[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Versprühen von Schmelzkleber
umfassend eine pneumatisch betriebene Spritzpistole mit Pistolenkörper, über den der
Schmelzkleber einem von dem Pistolenkörper ausgehenden eine Düse aufweisenden Ventilkörper
zuführbar ist, dem zum Versprühen des Schmelzklebers erwärmte Luft unter Druck zuleitbar
ist, die entlang einer Wärmequelle geführt ist.
Stand der Technik
[0002] In der DE-A-32 25 844 ist eine Sprüheinrichtung für Heizschmelzklebstoffe beschrieben,
wobei der Klebstoff durch ein zentral angeordnetes Rohr geführt wird, dessen Ausgang
eine Düse bildet. Der Kanal ist unter Belassung eines Hohlraumes von einem rohrförmigen
Gehäuse umgeben, in dem eine das Rohr spiralförmig umgebende elektrische Heizung angeordnet
ist. Der Hohlraum ist an einer Seite mit der Zuführleitung für erhitzte Druckluft
verbunden, die über einen die Düse umgebenden Düsenkopf abgegeben wird. Durch die
Anordnung der elektrischen Heizung um das den Schmelzkleber führende Rohr kann sich
der Nachteil ergeben, daß der Schmelzkleber im unerwünschten Umfang erwärmt wird,
wenn die Luft nicht im erforderlichen Umfang vorgeheizt war.
[0003] Werden von einer Druckluftquelle mehrere Spritzautomaten oder Handspritzpistolen
versorgt, so sind, um die benötigten Luftmengen im erforderlichen Umfang zu erwärmen,
aufwendige Heizvorrichtungen erforderlich, die zusätzlich zu den Heizquellen benötigt
werden, durch die die Spritzkörper der Spritzautomaten bzw. Handspritzpistolen erwärmt
werden müssen.
Ziel der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt zum einen die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der zuvor beschriebenen
Art so auszubilden, daß sichergestellt ist, daß die für das Versprühen benötigte Luft
die erforderliche Temperatur aufweist, ohne daß die Gefahr besteht, daß der Schmelzkleber
selbst zu sehr erwärmt wird. Dabei soll die Vorrichtung konstruktiv einfach gebaut
und damit wartungsarm sein.
[0005] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß dem Pistolenkörper die in einem
Gehäuse angeordnete Wärmequelle in Form einer Heizpatrone zugeordnet ist, die schraubenförmig
von einer die Luft führenden Leitung umgeben ist, wobei zwischen dem Gehäuse und dem
Pistolenkörper eine wärmeleitende Verbindung besteht. Dabei ist vorzugsweise zur kontrollierten
Erwärmung des Pistolenkörpers in Abhängigkeit von dem zu versprühenden Schmelzkleber
der Abstand zwischen dem Gehäuse und dem Pistolenkörper veränderbar. Dadurch ergibt
sich der Vorteil, daß die Heizleistung der als Heizpatrone ausgebildeten Wärmequelle
nicht verändert werden muß.
[0006] Die Heizpatrone selbst ist von einem vorzugsweise als Metallhülse ausgebildeten hohlzylindrischen
Element umschlossen, die in ihrer Oberfläche eine schraubenförmig verlaufende Vertiefung
wie Nut aufweist, um in dieser zumindest teilweise die Leitung einzubetten.
[0007] Die Vorrichtung selbst kann handbetätigt sein, wobei der Pistolenkörper und das die
Wärmequelle aufnehmende Gehäuse von einem Pistolengehäuse umgeben ist, welches ein
Handgriff aufweist. Von diesem wird ein 3-Wege-Ventil betätigt, um über dieses Druckluft
sowohl der Spritzpistole als auch der die Wärmequelle umgebenden Leitung zuzuteilen.
[0008] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen, durch die jedoch
eine Einschränkung des Erfindungsgedanken nicht erfolgen soll.
Kurze Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0009]
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Spritzautomaten,
Fig. 2 eine Schnittdarstellung einer Handspritzpistole und
Fig. 3 einen Ausschnitt aus der Fig. 2.
[0010] Den Fig. 1 und 2 ist jeweils eine Vorrichtung zum Versprühen eines Haftschmelzklebers
auf einen zu verklebenden Gegenstand dargestellt. Dabei handelt es sich bei der Darstellung
in Fig. 1 um einen Spritzautomaten 10 der einen Spritzkörper 12 aufweist. An einer
Fläche des Spritzkörpers 12 grenzt ein eine Heizpatrone 14 aufweisendes Gehäuse 16
an. Dabei erfolgt eine wärmeleitende Verbindung zwischen dem Gehäuse 16 und dem Pistolenkörper
12 im einstellbaren Umfang. Vorzugsweise verläuft zentrisch im Gehäuse 16 die über
Anschlüsse 18 und 20 mit elektrischer Energie zu versorgende Heizpatrone 14, die ihrerseits
von einer Metallhülse 22 umschlossen ist. Auf der Oberfläche der Metallhülse 22 ist
schraubenförmig eine Leitung angeordnet, die gegebenenfalls teilweise in der Metallhülse
22 eingebettet sein kann (siehe Fig. 3).
[0011] Am vorderen Ende des Spritzkörpers 12 befindet sich ein eine Düse 25 aufweisender
Ventilkörper 26. In dem Ventilkörper 26 mündet das vordere Ende 28 der die Heizpatrone
14 schraubenförmig umgebenden Leitung - Die Düse 25 ist im vorderen Ende eines Luftkopfes
30 angeordnet, der mittels eines Überwurfrings 32 mit dem Ventilgehäuse 26 verbunden
ist.
[0012] Im Ventilgehäuse 26 mündet eine axiale Bohrung 34 des Ventilkörpers 12, in der koaxial
eine Ventilnadel 36 zum Öffnen bzw. Verschließen einer Öffnung 38 verschiebbar angeordnet
ist. Die Ventilnadel 36 geht von einem Kolben 40 aus, dessen eine Stirnfläche von
Druckluft beaufschlagbar ist, um so ein Verschieben des Kolbens 40 und damit der Ventilnadel
36 von der Öffnung 38 entgegen einer von einer Kolbenfeder 42 hervorgerufenen Kraft
hervorzurufen. Dabei kann der Hub des Kolbens mittels einer Anschlagschraube 44 eingestellt
werden.
[0013] Über den Anschluß 46 erfolgt die Zuführung des geschmolzenen Haftschmelzklebers und
über die Öffnung 48 die Druckluftbeschickung zum Verschieben des Kolbens 40. Die mit
Schmelzkleber bzw. Druckluft beschickten Bereiche des Pistolenkörperinneren sind durch
einen eine Dichtung 50 aufweisenden Abschnitt der Kolbenstange 54 getrennt, von der
die Ventilnadel 36 ausgeht.
[0014] Erwähntermaßen kann der Abstand zwischen dem Gehäuse 16 und dem Pistolenkörper 12
z. B. durch Distanzscheiben, -ringe oder -plättchen veränderbar eingestellt werden,
um so den Wärmeübergang und damit die Erwärmung des Pistolenkörpers 12 im gewünschten
Umfang beeinflussen zu können.
[0015] Die durch die Leitung 24 geführte und dabei erwärmte Druckluft wird über einen Anschluß
56 mit einer Druckluftquelle verbunden. Das Versprühen des Klebers erfolgt im Drehstrahl.
Dies wird dadurch erzielt, daß koaxial im Luftkopf 30 der Schmelzkleber geführt wird.
Über vorzugsweise fünf in Düse 25 verlaufende Längsnuten erfolgt eine Verwirbelung
der Sprühluft in Art eines Drehstrahis im Austrittspunkt des Schmelzklebers, wodurch
sichergestellt ist, daß das Aufsprühen im gewünschten Umfang erfolgt. Dabei können
die Längsnuten einen Winkel von ca. 15° zur Längsachse der Düse 25 beschreiben.
[0016] Über beispielhaft dargestellte Wärmefühler 58 bzw. 60 wird die Temperatur des Gehäuses
16 bestimmt, um so Rückschlüsse auf die Temperatur der Luft beim Verlassen der schraubenförmig
verlegten Leitung 24 bzw. im Bereich der Verbindung zu dem Pistolenkörper 12 zu erhalten.
[0017] Der Aufbau bezüglich des Pistolenkörpers und des Wärmequelle aufnehmenden Gehäuses
ist bei der der Fig. 2 zu entnehmenden Handspritzpistole gleich, so daß gleiche Elemente
mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0018] Die Ausführungsformen unterscheiden sich jedoch darin, daß der Pistolenkörper 12
und das Gehäuse 16 von einem gemeinsamen Gehäuse 62 umgeben sind, das einen Handgriff
64 aufweist. In dem Handgriff befindet sich ein von einem Betätigungsorgan wie Hebel
66 zu betätigendes 3-Wege-Ventil 68, über das Druckluft zum einen in den Pistolenkörper
12 (Verbindung 70) und zum anderen zu der schraubenförmig um die Heizpatrone 14 gelegte
Leitung 24 (Verbindung 76) geführt wird.
[0019] Der Fig. 2 ist desweiteren zu entnehmen, daß der erwärmte und geschmolzene Kleber
über einen vorzugsweise beheizten Materialschlauch 72 geführt wird.
[0020] Auch sei nachdrücklich darauf hingewiesen, daß die über den Leitungsteil 28 strömende
erwärmte Luft innerhalb des Ventilgehäuses 26 geführt wird, um dieses ebenfalls im
erforderlichen Umfang zu erwärmen, damit dem geschmolzenem Kleber selbst nicht im
unzulässigen Umfang Wärme entzogen wird.
[0021] In Fig. 3 ist ein Ausschnitt der in der Metallhülse 22 teilweise eingebetteten Leitung
24 dargestellt, die gemeinsam die Heizpatrone 14 umgeben. Man erkennt, daß ein guter
Wärmekontakt über einen großen Bereich des Umfangs der Leitung 24 mit der Oberfläche
der Metallhülse 22 erfolgt. wodurch sichergestellt ist, daß die in der Leitung 24
strömende Luft im erforderlichen Umfang erwärmt wird.
[0022] Mit einer Heizpatrone einer Leistung von 350 Watt kann eine Erwärmung der Metallhülse
22 im vorderen Bereich bis zu 500° erfolgen. In diesem Fall weist die dem Ventilgehäuse
26 zugeführte Temperatur bei einem Durchsatz von 180 bis 200 I pro Minute eine Temperatur
von 200-220° Celsius auf. Diese Temperatur reicht aus, daß ein Schmelzkleber über
die Düse 25 im erforderlichen Umfang versprüht wird.
[0023] Bei höheren Drücken kann durch Erhöhung der Leistung der Heizpatrone 14 auf z. B.
560 Watt eine Lufterwärmung von 300° Celsius im Bereich der Leitung 28 erreicht werden.
Wird nun die Luft mit einem Druck von z. B. 4-4,5 bar abgegeben, so genügt die vorher
eingestellte Temperatur trotz der plötzlichen Temperaturniedrigung am Düsenaustritt
aus, um Schmelzkleber noch im erforderlichen Umfang versprühen zu können.
1. Vorrichtung (10) zum Versprühen von Schmelzkleber umfassend eine pneumatisch betriebene
Spritzpistole mit Pistolenkörper (12), über den der Schmelzkleber einem von dem Pistolenkörper
(12) ausgehenden eine Düse (25) aufweisenden Ventilkörper (30) zuführbar ist, dem
zum Versprühen des Schmelzklebers erwärmte Luft unter Druck zuleitbar ist, die entlang
einer Wärmequelle (14) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß dem Pistolenkörper
(12) die in einem Gehäuse (16) angeordnete Wärmequelle (14) in Form einer Heizpatrone
zugeordnet ist, die schraubenförmig von einer die Luft führende Leitung (24) umgeben
ist, wobei zwischen dem Gehäuse (16) und dem Pistolenkörper (12) eine wärmeleitende
Verbindung besteht.
2. Vorrichung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizpatrone (14) von
einem hohlzylindrischen Element (22) umschlossen ist, in dem die Leitung (24) zumindest
teilweise eingebettet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem
Gehäuse (16) und dem Pistolenkörper (12) zum gesteuerten Wärmeübergang einstellbar
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (10) handbetätigt
ist, wobei von dem Pistolenkörper (12) ein Handgriff (64) ausgeht, der ein 3-Wege-Ventil
(68) aufweist, über das Luft unter Druck der Spritzpistole und der die Wärmequelle
schraubenförmig umgebenden Leitung (24) zuführbar ist.
1. A device for spraying hot-melt glue comprising an air operated spraying gun with
gun body (12) via which the hot-melt glue can be supplied to a valve body (30) extending
from the gun body (12) and having a nozzle (25), for spraying the hot-melt glue, heated
air under pressure can be led in said valve body along a heat source (14), characterized
in that the gun body (12) is coordinated with a heat source (14) like a cartridge
heater, being arranged in a casing (16) and surrounded by a screw-shaped conduit (24)
carrying the air, where a heat-conducting connection exists between the casing (16)
and the gun body (12).
2. A device according to Claim 1, characterized in that the cartridge heater (14)
is surrounded by a hollow-cylindrical element (22), in which the conduit (24) is at
least partially embedded.
3. A device according to Claim 1, characterized in that the distance between the casing
(16) and the gun body (12) is adjustable for a controlled heat transfer.
4. A device according to Claim 1, characterized in that the device (10) is hand-operated,
where a handle (64) is extending from the gun body (12) having a three-way valve (68)
via which air under pressure can be supplied to the spraying gun and to the conduit
(24) helically surrounding the heat source.
1. Dispositif (10) pour pulvériser de la colle à fusion, comprenant un pistolet-pulvérisateur,
actionné pneumatiquement, pourvu d'un corps (12), par l'intermédiaire duquel la colle
à fusion peut être amenée à un corps de soupape (26) partant du corps (12) du pistolet
et comportant une buse (25), et auquel peut être amené sous pression de l'air chauffé
en vue de pulvériser la colle à fusion, air que l'on fait passer le long d'une source
de chaleur (14), dispositif caractérisé en ce que, au corps (12) du pistolet est associée
la source de chaleur (14), disposée dans un boîtier (16), sous la forme d'une cartouche
chauffante, qui est entourée en forme de spirale par une conduite (24) par laquelle
passe l'air, une liaison conductrice de la chaleur étant établie entre le boîtier
(16) et le corps (12) du pistolet.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cartouche chauffante
(14) est entourée par un élément (22) en forme de cylindre creux, dans lequel la conduite
(24) est insérée au moins partiellement.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la distance entre le
boîtier (16) et le corps (12) du pistolet est réglable en vue de commander le transfert
de chaleur.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (10) est
actionné à la main, une poignée (64) partant du corps (12) du pistolet et étant pourvue
d'une soupape (68) à 3 voies, par l'intermédiaire de laquelle de l'air sous pression
peut être amené au pistolet-pulvérisateur et à la conduite (24) entourant en forme
de spirale la source de chaleur.