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EP 0 158 171 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.09.1988 Patentblatt 1988/38 |
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Anmeldetag: 19.03.1985 |
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Segel für durch Wind angetriebene Fahrzeuge
Sail for vehicles driven by the wind
Voiles pour véhicules propulsés par le vent
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT |
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Priorität: |
19.03.1984 DE 3410041
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.1985 Patentblatt 1985/42 |
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Patentinhaber: Pellicci, Tomas |
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D-8209 Stephanskirchen (DE) |
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Erfinder: |
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- Pellicci, Tomas
D-8209 Stephanskirchen (DE)
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Vertreter: TER MEER STEINMEISTER & PARTNER GbR |
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Mauerkircherstrasse 45 81679 München 81679 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-82/03052 FR-A- 2 401 059 US-A- 3 598 075
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DE-A- 3 119 531 FR-A- 2 541 230
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die bisher bekannten Segel für Windsurfer bestehen meistens aus einer einlagigen
Segelbahn mit Masttasche zur Aufnahme des Mastes und Segellattentaschen für die Aufnahme
von Segellatten. Ihr Achterliek verläuft, ausgehend von Unterliek, zunächst in eine
Geraden und geht dann in eine gekrümmte Linie über, die in der Segelspitze mündet.
[0002] Beim Fahren mit einem derartigen Segel füllt sich auf der Luvseite das Segel mit
Wind und bildet einen Bauch, wobei mit zunehmender Windstärke der Segelbauch nach
hinten wandert, wodurch die Querkräfte, d.h. die Haltekräfte, die von dem Surfer aufzubringen
sind, erhöht werden. Außerdem entstehen auf der Luvseite hinter dem Mast aufgrund
des bauchigen Charakters des Segels Verwirbelungen, welche den Vortrieb beeinträchtigen.
[0003] Aus der internationalen Patentanmeldung WO-A-82/03052 ist ein Segel für durch Wind
angetriebene Fahrzeuge, insbesondere Windsurfer, bekannt, welches als Doppelsegel
ausgebildet ist und durch in Lattentaschen eingeschobene elastische Segellatten ein
tropfenförmiges Flugzeugflügelprofil besitzt. Über die Ausbildung der Segellatten
gibt dieser Stand der Technik nichts her, wobei die Zeichnungen lediglich erkennen
lassen, daß die Segellatten die Segelverformung ermöglichen und dabei selbst verformbar
sein müssen.
[0004] Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, ein Segel für durch Wind angetriebene
Fahrzeuge, insbesondere Windsurfer, zu schaffen, bei welchem eine Wanderung des Drehpunkts
im Segel nach hinten weitgehend verhindert wird, wodurch die Querkräfte unter Erhöhung
des Vortriebes verringert werden, wobei außerdem Verwirbelungen auf der Luvseite hinter
dem Mast verhindert werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Erfindung durch ein Segel gemäß dem Patentanspruch 1
gelöst.
[0006] Das wesentliche Merkmal des erfindungsgemäßen Segels besteht daher in seiner Ausgestaltung
als tropfenförmiges Flugzeugflügelprofil durch Verwendung eines Doppelsegels und entsprechend
profilierter Segellatten, die auf beiden Seiten des Segels in entsprechende Segellattentaschen
unter Ausbildung des erwähnten Profils eingeschoben werden. Dabei ist es wesentlich,
daß die Segellatten im Vorderteil ein 1/2-S-Profil besitzen und aus einem relativ
starren Material, insbesondere Metall, und im hinteren Teil aus einem geraden elastischen
biegsamen Kunststoffstab bestehen. Aufgrund dieser Ausgestaltung als tropfenförmiges
Flugzeugflügelprofil wird bei Verwendung des erfindungsgemäßen Segels eine Wanderung
des Bauchs im Segel nach hinten vermindert, was mit einer Verminderung der Querkräfte,
d. h. der vom Surfer auszuübenden Haltekräfte, einhergeht. Durch das erfindungsgemäße
Segel wird damit eine Erhöhung des Vortriebs um etwa 10 % erzielt.
[0007] Außerdem treten keine Verwirbelungen auf der Luvseite hinter dem Mast mehr auf, so
daß das erfindungsgemäße Segel um etwa 50 % widerstandsärmer ist als die bekannten
Segel.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das erfindungsgemäße Segel für Windsurfer
gegenüber Windsurfersegeln bekannten Zuschnitts dadurch modifiziert, daß der Mast
an seiner Spitze durch einen biegsamen elastischen Stab aus einem elastischen Kunststoff,
vorzugsweise einem GFK, derart in der Masttasche einer neuen Segelform verlängert
ist, daß das Achterliek des Segels von der Segelspitze (Kopf) bis zum unteren Ende
(Schothorn) eine Gerade bildet und nicht wie bei den bekannten Segeln gekrümmt zur
Mastspitze verläuft. Durch diese Vergrößerung des Oberteils des Segels durch den in
der gekrümmten Masttasche verlaufenden gekrümmt gespannten Mastverlängerungsstab wird
eine bessere Ausnutzung der Segelarbeitsfläche bis zum äußersten Ende erzielt bei
gleichzeitiger Verminderung des induzierten Widerstandes, wodurch die Segelleistung
weiter erhöht wird. Das tropfenförmige Flugzeugflügelprofil des erfindungsgemäßen
Segels wird durch eine im Vorderliekinnenbereich eingeschobene Lage aus einem geschlossenporigen
Schaum gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verstärkt.
[0009] Die Doppelsegelhälften sind zur Erleichterung des Ablaufens von Wasser sowohl am
Unter- als auch am Achterliek vorzugsweise punktförmig miteinander befestigt, vorzugsweise
vernäht.
[0010] Die Erfindung wird durch die beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Segels;
Fig. 2 eine Profilansicht einer erfindungsgemäß verwendeten Segellatte und
Fig. 3 einen Profilschnitt durch das erfindungsgemäße Segel von Fig. 1 bei Einwirkung
von Wind.
[0012] Das erfindungsgemäße Segel besteht aus jedem herkömmlichen Segelmaterial, insbesondere
aus einem durchsichtigen Kunststoff. An seinem Vorderliek ist eine zur Segelspitze
hin gekrümmt verlaufende Masttasche 7 zur Aufnahme des Mastes 5 ausgearbeitet, der
an seiner Spitze durch einen aufsteckbaren Stab 6 aus einem biegsamen elastischen
Kunststoff, insbesondere GFK, verlängert ist. Auf diese Weise ist das Segel an seiner
Oberseite gegenüber einem Segel herkömmlicher Schnittweise (vergleiche die Linie 12)
vergrößert und das Achterliek 8 verläuft in einer Geraden bis zum Unterliek 9. Auf
beiden Seiten des als Doppelsegel ausgebildeten Segels sind in Segellattentaschen
10 profilierte Segellatten 2 eingeschoben, die (vgl. Fig. 2) etwa im vorderen Drittel,
welches das Hauptprofil bildet, aus einem relativ starren Material, insbesondere einem
Metall, wie Aluminium, und im hinteren Teil aus einem elastischen Material, insbesondere
einem elastischen Kunststoff, bestehen. Diese Segellatten mit 1/2-S-Profil im Vorderteil
werden in die Segellattentaschen auf beiden Seiten des Doppelsegels unter Ausbildung
des tropfenförmigen Flugzeugflügelprofils des erfindungsgemäßen Segels eingeschoben
und in üblicher Weise am Achterliek fixiert. Um das Profil des erfindungsgemäßen Segels
im Vorderliekbereich noch glatter und gleichmäßiger auszugestalten, ist gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform (Fig. 3) eine Lage 11 aus einem geschlossenporigen Kunststoffschaum
in geeigneter Weise befestigt, beispielsweise durch Aufnähen oder Aufkleben oder durch
Einschieben in eine entsprechend ausgeformte Tasche.
[0013] Wie vorstehend dargelegt, ist das erfindungsgemäße Segel insbesondere für Windsurfer
geeignet, es kann jedoch mit gleichem Erfolg auch für Segelboote, Eissegler etc. verwendet
werden.
1. Segel für durch Wind angetriebene Fahrzeuge, insbesondere Windsurfer mit einem
als Doppelsegel ausgebildeten Segel, welches durch auf beiden Seiten in Segellattentaschen
(10) eingeschobene elastische Segellatten ein tropfenförmiges Flugzeugflügelprofil
besitzt, dadurch gekennzeichnet daß die Segellatten (2) profiliert sind und in ihrem
Vorderteil ein 1/2-S-Profil aufweisen.
2. Segel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Segellatten (2) aus einem
das 1/2-S-Profil bildenden relativ starten Vorderteil (3) aus Metall und einem geraden
elastischen Hinterteil (4) aus einem Kunststoff bestehen.
3. Segel nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mast (5) durch
einen Stab (6) aus einem elastischen Kunststoff in der Masttasche (7) des Segels (1)
derart verlängert ist, daß das Achterliek (8) des Segels eines Gerade bildet.
4. Segel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Doppelsegelhälften
am Achterliek (8) und am Unterliek (9) punktförmig miteinander verbunden sind.
5. Segel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Doppelsegelhälften
im Vorderliekinnenbereich durch eine Lage (11) aus einem geschlossenporigen Schaum
verstärkt sind.
1. A sail for wind-propelled transport, in particular windsurfers, having a sail in
the form of a double sail which is given a teardrop-shaped aerofoil section by resilient
sail battens inserted on either side in sail batten pockets, characterised in that
the sail battens (2) are profiled and have a half-S profile in their front part.
2. A sail according to claim 1, characterised in that the sail battens (2) comprise
a relatively rigid metal front part (3) forming the half-S profile and a straight
resilient rear part (4) of plastics material.
3. A sail according to claims 1 and 2, characterised in that the mast (5) is extended
by a bar (6) of a resilient plastics material in the mast pocket (7) of the sail in
such a way that the leech (8) of the sail forms a straight line.
4. A sail according to claims 1 to 3, characterised in that the double sail halves
are joined together in point-type manner at the leech (8) and at the foot (9).
5. A sail according to claims 1 to 4, characterised in that in the inner luff zone
both double sail halves are reinforced by a layer (11) of a closed-pore foamed material.
1. Voile pour véhicules propulsés par le vent, en particulier des planches à voile
pourvues d'une voile constituée d'une voile à double paroi qui possède un profil d'aile
d'avion aérodynamique formée par des lattes de voile élastiques insérées des deux
côtés dans des poches de lattes de voile (10), caractérisée en ce que les lattes de
voile (2) sont profilées et présentent, dans leur partie avant, un profil en demi
S.
2. Voile suivant la revendication 1, caractérisée en ce que les lattes de voile (2)
consistent'en une partie avant métallique (3) relativement rigide qui forme le profil
en demi S et en une partie arrière élastique rectiligne (4) en une matière artificielle.
3. Voile suivant les revendications 1 et 2, caractérisée en ce que le mât (5) est
prolongé dans la poche de mât (7) de la voile (1) par une tige (6) en une matière
artificielle élastique de manière que la partie arrière (8) de la voile forme une
ligne droite.
4. Voile suivant les revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les moitiés de voile
à double paroi sont reliées l'une à l'autre par points à la partie arrière (8) et
à la partie inférieure (9).
5. Voile suivant les revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les deux moitiés
de voile à double paroi sont renforcées dans la zone intérieure de la partie avant
de la voile par une couche (11) d'une mousse à alvéoles fermées.