[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Axialkolbenmaschine nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Bei Axialkolbenmaschinen dieser Bauart ist ein sauberer Lauf und eine befriedigende
Abdichtung des die Kolben aufnehmenden Zylinders auf der Steuerfläche nur dann gegeben,
wenn die auf den Zylinder im Betrieb wirkenden Kräfte so bemessen sind, daß einerseits
ein auch nur teilweises Abheben des Zylinders von der Steuerfläche verhindert ist
und zum anderen ein Andruck des Zylinders an die Steuerfläche vorliegt, bei dem sich
ein einen erhöhten Verschleiß verhindernder Ölfilm auf der Steuerfläche ausbilden
kann. Im vorliegenden Zusammenhang sollen zunächst die Kräfte Berücksichtigung finden,
die in axialer Richtung auf den Zylinder wirken. Es handelt sich zum einen um eine
sogenannte Steuerflächenkraft, die im Betrieb den Zylinder von der Steuerfläche abzuheben
sucht. Die Steuerflächenkraft ergibt sich als Summe der partialen Drücke und Fläche
über dem gesamten Druckfeld und möglichen Spaltdrücken. Deshalb wird die Steuerflächenkraft
durch eine resultierende Kraft dargestellt, die senkrecht zur Steuerfläche gerichtet
ist.
[0003] Eine Axialkolbenmaschine der eingangs bezeichneten Bauart ist in der GB-A-311 938
beschreiben und dargestellt. Bei dieser bekannten Ausgestaltung liegt der Zylinder
mit einer ebenen Stirnfläche an einer ebenen Steuerfläche an, wobei die Kolbenbohrungen
ohne Querschnittsverengung an der Stirnseite münden. Zur Kompensation der Steuerflächenkraft
sind auf dem Umfang des Zylinders verteilt Belastungszylinder angeordnet, die mit
den Kolbenbohrungen verbunden und somit mit dem Arbeitsdruck beaufschlagbar sind und
den Zylinder gegen die Steuerfläche beaufschlagen.
[0004] Aus der DE-OS 2 250 510 ist es ebenfalls bekannt, der Steuerflächenkraft durch eine
entgegengesetzte Belastungskraft entgegenzuwirken, die den Zylinder gegen die Steuerfläche
beaufschlagt. Dies wird durch mehrere Maßnahmen erreicht. Zum einen weisen die Kolbenbohrungen
eine durch eine Querschnittsverringerung gebildete Schulter auf, an der ein Teil der
Belastungskräfte wirksam ist. Ein anderer Teil der Belastungskräfte wird durch auf
dem Umfang verteilte Belastungskolben erzeugt, die am Maschinengehäuse abgestützt
sind, die entweder durch Federdruck oder als hydraulische Kolben vom Arbeitsdruck
beaufschlagbar sind und den Zylinder in Richtung auf die Steuerfläche belasten. Außerdem
ist eine zentrale Feder vorhanden, die den Zylinder gegen die Steuerfläche vorspannt.
[0005] Beim aus DE-OS 2 250 510 entnehmbaren Stand der Technik ist der Zylinder im Sinne
einer sogenannten kinematischen Führung auf der Antriebswelle einer Schrägscheiben-Axialkolbenmaschine
gelagert. D.h., der Zylinder vermag sich selbsttätig an die Steuerfläche anzupassen,
jedoch sind grundsätzlich auch Kippbewegungen des Zylinders möglich, die - wie eingangs
schon beschrieben - zu einem Abheben des Zylinders von der Steuerfläche führen.
[0006] Ein mit dem vorbeschriebenen Stand der Technik vergleichbarer Stand der Technik ist
auch aus DE-PS 941 343 zu entnehmen. Bei dieser Bauart ist die Wirksamkeit der Beiastungs-
bzw. Ausgleichszylinder vom Druckzustand in den Kolbenbohrungen abhängig. Hierzu ist
jeder Belastungszylinder durch einen Verbindungskanal mit einer in seiner Nähe befindlichen
Kolbenbohrungen verbunden. Der Zylinder ist mittels eines Wälzlagers gelagert, was
eine selbsttätige Spaltanpassung verhindert.
[0007] Bei den vorbeschriebenen, bekannten Bauarten, bei denen die Querschnittsverengungen
der Kolbenbohrungen Durchflußengpässe bilden, ist der jeweilige Strom des hydraulischen
Mediums beeinträchtigt. Außerdem sind die eingangs beschriebenen Forderungen nicht
erfüllt, die eine einwandfreie Führung des Zylinders auf der Steuerfläche gewährleisten.
Bei der Bauart gemäß DE-PS 941 343 scheint ein schädlicher Andruck des Zylinders an
die Steuerfläche nicht möglich zu sein, weil der Zylinder stirnseitig gegen ein Axialdrucklager
abgestützt ist.
[0008] Es ist aus der DE-C-910 239 bekannt, zur Abstützung des Zylinders eine konvexe Steuerfläche
vorzusehen, wobei der Radius der Steuerfläche so groß bemessen ist, daß der Schnittpunkt
der senkrecht zur Steuerfläche gerichteten Steuerflächenkraft und der Belastungskraft
in einer quer zur Drehachse verlaufenden Ebene liegt, die im Bereich eines am Zylinderumfang
vorgesehenen Stützlagers angeordnet ist. Bei dieser Ausgestaltung sind jedoch keine
Belastungszylinder sondern nur Querschnittsverengungen der Kolbenbohrungen vorgesehen,
die radialeinwärts versetzt und somit auf einem verhältnismäßig kleinen Teilkreis
angeordnet sind.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Axialkolbenmaschine der eingangs bezeichneten
Bauart so auszugestalten, daß bei maximaler Ausnutzung der Kolbenleistungen eine axial
und radial ausgeglichene Führung des Zylinders möglich ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0011] Bei der sphärischen Wölbung der Steuerfläche sind die aufgrund des Druckfeldes und
der Spaltdrücke an der Steuerfläche hervorgerufenen Teilkräfte der Steuerflächenkraft
senkrecht zur Steuerfläche gerichtet, und deshalb sind die parallel zu den Kolben
gerichteten Komponenten dieser Teilkräfte geringer. Dies ist eine günstige Auswirkung,
da bei der Bemessung der Belastungskraft nur die parallel zu den Kolben gerichtete
Komponente der Steuerflächenkraft zu
[0012] berücksichtigen ist. Eine sphärische Steuerfläche führt zwar zu einer radialen Kraftkomponente,
jedoch ist die radiale Kraftkomponente bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung unschädlich,
weil sie in einer Querebene der Axialkolbenmaschine wirkt, in der der Zylinder radial
abgestützt ist und somit kein Kippmoment auf den Zylinder auszuüben vermag.
[0013] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist der Zylinder sowohl axial als auch radial
von bedeutenden schädlichen Krafteinwirkungen befreit. Dies führt zu einer optimalen
Anlage des Zylinders an der sphärischen Steuerfläche, wobei aufgrund des Gleichgewichtes
der Steuerflächenkraft und der Belastungskraft sich ein wirksamer Ölfilm zwischen
der Steuerfläche und dem Zylinder ausbilden kann, wodurch Reibung und Verschleiß auf
ein Minimum begrenzt werden.
[0014] Dabei ist zu berücksichtigen, daß sowohl die Belastungskraft als auch die Steuerflächenkraft
aus mehreren Teilkräften bestehen können, z. B. nehmen auch die bei der Verschiebung
der Kolben wirksamen Reibungskräfte in beiden axialen Richtungen Einfluß sowohl auf
die Steuerflächenkraft als auch auf die Belastungskraft.
[0015] Außerdem kann der Zylinder durch eine zentrische Federkraft, z. B. in Form einer
Druckfeder, ständig gegen die Druckfläche beaufschlagt sein, wie es beim Stande der
Technik gemäß DE-OS 22 50 510 der Fall ist. Die von der Feder erzeugte Teilkraft ist
Teil der Belastungskraft.
[0016] Die Ausgestaltung nach Anspruch 2 ist aus zweierlei Gründen vorteilhaft. Zum einen
ergibt sich aufgrund der zur Steuerfläche kegelig verjüngenden Kolbenbahn ein kleinerer
Radius für die Steueröffnungen in der Steuerfläche. Infolgedessen sind aufgrund eines
verhältnismäßig kleinen Druckfeldes und des kürzeren Hebelarmes die hervorgerufenen
Teilkräfte der Steuerflächenkraft geringer, was kleinere Belastungszylinder ermöglicht.
Zum anderen wird aufgrund dieser Ausgestaltung Bauraum für die Belastungszylinder
gewonnen.
[0017] Bei einer Ausgestaltung nach Anspruch 3 ist gewährleistet, daß die Kolben der Belastungszylinder
ständig an ihrer Wirkfläche anliegen und deshalb auch der Zylinder auch im drucklosen
Zustand an der Steuerfläche anliegt. Ein weiterer Vorteil der Federvorspannung für
die Kolben der Belastungszylinder ist darin zu sehen, daß aufgrund des verhältnismäßig
großen Drehachsenabstandes die Federkraft in den Belastungszylindern sehr wirksam
ist gegen radial am Zylinder wirksame Kippmomente, die beispielsweise durch Turbulenzen
in der Mediumströmung oder durch Massenkräfte hervorgerufen werden können. Als Vergleich
sei hier angeführt, daß übliche axiale Federkräfte zum Zweck des Andrucks des Zylinders
an die Steuerfläche im Bereich der Antriebswelle weniger wirksam sind, weil der ihnen
konstruktiv vorgegebene Wirkabstand gering ist. Es ist vorteilhaft, sowohl aus Kostengründen
als auch aus Gründen der Baugröße, die Ausbildung nach Anspruch 4 vorzusehen, wobei
es sich empfiehlt, die Kolben der Belastungszylinder zum Zweck einer automatischer
Schmierung des Gleitlagers gemäß Anspruch 5 zu durchbohren.
[0018] Gemäß Anspruch 6 ist jedem Kolben ein Belastungszylinder zugeordnet, wobei zwischen
den zueinandergehörigen Kolbenbohrungen und Belastungszylindern eine Leitungsverbindung
besteht.
[0019] Die Ausgestaltung nach Anspruch 7 führt zu einer Anpassung der durch die Belastungszylinder
erzeugten Ausgleichskraft an den tatsächlichen Druckverlauf in den Kolbenräumen, der
aufgrund konstruktiver und naturgesetzlicher Gegebenheiten gegenüber dem Zylinder
in Umfangsrichtung sozusagen phasenverschoben ist.
[0020] Nachfolgend werden vier
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer vereinfachten Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäß ausgestaltete Axialkolbenmaschine im axialen Schnitt als
erstes Ausführungsbeispiel;
Fig. 2 eine erfindungsgemäß ausgestaltete Axialkolbenmaschine im axialen Schnitt als
zweites Ausführungsbeispiel;
Fig. 3 eine erfindungsgemäß ausgestaltete Axialkolbenmaschine im axialen Schnitt als
drittes Ausführungsbeispiel;
Fig. 4 einen Schnitt durch die
Axialkolbenmaschine nach Fig. 1 entlang der Linie IV-IV in Fig. 1, der jedoch um 90°
im Uhrzeigersinn verdreht ist;
Fig. 5 einen der Fig. 4 entsprechenden Schnitt eines vierten Ausführungsbeispiels,
der jedoch entgegen dem Uhrzeigersinn um 90° verdreht ist.
[0022] Die in Fig. 1 allgemein mit 1 bezeichnete Axialkolbenmaschine, die als Pumpe und
als Motor betrieben werden kann, besteht aus einem allgemein mit 2 bezeichneten Gehäuse,
einer darin um eine Drehachse 3 drehbar gelagerten Antriebswelle 4, einer sogenannten
Schrägscheibe 5, an der mittels Gleitschuhen 6 und einer Andruckplatte 7 auf einem
Teilkreis verteilt Kolben 8 gehalten sind, einen durch die Antriebswelle 4 um die
Drehachse 3 drehbaren Zylinder 9, in dem die Kolben 8 in sich axial erstreckenden
Kolbenbohrungen 11 verschiebbar geführt sind und einer am Gehäuse 2 unbeweglich befestigten
Steuerplatte 12, deren sphärisch konvex gewölbte Steuerfläche 13 nierenförmige Steueröffnungen
14 aufweist, die während des Drehens des Zylinders 9 mit den Kolbenbohrungen 11 in
oder außer Überdeckung geraten und somit im Sinne von Ventilen den Pumpbetrieb bzw.
Motorbetrieb der Axialkolbenmaschine 1 steuern.
[0023] Der Antrieb der Kolben 8 erfolgt durch die Schrägscheibe 5, an der die Kolben 8 lediglich
axial gehalten sind. Das heißt, während des Drehens des Zylinders 9 gleiten die Gleitschuhe
6 in Umfangsrichtung an der Schrägscheibe 5, wodurch die axiale Bewegung der Kolben
8 erzeugt wird.
[0024] Die der Steuerfläche 13 zugewandte Stirnseite des Zylinders 9 ist entsprechend der
Wölbung der Steuerfläche 13 sphärisch konkav gewölbt und liegt dichtend an der Steuerfläche
13 an.
[0025] Der Zylinder 9 weist eine Bohrung 15 auf, in der er von der Antriebswelle 4 mit Spiel
durchfaßt wird, die im Bereich ihrer Enden mittels Wälzlager 16 und 17 gelagert ist.
Der Zylinder 9 ist lediglich an seinem der Steuerfläche 13 abgewandten Ende durch
ein radial wirksames Stützlager 18 an der Antriebswelle 4 abgestützt. Zwischen der
Antriebswelle 4 und dem Stützlager 18 besteht eine in Umfangsrichtung wirksame Drehmitnahmeverbindung
19 in Form einer Keilnut-Verbindung. Der Zylinder 9 ist mittels einer oder mehrerer
Druckfedern 21 gegen die Steuerfläche 13 vorgespannt, die gegen die der Steuerfläche
13 abgewandte Stirnseite des Zylinders 9 wirken und an einem sphärischen Lagerteil
22 abgestützt sind, das zum einen den Zylinder 9 mit einer zylindrischen Bohrung umgreift
und auf dessen äußerer Kugelfläche die Andruckplatte 7 pendelnd gleitet.
[0026] Das Stützlager 18 ist im Bereich einer mit A bezeichneten Ebene angeordnet, die gleichzeitig
auch die mittlere Schwenkebene der Schrägscheibe 5 ist.
[0027] Im Betrieb der Axialkolbenmaschine 1 wirken am Zylinder 9 eine allgemein mit F
s bezeichnete Steuerflächenkraft, die senkrecht zur Steuerfläche 13 gerichtet ist und
den Zylinder 9 von der Steuerfläche 13 abzuheben sucht, und eine axial gerichtete,
allgemein mit F
ER bezeichnete resultierende Belastungskraft, die den Zylinder 9 gegen die Steuerfläche
13 beaufschlagt. Die Steuerflächenkraft F
s ergibt sich im wesentlichen als Summe der partialen Drücke über dem gesamten Druckfeld
und möglichen Spaltdrücken, die sich zwischen der Steuerfläche 13 und der auf ihr
gleitenden Stirnfläche 23 des Zylinders 9 aufzubauen vermögen und die den Zylinder
9 von der Steuerfläche 13 abzuheben suchen. Auf die Steuerflächenkraft F
s haben mehrere Teilkräfte Einfluß, z. B. die Reibungskräfte, die aufgrund der Verschiebung
der Kolben 8 und aufgrund der Strömung an den Wänden der Kolbenbohrungen 11 in beiden
axialen Richtungen wirksam sind. Aus Vereinfachungsgründen soll auf eine weitere Beschreibung
dieser Teilkräfte verzichtet werden. Die resultierende Belastungskraft F
ER umfaßt ebenfalls mehrere Teilkräfte und insbesondere eine Belastungskraft F
E, mit der auf den Umfang verteilte Belastungszylinder 24 den Zylinder 9 in Richtung
auf die Steuerfläche 13 beaufschlagen. Die resultierende Belastungskraft F
ER umfaßt auch allgemein durch F
K bezeichnete Kolbenkräfte, auf die wie schon bei der Erklärung der Steuerflächenkraft
Fs nicht weiter eingegangen werden soll. Auch die von den Druckfedern 21 erzeugte,
nicht näher bezeichnete Kraft nimmt Einfluß auf die resultierende Belastungskraft
F
ER.
[0028] Die Kolben der Belastungszylinder 24 sind mit 25 und die zugehörigen Arbeitsräume
mit 26 bezeichnet. Wie Fig. 4 deutlich zeigt, ist jedem Kolben 8 ein Belastungszylinder
24 zugeordnet, wobei die Kolbenbohrungen 11 mit den zu gehörigen Arbeitsräumen 26
der Belastungszylinder 24 durch radiale Kanäle 27 verbunden sind. Die Belastungskolben
25 sind mittels eines Gleitrings 28 am Gehäuse 2 abgestützt. Sie sind zum Zweck einer
automatischen Schmierung der Gleitfläche 29 bei 31 durchbohrt. Während der Gleitring
28 fest am Gehäuse 2 befestigt ist, nehmen die Belastungskolben 25 an der Drehbewegung
des Zylinders 9 teil. Zur Aufnahme der Belastungszylinder 24 weist der Zylinder 9
einen Flansch 32 auf.
[0029] Sowohl die Steuerflächenkraft F
s als auch die von den Belastungszylindern 24 erzeugte Belastungskraft F
E sind pulsierende Kräfte. Dies ergibt sich aufgrund des Druckaufbaus bzw. -abfalls
in den Kolbenbohrungen 11.
[0030] Da die Steuerflächenkraft F
s nicht parallel zur Drehachse 3 gerichtet ist, ist ihre parallel zur Drehachse 3 gerichtete
Steuerflächenkraftkomponente F
SK geringer.
[0031] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die in axialer Richtung einander entgegengesetzt
am Zylinder 9 wirkenden Kräfte im Gleichgewicht stehen. Berücksichtigt man, daß die
Steuerflächenkraftkomponente F
SK von der Drehachse 3 einen geringeren Abstand a als die resultierende Belastungskraft
F
ER aufweist, deren Abstand zur Drehachse 3 mit b bezeichnet ist, dann ergibt sich im
Vergleich mit der Steuerflächenkraftkomponente F
SK eine verhältnismäßig geringere Größe der resultierenden Belastungskraft F
ER, um ein Kräftegleichgewicht herzustellen. Um dies Kräftegleichgewicht zu erreichen,
sind die Arbeitsflächen (Durchmesser d) der Belastungszylinder 24 entsprechend ausgelegt.
[0032] Da die Steuerflächenkraft F
s schräg gerichtet ist, ergibt sich eine radial gerichtete Kraftkomponente F
R, die den Zylinder 9 radial belastet. Um diese radiale Kraftkomponente F
R unschädlich zu machen, ist erfindungsgemäß der Radius R der Steuerfläche 13 so groß
bemessen, daß die Kraftlinien der Steuerflächenkraft F
s und der resultierenden Belastungskraft F
ER sich in einem Punkt S schneiden, der auf der Querebene A liegt, in der der Zylinder
9 radial abgestützt ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung vermag die radiale Kraftkomponente
F
R kein Kippmoment auf den Zylinder 9 auszuüben.
[0033] Die Ausführungsform des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 2 unterscheidet sich
vom ersten Ausführungsbeispiel lediglich dadurch, daß die Achsen der Kolben 8 in Richtung
auf die Steuerfläche 13 konvergieren. Infolgedessen werden die Kolben 8 auf einer
Bahn gedreht, die sich zur Steuerfläche 13 hin kegelig verjüngt. Bei einer solchen
Ausgestaltung ist im Vergleich mit dem ersten Ausführungsbeispiel die Größe des Druckfeldes
[0034] und damit auch die Steuerflächenkraft F
s verringert, was auch durch einen verhältnismäßig geringen, wirksamen Abstand a bedingt
ist. Bei dieser Ausführungsform ist die Belastungskraft F
ER im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel etwas schräg gerichtet. Im Prinzip ergeben
sich beim zweiten Ausführungsbeispiel gleiche Kraftverhältnisse wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
[0035] Das dritte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 unterscheidet sich vom zweiten Ausführungsbeispiel
im wesentlichen dadurch, daß keine den Zylinder 9 in Richtung auf die Steuerfläche
13 beaufschlagende Druckfedern vorgesehen sind, die gemäß Fig. 1 mit 21 bezeichnet
sind. Statt dessen sind entsprechende Federn 21 in den Belastungszylindern vorgesehen,
wo sie sowohl ein Abheben der Kolben 24 im drucklosen Zustand, als auch eine wirksame
Anlage des Zylinders 9 an die sphärische Steuerfläche bewirken. Eine gewisse Anlagekraft
ist nicht schädlich, sofern sie gering ist.
[0036] Die Fig. 4 und 5 zeigen einen je wechselseitig um 90° verdrehten Querschnitt durch
die Axialkolbenmaschine nach Fig. 1 entlang der Linie IV-IV bzw. in der Ebene der
Verbindungskanäle 27. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Fig. 5 eine gegenüber
der Fig. 4 abgewandelte Ausführungsform als viertes Ausführungsbeispiel zeigt. Die
Steuerfläche 13 ist mit gestrichelten Linien angedeutet. Die Nierenform der ebenfalls
mit gestrichelten Linien dargestellten Steueröffnungen 14 ist deutlich erkennbar.
[0037] Das vierte Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 unterscheidet sich vom ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 4 dadurch, daß das mit Querschraffur angedeutete Druckfeld 33 der Steuerfläche
13 um einen bestimmten Winkel w gegen die Totpunktachse 34 verdreht ist. Die Belastungszylinder
24 sind in die gleiche Umfangsrichtung (siehe Drehrichtung 35) um einen Winkel w
1 voreilig verdreht. Infolgedessen wirkt die Belastungskraft F
E in Anpassung an den Druckaufbau bzw. -abbau in den Kolbenräumen 11 ebenfalls voreilend.
1. Axialkolbenmaschine (1) der Schrägscheibenbauart, insbesondere Axialkolbenpumpe,
- mit einem um eine Drehachse drehbaren Zylinder (9), in dem auf einem Teilkreis mehrere
Kolben (8) in sich etwa längs der Drehachse (3) erstreckenden Kolbenbohrungen (11)
durch eine Schrägscheibe (5) verschiebbar geführt sind,
- wobei die Kolbenbohrungen (11) an der der Schrägscheibe (5) abgewandten Stirnseite
(23) des Zylinders (9) münden,
- wobei die Stirnseite (23) an einer Steuerfläche (13) anliegt, in der auf dem Teilkreis
der Kolben (8) positionierte Steueröffnungen (14) angeordnet sind, die in bestimmten
Drehstellungen des Zylinders (9) von den Mündungen der Kolbenbohrungen (11) überdeckt
werden,
- bei der die Kolbenbohrungen (11) ohne Querschnittsverengung an der Stirnseite (23)
münden
- und auf dem Umfang verteilt Belastungszylinder (24) angeordnet sind, die im Betrieb
der Axialkolbenmaschine (1) den Zylinder (9) zwecks Kompensation einer sich einstellenden
Steuerflächenkraft (FSK) , die den Zylinder (9) von der Steuerfläche (13) abzuheben sucht, gegen die Steuerfläche
(13) beaufschlagen, und deren Arbeitsräume durch Verbindungskanäle (27) jeweils mit
einer Kolbenbohrung (11) verbunden sind,
- und bei welcher der Zylinder (9) durch ein Stützlager (18) an der Welle radial abgestützt
ist, dadurch gekennzeichnet,
- daß die Stirnseite (23) sphärisch konkav und die Steuerfläche (13) übereinstimmend
sphärisch konvex gewölbt ist,
- daß der Radius (R) der Steuerfläche (13) so groß bemessen ist, daß der Schnittpunkt
(S) der senkrecht zur Steuerfläche (13) gerichteten Steuerflächenkraft (Fs) und der Belastungskraft (FER) in einer quer zur Drehachse (3) verlaufenden Ebene (A) liegt, die im Bereich des
Stützlagers (18) des Zylinders (9) angeordnet ist, und
- daß die genannte Ebene (A) und die Taumelebene (B) der Schrägscheibe (5) sich in
der Drehachse (3) schneiden.
2. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Achsen der Kolben (8) bzw. der Kolbenbohrungen (11) in Richtung auf die Steuerfläche
(13) kegelförmig konvergieren.
3. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in wenigstens einigen Belastungszylindern (24) auf dem Umfang gleichmäßig verteilt
Federn (21) angeordnet sind, die den Zylinder (9) in Richtung auf die Steuerfläche
(13) beaufschlagen.
4. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastungskolben (25) der
Belastungszylinder (24) mittels eines Gleitringes (28) am Gehäuse (2) abgestützt sind.
5. Axialkolbenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastungskolben (25) axial durchbohrt sind.
6. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Kolben (8) ein Belastungszylinder (24) zugeordnet ist.
7. Axialkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Belastungszylinder (24) gegenüber den Kolben (8) bzw. den Kolbenbohrungen
(11) in Drehrichtung (35) um einen Winkel (w,) versetzt sind.
1. An axial piston machine (1) of the inclined disc type, in particular an axial piston
pump,
- having a cylinder (9) which can rotate about an axis of rotation, in which, on a
pitch circle, several pistons (8) are movably guided in piston bores (11) extending
substantially along the axis of rotation (3) by means of an inclined disc (5),
- the piston bores (11) opening at the face (23) of the cylinder (9) which is remote
from the inclined disc (5),
- the face (23) resting against a control surface (13 in which there are arranged
control openings (14), positioned on the pitch circle of the pistons (8) which, in
set positions of rotation of the cylinder (9), are covered by the openings of the
piston bores (11),
- wherein the piston bores (11) open at the face (23) without reduction in cross-section,
- and loading cylinders (24) being distributed on the periphery which, when the axial
piston machine (1) is in operation, load the cylinder (9) against the control surface
(13) for the purpose of compensating an engaging control surface force (FSK) which tries to lift the cylinder (9) from the control surface (13),
- and its working chambers are each connected to a piston bore (11) by way of connecting
channels (27),
- and wherein the cylinder (9) is supported radially on the shaft by a support bearing
(18), characterised in that
- the face (23) is spherically concave and the control surface (13) is correspondingly
spherically convex;
-the radius (R) of the control surface (13) is such that the intersecting point (S)
of the control surface force (Fs) perpendicular to the control surface (13) and of the loading force (FER) lies in a plane (A) which extends transversely to the axis of rotation (3) and which
is arranged in the region of the support bearing (18) of the cylinder (9),
- and said plane (A) and the swash plane (B) of the inclined disc (5) intersect in
the axis of rotation (3).
2. An axial piston machine according to claim 1, characterised in that the axes of
the pistons (8) and of the piston bores (11) converge conically towards the control
surface (13).
3. An axial piston machine according to claim 1 or claim 2, characterised in that
in at least some of the loading cylinders (24) springs (21) are evenly distributed
around the circumference which load the cylinder (9) in the direction of the control
surface (13).
4. An axial piston machine according to any one of claims 1 to 3, characterised in
that the loading pistons (25) of the loading cylinders (24) are supported against
the housing (2) by means of a sliding ring (28).
5. An axial piston machine according to claim 4, characterised in that the loading
pistons (25) are bored axially.
6. An axial piston machine according to any one of claims 1 to 5, characterised in
that there is a respective loading cylinder (24) for each piston (8).
7. An axial piston machine according to any one of claims 1 to 6, characterised in
that the loading cylinders (24) are offset by an angle (Wi), relative to the pistons (8) and the piston bores (11), in the direction of rotation
(35).
1. Machine à pistons axiaux (1) du type à plateau incliné, en particulier, pompe à
pistons axiaux,
- avec un barillet ou cylindre (9) rotatif autour d'un axe de rotation, dans lequel
plusieurs pistons (8) répartis sur un cercle divisé sont guidés, et par plateau incliné
(5), de manière coulissante dans des alésages à pistons (11) s'étendant à peu près
le long de l'axe de rotation (3),
- les alésages à pistons (11) débouchant dans la face frontale (23) du barillet (9)
opposée au plateau incliné (5),
- la face frontale (23) reposant contre une surface de distribution (13) dans laquelle
sont ménagées des ouvertures de distribution (14) postionnées sur le cercle de répartition
des pistons, ces ouvertures venant à être, dans des positions déterminées de la rotation
du barillet (9), recouvertes par les embouchures des alésages à pistons (11),
- dans laquelle les alésages à pistons (11) débouchent sans rétrécissement de section
dans la face frontale (23),
- et où des cylindres de charge ou de compensation (24) sont répartis périphériquement
qui, lors du fonctionnement de la machine à pistons axiaux (1), sollicitent le barillet
(9) contre la surface de distribution (13) pour compenser l'apparition d'une force
(FgK) de la surface de distribution tendant à soulever le barillet (9) en l'écartant de
la surface de distribution (13), les chambres de travail de ces cylindres (24) étant
respectivement reliées chacune à un alésage à piston (11) par un canal de jonction
(27),
- et dans laquelle le barillet (9) est soutenu radialement contre l'arbre par un palier
d'appui (18),
caractérisée en ce que :
- la face frontale (23) présente une courbure sphérique concave et la surface de distribution
(13) présente une courbure sphérique convexe concordante,
- le rayon (R) de la surface de distribution (13) a une grandeur telle que le point
de rencontre (S) de la force (Fs) de la surface de distribution dirigée perpendiculairement à la surface de distribution
(13) et de la force de compensation (FER) se trouve dans un plan (A) perpendiculaire
à l'axe de rotation (3), ce plan étant dans la région du palier d'appui (18) du barillet
(9), et en ce que
- ledit plan (A) et le plan médian (B) d'oscillation du plateau incliné se recoupent
sur l'axe de rotation (3).
2. Machine à pistons axiaux selon la revendication 1, caractérisée en ce que les axes
des pistons (8) et des alésages (11) contenant ces pistons convergent en cône en direction
de la surface de distribution (13).
3. Machine à pistons axiaux selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que,
dans au moins quelques uns des cylindres de compensation (24) sont disposés des ressorts
(21) répartis uniformément sur la périphérie, et qui sollicitent le barillet (9) en
direction de la surface de distribution (13).
4. Machine à pistons axiaux selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce
que les pistons de charge (25) des cylindres de compensation (24) sont en appui contre
le carter (2) par l'intermédiaire d'une glissière annulaire (28).
5. Machine à pistons axiaux selon la revendication 4, caractérisée en ce que les pistons
de charge (25) sont perforés axialement de part en part.
6. Machine à pistons axiaux selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce
qu'un cylindre de compensation (24) est associé à chaque piston (8).
7. Machine à pistons axiaux selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce
que les cylindres de compensation (24) sont décalés d'un angle (W,) dans le sens de
rotation (35) par rapport aux pistons (8) et aux alésages à pistons (11).