(19)
(11) EP 0 158 860 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.10.1987  Patentblatt  1987/41

(21) Anmeldenummer: 85103396.9

(22) Anmeldetag:  22.03.1985
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65H 45/20

(54)

Verfahren und Vorrichtung zum maschinellen Falten von Bogen wie Zeichnungspausen oder dergleichen

Method and device for mechanically folding sheets such as blueprint copies or the like

Procédé et dispositif pour le pliage mécanique de feuilles telles que calques ou similaires


(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE GB LI NL

(30) Priorität: 30.03.1984 DE 3411739

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.10.1985  Patentblatt  1985/43

(71) Anmelder: METEOR-SIEGEN Apparatebau Paul Schmeck GmbH
57074 Siegen (DE)

(72) Erfinder:
  • Kübler, Herbert
    D-5242 Kirchen (DE)
  • Schweisfurth, Werner
    D-5245 Mudersbach (DE)

(74) Vertreter: Eisenführ, Speiser & Partner 
Martinistrasse 24
28195 Bremen
28195 Bremen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum maschinellen Falten von Bogen wie Zeichnungspausen od. dgl. entlang zueinander parallelen Längsfalten und einer Schrägfalte zur Bildung eines Umschlages am Einheftrand des Bogens, wobei die Falten des Bogens durch Faltwalzen ausgewalzt werden.

    [0002] Zeichnungspausen der Grössen DIN A 3, A 2, A1, AO, 2 A 0 und Wildmass-Zwischengrössen werden nach bestimmten Regeln (DIN 824) so gefaltet, dass sie als Paket wie Bogen der Grösse DIN A 4 abgeheftet und im eingehefteten Zustand auch auseinandergeklappt werden können. Damit die über die Querfalten eingeklappten Zeichnungsteile nicht vom Heftmechanismus erfasst werden, werden diese Teile durch Schrägfaltung als Umschlag aus den Bereich der Heftlöcher herausgefaltet.

    [0003] Aus der DE-PS 1 812 557 ist bereits eine Maschine zum Zick-Zack-Falten von Bogen bekannt, in der der Bogen einem stationären Falttisch zugeführt und durch Absenken eines dreieckförmigen Tischteils mit einer Schrägfalte versehen wird. Der auf diese Weise gebildete Umschlag wird festgehalten, und die Schrägfalte sowie weitere, danach gebildete Längsfalten werden anschliessend durch Hin- und Herfahren eines Faltwalzenwagens ausgewalzt.

    [0004] Erfolgt die Herstellung der Längsfalten jedoch in schneller arbeitenden Maschinen im Durchlaufverfahren unter Zuführen des Bogens mittels ortsfester Zuführwalze und durch Falten des hin- und hertranspotrtierten Bogens mittels reversierender, also in der Drehbewegung umsteuerbarer, aber ortsfester Faltwalzen, so ergeben sich wegen des verhältnismässig schmalen Umschlages und der nie ganz scharf ausgebildeten Schrägfalte dadurch Schwierigkeiten, dass der Umschlag zum Öffnen neigt und beim Zurücklaufen in den Faltwalzenbereich vor die Faltwalze zu liegen kommt, anstatt unter dieser einzulaufen.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung vorzuschlagen, welche diese Einlauffehler des Umschlages beim Hin- und Hertransportieren der Bogen vermeiden.

    [0006] Diese Aufgabe wird gemäss dem Verfahrensaspekt der Erfindung auf diese Weise gelöst, dass der Bogen mit dem entlang der Schrägfalte zurückgefalteten Umschlag voran in einen Faltspalt reversierender Faltwalzen geführt und dabei der von der Schrägfalte gebildete Umschlag zumindest solange niedergehalten wird, bis der entlang der ersten und zweiten Längsfalte zick-zack-gefaltete Abschnitt des Bogens über den Umschlag gelegt worden ist. Durch diese Massnahme wird verhindert, dass sich der verhältnismässig schmale Umschlag beim weiteren Durchlauf durch den Faltwalzenbereich öffnet und dadurch vor den Faltwalzen hängenbleiben kann.

    [0007] Dieses Niederhalten kann gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform dadurch erfolgen, dass vor dem Herstellen der Schrägfalte die inneren Flächen des Umschlages mit einem oder mehreren Kleberpunkten versehen werden. Für den Fall, dass diese punktförmige Verklebung später stören sollte, wird gemäss einer Weiterbildung des erfindungsgemässen Verfahrens als Kleber ein Klebstoff verwendet, der sich nach einiger Zeit zersetzt und damit die Verklebung löst. Hierfür kann vorzugsweise ein Rekristallisationskleber verwendet werden.

    [0008] Das Niederhalten kann gemäss einer anderen vorteilhaften Ausführungsform auch dadurch erfolgen, dass der Umschlag durch örtliche Durchstanzungen mit dem darunterliegenden Teil des Bogens verzahnt wird.

    [0009] Zur einfachen Herstellung der Kleberpunkte bzw. Durchstanzungen werden dieses zweckmässigerweise bei allen Bogengrössen auf einer geraden Linie mit gleichem Neigungswinkel gegenüber dem Einheftrand angeordnet.

    [0010] Schliesslich ist es auch möglich, den Umschlag mechanisch niederzuhalten. Dies wird insbesondere dadurch bewerkstelligt, dass eine Metallfolie zwischen den Umschlag und die ihm zugewandte Faltwalze eingeschoben wird.

    [0011] Eine Vorrichtung zur Ausführung dieses mechanischen Verfahrens mit zwei reversierbaren, zwischen sich einen Einlaufspalt freilassenden Faltwalzen, die mit Gegenwalzen oder einem gemeinsamen Gegenband zwei Faltspalte bilden, weist erfindungsgemäss im Breitenbereich des Umschlags ein dünnes, elastisches Blech auf, das aus einer Ruhestellung von der dem Einlaufspalt entgegengesetzten Seite in denjenigen Faltspalt einführbar ist, den der Bogen zuerst durchläuft, und welches nebst Bogen von der reversierenden Faltwalze entgegen einer Rückstellkraft durch den Faltspalt mitnehmbar ist.

    [0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt:

    Fig. 1 eine schematische Darstellung des Transports eines Bogens durch den Faltwalzenbereich;

    Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem zu faltenden Bogen mit einer Schrägfalte;

    Fig. 3 eine Draufsicht auf den Faltwalzenbereich mit einer Vorrichtung zum mechanischen Niederhalten der Schrägfalte;

    Fig. 3a, 3b, 3c Seitenansichten des beweglichen Teils der Vorrichtung nach Fig. 3 in drei verschiedenen Arbeitspositionen;

    Fig. 4 eine Seitenansicht des unbeweglichen Teils der Vorrichtung nach Fig. 3;

    Fig. 5 einen Ausschnitt aus einem Bogen der Grös= se DIN A 1; und

    Fig. 6 einen Ausschnitt aus einem Bogen der Grösse DIN A 0.



    [0013] In Fig. 1 ist in vereinfachter Darstellung der Durchlauf von Bogen wie Zeichnungspausen od. dgl. durch den Faltwalzenbereich einer Faltmaschine gezeigt. Der zu faltende Bogen 10 wird in einer Station 20 (auf nicht näher gezeigte Weise) mit einer Schrägfalte 8 versehen und gelangt über die Rollenanordnung 19 in den Faltwalzenbereich. Über Rollen und Walzen 1 und 2 läuft ein Förderband oder eine Mehrzahl von Förderriemen 3, um den zu faltenden Bogen 10 (oder ein bereits teilweise gefaltetes Bogenpaket) unter den Faltwalzen 4 und 5 in beiden Richtungen hindurchzutransportieren und die gewünschten Längsfalten 14 (Fig. 5, 6) bei einem grösseren Bogen zu erzeugen. Der durch Schrägfaltung gebildete Umschlag 6 neigt jedoch wegen der nie ganz scharf ausgebildeten Schrägfalte 8 zum Öffnen, steht vom voranlaufenden Einheftrand 11 des Bogens 10 nach aussen ab und legt sich beim Transport in Richtung des Pfeiles 12 vor die Faltwalze 4, so dass der Bogen 10 entweder blockiert oder zumindest der Umschlag 6 wieder glatt ausgewalzt wird.

    [0014] In den Fig. 2, 5 und 6 ist zu sehen, dass im Innenbereich des Umschlages 6 Kleberpunkte 9 angebracht worden sind, durch die beim Herstellen des Umschlages 6 dieser mit dem übrigen Teil des Bogens 10 verklebt bzw. an diesem angeheftet wird, so dass sich der Umschlag beim weiteren Hin-und Herlauf des Bogens 10 durch den Bereich der Faltwalzen 4 und 5 nicht mehr aufrichten kann. Diese punktförmige Verklebung braucht nur an wenigen Punkten vorgenommen zu werden, und die Anzahl der Punkte hängt von der Länge des Umschlages 6 ab. Die Kleberpunkte 9 werden kurz vor der Herstellung des Umschlages 6 in der Station 20 oder in dieser von einer (nicht gezeigten) Klebervorrichtung aufgebracht.

    [0015] Das Lösen dieser provisorischen Verklebung kann dadurch erleichtert werden, dass ein sich nach einiger Zeit zersetzender Klebstoff verwendet wird, vorzugsweise ein Rekristallisationskleber.

    [0016] Vorteilhafterweise kann zugleich mit dem Kleberauftrag eine Verstärkung des die Abheftlöcher 16 (Fig. 3, 5, 6) enthaltenden Einheftrandes 11 dadurch erfolgen, dass wenigstens im (späteren) Lochbereich ein - an sich bekanntes - chemisches Verfestigungsmittel auf den Bogen aufgebracht wird. Es zieht in dessen Papierlage ein, und wenn anschliessend die Abheftlöcher 16 ausgestanzt werden, so sind diese weniger aufreissgefährdet.

    [0017] Anstelle der Kleberpunkte 9 kann der Umschlag 6 auch durch örtliches Durchstanzen (Crimpen) mit dem darunterliegenden Teil des Bogens 10 verzahnt und damit niederhalten werden.

    [0018] Eine weitere Lösung kann darin bestehen, dass nach dem Herstellen des Umschlages 6 und dem ersten Durchlaufen des Faltspalts zwischen der Faltwalze 4 und den Förderriemen 3 vor dem Umkehren der Transportrichtung eine Metallfolie über den Umschlag 6 zum temporären Niederhalten gelegt und mit diesem (beim Rücklauf des Bogens 10) durch den Faltwalzspalt geführt wird. In den Fig. 3, 3a, 3b und 3c sowie 4 ist eine Ausführungsform gezeigt, die mit einem solchen Blech arbeitet.

    [0019] Fig. 3 zeigt in Draufsicht (schematisch und unter Weglassung von Einzelheiten) die Anordnung eines dünnen, flexiblen Blechs 21 in demjenigen Bereich der Arbeitsbreite der Faltmaschine, in dem sich der Umschlag 6 nach erstmaligem Durchlaufen des Faltspalts zwischen der Faltwalze 4 und den Gegen- oder Förderriemen hochstellen kann, nachdem der Bogen vor der Reversierung der Faltwalzen zur Ruhe gekommen ist. Diese Position des Bogens 10 veranschaulicht Fig. 3 ebenfalls.

    [0020] Das Blech 21 ist in Fig. 3 jedoch in einer Lage dargestellt, die es erst dann einnimmt, wenn es mit dem Bogen 10 in die andere Umkehrstellung der Faltwalzen 4, 5 bewegtwurde; dann befindet sich der Bogen 10 mit dem Umschlag 6 nicht mehr in der in Fig. 3 gezeigten Lage (vgl. Fig. 3c).

    [0021] In der Darstellung des Bogens 10 in Fig. 3 ist parallel zum Einheftrand 11 strichpunktiert (Linie 28) die spätere Lage der zweiten Längsfalte 14 angegeben. Sie markiert den Bereich, in dem der Umschlag 6 durch die an diese Längsfalte angrenzenden Bogenabschnitte überdeckt wird und dann nicht mehr niedergehalten zu werden braucht. Daraus wird deutlich, dass ein bestimmter Bereich des Umschlages 6 nahe dem spitzwinkligen Ansatz der Schrägfalte 8 am Einheftrand 11 nicht überdeckt wird, weil der Einheftrand 11 um eine die Heftlöcher 16 freilassende Breite (von ca. 20 mm) gegenüber den Längsfalten 14 vorspringen, die über der strichpunktierten Linie 28 liegen.

    [0022] In diesem stets freiliegenden Bereich des Umschlages 6 ist eine ebenfalls aus dünnem, flexiblen Blech bestehende Lamelle 26 so befestigt, dass sie sich stationär durch den Faltspalt zwischen der Faltwalze 4 und den Förderriemen 3 hindurcherstreckt. Fig. 4 zeigt, dass die Lamelle 26 mit ihrem frei Ende in den Einlaufspalt 27 zwischen den Faltwalzen 4, 5 verlängert ist und dabei die Faltwalze 4, deren Krümmung angepasst, teilweise abdeckt. Dadurch wird einerseits verhindert, dass der Umschlag 6 in Kontakt mit der Faltwalze 4 kommt und andererseits gewährleistet, dass der Bogen 10 unter die Lamelle 26 einläuft. Beim anschliessenden Rücklauf entspricht die Funktion der Lamelle 26 derjenigen des jetzt einlaufenden Blechs 21. Falls die Reibung zwischen der Lamelle 26 und der Faltwalze 4 stört, kann letztere über die Breite der Lamelle 26 ausgedreht und dort ein fester Kreisring oder ein Kreisringsegment angeordnet werden.

    [0023] In Fig. 3a (gegenüber Fig. 3 im Massstab verkleiner) ist der zu faltende Bogen 10 mit dem Umschlag 6 bereits zwischen der Faltwalze 4 und den Förderriemen 3 in Pfeilrichtung hindurchgelaufen. Der Umschlag 6 an der Schrägfalte 8 ist bereits etwas aufgesprungen und würde in dieser Stellung nach Umkehr von der Transportrichtung nicht unter die Faltwalze einlaufen, sondern zerknittern oder sich ganz öffnen. Um dies zu vermeiden, wird das Blech 21 eingeführt (die Lamelle 26 ist in den Fig. 3a bis 3c) weggelassen.

    [0024] Das Blech 21 ist an einem Hebel 22 befestigt, der in einem Drehpunkt 25 gelagert ist. Der Hebel wird im Ruhezustand von einer Zugfeder 23 nach oben gezogen. Ehe die Reversierbewegung der Falteinrichtung beginnt, wird von einem (nicht gezeigten) Sensor ein Elektromagnet 24 erregt und drückt den Hebel 22 mit dem Blech 21 nach unten. Hierdurch legt sich das Blech 21 auf den aufgesprungenen Umschlag 6, hält diesen nieder (Fig. 3b) und läuft mit dem Bogen 10 unter die Faltwalze 4 ein. Sobald die andere Endposition des Bogens 10 erreicht ist, ragt das Blech 21 bis unter die Faltwalze 5, so dass der Bogen 10 die nächste Längsfalte 14 im Querbereich des Blechs 21 auf diesem bildet (Fig. 3c). Die Transportrichtung wird wieder umgekehrt, und der Bogen 10 wird zusammen mit dem Blech 21 unter Bildung der nächsten Längsfalte 14 aus dem Bereich der Faltwalze 4 heraustransportiert; die Zugfeder 23 zieht das Blech 21 zurück. Da der entlang dieser Längsfalte 14 umgeschlagene Bogen jetzt den Umschlag 6 weitgehend abdeckt, wird er niedergehalten und kann nicht mehr aufspringen. Das Blech verbleibt bis zum Einlauf des nächsten Bogens in der oberen Ruhestellung (Fig. 3a).

    [0025] Entscheidend für alle Ausführungsformen ist, dass durch das Anbringen der Kleberpunkte 9 bzw. der Durchstanzungen oder durch das Zuführen des Blechs 21 der Umschlag 6 an der Schrägfalte 8 mindestens temporär solange niedergehalten wird, bis über diesem eine Längsfalte 14 gebildet ist, so dass der über den Umschlag 6 gelegte Bogenabschnitt dessen Hochklappen verhindert.

    [0026] Aus den Fig. 5 und 6 geht im einzelnen hervor, in welcher Breite der Umschlag 6 mit der Schrägfalte 8 hergestellt wird. Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt aus einem zu faltenden Bogen 30 der Grösse DIN A 1, an dem am linken Einheftrand 11 im unteren Bereich Heftlöcher 16 vorgesehen sind. Nach Ausführung der Längsfalten 14 wird die Querfalte 13 hergestellt, so dass ohne Schrägfalte 8 der Bereich des Umschlages 6 in den Bereich der Heftlöcher 16 zu liegen käme. Aus diesem Grund wird der Umschlag 6 um die Schrägfalte 8 gebildet, was durch die gestrichelte Linie 15 angedeutet wird. Wird nun der obere Teil des Bogens 10 um die Querfalte 13 nach unten geklappt, so kommen die Begrenzungen entlang der Schrägfalte 8 entsprechend der gestrichelten Linie 17 von den Heftlöchern 16 frei. Hierzu muss der Winkel 7 mindestens 6° betragen (bei DIN 2 A 0 entsprechend DIN 824: 6,72°).

    [0027] Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus einem zu faltenden Bogen 40 der Grösse DIN A 0, bei dem zwei Bereiche in senkrechter Richtung bei der Querfaltung umgeklappt werden müssen. Auch hier kommt es darauf an, durch Anlegen einer Schrägfalte 8 den oberen Bogenbereich aus dem Bereich der Heftlöcher 16 herauszubringen. Die Schrägfalte 8 hat in diesem Fall den gleichen Winkel 7 wie bei der Fig. 5.

    [0028] In den Fig. 5 und 6 ist auch im einzelnen zu sehen, wo die Kleberpunkte 9 (oder Durchstanzungen) zweckmässigerweise angebracht werden. Während bei der verhältnismässig kurzen Schrägfalte 8 der Fig. 5 zwei Kleberpunkte 9 ausreichen, wird man bei der längeren Schrägfalte 8 der Fig. 6 zweckmässigerweise vier Kleberpunkte 9 anbringen. Diese Kleberpunkte 9 können entweder rechts von der Schrägfalte 8 angeordnet werden (wie in den Fig. 5 und 6); es ist jedoch auch möglich, diese links von der Schrägfalte 8 auf der Innenseite des Umschlages 6 anzubringen. Alle Kleberpunkte 9 bzw. Durchstanzungen liegen auf einer geraden Linie 18 mit einem für alle Bogengrössen gleichen Neigungswinkel 19 gegenüber dem Einheftrand 11.

    [0029] Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass sich die vorstehend beschriebenen Verfahren und Vorrichtung nicht nur für Faltungen nach dem DIN-System und nicht nur für Faltungen auf die Grösse DIN A 4 eignen, sondern auch für alle anderen Normsysteme, und dass Blattgrössen jeglichen Wildmasses (Breiten und/oder Längen) verarbeitet werden können.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum maschinellen Falten von Bogen (10), wie Zeichnungspausen od. dgl., entlang zueinander parallelen Längsfalten (14) und einer Schrägfalte (8) zur Bildung eines Umschlages (6) am Einheftrand des Bogens, wobei die Falten des Bogens durch Faltwalzen ausgewalzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Bogen mit dem entlang der Schrägfalte zurückgefalteten Umschlag voran in einen Faltspalt reversierender Faltwalzen (4, 5) geführt und dabei der von der Schrägfalte gebildete Umschlag (6) zumindest solange niedergehalten wird, bis der entlang der ersten und zweiten Längsfalte zick-zack-gefaltete Abschnitt des Bogens über den Umschlag gelegt worden ist.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Herstellen der Schrägfalte die inneren Flächen des Umschlages mit einem oder mehreren Kleberpunkten (9) versehen werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Kleber ein Klebstoff, z.B. ein Rekristallisationskleber verwendet wird, der sich nach einiger Zeit zersetzt und damit die Verklebung löst.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlag durch örtliche Durchstanzungen mit dem darunterliegenden Teil des Bogens verzahnt wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kleberpunkte bzw. Durchstanzungen bei allen Bogengrössen auf einer geraden Linie mit gleichem Neigungswinkel gegenüber dem Einheftrand des Bogens hergestellt werden.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschlag mechanisch niedergehalten wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine insbesondere aus Metall bestehjende Folie (21) zwischen den Umschlag und die ihm zugewandte Faltwalze eingeschoben wird.
     
    8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Einheftrand des Bogens wenigstens im Bereich der (späteren) Abheftlöcher ein chemisches Verfestigungsmittel aufgebracht wird und anschliessend die Abheftlöcher ausgestanzt werden.
     
    9. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 7, mit zwei reversierbaren, zwischen sich einen Einlaufspalt freilassenden Faltwalzen, die mit Gegenwalzen oder einem gemeinsamen Gegenband zwei Faltspalte bilden, dadurch gekennzeichnet, dass ein dünnes elastisches Blech (21) im Breitenbereich des Umschlages (6) aus einer Ruhestellung von der dem Einlaufspalt (27) entgegensetzten Seite her in denjenigen Faltspalt einführbar ist, den der Bogen (10) zuerst durchläuft, und dass das Blech (21) nebst Bogen (10) von der reversierenden Faltwalze (4) entgegen einer Rückstellkraft (Feder 23) durch den Faltspalt mitnehmbar ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech (21) im weitesten Mitnahmezustand den Einlaufspalt (27) überbrückt, derart, dass sich die nächste von der mitnehmenden Faltwalze (4) erzeugte Längsfalte (14) im Bereich des Blechs (21) zwischen diesem und der Faltwalze (4) bildet.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine dünne elastische Lamelle (26) im Breitenbereich des Umschlags (6) parallel zur Bewegungsrichtung des Blechs (21) bleibend in den Faltspalt erstreckt und im Bereich des Einlaufspalts (27) die Faltwalze (4) mit geringem Abstand teilweise abdeckt.
     


    Claims

    1. A method of folding by machine, sheets (10) such as prints of drawings or the like along longitudinal folds (14) parallel with one another and an oblique fold (8) for the formation of a turn-up (6) at the filing-edge of the sheet, where the folds in the sheet are rolled down by folding-rolls, characterized in that the sheet with the turn-up folded back along the oblique fold is guided at the front into folding-rolls (4, 5) which reverse a folding-gap and in doing so the turn-up (6) formed by the oblique fold is held down at least until the portion of the sheet folded in a zigzag along the first and second longitudinal folds has been laid over the turn-up.
     
    2. A method as in claim 1, characterized in that before the production of the oblique fold the inner faces of the turn-up are provided with one or more spots (9) of adhesive.
     
    3. A method as in claim 2, characterized in that as adhesive an adhesive substance, e.g., a recrystallization adhesive is employed, which after some time decomposes and thereby releases the adhesion.
     
    4. A method as in claim 1, characterized in that the turn-up is interlocked with the part of the sheet lying under it by local punchings through them.
     
    5. A method as in one of the claims 1 to 4, characterized in that the spots of adhesive or respectively the through-punchings are produced in the case of any size of sheet upon a straight line having the same angle of inclination with respect to the filing-edge of the sheet.
     
    6. A method as in claim 1, characterized in that the turn-up is held down mechanically.
     
    7. A method as in claim 6, characterized in that a foil (21) consisting in particular of metal is inserted between the turn-up and the folding-roll facing it.
     
    8. A method as in one of the preceding Claims, characterized in that a chemical stiffening agent is applied to the filing-edge of the sheet at least in the region of the (later) filing-holes and the filing-holes are punched out subsequently.
     
    9. A mechanism for the performance of the method as in claim 7, having two reversible folding-rolls which leave a gap free for entry between them and which with counter-rolls or a common counter- belt form two folding-gaps, characterized in that a thin elastic metal sheet (21) may be introduced in the region of the width of the turn-up (6) from a position of rest at the side opposite from the entry gap (27) into that folding-gap through which the sheet (10) runs first, and that the metal sheet (21) together with the sheet (10) may be carried along by the reversing folding-roll (4) through the folding-gap against a restoring force (spring 23).
     
    10. A mechanism as in claim 9, characterized in that the metal sheet (21 ) in the furthest stage of being carried along bridges across the entry gap (27) in such a way that the next longitudinal fold (14) generated by the folding-roll (4) carrying it along is formed in the region of the metal sheet (21) between it and the folding-roll (4).
     
    11. A mechanism as in claim 9 or 10, characterized in that a thin elastic lamella (26) extends in the region of the width of the turn-up (6) in parallel with the direction of motion of the metal sheet (21) to remain in the folding-gap and partially covers the folding-roll (4) at a slight clearance in the region of the entry gap (27).
     


    Revendications

    1. Procédé pour le pliage mécanique de feuilles (10), telles que des tirages de dessins ou similaires, selon des plis logitudinaux (14) parallèles entre eux, et selon un pli oblique (8) destiné à la formation d'une enveloppe (6) du côté destiné à la reliure de la feuille, les plis de la feuille étant obtenus per pliage à la calandre, caractérisé par le fait que la feuille est introduite le long du pli oblique dans la fente de pliage d'une calandre plieuse (4, 5) réversible, et que l'enveloppe (6) formée ainsi par le pli oblique est maintenue vers le bas au moins jusqu'à ce que la partie de la feuille pliée en zigzag le long du premier et du deuxième pli longitudinal, soit placée au dessus de l'enveloppe.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'avant la création du pli oblique les surfaces intérieures de l'enveloppe sont munies d'un ou de plusieurs points de colle (1).
     
    3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé par le fait que l'on emploie comme colle un adhésif, par exemple un adhésif à recristalisation qui se détruit après un certain temps et ainsi élimine le collage.
     
    4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'enveloppe est reliée par des dents grâce à des poinçonnements localisés, à la partie de la feuille située sous elle.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que les points de colle, ou les poinçonnements sont réalisés pour toutes les dimensions de feuilles sur une ligne droite présentant le même angle d'inclination par rapport au bord de reliure de la feuille.
     
    6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'enveloppe est maintenue vers le bas mécaniquement.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait qu'une feuille mince (21) constituée en particulier par du métal, est glissée entre l'enveloppe et le rouleau de pliage tourné vers cette dernière.
     
    8. Procédé selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'un moyen de fixation chimique est déposé sur le bord de reliure de la feuille au moins dans la zone des (futurs) trous destiné à déclasser et qu'ensuite les trous destinés à déclasser sont découpés,
     
    9. Installation pour l'exécution du procédé selon la revendication 7, comportant deux rouleaux de pliage réversibles laissant entre eux une fente d'engagement, qui forment deux fentes de pliage avec des contre-rouleaux ou avec une bande antagoniste commune, caractérisé par le fait qu'une tôle élastique mince (21) peut être introduite dans la zone de la largeur de l'enveloppe (6) à partir d'une position de repos depuis le côté opposé à la fente d'engagement (27), dans la fente de pliage que la feuille (10) parcourt en premier, et que la tôle (21) peut être emportée avec la feuille (10) à travers la fente de pliage par le rouleau de pliage (4) réversible, à l'encontre d'une force de rappel (ressort 23).
     
    10. Installation selon la revendication 9, caractérisé par le fait que la tôle (21), au point le plus éloigné où elle est emportée, franchit la fente d'engagement
     
    (27) de telle façon que le pli longitudinal (14) suivant produit par le rouleau de pliage (4) dans la zone de la tôle (21) se forme entre cette dernière et le rouleau de pliage (4).
     
    11. Installation selon la revendication 9 ou 10, caractérisé par le fait qu'une fine lamelle élastique (26) s'étend dans la zone de la largeur de l'enveloppe (6) parallèlement à la direction de déplacement de la tôle (21) en restant dans la fente de pliage et recouvre partiellement avec un faible écart le rouleau de pliage (4) dans la zone de la fente d'engagement (27).
     




    Zeichnung