[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter aus einem auffaltbarem Zuschnitt aus
Pappe, Wellpappe oder ähnlichem faltbarem Material, mit jeweils einen Teil eines Behälterbodens
bestimmenden Bodenabschnitten, die an Seitenwänden des Behälters faltbar angelenkt
sind, wobei der Behälter mittels des Behälterbodens bzw. der Bodenabschnitte mit einer
Palette aus Holz, Preßholz oder ähnlichem Werkstoff verbindbar ist.
[0002] Bei bekannten Transportbehältern dieser Art (DE-OS 27 09 337, DE-OS 31 04 230) wird
ein erster Bodenabschnitt des Behälters, der einen auf der Unterlage, d.h. der Palette
zu befestigenden Teil sowie zwei weitere, an dem ersten Teil angelenkte klappbare
Teile'äufweist, die zwischen zwei Endstellungen verstellbar sind und in ihrer ersten
Endstellung das Aufsetzen des Behälterkörpers ermöglichen, in der ersten Endstellung
der klappbaren Teile an der Oberseite der Palette mit Befestigungsmitteln befestigt,
über einen Bodenausschnitt des Behälters in dessen Inneres eingefügt und unter Herabklappen
der klappbaren Teile von oben gegen einen zweiten Bodenabschnitt des Behälters angelegt,
wobei er letzteren gegenüber der Unterlage festklemmt. Die Übertragung der beträchtlichen,
z.B. beim Rangieren und/oder plötzlichen Abbremsen während des Transports an dem Transportbehälter
wirksam werdenden Kräfte auf die Palette erfolgt dabei im wesentlichen, zumindest
hinsichtlich der Kippmomente und/oder Scherkräfte, über den erwähnten ersten Teil
des ersten Bodenabschnitts, der die Form eines zentral sich erstreckenden langen schmalen
Streifens hat.
[0003] Um die in diesem sehr begrenzten Bereich auftretenden hohen Kräfte, die nach statistischen
Werten der Deutschen Bundesbahn im Schienenverkehr bis zum 5-fachen Gewicht betragen
können, besser beherrschen zu können, wurde gegenüber der früheren Anordnung (DE-OS
27 09 337) mit beliebigen Befestigungsmitteln wie z.B. üblichen Klammern eine verbesserte
Befestigungsform mittels Flachkopfstopfen geschaffen (DE-OS 31 04 230), wodurch eine
verbesserte Sicherheit des ersten Bodenabschnitts gegen Ausreißen erzielt wird. Beiden
bekannten Anordnungen gemeinsam bleibt aber der Nachteil, daß außerhalb dieses mittleren
schmalen Streifens die Anlage zwischen dem Bodenabschnitt des Behälters und der Palette
allein durch das Gewicht des in dem Behälter gelagerten Materials erzielt wird, so
daß infolge eines hohen Schwerpunktes, aber auch bei nicht genügender Auslastung des
Behälters oder bei Ungleichbelastung im Randbereich eine ungenügende Anlage zwischen
Behälterboden und Palette besteht und es hier zu Verformungen im unteren Kantenbereich
des Kartons und damit leicht zu Beschädigungen des z.T.--hochwertigen verpackten Gutes
kommen kann. Neben diesen bei der Benutzung infolge der beim Rangieren und sonstigem
Transport auftretenden hohen Belastungen bis zum 5-fachen Gewicht der Ladeeinheit
und den daraus resultierenden Verformungen erfordert das Grundkonzept eines mit faltbaren
Klappen versehenen ersten, die Befestigung des Behälters herstellenden Bodenabschnitts
die Erzeugung von zwei voneinander getrennten, jeweils für sich faltbaren Zuschnitten,
wodurch sich ein höherer Fertigungs- und Lageraufwand ergibt. Um den Behälter möglichst
einfach über die hochgestellten Flügelklappen nach Befestigung des ersten Bodenabschnittes
auf die Palette aufsetzer zu können und Schwierigkeiten bei dieser Montage infolge
der Rückstellkräfte der Flügelklappen zu verhindern, werden regelmäßig Befestigungsmittel
an den Flügelklappen benötigt, um diese in ihrer ersten Endposition zu halten. Solche
Befestigungsmittel verursachen weitere, an sich überflüssige Maßnahmen, beispielsweise
durch Anordnen von Haltelaschen oder durch zusätzliche metallische oder Kunststoffklemmen,
wobei letztere durch einen zusätzlichen Arbeitsgang gelöst und entfernt werden müssen.
Schließlich ermöglichen die Ausschnitte in den Querbodenklappen der bekannten Behälter,
die zum Überstülpen des Behälters auf den an der Palette befestigten ersten Bodenabschnitt
benötigt werden, von außen her einen Zugang in das Behälterinnere und stellen somit
eine maßgebliche Gefahr für Diebstahl und Beraubung, insbesondere bei hochwertigem
Transportgut, dar. Diese Ausschnitte werden bis zum Rand durchgeführt, so daß der
Behälter damit nicht mehr nach außen völlig verschlossen ist, sondern man leicht mit
der Hand in sein Inneres greifen kann.
[0004] Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, einen Transportbehälter der
eingangs beschriebenen Art derart zu verbessern, daß durch die Anordnung seiner Verbindung
mit der Palette ein erhöhter Widerstand gegen die auftretenden Kräfte (Kippmomente,
Schwerkräfte), einhergehend mit einer vereinfachten Montage und einem Minimum an zur
Verfügung zu haltenden Zuschnitten und Montagemitteln, erzielt wird und der Behälter
zudem nach außen hin eine geschlossene, im wesentlichen diebstahlsichere Einheit bietet.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in mindestens einem der bei
zusammengelegtem Zuschnitt oben liegende Bodenabschnitte Ausnehmungen vorgesehen sind,
die einen Zugang zu einem darunter befindlichen, auf die Palette auflegbaren Bodenabschnitt
und einen freien Durchlaß für Befestigungsmittel zur Befestigung dieses unteren Bodenabschnittes
im zusammengefalteten Zustand des Zuschnitts an dem Palettenboden bilden.
[0006] Damit erhält man einen Transportbehälter, der äußerst montagefreundlich ist und ausschließlich
über seine an den Seitenwänden angelenkten Bodenabschnitte an der Oberfläche einer
Palette befestigt werden kann, indem zunächst durch die Ausnehmungen bei zusammengelegtem
Zuschnitt die Befestigungsmittel in den im wesentlichen gegenüberliegenden Bodenabschnitt
eingefügt werden, der Behälter dann um die Faltkante dieses befestigten Bodenabschnitts
aufgerichtet wird und anschließend die Befestigungsmittel von oben her in einen zweiten
oder ggf. auch weitere seitlich angelenkte Bodenabschnitte eingebracht werden. Auf
diese Weise wird der Behälter in seinen Randbereichen an der Palette sicher befestigt,
so daß sich gegenüber den bekannten, über einen Mittelabschnitt des Bodens an der
Palette befestigten Behältern ein maßgeblich erhöhter Widerstand gegen Kippmomente
und Scherkräfte ergibt und der Behälter somit wesentlich besser gegen Verformungen
geschützt ist. Außerdem weist der erfindungsgemäße Behälter umlaufende Faltränder
der Bodenabschnitte auf, so daß er nach Verbindung mit der Palette im Bodenbereich
nicht mehr von außen her zugänglich isfvsomit eine geschlossene, gegen Diebstahl und
Beraubung gesicherte geschlossene Einheit bildet.
[0007] In vorteilhafter Ausbildung der Erfindung können die Bodenabschnitte mit Löchern,
Schlitzen oder ähnlichen Aussparungen zur Aufnahme der Befestigungsmittel in Form
von Kopfstopfen, vorzugsweise Flachkopfstopfen,versehen sein, wobei mindestens zwei
dieser Löcher bei zusammengelegtem Zuschnitt unter den Ausnehmungen liegen und für
die Befestigungsmittel zugangsfrei sind. Wesentlich dabei ist, daß die Löcher, Schlitze
oder ähnlichen Aussparungen groß genug sind, um einen freien Durchgang für die Befestigungsmittel
zu dem zu unterst liegenden Bodenabschnitt
Verlauben und diesen im gefalteten Zustand des Zuschnitts auf der Palette befestigen
zu können, ohne daß der oder die darüber liegenden Bodenabschnitte an ihrer anschließenden
freien Auffaltbarkeit behindert werden.
[0008] Dabei ist es, bezogen auf die Standardabmessungen von Paletten und Containern, vorteilhaft,
wenn mindestens je eine Ausnehmung in einem ersten längsseitigen und einem querseitigen
Bodenabschnitt angeordnet sind und bei zusammengelegtem Bodenabschnitt über Löchern
im gegenüberliegenden zweiten längsseitigen Bodenabschnitt liegen. So lassen sich
Ausnehmungen und Löcher an für die Befestigung günstigen Stellen im Randbereich anordnen,
um einen sicheren Sitz des Behälters auf der Palette zu gewährleisten.
[0009] Aufgrund der erfindungsgemäßen Maßnahme, die Bodenabschnitte des Behälters montagefreundlich
und aus Festigkeitsgründen im Randbereich der Palette zu befestigen, ist eine wesentliche
Materialersparnis möglich, indem man die Bodenabschnitte als im Verhältnis zur Gesamtfläche
des Palettenbodens nur relativ schmale Streifen ausbildet, während zum Abdecken des
weitgehend offenen Bodens gegenüber der Palette und zur Sicherung gegen einen Zugriff
von außen ein im wesentlichen den Palettenboden überspannender, auf die Bodenabschnitte
auflegbarer Bodeneinsatz vorgesehen sein kann. Im Gegensatz zu den bekannten, befestigbaren
Bodeneinsätzen braucht es sich hierbei nur um ein einfaches, abgesehen von seinem
Ausstanzen in der richtigen Größe unvorbereitetes flaches Papp- oder Wellpappteil
zu handeln, das die erfindungsgemäßen An-- ein forderungen an vereinfachte Montage
ein und Minimum von zur Verfügung zu haltenden Zuschnitten und Montagemitteln weitestgehend
erfüllt, zugleich aber die Diebstahlsicherheit erhöht.
[0010] Zur weiteren Erleichterung der Montage des Behälters auf der Palette im aufgefalteten
Zustand des Behälters kann in wenigstens einer der Seitenwände des Zuschnitts eine
ausgestanzte, längs einer Kante an der Seitenwand angelenkte Seitenklappe vorgesehen
sein, die man ausklappen kann, um somit eher an die Befestigungsstellen für die Befestigungsmittel
zu kommen, ohne daß sich die den Behälter auf der Palette montierende Person über
die gesamte Höhe der Behälterseitenwände in das Innere beugen muß. Vorzugsweise wird
deshalb auch diese
Seitenklappe an derjenigen Behälterseitenwand vorgesehen sein, in deren Bodenrandbereich
die Befestigungsmittel erst nach Aufrichten des Behälters eingebracht werden.
[0011] schnell Eine besonder ha tbare und damit sichere Befestigung des Behälters auf der
Palette ergibt sich, wenn man die Befestigungsmittel als Flachkopfstopfen mit Schäften
ausbildet, die in an sich bekannter Weise die Form von Kreuzstegen aufweisen, die
ihrerseits mit einem Sägezahnprofil versehen sein können. Letzteres ergibt einen besonders
festen Sitz in den entsprechend vorgesehenen Löchern in der Palette, zugleich aber
auch ein leichteres Eintreiben solcher Stopfen infolge der günstigen Verformbarkeit
des Sägezahnprofils in Eintreibrichtung, während sie gegen dieselbe im Palettenmaterial
verhaken.
[0012] Weitere Vorteile, Zweckmäßigkeiten und Ausbildungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben
sich aus der folgenden Beschreibung der in der schematischen Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele der Erfindung. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Palette mit zusammengelegtem Behälterzuschnitt in Vorbereitung der Montage,
Fig. 2 ein Befestigungsmittel für den Zuschnitt auf der Palette in Form eines Sägezahnprofil-Flachkopfstopfens
in vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 den Zuschnitt der Fig. 1 beim Aufrichten nach teilweisem Fixieren auf der Palette,
Fig. 4 den aufgerichteten Zuschnitt/Behälter der Fig. 1 und 3, fertig zum Gebrauch,
und
Fig. 5 eine abgewandelte Ausführungsform eines Zuschnitts/Behälters in einer Position
entsprechend Fig. 4, jedoch mit zusätzlich einzufügendem Bodeneinsatz.
[0013] In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1, 3 und 4 erkennt man einen Transportbehälter
1, der in Fig. 1 in Form eines gefalteten, in dieser Lage einen minimalen Transportraum
beanspruchenden Well- pappezuschnitts 10 vorgesehenaber ist natürlich ebenso gut aus
anderem geeigneten faltbaren Material wie Pappe, kaschiertem Material od.dgl. bestehen
kann. Dieser Zuschnitt 10 umfaßt in entsprechender Vorbereitung für die endgültige
Transportbehälterform 1 quaderförmigen Aufbaus zwei Längsseitenwände 11, zwei Querseitenwände
12, zwei an den Längsseitenwänden 11 angelenkte Bodenabschnitte 13, zwei an den Querseitenwänden
12 angelenkte Bodenabschnitte 14 sowie vier Deckelklappen 16, jeweils in Form von
zwei Längs- und zwei Querseitenklappen, die dem Verschließen des Behälters dienen.
Auf Einzelheiten der Ausbildung eines solchen quaderförmigen Behälters braucht hier
aus Gründen der Selbstverständlichkeit nicht näher eingegangen zu werden. Ebenso ist
die Palette 2 herkömmlicher Bauart mit einem Palettenboden 21 und darunter angeordneten
Fußstützen 22, die in üblicher Weise ein Unterfahren der Palette mittels eines Flurfördergerätes,
z.B. eines Gabelstaplers ermöglichen.
[0014] Der Zuschnitt 10 in seiner gefalteten Form liegt in Fig. 1 in der Weise, daß er unmittelbar
auf der Palette 2 befestigt werden kann. Zu diesem Zweck sind in dem Zuschnitt in
seinen längsseitigen Bodenabschnitten 13 Befestigungslöcher 18 angeordnet. Im dargestellten
Beispiel soll der Behälter auf jeder Längsseite mittels zweier Befestigungsstellen
an der Palette 2 befestigt werden, und zwar mit Hilfe von in Fig. 2 näher dargestellten
Flachkopfstopfen 3. An den Befestigungslöchern 18 entsprechenden Stellen sind im Palettenboden
21 Löcher 23 als Aufnahmen für die Flachkopfstopfen 3 vorgesehen.
[0015] Um den Zuschnitt 21 im zusammengefalteten Zustand auf der Palette 2 befestigen zu
können, sind zwecks Zugang zu den Befestigungslöchern 18 in dem unteren auf dem Palettenboden
21 zu liegen kommenden längsseitigen Bodenabschnitt 13 (hier größtenteils verdeckt)
in den darüber liegenden Bodenabschnitten 13, 14 Ausnehmungen 19 vorgesehen, deren
Durchmesser mindestens dem größten Durchmesser der Befestigungsmittel entspricht,
also z.B. dem Durchmesser eines Flachkopfs 31 eines in Verbindung mit Fig. 2 noch
näher zu beschreibenden Flachkopfstopfens 3. Damit können die Befestigungsmittel 3
ohne weiteres völlig und leicht durch die obere Lage des Zuschnitts 10 in die darunter
liegenden Löcher des längsseitigen Bodenabschnitts 13 eingeführt werden, um letzteren
auf dem Palettenboden 21 zu befestigen. Nunmehr kann der Behälterzuschnitt, da die
beiden oben liegenden Bodenabschnitte 13, 14 durch die Befestigungsmittel 3 nicht
beeinträchtigt sind, in der in Fig. 3 gezeigten Weise zu einem Quader um die Falzkante
F quaderförmig hochgefaltet werden, worauf ein Einfalten der Bodenabschnitte 13, 14
nach innen und dann ein Aufrichten des Zuschnitts in die Vertikale erfolgt. Diese
aufgefaltete Position ist in Fig. 4 dargestellt. Nach Erreichen derselben werden auf
der zweiten Längsseite die in diesem Bereich erforderlichen Befestigungsmittel 3 durch
die vorgesehenen Befestigungslöcher 18 in die Aufnahmen 23 im Palettenboden 21 eingetrieben,
wobei zur Erleichterung dieses Einführen zweckmäßig nach Herunterklappen der querseitigen
Bodenabschnitte 14 erfolgt und zu diesem Zweck an den Löchern 18 entsprechenden Stellen
zweite Ausnehmungen 19a vorgesehen sind, die hinsichtlich Anordnung, Funktion und
Größe den Ausnehmungen 19 entsprechen. Nach dem Einsetzen der Befestigungsmittel 3
auch in diesem Bereich ist somit der Transportbehälter 1 aufgerichtet und beladungsfähig.
[0016] Das in Fig. 2 gezeigte Befestigungsmittel in Form eines Flachkopfstopfens 3 eignet
sich für diese Art der Transportbefestigung auf einer Palette 2 z.B. aus Preßpappe
oder -holz besonders gut, indem eine Ausbildung als Flachkopfstopfen mit Flachkopf
31 und Schaft 32 vorgesehen ist, der als bekannter Kreuzsteg 33, jedoch mit einem
Sägezahnprofil 34, ausgebildet ist. Letzteres ermöglicht einerseits ein leichtes Eintreiben
des Stopfens bis zur Anlage seines Kopfes 33 gegen die Oberseite der Bodenabschnitte,
andererseits aber einen festen Sitz gegen Herausziehen in dem Material der Palette
2.
[0017] Im Gegensatz zu dem in Fig. 1, 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel, in dem
die Bodenabschnitte im wesentlichen.so breit angeordnet sind, daß sie den Palettenboden
21 im zusammengefalteten Zustand voll überdecken und damit die Bodenfläche des Behälters
bilden, sind in dem Ausführungsbeispiel der Fig. 5 Bodenabschnitte 13, 14 vorgesehen,
die wesentlich schmaler sind und nur einen Teil des Behälterbodens überdecken. Infolge
der schmaleren Bodenabschnitte, insbesondere der querseitigen Abschnitte 14, kann
bei dieser Ausführungsform auf zweite Ausnehmungen 19a verzichtet werden, weil die
Befestigungslöcher auch nach vollständig gegen den Palettenboden angelegten Bodenabschnitten
14 von oben her frei zugänglich sind.
[0018] Um den Behälterboden zu schließen, ist in diesem Ausführungsbeispiel ein gesonderter
Bodenabschnitt 15 vorgesehen, der als getrenntes, aber ungefaltetes Stanzteil, entsprechend
dem fertigen Behälterquerschnitt zugeschnitten, von oben her in den aufgefalteten
und an der Palette 2 befestigten Transportbehälter 1 ohne Schwierigkeiten eingesetzt
werden kann (s. Pfeil).
[0019] In diesem Ausführungsbeispiel ist weiterhin zwecks leichteren Zugangs zum Behälterinneren
beim Einsetzen der Befestigungsmittel 3 in einer Längsseitenwand 11 eine Seitenklappe
17 vorgesehen, die eine der Deckelklappen 16 faltbar trägt und selbst an der Längsseitenwand
11, aus der sie ausgestanzt ist, über eine Faltkante L angelenkt ist. Nach Befestigen
des Transportbehälters 1 in der beschriebenen Art auf der Palette 2 sowie Aufrichten
desselben dient die ausgeschwenkte
Seitenklappe zugleich einem erleicherten Füllen des Behälters; sie kann zu jeder Zeit
hochgeklappt werden, woraufhin dann der Behälter mittels einer Deckelklappe und Anbringen
beispielsweise eines Adhäsionsverschlusses diebstahlsicher verschlossen werden kann.
[0020] Es versteht sich, daß statt der in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Befestigungsmittel
3 in Form von Flachkopfstopfen auch jede andere Art von Befestigungsmitteln für den
Behälterzuschnitt 10 an der Palette 2 zur Verwendung gelangen kann, wenn für die beschriebene
Befestigungsweise Ausnehmungen 19 vorgesehen sind, die einen freien Zugang zu dem
jeweils auf den Palettenboden 21 auflegbaren Bodenabschnitt gewäm leisten, Beispielsweise
können durch die Ausnehmungen Nägel oder Klammern eingetrieben werden, obwohl Flachkopfstopfen
der beschriebenen Art, sei es mit oder ohne Sägezahnprofil 34, angesichts ihrer hohen
Befestigungssicherheit bevorzugt sind. Im Falle der Verwendung solcher anderer Befestigungsmittel
kann selbstverständlich auf die vorherige Anbringung von Aufnahmen für solche Befestigungsmittel
im Palettenboden 21 verzichtet werden.
[0021] Man erkennt aus den Ausführungsbeispielen, daß sich der Behälterzuschnitt 10 in äußerst
einfacher Weise aufrichten läßt und zugleich eine einfache, aber besonders gegen Diebstahl
gesicherte Befestigung auf der Palette ermöglicht.
1. Transportbehälter aus einem auffaltbarem Zuschnitt aus Pappe, Wellpappe oder ähnlichem
faltbarem Material, mit jeweils einen Teil eines Behälterbodens bestimmenden Bodenabschnitten,
die an Seitenwänden des Behälters faltbar angelenkt sind, wobei der Behälter über
den Behälterboden bzw. mittels seiner Bodenabschnitte mit einer Palette aus Holz,
Preßholz oder ähnlichem Werkstoff verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß in mindestens
einem der bei zusammengelegtem Zuschnitt (10) oben liegenden Bodenabschnitte (13,
14) Ausnehmungen (19) vorgesehen sind, die einen Zugang zu einem darunter befindlichen,
auf die Palette (2) auflegbaren Bodenabschnitt (13) und einen freien Durchlaß für
Befestigungsmittel (3) zur Befestigung dieses unteren Bodenabschnitts (13) im zusammengelegtem
Zustand des Zuschnitts an dem Palettenboden (21) bilden.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenabschnitte
(13, 14) mit Löchern (18), Schlitzen oder ähnlichen Aussparungen zur Aufnahme - der
Befestigungsmittel (3) in Form von Kopfstopfen, vorzugsweise Flachkopfstopfen, versehen
sind, wobei mindestens zwei dieser Löcher (18) bei zusammengelegtem Zuschnitt (10)
unter den Ausnehmungen (19) liegen und für die Befestigungsmittel zugangsfrei. sind.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
je eine Ausnehmung (19) in einem ersten längsseitigen und einem querseitigen Bodenabschnitt
(13 bzw. 14) angeordnet sind und bei zusammengelegtem Zuschnitt (10) über Löchern
(18) im gegenüberliegenden zweiten längsseitigen Bodenabschnitt (13) liegen.
4. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Bodenabschnitte (13, 14) als im Verhältnis zur Gesamtfläche des Palettenbodens
(21) schmale Streifen ausgebildet sind und ein im wesentlichen den Palettenboden überspannender,
auf die Bodenabschnitte auflegbarer Bodeneinsatz (15) vorgesehen ist.
5. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
in wenigstens einer der Seitenwände (11, 12) des Zuschnitts (10) eine ausgestanzte,
längs einer Kante (171) an der Seitenwand (11) angelenkte Seitenklappe (17) vorgesehen
ist.
6. Transportbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachkopfstopfen
(3) mit Schäften (32) ausgebildet sind, die in an sich bekannter Weise die Form von
Kreuzstegen (33) aufweisen, die ihrerseits mit einem Sägezahnprofil (34) versehen
sind.