[0001] Die Erfindung geht von einem Druckknopfschalter nach dem Oberbegriff des Anspruches
1 aus.
[0002] Im allgemeinen dienen Schalter dem mehrmaligen Verbinden oder Trennen von elektrischen
Leitungswegen. Damit bieten sie, gleichgültig nach welchem Konstruktions- oder Betätigungsprinzip
sie arbeiten, dem Bediener eines Gerätes die Möglichkeit, auf dessen Funktionsweise
einzuwirken. Schalter sind somit Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine und sie
sind durch nichts zu ersetzen, wenngleich sie auch dem technologischen Wandel unterworfen
sind und einen sehr hohen technischen Stand erreicht haben. Schalter der verschiedensten
Bauformen gehören zu den wenigen elektromechanischen Bauelementen der Elektronik,
bei denen zusätzlich zur Schaltfunktion oft Forderungen an das Design gestellt werden.
Da sie nämlich an der Frontplatte eines Gerätes angeordnet sind, bestimmen sie in
entscheidender Weise dessen Erscheinungsbild mit. Es ist daher nicht verwunderlich,
daß ein nahezu unüberschaubares Angebot an Dreh-, Wipp-, Kipp-, Schiebe-, Tast- und
Druckknopfschaltern in allen nur erdenklichen Bauformen, Farben und Größen angeboten
werden. Der nachfolgend beschriebene Schalter ist zu der Gruppe der Druckknopfschalter
zu rechnen.
[0003] Aus der DE-OS 31 51 501 ist bereits ein Druckknopfschalter bekannt, der aus einem
topfförmigen Gehäuse besteht, gegenüber dem ein Druckknopf relativ verschiebbar ist.
Auf der Innenseite des Druckknopfes ist ein in das Schalterinnere ragender Steg vorgesehen,
um den ein Schaltstößel schwenkbar und verschiebbar gelagert ist. Der Schaltstößel
besteht aus einer Scheibe und einem keilförmigen Ansatz. Unabhängig vom Druckknopf
ist unterhalb des Schaltstößels eine Umschaltwippe mit Hilfe von in Lagerschilden
gelagerten Lagerzapfen verschwenkbar gelagert. Diese Umschaltwippe besitzt eine T-artige
Gestalt mit einem Querbalken und einem senkrecht nach unten weisenden Führungsansatz.
Der Querbalken ist auf der Oberseite giebelförmig gestaltet zur Aufnahme des keilförmigen
Ansatzes des Schaltstößels. Der Neigungswinkel der beiden Giebelhälften entspricht
dem halben Schwenkwinkel der Umschaltwippe. In den beiden Schaltstellungen nimmt jeweils
eine Giebelhälfte eine waagrechte Lage ein. Für das Verschwenken des Schaltstößels
sind zwei Rückstellfedern verantwortlich, die auf verschiedenen Seiten des Ansatzes
zwischen Schaltstößel und Umschaltwippe eingespannt sind. Im FUhrungsansatz der Umschaltwippe
ist ein Sackloch ausgespart, das eine Druckfeder aufnimmt, die sich einerseits am
Boden des Sackloches und andererseits an einer Kontaktwalze abstützt. Der Boden des
Gehäuses besitzt zwei identische Steuerkurvenflächen in dachartiger Form, auf denen
die Kontaktwalze entlanggleiten kann.
[0004] Ein weiterer Druckknopfschalter ist in der DE-OS 30 46 831 beschrieben. Relativ zu
einem rechteckigen Gehäuse ist ein Druckknopf verschiebbar. An der Oberseite des Druckknopfes
ist ein nach innen gerichteter, keilförmiger Ansatz ausgebildet. Die Spitze dieses
Ansatzes dient als Kipplager für einen Schaltstößel. Dieser besteht aus einer Scheibe
und einem nach unten gerichteten Stößel. Der Stößel wirkt mit einer keilförmigen Spitze
einer Umschaltwippe zusammen. Die Umschaltwippe besitzt auf jeder Seite jeweils einen
Lagerzapfen, der sich in einer Bohrung des Gehäuses drehen kann. Die keilförmige Spitze
ist Teil einer Steuerkurve der Umschaltwippe. Die Steuerkurve besteht aus einem mittleren
Scheitel, zwei von diesem Scheitel abfallenden Flanken und zwei vom Ende der Flanken
aufsteigendenFlächen. Der Scheitel besitzt einen gewissen Abstand von den Lagerzapfen
der Umschaltwippe, so daß er in den beiden Schaltstellungen jeweils seitlich einer
durch die Lagerachse und die Schieberichtung definierten Ebene liegt. Damit ist sichergestellt,
daß der Stößel immer auf eine der Flanken trifft. Zwischen Schaltstößel und Umschaltwippe
ist eine Rückstellfeder eingespannt. Bedingt durch die Schrägstellung der Umschaltwippe
ist die Vorspannung an zwei gegenüberliegenden Seiten unterschiedlich groß. An der
Umschaltwippe ist ein federbelasteter Schaltbolzen befestigt, der auf eine Kontaktwippe
drückt, die um einen Festkontakt kippbar gelagert ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Druckknopfschalter nach der eingangs
genannten Art so weiterzuentwickeln, daß er eine einfache mechanische Schaltstellungsanzeige
aufweist und daß er trotz gedrängter Bauweise aus möglichst wenigen Einzelteilen aufgebaut
und daher als Massenprodukt kostengünstig herstellbar ist, wobei die Kontaktkraft
bis unmittelbar vor dem Umschalten erhalten bzw. sogar noch gesteigert werden sollso
daß eine hohe elektrische Lebensdauer gegeben ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichnungsteil des Anspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Die Erfindung wird nachfolgend für ein Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnungen
näher beschrieben.
[0009] Von den Figuren zeigt
Figur 1 in perspektivischer Seitenansicht einen Druckknopfschalter in Explosionsdarstellung,
Figur 2 eine Seitenansicht des Druckknopfschalters im Schnitt,
Figur 3 in Perspektivansicht im vergrößerten Maßstab eine Einzelheit des Druckknopfschalters,
Figur 4 in Perspektivansicht im vergrößerten Maßstab einen Schaltstößel und eine Schaltwippe,
Figur 5 im vergrößerten Maßstab einen anderen Druckknopfschalter teilweise abgebrochen
in Seitenansicht im Schnitt,
Figur 6 im vergrößerten Maßstab eine andere Ausführungsform eines Druckknopfschalters
teilweise abgebrochen in Seitenansicht im Schnitt.
[0010] Der in den Figuren dargestellte Druckknopfschalter besitzt ein zweiteiliges, rechteckförmiges
Gehäuse 1 aus Kunststoff. In dem topfförmigen Gehäusesockel 3 sind am Gehäuseboden
in der Mitte ein Mittelkontaktstück 6 und seitlich an den Gehäusewandungen je ein
Festkontakt 7 aus einem elektrisch leitenden Material mit eingespritzt. Die zugehörigen
Anschlußfahnen 39 ragen unten aus dem Gehäusesockel heraus. Der Schalter ist somit
für den Einbau in eine gedruckte Schaltung geeignet. Das aus Metall hergestellte MittelkontaktstUck
6 besitzt ein V-förmiges Schneidenlager 32, das sich in einem ebenfalls V-förmigen
Einschnitt 40 des Gehäusesockelbodens fortsetzt derart, daß der Einschnitt zum Gehäuseinneren
hin sich trichterartig erweitert.
[0011] Wie aus Figur 1 unten zu erkennen ist, sind an den Gehäusesockel 3 und zwar an den
vier Gehäusesockelkanten seitliche, vorstehende Führungsleisten 35 angeformt. Außerdem
sind auf der Außenseite des Gehäusesockels 3 mehrere vorstehende Rastnasen 36 vorgesehen.
Diese Rastnasen 36 wirken mit Langlöchern 37 zusammen, die sich in einem Druckknopf
2 befinden. Dieser rechteckförmige Druckknopf ist ebenfalls aus Kunststoff hergestellt
und er ist gegenüber dem Gehäusesockel 3 relativ verschiebbar. Die Langlöcher 37 sind
in zwei federnden Seitenwänden 41 des Druckknopfes 2 ausgespart. Bei der Montage wird
der Druckknopf 2 einfach über den Gehäusesockel 3 geschoben, bis die Rastnasen 36
in die Langlöcher 37 einschnappen. Die Seitenwände 41 liegen hierbei zwischen den
Führungsleisten 35. Durch diese Rastverbindung wird der Druckknopf an dem Gehäusesockel
festgehalten.
[0012] Die beiden federnden Seitenwände 41 sind an zwei gegenüberliegenden Seiten des topfförmigen
Druckknopfes 2 angeformt. Der Druckknopf selbst besteht bei dem in den Figuren 1 bis
4 dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem lichtundurchlässigen Kunststoff. An
der Frontseite des Druckknopfes befindet sich ein schmales Fenster 38, durch das die
Schaltstellung sichtbar angezeigt werden kann. Dies ist deshalb von Bedeutung, da
der Druckknopf nach jeder Betätigung wieder in seine alte Ausgangsruhestellung zurückkehrt.
[0013] An den beiden Seiten, an denen sich keine Seitenwände 41 befinden, sind, wie aus
Figur 1 oben erkennbar ist, im Inneren des Druckknopfes in Schieberichtung je ein
Steg 18 an der Innenwand angeformt. Das Ende des Steges 18 liegt sowohl in der Ruhestellung
als auch beim Niederdrücken des Druckknopfes in einer V-förmigen Tasche 17 eines Schaltstößels
4. Der aus Kunststoff hergestellte Schaltstößel 4 selbst besteht aus einem von der
Breitseite aus gesehenen U-förmigen Bügel mit einem an ein Basisteil 11 angeformten
Kopfteil 12 und zwei seitlich angeformten Schenkeln 13. Beide Schenkel 13 sind gleich
lang und sie laufen am freien Ende in eine sich verjüngende Spitze 16 aus. Von der
Schmalseite aus gesehen weitet sich der Kopfteil 12 pilzförmig auf mit einer segmentförmigen
Wölbfläche 14. Auf dieser Wölbfläche befindet sich eine Beschriftung oder Kennzeichnung,
aus der die Schaltstellung hervorgeht. Diese Beschriftung oder Kennzeichnung ist,
bedingt durch die Schrägstellung des Schaltstößels in der Ruhestellung, in dem Fenster
38 des Druckknopfes sichtbar. Zwei Randkanten 15 der Wölbfläche 14 sind abgerundet
und verstärkt.
[0014] In der Mitte des Basisteils 11 zwischen den beiden Schenkeln 13 ist noch ein Haltezapfen
19 angeformt, an dem sich ein Ende einer Rückstellfeder 10 in der Form einer Schraubenfeder
abstützt.
[0015] Am mündungsseitigen Ende der V-förmigen Tasche 17 des Schaltstößels 4 sind zu beiden
Seiten Nasen 20 angeformt, die mit vorstehenden Erhöhungen 28 einer Schaltwippe 8
zusammenwirken.
[0016] Zwischen Schaltstößel 4 und Schaltwippe 8 ist die Rückstellfeder 10 angeordnet, wobei
diese teilweise in einem Sackloch 26 der Schaltwippe 8 geführt ist und sich am Boden
dieses Sackloches abstützt. Diese Rückstellfeder ist so ausgeführt, daß sie danach
trachtet, Schaltstößel und Schaltwippe voneinander weg zu drücken.
[0017] Die aus Kunststoff gespritzte Schaltwippe 8 ist in der Art eines zweiarmigen Hebels
mit einem kurzen und einem langen Arm ausgebildet. Der kurze Arm besteht hierbei aus
zwei federnden Seitenwänden 21, die beabstandet seitlich angeformt sind. Dadurch wird
eine auf drei Seiten offene Kammer 22 gebildet, die das Basisteil 11 des Schaltstößels
4 aufnimmt. Außerdem ist zwischen beiden Seitenwänden 21 noch die Rückstellfeder 10
angeordnet. An jeweils zwei Ecken tragen die Seitenwände 21 nach innen aufeinander
zu gerichtete Erhöhungen 28, die mit den Nasen 20 des Schaltstößels zusammenwirken.
Außenseitig besitzen die Seitenwände je eine ballige Erhebung 27, um die die Schaltwippe
in einem kleinen Winkelbereich schwenkbar ist.
[0018] Der lange Arm 23 der Schaltwippe verjüngt sich etwas im Querschnitt zu seinem Ende
hin, da die Schaltwippe schwenkbar sein soll. Hätte sie über die ganze Länge den gleichen
Querschnitt, so würde der lange Arm 23 an der Wandung des Gehäusesockels anstoßen
und eine Schwenkung würde so verhindert.
[0019] Am freien Ende besitzt der lange Arm 23 an den beiden Außenseiten ein V-förmiges
Schneidenlager 24, dessen Begrenzung von zwei keilförmigen Anlageflächen 9 gebildet
wird. Diese Anlageflächen zusammen mit dem Schneidenlager sind gegenüber dem langen
Arm 23 seitlich erhaben ausgeführt. Wie später noch erläutert werden wird, wirken
diese Anlageflächen 9 mit den Spitzen 16 des Schaltstößels zusammen. Zwischen den
beiden Schneidenlagern 24 ist eine Aussparung 25 im langen Arm vorgesehen.
[0020] Die elektrische Verbindung zwischen den Festkontakten 7 und dem Mittelkontaktstuck
6 stellt eine E-förmige Kontaktbrücke 5 aus Metall her. Einzelheiten dieses Kontaktsystems
sind in Figur 3 dargestellt. Die Kontaktbrücke 5 besitzt zwei äußere Schnappzungen
29 und eine gegenüber den Schnappzungen längere und zwischen den Schnappzungen angeordnete
Kontaktzunge 30, die am vorderen Ende ein rohrförmig gestaltetes Kontaktelement 42
aufweist. Verbunden sind Schnapp- und Kontaktzunge durch einen Verbindungssteg 31.
Wie aus Figur 3 hervorgeht, liegt die Kontaktbrücke 5 mit dem Rand des Verbindungssteges
31 in dem Schneidenlager 32 des Mittelkontaktstücks 6. Die Kante am freien Ende der
Schnappzunge 29 liegt in dem Schneidenlager 24 der Kontaktwippe 8. Die Kontaktbrücke
5 ist somit zwischen diesen beiden Schneidenlagern eingespannt und zwar in einer Schräglage,
die dadurch hervorgerufen ist, daß die im eingebauten Zustand vorgespannte Rückstellfeder
Kontaktwippe und Schaltstößel auseinanderzudrücken versucht, wobei der Schaltstößel
gegen die Innenwandung des Druckknopfes gedrückt wird. Die Kontaktzunge 30 mit ihrem
Kontaktelement 42 ragt im übrigen in die Aussparung 25 der Schaltwippe 8.
[0021] Wie aus Figur 2 zu entnehmen ist, besitzt der Gehäusesockel 3 innenseitig, auf zwei
gegenüberliegenden Seiten mehrere angeformte Gleitrippen 33. Diese Gleitrippen erstrecken
sich nahezu bis zum Boden des Gehäusesockels. Mündungsseitig sind die Gleitrippen
33 mit Anlaufschrägen 34 versehen, die sich zum freien Ende hin verjüngen. Bei dem
in den Figuren dargestellten AusfUhrungsbeispiel sind, wie Figur 1 zeigt, auf jeder
Seite je drei Gleit- .rippen vorgesehen.
[0022] Aus Figur 2 ist zu erkennen, daß die Schaltwippe 8 mit ihren balligen Erhebungen
27 an den Gleitrippen 33 des Gehäusesockels 3 anliegt. Um diese Erhebungen ist die
Schaltwippe in einem kleinen Winkelbereich schwenkbar. Wie bereits erwähnt, befinden
sich in der Ruhestellung sowohl die Schaltwippe als auch der Schaltstößel in einer
Schräglage (Figur 2). Drückt man nun den Druckknopf nach unten, so wird auch der Schaltstößel
in der Schräglage nach unten bewegt. Die Mitnahme des Schaltstößels erfolgt durch
den Steg 18, dessen Ende sich am Boden der V-förmigen Tasche 17 abstützt. Dadurch,
daß die RUckstellfeder 10 zusammengedrückt wird, erhöht sich auch der Druck, mit dem
das Kontaktelement 42 gegen den Festkontakt 7 gedrückt wird. Beim Niederdrücken des
Druckknopfes gelangt mit fortschreitender Bewegung die Spitze 16 des Schaltstößels
4 entweder an die rechte oder an die linke Anlagefläche 9. Ein überspringen von einer
Seite zur anderen ohne Umschnappen der Kontaktbrücke ist dann nicht mehr möglich.
Schließlich liegt die Randkante 15 des Schaltstößels an der Anlaufschräge 34 an und
während des weiteren Niederdrückens des Druckknopfes läuft die Randkante an der Anlaufschräge
entlang und schwenkt den Schaltstößel zwangsweise zur Mitte zu. Dabei drückt die Spitze
16 die Schaltwippe 8 über die Anlageflächen 9 schlagartig auf die andere Seite. Das
Entlanggleiten der Randkante 15 an den Anlaufschrägen 34 und anschließend den Gleitrippen
33 stellt eine erste Zwangsführung für den Schaltstößel dar.
[0023] Wird der Druckknopf losgelassen, so geht er, bedingt durch die Rückstellfeder, von
der Schaltstellung in die Ausgangsruhestellung zurück. Hierbei stoßen die Nasen 20
des Schaltstößels an den Erhöhungen 28 der Schaltwippe an und es erfolgt eine Zwangsdrehung
des Schaltstößels, so daß die Spitze 16 beim erneuten Niederdrücken des Druckknopfes
an der anderen Anlagefläche 9 zum Anliegen kommt. Das Zwangsdrehen des Schaltstößels
stellt somit eine zweite Zwangsführung für den Schaltstößel dar.
[0024] Durch die in Ruhestellung des Druckknopfes vorgesehene Schrägstellung des Schaltstößels
ist eine äußerst einfache Schaltstellungsanzeige möglich. Bei den in den Figuren 1
bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Druckknopf aus einem undurchsichtigen
Kunststoff, wobei auf der Frontseite im Druckknopf ein Fenster 38 ausgespart ist.
[0025] Die Figuren 5 und 6 zeigen weitere Ausführungsbeispiele für eine Schaltstellungsanzeige.
Bei dem in Figur 5 dargestellten Beispiel besteht der Druckknopf 43 aus einem durchsichtigen
Kunststoff. Auf der Innenseite des Druckknopfes Ist in einer Vertiefung eine Abdeckung
44 aus einem undurchsichtigen Material eingelassen, die eine Öffnung 47 aufweist,
durch die die Beschriftung oder Kennzeichnung der Wölbfläche 14 sichtbar ist. Dieses
AusfUhrungsbeispiel hat den Vorteil, daß das Gehäuse dicht ist.
[0026] Aus einem durchsichtigen Kunststoff besteht auch der Druckknopf 45 des AusfUhrungsbeispiels
gemäß Figur 6. Ober den eigentlichen Druckknopf 45 ist noch eine Kappe 46 geschoben,
die frontseitig eine Aussparung 48 besitzt. Durch diese Aussparung ist die Beschriftung
oder Kennzeichnung der Wölbfläche 14 sichtbar. Auch das Gehäuse des Schalters dieses
Ausführungsbeispiels ist somit dicht und gegen Staub und Fremdteile geschützt.
Bezugszeichenliste 4/84 Pt.+Hgm
[0027]
1 Druckknopfschalter
2 Druckknopf
3 Gehäusesockel
4 Schaltstößel
5 Kontaktbrücke
6 Mittelkontaktstück
7 Festkontakt
8 Schaltwippe
9 Anlagefläche
10 Rückstellfeder
11 Basisteil
12 Kopfteil
13 Schenkel
14 Wölbfläche
15 Randkante
16 Spitze
17 Tasche
18 Steg
19 Haltezapfen
20 Nase
21 Seitenwand
22 Kammer
23 Arm
24 Schneidenlager
25 Aussparung
26 Sackloch
27 Erhebung
28 Erhöhung
29 Schnappzunge
30 Kontaktzunge
31 Verbindungssteg
32 Schneidenlager
33 Gleitrippen
34 Anlaufschräge
35 Führungsleiste
36 Rastnase
37 Langloch
38 Fenster
39 Anschlußfahne
40 Einschnitt
41 Seitenwand
42 Kontaktelement
43 Druckknopf
44 Abdeckung
45 Druckknopf
46 Kappe
47 Öffnung
48 Aussparung
Druckknopfschalter (1)
- mit einem mehrteiligen Gehäuse, wobei ein Druckknopf (2) gegenüber einem Gehäusesockel
(3) verschiebbar ist,
mit einem mittels des Druckknopfes (2) durch eine Mitnahme längs verschiebbaren und
quer zu dieser Richtung auslenkbaren Schaltstößel (4),
- mit einer Kontaktbrücke (5), die um ein Lager in einem Mittelkontaktstuck (6) zwischen
zwei Anschlägen sprungartig umlegbar ist, von denen wenigstens ein Anschlag als Festkontakt
(7) ausgebildet ist,
mit einer die Stellung der Kontaktbrücke (5) bestimmenden Schaltwippe (8), die im
Schaltergehäuse kippbar angeordnet ist und die mindestens eine keilförmige Anlagefläche
(9) für den Schaltstößel (4) aufweist, die in einer ersten bzw. zweiten Kippstellung
auf den Schaltstößel (4) ausgerichtet ist und die eine Lage hat, welche bei einer
Belastung durch den Schaltstößel (4) zu einem Moment im Sinne des Kippens in die andere
Kippstellung und einer entsprechenden Auslenkung des Schaltstößels (4) führt, und
- mit einer Rückstellfeder (10), die sich am Schaltstößel (4) und an der Schaltwippe
(8) abstützt,
dadurch gekennzeichnet, daß sich das Gegenlager der Kontaktbrücke (5) an der Schaltwippe
(8) befindet, wobei im eingebauten Zustand die Kontaktbrückenvorspannung durch die
Rückstellfeder (10) erzeugt wird derart, daß in der Ruhestellung des Druckknopfes
(2) der Schaltstößel (4) nur eine von der Mittenstellung abweichende Schwenkstellung
einnimmt, und
daß die Querauslenkung des Schaltstößels (4) durch zwei Zangsführungen bewerkstelligt
wird, wovon die erste Zwangsführung bei der Bewegung von der Ruhestellung in die Schaltstellung
und die zweite Zwangsführung bei der Bewegung von der Schaltstellung in die Ruhestellung
wirksam ist.
2. Druckknopfschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schaltstößel (4) aus einem U-förmigen Bügel mit einem an ein Basisteil (11)
angeformten Kopfteil (12) und zwei seitlichen Schenkeln (13) gleicher Länge besteht.
3. Druckknopfschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kopfteil (12) frontseitig eine Wölbfläche (14) mit abgerundeten und verstärkten
Randkanten (15) aufweist.
4. Druckknopfschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Breite jedes der seitlichen Schenkel (13) zum freien Ende hin in einer oder
mehreren Stufen fortschreitend abnimmt und in einer Spitze (16) endet, die mit den
keilförmigen Anlageflächen (9) des Schaltstößels (4) zusammenwirkt.
5. Druckknopfschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß in jedem Schenkel (13) außenseitig, in der Nähe der Verbindung mit dem Basisteil
(11), eine V-förmige Tasche (17) ausgespart ist, in die ein Mitnehmer des Druckknopfes
(2) ragt, wobei die durch beide Taschenenden liegend gedachte Achse die verschiebbare
Drehachse des Schaltstößels (4) darstellt.
6. Druckknopfschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mitnehmer innenseitig angeformte, vorspringende und in Schieberichtung sich
erstreckende Stege (18) sind, die an sich gegenüberliegenden Seiten des Druckknopfes
(2) angeordnet sind.
7. Druckknopfschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß an der dem Kopfteil (12) gegenüberliegenden Seite des Basisteils (11) in Schieberichtung
ein Haltezapfen (19) für die Rückstellfeder (10) angeformt ist.
8. Druckknopfschalter nach einem der AnsprUche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Schenkel (13) beidseitig in Querauslenkung angeformte, vorstehende Nasen
(20) aufweist.
9. Druckknopfschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schaltwippe (8) in der Art eines zweiarmigen Hebels mit einem kurzen und einem
langen Arm ausgebildet ist, wobei der kurze Arm durch zwei, über die Breite des langen
Armes hinausstehende, beabstandete, federnde Seitenwände (21) gebildet ist, wodurch
eine nach mehreren Seiten offene Kammer (22) zur Aufnahme des Basisteils (11) des
Schaltstößels (4) entsteht.
10. Druckknopfschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der lange Arm (23) der Schaltwippe (8) zum freien Ende hin einen sich verjüngenden
Querschnitt aufweist.
11. Druckknopfschalter nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet,
daß das Ende des langen Armes (23) mit mindestens einem Schneidenlager (24) für die
Kontaktbrücke (5) versehen ist, dessen in Schieberichtung sich erstreckender Umriß
von den keilförmigen Anlageflächen (9) gebildet ist.
12. Druckknopfschalter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei außen liegenden Schneidenlagern (24) im langen Arm (23) eine Aussparung
(25) vorgesehen ist.
13. Druckknopfschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der lange Arm (23) in Schieberichtung des Druckknopfes (2) ein Sackloch (26) zur
teilweisen Aufnahme der Rückstellfeder (10) besitzt.
14. Druckknopfschalter nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die RUckstellfeder (10) eine Schraubenfeder ist.
15. Druckknopfschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (21) außenseitig ballige Erhebungen (27) besitzen.
16. Druckknopfschalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (21) am freien Ende mit mehreren nach innen, aufeinander zu gerichteten
Erhöhungen (28) ausgestaltet sind, die mit den Nasen (20) des Schaltstößels (4) im
Sinne einer erzwungenen Schwenkung des Schaltstößels (4) zusammenwirken.
17. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbrücke (5) E-förmig und einstückig ausgebildet ist, mit zwei parallelen,
das Schnappmoment liefernden äußeren Schnappzungen (29), und einer dazwischen angeordneten,
längeren Kontaktzunge (30), wobei Schnappzungen (20) und Kontaktzunge (30) durch einen
quer zu ihnen angeordneten Verbindungssteg (31) miteinander verbunden sind.
18. Druckknopfschalter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktbrücke (5) mit ihrem Verbindungssteg (31) im Schneidenlager (32) des
Mittelkontaktstücks (6) und mit den Schnappzungen (29) in den Schneidenlagern (24)
der Schaltwippe (8) gelagert ist.
19. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusesockel (3) innenseitig, beidseitig jeweils mindestens eine Gleitrippe
(33) mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Auflaufschräge (34) besitzt, auf
denen die Randkanten (15) des Kopfteils (12) des Schaltstößels (4) entlanggleiten,
um ein Schwenken des Schaltstößels (4) zu bewirken.
20. Druckknopfschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusesockel (3) außenseitig angeformte Führungsleisten (35) zur FUhrung
des Druckknopfes (2) aufweist.
21. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gehäusesockel (3) vorstehende Rastnasen (36) besitzt, die in Langlöchern (37)
des Druckknopfes (2) hineinragen und mit ihnen im Sinne eines Schnapphaltemechanismus
mit Anschlag zusammenwirken.
22. Druckknopfschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Druckknopf (2) ein frontseitiges Fenster (38) zur Schaltstellungsanzeige mit
Hilfe der Schwenkstellung des Schaltstößels (4) ausgespart ist.