[0001] Die Erfindung betrifft eine Trageinrichtung für ein Datensichtgerät gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Derartige Trageinrichtungen sind in Form von Schwenkarmen bekannt, deren eines Ende
um eine vertikale Achse drehbar an einem Arbeitstisch befestigt ist. Das zweite Ende
des Schwenkarmes trägt ebenfalls um eine vertikale Achse drehbar einen Bildschirm,
welcher somit auf einem kreisförmigen Weg verschwenkt werden kann und in der jeweiligen
Stellung des Schwenkarmes auf den Betrachter ausgerichtet werden kann.
[0003] Derartige Trageinrichtungen sind zuweilen nicht zufriedenstellend, da mit der Einstellung
des Abstandes zwischen Bildschirm und Benutzer zwangsläufig eine seitliche Verlagerung
des Bildschirmes einhergeht.
[0004] Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Trageinrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 so weitergebildet werden, daß bei vorgegebener Betrachtungsrichtung
eine Änderung des Abstandes zwischen dem Bildschirm und einem fest vorgegebenen Betrachtungsort
möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch eine Trageinrichtung gemäß Anspruch
1.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0007] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ist es möglich, auch die Betrachtungsrichtung
gemäß den jeweiligen persönlichen Wünschen einzustellen, wobei dann für die einmal
gewählte Betrachtungsrichtung der Abstand zwischen Auge und Datensichtgerät eingestellt
werden kann. Sowohl durch Verschwenken des Grundteiles als auch durch Verschieben
des Tragteiles auf dem Grundteil läßt sich das Datensichtgerät aus dem Blick- und
Arbeitsfeld des Betrachters herausbewegen, wenn es nicht benötigt wird. Es bestehen
dann freie Sichtverhältnisse; eine mit dem Datensichtgerät arbeitende Person fühlt
sich durch das nicht benötigte Datensichtgerät nicht "eingesperrt".
[0008] Die gemäß Anspruch 2 vorgesehene Führung ermöglicht es auch, ein Datensichtgerät
von mehreren beieinander liegenden Arbeitsplätzen her zu benutzen.
[0009] Wird die Führung auf einem getrennten Beistelltisch vorgesehen, so brauchen die Arbeitstische,
an welchen die mit den Datensichtgeräten arbeitenden Personen sitzen, nicht modifiziert
zu werden.
[0010] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 ist es möglich, den Beistelltisch
entweder zwischen zwei mit ihren Längskanten einander gegenübergestellten Arbeitstischen
oder zwischen zwei mit ihren Längskanten aneinanderstoßenden Arbeitstischen zu teilen,
wobei im letztgenannten Falle der Beistelltisch an die Schmalseiten der Arbeitstische
anstößt. Bei der letztgenannten Aufstellungsart kann das Datensichtgerät zusätzlich
noch von zwei weiteren Arbeitsplätzen her verwendet werden, wenn an die zweite Längskante
des Beistelltisches zwei weitere Arbeitstische mit ihren Schmalseiten anschließen.
[0011] Die Weiterbildungen der Erfindung gemäß den Ansprüchen 4, 6 und 12 sind im Hinblick
auf eine im wesentlichen glatt durchgehende Arbeitsfläche von Vorteil.
[0012] Bei einer Trageinrichtung gemäß Anspruch 5 liegen auf der Arbeitsfläche keine zum
Datensichtgerät führende Kabel.
[0013] Der gleiche Vorteil wird bei einer Trageinrichtung gemäß Anspruch 6 durch ein drahtlos
arbeitendes Modem erhalten, wie es im Anspruch 15 angegeben ist.
[0014] Bei einer Trageinrichtung gemäß Anspruch 6 hat man eine Führung zum Verschieben des
Grundteiles, ohne daß die Arbeitsfläche mit einer Durchbrechung versehen zu werden
bräuchte.
[0015] Dabei.wird mit der Weiterbildung gemäß Anspruch 7 erreicht, daß das Tragteil auch
weit von der Führung weggeschoben werden kann, so daß der Schwerpunkt von Tragteil
und Datensichtgerät nicht mehr über der Führung liegt, ohne daß das Datensichtgerät
stark verkippt. Durch das zusätzliche vorgesehene Hilfslager ist ein Verschwenken
des Grundteiles auch dann noch möglich, wenn sich das Grundteil bei ausgefahrenem
Tragteil auf der Arbeitsfläche abstützt.
[0016] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 8 wird erreicht, daß das geringfügige
Verkippen des Grundteiles bis zum Aufsetzen des Hilfslagers auf der Arbeitsfläche
stetig und kontrolliert erfolgen kann, da die Führungsrollen zugleich die Funktion
eines Pendellagers übernehmen können.
[0017] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 9 ist im Hinblick auf eine möglichst
große Basis der Führung und im Hinblick auf eine einfache Herstellbarkeit und hohe
mechanische Belastbarkeit derselben von Vorteil, da Arbeitstische und Beistelltische
am Rand ihrer Arbeitsplatte sowieso durch einen zusätzlichen Rahmen versteift sind.
[0018] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 10 ist es möglich, die Führung
für das Grundteil auch einfach durch zwei unter entsprechendem Abstand aufgestellte
Arbeitstische zu gewährleisten. Werden derartige vorsorglich vorgesehene Anfasungen
bei allen Kanten des Tisches vorgesehen, so kann dieser sehr flexibel mit anderen
Arbeitstischen zu Mehrfacharbeitsplätzen zusammengestellt werden, wobei nicht benötigte
der Anfasungen eine ansprechende Auskehlung des Tischplattenrandes bilden.
[0019] Auch mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 11 ist es möglich, Arbeitstische
mit geringem Aufwand für die Aufgabe der Führung des Grundteiles vorzubereiten, wobei
die durch zwei einander unter Abstand gegenüberstehende Arbeitstische erhaltene Führung
auch Kippdrehmomente aufnehmen kann.
[0020] Werden entsprechende Führungsschienen bei einem Arbeitstisch rings um die Tischplatte
umlaufend vorgesehen, so hat man wiederum eine sehr große Flexibilität im Zusammenstellen
von Mehrfacharbeitsplätzen, wobei dann nicht benötigte der Führungsschienen durch
ein in sie eingesetztes Profilteil (vergl.-Anspruch 15) zu Schmuckleisten umfunktioniert
werden können.
[0021] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 12 wird ein fester Abstand der
Enden der Führungsschienen auch bei glatten Böden, auf welchen die Arbeitstische stehen,
erreicht. Dabei bilden die Abstandsteile bei Anordnung gemäß Anspruch 13 zugleich
einen stoßfreien bündigen Übergang zwischen den einander gegenüberliegenden Arbeitstischen.
[0022] Sieht man gemäß Anspruch 14 zusätzlich eine von den Abstandsteilen getragene Abdeckplatte
vor, so hat man auch zwischen den beiden einander gegenüberliegenden Arbeitstischen
eine im wesentlichen durchgehende Arbeitsfläche.
[0023] Bei einer Trageinrichtung gemäß Anspruch 17 ist es möglich, den normalerweise als
Ausziehfläche für das Tragteil dienenden Abschnitt des Grundteiles bei eingeschobenem
Tragteil als Abstellfläche für ein Tastenfeld zu verwenden. Dieses kann somit zusammen
mit dem Datensichtgerät aus dem Sicht-und Arbeitsbereich eines Mitarbeiters herausbewegt
und/oder zu einem anderen Arbeitsplatz bewegt werden.
[0024] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 18 ist im Hinblick auf einen mechanisch
einfachen Aufbau der Tragteilführung und auf ein leichtes Anbringen des Tragteiles
auf dem Grundteil von Vorteil.
[0025] Mit der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 19 wird ohne Verwendung einer
Bremse ein Einrasten von Grundteil und/ oder Tragteil bei verschiedenen Arbeitsstellungen
gewährleistet. Die Führungen brauchen somit auch nicht exakt horizontal am Aufstellungsort
ausgefluchtet zu werden.
[0026] Die Weiterbildungen der Erfindung gemäß den Ansprüchen 20 und 21 sind im Hinblick
auf ein müheloses Bewegen des Datensichtgerätes auch bei hohem Gewicht desselben und
einer möglicherweise unter das Datensichtgerät gestellten Elektronikeinheit von Vorteil.
Dabei ist zugleich gewährleistet, daß die Servoantriebe keine Unfallgefahr mit sich
bringen, da die Reibradantriebe durchrutschen, wenn beim Verstellen des Grundteiles
oder des Tragteiles ein Hindernis angetroffen wird.
[0027] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert.
[0028] In dieser zeigen:
Figur 1: eine Aufsicht auf einen Doppelarbeitsplatz mit drei Bildschirmen;
Figur 2: eine Aufsicht auf einen abgewandelten Doppelarbeitsplatz mit drei Bildschirmen;
Figur 3: einen vertikalen Schnitt durch eine Bildschirm-Trageinrichtung, wie sie beim
Doppelarbeitsplatz nach Figur 1 Verwendung findet;
Figur 4: einen vertikalen Schnitt durch einen Teil einer Bildschirm-Trageinrichtung,
wie sie beim Doppelarbeitsplatz nach Figur 2 Verwendung findet;
Figur 5: einen vertikalen Schnitt durch einen Teil einer weiter abgewandelten Führung
für eine Bildschirm-Trageinrichtung;
Figur 6: einen vertikalen Schnitt durch einen Teil einer weiter abgewandelten Bildschirm-Trageinrichtung;
und
Figur 7: einen vertikalen Schnitt durch eine an einem Arbeitstisch angebrachte nicht
verwendete Führungsschiene mit eingelegter Kunststoffleiste.
[0029] Figur 1 zeigt zwei mit einer Längskante aneinanderstoßende Arbeitstische 10, 12 sowie
zwei Stühle 14, 16 für an den Arbeitstischen 10, 12 arbeitende Personen.
[0030] An die einen Schmalseiten der Arbeitstische 10, 12 stößt ein Beistelltisch 18 an,
dessen Länge gleich der doppelten Breite der Arbeitstische 10, 12 ist.
[0031] Die Tischplatte 20 des Beistelltisches 18 ist mit einem in Längsrichtung verlaufenden
Schlitz 22 versehen, durch welchen sich eine Hohlwelle 24 (vergl. Figur 3) erstreckt,
die in später noch genauer zu beschreibender Weise gelagert und längs des Schlitzes
22 verfahrbar ist. Die Hohlwelle 24 trägt frei auskragend eine Grundplatte 26, welche
an der freien Vorderkante und ihren Seitenkanten mit Griffen 28 versehen ist.
[0032] Auf der Grundplatte 26 ist in nachstehend noch genauer zu beschreibender Weise längsgeführt
eine Tragplatte 30 vorgesehen, auf welcher ein Bildschirm 32 steht, der über nicht
näher gezeigte Kabel mit einem Rechner verbunden ist. Ein Griff 34 an der Vorderkante
der Tragplatte 30 dient zum Bewegen des Bildschirmes 32 auf den Betrachter zu und
von diesem weg.
[0033] Über ein Tastenfeld 36 können Daten in den Rechner eingegeben werden. Bei zurückgeschobener
Tragplatte 30 findet das Tastenfeld auf dem dann freien Abschnitt der Grundplatte
26 Platz und kann dann zusammen mit dem Bildschirm verschoben und verschwenkt werden.
[0034] Insgesamt bestehen folgende Möglichkeiten der Einstellung der Betrachtungsrichtung
und des Betrachtungsabstandes zwischen Bedienungsperson und Bildschirm 32: Verschieben
in Längsrichtung des Beistelltisches 18, angedeutet durch den Doppelpfeil 38; Verschwenken
der Grundplatte 26 um die Achse der Hohlwelle 24, angedeutet durch den Doppelpfeil
40; Bewegen des Bildschirmes 32 zum Betrachter und von diesem weg bei gegebener Betrachtungsrichtung,
angedeutet durch den Doppelpfeil 42.
[0035] Bei den in Figur 1 untenliegenden Schmalseiten der Arbeitstische 10, 12 sind weitere
Beistelltische 44 vorgesehen, deren Länge der Breite der Arbeitstische 10, 12 entspricht
und die über von ortsfest gelagerten Hohlwellen 24' getragene Grundplatten 26 und
Tragplatten 30 weitere Bildschirme 32 tragen, welche in Richtung der Doppelpfeile
40 und 42 verstellbar sind.
[0036] Man erkennt, daß die Bildschirme 32 zusammen mit den zugeordneten Grundplatten 26
und Tragplatten 30 vollständig von der Arbeitsfläche der Arbeitstische 10, 12 weggeschwenkt
werden können. Sowohl die Betrachtungsrichtung als auch der Betrachtungsabstand kann
für jeden der Bildschirme 32 gemäß den jeweiligen Wünschen des Betrachters eingestellt
werden. Der in Figur 1 obenliegende Bildschirm 32 kann darüber hinaus gleichermaßen
von beiden Arbeitsplätzen her benutzt werden, wie dies z.B. in der Testphase von Programmen
gewünscht ist, wenn zusätzlich zum Programmier-Terminal zeitweise ein Ausgabe-Terminal
benötigt wird.
[0037] Dadurch, daß man an die in Figur 1 obenliegende Längsseite des Beistelltisches 18
zwei weitere Arbeitstische mit ihren Schmalseiten anstoßend aufstellt, kann man eine
Benutzung des vom Beistelltisch 18 getragenen Bildschirmes 32 auch von vier Arbeitsplätzen
her ermöglichen. Wird an die in Figur 1 noch freie Längskante des Beistelltisches
18 ein weiterer Arbeitstisch mit seiner Längskante anstoßend aufgestellt, kann der
in Figur 1 obere Bildschirm von drei Arbeitsplätzen her benutzt werden.
[0038] Figur 2 zeigt einen abgewandelten Doppelarbeitsplatz, bei welchem unter Bezugnahme
auf Figur 1 schon erläuterte Teile wieder mit denselben Bezugszeichen versehen sind.
Der Beistelltisch 18 ist nunmehr zwischen die Arbeitstische 10, 12 eingefügt, so daß
der von ihm getragene Bildschirm 32 frontal sowohl vom rechten Arbeitsplatz (ausgezogene
Linien) als auch vom linken Arbeitsplatz (gestrichelte Linien) aus benützt werden
kann.
[0039] Der Beistelltisch 18 ist beim Ausführungsbeispiel nach Figur 2 zur Führung der Grundplatte
26 in Tischlängsrichtung mit zwei flachen kreisförmigen Querschnitt aufweisenden Führungsnuten
46, 48 versehen, in welchen Führungsrollen laufen, wie später unter Bezugnahme auf
Figur 4 näher erläutert wird. Ähnlich ist auch die Grundplatte 26 mit zwei Führungsnuten
50, 52 versehen, in welcher Führungsrollen der Tragplatte 30 laufen.
[0040] Figur 3 zeigt Einzelheiten der Lagerung der Grundplatte 26 am Beistelltisch 18 beim
Ausführungsbeispiel von Figur 1:
Mit der Tischplatte 20 sind seitliche Wangen 54, 56 fest verbunden. An den letzteren
und/oder der Tischplatte 20 sind U-förmigen Querschnitt aufweisende Führungsschienen
58, 60 einander gegenüberliegend fest angebracht. In den letzteren laufen zwei unter
Abstand in Bewegungsrichtung angebrachte Paare von Führungsrollen 62, 64, von denen
in Figur 3 jeweils nur eine gezeigt ist. Die Führungsrollen 62, 64 sind an einem Schlitten
66 gelagert, welcher zugleich das Lagergehäuse für ein Axial/Radiallager 68 bildet,
von welchem die Hohlwelle 24 getragen ist.
[0041] Ein über die Unterseite des Schlittens 66 hinausgeführter Endabschnitt der Hohlwelle
24 trägt ein Reibrad 70, welches mit einem kleineren Durchmesser aufweisenden Reibrad
72 kämmt, das auf der Abtriebswelle eines Elektromotors 74 angebracht ist. Letzterer
ist über nicht näher gezeigte Schalter für Rechtslauf oder Linkslauf erregbar.
[0042] Ein nach unten herabhängender Ansatz 76 des Schlittens 66 trägt einen weiteren Elektromotor
78, auf dessen Welle ein Reibrad 80 aufgesetzt ist. Letzteres arbeitet mit der Unterseite
der Führungsschiene 64 zusammen.
[0043] Ein oberer Flansch 82 der Hohlwelle 24 ist an der Grundplatte 26 angeschraubt, welche
mit dem Durchgang der Hohlwelle 24 fluchtend einen Durchgang 84 aufweist. Auf diese
Weise können Kabel zum Verbinden von Bildschirm und Tastenfeld mit einem Rechner von
der Unterseite des Beistelltisches 18 her zugeführt werden, ohne daß sich beim Verstellen
der Grundplatte 26 in Längsrichtung der Führungsschienen 58, 60 Kabelschlaufen auf
der Oberseite des Beistelltisches 18 bilden.
[0044] Die Tragplatte 30 hat einen herabhängenden Ansatz 86, an welchem Führungsrollen 88,
90 gelagert sind. Letztere arbeiten mit abgewinkelten Führungsschienen 92, 94 zusammen,
welche auf die Oberseite der Grundplatte 26 aufgeschraubt sind. Bei der abgewandelten
Bildschirm-Trageinrichtung gemäß Figur 4, welche auch in Figur 2 schon dargestellt
ist, laufen in den kreisbogenförmigen Querschnitt aufweisenden Führungsnuten 46, 48
in der Oberseite der Tischplatte 20 des Beistelltisches 18 komplementär kreisbogenförmigen
Querschnitt aufweisende Führungsrollen 96, 98, welche in einem.Schlitten 100 gelagert
sind.
[0045] Auf seiner Oberseite ist der Schlitten 100 mit einem großen Durchmesser aufweisenden
zylindrischen Zapfenabschnitt 102 versehen, welcher im Gleitsitz in eine auf der Unterseite
der Grundplatte 26 vorgesehene Lagerausnehmung 104 eingreift.
[0046] Auf ihrer Unterseite ist die Grundplatte 26 in der Nachbarschaft ihres freien Endes
mit einem insgesamt mit 106 bezeichneten Hilfslager versehen, welches eine großen
Durchmesser aufweisende Kugel aus Kunststoffmaterial niederer Reibung und eine geschlitzte
Kugelpfanne 110 ebenfalls aus Kunststoffmaterial niederer Reibung aufweist. Die Höhe
des Hilfslagers 106 ist so bemessen, daß die Kugel 108 geringen Abstand von der Oberseite
des Arbeitstisches 10 bzw. 12 bzw. von der Oberseite des Beistelltisches 18 aufweist,
wenn die Führungsrollenpaare 96, 98 beide satt unter dem Gewicht des über dem Schlitten
100 stehenden Bildschirmes in den Führungsnuten 46, 48 stehen.
[0047] Die in Figur 4 nicht näher gezeigte Tragplatte 30 ist ähnlich ausgebildet wie in
Figur 3 gezeigt und läuft mit ihren Führungsrollen 88, 90 in den Führungsnuten 50,
52 auf der Oberseite der Grundplatte 26. Wird die Tragplatte 30 so weit von dem Schlitten
100 weggezogen, daß der Schwerpunkt von Tra
g- platte und Bildschirm außerhalb der Führungsrollen 98 zu liegen kommt (bei der in
Figur 4 gezeigten Winkelstellung der Grundplatte 26 und beim Bewegen in der Zeichnung
nach rechts), so verkippt der Schlitten 100 geringfügig um eine durch den Krümmungsmittelpunkt
der Führungsnut 48 vorgegebene Achse, und die Kugel 108 kommt in Anlage an die Oberseite
des Arbeitstisches 12. Auch bei so ausgezogener Tragplatte 30 kann die Grundplatte
26 weiterhin in Längsrichtung der Führungsnuten 46, 48 verschoben oder um die Achse
des Zapfenabschnittes 102 gedreht werden, wobei nun eine Dreipunktlagerung über die
beiden Führungsrollen 98 und die Kugel 108 gegeben ist. Wird die Tragplatte 30 wieder
über den Schlitten 100 geschoben, verkippt der Schlitten 100 geringfügig im entgegengesetzten
Sinne und die Führungsrcllen 96 kommen wieder in satte Anlage an die Führungsnut 46.
[0048] Wie aus Figur 4 ersichtlich, sind die Führungsnuten 50, 52 mit einer Mehrzahl von
kleinen Vertiefungen 112 versehen, in welche die Führungsrollen 88, 90 hineinlaufen
können. Auf diese Weise erhält man ein Verrasten von Tragplatte 30 und Bildschirm
32 unter deren Eigengewicht bei verschiedenen Arbeitsstellungen, so daß eine Feststellbremse
auch bei geringfügig verkipptem Schlitten 100 nicht notwendig ist. Entsprechend können
auch die Führungsnuten 46, 48 mit Vertiefungen versehen werden, um den Führungsschlitten
100 auch bei leicht geneigter Aufstellfläche für den Beistelltisch 18 ohne Feststellbremse
in einer gewünschten Arbeitsstellung zu halten.
[0049] Man erkennt, daß auch bei der Trageinrichtung gemäß Figur 4 der Bildschirm nach Betrachtungsrichtung
und Betrachtungsabstand einfach eingestellt werden kann, und zwar auch für mehrere
benachbarte Arbeitsplätze. Man erkennt ferner, daß man nach Abnehmen von Bildschirm
32, Tragplatte 30, Grundplatte 26 und Schlitten 100 eine glatt durchgehende Arbeitsfläche
hat. Die Führungsnuten 46, 48 können leicht von Schmutz gereinigt werden, da sie keine
scharfen zurückspringenden Kanten aufweisen.
[0050] Werden die Führungsnuten 46, 48 nicht bis zum Ende des Beistelltisches 18 fortgesetzt,
wie in Figur 2 gezeigt, so bilden schon ihre Enden den Verstellweg des Schlittens
100 begrenzende Hindernisse. Falls gewünscht, können die Führungsnuten 46, 48 aber
auch stirnseitig offen sein, um den Schlitten 100 auf einen fluchtend aufgestellten
weiteren Beistelltisch schieben zu können. In diesem Falle werden dann zur Begrenzung
des Verstellweges in die Tischplatte 20 Anschlagbolzen 114 eingelassen, die in die
Bahn des Schlittens 100 ragen.
[0051] Figur 5 zeigt eine abgewandelte Anordnung von Führungsnuten, welche eine breitere
Basis und eine höhere mechanische Tragkraft ergeben. Die Tischplatte 20 des Beistelltisches
18 ist an ihren Längskanten mit kreisförmigen Anfasunge. 116 verseher, und entsprechende
Anfasungen 118 finden sich an den LängsKanten der Tischplatte 120 der Arbeitstische
10 und 12. Wangen 122 der letzteren sind durch Bolzen 124 mit den Wangen 54, 56 der
Tischplatte 20 verbunden, so daß der Beistelltisch 18 keine eigenen Füße braucht.
[0052] Die Anfasungen 116, 118 bilden so zusammen kreisförmige Führungsnuten, welche den
Führungsnuten 46, 48 vergleichbar sind und in welchen ein Schlitten 100 mit Führungsrollen
96, 98 genauso laufen kann wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4.
[0053] Um die beim Ausführungsbeispiel nach Figur 5 durchbrechungslose Arbeitsfläche frei
von geschleppten Kabeln zu halten, ist vom Anschlagbclzen 114 ein zurückgesetztes
Modemteil 126 getragen, welches als Sendeteil eine IR-Laserdiode 128 und als Empfängerteil
eine auf infrarotes Licht ansprechende Fotodiode 130 aufweist. Die Achsen von Laserdiode
128 und Fotodiode 130 verlaufen jeweils parallel zu den durch die Anphasungen 116,
118 gebildeten Führungen. Ein entsprechendes zweites Modemteil 132, welches mit dem
ersten Modemteil 126 fluchtend vom Schlitten 100 getragen ist, hat eine Fotodiode
134, die mit der Laserdiode 128 fluchtet, und eine IR-Laserdiode 136, die mit der
Fotodiode 130 fluchtet. Die Übertragungskanäle von und zum Schlitten 100 arbeiten
in bekannter Weise mit unterschiedlichen Grundfrequenzen, um ein übersprechen zu vermeiden.
Die Datenübertragung zwischen Schlitten 100 und Bildschirm 32 bzw. Tastenfeld 36 erfclgt
durch Kabel.
[0054] Die drahtlose Datenübertragung zwischen Schlitten 100 und Rechner gemäß Figur 5 kann
gleichermaßen bei der Tra
geinrichtung nach Figur 4 verwendet werden.
[0055] Bei der weiter abgewandelten Bildschirm-Trageinrichtung nach Figur 6 sind an den
Tischplatten 120 und/oder den Wangen 122 der Arbeitstische 10, 12 U-förmigen Querschnitt
aufweisende Führungsschienen 138 140 miteinander fluchtend befestigt. Bei den Enden
der Führungsschienen 138, 140 sind in diese Abstandsteile 142 formschlüssig eingesetzt,
welche einen vorgegebenen Abstand zwischen den Arbeitstischen 10 und 12 gewährleisten
und durch Schrauben 144 fest mit den Arbeitstischen verbunden sind. Die beiden Abstandsteile
142 tragen ihrerseits eine Abdeckplatte 146, die eine bündige Fortsetzung der Tischplatten
120 darstellt, jedoch in der Nachbarschaft der Führungsschienen 138, 140 jeweils einen
schmalen Durchgang 148 beläßt, durch welche Ansätze 150 eines abgewandelten Schlittens
100 hindurchgeführt sind, welche Führungsrollen 152 tragen.
[0056] Da die Führungsschienen 138, 140 auch Kippmomente um eine senkrecht auf der Zeichenebene
stehende Achse aufnehmen können, ist auch die Gelenkverbindung zwischen Grundplatte
26 und Schlitten 100 für die Übertragung entsprechender Drehmomente ausgelegt. Hierzu
ist die Lagerausnehmung 104 mit einer Gegenbohrung 154 versehen, in welcher eine durch
eine Schraube 156 fest mit dem Zapfenabschnitt 102 verbundene Lagerscheibe bündig
einsitzt. Die Führung der Tragplatte 30 auf der Grundplatte 26 ist nicht näher gezeigt
und kann wie bei einem der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele erfolgen.
[0057] Da zur Herstellung der Führungsschienen 138, 140 preiswerte Strangpreßprofile verwendet
werden können, können die Führungsschienen durchgängig an System-Arbeitstischen angebracht
werden, welche für das Zusammenstellen zu Mehrfacharbeitsplätzen bestimmt sind. Soweit
von den Führungsschienen 138, 140 nicht zur Führung eines einen Bildschirm tragenden
Schlittens Gebrauch gemacht wird, wird in sie ein Zierprofil 160 formschlüssig eingesetzt,
wie in Figur 7 gezeigt. Derartige Zierprofile können aus Plastikmaterial oder auch
Echtholz hergestellt werden.
1. Trageinrichtung für ein Datensichtgerät mit einem um eine vertikale Achse drehbaren
und in einer horizontalen Ebene verlagerbaren Tragteil, auf welches das Datensichtgerät
aufsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragteil (30) auf einem Grundteil
(26) längsverschiebbar geführt ist, das seinerseits über ein Axial/Radiallager (68;
102, 104) mit vertikaler Achse mit einem mit der Trageinrichtung versehenen Möbel
(10, 12; 18; 44) verbunden ist.
2. Trageinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Axial/Radiallager
(68; 102, 104) auf einem Schlitten (66; 100) angebracht ist, der seinerseits auf einer
Führung (46, 48; 58, 60; 116, 118; 138, 140) läuft, die auf einem Beistelltisch (18)
oder auf zwei einander unter Abstand gegenüberstehenden Arbeitstischen (10, 12) ausgebildet
ist.
3. Trageinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Beistelltisches
(18) gleich der doppelten Breite eines Arbeitstisches (10, 12) ist.
4. Trageinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung
für den Schlitten (66) auf der Unterseite der Tischplatte (20) des Beistelltisches
(18) angeordnet ist und eine das Grundteil (26) tragende Welle (24) durch einen Längsschlitz
(22) dieser Tischplatte (20) hindurchgeführt ist.
5. Trageinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (24) eine
Hohlwelle ist und das Grundteil (26) einen mit dem Welleninnenraum fluchtenden Durchgang
(84) aufweist.
6. Trageinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenführung
durch zwei bei der Oberseite des Beistelltisches (18) bzw. der Arbeitstische (10,
12) unter transversalem Abstand vorgesehene Führungsnuten (46, 48; 116, 118) bzw.
Führungsrippen gebildet ist, auf welchen am Schlitten (66; 100) gelagerte Laufrollen
(62, 64; 96, 98) laufen.
7. Trageinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Grundteil (26)
in seinem über die Führung auskragenden Abschnitt mit einem Hilfslager (106) versehen
ist, welches geringen Abstand von der Oberseite des Arbeitstisches (10, 12) aufweist,
wenn das Tragteil (30) über den Schlitten(100) gestellt ist.
8. Trageinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten
(46, 48; 116,118) und die hierzu komplementären Rollen (96, 98) des Schlittens (100)
kreisförmigen Querschnitt haben.
9. Trageinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet:, daß die Führungsnuten
durch bei den Längskanten des Beistelltisches (18) vorgesehene Anfasungen (116) gebildet
sind.
10. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsnuten durch Anfasungen (118) einander gegenüberstehender Arbeitstische
(10, 12) gebildet sind.
11. Trageinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenführung
durch Führungsschienen (138, 140) gebildet sind, die auf einander zugewandten parallelen
Seiten zweier Arbeitstische (10, 12) fest angebracht sind.
12. Trageinrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch bei den Enden der Führungsschienen
(138, 140) zwischen den Arbeitstischen (10, 12) verlaufende Abstandsteile (142), welche
fest mit den Arbeitstischen (10, 12) verbunden sind.
13. Trageinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsteile
(142) die Stirnseiten der Führungsschienen (1'38, 140) bündig abschließen und formschlüssig in den Führungsschienen (138, 140) einsitzen.
14. Trageinrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsteile
(142) ihrerseits eine Abdeckplatte (146) tragen, welche den Zwischenraum zwischen
den Führungsschienen (138, 140) mit Ausnahme zweier in Schienenlängsrichtung verlaufender
Schlitze (148) verschließt, und daß die Laufrollen (152) des Schlittens (100) an unter
Spiel durch diese Schlitze (148) greifenden Ansätzen (150) des Schlittens (100) gelagert
sind.
15. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, gekennzeichnet durch formschlüssig
in nicht verwendete der Führungsschienen (140) eines Arbeitstisches (10, 12) eingesetzte
Zierprofile (160).
16. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, gekennzeichnet durch ein drahtloses
Modem (126, 132) zur Datenübertragung zwischen Schlitten (100) und Möbel (18), welches
ein erstes mit Empfänger (130) und Sender (128) bestücktes Modemteil (126) mit parallel
zur Schlittenführung verlaufenden Richtcharakteristiken und ein zweites mit Empfänger
(134) und Sender (136) bestücktes Modemteil (132) mit mit den Richtcharakteristiken
des ersten Modemteils (126) fluchtenden Richtcharakteristiken aufweist, wobei das
erste Modemteil (1-26) vom Möbel (18) und das zweite Modemteil (132) vom Schlitten
(100) getragen ist.
17. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß
das Grundteil (26) als Platte ausgebildet ist.
18. Trageinrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung zwischen
Grundteil (26) und Tragteil (30) durch in der Grundplattenoberseite ausgebildete Führungsnuten
(50, 52) oder Führungsrippen gebildet ist, welche mit hierzu passenden am Tragteil
(30) gelagerten Führungsrollen (88, 90) zusammenarbeiten.
19. Trageinrichtung nach Anspruch 6 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnuten
(46, 48; 50, 52) oder Führungsrippen mit unter Abstand aufeinanderfolgenden Vertiefungen
(112) versehen sind.
20. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 19, gekennzeichnet durch einen
auf das drehbare Teil des Axial/ Radiallagers (64) arbeitenden Reibradantrieb (70
- 74), welcher vom Schlitten (66) getragen ist.
21. Trageinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 20, gekennzeichnet durch einen
vom Schlitten (66) getragenen Reibradantrieb (76 - 80), welcher an der Schlittenführung
(58,
60) oder einer zur Bewegungsrichtung des Schlittens (66) parallelen Fläche des Möbels
(18) angreift.