[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Röhrchenschreiberspitze mit einem in einem mit
einem Schreiberkörper verbundenen Vorderteil befestigten Schreibröhrchen, in das sich
ein im Gebrauch mit seinem vorderen Ende in Berührung mit der Zeichenunterlage stehender,
in axialer Richtung bewegbarer Schreibflüssigkeitsleiter erstreckt, dessen hinterer
Endbereich in Verbindung mit einem Schreibflüssigkeitsvorratsraum steht, wobei der
Überstand des Schreibflüssigkeitsleiters über das vordere Ende des Schreibröhrchens
einstellbar ist.
[0002] Bei einem bekannten Röhrchenschreiber dieser Art (DE-PS 1 274 929) ist das das Schreibröhrchen
tragende Vorderteil in den Schreiberkörper eingeschraubt, und der Schreibflüssigkeitsleiter
besteht aus einem Reinigungsdraht, der im vorderen Ende eines Fallgewichtskörpers
befestigt ist. Der Fallgewichtskörper stützt sich mit seinem vorderen Ende an entsprechend
ausgebildeten Bereichen des Schreiberkörpers ab, wodurch der Überstand des Reinigungsdrahtes
über das vordere Ende des Schreibröhrchens festgelegt ist. Dieser Überstand kann bei
der Montage des Röhrchenschreibers oder nach Abnutzung des vorderen Endes des Reinigungsdrahtes
dadurch justiert werden, daß man die Position des eingeschraubten Vorderteils im Schreiberkörper
durch entsprechende Drehung verändert.
[0003] Während bei diesem bekannten Röhrchenschreiber auf einfache Weise ein Einstellen
des Überstandes möglich ist, besteht bei ihm die Gefahr, daß durch Stoßbelastungen
des Vorderteils, wie sie insbesondere beim Einsatz des Röhrchenschreibers bzw. der
Röhrchenschreiberspitze in einem Plotter infolge wiederholten Auf setzens des Schreibröhrchens
auf die Zeichenunterlage auftreten, eine Verstellung der Lage des Vorderteils im Schreiberkörper
erfolgen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Röhrchenschreiberspitze dahingehend zu verbessern,
daß auf das Schreibröhrchen bzw. das Vorderteil wirkende Stoßbelastungen nicht zu
einer Änderung des Überstandes des Schreibflüssigkeitsleiters über das Vorderende
des Schreibröhrchens führen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Röhrchenschreiberspitze der eingangs erwähnten
Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet, daß das Vorderteil unverlagerbar mit dem
Schreiberkörper verbunden ist, daß am Schreibflüssigkeitsleiter ein Mitnehmerteil
vorgesehen ist, das im von der Zeichenunterlage abehobenen Zustand in Eingriff mit
der Anlagefläche eines Stellteils steht und daß das Stellteil in Schraubeingriff mit
einer drehbaren Betätigungsbuchse steht, die in axialer Richtung bezüglich des Vorderteils
unverlagerbar gehaltert ist.
[0006] Bei der erfindungsgemäßen Röhrchenschreiberspitze ist das das schreibröhrchen aufnehmende
Vorderteil unverlagerbar angeordnet, also durch Stoßbelastungen in seiner Position
nicht zu verändern, während die Verstellung der Lage des
Schreibflussigkeitsleiters bezüglich des Schreibröhrchens mittels einer drehbaren,
axial und bezüglich des Vorderteils unverlagerbaren Betätigungsbuchse und eines mit
dieser in Schraubeingriff stehenden Stellteils erfolgt, das bei angehobener Röhrchenschreiberspitze
den Überstand des Schreibflüssigkeitsleiters über das vordere Ende des Schreibröhrchens
begrenzt, in dem es eine Anlagefläche für ein Mitnehmerteil des Schreibflüssigkeitsleiters
bildet. Dieses Mitnehmerteil kann beispielsweise ein auf den Schreibflüssigkeitsleiter
aufgepreßtes oder aufgeklebtes Teil oder aber auch das vordere Ende eines Fallgewichtskörpers
sein.
[0007] Somit erfolgt bei der erfindungsgemäßen Röhrchenschreiberspitze die Verstellung des
Schreibflüssigkeitsleiters in axialer Richtung bezüglich des Schreibröhrchens mit
Hilfe von Bauteilen, deren Lage durch auf das Vorderteil wirkende Stoßbelastungen
nicht verändert wird.
[0008] Ist der Schreibflüssigkeitsleiter der Röhrchenschreiberspitze nicht mit einem Fallgewichtskörper
verbunden, so kann das Mitnehmerteil mit einer nach vorn wirkenden Federkraft beaufschlagt
werden, um den Schreibflüssigkeitsleiter bei angehobener Röhrchenschreiberspitze nach
vorn zu drücken, so daß sein vorderes Ende über das Schreibröhrchen vorsteht.
[0009] Um das Stellteil zentriert zu führen und zu haltern, kann ein Buchsenteil vorgesehen
sein, das entweder am Schreiberkörper oder am Stellteil ausgebildet ist und in Eingriff
mit einer Aufnahmeöffnung am Stellteil bzw. am Schreiberkörper steht.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann das Stellteil mindestens einen,
vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende Vorsprünge aufweisen, die sich durch
zwei achsparallele Schlitze im Vorderteil erstrecken, und die Außenflächen der Vorsprünge
können in Schraubeingriff mit dem Innengewinde der auf der Außenfläche des Vorderteils
angeordneten Betätigungsbuchse stehen. Bei einer derartigen Anordnung erfolgt durch
Drehen der axial unverlagerbar gehaltenen Betätigungsbuchse eine axiale Verlagerung
des__nicht drehbaren Stellteils bezüglich der Betätigungsbuchse und damit eine Verlagerung
der Anlagefläche für das Mitnehmerteil des Schreibflüssigkeitsleiters, wodurch eine
Einstellung des Überstandes des Schreibflüssigkeitsleiters über das vordere Ende des
Schreibröhrchens erreicht wird.
[0011] Um eine schrittweise Einstellung der Lage des Schreibflüssigkeitsleiters um vorgegebene
Strecken zu ermöglichen, können die Vorsprünge an ihren Enden gegabelt sein, so daß
die gegabelten Endbereiche jeweils zu beiden Seiten eines Gewindeganges des Innengewindes
liegen und sich ihre oberen und unteren Flächen die gegabelten Endbereiche elastisch
zusammendrückend an benachbarten Flanken abstützen, wobei im Verlauf des Innengewindes
in den benachbarten Flanken Rastvertiefungen vorgesehen sind. Dadurch ergibt sich
beim Erreichen von Rastvertiefungen ein elastisches Auseinanderdrücken der gegabelten
Endbereiche der Vorsprünge in die Rastvertiefungen hinein und damit eine definierte
Raststellung des Stellteils, während zwischen benachbarten Rastvertiefungen eine kontinuierliche
Verlagerung des Stellteils möglich ist.
[0012] Ist in der Röhrchenschreiberspitze eine Druckausgleichskammer vorhanden, deren eines
Ende mit dem Schreibflüssigkeitsvorratsraum und deren anderes Ende mit der Umgebungsluft
verbunden ist, so kann das hintere Ende des Vorderteils am vorderen Ende des die Druckausgleichskammer
tragenden Körpers befestigt sein, so daß auf das Vorderteil wirkende Stöße von diesem
Körper aufgenommen werden.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren
näher erläutert.
Figur 1 zeigt vereinfacht und schematisch einen Schnitt durch eine Röhrchenschreiberspitze.
Figur 2 zeigt einen Schnitt entlang der Linie II-II aus Figur 1
Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Abwicklung des Innengewindes der Betätigungsbuchse.
[0014] Die dargestellte Röhrchenschreiberspitze hat ein Vorderteil 1, in dessen vorderem
Ende ein Schreibröhrchen 3 befestigt ist. Das hintere Ende des Vorderteils 1 erstreckt
sich in eine Ringnut eines Kammerkörpers 4 und ist in dieser Ringnut durch Kleben
o.ä. unverlagerbar befestigt. Der Kammerkörper 4 weist eine schematisch gezeigte Druckausgleichskammer
19 auf, deren Ringabschnitte in nicht dargestellter Weise mäanderförmig miteinander
verbunden sind und die über eine hintere Öffnung 4' mit einem Schreibflüssigkeitsvorratsraum
und über eine vordere Nut 4" mit der Umgebungsluft verbunden ist. Auf den Kammerkörper
4 ist ein nur teilweise angedeuteter, den Schreibflüssigkeitsvorratsraum bildender
Schreibflüssigkeitstank 5 dichtend aufgesteckt.
[0015] Ein Schreibflüssigkeitsleiter 3 erstreckt sich von einem durchgehenden, also mit
dem Bereich des Schreibflüssigkeitstank 5 oberhalb des Kammerkörpers 4 verbundenen
Mittelkanal im Kammerkörper nach vorn in das Schreibröhrchen 2. Ein derartiger Schreibflüssigkeitsleiter
kann beispielsweise ein Metalldraht oder aber ein Kunststoffteil sein und dient dazu,
in bekannter Weise beim Aufsetzen des Schreibröhrchens 2 auf eine Zeichenunterlage
den Schreibflüssigkeitfluß aus dem Schreibröhrchen 2 auf die Zeichenunterlage sicherzustellen
und außerdem einen kapillaren Ringraum im Schreibröhrchen 2 zu bilden, so daß die
Schreibflüssigkeit nur in gesteuerter Weise ausfließt, jedoch bei von der Zeichenunterlage
angehobenem Schreibröhrchen nicht aus diesem heraustropft oder herausfließt.
[0016] Am Schreibflüssigkeitsleiter 3 ist ein napfförmiges Mitnehmerteil 6 durch Klemmung,
Klebung o.ä. unverlagerbar befestigt. In angehobener Lage der Röhrchenschreiberspitze
wird der Flansch 6' des Mitnehmerteils 6 von einer Feder 15, die sich mit ihrem hinteren
Ende an einem Stellteil 7,8 abstützt, nach vorn gedrückt und ruht auf einer nach innen
gezogenen Ringschulter des Teils 7 des Stellteils 7,8. Auf diese Weise ist daher der
Überstand des Sehreibflüssigkeitsleiters 3 über das vordere Ende des Schreibröhrchens
2 festgelegt.
[0017] Das Stellteil besteht aus einem becherförmigen Element 7, dessen vorstehend erwähnte
Ringschulter durch seinen eine Durchtrittsöffnung aufweisenden Boden gebildet ist,
und einem Schraubelement 8. Diese beiden Elemente sind fest miteinander verbunden.
[0018] Das Schraubelement 8, an dessen unterer Fläche sich die Feder 15 abstützt, hat gegabelte
seitliche Vorsprünge 9,10 und 11,12, die sich durch einander gegenüberliegende, achsparallele
Schlitze 13,14 im Vorderteil 1 erstrecken. Im Bereich dieser Schlitze ist am Vorderteil
eine ein Innengewinde aufweisende Betätigungsbuchse 16 angeordnet, die mit ihrem vorderen
Ende an einer Ringschulter 17 des Vorderteils 1 und mit ihrem hinteren Ende an der
vorderen Endfläche 18 des Kammerkörpers 4 anliegt und dadurch axial unverlagerbar
gehalten wird. Mit dem Innengewinde dieser Betätigungsbuchse 16 stehen die äußeren
Flächen der Vorsprünge 9,10 und 11,12 in Schraubeingriff.
[0019] Am hinteren Ende des Schraubelementes 8 ist ein Buchsenteil 28 angeformt, das sich
in eine Bohrung 29 des Kammerkörpers 4 erstreckt und in Gleiteingriff mit deren Umfangswand
steht.
[0020] Wird die Betätigungsbuchse 16 gedreht, so führt dies wegen der axialen Unverlagerbarkeit
der Betätigungsbuchse 16 zu einer entsprechenden Verlagerung des Stellteils 7,8 und
damit der Auflagefläche für den Flansch 6' des Mitnehmerteils 6, wobei der Eingriff
von Buchsenteil 28 und Bohrung 29 das Schraubelement 8 bezüglich des Kammerkörpers
4 zentriert hält. Auf diese Weise kann daher der Überstand des Schreibflüssigkeitsleiters
3 über das Schreibröhrchen 2 eingestellt bzw. bei entsprechender Abnutzung nachjustiert
werden.
[0021] Wie ohne weiteres zu erkennen ist, werden Stoßbelastungen, die beispielsweise beim
Absenken der in einem Plotter verwendeten Röhrchenschreiberspitze auf das Schreibröhrchen
2 wirken, von diesem auf das Vorderteil 1 und dann auf den Kammerkörper 4 übertragen,
ohne daß es zu Stoßbelastungen und damit Verstellungen der den Überstand des Schreibflüssigkeitsleiters
3 bestimmenden Teile 6 und/oder 7,8 und/oder 16 käme.
[0022] Wie vorstehend bereits erwähnt, sind die Vorsprünge 9,10 und 11,12 des Schraubelementes
8 des Stellteils 7,8 gegabelt. Diese gegabelten Endbereiche liegen jeweils zu beiden
Seiten eines Gewindeganges, wie dies für die Gewindegänge 20,21 in Figur 3 angedeutet
ist. Dabei werden die gegabelten Endbereiche durch die benachbarten Flanken elastisch
zusammengedrückt. Wie ebenfalls in Figur 3 dargestellt, sind in den benachbarten Flanken
Rastvertiefungen, etwa die Rastvertiefungen 22,23 und 24,25 in Figur 3 vorgesehen.
Wird daher die Betätigungsbuchse 16 so weit verdreht, daß die gegabelten Endbereiche
9,10 und 11,12 des Schraubelementes 8 in ihre Bereiche gelangen, so spreizen sich
diese Endbereiche auf, wie dies bei 9',10' und 11',i2' in Figur
3 angedeutet ist, d.h. es ergeben sich für den Benutzer deutlich merkbare Raststellungen.
Dadurch lassen sich Verstellungen des Überstandes des Schreibflüssigkeitsleiters 3
um vorgegebene Strecken ermöglichen, die durch die Abstände aufeinanderfolgender Rastvertiefungen
bestimmt ist.
1. Röhrchenschreiberspitze mit einem in einem mit einem Schreiberkörper verbundenen
Vorderteile befestigten Schreibröhrchen, in das sich ein im Gebrauch mit seinem vorderen
Ende in Berührung mit der Zeichenunterlage stehender, in axialer Richtung bewegbarer
Schreibflüssigkeitsleiter erstreckt, dessen hinterer Endbereich in Verbindung mit
einem Schreibflüssigkeitsvorratsraum steht, wobei der Überstand des Schreibflüssigkeitsleiters
über das vordere Ende des Schreibröhrchens einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Vorderteil (1) unverlagerbar mit dem Schreiberkörper verbunden ist, daß am Schreibflüssigkeitsleiter (3) ein Mitnehmerteil (6) vorgesehen
ist, das im von der Zeichenunterlage abgehobenen Zustand in Eingriff mit der Anlagefläche
eines Stellteils (7,8) steht, und daß das Stellteil (7,8) in Schraubeingriff mit einer drehbaren Betätigungs- buchse (16) steht, die in axialer Richtung bezüglich des Vorderteils (1) unverlagerbar
gehaltert ist.
2. Röhrenschreiberspitze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmerteile
(6) mit einer nach vorn wirkenden Federkraft beaufschlagt ist.
3. Röhrchenschreiberspitze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Buchsenteil (28) zur zentrierten Halterung des Stellteils (7,8) vorgesehen ist.
4. Röhrchensehreiberspitze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellteil (7,8) mindestens einen seitlichen Vorsprung (8,9;11,12) aufweist,
der sich durch einen achsparallelen Schlitz (13,14) im Vorderteil (1) erstreckt, und
daß die Außenfläche des Vorsprungs (8,9;11,12) in Schraubeingriff mit dem Innengewinde
der auf der Außenfläche des Vorderteils (1) angeordneten Betätigungsbuchse (16) stehen.
5. Röhrchenschreiber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei einander gegenüberliegende
Vorsprünge (8,9;10,11) vorgesehen sind.
6. Röhrchenschreiber nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der oder
die Vorsprünge (8,9;10,11) an ihren Enden gegabelt sind, so daß die gegabelten Endbereiche
(8,9;10,11) jeweils zu beiden Seiten eines Gewindeganges des Innengewindes liegen
und sich ihre oberen und unteren Flächen die gegabelten Endbereiche (8,9;10,11) elastisch
zusammendrückend an benachbarten Flanken abstützen, und daß im Verlauf des Innengewindes in den benachbarten Flan- ken Rastvertiefungen (22,23;24,25) vorgesehen sind.
7. Röhrchenschreiber nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einer Druckausgleichskammer,
deren eines Ende mit dem Schreibflüssigkeitsvorratsraum und deren anderes Ende mit
der Umgebungsluft verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere Ende des
Vorderteils (1) am vorderen Ende des die Druckausgleichskammer (19) tragenden Körpers
(4) befestigt ist.