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EP 0 158 324 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.02.1989 Patentblatt 1989/07 |
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Anmeldetag: 09.04.1985 |
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Wickelträger
Yarn package carrier
Support d'enroulements
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
11.04.1984 DE 8411285 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.10.1985 Patentblatt 1985/42 |
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Patentinhaber: Hahm, Manfred |
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D-52070 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hahm, Manfred
D-52070 Aachen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Liermann, Manfred |
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Patentanwalt Manfred Liermann
Schillingsstrasse 335 D-52355 Düren D-52355 Düren (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 631 793
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FR-A- 2 300 836
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Wickelträger zur Behandlung von Fäden oder Garnen, mit
zwei Endringen und einer einen durchbrochenen Mantelring bildenden Mehrzahl von Zwischenringe
bildenden Elementen oder Wendelwindungen, die in axialer Richtung durch im Mantelring
angeordnete, stegartig ausgebildete Distanzelemente verbunden sind, wobei mindestens
die die Zwischenringe oder Wendelwindungen bildenden Elemente mit ihrer äußeren Umfangsfläche
immer in der Mantelfläche liegen.
[0002] Wickelträger der oben beschriebenen Art sind weit verbreitet im Einsatz und haben
sich bestens bewährt. Je nach Einsatzfall werden an solche Wickelträger unterschiedliche
Anforderungen hinsichtlich des Platzangebotes für das Wickelgut gestellt. Während
der Behandlung des Wickelgutes auf dem Wickelträger übt das Wickelgut auf den Wickelträger,
beispielsweise durch einen Schrumpfungsprozeß des Wickelgutes, eine Kraft aus, und
die Wickelträger des Standes der Technik sind so in ihrem Aufbau gestaltet, daß sie
einer solchen auftretenden Kraft nachgeben können. Gleichzeitig müssen jedoch such
in verformtem Zustand solche Wickelträger möglichst viele und große Durchbrüche aufweisen,
damit die Färbeflotte zur Einfärbung des Wickelgutes möglichst ungehindert den Wickelträger,
ausströmend aus dem Färbespeer, von innen nach außen durchdringen kann.
[0003] Da sich das Wickelgut während der Behandlung auf dem Wickelträger in Abhängigkeit
von der Art des Wickelgutes und der Behandlung unterschiedlich verhält, sind Wickelträger
der unterschiedlichsten Konstruktionen bekannt geworden, die zum Ausgleich des enger
werdenden Wickelgutes in axialer Richtung oder in radialer Richtung oder in beiden
Richtungen verformbar sind. Als Beispiel hierfür sei auf die DE-AS-2 363 250 verwiesen.
Es besteht hierbei jedoch die Gefahr, daß bei einer Verformung des Wickelträgers,
ja schon bei der Bespulung, Fäden des Wickelgutes eingeklemmt werden. Um dies zu verhindern,
wird ein solcher Wickelträger stets mit Papier umwickelt in der Praxis verwendet.
[0004] Es ist weiterhin mit der DE-PS-2 506 512 ein Wickelträger bekannt geworden, der zwar
nicht zur oben näher definierten Gattung gehört, der jedoch einen Wickelkörper mit
Ausbuchtungen aufweist, zwischen denen sich Vertiefungen befinden und der mindestens
axial verformbar sein soll. Bei diesem Wickelträger ist es möglich, daß dann, wenn
das Wickelgut aufgrund einer Naßbehandlung oder aufgrund einer Wärmebehandlung schrumpft,
sich dieses Wickelgut in radialer Richtung zunächst in die Vertiefungen setzen kann,
so daß ohne Verformung des Wickelträgers Platz gewonnen wird. Tritt jedoch eine gleichzeitige
Axialverformung dieses Wickelträgers ein, so wird einerseits das Eingleiten des Wickelgutes
in die Vertiefungen gefördert und andererseits das Wickelgut in den Vertiefungen eingeklemmt.
Gleichzeitig wird durch die Perforation, die aus Stabilitätsgründen in der Summe ihrer
Öffnungsquerschnitte nur einen kleinen Anteil der Gesamtoberfläche ausmacht, der Durchtritt
der Färbeflotte behindert.
[0005] Mit der DE-A-2 631 793 ist eine Wickelhülse bekannt geworden, deren gesamte Mantelfläche
im wesentlichen geschlossen ist und lediglich siebartige Durchbrüche aufweist. Es
sind weiter ringwulstartige Erhöhungen in einem Abstand zueinander vorgesehen, die
untereinander und mit Bereichen der Mantelfläche, die keine solchen Erhöhungen aufweist,
verbunden sind. Letztgenannter Mantelbereich ist tonnenförmig nach außen gewölbt.
Durch diesen Mantelaufbau tritt bei axialer Kürzung eine radial auswärts gerichtete
Verformung der Mantelfläche auf, wodurch ein Einklemmen des Wickelgutes verhindert
wird. Die bei diesem Aufbau notwendigerweise geringe Gesamtfläche der Durchbrechungen
erlaubt jedoch keinen befriedigenden Durchtritt der Färbeflotte. Außerdem ist eine
auswärts gerichtete Verformung bei durch die Behandlung einlaufendem Wickelgut unerwünscht.
[0006] Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, einen Wickelträger der eingangs beschriebenen
Art vorzuschlagen, der einen stabilen Träger für die Aufwicklung des unbehandelten
Wickelgutes darstellt, möglichst große Durchbrüche für die Färbeflotte aufweist und
bei dem ein Einklemmen von Fäden des Wickelguts nicht auftritt.
[0007] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einem Wickelträger der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß die Mantelfläche in Achsrichtung gesehen stetig ineinander
übergehende Abschnitte größeren und kleineren Durchmessers aufweist und die Distanzelemente
wenigstens zwischen solchen Zwischenringe bildenden Elementen oder Wendelwindungen,
die sich in radialer Richtung überlappen, in axialer Richtung im wesentlichen fluchten.
Es hat sich gezeigt, daß das Wickelgut problemlos über die größeren Durchmesser gewickelt
werden kann. Da die beschriebene Struktur des Wickelträgers einerseits einen stabilen
Kern darstellt und andererseits wegen der nur schmalen, verrundeten Stirnflächen der
einzelnen Elemente der Färbeflotte keinen nennenswerten Widerstand entgegensetzt,
sind auch die gewünschten Eigenschaften von ausreichender Stabilität und geringem
Widerstand für die Färbeflotte erreicht. Die beschriebene Abfolge der Durchmesser
der die Zwischenringe bildenden Elemente schafft zwischen den Elementen mit jeweils
größerem Durchmesser, die sozusagen den Wickelkern des unbehandelten Wickelguts bilden,
in radialer Richtung und in axialer Richtung ausreichend Freiraum, in welchen das
Wickelgut als Reaktion auf eine Naß- oder Warmbehandlung sich hineinsetzen kann. Abhängig
von der Dimensionierung dieses Freiraumes und der Größe der Schrumpfung des Wickelgutes,
kann hierdurch sogar eine Verformbarkeit des Wickelträgers in axialer oder in radialer
oder in beiden Richtungen überflüssig werden.
[0008] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgeschlagen, daß die Mantelfläche des
Wickelträgers und/oder deren Einhüllende zylindrisch, konisch, bikonisch und/oder
gewellt sind oder aus einer Kombination dieser Formen bestehen. Bei dieser Ausgestaltung
stellt der Begriff "Mantelfläche" die in axialer Richtung verlaufende Erzeugende dar,
die bei Rotation um die Längsachse die Oberflächenkontur des Wickelträgers erzeugen
würde. Demgegenüber beschreibt der Begriff "Einhüllende" die Fläche, die von einer
Erzeugenden, die über die radial am weitesten außen liegenden Punkte des Wickelträgers
gelegt wird, bei deren Drehung um die Längsachse des Wickelträgers erzeugt wird. Hierdurch
gelingt es, an ein und demselben Wickelträger, bei Beibehaltung aller bisherigen Vorteile,
in axialer Richtung Zonen mit unterschiedlichem Platzangebot zu schaffen. Es gelingt
daher, insbesondere bei einem nur unwesentlich verformbaren Wickelträger, durch Auswahl
solcher Formen, die dem Platzbedarf des im Einzelfall zu behandelnden Wickelguts entsprechen,
alle übrigen Vorteile zu erreichen und ein Einklemmen von Fäden des Wickelgutes zu
verhindern.
[0009] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Wickelträger in Axialrichtung
mindestens eine Gruppe von Zwischenringe bildenden Eiementen aufweist, deren Elemente
untereinander wenigstens angenähert gleichen Durchmesser aufweisen. Durch diese Gruppenbildung
kann direkt die Größe der Leerräume und die Größe der äußeren Wickelfläche, mit der
der Wickelträger am Wickelgut zur Anlage kommt, variiert und bestimmt werden.
[0010] Wiederum eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß mindestens auf einer Seite
jeder Gruppe mindestens ein Element angeordnet ist, dessen Durchmesser größer als
der Durchmesser der Elemente einer benachbarten Gruppe ist. Hierdurch wird bei größtmöglichem
Leerraum noch ein sicherer Wickelkern erreicht.
[0011] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor, daß die relativ zu den
Elementen einer Gruppe im Durchmesser größeren Elemente untereinander wenigstens angenähert
gleichen Durchmesser aufweisen. Auf diese Art und Weise kann einerseits die zur Verfügung
stehende Fläche des Wickelkerns variiert werden, und es kann gleichzeitig hierdurch
in gewünschter Weise sowohl die Gestalt der einhüllenden Mantelfläche als auch die
Gestalt der Einhüllenden variiert werden, ohne daß ein Einklemmen von Fäden des Wickelgutes
befürchtet werden müßte.
[0012] Wiederum eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Wendelwindungen oder
alle die Zwischenringe bildenden Elemente in ihrem Durchmesser so bemessen sind, daß
sie einer der jeweiligen Elementengruppe zugeordneten Einhüllenden folgen. Da die
die Zwischenringe bildenden Elemente unterschiedliche Durchmesser aufweisen müssen,
können sie in verschiedene Durchmessergruppen aufgeteilt werden, denen dann jeweils
eine Einhüllende zugeordnet werden kann. Diese Einhüllende bestimmt dsnn den Durchmesser
der die Zwischenringe bildenden Elemente und dessen Änderung in axialer Richtung des
Wickelträgers. Es ist dann möglich durch die Angabe des Verlaufs der jeweils einer
Gruppe zuzuordnenden Einhüllenden den Aufbau des Wickelträgers zu beschreiben und
die Lage und Größe der Leerräume festzulegen. Auch ein solcherart aufgebauter Wickelträger
vermeidet zuverlässig eine Einklemmung von Fäden des Wickelgutes.
[0013] Eine ergänzende Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß mindestens diejenigen
Wendelwindungen oder die die Zwischenringe bildenden Elemente, deren Umfänge auf der
am weitesten radial außen liegenden Einhüllenden liegen, mindestens teilweise eingeformte,
mindestens einseitig offene Hohlkörper aufweisen. Hierdurch gelingt es bei Beibehaltung
aller bisherigen Vorteile und bei Vermeidung von Einklemmungen, den Wickelträger mindestens
im Bereich des äußeren Wickelkerns radial flexibel zu machen. Trotz dieser radialen
Flexibllität, mit der ein weiterer Spielraum für ein Engerwerden des Wickelgutes geschaffen
wird, wird trotzdem zuverlässig ein Einklemmen von Fäden des Wickelgutes vermieden.
Es gelingt somit eine Anpassung an unterschiedliche Anforderungen des Wickelgutes
bei gleichzeitiger Vermeidung der Einklemmgefahr.
[0014] Ebenfalls nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß mindestens die
Wendelwindungen oder die die Zwischenringe bildenden Elemente, deren Umfänge auf der
am weitesten radial nach innen liegenden Einhüllenden anliegen, gegenüber den axial
benachbarten Elementen über starre, axial fluchtend angeordnete Distanzelemente abgestützt
sind. Auf diese Art und Welse wird mindestens für den weiter zurückliegenden und damit
platzschaffenden Teil des Wickelträgers eine Verformbarkeit in axialer Richtung verhindert,
so daß dieser Zwischenraum mit Sicherheit immer offen bleibt, wodurch ein Einklemmen
von Fäden des Wickelgutes zuverlässig ausgeschlossen wird.
[0015] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor, daß die die Zwischenringe
bildenden Elemente unterschiedliche Dicke in axialer Richtung aufweisen, wobei die
Zwischenringe bildenden Elemente mit größerer Dicke von innen nach außen verlaufende
Durchbrüche aufweisen. Dies kann in bestimmten Fällen eine Vereinfachung der Fertigung
bedeuten und gleichzeitig an den so gefertigten Stellen eine gewünschte Stabilität
in axialer Richtung erzeugen, die jedoch auf die jeweils zugeordneten Axialbereiche
beschränkt bleibt.
[0016] Eine andere Ausgestaltung der Erfindung wiederum sieht vor, daß die Zwischenringe
bildenden Elemente mit größerer Dicke als ringförmiger Körper mit einem nach innen
und/oder außen offenen U-förmigen Querschnitt ausgebildet sind. Hierdurch wird bei
grundsätzlicher axialer Stabilität dennoch eine axiale Verformung in den jeweiligen
Randbereichen in geringer Größenordnung möglich gemacht. Auch hiermit wird unter Vermeidung
der Einklemmgefahr von Fäden des Wickelgutes eine spezielle Anpassung an besondere
Bedürfnisse spezieller Wickelgutqualitäten erreicht.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Distanzelemente an ihrer
äußeren Grenzfläche eine einem geschwungenen Verlauf der Mantelfläche folgende Auskehlung
aufweisen. Dies ist ein besonders einfaches Mittel, den gewünschten einklemmsicheren
Freiraum für das Wickelgut zu schaffen.
[0018] Es ist ebenfalls nach einer Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß die Distanzelemente
in axialer Richtung weich, starr oder an unterschiedlichen axialen Stellen unterschiedlich
weich bzw. starr sein können. Hierdurch werden bei Beibehaltung aller bisherigen Vorteile
die unterschiedlichsten Anforderungen an die Verformbarkeit des Wickelträgers erfüllbar
und es kann dennoch gleichzeitig ein Einklemmen von Fäden des Wickelgutes verhindert
werden.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist ebenfalls noch vorgeschlagen, daß die
Distanzelemente im Bereich der Zwischenringe mit kleinerem Durchmesser oder der entsprechenden
Wendelwindungen in axialer Richtung einen höheren Verformungswiderstand aufweisen
als die übrigen Distanzelemente. Hierdurch wird eine axiale Verformbarkeit des gesamten
Wickelträgers möglich, die jedoch in Abhängigkeit von der axialen Lage unterschiedliche
Größenordnungen annimmt. Insbesondere wird durch diese Gestaltung erreicht, daß die
für das Wickelgut verbleibenden Freiräume sich bei einer axialen Verformung des Wickelträgers
geringer axial verformen als die übrigen Teile des Wickelträgers, so daß eine gewünschte
Größe einer Axialverformung bei sparsamster Bauart erreicht werden kann und dennoch
eine Einklemmung verhindert werden kann.
[0020] Schließlich ist nach einer Ausgestaltung der Erfindung noch vorgeschlagen, daß die
Distanzelemente mindestens in axialen Abschnitten in Umfangsrichtung gesehen zueinander
versetzt angeordnet sind. Auch hierdurch wird trotz der Vermeidung der Einklemmgefahr
ein Wickelträger geschaffen, der sowohl axial als auch radial verformbar ist und bei
dessen axialer Verformung zwangsweise auch eine radiale Verformung eintritt.
[0021] Die vorbeschriebenen Gestaltungsmöglichkeiten lassen erkennen, daß es mit der Erfindung
gelungen ist, einen Wickelträger vorzuschlagen, bei welchem die Einklemmung von Fäden
des Wickelgutes zuverlässig verhindert wird und die dennoch so gestaltet werden können,
daß ihre Verformbarkeit allen besonderen Ansprüchen der unterschiedlichsten Wickelgutqualitäten
gerecht wird. Gleichzeitig wird ein nahezu ungehinderter Durchtritt der Färbeflotte,
wie dies bereits von anderen Wickelträgern des Standes der Technik bekannt ist, ermöglicht.
[0022] Die Erfindung soll nun anhand der beigefügten Zeichnungen, die verschiedene Ausführungsbeispiele
zeigen, erläutert werden.
[0023] Es zeigen:
Figur 1 axiales Teilstück eines Wickelträgers in Seitenansicht mit sektionsweise unterschiedlicher
Gestaltung
Figur 2 schematisch Wickelträger in Seitenansicht
Figur 3 ausschnittsweise Längsschnitt eines Wickelträgers in Sonderform
Figur 4 schematisch Längsschnitt eines Wickelträgers in Sonderbauart
Figur 5 axiales Teilstück eines Wickelträgers in Seitenansicht, zwei Varianten ineinandergezeichnet
[0024] Figur 1 zeigt in axialer Richtung ein Stück eines erfindungsgemäßen Wickelträgers
in Seitenansicht, bei dem verschiedene Bauartvarianten ineinander gezeichnet sind.
Hierdurch kann eine Vielzahl von Einzeldarstellungen vermieden werden. Es handelt
sich um einen Wickelträger der gattungsgemäßen Art, bei dem in axialer Abfolge Zwischenringe
bildende Elemente -die auch Teile von Wendeln sein können- die zur Vereinfachung im
weiteren Text nur noch als Zwischenringe bezeichnet sein sollen, mit den Bezugszeichen
10, 11, 12 sowie 14 versehen, aufeinander folgen. Von oben nach unten gesehen ist
zunächst ein Zwischenring 10 angeordnet, dem ein im Durchmesser kleinerer Zwischenring
12 nachgeordnet ist. Diesem kleineren Zwischenring 12 folgt wieder ein Zwischenring
10. Diesem nun folgt ein im Durchmesser größerer Zwischenring 11. Der im Durchmesser
kleinere Zwischenring 12 wird zu den benachbarten Zwischenringen 10 über ein Distanzelement
5' auf Distanz gehalten. Distanzelement 5' ist hierbei so ausgebildet, daß gegen einen
gewissen Widerstand die Zwischenringe 10 sich in axialer Richtung auf den Zwischenring
12 zubewegen können. Um diese Axialbewegung der Zwischenringe zu ermöglichen, kbnnte
das Distanzelement 5' selbstverständlich auch alle anderen im Stand der Technik bereits
bekannten und hierzu geeigneten Formen und Anordnungen aufweisen. Die äußere Grenzfläche
21 der Distanzelemente 5' ist eingekehlt oder gerundet, so daß hierdurch in Umfangsrichtung
von den Zwischenringen 10 - 12 - 10 und ihren Distanzelementen 5' ein Freiraum 20
geformt wird.
[0025] Dem von oben gesehen zweiten Zwischenring 10 schließt sich ein Zwischenring 11 an,
dem sich wiederum ein Zwischenring 10 anschließt. Die aufeinanderfolgenden Zwischenringe
10 - 11 - 10 werden wiederum von in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Distanzelementen
7, die als ebene Platten und untereinander angeordnet sind, auf Distanz gehalten.
Hierbei ist die äußere Grenzfläche 22 dieser Distanzelemente 7 im Ausführungsbeispiel
nach außen gewölbt, es kann jedoch auch jede andere Linienführung vorgesehen sein.
[0026] Dies gilt auch für die entsprechende Linienführung der anderen Distanzelemente. Diese
Form der Distanzelemente sorgt für axiale Starrheit. Es ist jedoch in der Regel sinnvoll,
wenn in diesem Bereich die Distanzelemente axial nachgiebig ausgebildet sind, während
in umgekehrter Abfolge wie in Figur 1 dargestellt, die Distanzelemente 5' zweckmäßigerweise
in axialer Richtung starr oder mindestens starrer als die Distanzelemente 7 ausgebildet
sind.
[0027] Die vom Durchmesser des Zwischenrings 11 und der äußeren Grenzfläche 22 der Distanzelemente
7 gebildete äußere Kontur dient als Wickelkern, an dem die inneren Fäden des Wickelguts
zur Anlage kommen.
[0028] Dem dem Zwischenring 11 folgenden Zwischenring 10 folgt noch weiter nach innen liegend
eine Gruppe von zwei Zwischenringen 12, die den kleinsten Durchmesser aufweisen und
ebenso wie der weiter oben dargestellte erste Zwischenring 12 auf der innersten Einhüllenden
17 liegen, während der Durchmesser der Zwischenringe 11 auf der äußeren Einhüllenden
16 liegt.
[0029] Die beiden in axialer Richtung nebeneinander angeordneten Zwischenringe 12 werden
in axialer Richtung starr abgestützt von Distanzelementen 3, so daß sich diese beiden
in axialer Richtung nebeneinander angeordneten Zwischenringe 12 in axialer Richtung
nicht aufeinander zubewegen können. Damit wird ein Mindestabstand des Freiraums 20'
gesichert zur Verhinderung eines Einklemmens von Fäden des Wickelguts.
[0030] Die Abstützung zwischen einem Zwischenring 12 und dem in axialer Richtung benachbarten
Zwischenring 10 hingegen, erfolgt über Distanzelemente 8, die als im Ausführungsbeispiel
rohrförmige Hohlkörper ausgebildet sind, so daß hier eine axiale Flexibilität erreicht
wird. Die Größe dieser Flexibilität ist von Form und Wandstärke dieser Distanzelemente
8 abhängig. Diese Art des Aufbaus kann in Zusammenwirken mit der in axialer Richtung
darüber angeordneten Gruppe der Zwischenringe 10 - 11 - 10, die ja in axialer Richtung
starr zueinander gehalten sind, bei einer axialen Verformung über die Distanzelemente
8 eine gewisse erwünschte Schiebewirkung ausüben, die die Fäden des Wickelgutes veranlaßt,
in den Freiraum 20' einzutauchen. Hierbei sorgen die in axialer Richtung starr ausgebildeten
Distanzelemente 3 zwischen den Zwischenringen 12 dafür, daß dieser Bereich in axialer
Richtung unverformt bleibt und daher, wie bereits beschrieben, ein Mindestfreiraum
gesichert ist.
[0031] Eine weitere Modifikation schließt sich an den bisher beschriebenen Teil an. Dem
unteren Zwischenring 10, der noch mit den Distanzelementen 8 zusammenwirkt, schließen
sich in axialer Richtung abwärts wiederum zwei Zwischenringe 11 an, deren äußere Umfänge
wieder auf der Einhüllenden 16 liegen. Diese beiden Zwischenringe 11 sind untereinander
in axialer Richtung starr über Distanzelemente 8' abgestützt, wobei diese Gruppe aus
den beiden in axialer Richtung starr abgestützten Zwischenringen 11 jeweils nach oben
und unten gegenüber den sich anschließenden Zwischenringen 10 über ebenfalls in axialer
Richtung starre Distanzelemente 7 abgestützt sind. Ein solcher Aufbau ist natürlich
nicht auf zwei Zwischenringe gleichen Durchmessers beschränkt. Diese Ausbildung ermöglicht
eine Breitenveränderung des Wickelkerns und es gelingt hierdurch, die Breite des Wickelkerns
abzustimmen mit der Größe der Freiräume 20 bzw. 20', wodurch die Sicherheit gegen
Einklemmen weiter verbessert werden kann. Insbesondere ist es möglich, Verformungselemente,
wie die als Distanzelemente 8 ausgebildeten Hohlkörper, in die Zwischenringe 10 und/oder
11 einzubauen, so daß diese Zwischenringe hierdurch in radialer Richtung verformbar
werden. Werden diese Elemente in die Zwischenringe 11 eingebaut, so kann hierdurch
der Wickelkern als solcher verkleinert werden (die Einhüllende 16 kann radial nach
innen wandern), oder es gelingt durch die entsprechende radiale Verformung des Zwischenringes
10 den Freiraum 20' zu vergrößeren. Wird in Kombination jeweils ein angrenzender Zwischenring
10 mit solchen Hohlkörpern ausgerüstet und gleichzeitig dieser Zwischenring 10 gegenüber
dem im Durchmesser kleineren, benachbarten Zwischenring 12 über solche hohlkörperartigen
Distanzelemente 8 abgestutzt, so kann es gelingen, trotz einer axialen Annäherung
von Distanzring 12 und Distanzring 10 infolge der radialen Verformbarkeit des Distanzringes
10 den Freiraum 20' in seiner Größe konstant zu halten. Hierzu ist dann allerdings
erforderlich, daß darauf geachtet wird, daß die Distanzelemente 7 eine solche radisle
Verformung des Zwischenringes 10 auch zulassen. Die zuletzt beschriebenen Möglichkeiten
sind jedoch nicht gesondert gezeichnet, weil zu deren Erfassung die vorangegangene
Beschreibung in Verbindung mit den zu Figur 1 bereits beschriebenen Bauelementen völlig
ausreicht.
[0032] Weiter abwärts zum bisher beschriebenen Teil der Figur 1 schließt sich dem Zwischenring
10 ein Zwischenring 14 mit größerer Dicke an, der in axialer Richtung völlig starr
ist und damit eine Mindestgröße des Freiraums 20" bestimmt. Der Umfang dieses Zwischenringes
14 liegt wieder auf der Einhüllenden 17. Damit der Durchtritt der Färbeflotte nicht
behindert wird, weist dieser Zwischenring 14 von innen nach außen gerichtete Durchbrüche
15 für den Durchtritt der Färbeflotte auf.
[0033] Ein Wickelträger der beschriebenen Art ist nicht nur herstellbar für Einhüllende
16 bzw. 17 von zylindrischer Gestalt. Die Einhüllenden können vielmehr beliebige Gestalt
annehmen. So ist z. B. in Figur 2 schematisch ein Aufbau eines solchen Wickelträgers
dargestellt, bei dem die Einhüllenden 16 und 17 in paralleler Lage zueinander kegelig
verlaufen und die Zwischenringe 11',12' nur angedeutet sind. Es ist jedoch ebenfalls
keineswegs zwingend, daß die Einhüllenden 16 und 17 parallel zueinander angeordnet
sind, vielmehr können diese Oberflächen auch konvergieren oder divergieren, so daß
in axialer Richtung gesehen ein solcher Wickelträger in jeder axialen Zone ein unterschiedliches
Verformungsverhalten aufweisen kann, wodurch eine präzise Anpassung an die besonderen
Eigenschaften des jeweils zu wickelnden speziellen Wickelgutes erfolgen kann.
[0034] Es ist ebenso möglich, wie bereits zu Figur 1 beschrieben, in unterschiedlichen axialen
Bereichen des Wickelträgers, den Wickelträger unterschiedlich aufzubauen, so wie dies
die Figur 1 direkt schematisch darstellt. Ebensogut und in der Regel wohl zweckmäßig
ist aber eine sich in axialer Richtung periodisch wiederholende Struktur des Wickelträgers
möglich. Die verschiedenen Aufbaumöglichkeiten erlauben, wie bereits beschrieben,
eine Anpassung an die verschiedenen Anforderungen des Wickelgutes und vermeiden dennoch
zuverlässig die Gefahr des Einklemmens von Fäden des Wickelgutes.
[0035] In Ergänzung zu Figur 1 zeigt Figur 3 einen axialen Ausschnitt eines in einer Mittenebene
längs geschnittenen Wickelträgers. Bei diesem Beispiel nach Figur 3 kann die schraffierte
Schnittebene die Trennebene eines fur die Herstellung solcher Wickelträger zu verwendenden
Zweibackenformwerkzeugs darstellen. Die Zwischenringe 12" und 11" können hierbei von
unterschiedlichen Distanzelementen, im Ausführungsbeispiel die Distanzelemente 3',
4 und 5, auf Abstand zueinander gehalten werden. Während die Distanzelemente 3' in
axialer Richtung untereinander angeordnet und in dieser Richtung starr sind, ermöglicht
eine Ausbildung der Distanzelemente in der Form nach den Distanzelementen 4 bzw. 5
auch in einer Anordnung untereinander axiale Flexibilität. Die beschriebenen Distanzelemente
3' sowie 4 und 5 weisen im Ausführungsbeispiel nach Figur 3 allesamt gleichgerichte
Mantellinien auf, die in Richtung der Entformungsbewegung der Formbacken, slso senkrecht
zur Zeichenebene, verlaufen. Im Bereich der Trennebene hingegen ist ein von oben nach
unten durchgehendes, einhüllendes Distanzelement 6 auf jeder Seite vorgesehen, dessen
äußere Form der gewünschten einhüllenden Mantelfläche 19 entspricht, wodurch auch
hier wieder in beispielsweise periodischen Abständen, Freiräume 23 geschaffen werden
können. Die sich für das Distanzelement 6 ergebende Gestaltung sorgt dafür, daß dieses
Distanzelement 6 im Bereich des Freiraums 23, also im Bereich der Überdeckung der
Zwischenringe 12", in axialer Richtung einen höheren Verformungswiderstand aufweist
als in dem nach außen ausgebuchteten Bereich, der jeweils einen Zwischenring 11" übergreift.
In letztgenanntem Bereich ist der Wickelträger in axialer Richtung weich. Auch durch
diese Gestaltung wird somit trotz axialer Flexibilität ein Freiraum 23 für das Wickelgut
gesichert, in welchem Fäden des Wickelgutes nicht eingeklemmt werden können.
[0036] Es ist allerdings auch möglich einen Wickelträger nach Figur 3 in axialer Richtung
vollständig starr zu gestalten. Das in der Teilungsebene liegende Distanzelement 6
muß dann in diesem Bereich nach der Form des Distanzelementes 6' ausgebildet sein.
Die übrigen Distanzelemente müssen dann in Lage, Anordnung und Aufbau so wie die Distanzelemente
3' sein. Allerdings ist es auch möglich, trotz einer Ausbildung des Distanzelementes
6' in der Trennebene, in den dazu um 90° geschwenkten Ebenen die Distanzelemente als
in axialer Richtung weiche Distanzelemente nach Art der Distanzelemente 4 bzw. 5 auszubilden,
wie dies in Figur 3 angedeutet ist. Hierdurch kann es gelingen, in unterschiedlichen
axialen Ebenen unterschiedliche Verformungswiderstände zu erzeugen, wodurch wiederum,
ohne Gefahr des Einklemmens von Fäden des Wickelguts, eine besondere Anpassung an
Anforderungen des Wickelgutes gelingt.
[0037] Ein Wickelträger nach Figur 3 kann mit Enden 24 bzw. 25 ausgerüstet sein, wie diese
in Figur 4 dargestellt sind, mit denen mehrere solcher Wickelträger auf einem Färbespeer
aufsetzbar und übereinander stapelbar und dabei mit den zugeordneten Flächen ineinander
führbar sind. Der offen gebliebene Teil in Figur 4 kann dabei der Teil sein, in welchen
das Teilstück nach Figur 3 einzusetzen ist. Allerdings kann ein solcher Wickelträger
nach Figur 4 auch über eine Veränderung der Anordnung der Distanzelemente 3 axial
und zwangsweise mit der axialen Verformung radial verformbar sein. Eine solche Möglichkeit
des Aufbaus zeigen die in Figur 4 dargestellten Stücke eines Wickelträgers. Hierbei
wird von der bereits zu Figur 3 beschriebenen Schnittebene ausgegangen und es wird
hinsichtlich der Mantellinien der in Figur 4 verwendeten Distanzelemente 3 dieselbe
Anordnung wie bereits zu Figur 3 beschrieben gewählt, so daß auch ein Wickelträger
nach Figur 4 von einem Zweibackenformwerkzeug herstellbar ist.
[0038] Um, wie in Figur 4 eine axiale Verformbarkeit bei gleichzeitiger zwangsweiser, radialer
Verformung des Wickelträgers zu erreichen, müssen lediglich die Distanzelemente 3
jeweils in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnet sein. Hierdurch ergibt sich
bei axialer Verformung eine wellenförmige Verformung der Zwischenringe, wodurch sich
deren radiale Erstreckung verringert. Es wird somit bei axialer Verformung zwangsweise
eine radiale Verformung gleichzeitig mit erzwungen. Dennoch weisen hierbei die Bereiche
der Freiräume 23 in axialer Richtung einen höheren Verformungswiderstand als die übrigen
Bereich auf, so daß wiederum die Einklemmgefahr beseitigt ist.
[0039] Besonders günstig ist es auch, wenn die in Umfangsrichtung versetzte Anordnung der
Distanzelemente 3 -so wie in Figur 4 dargestelltnur jeweils gruppenweise vorgenommen
wird, während die Anordnung innerhalb der Gruppen in axialer Richtung starr vorgesehen
wird. Auf dies Art und Weise wird es möglich, eine sowohl axiale als auch radiale
Verformung des Wickelträgers durchzuführen, ohne daß sich dessen Freiraumabstände
und Freiraumgrößen in nennenswerter Weise ändern. Es kriecht dann der Wickelträger
sozusagen ausschließlich in seinem inneren Bereich ineinander.
[0040] In Figur 5 ist ein besonders einfaches Ausführungsbeispiel dargestellt. Dort sind
Zwischenringe bildende Elemente 9 gleichen Durchmessers vorgesehen, die über Distanzelemente
1 und in einer ebenfalls eingezeichneten Variation, über Distanzelemente 2 in axialer
Richtung auf Abstand zueinander gehalten werden. An ihrer radial nach außen gerichteten
Stirnseite sind die Distanzelemente 1 bzw. 2 mit einer eine Auskehlung bildenden äußeren
Grenzfläche 13 versehen. Hierdurch gelingt es mit besonders einfacher Struktur einen
Wickelträger zu schaffen, der in der notwendigen Weise einer Färbeflotte nur sehr
geringen Durchtrittswiderstand entgegensetzt, und der durch den Verlauf der Auskehlungen
bildenden äußeren Grenzfläche 13 für bestimmte Wickelgutqualitäten bei geringer axialer
Bewegung ausreichend Platz für Schrumpfvorgänge anbieten kann. Die Distanzelemente
1 sorgen hierbei dafür, daß der Wickelträger in axialer Richtung relativ starr ist.
Eine Variante mit den Distanzelementen 2 macht den Wickelträger in axialer Richtung
nachgiebiger. Hierbei kann bei einer axialen Verformung des Wickelträgers sogar erreicht
werden, daß die Zwischenringe 9, die mit den Distanzelementen 2 auf Abstsnd gehalten
werden, gleichzeitig mit ihrer Axialbewegung eine leichte Drehbewegung relativ zueinander
ausführen, wodurch ein Abgleiten der Fäden des Wickelgutes in die Auskehlungen bildenden
äußeren Grenzfläche 13 gefördert wird.
[0041] Insgesamt gelingt es mit der Neuerung Wickelträgerkonstruktionen vorzuschlagen, die
den unterschiedlichsten Verformungsanforderungen angepaßt werden können und die dennoch
allesamt das Einklemmen von Fäden des Wickelgutes verhindern und gleichzeitig einen
fast ungehinderten Durchtritt der Färbeflotte ermöglichen. Trotz der letztgenannten
Vorteile werden die übrigen Vorteile von Wickelträgern des Standes der Technik erhalten.
Dies gilt ebenso für die ausreichende Führung des Wickelträgers auf dem Färbespeer
sowie für die Stapelfähigkeit mehrerer Wickelträger auf dem Färbespeer. Ebenso sind
Wickelträger nach der Neuerung trotz ihrer neuerungsgemäßen Vorteile auch in günstiger
Weise von Zweibackenformwerkzeugen herstellbar, wodurch zusätzlich zu allen bisher
beschriebenen Vorteilen noch der Vorteil einer drastischen Vereinfachung der Herstellwerkzeuge
erreicht werden kann.
1. Wickelträger zur Behandlung von Fäden oder Garnen mit zwei Endringen und einer
einen durchbrochenen Mantelring bildenden Mehrzahl von Zwischenringe bildenden Elementen,
(9 - 12, 14, 11', 11'', 12', 12"), die in axialer Richtung durch im Mantelring angeordnete,
stegartig ausgebildete Distanzelemente (1 - 8; 3', 5', 6', 8') verbunden sind, wobei
mindestens die die Zwischenringe bildenden Elemente (9 - 12, 14, 11', 11". 12', 12")
mit ihrer äußeren Umfangsfläche immer in der Mantelfläche (19, 18) liegen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mantelfläche (19, 18) in Achsrichtung gesehen stetig ineinander
übergehende Abschnitte größeren und kleineren Durchmessers aufweist und die Distanzelemente
wenigstens zwischen solchen Zwischenringe bildenden Elementen, die sich in radialer
Richtung überlappen, in axialer Richtung im wesentlichen fluchten.
2. Wickelträger zur Behandlung von Fäden oder Garnen mit zwei Endringen und mindestens
einer einen durchbrochenen Mantelring bildenden Wendel, deren benachbart liegende
Wendelwindungen in axialer Richtung miteinander durch im Mantelring angeordnete, stegartig
ausgebildete Distanzelemente verbunden sind, wobei mindestens die Wendelwindungen
mit ihrer äußeren Umfangsfläche immer in der Mantelfläche (19, 18) liegen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mantelfläche (19, 18) in Längsrichtung gesehen ineinander
übergehende Abschnitte größeren und kleineren Durchmessers aufweist, und die Distanzelemente
wenigstens zwischen solchen Zwischenringe bildenden Wendelwindungen, die sich in radialer
Richtung überlappen, in axialer Richtung im wesentlichen fluchten.
3. Wickelträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß seine Mantelfläche
(18, 19) und/oder deren Einhüllende (16, 17) zylindrisch, konisch, bikonisch und/oder
gewellt sind oder aus einer Kombination dieser Formen bestehen.
4. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er in
Axialrichtung mindestens eine Gruppe von Zwischenringe bildenden Elementen aufweist,
deren Elemente (12", 11') untereinander wenigstens angenähert gleichen Durchmesser
aufweisen.
5. Wickelträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens auf einer
Seite jeder Gruppe mindestens ein Element (10, 11, 11', 11") angeordnet ist, dessen
Durchmesser größer als der Durchmesser der Elemente (12, 12', 12") einer benachbarten
Gruppe ist.
6. Wickelträger nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
relativ zu den Elementen einer Gruppe im Durchmesser größeren Elemente (11, 11', 11")
untereinander wenigstens angenähert gleichen Durchmesser aufweisen.
7. Wickelträger nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wendelwindungen oder alle die Zwischenringe bildenden Elemente (9 - 12), 11', 11 ",
12', 12", 14) in ihrem Durchmesser so bemessen sind, daß sie einer der jeweiligen
Elementengruppe zugeordneten Einhüllenden (16, 17) folgen.
8. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
die jeweiligen Wendelwindungen oder die die Zwischenringe bildenden Elemente (11,
11', 11"), deren Umfänge auf der am weitesten radial außen liegenden Einhüllenden
(16) liegen, mindestens teilweise eingeformte, mindestens einseitig offene Hohlkörper
aufweisen.
9. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
die Wendelwindungen oder die die Zwischenringe bildenden Elemente (12,12', 12"), deren
Umfänge auf der am weitesten radial nach innen liegenden Einhüllenden (17) anliegen,
gegenüber den axial benachbarten Elementen über starre, axial fluchtend angeordnete
Distanzelemente (3, 3', 7, 8) abgestützt sind.
10. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
die zwischenringe bildenden Elemente (9 - 12, 11', 11", 12', 12", 14) unterschiedliche
Dicke in axialer Richtung aufweisen, wobei die Zwischenringe bildenden Elemente (14)
mit größerer Dicke von innen nach außen verlaufende Durchbrüche (15) aufweisen.
11. Wickelträger nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenringe bildenden
Elemente (14) mit größerer Dicke als ringförmiger Körper mit einem nach innen und/oder
außen offenen U-förmigen Querschnitt ausgebildet sind.
12. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Distanzelemente
(1, 2) an ihrer äußeren Grenzfläche (13) eine einem geschwungenen Verlauf der Mantelfläche
folgende Auskehlung aufweisen.
13. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Distanzelemente (1 - 8, 3', 5', 6') in axialer Richtung weich, starr oder an unterschiedlichen
axialen Stellen unterschiedlich weich bzw. starr sein können.
14. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die
Distanzelemente im Bereich der Zwischenringe (12, 12', 12") mit kleinerem Durchmesser
oder der entsprechenden Wendelwindungen in axialer Richtung einen höheren Verformungswiderstand
aufweisen als die übrigen Distanzelemente.
15. Wickelträger nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die
Distanzelemente (1 - 8, 3', 5'. 6') mindestens in axialen Abschnitten in Umfangsrichtung
gesehen zueinander versetzt angeordnet sind.
1. Package carrier for the handling of threads or yarns, comprising two end rings
and a plurality of elements (9 - 12, 14, 11', 11 ", 12', 12") constituting intermediate
rings and forming a perforate annular sleeve, with said elements being connected in
the axial direction by spacer elements (1 - 8; 3', 5', 6', 8') arranged in the annular
sleeve and formed as ribs, wherein at least those elements (9 - 12, 14, 11', 11",
12', 12") forming the intermediate rings lie with their outer peripheral surfaces
always within the annular sleeve surface (19, 18), characterised in that the annular
sleeve surface (19, 18), viewed in the axial direction, has sections of larger and
smaller diameter which follow one another successively, and the elements which form
spacer elements at least between such intermediate rings and which overlap each other
in the radial direction are substantially in alignment in the axial direction.
2. Package carrier for the handling of threads or yarns, comprising two end rings
and at least one coil forming a perforate annular sleeve, with the adjacent coil turns
being connected to each other in the axial direction by spacer elements formed as
ribs and arranged within the annular sleeve, wherein at least the coil turns have
their outer peripheral surfaces lying always within the sleeve surface (19, 18), characterised
in that the sleeve surface (19, 18), viewed in the longitudinal direction, has sections
of larger and smaller diameter following one another, and the coil turns which form
spacer elements at least between said intermediate rings and which overlap each other
in the radial direction are substantially in alignment in the axial direction.
3. Package carrier according to claim 1 or 2, characterised in that its sleeve surfaces
(18, 19) and/or its contour envelopes (16, 17) are cylindrical, conical, biconical
and/or undulating or are a combination of these shapes.
4. Package carrier according to one of claims 1 to 3, characterised in that it comprises
in the axial direction at least one group of elements forming intermediate rings,
said elements (12", 11') having at least approximately the same diameter one below
another.
5. Package carrier according to claim 4, characterised in that at least on one side
of each group there is at least one element (10, 11, 11', 11 ") whose diameter is
greater than the diameter of the elements (12, 12', 12") of an adjacent group.
6. Package carrier according to one of claims 4 or 5, characterised in that the larger
diameter elements (11, 11', 11") among the elements of a group have at least approximately
the same diameter one below another.
7. Package carrier according to one of claims 4 to 6, characterised in that the coil
turns or all the elements (9 - 12, 11', 11 ", 12', 12", 14) forming intermediate rings
have diameters of such dimensions that they follow contour envelopes (16, 17) associated
with the respective element groups.
8. Package carrier according to one of claims 1 to 7, characterised in that at least
the respective coil turns, or the elements (11, 11', 11") constituting the intermediate
rings and whose peripheries lie on the contour envelope (16) which lies furthest radially
outwards, comprise hollow bodies which are open at least to one side and which are
at least partially uniform.
9. Package carrier according to one of claims 1 to 8, characterised in that at least
the coil turns, or the elements (12, 12', 12") constituting the intermediate rings
and whose peripheries lie on the contour envelope (17) which lies furthest radially
inwards, are supported on the axially adjacent elements by means of rigid, axially
aligned spacer elements (3, 3', 7, 8).
10. Package carrier according to one of claims 1 to 9, characterised in that the elements
(9 - 12, 11', 11", 12', 12", 14) constituting the intermediate rings have different
thicknesses in the axial direction, and wherein the elements (14) of greater thickness
constituting intermediate rings have holes (15) extending from the inside outwards.
11. Package carrier according to claim 10, characterised in that the elements (14)
of greater thickness constituting intermediate rings are formed as annular members
with a U-shaped cross-section which is open inwardly and/or outwardly.
12. Package carrier according to one of claims 1 to 11, characterised in that spacer
elements (1, 2) on their outer edge surfaces (13) are recessed to follow a desired
contour of the sleeve surface.
13. Package carrier according to one of claims 1 to 12, characterised in that the
spacer elements (1 - 8, 3', 5', 6') in the axial direction can be soft, rigid or have
regions of different softness and rigidity at different axial positions.
14. Package carrier according to one of claims 1 to 13, characterised in that the
spacer elements in the region of the intermediate rings (12, 12', 12") of smaller
diameter, or the corresponding coil turns, have a higher resistance to deformation
in the axial direction than the other spacer elements.
15. Package carrier according to one of claims 1 to 14, characterised in that the
spacer elements (1 - 8, 3', 5', 6'), viewed in the circumferential direction, are
offset relative to one another at least in axial regions .
1. Support d'enroulement pour le traitement de fils ou de filés, comportant deux anneaux
d'extrémité et une série d'éléments formant anneaux intermédiaires (9 - 12, 14, 11',
11", 12', 12") qui définit une paroi annulaire ajourée, lesdits éléments formant anneaux
intermédiaires étant reliés dans une direction axiale par des éléments d'écartement
(1 - 8; 3', 5', 6', 8') conçus à la manière d'entretoises et disposés transversalement
dans la paroi annulaire, et dans lequel au moins les éléments formant anneaux intermédiaires
(9 12, 14, 11', 11 ", 12', 12") s'étendent toujours dans la surface de paroi (19,
18) par leur surface circonférentielle extérieure, caractérisé en ce que la surface
de paroi (19, 18) présente, lorsqu'on la considère dans une direction axiale, des
portions de diamètre supérieur et de diamètre inférieur qui se succèdent les unes
aux autres en continu, tandis qu'au moins les éléments d'écartement situés entre les
éléments formant anneaux intermédiaires qui se superposent dans une direction radiale,
sont sensiblement alignés dans une direction axiale.
2. Support d'enroulement pour le traitement de fils ou de filés, comportant deux anneaux
d'extrémité et au moins une spirale définissant une paroi annulaire ajourée, dont
les spires disposées de manière adjacente sont reliées les unes aux autres dans une
direction axiale par des éléments d'écartement conçus à la manière d'entretoises et
disposés transversalement dans la paroi annulaire, et dans lequel au moins les spires
s'étendent toujours dans la surface de paroi (19, 18) par leur surface circonférentielle
extérieure, caractérisé en ce que la surface de paroi (19, 18) présente, lorsqu'on
la considère dans une direction longitudinale, des portions de diamètre supérieur
et de diamètre inférieur qui se succèdent les unes aux autres, tandis qu'au moins
les éléments d'écartement situés entre les spires formant anneaux intermédiaires qui
se superposent dans une direction radiale, sont sensiblement alignés dans une direction
axiale.
3. Support d'enroulement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sa surface
de paroi (18,19) et/ou l'enveloppe de celleci (16, 17) ont une configuration de forme
cylindrique, conique, biconique et/ou ondulée, ou consistant en une combinaison de
ces formes.
4. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il
présente, dans une direction axiale, au moins un groupe d'éléments formant anneaux
intermédiaires dont des éléments (12", 11') ont entre eux un diamètre au moins approximativement
identique.
5. Support d'enroulement selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il est prévu,
au moins sur un côté de chaque groupe, un élément (10, 11, 11', 11") dont le diamètre
est supérieur à celui des éléments (12, 12', 12") d'un groupe adjacent.
6. Support d'enroulement selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce
que les éléments supérieurs en diamètre (11, 11', 11") par rapport aux autres éléments
d'un groupe, ont entre eux un diametre au moins approximativement identique.
7. Support d'enroulement selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que
les spires ou tous les éléments formant anneaux intermédiaires (9 12, 11', 11 ", 12',
12", 14) ont leur diamètre dimensionné de manière à succéder à l'une des enveloppes
(16, 17) associées à chaque groupe d'éléments.
8. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au
moins les spires respectives ou les éléments formant anneaux intermédiaires (11,11
11 ") dont les circonférences s'étendent sur les enveloppes situées le plus loin radialement
à l'extérieur (16), présentent des corps creux moulés au moins en partie et ouverts
au moins d'un côté.
9. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au
moins les spires ou les éléments formant anneaux intermédiaires (12, 12', 12") dont
les circonférences s'étendent sur les enveloppes situées le plus loin radialement
vers l'intérieur (17) sont supportés vis-à-vis des éléments adjacents axialement par
l'intermédiaire d'éléments d'écartement rigides (3, 3', 7, 8) disposés de façon à
être alignés axialement.
10. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce
que les éléments formant anneaux intermédiaires (9 - 12, 11', 11", 12', 12", 14) présentent
des épaisseurs différentes dans une direction axiale, les éléments formant anneaux
intermédiaires (14) présentant des jours (15) dont l'épaisseur va en augmentant de
l'intérieur vers l'extérieur.
11. Support d'enroulement selon la revendication 10, caractérisé en ce que les éléments
formant anneaux intermédiaires (14) qui presentent une épaisseur supérieure, sont
conçus sous la forme d'un corps annulaire pourvu d'une section transversale en forme
de U ouverte vers l'intérieur et/ou vers l'extérieur.
12. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 a 11, caractérisé en ce
que les éléments d'écartement (1, 2) présentent, au niveau de leur surface extérieure
(13), une gorge qui suit le tracé incurvé de la surface de paroi.
13. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce
que les éléments d'écartement (1 - 8, 3', 5', 6') peuvent, dans une direction axiale,
être souples, rigides ou différemment souples, respectivement rigides, en différents
points axiaux.
14. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 a 13, caractérisé en ce
que, dans la zone des anneaux intermédiaires (12, 12', 12") de diamètre inférieur
ou des spires correspondantes, les éléments d'écartement présentent, dans une direction
axiale, une résistance à la déformation supérieure à celle des autres éléments d'écartement.
15. Support d'enroulement selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce
qu'au moins dans des portions axiales, les éléments d'écartement (1 - 8, 3', 5', 6')
sont, lorsqu'on les considère dans une direction circonférentielle, disposés d'une
manière décalée les uns par rapport aux autres.