| (19) |
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(11) |
EP 0 162 367 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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04.08.1993 Patentblatt 1993/31 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.08.1988 Patentblatt 1988/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.05.1985 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: D01H 4/50 |
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| (54) |
Verfahren und Vorrichtung zum Vorbereiten eines abgelängten Fadenendes zum Wiederanspinnen
einer Offenend-Spinnvorichtung
Method and device for performing the piecing operation in an open-end spinning machine
Procédé et dispositif pour la préparation de l'extrémité de fil pour la remise en
route d'une machine à bout libéré
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
| (30) |
Priorität: |
19.05.1984 DE 3418780 16.06.1984 DE 3422526
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.11.1985 Patentblatt 1985/48 |
| (73) |
Patentinhaber: Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG |
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85055 Ingolstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Artzt, Peter, Dr. Dipl.-Ing.
D-7410 Reutlingen (DE)
- Müller, Heinz, Dipl.-Ing. FH
D-7430 Metzingen-Neuhausen (DE)
- Egbers, Gerhard, Prof. Dr.
D-7410 Reutlingen (DE)
- Böhm, Günther, Dipl.-Ing.
D-8079 Kipfenberg (DE)
- Wittmann, Stephan, Dipl.-Ing.
D-8070 Ingolstadt (DE)
- Rupert, Karl, Dipl.-Ing. FH
D-8070 Ingolstadt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 012 108 DE-A- 2 413 657 DE-B- 1 710 021 DE-C- 2 366 255 JP-A-49 265 41
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DE-A- 2 203 198 DE-A- 3 143 263 DE-B- 2 337 246 FR-A- 2 254 661
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorbereiten eines Fadenendes zum Wiederanspinnen
einer Offenend-Spinnvorrichtung, bei welchem das Fadenende auf ein anspinnfähiges
Fadenende abgelangt wird, sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.
[0002] Es ist bekannt, das zum Wiederanspinnen einer Offenend-Spinnvorrichtung benötigte
Fadenende von einer Spule abzuziehen, auf eine vorbestimmte Länge zu kürzen (abzulängen)
und das so vorbereitete Fadenende dann auf die Fasersammelfläche der Offenend-Spinnvorrichtung
zurückzuführen, wo es sich mit den auf die Sammelfläche gespeisten Fasern verbindet
(DE-AS 1.710.021). Das Ablängen erfolgt durch die Spinnerin in der Regel so, daß sie
den Faden über dem Fingernagel oder bei stärkeren Fäden über einer Kante durchreißt,
so daß ein ausgefranstes, aber definiertes Fadenende entsteht. Das lediglich durch
Schneiden erzeugte Fadenende bietet in der Regel keine ausreichenden Anspinnbedingungen,
so daß insbesondere bei hohen Rotordrehzahlen die Erfolgsquote beim Ansetzen des Fadens
nicht ausreichend ist.
[0003] Es ist auch bekannt, den Faden auf die für das Ansetzen gewünschte Länge rein pneumatisch
zu kürzen (DE-OS 2.203.198). Das freie Fadenende wird dabei durch einen zirkulierenden
Luftstrom aufgedreht und durch pneumatischen Zug vom übrigen Faden abgelöst, so daß
ein Fadenende mit einem Faserbart entsteht.
[0004] Abgesehen davon, daß auf diese Weise eine exakte Trennstelle und damit eine definierte
Länge des Fadenendes nicht erreicht wird, hat sich beim Fadenansetzen bei hohen Rotordrehzahlen
gezeigt, daß die Erfolgsquote des Ansetzvorganges nach wie vor unbefriedigend ist.
[0005] Bei einem anderen bekannten Verfahren zum Vorbereiten eines Fadenendes (DE 23 66
255 C2) wird der wieder anzusetzende Faden von einer Übergabeklemme erfaßt, die einen
hohlraumartigen Fortsatz aufweist, in den eine Preßluftdüse mündet. Die Preßluftdüse
und der hohlraumartige Fortsatz sind dabei so ausgebildet, daß die Preßluft einen
entsprechenden Drall erhält, durch den das im hohlraumartigen Fortsatz angeordnete
Fadenende aufgedreht wird.
[0006] Bei diesem bekannten Verfahren muß der Klemmpunkt für den zurückzuführenden Faden
jeweils in Fadenlängsrichtung verschoben werden, um an die Stapellänge der Fasern
angepaßt zu werden.
[0007] Bei einem anderen bekannten Verfahren zum Vorbereiten eines Fadenendes (DE 23 37
246 B) wird die Spinndrehung eines durch Zuschneiden abgelängten Fadenendes mechanisch
mittels einer Drehklemme aufgehoben.
[0008] Auch bei diesem bekannten Verfahren wird die mögliche vorzubereitende Fadenlänge
durch die Stapellänge der Fasern begrenzt.
[0009] Bei einem anderen Verfahren zum Vorbereiten eines Fadenendes für einen nachfolgenden
Wiederanspinnvorgang (DE-OS 20 12 108) wird das wiederanzusetzende Fadenende von einem
pneumatischen Fänger mittels eines Luftstroms gehalten. Das aus dem pneumatischen
Fänger herausragende Fadenende wird auf eine vorbestimmte Länge abgelängt und zum
Aufdrehen in ein Saugrohr eingesaugt. Das Ansetzen des Fadens zum Anspinnen erfolgt,
nachdem das anzusetzende Fadenende aufgedreht und das aufgedrehte Ende des Fadens
entfernt wurde.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das automatische Fadenansetzen bei Offenend-Spinnvorrichtungen
insbesondere hinsichtlich seiner Erfolgsquote bei hohen Rotordrehzahlen bzw. Spinngeschwindigkeiten
zu verbessern.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0012] Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß mit diesem Verfahren eine erhebliche Verbesserung
der Erfolgsquote beim Fadenansetzen auch bei hohen Rotordrehzahlen bzw. Spinngeschwindigkeiten
erreicht wird, so daß ein Absenken der Rotordrehzahl für den Ansetzvorgang gegenüber
dem normalen Spinnvorgang sich weitgehend erübrigt. Das Verfahren hat dabei den weiteren
Vorteil, daß die aufbereitete Fadenlänge unabhängig von der Stapellänge frei wählbar
ist und an unterschiedliche Spinnbedingungen angepaßt werden kann.
[0013] Dies ist offensichtlich darauf zurückzuführen, daß das Fadenende in seinem vorbereiteten
und für das Anspinnen aufgeschlossenen Teil seine Festigkeit behält, da die Spinndrehung
des Fadenendes im wesentlichen erhalten bleibt und im Gegensatz zum Stand der Technik
keine Parallelisierung der Fasern vorgenommen wird. Hierdurch wird es ermöglicht,
die Länge des aufgeschlossenen Fadenendes unabhängig von der Stapelfaserlänge entsprechend
den gegebenen Spinnparametern zu optimieren.
[0014] Anstelle eines parallelisierte Fasern aufweisenden Faserbartes wird eine mehr aufgerauhte
Oberfläche in dem aufgeschlossenen Teil des Fadenendes erzeugt, deren abstehende,
aber noch einseitig eingebundene Faser eine sehr gute Affinität zu den Fasern im Spinnrotor
oder einer anderen Fasersammelfläche aufweisen, so daß eine rasche und sehr feste
Verbindung entsteht.
[0015] Um das Aufdrehen des Fadenendes besonders wirkungsvoll zu verhindern selbst bei längerer
Einwirkzeit der turbulenten Luftströmung, wird in vorteilhafter Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens vorzugsweise vorgesehen, daß der turbulenten Luftströmung
eine Torsionsströmungskomponente überlagert wird, die der Spinndrehung des aufzubereitenden
Fadenendes folgt.
[0016] Es ist zwar bekannt, in einem Saugrohr ein Fadenende pneumatisch in Richtung der
Fadendrehung zu drehen (JP-PS-OS 26 541/74). Hierbei geht es aber um ein pneumatisches
Festhalten des Fadens, ohne daß sich der Faden auflöst und dadurch die Rückhaltewirkung
nachläßt und beim späteren Herausnehmen aus dem Saugrohr der Faden bricht. Dies Patent
befaßt sich jedoch nicht mit dem Präparieren eines Fadenendes für einen durchzuführenden
Anspinnvorgang an einer Offenend-Spinnmaschine oder -stelle.
[0017] Das Vorbereiten des Fadenendes wird dadurch vereinfacht, daß der für das Anspinnen
vorzubereitende Faden von der Fadenaufnahmestellung bis über die Aufbereitungsvorrichtung
ausglegt und anschliessend abgelängt wird, worauf das so entstehende freie Fadenende
in die Aufbereitungsvorrichtung eingesaugt wird. Das freie Fadenende wird auf diese
Weise sofort nach dem Ablängen vom Luftstrom erfaßt und in die Aufbereitungsvorrichtung
selbsttätig eingeführt.
[0018] Ein exaktes Ablängen wird dadurch erreicht, daß es durch eine Schneidvorrichtung
erfolgt. Das Aufrauhen der Oberfläche des freien Fadenendes wird dadurch beschleunigt,
daß das freie Fadenende gegen einen kantenartigen Vorsprung oder gegen eine rauhe
Fläche gepeitscht wird. Der Anspinnerfolg und das Anbinden der Fasern an das freie
Fadenende wird weiter verbessert, wenn das freie Ende des Fadens in einer Länge aufbereitet
wird, die größer als die Stapellänge ist. Zweckmäßig wird der Faden beim Aufbereiten
in einem Abstand zu seinem freien Ende festgehalten, der das 1,5-fache der Stapellänge
beträgt.
[0019] Optimale Anspinnbedingungen beim Offenend-Rotorspinnen ergeben sich dadurch, daß
das freie Fadenende in einer Länge aufbereitet wird, die etwa dem Durchmesser des
Spinnrotors entspricht. Um die Handhabung des Fadens für das Aufbereiten zu erleichtern,
wird das freie Fadenende nach dem Ablängen auf den für das Aufbereiten erforderlichen
Abstand zu dem Festhaltepunkt gebracht. Das Einführen des Anspinnfadens in die Spinnvorrichtung
wird dadurch erleichtert, daß das freie Fadenende nach dem Aufbereiten auf die für
das Einführen in die Spinnvorrichtung geeignete Länge gebracht und nach dem Einführen
in die Ansetzposition rückgeliefert wird, von welcher aus die Freigabe für den Ansetzvorgang
erfolgt.
[0020] Die Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens ist im wesentlichen gekennzeichnet
durch die Merkmale des Anspruches 11.
[0021] Eine rasche Aufbereitung des Fadenendes wird dadurch erreicht, daß im Bereich des
schwingenden Fadenendes wenigstens ein kantenartiger Vorsprung vorgesehen oder eine
rauhe Fläche angeordnet ist. In einer bevorzugten Ausführung ist das freie Fadenende
in seiner Längsrichtung von einer rohrförmigen Abschirmung umgeben, durch die die
turbulente Luftströmung geleitet wird. Hierzu ist die Druckluftdüse gegen die Innenwand
der Abschirmung gerichtet. Eine besonders effektive Luftturbulenz wird dadurch geschaffen,
daß die Druckluftdüse in einem spitzen Winkel in bezug auf die Mittelachse der Abschirmung
in diese gerichtet ist. Um das Aufrauhen der Oberfläche des freien Fadenendes weiter
zu beschleunigen ist vorgesehen, daß mehrere Druckluftdüsen in die Abschirmung münden,
deren Mündungen einander gegenüberliegen und die in alternierender Folge beaufschlagt
werden. Für den Fall, daß sich beim Aufrauhen des freien Fadenendes einzelne Fasern
aus der Trennstelle oder der Fadenoberfläche lösen, ist die Abschirmung an eine Absaugleitung
anschließbar.
[0022] Bei Verwendung einer Saugluftdüse weist diese in Strömungsrichtung gesehen hinter
der Einlauföffnung für das freie Fadenende eine oder mehrere Nebenluftöffnungen auf.
Dadurch wird erreicht, daß das Fadenende besonders intensiv gegen die rauhe Innenfläche
der Abschirmung geschlagen wird. Die Anordnung der Nebenluftöffnungen erfolgt dabei
in der Weise, daß die Nebenluftöffnungen exzentrisch zur Bohrungsachse der Saugluftdüse
in Richtung des aufzubereitenden Fadenendes in die Saugluftdüse münden. Vorzugsweise
münden die Nebenluftöffnungen tangential zum Innendurchmesser in die Saugluftdüse,
wodurch eine wirkungsvolle turbulente Torsionsströmung erzeugt wird, die ein Aufdrehen
des Fadens verhindert. Eine einfache Herstellung der Saugluftdüse ist dadurch möglich,
daß die Nebenluftöffnungen durch eine nutenartige Aussparung der Düsenwand gebildet
ist.
[0023] Um eine ausreichend hohe turbulente Saugluftströmung sicherzustellen, ist der Strömungsquerschnitt
der Einlauföffnung kleiner als der der Nebenluftöffnung bzw. Nebenluftöffnungen. Bei
Verwendung eines üblichen Spinnunterdruckes von 700 mm Wassersäule für die Fadenaufbereitung
beträgt der Durchmesser der Einlauföffnung für das freie Fadenende in Abhängigkeit
von der Garnstärke 2 bis 5 mm.
[0024] Zweckmäßig ist die Einlauföffnung in einem die Wandung der Saugluftdüse übergreifenden
Deckel angeordnet. Die Vorrichtung ist dadurch leicht zugänglich und damit wartungsfreundlich.
Die Einführung des freien Fadenendes in die Aufbereitungsvorrichtung wird dadurch
erleichtert, daß die Einlauföffnung eine trichterförmige Erweiterung aufweist, über
welcher in dichtem Abstand die Fadenhaltevorrichtung positionierbar ist. In einer
bevorzugten Ausführung, bei der eine kräftige und optimal der Spinndrehung des Fadens
gleichlaufende turbulente Saugluftströmung erzeugt wird, sind vier versetzt zueinander
angeordnete Nebenluftöffnungen über den Umfang der Saugluftdüse verteilt, und jede
der Nebenluftöffnungen ist über einen Bypaß mit der Atmosphäre verbunden. Die Saugluftdüse
ist über die Abschirmung an eine Saugleitung angeschlossen. Dabei ist es besonders
vorteilhaft, wenn die Saugleitung mit der den Spinnunterdruck erzeugenden Saugvorrichtung
verbunden ist, da der Spinnunterdruck auf die Fasern und den Faden schon vom Spinnprozeß
her abgestimmt ist. Übermäßige Beanspruchungen des Fadenendes werden dahervermieden.
In einer die Herstellung der Vorrichtung vereinfachenden Ausführung ist die Saugluftdüse
mit der Abschirmung einstückig ausgeführt.
[0025] Eine Einfädelhilfe für den Faden wird dadurch geschaffen, daß die Abschirmung in
Längsrichtung geschlitzt ist. Gegebenenfalls kann die Abschirmung in Bewegungsrichtung
des Fadens zur Fasersammelfläche hin geschlitzt sein. In einer bevorzugten Ausführung
ist die Abschirmung ein Vierkantrohr und im wesentlichen in Austrittsrichtung des
Fadens aus der Fadenhaltevorrichtung angeordnet. Dadurch wird die peitschenartige
Bewegung des Fadenendes infolge der Turbulenzströmung gefördert. Die Abschirmung kann
jedoch auch querzurAustrittsrichtung des Fadens aus der Fadenhaltevorrichtung angeordnet
sein. In konstruktiv einfacher Weise ist die Abschirmung im Schwenkbereich der Fadenhaltevorrichtung
stationärangeordnet. Alternativ besteht die Möglichkeit, daß die Abschirmung dem freien
Fadenende zustellbar ist. Dabei kann die Abschirmung gleichzeitig zur Führung des
freien Fadenendes in das Fadenabzugsrohr der Spinnvorrichtung dienen. Eine lichte
Weite derAbschirmung, die bei einem gegebenen Unterdruck von 700 mm Wassersäule in
einem Bereich von 8 bis 15 mm liegt, hat sich nach bisherigen Erkenntnissen als optimal
für die Aufbereitung des freien Fadenendes durch eine Saugluftstrom erwiesen. Zweckmäßig
ist die Abschirmung als Hülse ausgebildet, die axial verschiebbar in einer Halterung
der Düse angeordnet ist.
[0026] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der beigefügten
Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine Fadenansetzvorrichtung beim Ansetzvorgang an der Spinnstelle;
Figur 2 eine im Schwenkbereich einer Fadenhaltevorrichtung angeordnete Abschirmung
mit Druckluftdüse(n), im Längsschnitt;
Figur 3 eine Darstellung der einzelnen Phasen der Vorbereitung und Überführung des
Fadenendes zur Spinnvorrichtung, in Seitenansicht;
Figur 4 die Darstellung nach Figur 3 in der Draufsicht;
Figur 5 eine im Schwenkbereich der Fadenhaltevorrichtung angeordnete Abschirmung mit
einer Saugluftdüse, teilweise im Längsschnitt;
Figur6 eine Saugluftdüse mit einer als Hülse ausgebildeten Abschirmung in vergrößerter
Darstellung, teilweise im Längsschnitt; und
Figur 7einen Querschnitt durch die Saugluftdüse gemäß Figur 6.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden in Verbindung mit einer Offenend-Rotorspinnvorrichtung
beschrieben, welcher ein Wartungswagen zugeordnet ist, von dem aus das Fadenansetzen
erfolgt. Sie ist jedoch auch bei anderen Offenend-Spinnvorrichtungen, beispielsweise
einer Friktionsspinnvorrichtung, mit Vorteil anwendbar.
[0028] Die Spinnmaschine 1 (Fig, 1) weist in der Regel eine Vielzahl von Spinnstellen auf.
In einem Gehäuse 10 befindet sich die den Faden erzeugende Offenend-Spinnvorrichtung.
Das Gehäuse 10 weist ein Fadenabzugsrohr 11 auf, durch welches der gesponnene Faden
(gestrichelte Linie) die Offenend-Spinnvorrichtung verläßt und mittels eines Abzugswalzenpaares
12 abgezogen wird. Durch die Spulvorrichtung 13 wird der Faden zu einer Spule S aufgewunden.
[0029] Zur Bedienung der Spinnstelle ist eine Wartungsvorrichtung W vorgesehen, die entlang
den Spinnstellen verfahrbar ist und die verschiedensten Wartungsvorgänge wahrnimmt,
z. B. auch das Wiederanspinnen des Fadens an der Spinnstelle nach Fadenbruch. Hierzu
ist es notwendig, den gebrochenen und auf die Spule aufgelaufenen Faden auf der Spule
zu suchen, das gefundene Fadenende von der Spule abzuziehen und wieder in die Spinnvorrichtung
einzuführen, damit ein Kontakt mit den in der Spinnvorrichtung befindlichen Fasern
erhalten und somit der Spinnvorgang wieder in Gang gesetzt wird. Gelingt das Wiederansetzen
des Fadenendes an die Fasern in der Spinnvorrichtung nicht beim ersten Ansetzvorgang,
so wiederholt die Wartungsvorrichtung den Ansetzversuch, jedoch wird dadurch Zeit
verloren und damit die Wartungskapazität der Wartungsvorrichtung erheblich beeinträchtigt.
Außerdem wird durch die Verlängerung der Ausfallzeit der Spinnvorrichtung der Wirkungsgrad
der Gesamtmaschine herabgesetzt. Es ist also wesentlich, daß die Erfolgsquote beim
Ansetzen so hoch wie möglich liegt.
[0030] Sofern eine Unterbrechung des Spinnprozesses eingetreten ist, wird üblicherweise
die Wartungsvorrichtung an die betreffende Spinnstelle gerufen, um die für die Wiederaufnahme
des Spinnprozesses notwendigen Schritte durchzuführen. Es ist üblich, daß die Spinnvorrichtung
als erstes von Faserresten und Schmutz gereinigt wird, bevor das eigentliche Wiederanspinnen
erfolgt.
[0031] Zum Wiederanspinnen ist bei der hier beispielsweise beschriebenen Vorrichtung ein
Saugrohr 14 auf dem Wagen derWartungsvorrichtung Wangeordnet, das aus einer Ruhestellung
in eine gestrichelt angedeutete Fadenaufnahmestellung bewegbar ist, in der sich die
Mündung des Saugrohres 14 vor der von ihrer Antriebswalze abgehobenen und in Abwickelrichtung
angetriebenen Spule S befindet und das Fadenende aufnimmt. Der Faden wird durch das
Saugrohr 14 hindurch abgesaugt und dieses wieder in seine Ruhestellung zurückbewegt,
wobei der Faden durch einen Längsschlitz im Saugrohr 14 austritt und sich freiliegend
von der Spule S zum unteren Teil des Saugrohres 14 erstreckt.
[0032] Für das Rückführen des durch das Saugrohr 14 von der Spule S aufgenommenen und abgewickelten
Fadenendes ist ein Klemmwalzenpaar 2, 20 vorgesehen, das als Fadenhaltevorrichtung
dient und von einem nicht gezeigten Antriebsmittel in Drehung gesetzt werden kann.
Das Walzenpaar 2, 20 ist auf dem Wagen der Wartungsvorrichtung W an einem Schwenkarm
30 fliegend gelagert und um eine Achse 3 zwischen einer Fadenaufnahmeposition 1 und
einer Fadenabgabeposition IV für das Rückliefern des Fadenendes in das Fadenaustrittsrohr
der Offenend-Spinnvorrichtung verschwenkbar. Das Walzenpaar 2, 20 ergreift durch Verschwenken
den sich von der Spule S bis zu dem unteren Teil des Saugrohres 14 erstreckenden Faden,
worauf der Faden F unterhalb des ihn geklemmt haltenden Walzenpaares 2, 20 an einer
vorbestimmten Stelle durchgetrennnt wird. Das Durchtrennen erfolgt durch ein Messer
15, das im Zusammenwirken mit einer Amboßwalze 16 ein definiertes Fadenende erzeugt
(Fig. 3, Position I). Das abgetrennte Fadenstück wird durch das Saugrohr 14 abgesaugt.
[0033] Der Abstand der Trennstelle von dem durch die Klemmlinie des Walzenpaares 2, 20 gegebenen
Festhaltepunkt des Fadens F und damit die Länge des für das Anspinnen aufzubereitenden
freien Fadenendes F' kann unabhängig von der Stapellänge je nach den Anspinnbedingungen
frei gewählt und festgelegt werden. Dabei hat sich gezeigt, daß ein freies Fadenende
F' von einer Länge, die größer als die Stapellänge ist und vorzugsweise das 1,5-fache
der Stapellänge beträgt, ein problemloses Anspinnen bei unterschiedlichsten Anspinnbedingungen
mit einer sehr hohen Erfolgsquote ermöglicht und einen besonders festen Ansetzer ergibt.
[0034] Für das Aufbereiten des abgelängten Fadenendes F' ist dem Walzenpaar 2, 20 eine an
eine Druckluftleitung 4 angeschlossene Druckluftdüse 5 zugeordnet, die in eine im
Schwenkbereich des Walzenpaares 2, 20 angeordnete rohrförmige Abschirmung 51 mündet
(Fig. 2). Die Abschirmung 51 ist mit einer Halterung 50 im wesentlichen in Austrittsrichtung
des Fadens F aus dem Walzenpaar 2, 20 angeordnet. Die Druckluftdüse 5 ist gegen die
Innenwand 52 der Abschirmung 51 gerichtet, zweckmäßig in einem spitzen Winkel a in
Bezug auf die Mittelachse der Abschirmung 51. Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich
ein Winkeln a von etwa 45° als besonders günstig erwiesen. Die Abschirmung 51 ist
vorzugsweise als Vierkantrohr ausgebildet, sie kann jedoch auch einen anderen Querschnitt
haben. Um die Aufbereitung des freien Fadenendes zu beschleunigen, ist die Innenwand
52 mit wenigstens einem sich in Längsrichtung der Abschirmung 51 erstreckenden Vorsprung
mit einer scharfen Kante versehen oder sie besitzt eine rauhe Oberfläche. Die letztere
kann kostengünstig durch Auskleiden der Innenwand 52 mit Sandpapier geschaffen werden,
wobei handelsübliche Körnungen genügen. Die für das Aufbereiten des Fadenendes benötigte
turbulente Luftströmung kann durch eine zweite, in Figur 2 gestrichelt dargestellte
Druckluftdüse 5' verstärkt werden. Hierfür ist es zweckmäßig, die zweite Druckluftdüse
5' im gleichen Winkel a in die Abschirmung 51 wie die Druckluftdüse 5 münden zu lassen,
wobei die Mündungen der beiden Druckluftdüsen 5 und 5' einander gegenüber liegen.
Mittels entsprechend gesteuerter Ventile werden die Düsen alternierend mit Druckluft
beaufschlagt.
[0035] Nach dem Ablängen wird das Walzenpaar 2, 20 mit dem von ihm festgehaltenen freien
Fadenende F' über die Abschirmung 51 geschwenkt (Fig. 3 und 4, Position 11). Gleichzeitig
oder unmittelbar danach wird durch Öffnen eines Ventiles Druckluft durch die Düse
5 in die Abschirmung 51 geblasen und eine turbulente Luftströmung erzeugt, bei der
in Figur 3 (Position II) gezeigten Ausführung mit zwei Düsen in wechselnder Folge
durch die Düsen 5 und 5'. Dabei wird durch die am Einlauf der Abschirmung 51 entstehende
Injektorwirkung das freie Fadenende F' in die Abschirmung 51 gefördert. Abweichend
von dieser Verfahrensweise kann vorgesehen werden, daß das freie Fadenende F' nach
dem Ablängen vom Walzenpaar 2, 20 in Richtung S zur Spule rückgeliefert und die rückgelieferte
Fadenlänge beispielsweise von einem pneumatischen Fadenspeicher aufgenommen wird.
Durch Umkehr der Drehrichtung des Walzenpaares 2, 20 wird dann nach dem Verschwenken
über die Abschirmung 51 das freie Fadenende F' wieder auf die ursprüngliche, vorbestimmte
Länge zum Festhaltepunkt gebracht und durch die Luftströmung in die Abschirmung 51
gesaugt. Während des Verschwenkens des Walzenpaares 2, 20 ragt bei dieser Verfahrensweise
nur ein kurzes Fadenstück aus dem Walzenpaar heraus. Diese Verfahrensweise kann zur
besseren Handhabung auch nach dem Aufbereiten für die Einführung des Fadenendes in
das Fadenabzugsrohr mit Vorteil angewendet werden.
[0036] Die durch die Abschirmung 51 geleitete turbulente Luftströmung versetzt das freie
Fadenende F' in peitschenartige Schwingungen und bewirkt damit, daß einzelne Faserenden
freigelegt werden und sich von der Fadenoberfläche abspreizen, wie in den Fig. 3 und
4 (Position 111) angedeutet. Durch die rauhe Innenwand 52 oder wenigstens einen kantigen
Vorsprung in der Abschirmung 51, die im Bereich des schwingenden Fadenendes F' liegen
und gegen die das Fadenende F' durch die turbulente Luftströmung gepeitscht wird,
wird das Freilegen von Faserenden noch beschleunigt und für das Aufbereiten des freien
Fadenendes F' ein Minimum an Zeit benötigt. Einzelne Fasern oder Faserstücke, die
sich bei dieser Aufbereitung eventuell aus der Trennstelle oder aus dem Fadenstück
lösen, werden durch eine an die Abschirmung angeschlossene Absaugleitung 53 beseitigt
(Figur 2).
[0037] Nach einer in Abhängigkeit von der Höhe der Drehung und auch der Stärke des Fadens
vorbestimmten Zeit wird die Druckluftzufuhr in die Abschirmung 51 eingestellt und
das Walzenpaar2,20 mit dem von ihm festgehaltenen, aufbereiteten Fadenende F' vor
die Öffnung des Fadenaustrittsrohres 11 der Offenend-Spinnvorrichtung geschwenkt (Fig.
3 und 4, Position IV). Infolge des in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdrucks
wird das Fadenende F' in das Fadenaustrittsrohr 11 gezogen und gelangt nach seiner
Freigabe durch das Walzenpaar 2, 20 schließlich auf die Fasersammelfläche 6 der Spinnvorrichtung,
wo es an den zugespeisten Faserring angesponnen wird.
[0038] In einem zweiten Ausführungsbeispiel ist für das Aufbereiten eines freien Fadenendes
dem Walzenpaar 2, 20 eine Saugluftdüse 7 mit einer ihr nachgeordneten rohrförmigen
Abschirmung 51 zugeordnet, die sich im Schwenkbereich des Walzenpaares 2, 20 befinden
(Figur 5).
[0039] Durch die Verwendung einer Saugluftdüse kann das Aufbereiten des Fadens wirtschaftlicher
gestaltet werden, da Saugluft für die verschiedenartigen Wartungsarbeiten benötigt
wird und damit auch für das Aufbereiten des Fadenendes zur Verfügung steht. Die Saugluftdüse
7 kann mit derAbschirmung 51 einstückig ausgeführt oder auch mit ihr lösbar verbunden
sein. Die Abschirmung 51 ist mit einer Halterung 50 im wesentlichen in Austrittsrichtung
des Fadens F aus dem Walzenpaar 2, 20 angeordnet und an die Saugleitung 53 angeschlossen.
[0040] Die Saugleitung 53 ist vorzugsweise mit der den Spinnunterdruck erzeugenden Saugvorrichtung
verbunden, so daß die durch die Abschirmung 51 geleitete Saugluftströmung dem Spinnunterdruck
beim Rotorspinnen entspricht, der üblicherweise bei 700 mm Wassersäule liegt.
[0041] Die Saugluftdüse 7 weist möglichst nahe ihrer Einlauföffnung für das freie Fadenende
F' mindestens eine Nebenluftöffnung 71 auf, die exzentrisch zur Bohrungsachse der
Saugluftdüse 7 und vorzugsweise tangential zum Innendurchmesser in diese mündet (Figur
7). In der gezeigten und bevorzugten Ausführung sind vier versetzt zueinander angeord
nete Nebenluftöffnungen 71 über den Umfang der Saugluftdüse 7 verteilt, von denen
jeder exzentrisch zur Bohrungsachse und tangential zum Innendurchmesser der Saugluftdüse
7 in diese mündet. Dabei ist von Bedeutung, daß die Nebenluftöffnungen 71 so angeordnet
werden, daß der durch die Saugluftdüse 7 erzeugten und durch die Abschirmung 51 geleiteten
turbulenten Luftströmung eine Torsionsströmungskomponente überlagert wird, die der
Spinndrehung des aufzubereitenden Fadenendes folgt und das Aufdrehen des Fadens verhindert.
Die Nebenluftöffnungen 71 werden auf einfache Weise dadurch hergestellt, daß das die
Einlauföffnung umgebende freie Ende der Düsenwand nutenartig ausgespart bzw. aufgeschlitzt
wird.
[0042] Das Einführen des freien Fadenendes in die Saugluftdüse 7 und die ihr nachgeordnete
Abschirmung 51 erfolgt durch die Einlauföffnung 81, die zentrisch in einem die Wandung
der Saugluftdüse 7 übergreifenden Deckel 8 angeordnet ist. Der Deckel 8 ist lösbar
an der Saugluftdüse 7 befestigt und kann daher abgenommen werden, so daß die Saugluftdüse
7 und die Abschirmung 51 für Wartungsarbeiten zugänglich sind. Außerdem wird durch
die Anordnung der Einlauföffnung 81 in einem Deckel die Herstellung der Vorrichtung
vereinfacht. Bei der Verwendung eines die Wandung der Saugluftdüse übergreifenden
Deckels ist jede der Nebenluftöffnungen 71 über einen Bypaß 72, mit der Atmosphäre
verbunden. Das Einsaugen des aufzubereitenden Fadenendes in die Saugluftdüse 7 und
die Abschirmung 51 wird durch eine in Figur 6 erkennbare trichterförmige Erweiterung
der Einlauföffnung erleichtet. Um eine entsprechend hohe turbulente Luftströmung zu
erzeugen, wird der Strömungsquerschnitt der Einlauföffnung 81 für das freie Fadenende
kleiner bemessen als der der Nebenluftöffnungen. Bei Verwendung des Spinnunterdruckes
von 700 mm Wassersäule für die Fadenaufbereitung wird, je nach der Garnstärke, eine
Einlauföffnung 81 mit einem Durchmesser von 2 bis 5 mm vorgesehen. Diese Abmessungen
haben sich bei den gegebenen Verhältnissen als besonders günstig erwiesen.
[0043] Für das Anspinnen einer Rotorspinnvorrichtung wird vorzugsweise ein freies Fadenende
in einer Länge aufbeereitet, die etwa dem Durchmesser des Spinnrotors entspricht.
Das Aufbereiten wird auch hier dadurch beschleunigt, daß die Innenwand 52 der Abschirmung
51 mit wenigstens einem sich in Längsrichtung der Abschirmung erstreckenden Vorsprung
mit einer scharfen Kante oder einer rauhen Oberfläche versehen ist (Figur 5). Bei
derAusführung gemäß Figur 6 ist die Abschirmung 51 als Hülse ausgebildet, deren Innenwand
mit dem scharfkantigen Vorsprung oder der rauhen Oberfläche versehen ist. Die Abschirmung
51 ist bei dieser Ausführung in einer als Spannbüchse ausgebildeten Halterung 9 der
Saugluftdüse 7 mittels einer Überwurfmutter 91 festgeklemmt. Nach Lösen der Überwurfmutter
91 kann die Abschirmung 51, wie durch den Doppelpfeil angedeutet, axial verschoben
werden, so daß der scharfkantige Vorsprung oder die rauhe Oberfläche entsprechend
der aufzubereitenden Fadenlänge in den Bereich des durch die turbulente Saugluftströmung
in peitschenartige Schwingungen versetzten Fadenendes gebracht werden kann. Dabei
wird eine optimale Aufbereitung des freien Fadenendes nach bisherigen Erkenntnissen
bei einer einem Spinnunterdruck von 700 mm Wassersäule entsprechenden Saugluftströmung
dann erreicht, wenn die lichte Weite der Abschirmung 51 im Bereich von 8 bis 15 mm
liegt.
[0044] Abweichend von der Verfahrensweise im ersten Ausführungsbeispiel kann vorgesehen
werden, daß der sich gemäß Figur 1 von der Spule S bis zu dem unteren Teil des Saugrohres
14 erstreckende und vom Walzenpaar 2, 20 in der Fadenaufnahmeposition I ergriffene
Faden F erst dann durchgetrennt wird, nachdem das Walzenpaar 2, 20 über die Einlauföffnung
81 der Saugluftdüse 7 geschwenkt wurde und den Faden damit von der Fadenaufnahmeposition
I bis über die Aufbereitungsvorrichtung ausgelegt hat. Das Durchtrennen erfolgt durch
das Messer 15 im Zusammenwirken mit der Amboßwalze 16, die in einem vorbestimmten
Abstand von der Saugluftdüse 7 angeordnet sind (Figur 5). Das abgetrennte Fadenende
wird durch das Saugrohr 14 abgesaugt, während gleichzeitig das freie Fadenende F',
das von dem in dichtem Abstand vor der trichterförmigen Erweiterung positionierten
Walzenpaar 2, 20 festgehalten wird, durch die Einlauföffnung 81 hindurch in die Saugluftdüse
7 und die Abschirmung 51 gesaugt wird, in die kurz vor dem Ablängen des Fadens durch
Öffnen eines Ventils Saugluft eingeführt wird. Die dabei erzeugte turbulente Saugluftströmung
versetzt das freie Fadenende F' in peitschenartige Schwingungen, wodurch Faserenden
von der Fadenoberfläche abgespreizt werden und der Faden eine rauhere Oberfläche erhält.
[0045] Dabei bleibt, wie oben schon erwähnt, die Spinndrehung im Fadenende erhalten, so
daß das Fadenende seine Festigkeit behält. Die Aufbereitung des Fadenendes F' erfolgt
auch hier dadurch sehr rasch, daß das Fadenende gegen die rauhe Innenwand 52 der Abschirmung
51 gepeitscht wird.
[0046] Wenn die Aufbereitung des Fadenendes nach einervorbestimmten Zeit beendet ist, wird
die Saugluftzufuhr eingestellt. Das aufbereitete freie Fadenende kann anschließend,
um das Einführen in die Spinnvorrichtung zu erleichtern, auf die für das Einführen
geeignete Länge gebracht werden, indem beispielsweise die Spule S in Aufspulrichtung
angetrieben und eine bestimmte Fadenlänge auf die Spule S zurückgespult wird. Das
Walzenpaar 2, 20 mit dem aufbereiteten Fadenende wird nun in die Fadenabgabeposition
IV vor der Öffnung des Fadenabzugsrohres 11 geschwenkt (Figur 1). Dort wird das Fadenende
infolge des in der Spinnvorrichtung herrschenden Unterdruckes in das Fadenabzugsrohr
11 gezogen. Nach Rücklieferung einer bestimmten, auf die Spule S zurückgespulten Fadenlänge
in das Fadenabzugsrohr 11 wird das freie Fadenende vom Walzenpaar 2, 20 freigegeben
und gelangt auf die Fasersammelfäche der Spinnvorrichtung, wo es an den zugespeisten
Faserring angesponnen wird.
[0047] Die beschriebene Vorrichtung kann in verschiedener Weise abgewandelt und weitergebildetwerden.
So kann die Abschirmung 51 mit einem Längsschlitz für das Einführen des Fadenendes
F' versehen werden. Je nach den Platzverhältnissen besteht auch die Möglichkeit, die
Abschirmung 51 quer zur Austrittsrichtung des Fadens aus dem Walzenpaar 2, 20 oder
einer anderen Fadenhaltevorrichtung, beipielsweise einer Fadenklemme, anzuordnen.
Ferner kann anstelle einer ortsfesten Abschirmung 51 eine bewegbare Abschirmung vorgesehen
werden, die dem freien Fadenende F' zugestellt wird und auch gleichzeitig zur Führung
des freien Fadenendes F' in das Fadenaustrittsrohr 11 dient. In diesem Fall erhält
die Abschirmung in Bewegungsrichtung des Fadens zur Spinnvorrichtung hin einen Längsschlitz,
durch den hindurch der in die Spinnvorrichtung laufende Faden bei der Rückstellbewegung
der Abschirmung in die Ausgangsposition freigegeben wird. Ebenso ist es selbstverständlich
möglich, eine solche erfindungsgemäße Vorrichtung zum Vorbereiten des Fadenendes an
jeder Spinnstelle stationär anzuordnen.
1. Verfahren zum Vorbereiten eines Fadenendes zum Wiederanspinnen einer Offenend-Spinnvorrichtung,
bei welchem das Fadenende auf ein anspinnfähiges Ende abgelängt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß nach dem Ablängen das festgehaltene freie Fadenende einer turbulenten Luftströmung
ausgesetzt wird, die das Fadenende in wellenartige Querschwingungen versetzt,ohne
in diesem Teil die Drehung herauszunehmen, so daß am Fadenende einzelne Faserenden
freigelegt werden und sich von der Fadenoberfläche abspreizen, und das so aufbereitete
Fadenende anschließend zur Fasersammelfläche der Offenende-Spinnvorrichtung überführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der für das Anspinnen vorzubereitende
Faden von der Fadenaufnahmeposition bis über die Aufbereitungsvorrichtung ausgelegt
und anschließend abgelängt wird, worauf das so entstehende freie Fadenende in die
Aufbereitungsvorrichtung eingesaugt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ablängen
durch eine Schneidvorrichtung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Fadenende gegen
einen kantenartigen Vorsprung gepeitscht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Fadenende gegen
eine rauhe Fläche gepeitscht wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Ende des Fadens in einer Länge aufbereitet wird, die größer als die Stapellänge ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden beim Aufbereiten
in einem Abstand zu seinem freien Ende festgehalten wird, der das 1,5-fache der Stapellänge
beträgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Fadens
in einer Länge aufbereitet wird, die etwa dem Durchmesser des Spinnrotors entspricht.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Fadenende nach dem Ablängen auf den für das Aufbereiten erforderlichen Abstand zu
dem Festhaltepunkt gebracht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das freie
Fadenende nach dem Aufbereiten auf die für das Einführen in die Spinnvorrichtung geeignete
Länge gebracht und nach dem Einführen in die Ansetzposition rückgeliefert wird, von
welcher aus die Freigabe für den Ansetzvorgang erfolgt.
11. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
mit einer den Faden in einem Abstand zu seinem Ende haltenden Fadenhaltevorrichtung,
wobei der Fadenhaltevorrichtung (2, 20) wenigstens eine Druckluftdüse (5) oder Saugluftdüse
(7) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5, 7) eine das festgehaltene
Fadenende (F') in wellenartige Querschwingungen versetzende turbulente Luftströmung
erzeugt, ohne in diesem Teil die Drehung herauszunehmen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des schwingenden
Fadenendes (F') wenigstens ein kantenartiger Vorsprung vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
schwingenden Fadenendes (F') eine rauhe Fläche angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das
freie Fadenende (F') in seiner Längsrichtung von einer rohrförmigen Abschirmung (51)
umgeben ist, durch die die turbulente Luftströmung geleitet wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüse (5)
gegen die Innenwand (52) der Abschirmung (51) gerichtet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftdüse (5)
in einem spitzen Winkel (a) in bezug auf die Mittelachse der Abschirmung (51) in diese
gerichtet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Druckluftdüsen
(5,5') in die Abschirmung (51) münden, deren Mündungen einander gegenüberliegen und
die in alternierender Folge beaufschlagt werden.
18. Vorrichtung nach einem derAnsprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abschirmung (51) an eine Absaugleitung (53) anschließbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugluftdüse (7)
in Strömungsrichtung gesehen hinter der Einlauföffnung (81) für das freie Fadenende
(F') eine oder mehrere Nebenluftöffnungen (71) aufweist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Nebenluftöffnungen
(71) exzentrisch zur Bohrungsachse der Saugluftdüse (7) in Richtung der Spinndrehung
des aufzubereitenden Fadenendes in die Saugluftdüse (7) münden.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Nebenluftöffnungen
(71) tangential zum Innendurchmesser der Saugluftdüse (7) in diese münden.
22. Vorrichtung nach einem derAnsprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die
Nebenluftöffnung (71) durch eine nutenartige Aussparung der Düsenwand gebildet ist.
23. Vorrichtung nach einem derAnsprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strömungsquerschnitt der Einlauföffnung (81) kleiner als der der Nebenluftöffnungen
(71) ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der
Einlauföffnung (81) für das freie Fadenende (F') in Abhängigkeit von der Garnstärke
2 bis 5 mm beträgt.
25. Vorrichtung nach einem derAnsprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einlauföffnung (81) in einem die Wandung der Saugluftdüse (7) übergreifenden Deckel
(8) angeordnet ist.
26. Vorrichtung nach einem derAnsprüche 19 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einlauföffnung (81) eine trichterförmige Erweiterung aufweist, über welcher in dichtem
Abstand die Fadenhaltevorrichtung (2, 20) positionierbar ist.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß vier
versetzt zueinander angeordnete Nebenluftöffnungen (71) über den Umfang der Saugluftdüse
(7) verteilt sind und jede der Nebenluftöffnungen (71) über einen Bypaß (72) mit der
Atmosphäre verbunden ist.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14 und 19 bis 27, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saugluftdüse (7) über die Abschirmung (51) an eine Saugleitung (53) angeschlossen
ist.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugleitung (53)
mit der den Spinnunterdruck erzeugenden Saugvorrichtung verbunden ist.
30. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugluftdüse (7)
mit der Abschirmung (51) einstückig ausgeführt ist.
31. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
in Längsrichtung geschlitzt ist.
32. Vorrichtung nach Anspruch 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung in Bewegungsrichtung
des Fadens zur Spinnvorrichtung hin geschlitzt ist.
33. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
ein Vierkantrohr ist.
34. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
im wesentlichen in Austrittsrichtung des Fadens aus der Fadenhaltevorrichtung (2,
20) angeordnet ist.
35. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daßdieAbschirmung (51)querzurAustrittsrichtung
des Fadens aus der Fadenhaltevorrichtung (2, 20) angeordnet ist.
36. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenhaltevorrichtung
(2, 20) zwischen einer Fadenaufnahmestellung und einer das Fadenende an die Fasersammelfläche
der Offenend-Spinnvorrichtung abgebenden Stellung bewegbar ist.
37. Vorrichtung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
im Schwenkbereich der Fadenhaltevorrichtung (2, 20) stationär angeordnet ist.
38. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
dem freien Fadenende (F') zustellbar ist.
39. Vorrichtung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
gleichzeitig zur Führung des freien Fadenendes (F') in das Fadenabzugsrohr (11) der
Spinnvorrichtung dient.
40. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite der
Abschirmung (51) in einem Bereich von 8 bis 15 mm liegt.
41. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschirmung (51)
als Hülse ausgebildet ist, die axial verschiebbar in einer Halterung (9) der Düse
(7) angeordnet ist.
1. A process for preparing a thread end for the re- piecing of an open-end spinning
apparatus, in which the thread end is cut to the length of a pieceable end, characterized
in that, after cutting to length, the retained free thread end is exposed to a turbulent
air flow which causes the thread end to execute wave-like transverse oscillations,
without untwisting in this part, so that at the thread end individual fibre ends are
exposed and spread from the surface of the thread, and the thread end prepared in
this way is subsequently transferred to the fibre-collection surface of the open-end
spinning apparatus.
2. A process according to Claim 1, characterized in that the thread to be prepared
for piecing is laid out from the thread take-up position to beyond the preparation
device and is subsequently cut to length, whereupon the free thread end thus obtained
is sucked into the preparation device.
3. A process according to one of Claims 1 or 2, characterized in that cutting to length
is carried out by a cutting device.
4. A process according to Claim 1, characterized in that the free thread end is whipped
against an edge-like projection.
5. A process according to Claim 1, characterized in that the free thread end is whipped
against a rough surface.
6. A process according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the free end
of the thread is prepared in a length which is greater than the staple length.
7. A process according to Claim 6, characterized in that during preparation, the thread
is retained at a distance from its free end which is 1.5 times the staple length.
8. A process according to Claim 6, characterized in that the free end of the thread
is prepared in a length which corresponds approximately to the diameter of the spinning
rotor.
9. A process according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the free thread
end, after being cut to length, is brought to the distance from the retention point
which is necessary for preparation.
10. A process according to one of Claims 1 to 9, characterized in that, after preparation,
the free thread end is brought to a length suitable for introduction into the spinning
apparatus and, after introduction, is returned to the joining position, from which
it is released for the joining operation.
11. An apparatus for performing the process according to one of Claims 1 to 10 with
a thread-holding device holding the thread at a distance from its end, the thread-holding
device (2, 20) having associated with it at least one compressed-air nozzle (5) or
one suction-air nozzle (7), characterized in that the nozzle (5, 7) generates a turbulent
air flow causing said retained thread end (F) to execute wave-like transverse oscillations,
without untwisting in this part.
12. An apparatus according to Claim 11, characterized in that at least one edge-like
projection is provided in the region of the oscillating thread end (F').
13. An apparatus according to Claim 11 or 12, characterized in that a rough surface
is provided in the region of the oscillating thread end (F').
14. An apparatus according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the free
thread end (F') is surrounded in its longitudinal direction by a tubular shield (51),
through which the turbulent air flow is guided.
15. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the compressed-air nozzle
(5) is directed against the inner wall (52) of the shield (51).
16. An apparatus according to Claim 15, characterized in that the compressed-air nozzle
(5) is directed into the shield (51) at an acute angle (a) relative to the centre
axis of the latter.
17. An apparatus according to Claim 15 or 16, characterized in that a plurality of
compressed air nozzles (5, 5') open into the shield (51), the mouths of which are
located opposite one another and which are acted upon in an alternating sequence.
18. An apparatus according to one of Claims 14 to 17, characterized in that the shield
(51) can be connected to a suction line (53).
19. An apparatus according to Claim 11, characterized in that the suction-air nozzle
(7) comprises one or more secondary air orifices (71) behind the run-in orifice (81)
for the free thread end (F') as viewed in the direction of flow.
20. An apparatus according to Claim 19, characterized in that the secondary air orifices
(71) open into the suction-air nozzle (7) off-centre relative to the bore axis of
the said suction-air nozzle (7) in the direction of the spin twist of the thread end
to be prepared.
21. An apparatus according to Claim 20, characterized in that the secondary air orifices
(71) open into the suction-air nozzle (7) tangentially to the inside diameter of the
said suction-air nozzle (7).
22. An apparatus according to one of Claims 19 to 21, characterized in that the secondary
air orifice (71) is formed by a groove-like recess in the nozzle wall.
23. An apparatus according to one of Claims 19 to 22, characterized in that the flow
cross-section of the run-in orifice (81) is smaller than that of the secondary air
orifices (71).
24. An apparatus according to Claim 23, characterized in that the diameter of the
run-in orifice (81) for the free thread end (F') is 2 to 5 mm depending on the yarn
thickness.
25. An apparatus according to one of Claims 19 to 24, characterized in that the run-in
orifice (81) is located in a cover (8) engaging over the wall of the suction-air nozzle
(7).
26. An apparatus according to one of Claims 19 to 25, characterized in that the run-in
orifice (81) has a funnel-shaped widened portion, above which the thread-holding device
(2, 20) can be positioned in close proximity.
27. An apparatus according to one of Claims 19to26, characterized in that four secondary-air
orifices (71) arranged offset relative to one another are distributed over the periphery
of the suction-air nozzle (7) and each of the secondary-air orifices (71) communicates
with the atmosphere via a bypass (72).
28. An apparatus according to one of Claims 11 to 14 and 19 to 27, characterized in
that the suction-air nozzle (7) is connected to a suction line (53) via the shield
(51).
29. An apparatus according to Claim 28, characterized in that the suction line (53)
is connected to the suction device generating the spinning vacuum.
30. An apparatus according to Claim 28, characterized in that the suction-air nozzle
(7) is made in one piece with the shield (51).
31. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is slotted
in the longitudinal direction.
32. An apparatus according to Claim 31, characterized in that the shield is slotted
in the direction of movement of the thread towards the spinning apparatus.
33. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is a
square tube.
34. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is arranged
essentially in the direction of emergence of the thread from the thread-holding device
(2, 20).
35. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is arranged
transversely to the direction of emergence of the thread from the thread-holding device
(2, 20).
36. An apparatus according to Claim 11, characterized in that the thread-holding device
(2, 20) is movable between a thread take-up position and a position delivering the
thread end to the fibre-collection surface of the open-end spinning apparatus.
37. An apparatus according to Claim 36, characterized in thatthe shield (51) is arranged
stationary in a pivoting range of the thread-holding device (2, 20).
38. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is able
to be advanced to the free thread end (F').
39. An apparatus according to Claim 38, characterized in that the shield (51) is used
at the same time for guiding the free thread end (F') into the thread draw-off tube
(11) of the spinning apparatus.
40. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the internal width of
the shield (51) is in a range of 8 to 15 mm.
41. An apparatus according to Claim 14, characterized in that the shield (51) is designed
as a sleeve which is arranged so as to be axially displaceable in a mounting (9) of
the nozzle (7).
1. Procédé destiné à la préparation d'une extrémité de fil en vue du réamorçage ou
de la remise en route de la filature sur un dispositif à fibres libérées, dans lequel
l'extrémité libre du fil est sectionnée à bonne longueur pour former une extrémité
de fil raccordable, procédé caractérisé en ce qu'après la section à bonne longueur,
l'extrémité libre du fil maintenue est exposée à un courant d'air turbulent qui met
l'extrémité du fil en oscillations transversales de façon ondulatoire sans enlever
la torsion dans cette partie (de fil), si bien qu'à l'extrémité du fil les extrémités
des fibres individuelles sont libérées et s'écartent de la surface du fil, et qu'ensuite
l'extrémité du fil ainsi préparée est transférée jusqu'à la surface de collecte de
fibres d'un dispositif de filature à fibres libérées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fil à préparer pour
le raccordement ou réamorçage est déplacé depuis la position de réception de fil jusqu'au-dessus
du dispositif de préparation et est ensuite sectionné à bonne longueur, après quoi
l'extrémité libre de fil ainsi créée est aspirée dans le dispositif de préparation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la section à bonne
longueur est réalisée au moyen d'un dispositif de coupe.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité libre du fil
est fouettée contre une saillie en forme d'arête.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité libre du fil
est fouettée contre une surface rugueuse.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'extrémité libre
du fil est préparée en une longueur supérieure à celle des fibres discontinues.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le fil est maintenu, lors
de la préparation, à une distance de son extrémité libre, qui représente 1,5 fois
la longueur des fibres discontinues.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'extrémité libre du fil
est préparée en une longueur qui correspond approximativement au diamètre du rotor
de filature.
9. Procédé selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'extrémité libre
du fil est amenée, après la section à bonne longueur, à la distance, par rapport au
point de maintien, nécessaire pour la préparation.
10. Procédé selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'extrémité
libre du fil est amenée, après la préparation à la longueur appropriée pour l'introduction
dans le dispositif de filature, et est retournée après l'introduction, dans la position
d'amorçage à partir de laquelle se produit la libération et le déclenchement de l'opération
d'amorçage.
11. Dispositif destiné à l'exécution du procédé selon une des revendications 1 à 10,
comportant un dispositif de maintien de fil qui maintient le fil à une certaine distance
de l'extrémité de ce fil, dispositif dans lequel au moins une buse (5) d'air comprimé
ou une buse (7) d'aspiration d'air est associée au dispositif (2, 20) de maintien
de fil, caractérisé en ce que la buse (5, 7) produit un courant d'air turbulent provoquant,sur
l'extrémité (F') de fil maintenue, des oscillations transversales de manière ondulatoire,
sans enlever la torsion dans cette partie (de fil).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on prévoit, dans la
zone de l'extrémité (F') du fil animée de mouvements oscillatoires, au moins une saillie
du genre d'une arête.
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce qu'on prévoit, dans
la zone de l'extrémité (F') du fil animée de mouvements oscillatoires, une surface
rugueuse.
14. Dispositif selon une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'extrémité
libre (F') du fil est entourée, dans son sens longitudinal, par un capotage (51) en
forme de tube, dans lequel est guidé un courant d'air turbulent.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que la buse (5) d'air
comprimé est dirigée vers la paroi intérieure (52) du capotage (51).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que la buse (5) d'air
comprimé est dirigée dans le capotage (51) en formant un angle aigu (a) avec l'axe
médian de ce capotage (51).
17. Dispositif selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que plusieurs buses
(5, 5') d'air comprimé débouchent dans le capotage (51), en ce que leurs débouchés
sont situés en face les uns des autres et en ce qu'elles sont alimentées selon une
séquence alternante.
18. Dispositif selon une des revendications 14 à 17, caractérisé en ce que le capotage
(51) peut être raccordé à un conduit (53) d'aspiration.
19. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que la buse (7) d'aspiration
d'air présente, vu dans le sens du courant, derrière l'ouverture (81) d'entrée destinée
à l'extrémité libre (F') du fil, un ou plusieurs orifices (71) d'air secondaire.
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que les orifices (71)
d'air secondaire débouchent dans la buse (7) excentriquement par rapport à l'axe d'alésage
de cette buse (7) d'aspiration d'air dans le sens de la torsion de filature de l'extrémité
de fil à préparer.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que les orifices ((71)
d'air secondaire débouchent dans la buse (7) tangentiellement par rapport au diamètre
intérieur de cette buse (7) d'aspiration d'air.
22. Dispositif selon une des revendications 19 à 21, caractérisé en ce que l'orifice
(71) d'air secondaire est constitué par un évidement en forme de gorge de la paroi
de la buse.
23. Dispositif selon une des revendications 19 à 22, caractérisé en ce que la section
de passage de l'ouverture (81) d'entrée est inférieure à celle des orifices (71) d'air
secondaire.
24. Dispositif selon la revendication 23, caractérisé en ce que le diamètre de l'ouverture
(81) d'entrée destinée à l'extrémité libre (F') du fil est de 2 à 5 mm, en fonction
de la grosseur du fil.
25. Dispositif selon une des revendications 19 à 24, caractérisé en ce que l'ouverture
(81) d'entrée est ménagée dans un couvercle (8), qui recouvre la paroi de la buse
(7) d'aspiration d'air.
26. Dispositif selon une des revendications 19 à 25, caractérisé en ce que l'ouverture
(81) d'entrée présente un élargissement en forme de trémie, au-dessus duquel peut
être positionné à une très faible distance le dispositif (2, 20) de maintien de fil.
27. Dispositif selon une des revendications 19 à 26, caractérisé en ce que quatre
orifices (71) d'air secondaire, disposés en étant mutuellement décalés les uns des
autres, sont répartis sur la périphérie de la buse (7) d'aspiration d'air et en ce
que chacun des orifices (71) d'air secondaire est relié à l'atmosphère par un bipasse
(72).
28. Dispositif selon une des revendications 11 à 14 et 19 à 27, caractérisé en ce
que la buse (7) d'aspiration d'air est raccordée, par l'intermédiaire du capotage
(51), à un conduit (53) d'aspiration.
29. Dispositif selon la revendication 28, caractérisé en ce que le conduit (53) d'aspiration
est relié au dispositif d'aspiration qui produit la dépression de filature.
30. Dispositif selon la revendication 28, caractérisé en ce que la buse (7) d'aspiration
d'air est exécutée en une seule pièce avec le capotage (51).
31. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) est
fendu dans le sens longitudinal.
32. Dispositif selon la revendication 31, caractérisé en ce que le capotage (51) est
fendu dans le sens de déplacement du fil en direction du dispositif de filature.
33. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) est
un tube quadrangulaire.
34. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) est
disposé sensiblement dans la direction de sortie du fil hors du dispositif (2, 20)
de maintien de ce fil.
35. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) est
disposé transversalement par rapport à la direction de sortie du fil hors du dispositif
(2, 20) de maintien de fil.
36. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que le dispositif (2,
20) de maintien de fil peut se déplacer entre une position de réception de fil et
une position de délivrance de l'extrémité du fil à la surface de collecte de fibres
du dispositif de filature à fibres libérées.
37. Dispositif selon la revendication 36, caractérisé en ce que le capotage (51) est
mis en place de façon fixe dans le champ de pivotement du dispositif (2, 20) de maintien
de fil.
38. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) peut
être approché de l'extrémité libre (F') du fil.
39. Dispositif selon la revendication 38, caractérisé en ce que le capotage (51) sert
en même temps à guider l'extrémité libre (F') du fil dans le tube (11) d'enlèvement
de fil du dispositif de filature.
40. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le diamètre intérieur
du capotage (51) se situe dans la zone de 8 à 15 mm.
41. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le capotage (51) est
conformé en un manchon, qui peut coulisser axialement dans un support (9) de la buse
(7).