structure porteuse
cylindrique avec des supports de barreaux de grille sur lesquels sont disposés des
barreaux de grille (11) en forme d'arc de cercle avec des parois extérieures (17)
formant le bandage des rouleaux du côté du foyer, tandis que chaque barreau de grille
(11) est formé avec une section essentiellement en forme de T avec une barrette de
base (16) et une barrette transversale (15), et tandis qu'à chaque fois entre les
barrettes transversales (15) de deux barreaux de grille adjacents (11), sont formées
des fentes d'air (25) pour l'introduction de l'air primaire, avec une section en forme
de buse telle que l'air primaire introduit prenne une vitesse d'écoulement assez élevée
pour qu'il empêche la pénétration de matières dans la fente d'air (25), les fentes
d'air (25), présentant du côté du foyer une largeur inférieure ou égale à 2 mm.
2. Rouleau de grille selon la revendication 1, caractérisé en ce que la barrette transversale
(15) de chaque barreau de grille (11) présente des surfaces d'arêtes latérales planes
(23, 24) qui, en partant de la paroi extérieure (17) du côté du foyer, sont inclinées
en direction de la barrette de base (16) de façon telle que la fente d'air (25) vue
en coupe en forme de buse se rétrécisse en forme de coin vers le foyer.
3. Rouleau de grille selon la revendication 1, caractérisé en ce que la barrette transversale
(15) de chaque barreau de grille (11) présente des surfaces d'arêtes latérales planes
(23, 24) qui s'étendent à angle droit par rapport à la paroi extérieure (17) du côté
du foyer et sont parallèles entre elles.
4. Rouleau de grille selon une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que la fente
d'air (25) présente du côté du foyer une largeur inférieure ou égale à 1 millimètre.
5. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, dans
la structure porteuse, des tôles directrices d'air (10) sont disposées obliquement
par rapport à l'axe longitudinal du rouleau.
6. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un espace
(29) d'admission d'air en forme de voute pointue, formé par les barreaux de grille
11, est disposé en avant des fentes (25) en forme de buse ou en forme de coin.
7. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le rapport
de la largeur de la fente à l'écart des barrettes de base (16) est compris entre 1/25
et 1/50.
8. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que vingt
à vingt-cinq fentes (25) sont formées par mètre de longueur de rouleau.
9. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 8, caractérisé par un racloir (30)
constitué par des brosses d'acier distinctes.
10. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la barrette
de base (16) de chaque barreau de grille (11) présente des parois latérales (19, 20)
qui se raccordent à la barrette transversale (15) par un arc (28) dans le tiers supérieur.
11. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la barrette
de base (16) de chaque barreau de grille (11) s'élargit uniformément vers le haut.
12. Rouleau de grille selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la largeur
de la barrette transversale (15) de chaque barreau de grille (11) est de quarante
à quarante huit millimètres et celle de la barrette de base (16) est d'environ dix-huit
millimètres.